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PowerA Enhanced Wireless Controller for Nintendo Switch with Lumectra im Hardware-Test – Die Erleuchtung für alle Controller-Enthusiasten? Hardware-Test

Seit der Veröffentlichung der Nintendo Switch bin ich begeisterter Anhänger von Nintendos hauseigenen Pro Controller für die Hybrid-Konsole. Form, Gewicht sowie Layout der Buttons und Sticks – beim Original stimmt einfach alles und schmiegt sich ganz natürlich in meine Hände. Möchte ein anderer Controller mich also von seinen Vorzügen überzeugen, benötigt er irgendwelche Vorteile, die ihn von Nintendos eigener Hardware, welche kaum Wünsche für Verbesserungen offen lässt, abhebt. Der amerikanische Hersteller von Videospiel-Peripheriegeräten PowerA entwickelt bereits seit Jahren diverse Controller für Nintendos Hybriden und macht dabei vor allem mit seinen farbenfrohen Motiven zu diversen Nintendo-Charakteren und -Franchises auf sich aufmerksam. Ein optisches Highlight stellt dabei der seit ein paar Jahren erhältliche Spectra-Controller dar, welcher zwar in einem schlichten schwarzen Design daherkommt, dafür jedoch mit LEDs ausgestattet ist, die euch ein Leuchten in die Augen und natürlich vor allem Hände zaubern. Nun legt PowerA mit einer neuen Fassung ebendieses Konzepts nach und präsentiert uns den Enhanced Wireless Controller for Nintendo Switch with Lumectra, welchen wir in unserem Test kurz Lumectra-Controller nennen werden. Was das neue Modell kann und für wen sich ein Kauf rentiert, erfahrt ihr im Folgenden.


Der direkte Vergleich mit einem Nintendo Switch Pro Controller zeigt einen ähnlichen Formfaktor mit kleineren Unterschieden

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Betrachtet man den Lumectra-Controller im direkten Vergleich mit einem originalen Nintendo Switch Pro Controller, sticht sofort der sehr ähnlich gehaltene Form-Faktor ins Auge. Beide Controller haben nahezu eine identische Größe und fühlen sich auch gleich schwer an, der Lumectra-Controller bringt lediglich rund 10 Gramm mehr auf die Waage. Anders als beim Pro Controller bestehen die komplette Ober- sowie Unterseite aus jeweils einem zusammenhängenden Stück, im Gegensatz zu der Ästhetik mit den beiden angeschraubten Griffen des Nintendo-Originals. Die beiden Hauptteile werden von einem ca. 2 Millimeter starken, halbdurchsichtigen Streifen getrennt, welcher die komplette Oberseite umrandet und von LEDs beleuchtet werden kann.


Das Layout der Buttons entspricht auch nahezu dem des Vorbilds, wenngleich der Rechte Controlstick und das Steuerkreuz ein klein wenig näher beieinander sitzen. Beide Controlsticks, das Steuerkreuz sowie die Buttons A, B, X und Y sind ebenfalls von einer beleuchtbaren Umrandung umgeben. Außerdem sei erwähnt, dass die vier Buttons in der oberen Mitte, also +, - sowie Home und Capture, deutlich aus dem Controller hervorstehen; bei der Originalvorlage sind diese mehr in die Oberfläche eingelassen.


An der Front sitzen die vier grünen LEDs, die euch anzeigen, als wievielter Controller ihr mit der Nintendo Switch verbunden seid, während sich an der Hinterseite genau wie beim Pro Controller der Ladeanschluss für das USB-C-Kabel, der Synchronisations- sowie Reset-Button befinden, wenngleich die Anordnung nicht ganz der Vorlage entspricht, da der Ladeanschluss weiter nach unten versetzt wurde. Apropos unten – an der Unterseite der Controller fühlt ihr an den beiden Griffen eine Karo-Textur, die euch etwas mehr Grip im Vergleich zu der glatten Oberfläche verschafft, sowie vier zusätzliche Buttons, welche dem Controller von Nintendo fehlen. An der Innenseite der beiden Griffe, dort wo – zumindest bei mir – die Mittelfinger liegen, verfügt der Lumectra-Controller über zwei zusätzliche Trigger-Buttons, denen ihr einen beliebigen anderen Button zuweisen könnt. In der unteren Mitte der Rückseite befinden sich außerdem die beiden Einstellungs-Buttons, mit denen ihr die LED-Funktionen konfigurieren sowie die beiden zusätzlichen Knöpfe belegen könnt.


Im Großen und Ganzen belaufen sich die Unterschiede zwischen den beiden Controllern – mit Ausnahme der zusätzlichen Buttons auf der Rückseite – auf kleinere Feinheiten. Mir ist jedoch aufgefallen, dass der originale Pro Controller in ein paar Aspekten etwas „weicher“ als der Lumectra-Controller ist. Zum einen sind die Griffe des Pro Controllers an deren euch zugewandten Seite etwas geschmeidiger abgerundet, während die von PowerA im Vergleich eher spitz wirken. Zum anderen fühlen und hören sich die A-, B-, X- und Y-Buttons ein wenig härter an als die aus dem Hause Nintendo. Ähnlich verhält es sich mit den Buttons auf der Rückseite des Lumectra-Controllers. Die restlichen Buttons fühlen sich wie beim Pro Controller an, obwohl ich sagen muss, dass es mir persönlich sehr gefällt, dass die vier Buttons oben in der Mitte beim Lumectra-Controller deutlich prominenter aus der Oberfläche herausragen.


Auf der Unterseite des Lumectra-Controllers befinden sich vier zusätzliche Buttons, die der Pro Controller nicht besitzt

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Über den Nutzen der beiden zusätzlichen Trigger-Buttons an der Unterseite, mit denen ihr einen der ohnehin schon vorhandenen Buttons duplizieren könnt, lässt sich streiten. Highlight ist aber zweifelsohne die LED-Funktionalität, welche es euch erlaubt, euren Controller nach Belieben zu beleuchten. Mithilfe der Einstellungen, welche in der Anleitung – lediglich auf Englisch – erklärt werden, könnt ihr den vier verschiedenen Zonen des Controllers verschiedene Farben und Modi zuweisen. Diese vier Zonen sind die Umrandung der Oberseite des Controllers links, die Umrandung rechts, der linke Controlstick zusammen mit den A-, B-, X-, Y-Knöpfen sowie das Steuerkreuz zusammen mit dem rechten Controlstick. Als Modi stehen euch eine permanente Beleuchtung in einer aus 24 von euch wählbaren Farben, ein Blinken in einer gewählten Farbe sowie ein Durchlauf durch alle verfügbaren Farben zur Verfügung – für die beiden Letzteren könnt ihr sogar aus drei verschiedenen Geschwindigkeiten wählen. Zusätzlich könnt ihr für alle Zonen auch die Helligkeit regulieren. Laut Hersteller sind somit über Tausend verschiedene Kombinationen möglich, wie ihr euren Controller farblich gestalten könnt. Sollte euch die Beleuchtung übrigens einmal stören, könnt ihr diese auch ganz deaktivieren. Bei Tageslicht beispielsweise wirkt der Lumectra-Controller lange nicht so imposant wie abends bei gedimmtem Licht.


Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, dem Spectra-Controller, kommt der Lumectra-Controller mit mehreren Vorzügen daher. Dem geschulten Auge fällt natürlich sofort auf, dass der Lumectra-Controller kabellos mit der Nintendo Switch verbunden ist. Die Registrierung mit der Konsole funktioniert dabei genauso wie bei einem Pro Controller. Der Lumectra-Controller wird im Menü der Nintendo Switch wie ein Pro Controller registriert, verfügt allerdings über keine Batterieanzeige, die euch den aktuellen Ladestatus verrät. Laut Herstellerangabe hält der Akku rund 20 Stunden – ein Wert der jedoch laut Verpackung „von vielen Faktoren beeinflusst“ wird. Was das heißt, könnt ihr euch sicherlich denken: Vor allem ob und wie ihr die LEDs nutzt, kann sich negativ auf die Akkulaufzeit eures Controllers auswirken. Und auch beim Spielen ist mir aufgefallen, dass der Lumectra-Controller deutlich schneller als ein Pro Controller geladen werden muss. Immerhin verfügt er über ein 3 Meter langes Ladekabel, welches also doppelt so lang wie das von Nintendo mitgelieferte Kabel ist. Weiterhin verfügt der Lumectra-Controller über deutlich mehr unterschiedliche Farben als sein Vorgänger. Außerdem ermöglicht er aufgrund seiner kabellosen Verbindung über eine Bewegungssteuerung – ein Feature das dem Spectra-Controller noch fehlte.


Neben einer Anleitung zum Programmieren der zusätzlichen Buttons und LEDs erhaltet ihr außerdem ein 3 Meter langes USB-C-Ladekabel

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Zum Schluss sei noch darauf hingewiesen, dass auch trotz der Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger der Lumectra-Controller dem Pro Controller von Nintendo in zwei Features nach wie vor hinterherhinkt. Zum einen fehlt der NFC-Kontaktpunkt, über den ihr amiibo-Figuren verwenden könnt. Solltet ihr bevorzugt Software spielen, für die ihr amiibo nutzt, kommt ihr mit dem Lumectra-Controller nicht weit. Solltet ihr dieses Feature jedoch nicht nutzen oder sowieso keine amiibo-Figuren besitzen, werdet ihr die fehlenden NFC-Unterstützung nicht vermissen.


Was ihr allerdings vermissen könntet, ist die fehlende Rumble-Funktion. Sowohl durch die Joy-Con-Controller als auch den originalen Pro Controller gewöhnt man sich im Laufe der Zeit doch an dieses nette Feature, vor allem wenn manche Spiele, wie beispielsweise Super Mario Odyssey, dieses sogar explizit als Gameplay-Element nutzen. Das ist sehr schade, denn preislich liegt der Lumectra-Controller ungefähr auf einer Ebene mit dem regulären Pro Controller in schwarz. Somit müsst ihr euch also entscheiden, ob euch eine Rumble-Funktion oder die Beleuchtung eures Controllers durch LEDs wichtiger ist. Letztendlich liegt es also ganz daran, worauf es euch beim Zocken wirklich ankommt und ob der Controller aus dem Hause PowerA eine attraktive Alternative zum Pro Controller für euch darstellt.


Möchtet ihr euch auch dem hypnotisierenden Leuchten des Lumectra-Controllers hingeben? In diesem Fall würden wir uns freuen, wenn ihr über den folgenden Link bestellt. Dadurch unterstützt ihr ntower mit einer kleinen Provision, ohne dass dabei zusätzliche Kosten für euch entstehen. Wir danken vielmals für euren Support!


PowerA Enhanced Wireless Controller for Nintendo Switch with Lumectra


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Unser Fazit

Meinung von Philipp Pöhlmann

Der Enhanced Wireless Controller for Nintendo Switch with Lumectra von PowerA orientiert sich in Form und Button-Layout stark am Pro Controller von Nintendo selbst, wenngleich es ein paar kleine, aber feine Unterschiede gibt. Als verbesserte Version seines Vorgängers bietet er euch eine kabellose Verbindung sowie umfassendere Farboptionen, mit denen ihr euren Controller in ein leuchtendes Farbenspiel verwandeln könnt. Zwar erhaltet ihr im Vergleich zu Nintendos Original-Hardware außerdem noch zwei Trigger-Buttons auf der Unterseite, denen ihr dieselbe Funktion bereits existierender Knöpfe zuweisen könnt, müsst dafür allerdings sowohl auf jegliche Rumble-Funktionalität als auch den NFC-Reader und damit eure amiibo verzichten. Solltet ihr diese beiden Aspekte des Pro Controllers eh nicht nutzen und stattdessen den hypnotisierenden Farben, welche gerade bei gedimmtem Licht besonders ansehnlich sind, den Vorzug geben, könnte sich dieser Controller ganz schnell zu eurem neuen Liebling entwickeln.

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Kommentare 11

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  • megasega2

    Meister des Turms

    Beleuchtete Controller sind für mich ein No-Go, weil sie dermaßen vom Spielen ablenken, vor allem, wenn der Raum nicht voll beleuchtet ist. Da ist der Originale Pro-Controller schon sehr gut mit lediglich ein paar kleinen Lämpchen.

  • PolyPlay

    manisch depressiv

    Wow - die Erleuchtung! 3 Meter Ladekabel, perfekt :thx: Danke für den Test samt Bericht!

  • Wunderheiler

    Meister des Turms

    Fehlende Features, dafür nervige RGB Beleuchtung. Klingt absolut nach den richtigen Prioritäten :ugly:

  • GlikeFu

    Turmheld

    Ich hatte vor kurzem mal so einen Pro Controller von GameSir für Switch ausprobiert, der auch mit LEDs war, bereits beim ersten ausprobieren gab's da da schon leichte Fehler. Bin da auch eher vorsichtig.

    Und grundsätzlich haben die Power A Controller jetzt auch nicht die beste Qualität.

  • Mikaiji

    Auch mich würde die Beleuchtung total gaga machen beim Zocken, weswegen ich meinen Pro Controller treu bleiben werde. Egal wie toll es ausschaut. 8X

  • DasEngelchen

    Turmheld

    Hab so ein hier rumliegen ...


    Im direkten Vergleich fühlt es sich nicht so gut an der Hand an wie der Pro Controller

    LED stört mich nicht aber das Tasten klickern schon sehr !

    Die 2 extra Tasten hinten am Griff sind aber das absolute KO Kriterium !

    Die fungieren im Standard Modus als A und B knopf und dauernd kommt man da ungewollt gegen ... Einfach nur lästig und nervig.


    Aber grundsätzlich würde ich mir bei der Switch 2 so ein Ambi light system wünschen. Natürlich optional


    Und dezent beleuchtete knöpfe währen auch fein

  • MartinM_91

    Meister des Turms

    Bei diesem Preis würde ich lieber (erneut) zum offiziellen Pro-Controller greifen. Ich hatte in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Controllern von Drittanbietern gemacht. :/

  • Ngamer

    Son of a Patriot

    Bei RGB bin ich bereits raus. Sowas schalte ich immer ab. Das Licht beim PS5 Controler nervt schon, da brauch ich nicht noch mehr.

  • Tremo

    Turmheld

    Für mich geht nichts über den Pro Controller von Nintendo. Schon 2 mal eine günstigere Variante probiert aber immer wieder zum Pro zurück. Und dabei bleibt es auch.

  • ThyTrueMaverick

    Turmheld

    Ich habe mir zuletzt den Ultimate Controller von 8bitdo geholt und nutze ihn sowohl an der Switch als auch am PC. Bisher vollstens zufrieden. Programmierbarkeit und Wertigkeit sind Top. Bin gespannt wie er sich auf lange Sicht bewähren wird.

  • nec3008

    Turmbaron

    So lang PowerA und Hori bei ihren "Pro" Controllern auf essentielle Features wie HD-Rumble und NFC verzichtet, sind die keine Alternative zu den Original Controllern. Für mich sind diese Funktionen wichtig, wobei NFC zweitrangig ist.

    Die Beleuchtung finde ich unnötig und nur bei der Playstation finde ich die ganz nett, da die auch auf die Spiel reagiert, aber auch weil die dezent ist.

    Ich frage mich immer noch, warum die Controller von PowerA & Hori zwar offiziell lizensiert sind, aber nicht alle Features liefern. Die sind zwar dadurch etwas günstiger, aber wie gesagt, fehlt mir dann das HD-Rumble. Sehr Schade, denn optisch machen die beiden Hersteller nämlich echt schicke Controller.