© Egmont Manga / Ryoko Kui

Delicious in Dungeon in unserer Manga-Rezension

Herzlich willkommen bei „Senshis Schneller Nummer“. Heute kochen wir Alraunen-Kakiage und Riesenfledermaus-Tempura. Also schnappt euch ein gemütliches Outfit zum Kochen und bringt eure Pfannen und Töpfe in Stellung. Als erstes erlegen wir eine Riesenfledermaus, am besten mit dem Schwert des Kriegers. Dann brauchen wir einen Klecks Öl in der Pfanne zum Anbraten des Fleisches. Wir ziehen die Haut vom Fleisch und schneiden es in dicke Stücke, dann ritzen wir dieses Fleisch leicht ein, kneten die Gewürzmischung ein und lassen das Ganze ein wenig ruhen. In der Zwischenzeit bereiten wir das Alraune-Kakiage vor. Bevor man die Alraunen schält, sollte man ihre Gliedmaßen entfernen. Den Körper schälen wir fein säuberlich und schneiden alles in kleine Stücke. Für die Panade mischen wir ein Basiliskenei mit Wasser, sieben etwas Mehl mit ein und quirlen es gut durch, damit es nicht verklumpt. Abschließend frittieren wir die Alraunen samt Panade noch und haben nach ein paar weiteren Schritten unser Alraunen-Kakiage mit Riesenfledermaus-Tempura fertiggestellt.


Im Dungeon werden die Rationen knapp, also muss man improvisieren!

© Egmont Manga / Ryoko Kui

Wer nun Hunger bekommen hat, sollte sich den Manga Delicious in Dungeon, erschienen bei Egmont Manga, mal näher anschauen. Da hab ich das oben angepriesene Gericht gefunden. Aber es sind ja nicht nur die Gerichte, die sich dort so zahlreich und improvisiert finden lassen. Der eigentliche Kern des Mangas besteht geschichtlich aus einer Abenteurergruppe, wie sie in einem klassischen Pen-&-Paper-Rollenspiel gerne dargestellt wird.


Das Buch beginnt mit einer missglückten Expedition in einen Dungeon, bei der Falin, ein Mensch und die Heilerin der Truppe von einem Drachen gefressen wird. Nachdem die uns bisher unbekannte Truppe dann aus dem Verlies fliehen kann, zerfällt der Zusammenhalt und einige Mitglieder verlassen die Gruppe. Lediglich Falins Bruder Laios, der Anführer der Gruppe, sowie der Schlossknacker Chilchuck und die Magierin und Elfe Marcille bleiben. Gemeinsam planen sie eine weitere Expedition in das Innere des Verlieses, um Falin vor der Verdauung aus dem Körper des Drachen zu retten.


Doch die verkleinerte „Party“ ist knapp bei Kasse und hat großen Hunger. Wie sollen sie sich ohne Proviant erneut durch den Dungeon bis hin zu Falin schlagen? Laios kommt auf die Idee, sich im Verlies selbst das Essen zu jagen und eben das zu verzehren, was ihnen vor die Waffen kommt. Zum Glück stößt der Zwerg Senshi bei ihrem ersten Versuch, eine Mahlzeit zuzubereiten, zu ihnen. Er ist bereits schon länger im Dungeon unterwegs, der sich über mehrere Ebenen und Stockwerke erstreckt. Da Senshi einmal einen Drachen erlegen und essen will, begleitet er die Gruppe. Auch Laios muss sich insgeheim eingestehen, dass er selbst schon lange wissen wollte, wie die Monster so schmecken und sich adäquat zubereiten lassen.


Die einzelnen Kapitel zeigen die Abenteurer auf ihrer Reise in ein neues Gebiet oder im Zusammenstoß mit neuen Monstern und präsentieren den Lesern jeweils ein neues Gericht, dass die Abenteurer aus ihrer Umgebung schaffen. Dabei werden auch die Zubereitung der Mahlzeit und die Biologie des jeweiligen Monsters erklärt und auf die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung – gerade bei Abenteuern – im Dungeon eingegangen. Delicious in Dungeon ist ein netter Slice-of-Life-Manga, der sich im besten Sinne einfach so wegliest. Dabei liegt das Buch aber nicht schwer im Magen, sondern erfrischt Körper sowie Seele und entlässt die Lesenden mit einem guten Gefühl.


Wenn ihr euch vom Artwork und der Gestaltung einen Eindruck verschaffen möchtet, könnt ihr hier eine Leseprobe online einsehen.


Delicious in Dungeon Band 1 ist erschienen bei Egmont Manga; ISBN: 978-3-7704-5835-6, schwarz-weiß, 192 Seiten, 7,50 Euro


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Unser Fazit

Meinung von Dennis Gröschke

Fehlte mir zunächst der rote Faden, kommen im Verlauf der Geschichte immer mehr kleine Charaktermomente der Gruppe zum Vorschein. Hier wird das Rad nicht neu erfunden, schließlich verhalten sich die einzelnen Mitglieder der Abenteurertruppe so wie wir es von einem klassischen Pen-&-Paper-Rollenspiel erwarten würden. Chilchuck spürt verborgene Fallen auf und die Elfe Marcille kann ihre Magie in passenden Momenten einsetzen. Interessant wird es, wenn die Charaktere sich außerhalb ihrer Komfortzone bewegen und Tätigkeiten ausführen sollen, die nicht ihrem Klassenprofil entsprechen. Hier rührt auch manche humorvolle Szene her, die Mangaka Ryoko Kui in ihrem routinierten Artwork offenbart. Die Zeichnungen glänzen insbesondere in den Monsterdetails und bei den Zubereitungen der wesentlichen Zutaten für die Gerichte. Delicious in Dungeon liest sich wie eine Buddha-Bowl, die einzelnen Zutaten sind gesund und die Kombination hinterlässt nach dem Genuss ein gutes Gefühl.

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