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Crimson Desert für den PC im Test
Geschrieben von Michael Barg am 29.04.2026
Ojemine – was für eine Reise Crimson Desert hinter sich hat. Das ursprünglich geplante MMO-Prequel zum erfolgreichen Black Desert Online wurde im Jahre 2019 erstmalig vorgestellt, verschwand dann jedoch in der Versenkung. Pläne des südkoreanischen Entwicklerstudios Pearl Abyss wurden mehrfach umgeworfen und so entschied sich das Team, fortan an einem Singleplayer-Abenteuer zu arbeiten. Wie mein werter Kollege Florian zu sagen pflegt: „Crimson Desert ist ein Singleplayer-MMO“ – und irgendwie lässt mich diese Aussage nicht mehr los. Denn es stimmt, der Titel hat alles, was das MMO-Herz begehrt, und möchte trotzdem als üppig gefülltes Singleplayer-Spiel im Gedächtnis bleiben. Wir durften bereits während der letztjährigen gamescom reinschnuppern und waren schon damals verwirrt, was Crimson Desert eigentlich sein will. Immer noch etwas unschlüssig bezüglich dessen Identität habe ich mich aber trotzdem in die riesigen Weiten des Kontinents Pywell begeben und erzähle euch heute, warum keine Identität manchmal eben doch die richtige ist. Viel Spaß beim Lesen!
Dieses Spiel ist so riesig, dass wir eigentlich keine Zeit verlieren dürfen, also lasst uns mit unserem fliegenden Rabenmantel direkt ins Geschehen springen: Wir schlüpfen in die selbstgestickte Lederrüstung von Kliff, einem nach außen hin steinhart wirkenden Anführer der Graumähnen. Dabei handelt es sich um ein umherstreifendes Söldnervolk, welches auf dem Kontinent Pywell zu Hause ist. Pywell besteht aus mehr als hundert einzelnen Adelshäusern, welche sich über die unfassbar riesige offene Welt erstrecken. Eines Morgens werden Kliff und seine Gefolgsleute von den Schwarzbären überfallen und nahezu vollständig ausgemerzt. Auch Kliff trifft dieser Überfall und er fällt regungslos in einen Fluss.
Auf einem Pferd, das ihr fangen könnt, bereitet ihr den riesigen Kontinent Pywell auf der Suche nach euren gefallen Gefolgsleuten
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Kurz danach wacht unser Held im Abyss auf, einer Parallelwelt, die sich langsam über Pywell öffnet. Dort erfährt Kliff, dass er fortan ein Auserwählter sein wird und deckt sich mit Abyss-Artefakten ein, die ihm magische Kräfte verleihen und ihn stärker machen. Kurzerhand springt er von den fliegenden Inseln zurück auf die Länder von Pywell und hat nur eine Aufgabe: sich an den Schwarzbären rächen. Allein schafft unser Held das natürlich nicht und braucht erneut starke Gefolgsleute, die nach dem Schwarzbärenangriff auf dem gesamten Kontinent verteilt sind.
Nach einer Weile kann Kliff bereits eine kleine Söldnertruppe zusammentrommeln, die ihm beim Wiederaufbau eines Lagers zur Hand gehen, welches schnell als Dreh- und Angelpunkt der Graumähnen fungiert. Einige dieser Helferlinge werden ebenfalls zu steuerbaren Charakteren, die ihrerseits besondere Eigenschaften und Spielstile mit sich bringen. So erzählt Crimson Desert eine tapfere Heldengeschichte rund um die einst besiegten Graumähnen, die versuchen, das politische und wirtschaftliche Gleichgewicht im zerrütteten Pywell wiederherzustellen.
Auch wenn ich schon zu meckern beginnen muss, bleibt dran – Die Geschichte um Kliff wirkt leider relativ langweilig und generisch. Das ist bei der Entwicklungsgeschichte auch nicht verwunderlich und durch die Vielfältigkeit des Gameplays in klassischen MMOs fungiert die Story selten als das Aushängeschild. Wir werden in Pywell von den verschiedenen, immer gleich wirkenden Adelshäusern überrumpelt, müssen aber dennoch durch verschiedene Aufträge allerlei Alliierte finden, um jene Schwarzbären zu besiegen. Ich war beeindruckt von der Fülle der politischen Intrigen, so richtig am Ball zu bleiben ist mir jedoch schwergefallen. Genossen habe ich dafür aber die Dialoge, die Kliff mit seinen Gefährten führt: Kliff ist zwar DER Held der Geschichte, dennoch kann er in Momenten auch innehalten und Schwäche zeigen – immerhin etwas im sonst sehr überladenen Rahmen des Spiels.
Insgesamt wirkt Crimson Desert auf mich, als hätte es sich hinsichtlich der politischen Vorkommnisse der verschiedenen Völker an Game of Thrones orientiert, was auch ganz ordentlich umgesetzt wurde. Interessant ist hier, dass das Spiel oft mit Erinnerungen spielt, in denen ihr mithilfe eines besonderen Helmes vergangene Events nacherleben könnt. Diese Visionen sind ganz nett umgesetzt und funktionieren in Sachen Storytelling definitiv besser als irgendwelche Logs oder Notizen, die sonst in Rollenspielwelten herumliegen. Hier macht das Spiel zwar etwas richtig – rein aufgrund der Story würde ich es aber trotzdem nicht empfehlen. Dafür gibt es genügend andere Aspekte, die Crimson Desert ausmachen.
Einer dieser wunderbar umgesetzten Aspekte ist das Rollenspiel- und Kampfsystem. Wie zu Beginn schon angesprochen, werdet ihr in den meisten Hauptquests in die Rolle des Multitalents Kliff schlüpfen. Dieser kann allerlei Rüstungen tragen: Schwere, mittlere und leichte Rüstungen kommen je nach Gattung mit entsprechenden Verteidigungswerten, können beim Schmied verbessert werden sowie kleinere Artefakte tragen, die zusätzliche passive Boni geben. Beispielsweise könnt ihr euch dank eines magischen Steines etwas flinker bewegen oder regeneriert alle paar Sekunden einen kleinen Teil eurer HP. Diese Effekte können auch eure Ohrringe oder Halsketten tragen – wenn ihr möchtet, kann Kliff ein richtiges Fashion-Icon sein! Die Teile verbessert ihr beim Schmied, indem ihr genügend Geld und Materialien dabei habt. Manchmal könnt ihr besondere Münzen anstelle von Materialien verwenden, die zum jeweiligen Hoheitsgebiet passen. Habt ihr aber das gleiche Rüstungsteil mehrmals, könnt ihr auch dieses zum Aufbessern verwenden – hier ist Crimson Desert wirklich flexibel und belohnt direkt, einfach mal alles mitzunehmen, was euch vor die Füße fällt. Das Rüstungssystem ist sehr angenehm und übersichtlich umgesetzt. Hier könnt ihr euren eigenen Spielstil finden und gerne ausprobieren, was am besten zu euch passt. Das solltet ihr auch schleunigst herausfinden, denn Abyss-Artefakte sind rar.
Habt ihr euch für eine der wenigen Waffengattungen entschieden (Schwert und Schild, Großschwert, Speer, Axt und Dolch) könnt ihr auch schon beginnen, die jeweiligen Fertigkeiten im „Tree“ zu skillen. Einen richtigen Tree werdet ihr nicht vorfinden, sondern ein etwas verschachteltes System, das aus drei Grundattributen besteht: Geist, Ausdauer und HP. Diese Stränge beherbergen jeweils passive und aktive Fähigkeiten unter einem Schirm, die wiederum ebenfalls eigene Skills tragen. Hier könnt ihr die Reihenfolge aber leider nicht selbst bestimmen – wenn ihr beispielsweise einen besonderen neuen Move haben möchtet, müsst ihr die beiden vorherigen Fertigkeiten zuerst lernen, die euch bis zu drei Abyss-Artefakte kosten. Das ist etwas mühselig und anstrengend, sind die Artefakte doch besonders am Anfang sehr rar. Trotzdem muss ich sagen, dass sich die neuen Skills wirklich sofort auf die Stärke des jeweiligen Charakters auswirken – das ist toll umgesetzt und verhält sich im Einklang mit den neuen Waffen und Rüstungen, die ihr verbessert und schmiedet. Im Kampf merkt ihr ebenfalls, dass ihr stärker werdet – die Gegner scheinen nicht mitzuleveln, sondern werden je nach Gebiet anspruchsvoller.
Ihr habt euch sicherlich gefragt, was „Geist“ im Skilltree bedeutet, oder? Hierbei handelt es sich um die oben angesprochene magische Kraft, die Kliff und die anderen Charaktere durch den Abyss erlernen. Kliff kann damit Elementar-Waffen tragen, die besonders starke Moves draufhaben. Mit jedem Einsatz von Geist-Fertigkeiten verringert sich die Leiste – ist sie leer, könnt ihr Geist-Moves nicht mehr verwenden. Nun müsst ihr warten oder bestimmtes Essen zu euch nehmen, um die Leiste wieder zu füllen. Geist ist somit ähnlich zu klassischen Magie-Angriffen und eine ganz nette Integration in Crimson Desert. Mir haben diese vielen verschiedenen Geist-Angriffe der Elementarwaffen wirklich gefallen: Eine Windwaffe zu Beginn lässt euch beispielsweise öfter angreifen, eine andere Erdwaffe ist eher für AOE-Schaden nützlich, wenn ihr euch durch die Massenschlachten schnetzelt. So oder so erweitern sie sinnvoll das Kampfpaket der Charaktere.
Ich habe mich in die klassische Schwert und Schild-Kombination verliebt, grundsätzlich steht euch aber komplett offen, welchen Spielstil ihr wählt. Wenn es euch beliebt, könnt ihr auch mit zwei Kurzschwertern spielen – das geht dann jedoch auf Kosten der Verteidigung. Denn mit dem Schild könnt ihr nicht nur Angriffe abwehren, sondern auch parieren. Das ist vor allem in vielen Bosskämpfen nützlich, um die Haltung der Gegner zu brechen. Habt ihr die Leiste voll, könnt ihr einen „Finishing-Blow“ einsetzen, um noch größeren Schaden anzurichten. Bei manchen Feinden ist dies der Weg zum Sieg, bei anderen ist höherer Druck die bessere Offensive. Diese wechselnden Kampftaktiken möchte ich wirklich loben: In Crimson Desert gibt es selten „diesen einen Weg“, um siegreich hervorzugehen.
Die Bosskämpfe sind teilweise wirklich bombastisch und erfordern einen alternativen Spielstil
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Während ihr die kleinen Massenkämpfe à la Dynasty Warriors in den Belagerungsschlachten bruteforcen oder vollständig umgehen könnt, solltet ihr euch bei den Bossgegnern wirklich Gedanken machen und euch ordentlich vorbereiten. Manche Kolleginnen und Kollegen sprechen hier von einem Souls-System, das sehe ich nicht wirklich, trotzdem sind die Bosse deutlich anspruchsvoller als der Alltag in Pywell. Hier ist Taktik und Kondition gefragt. Ihr werdet nicht selten ins Gras beißen, so viel steht fest. Leider ist aber hier eine Taktik, die Kämpfe in irgendeiner Form zu cheesen – meistens, indem ihr einfach euren ganzen Rucksack mit hochwertigem Essen vollstopft und die Sachen nonstop während der Kämpfe mampft.
Hier wird euch eine wunderschöne, riesige Welt präsentiert, die Elden Ring-Gefühle auslöst. Alles, was eure müden Augen in der Ferne erkennen können, dürft ihr euch auch aus nächster Nähe anschauen. Die Gebiete sind divers, farbenfroh und unfassbar detailreich – ich habe mich wirklich in Pywell verliebt. Die Schlachten zwischen den Adelshäusern, aber auch die kleinen Teilbereiche strotzen nur so von menschlichem und tierischem Leben. Eine Dynamik, die Crimson Desert unverwechselbar lebendig wirken lässt. Klar, an den Dialogen mit den unzähligen NPCs musste gespart werden, aber überall pulsiert organisches Leben, als würde man sich in einer eigenen kleinen Welt befinden. Hinzu kommt, dass ihr an jeder Ecke Geheimnisse mit allerlei Belohnungen entdecken könnt. Schade ist hier nur, dass die Rätsel, die in Pywell auf euch warten, leider zu oft wirklich anstrengend und unbeschreiblich schwierig zu lesen sind. Questmarker stehen zu oft an falscher Stelle, die Operatoren sind fehlerhaft gewählt und visuell sind die Instrumente nicht deutlich genug hervorgehoben. Hier beißt sich definitiv gewollter (und zurecht gelobter) Realismus mit klassischen Spielelementen. Pearl Abyss, nimm mich hier bitte etwas mehr an die Hand oder stelle mir wenigstens die Hilfestellung zur Verfügung.
Puh, … jetzt haben wir die Hauptelemente durchgekaut, die Crimson Desert übergeordnet ausmachen. Ignorieren können wir die kleinen Mechaniken rund um das gigantische Rollenspiel aber nicht: Überall gibt es Nebenquests, Sammelsachen wie Tiere und Käfer, Ressourcenabbau wie besondere Erze und eben die Suche nach Alliierten. Während die Nebenquests stark mit Letzteren zusammenhängen, sammelt ihr Tiere und Ressourcen nebenbei. Die Aufgaben sind inhaltlich selten der Rede wert, bescheren euch aber ebenfalls Artefakte oder besondere Ausrüstungsgegenstände. Diese wirken eher zweckmäßig statt Liebe zum Detail und können dementsprechend behandelt werden – als kleine Auszeit von der Hauptquest funktionieren sie aber allemal und stärken zudem euren jeweiligen Charakter.
Die Tiere könnt ihr fangen und an entsprechender Stelle für etwas Geld verkaufen; Ressourcen hingegen müsst ihr mit dem geeigneten Werkzeug abbauen und zum Schmied bringen. Habt ihr noch Platz im Inventar, könnt ihr neben einigen Gewürzen oder Hülsenfrüchten, die in Pywell wachsen, auch Materialien gehäuteter Tiere sammeln. Das Leder ist ebenfalls nützlich für den Schmiedbesuch, das Fleisch könnt ihr im Lager zu Gerichten weiterverarbeiten, die ihr dann in den Bosskämpfen spammen könnt. Bei diesen ganzen Elementen macht Crimson Desert ebenfalls nichts Neues, sondern orientiert sich an vergangenen Open World-Hits wie Red Dead Redemption 2, Zelda BOTW/TOTK oder Elden Ring. Das ist aber keine negative Kritik, sondern wirkt wie eine natürliche Fortsetzung im Genre. Ach, und Angeln könnt ihr natürlich auch … und euer Haus einrichten?
Richtig gelesen: Crimson Desert ist nicht nur Rollenspiel, Koch- und Schmiedesimulation oder Ressourcenmanager, sondern scheinbar auch Einrichtungssimulator. Zu Beginn eurer Reise baut ihr zusammen mit anderen Graumähnen ein Lager auf, in welchem ihr unter anderem euer eigenes Haus einrichten könnt. Dazu gibt es auf Märkten allerlei Möbel, die ihr im Haus platzieren könnt. Das müsst ihr natürlich nicht machen, ermöglicht aber ebenfalls eine Verschnaufpause vom stressigen Helden-Alltag. Habt ihr die Schränke und das Bett nach euren Vorlieben platziert, geht ihr gegenüber zurück zu euren Kolleginnen und Kollegen, die ihr ebenfalls managen könnt. Denn zum Aufbau eures Lagers könnt ihr Ressourcen spenden und eure Gefolgsleute auf Missionen schicken. Dort bauen sie Holz oder Erze ab, können aber auch den ein oder anderen Kriminellen erledigen. Das passiert nebenbei und belohnt euch ebenfalls mit Ressourcen und Geld. Diese Mechanik ist grundsätzlich nett umgesetzt, für das Spiel aber nicht essenziell – und das „könnt ihr machen, müsst aber nicht“-Prinzip zieht sich durch das ganze Spiel.
Das gigantische Rollenspiel hat alles, was das (MMO-)Rollenspielherz begehrt – verlangt von euch aber nicht, dass ihr euch alles anschauen müsst. Denn es ist EURE Reise, und es liegt an euch, wie ihr sie beschreitet. Ich habe mich persönlich eher auf die Hauptstory und das Entdecken verschiedener Geheimnisse gestürzt, mein Kollege Florian vom „Kein Brot, nur Spiele“-Podcast hat eher Gefallen daran gefunden, die Welt und ihre Nebenaufgaben zu entdecken. Das ist, wie ich finde, das, was Crimson Desert ausmacht: die unendliche Freiheit, euer ganz eigenes Abenteuer zu erleben. Hinzu kommt hier, dass Pearl Abyss noch lange nicht fertig zu sein scheint und auf jede Kritik sofort aufspringt.
Egal welche Ungereimtheit auftritt oder was von Fans gemocht wird – Pearl Abyss widmet sich diesen Anliegen und liefert nach nur wenigen Tagen riesige Patches, die das Spiel häppchenweise perfektionieren sollen. Beispielsweise wurde kritisiert, dass Kliff nur auf Pferden durch Pywell reiten kann – es hat nicht lange gedauert, bis mehrere Reittiere implementiert wurden. Die ausrüstbaren Katzen kamen (natürlich und zurecht) megagut an – schwupps wurden neue Ausrüstungsgegenstände für die pelzigen Vierbeiner hinzugefügt, die eigentlich nur kosmetischer Natur sind. Ach ja, Hunde könnt ihr auch adoptieren. Die helfen euch beim Looten und stecken euch allerlei Items in die Taschen.
Auch um die zu Anfang unerträgliche Steuerung wurde sich blitzschnell gekümmert, sodass das Spiel während des Testzeitraums sogar einen Wertungspunkt nach oben klettern konnte. Anfangs war der Controller vollständig überladen, die Menüführung furchtbar und das Drücken mehrerer Knöpfe gleichzeitig so kontraintuitiv, dass ich schreien wollte. Nun, einige Wochen später, gehören diese kleinen Ungereimtheiten einer jeden Spielsession der Vergangenheit an. Hier also ein großes Lob an Pearl Abyss – dieses schnelle Kümmern und Entgegenkommen erfahren wir aktuell nicht so oft in der Gaminglandschaft, wirklich eine tolle Leistung, die zu Recht sehr gut bei den Fans ankommt.
Der Skilltree ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, doch jede Fähigkeit macht Kliff spürbar stärker
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Mittlerweile werdet ihr alle schönen Clips und Screenshots durch das weite Internet gesehen haben, sodass ich mich bei der Grafik kurzfasse: Crimson Desert sieht wirklich extrem gut aus, nicht nur in der detaillierten Mikrosicht, sondern auch in der Weitsicht, dass quasi jeder Frame ein Gemälde sein könnte. Besonders die Gebirge in der Ferne, aber auch die Felder in der Nähe sehen fantastisch aus, sodass sich Kliff und seine Kumpanen wirklich nicht verstecken müssen. Der Soundtrack ist in den meisten Szenerien subtil oder ausgeschaltet, damit das Bild atmen kann – das ist völlig in Ordnung und hat der Atmosphäre in keiner Weise geschadet.
Im Gegenteil: Die soundarmen Kulissen haben mir wirklich gut gefallen. In den riesigen Schlachten hingegen gab es genug Feuerwerk auf die Ohren, wenn unzählige Soldaten aufeinander eindreschen und Dinge rufen. Auch hier wirkt das Spiel durch die Bank sehr lebendig. Technisch schluckt Crimson Desert relativ viel, kann nach einigen Minuten in den Einstellungen aber auch bei leistungsschwächeren Geräten eine gute Figur machen. Nicht nur wird Nvidias DLSS unterstützt, sondern auch AMDs Framegeneration, damit auch ältere Systeme auf die gewünschten Bilder pro Sekunde kommen. Dennoch hat mir Crimson Desert gezeigt, dass ich mich langsam mal um Upgrades für mein System kümmern sollte … Für ca. 70 Euro bekommt ihr ein vollgepacktes und reines Rollenspielerlebnis, das jeden Spieler auf die eigene Weise glücklich machen wird. Für eine ausführlichen Diskussion über Crimson Desert mit Florian schaut gerne hier vorbei.