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Uncharted: Legacy of Thieves Collection für PC im Test – Filmreife Action-Adventure-Kost mit Hochglanzoptik

Uncharted startete 2007 auf der PlayStation 3 und ist mittlerweile nicht mehr aus dem Sony-Kosmos wegzudenken. Die Abenteuer von Nathan Drake und dessen Gefolgschaft wussten zahlreiche Spielerinnen und Spieler zu begeistern. Die ereignisreichen Reisen des sympathischen Protagonisten erinnerten nicht selten an die gefährlichen Expeditionen des legendären Dr. Henry Jones Jr. – besser bekannt unter seinem Pseudonym „Indiana Jones“. Neun Jahre nach dem Erstling wurde die Geschichte um den draufgängerischen Haudegen mit Uncharted 4: A Thief's End auf der PlayStation 4 abgeschlossen. Zwar erschien ein Jahr später noch Uncharted: The Lost Legacy für dieselbe Plattform, dabei handelt es sich jedoch lediglich um ein Spin-off und nicht um ein weiteres Abenteuer des einstigen Hauptcharakters. Mit der Uncharted: Legacy of Thieves Collection erfuhren die beiden Titel kürzlich eine Neuauflage für PlayStation 5 und PC. Ob die Schatzjagd nach all den Jahren immer noch Spaß macht, erfahrt ihr in den nachfolgenden Zeilen.


Wie eben beschrieben, beinhaltet die Uncharted: Legacy of Thieves Collection die beiden Spiele Uncharted 4: A Thief's End und Uncharted: The Lost Legacy. Das wirft selbstverständlich die Frage auf, ob man die vier vorherigen Ableger – Uncharted: Drake's Fortune, Uncharted 2: Among Thieves, Uncharted 3: Drake's Deception und Uncharted: Golden Abyss – zuvor gespielt haben muss, um die vorliegenden Titel vollumfänglich genießen zu können. Es fällt schwer, darauf eine passende Antwort zu geben. Zwar bereiten die beiden Abenteuer auch ohne Vorwissen eine Menge Spaß, doch möchtet ihr jeden Witz und jede Anspielung verstehen, führt kein Weg an der Trilogie plus dem PlayStation Vita-Ableger vorbei – zumal es sich dabei um tolle Spiele handelt, die in keiner PlayStation-Sammlung fehlen dürfen.


Uncharted 4: A Thief's End


Uncharted 4: A Thief's End startet mit einer wilden Bootsfahrt durch stürmisches Gewässer. Nathan Drake und sein Bruder Sam Drake steuern unter krachenden Gewitterwolken eine entfernte Insel an, doch sie sind offenbar nicht die einzigen mit diesem Ziel. Nachdem das Schiff spektakulär kentert, erfolgt ein Schnitt, gefolgt von einer Szene, die in der Vergangenheit angesiedelt ist. Nathan prügelt sich in einem Gefängnis mit einem Insassen und wird daraufhin von einem korrupten Wärter abgeführt. Wenig später führt ihn selbiger Mitarbeiter in den Außenbereich der Strafanstalt, wo Nathan einen Hinweis auf den gigantischen Schatz des Piratenfürsen Henry Avery vermutet. Zusammen mit der Beute geht es zurück auf den Gefängnishof zu seinem Bruder und dessen Partner, der schmierige Rafe Adler. Nach einer blutigen Auseinandersetzung mit dem zuvor genannten Wärter bricht ein Tumult los und die Truppe ergreift die Flucht – doch nur Nathan und Rafe sollen das Gefängnis schlussendlich verlassen. Sam wird bei der Verfolgung angeschossen und stürzt in den vermeintlichen Tod.


Nathan ist absolut schwindelfrei und schreckt vor keiner Herausforderung zurück.

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Nach dem kurzen Einblick in die Zukunft und die Vergangenheit finden wir uns in der Gegenwart wieder. Nathan hat das Abenteurersein hinter sich gelassen, geht einem normalen Job als Bergungstaucher nach und lebt zusammen mit seiner Frau Elena Fisher, die man aus vorherigen Teilen kennt, in New Orleans. Doch die Ruhe währt nicht lange. Ein zunächst mysteriöser Besucher entpuppt sich als der tot geglaubte Sam Drake. Dieser erzählt Nathan die haarsträubende Geschichte von seinem sagenhaften Gefängnisausbruch an der Seite des berüchtigten Drogenbarons Hector Alcázar und dass er nun von diesem bedroht wird, sollte er den Schatz von Henry Avery nicht binnen vier Monaten bergen. Bestürzt vom drohenden Schicksal seines Bruders, beschließt Nathan, eine letzte Abenteuerreise anzutreten.


Die Handlung entfaltet sich in über 15 Spielstunden und führt euch an die unterschiedlichsten Schauplätze, wo jeweils weitere Hinweise über den Verbleib des Schatzes auf euch warten. Das Spielprinzip ist eine Kombination aus simpler Erkundung, kleineren Rätseln, Sprung- sowie Kletterpassagen und hitzigen Schusswechseln. Uncharted 4: A Thief's End schafft dabei größtenteils, woran die vorherigen Ableger scheiterten: ein angenehmes Gleichgewicht zu finden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass viele Schießereien durch bedachtes Vorgehen umgangen werden können. Oftmals findet ihr euch in einem offenen Gebiet wieder, das von Gegnern patrouilliert wird. Schafft ihr es, alle Widersacher unbemerkt auszuschalten, verhindert ihr eine Eskalation der Konfrontation, müsst keine Verstärkung fürchten und könnt die Schusswaffe stecken lassen. Werdet ihr doch einmal entdeckt, zwingt euch das Spiel in die Defensive, denn die Gegner treten nicht nur zumeist in einer Überzahl auf, sondern sind zusätzlich verhältnismäßig klug. So lockt euch der Feind nicht nur mit gezielten Granatenwürfen aus der Deckung hervor, sondern versucht auch, euch zu flankieren, wenn ihr nicht ausreichend aufpasst.


Zum Glück erweist sich Nathan Drake als passabler Schütze und kann mit jeder Art von Schusswaffe umgehen. Mittels Tastendruck verschwindet ihr hinter der nächsten Deckung. Von dort aus könnt ihr gezielt Gegner ins Visier nehmen oder blind in die Menge feuern. Gehört Präzision nicht zu euren Stärken, könnt ihr über das Optionsmenü die automatische Zielerfassung aktivieren, die euch eure Widersacher im Stile eines Grand Theft Auto aufs Korn nehmen lässt. Apropos Deckung, die solltet ihr mit Bedacht wählen, denn Zäune, Kisten oder Mauern halten dem Beschuss nur bedingt stand und zersplittern mit zunehmender Dauer. Die Feuergefechte sorgen für eine angenehme Würze, nehmen aber gegen Ende hin ein bisschen zu viel Platz ein. Außerdem verhält sich der enorme Kill Count eines Nathan Drake etwas konträr zu dessen sympathischer Persönlichkeit und lässt ihn schon fast als Psychopath dastehen, der das grausame Ableben seiner Gegner charmant weglächelt – schwierig.


Die Entdeckung antiker Städte – und leider auch deren Zerstörung – gehört zu Nathans Spezialgebiet.

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Zum Glück kann Uncharted 4: A Thief's End auch außerhalb der Schusswechsel punkten. Zwar ist der Spielablauf recht linear, doch die detaillierten Level, die atemberaubenden Panoramen und optionale Sammelgegenstände in Form von verschiedenen Schätzen täuschen gekonnt ein Gefühl der Freiheit vor. Wenn ihr euch nicht gerade durch dichte Flora schlagt, klettert Nathan in schwindelerregender Höhe an Felswänden entlang und teils uralte Architektur empor. Dabei werdet ihr die meiste Zeit von eurem Bruder begleitet – und das ist deutlich wichtiger für das Spielgefühl, als es zunächst vermuten lässt. Denn die beiden plaudern ununterbrochen miteinander, kommentieren die Fehlschläge des jeweils anderen oder tauschen Geschichten aus der Vergangenheit aus, wodurch sich das Spiel durchweg dynamisch anfühlt. Das war schon bei den Vorgängern der Fall und wurde mit dem letzten Hauptteil perfektioniert. Auch Fahrzeugsequenzen spielen in Uncharted 4: A Thief's End erstmals eine größere Rolle und fügen sich gelungen in das restliche Spielgeschehen ein.


Grafisch erwartet euch mit Uncharted 4: A Thief's End immer noch ein optischer Leckerbissen. Die Umgebungen sind detailverliebt und organisch gestaltet, zerstörbare Objekte zerbrechen physikalisch korrekt unter Gewalteinwirkung und sowohl Gestik als auch Mimik der Charaktere wirken bis auf wenige Ausnahmen glaubhaft. Hier ploppt, wackelt und zuckelt nichts. Mit der passenden Hardware könnt ihr ein lupenreines Bild mit einer Wiedergabe von sechzig Bildern pro Sekunde genießen. Der phänomenale Soundtrack setzt dem Ganzen die Krone auf das hübsche Haupt. Die orchestralen Klänge aus der Feder des britischen Filmkomponisten Henry Jackman zeigen eindrucksvoll, dass sich das Medium Videospiel nicht mehr länger vor dem Film verstecken muss und ebenso in den Bann ziehen kann. Technisch liefert Naughty Dog in Zusammenarbeit mit Iron Galaxy Studios einen soliden Port ab. Die Einstellungsmöglichkeiten sind zwar längst nicht so üppig, wie es in Spider-Man der Fall ist, gewähren aber dennoch ausreichend Spielraum, um die Performance für schwächere Hardware zu optimieren. Während des Testzeitraums wurden ein paar seltene Abstürze verzeichnet, die aber aufgrund der großzügigen Verteilung von automatischen Speicherpunkten nicht allzu sehr ins Gewicht fallen.


Uncharted: The Lost Legacy


In Uncharted: The Lost Legacy begleitet ihr nicht mehr länger Nathan Drake, sondern Chloe Frazer und deren Partnerin Nadine Ross – beide aus vorherigen Titeln bekannt – auf der Schatzsuche nach dem kostbaren Stoßzahn von Ganesha. Leider müssen die beiden dafür erst einmal ein Artefakt in ihren Besitz bringen, welches sich allerdings in der Hand des rebellischen Kriegstreibers Arman Khurana, kurzum Asav, befindet. Doch die beiden Damen lassen sich nicht von qualmenden Gewehrläufen abschrecken und dringen zu dessen Unterschlupf in einem umkämpften Gebiet einer indischen Stadt vor, um sich den wegweisenden Hinweis unter den Nagel zu reißen. Leider verläuft der Diebeszug anders als geplant und das Paramilitär heftet sich dicht an die Fersen der beiden Protagonistinnen. Ein Wettlauf um das begehrte Relikt beginnt.


Chloe und Nadine wühlen in den ergaunerten Artefakten des furchterregenden Warlords, um einen Hinweis auf den Verbleib des Stoßzahns zu finden.

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Uncharted: The Lost Legacy läuft auf derselben Engine wie Uncharted 4: A Thief's End und fühlt sich daher an wie ein eigenständiges Add-on. Zwar fehlt der einstige Hauptakteur Nathan Drake, doch Chloe Frazer – die ihr Debüt im zweiten Serienteil feierte – ist ein würdiger Ersatz und auf ihre ganz eigene Art und Weise charmant. Am Spielablauf ändert sich auch im Spin-off nichts. Chloe und Nadine sind ebenfalls sehr athletisch unterwegs, schlagen sich durch den dichten (Großstadt-)Dschungel, lösen lebensgefährliche Rätsel und schrecken auch vor dem Gebrauch der Schusswaffe nicht zurück. Doch Chloe ist nicht einfach nur eine weibliche Kopie des einstigen Hauptcharakters, sondern deutlich durchtriebener, sarkastisch und sehr selbstbewusst. Das wird insbesondere in den vielen Gesprächen deutlich, welche die beiden auf ihrer Reise führen – auch diese Tugend führt Uncharted: The Lost Legacy fort. Zudem beherrscht sie die hohe Kunst des Schlösserknackens, was ihr gelegentlich mittels Minispiel unter Beweis stellt. Unterm Strich erwartet euch dieselbe hochqualitative Kost, wie sie schon vom vorherigen Hauptteil serviert wurde.


Das Abenteuer der beiden Power-Frauen fällt mit etwa zehn Stunden etwas kürzer aus als der vorherige Serienableger, ist deswegen aber nicht weniger unterhaltsam. Habt ihr Uncharted 4: A Thief's End genossen, werdet ihr auch mit Uncharted: The Lost Legacy sehr viel Spaß haben. Das Spielprinzip ist nahezu identisch, die Präsentation genauso hochwertig und der orientalische Soundtrack weiß auch dieses Mal, das Geschehen gekonnt zu untermalen. Leider wurden auch hier seltene Abstürze verzeichnet, die zum Neustart zwangen. Jedoch geizt Uncharted: The Lost Legacy ebenso wenig mit automatischen Speicherpunkten, weshalb ihr zumeist wenig bis gar nichts wiederholen müsst.

Unser Fazit

9

Geniales Spiel

Meinung von Felix Kraus

Die Uncharted: Legacy of Thieves Collection beinhaltet zwei absolute Hochkaräter, die ihr euch keinesfalls entgehen lassen solltet, wenn ihr auf der Suche nach einem packenden Abenteuer seid. Die Geschichte um Nathan Drake findet mit Uncharted 4: A Thief's End ein fulminantes Ende und mit Uncharted: The Lost Legacy beweist Naughty Dog, dass sie noch längst nicht fertig sind und reichlich Schätze darauf warten, gehoben zu werden. Grafisch können die beiden Titel locker mit heutigen Videospielen mithalten und auch spielerisch wissen die beiden Schatzjagden immer noch zu unterhalten. Klar gestaltet sich der Ablauf verhältnismäßig linear, doch dafür erwarten euch knapp dreißig Stunden pausenlose Unterhaltung mit Spannung, Action, Charme und Witz. Hoffentlich findet die vorherige Trilogie auch noch ihren Weg auf den PC, sodass auch dortige Spielerinnen und Spieler die Abenteuer von Nathan Drake vollumfänglich genießen können.
Mein persönliches Highlight: Die nahezu makellose Optik und die dynamische Erzählweise

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Kommentare 15

  • NiklasN12

    Here we go!

    schön das die Playstation Perlen alle auf dem Pc landen.

    Uncharted4 und Legacy sind unglaublich tolle Spiele.

  • EdenGazier

    Prinzipal der Spiele

    Und dann machen sie noch eine 1+ mit * in Punkto Präsentation


    Und seltsam wie Performant sie auf dem Deck sind

  • GabelGiraffe2

    Turmknappe

    Grafik ist nicht alles und kann selbst Spiele wie uncharted retten, wenn die Story dazu nur mies ist (besonders bei The Last of Us Part 2.) Naughty Fogs war mal gut, doch dann kam Druckman und ruiniert alles im Namen von "Politischer Korrektheit."


    "Oh well" wie der Franzosen so sagt.

  • TheSchlonz

    Turmbaron

    Ich persönlich finde es doof, dass die ersten beiden Teile der Serie nicht auf den PC kommen.

    Dann hätte ich bei der komletten Collection nochmals zugeschlagen, da ich mittlerweile der Sony Konsole den Rücken gekehrt habe.

    So schwelge ich einfach in der Erinnerung, dass die Games, abgesehen von (imho) zu viel Geballer, eine bessere Fortsetzung von Tomb Raider war.

    Square hat aber, mit den ersten beiden Teilen der Neuauflage von TR, aber auch einen guten Job gemacht, wobei ich die Charakter Entwicklung von "Nora" immer noch lächerlich finde. :ugly:

  • Obi One

    Ich persönlich finde es doof, dass die ersten beiden Teile der Serie nicht auf den PC kommen.

    Dann hätte ich bei der komletten Collection nochmals zugeschlagen, da ich mittlerweile der Sony Konsole den Rücken gekehrt habe.

    So schwelge ich einfach in der Erinnerung, dass die Games, abgesehen von (imho) zu viel Geballer, eine bessere Fortsetzung von Tomb Raider war.

    Square hat aber, mit den ersten beiden Teilen der Neuauflage von TR, aber auch einen guten Job gemacht, wobei ich die Charakter Entwicklung von "Nora" immer noch lächerlich finde. :ugly:

    Anniversary war ein Remake. Das zähl ich nicht aber trotzdem gut, dass es auf der 360 verfügbar ist. Legends und Underworld fand ich gut aber die Story war mir bissl zu seicht. Die Katakomben haben mir dagegen alle gefallen. Bei Uncharted 1-3 erinnere ich mich nur an "geballer" ... war auch geil als ich noch jünger war. Uncharted 4 hab ich zuerst gehasst aber dann bei nem replay fand ich es wieder gut. Lost Legacy war mega mit den 2 Powerfrauen. Freue mich auch das die Games aufm PC landen. Jetzt will ich aber auch einen 5. Teil und Last of Us 2 ist super, wenn man es als eine what if story betrachtet.

  • Darksamus666

    Wall-Jump-Akrobat

    GabelGiraffe2

    Ich fand TyLoU2 klasse. Jedes mal, wenn ich an das Spiel denke, bekomme ich irrsinnige Lust auf Golf.


    Zum Test: ich fand Lost Legacy bis auf den Anfang ganz furchtbar. Eine selten leere Open-World machte das Weiterspielen zur Tempelanlage wirklich schwer.

    Uncharted 4 ist ganz nett, nur ist es halt so, dass diese weitläufigen Gebiete selten linear gestaltet sind, abseits herrscht Ödnis.

  • Cordovan Karolus

    Turmheld

    Uncharted 4 ist tatsächlich extrem linear. Es ist mE aber trotzdem noch mehr Spiel als interaktiver Film. Man hat ja zum Beispiel dieses Notizbuch dabei und auch einige coole (wenn auch nicht allzuschwere Rätsel).


    Ich weiß, dass ich eine sehr unpopuläre Meinung habe:

    Aber aus irgendeinem Grund ist Uncharted 4 eines meiner allerliebsten Spiele. Och hätte diesem Spiel ohne mit der Wimper zu Zucken auch eine 10/10 gegeben, bzw. Eine 28/10 im ntower-Maßstab, Obwohl es nicht Mal extrem tiefgründig oder originell ist. Ich denke, hier macht das Writing einfach alles perfekt. Die Figuren sind einfach richtig gut dargestellt, die Hintergrundgeschichte macht gleichzeitig neugierig und überrascht an manchen Stellen und das Spiel bietet die richtige Abwechslung zwischen ruhigen Passagen und Action. Die Dialoge hatten immer die richtige Länge, um Immersion zu erzeugen, aber nicht zu lang oder zu gezwungen zu wirken. Die Entwickler hatten wohl einfach das Gespür, wie man einfach gut unterhält. Es hat nicht so den Impact, aber es ist für mich eines der allerbesten Spiele aller Zeiten.


    Wahrscheinlich auch, da ich auch noch ein Riesen Abenteuer-Fan bin (von In 80 Tagen im die Welt bis hin zu Indiana Jones). Mir ist daher auch die Uncharted-Serie lieber als The Last of Us. Auch wenn sie viele als weniger ernst und kindlicher bezeichnen. Aber sind eh schon der Großteil alles Spiele/ Filme/ Bücher dystopisch, ernst und schlimm. Uncharted ist da ne sehr angenehme Abwechslung und einfach nur Abenteuer. Dennoch finde ich gerade in Uncharted 4 die Figuren mitunter am besten. Und das macht es dann für mich aus.

  • The Legend of Noob

    Bayonettas Spielgefährte

    GabelGiraffe2

    Na immerhin stimmt bei Uncharted alles von Grafik über Story bis hin zum Gameplay. Jedenfalls, wenn man aufmerksam beim Spielen aufpasst.


    Sonys Studios haben es mittlerweile drauf alle drei Punkte in Einklang zu bringen.

    Kann man von Nintendo z.B. nicht (mehr) behaupten.

  • Darksamus666

    Wall-Jump-Akrobat

    The Legend of Noob

    In wie fern meinst du das? Was ist da der Maßstab bis auf deine eingene Präferenz? Ich kann dir bei Uncharted viele Sachen, sowohl bei der Story, als auch beim Gameplay aufzählen, die mich stören bzw die ich schlicht schlecht finde. Vom Klau der Charaktere bis hin zu wesentlichen Storyelementen von Firefly, zu den einfallslosen Rätseln, den absolut öden "offeneren" Passagen, der miesen KI, dem halbherzig umgesetzten Stealth...

    Bleibt nur Grafik und Inszenierung, was ich bei nem Mario, Zelda oder Metroid ebenfalls gut finde, nur halt weniger auf Action-Blockbuster getrimmt. Aber auch da steht nicht jere auf die Vin-Diesel-Marvel-CGI-Massenabfertigung von heute, sondern eher auf etwas anspruchsvollere Kost.

  • The Legend of Noob

    Bayonettas Spielgefährte

    Darksamus666

    Genau das Gleiche frage ich mal zurück: Unter welchen Maßstäben beurteilst du das? Natürlich geht jeder von seinem eigenen Geschmack aus. Der einen Person reicht das Spiel, der anderen nicht.

  • Darksamus666

    Wall-Jump-Akrobat

    Darksamus666

    Genau das Gleiche frage ich mal zurück: Unter welchen Maßstäben beurteilst du das? Natürlich geht jeder von seinem eigenen Geschmack aus. Der einen Person reicht das Spiel, der anderen nicht.

    Was? Dass es ne geklaute Geschichte ist? Da gehe ich vom Maßstab Firefly aus. Dass die Serie ne Rolle bei ND spielt, ist kein Geheimnis. Das Lustige ist ja, dass sie dann bei Teil 3 den Aufbau mehr oder weniger nochml kopiert haben.

    Oder meinst du das "Schlichtes Popcorn-Kino zum spielen"? Das mache ich am Qualitätsunterschied zur Inspirationsquelle im Abenteuer-Setting, Indiana Jones, fest. Nathan Drake ist im Vergleich zu Indie so charismatisch wie ne Scheibe ungeröstetes Toastbrot, dasselbe gilt für den Rest.

    KI beurteile ich anhand der Konkurrenz aber auch an anderen hauseigenen Titeln, genauso wie Stealth, Gunplay, Nahkampf, etc.

    ND macht ab Teil 2 schon vieles Richtig, aber Gameplaytechnisch ist das halt mehr zweckdienlich als erstklassig. Toll in Szene gesetzt sind Sachen wie lineare Verfolgungsjagden, die (btw. recht anspruchslosen) Kletterpassagen, Dodge&Shoot-Passagen eh.

    Bei den Open World Games alla Assassins Creed/Witcher unterscheidet sich nur das Setting. Spider Man war da noch das Interessanteste. Wem derselbe Aufbau, dasselbe Questdesign etc noch zum zigsten mal Spaß macht, bitte, mir sind neue Ansätze wie bei Elden Ring, Zelda BotW oder auch Cyberpunk um Einiges lieber.

    Deshalb auch der Vergleich mit den Filmen der Marke Marvel & co. Auch ganz nett, aber halt auch da Alles nach Schema F, mit möglichst aufwändiger Arbeit am Computer.

    Auch da gibt es Leute, die meinen, dass das ja Alles viel geiler ist als die Klassiker, die halt ohne ultrarealitische Computereffekte auskommen mussten, aber es tatsächlich schafften, großartige, neue Welten mit prägnanten Charakteren zu kreieren, die die Genres maßgeblich beeinflusst haben, wie erwähnt oft übers Medium hinaus.

  • Cyron

    Turmknappe

    Vielen Dank für den Test :)

    -------------

    Ich finde es super, dass es immer mehr Playstation-Spiele auf den PC schaffen.

    Uncharted werde ich auf jeden Fall im Auge behalten; mal sehen ob mein Rechner das packt. :)

  • The Legend of Noob

    Bayonettas Spielgefährte

    Darksamus666


    Den Vergleich mit Indiana Jones kann ich sehr gut nachvollziehen. Allerdings wurden die Filme mit jedem Teil auch langweiliger (persönlicher Geschmack)


    Assassins Creed ist für mich erstmal gestorben, da langweiliges Gameplay (ok, kann ich nur bis Unity beurteilen).

    BotW hatte zwar einige interessante Gameplay-Ansätze, hat sich aber gezogen, wie zähes Kaugummi. Die Story hat mich nicht vom Hocker gehauen, im Gegensatz zu den anderen Teilen.


    Marvel-Filme finde ich persönlich zum Kotzen. Wie du schon geschrieben hast. In alten Streifen steckt richtige Kunst. Das Heute ist nicht mehr der Hit.


    Ich finde Uncharted super. Ein rundum-Zufrieden-Paket.

    Aber allgemein finde ich die gesamte Gameplay-Schore heutzutage ausgelutscht. Ballern, Metzeln, Grinden. Da schaue ich in der Regel eher nach Grafik und/oder Story.

    Zwischendrin sind ein paar Schätzchen dabei, die Neues wagen, aber rar gesät.

  • Darksamus666

    Wall-Jump-Akrobat

    The Legend of Noob

    Da ist ja auch nichts falsch dran. Mir gings darum, dass man auch an Sony-Spielen jede Menge finden kann, das einen stört.

    Für mich ist schlussendlich meist das Gameplay und selten nur die Inszenierung, das mich zu nem Titel zurückkehren lässt, deshalb lande ich da halt eher zum X-ten mal bei nem Metroid, Zelda, Mario, DK als zum 2. Mal bei Uncharted.

    Für Story und pure Inszenierung bleib ich lieber beim Film.

    Btw finde ich Rise und Shadow of the Tomb Raider spielerisch um Einiges besser als Uncharted. Rise geht vom Aufbau eh Richtung Zelda OoT.

  • The Legend of Noob

    Bayonettas Spielgefährte

    The Legend of Noob

    Da ist ja auch nichts falsch dran. Mir gings darum, dass man auch an Sony-Spielen jede Menge finden kann, das einen stört.

    Für mich ist schlussendlich meist das Gameplay und selten nur die Inszenierung, das mich zu nem Titel zurückkehren lässt, deshalb lande ich da halt eher zum X-ten mal bei nem Metroid, Zelda, Mario, DK als zum 2. Mal bei Uncharted.

    Für Story und pure Inszenierung bleib ich lieber beim Film.

    Btw finde ich Rise und Shadow of the Tomb Raider spielerisch um Einiges besser als Uncharted. Rise geht vom Aufbau eh Richtung Zelda OoT.

    Da gebe ich dir Recht. Rise und Shadow of the Tomb Raider sind besser als Uncharted.

    Filme schaue ich mittlerweile kaum noch. Die sind mir zu oberflächlich geworden.

    Selbst Serien jucken mich nur noch selten.

    Ich merke das jetzt wieder, dass mir da so Titel, wie God of War Ragnarök oder Horizon ZD oder FW storytechnisch viel intensiver vorkommen. Und gerade Horizon kommt mir da mit dem Gameplay so richtig ins Haus. Ich bin auch nach dem zweiten Teil immer noch fasziniert von diesem super ausgefeilten Kampfsystem (Natürlich auch wieder der persönliche Geschmack).

    Uncharted hat ja jetzt auch ein paar Jahre auf dem Buckel. Die Nathan Drake Collection wurde jetzt auch nicht mit top remasterten Spielen gesegnet. Jetzt kürzlich habe ich erst die Legacy Edition für 10€ auf die PS5 runtergeladen, weil PS4-Version von beiden letzten Teilen noch gehabt. Mann, das ist ein Unterschied. Habe die erst vor zwei Jahren gespielt und kann sie noch relativ gut vergleichen. Also ich hätte schon Bock drauf, wenn die gesamte Reihe so remastered in den Handel kommen würde (Ja, ich steh halt auf so hochpolierte Abenteuerspiele xD)

    Damit beende ich die interessante Unterhaltung für mich ;) Danke für die rege Beteiligung.