© Nacon
Edge of Memories für den PC in der Vorschau - Ein holpriger Ausblick auf das offizielle Sequel
Geschrieben von Kerstin Steiner am 28.08.2025
Im Juni 2021 veröffentlichte das Entwicklungsstudio Midgar Studio das JRPG Edge of Eternity, das ein Jahr später als Cloud-Version auch für die Nintendo Switch erschienen ist. In unserem Test konnte sich das Spiel nur mittelmäßig schlagen und ließ unseren Tester mit gemischten Gefühlen zurück. Nun steht der Nachfolger Edge of Memories vor der Tür und soll 2026 zunächst für den PC erscheinen. Die erste Anspielsession auf der diesjährigen gamescom hinterlässt auch in mir gemischte Gefühle, denn auch wenn das Spiel gut aussieht und das Gameplay Spaß macht, gibt es doch noch viele Ungereimtheiten, die das Entwicklungsstudio noch ausbessern muss.
Edge of Memories ist der direkte Nachfolger von Edge of Eternity und wir kämpfen noch immer gegen die Korrosion. Dabei handelt es sich um eine entsetzliche Seuche, die ganze Bevölkerungsgruppen ausrottet und sich nun auch auf dem Kontinent Avaris ausbreitet. Dieses Mal begleiten wir die Seelenflüsterin Eline, die unerbittlich gegen die Seuche ankämpft, die sie auch selbst bald befällt. Statt jedoch daran zu sterben, kann sie die Korrosion in ihrem Körper kontrollieren, was eventuell der Schlüssel zum Ende der Apokalypse sein könnte. Zusammen mit den Charakteren Ysoris und Kanta macht sie sich auf den Weg, um sich der Korrosion der Welt zu stellen.
Das Gebiet, das ich besuchen durfte, strotzte vor bunten Farben und doch merkte man schnell, dass die Flora und Fauna schon von der Korrosion angegriffen wurden. Dennoch beeindruckt die Umgebung durch knallige Farben und fantasievolle Orte, an denen skurrile Geschöpfe auf uns warten. Zwar ist das Gameplay recht linear gestrickt, dennoch könnt ihr die Gebiete auch abseits der Wege erkunden und den ein oder anderen Schatz einkassieren. Die Geschichte, die erzählt wird, ist durchaus emotional und selbst beim Anspielen haben mich die Zwischensequenzen beinahe zu Tränen gerührt. Die sind sehr schön in Szene gesetzt, auch wenn die Lippenbewegungen der Charaktere nicht ganz mit dem Gesprochenen übereinstimmen.
Während Edge of Eternity noch auf rundenbasierte Kämpfe setzte, stehen nun intensive Echtzeitkämpfe im Mittelpunkt des Gameplays. Die spielen sich recht flott und durch besondere Fähigkeiten können wir den Gegnern richtig einheizen. Wechselt Eline in ihre Berserker-Form, kann sie immensen Schaden ausrichten, weswegen ihr den Balken dafür immer so schnell wie möglich füllen solltet. Ansonsten kann sie auch ihre Team-Mitglieder in die Kämpfe einbinden und gewisse elementare Attacken sind sogar außerhalb der Kämpfe nützlich, um beispielsweise Eisblöcke zum Schmelzen zu bringen.
Die Kämpfe sind durchaus herausfordernd und machen Spaß, allerdings haben einige Bugs und deutliche Ruckler den Spielspaß doch enorm getrübt. In einem Kampf gab es dutzende kurze Standbilder, in anderen gab es einen Glitch und mein Gegner stand plötzlich auf einem überdimensionalen Pilz über mir, sodass ich ihn nicht mehr erreichen konnte. Ähnliches passierte in einem Kampf gegen eine Art Soldaten, der ebenfalls festhing, sodass ich ihn nur noch durch Fernkampfattacken erreichen konnte, die allerdings einen gewissen Cooldown hatten. Hier muss das Entwicklungsstudio noch einiges nachbessern, damit es bei einem Release nicht zu ähnlichen Bugs kommt.