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Transport Fever 3 für PC in der Vorschau – Die Transportsimulation wird noch besser

Ich bin ein großer Fan von Transport Fever 2, denn es bringt ein einzigartiges Setting mit sich. Hierbei handelt es sich um eine Management-Simulation, bei der ihr Städte baut und den Städten die entsprechenden Waren zuliefern müsst. Ihr baut beispielsweise Weizen ab, liefert es zu einer Lebensmittelfabrik, die daraus Brot herstellt, welches dann in die Stadt gebracht werden muss. Hierbei könnt ihr auf verschiedene Transportmittel setzen wie Flugzeug, Zug, Schiff oder Lastkraftwagen. Gleichzeitig müsst ihr auch einen Verkehrsstau verhindern, indem ihr zum Beispiel den öffentlichen Personennahverkehr wie Fähren, Flugzeuge, Straßenbahnen oder Busnetze ausbaut. Oder aber ihr setzt auf Autobahnen, die den Verkehr entlasten und für eine bessere Zufriedenheit der Menschen sorgen. Ich war daher sehr gespannt, was uns in Transport Fever 3 erwartet und durfte einen exklusiven Einblick in das Spiel auf der gamescom 2025 erhaschen.

Natürlich müsst ihr den Transport managen und so Staus verhindern

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Selbstverständlich bleibt auch Transport Fever 3 dem gewohnten Konzept treu. Ihr könnt zum Ende des 19. Jahrhunderts einsteigen und euch mit dem Beginn der Motorisierung im 20. Jahrhundert bis hin zur modernen Welt hinarbeiten. Hierbei setzt ihr zunächst auf Pferdewagen und später fahren auf der gleichen Strecke LKWs mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit. Transport Fever 2 war schon perfekt – wofür braucht es dann einen Nachfolger? Transport Fever 2 hat ein Problem, denn wenn man seine Stadt aufgebaut hat und der Warenfluss läuft, dann gibt es nichts mehr zu tun und es muss eine neue Stadt eröffnet werden. Dieses Problem möchte man mit dem Nachfolger angehen, indem die Komplexität des Spiels erweitert wurde.

So wird in den Städten im Laufe der Zeit immer mehr gefordert, sodass ihr die Produktion neu anpassen müsst. Dies ist zum Beispiel ein Weg, wie man seine Stadt immer weiter und weiter ausbauen kann. Da es zufallsbasiert ist, könnt ihr auch zunächst nicht planen, wie ihr die Produktionskette anpasst. Die Betriebe selber werden auch immer größer und können eine höhere Kapazität haben. Im vergangenen Spiel war es zum Teil ein Problem, dass man immer mehr und mehr Betriebe an die Stadt anbinden und somit viele Lieferketten zum gleichen Standort aufbauen musste. Da die Betriebe selber nun größer werden können, ist dies weniger ein Problem, was die Lieferkette entflechtet und somit übersichtlicher macht. Die Industrie ist trotzdem deutlich komplexer und umfangreicher geworden, denn es wurde die doppelte Anzahl an Industrietypen implementiert. Dies sorgt für eine noch größere Abwechslung. Auch können nun Off-Shore-Industrien wie Ölplattformen gebaut werden, die den Transport per Schiff notwendig machen.

Die neuen Öltürme ermöglichen es, auch eine Industrie auf dem Wasser zu eröffnen

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Möchtet ihr noch mehr aus der Industrie rausholen, könnt ihr nun Booster in Produktionsstätten implementieren. Dies können Mitarbeiter sein, die über eine Busverbindung zur Stadt zur Firma gebracht werden können, oder auch beispielsweise Dünger, welcher eine zusätzliche Infrastruktur benötigt, dessen Einsatz sich aber in gewissen Fällen lohnen könnte. Auch Fahrzeuge können nun spezialisiert werden und für bestimmte Gütertypen eine bessere Effizienz ermöglichen. Dies senkt die Kosten und steigert die Kapazität der Lieferkette und sorgt auch hier dafür, dass eure Stadt nur eine Fabrik braucht und ihr nicht wie beim Vorgänger die Stadt aus mehreren Fabriken mit den gleichen Waren beliefern müsst, um den Bedarf zu decken.

Deutlich verbessert ist die gesamte UI, denn hier wurde vor allem auf die Nutzbarkeit geachtet. Durch neue Anzeigen habt ihr stets eure Welt im Blick. So könnt ihr immer neue Anpassungen vornehmen, um die Effizienz eurer Welt zu steigern. Ein von den Fans gewünschtes Feature bringt Tag-und-Nacht-Wechsel sowie eine Anpassung des Wetters per Mausklick. Dies ändert zwar nichts am Gameplay, wurde dennoch von den Fans gewünscht, um die eigene Stadt visuell auch anders präsentieren zu können.

Transport Fever 3 soll im nächsten Jahr für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen. Die Entwicklicher lassen sich die Zeit, die sie benötigen, um einen reibungslosen Start hinzulegen und nicht ein ähnliches Debakel auf den Markt zu bringen wie Cities: Skylines II, welches auch zwei Jahre nach Veröffentlichung mit technischen Problemen zu kämpfen hat. Eine Nintendo Switch 2-Version möchte man möglicherweise auch in Angriff nehmen, zunächst plant man allerdings das Spiel fertigzustellen und dann die Möglichkeit zu prüfen.

Unser Fazit

Meinung von Ilja Rodstein

Transport Fever 2 war bereits ein sehr gutes Spiel und hat sich nicht unverdient mehr als 1,5 Millionen Mal verkauft, doch mit dem dritten Teil möchten die schweizerischen Entwickler viele Fanwünsche umsetzen und die Wiederspielbarkeit erhöhen. Hierfür wurde die Komplexität des Systems erweitert und die UI-Elemente sowie die Übersichten gleichzeitig verbessert. Während Transport Fever 2 euch bereits hunderte an Spielstunden an den Bildschirm fesseln kann, könnte Transport Fever 3 euch noch mehr Lebenszeit rauben. Ich freue mich sehr auf den Nachfolger, wenn er im nächsten Jahr erscheint.
Mein persönliches Highlight: Zu sehen, wie sich die Entwickler Gedanken über das Spiel machen und sinnvolle Ideen reinbringen.

Kommentare 1

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  • Katsuno221

    Turmbaron 30. August 2025 um 12:41

    Hab den zweiten Teil ziemlich gerne gespielt 🥰 und jetzt wieder lust drauf bekommen 🤣

    Freue mich auf den dritten Teil 🤩