Spieletests in der Kritik: Sinn und Unsinn von Wertungszahlen Spezial

Wagemut, Willensstärke, Kampfgeist, Neugier – die Zutaten für echte Helden! Doch nicht nur Videospiel-Figuren wie Link aus der Spiele-Reihe The Legend of Zelda müssen beweisen, dass sie das Zeug zu echten Helden haben. Auch Spieletester benötigen eine große Portion dieser Zutaten, um im Review-Dungeon nicht von ihren gefährlichsten Gegnern gefressen zu werden. Wer die sind? Die gnadenlosen Kritiker, die jede noch so liebevoll verteilte Wertung in der Luft zerreißen.



Im Fegefeuer der Kritik
Wenn man sich schimpfende Kommentare zu Reviews ansieht (nicht nur bei ntower, sondern eigentlich überall, wo Spiele bewertet werden), dann entsteht der Eindruck, dass der Redakteur es nur falsch machen kann. Gibt er eine niedrige Wertung, heißt es schnell, er sei mit dem Spiel nur nicht zurechtgekommen oder wäre zu blöd, dessen wahren Qualitäten zu erkennen. Ansonsten hasst er offensichtlich das Genre, den Hersteller oder den Stil des Spiels.

Bewertet er einen Titel dagegen mit einer guten 8 von 10 Punkten, dann finden sich schnell Stimmen, die enttäuscht sind, dass es nicht 9 oder 10 sind. Dieser Redakteur war dann offensichtlich übermäßig kritisch und hat unwichtige Details zu sehr auf die Goldwaage gelegt. Ganz gefährlich ist es allerdings erst, die Höchstpunktzahl von 10 Punkten zu vergeben, denn dann ist vielen Lesern klar, dass der gute Autor offensichtlich den Sinn für die Realität verloren hat. Dieses Spiel soll besser sein als Spiel XY? So ein Unsinn! Wie kann er nur Kritikpunkte in seinem Text erwähnen und trotzdem keinen Punkt abziehen? Klarer Fall: Das ist ein „Fanboy“ – oder gekauft! Wer weiß, wie viel Geld er bekommen hat, um das Spiel so hoch zu bewerten. Der Test liest sich ja sowieso nicht anders als Werbung vom Hersteller.

Äußerungen dieser Art sind immer wieder zu lesen. Zumeist handelt es sich nur um eine Minderheit von Lesern, die solche Meinungen vertreten. Zudem ist ja eine Sache klar: Man kann es nicht allen recht machen! Ärgerlich wird Kritik erst dann, wenn sie persönlich angreift und statt Argumenten nur Beleidigungen enthält. Allerdings muss der Redakteur solche Angriffe auch aushalten können. Ist er mit den oben erwähnten Heldenzutaten ausgerüstet, schafft er es auch. Aber einfach wegzulaufen zählt nicht! Schließlich ist er in der gleichen Lage wie das Spiel: er ist Gegenstand kritischer Betrachtung. Wer austeilt, muss also auch einstecken können. Nur, wie berechtigt ist eigentlich die ganze Kritik?


Die Wertung zu The Legend of Zelda: Skyward Sword für Wii war Anlass kritischer Kommentare. Sie wurde als zu niedrig angesehen.

Objektiv oder subjektiv – was denn nun?
Ein zentraler Kritikpunkt an testenden Spielern ist, dass sie nicht objektiv seien. Wenn wir uns aber überlegen, was Subjektivität und Objektivität eigentlich sind, dann wird es fast schon philosophisch. Tatsächlich ist eine absolute, reine Objektivität praktisch unmöglich. Wenn jemand ein Spiel testet, dann spielen seine Erfahrungen, Fähigkeiten und Vorlieben mit. Wer zum Beispiel eine Story als langweiligen Kitsch beurteilt, muss damit nicht unbedingt die Meinung von allen anderen teilen. Wir erkennen schon an den verschiedenen Wertungen verschiedener Magazine, dass es keine absolute Einigkeit geben kann. Und zuletzt muss man sagen: Die Entwickler eines Spiels haben die Story ja nicht so gewählt, weil sie sie schlecht fanden. Auch abgedrehte, kitschige, extrem kurze oder episch lange Geschichten finden ihre Fans.

Also ist doch alles subjektiv und nichts als Geschmackssache? Nein! Spieletester versuchen, Subjektivität so weit wie möglich zurückzudrängen, damit die Leser nicht nur einen persönlichen Meinungsbericht lesen, sondern auch ihre Kaufentscheidungen mit Hilfe eines Tests fällen können. Dass das wirklich funktioniert, sehen wir ebenfalls im Vergleich verschiedener Tests desselben Spiels. Zwar sind die Ergebnisse nicht alle gleich, aber meistens lassen sich klare Tendenzen erkennen: Bekommt ein Spiel von einem Magazin die Höchstwertung, schneidet es wahrscheinlich auch im anderen Tests gut bis sehr gut ab. Sehr selten wird man einen Ausreißer ins andere Extrem finden. Mario Kart 8 ist ein geniales Spiel, das durchgängig gut bewertet wurde. Tests, die dem Spiel nur 1, 2 oder 3 von 10 Punkten geben, wären mir nicht bekannt. Es gibt also doch eine Objektivität, die weit über den persönlichen Geschmack hinausgeht.

Tatsächlich kann man verschiedene Aspekte eines Spiels mit einem unterschiedlichen Grad von Objektivität bewerten. Die oben erwähnte Story ist ein sehr subjektiver Aspekt, denn sie kann einer Person gefallen, einer anderen nicht. Objektiv kritisieren kann man nur, wenn sie beispielsweise in sich unlogisch ist oder gar nicht zum Abschluss gebracht wird. Die Steuerung kann da schon weit objektiver betrachtet werden. Kann man das Geschehen auf dem Bildschirm mit Buttons, Sticks & Co. präzise beeinflussen, dann gibt es wenig zu meckern. Ist die Steuerung aber so ungenau, dass es mehr ein Glücks- anstelle eines Geschicklichkeits-Spiels ist, dann ist das ein berechtigter Kritikpunkt. Interessant ist auch der Aspekt Grafik: Während es früher klar war, dass eine gute Grafik die technischen Möglichkeiten der Zeit optimal ausnutzt, gibt es heute viele Spiele, die ganz bewusst und gezielt Grafik im Retro-Stil anbieten, was auch viele Fans findet. In diesem Punkt ist der persönliche Geschmack sozusagen neu hinzugekommen. Objektiv kritisieren kann man nur noch Fehler wie Einbrüche der Framerate oder fehlerhaft dargestellte Objekte.

Unterm Strich gibt es in jedem Spiel verschiedene Aspekte, die man mit einem unterschiedlichen Grad an Objektivität beurteilen kann. Kein Review ist zu 100% objektiv, aber eben auch nicht völlig subjektiv. Ein Text benötigt also auch einen intelligenten Leser, der unterscheiden kann zwischen allgemein gültiger Kritik und Aspekten, die er zunächst mit seinen persönlichen Vorlieben abgleichen muss. Wenn ein Kritikpunkt der sehr hohe Schwierigkeitsgrad ist, dann ist das für viele Spieler eine wichtige Warnung. Wer aber Herausforderungen liebt und die meisten Spiele zu leicht findet, für den ist es ganz subjektiv betrachtet ein großer Pluspunkt.


Mario Kart 8 konnte Tester weltweit überzeugen. Die Wertungen liegen nah beieinander, sodass es auch objektiv ein tolles Spiel ist.

Wer sollte testen?
Unterschiedliche Spieletester können zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, das ist jetzt völlig klar. Da stellt sich schon die Frage, wer in einer Redaktion von mehreren möglichen Kandidaten ein Spiel testen darf. Natürlich spielen dabei verschiedene Faktoren eine Rolle: Wer testet schon ein anderes Spiel? Wer kann gut mit dem Genre umgehen? Wer ist gerade nicht so stark ausgelastet und hat Zeit? Für einen möglichst objektiven Test darf man aber auch fragen, ob der Auserwählte ein Fan des Spiels sein darf oder sogar ein großer Kritiker.

Wer ein Spiel, vielleicht wegen eines tollen Vorgängers, wirklich liebt, begibt sich bei der Beurteilung natürlich auf dünnes Eis. Er muss sich praktisch zwingen, Kritikpunkte herauszuarbeiten, auch wenn sie ihn persönlich gar nicht stören. Er darf nicht einfach so eine Traumwertung vergeben, sondern muss es mit seinem Gewissen auch wirklich vereinbaren können. Und trotzdem muss er scharfe Kritik der Leser fürchten, die ihm vorwerfen könnten, alles nur durch die rosarote Fanboy-Brille zu sehen. Diese Besetzung ist also nicht ungefährlich, weil immer die Fragen aufkommen können, ob er das Spiel zu gut bewertet, vielleicht sogar absichtlich zu schlecht, weil er aktiv gegen seine Begeisterung ankämpft. Aber wir sollten auch nicht vergessen: Wer das Spiel liebt, wird es viel intensiver spielen und jedes Geheimnis lüften wollen. Er erforscht Details, die einem genervten Kritiker vielleicht entgehen könnten.

Oder sollte man das Spiel vielleicht doch lieber einem kritisch eingestellten Redakteur überlassen? Er steht jedenfalls nicht im Verdacht, ein Spiel über alle Maße zu loben. Trotzdem ist auch diese Konstellation nicht wirklich optimal. So muss sich der Arme praktisch durch ein Spiel quälen, auf das er gar keine Lust hat. Ihm wird es große Mühe bereiten, überhaupt dessen Qualitäten herauszuarbeiten und den Zauber, den ein Spiel vermitteln will, an die Leser weiterzugeben. Es macht schließlich wenig Sinn, ein Spiel um jeden Preis möglichst kritisch zu sehen. Gerade weil das Gefallen auch immer eine subjektive Sache ist, sollen Reviews den Lesern vermitteln, unter welchen Umständen sie das Spiel lieben werden. Da muss dann eine Wertung wie „5 von 10“ nicht unbedingt abschrecken. Bei ntower beschreiben wir diese Wertung mit „für Genre-Fans“ – und diese können durchaus Spaß am Spiel haben, wenn auch vielleicht die meisten anderen Spieler nicht. Halten wir also fest: Auch ein testender Redakteur darf ein Spiel lieben. Er sollte nur versuchen, sich auch in andere Spieler hineinzuversetzen und herauszufinden, was es an berechtigter Kritik zu sagen gibt.


Funky Barn wird beim ersten Anblick als schlechtes Spiel abgestempelt. Doch wer auf solche Spiele steht, wird Spaß damit haben.

Die Zwickmühle „Innovation“ - Darf man Spiele an Vorgängern messen?
Eine der größten Schwierigkeiten ist die Frage, ob man ein Spiel als Einzelprodukt bewerten oder es im Zusammenhang mit Vorgängern aus einer Spiele-Reihe bewerten sollte. Nehmen wir als Parade-Beispiel die Fifa-Reihe. So gibt es beim Spiel Fifa 14 die so genannte „Legacy Edition“, bei der sich bis auf wenige Kleinigkeiten (Team- und Spielerdaten) nichts gegenüber dem Vorgänger geändert hat. Das lädt natürlich zu geballter Kritik ein. „Das ist reine Profitgier!“ „Die paar Daten könnte man auch als Update des Vorgängers veröffentlichen, anstatt das ganze zum Vollpreis in die Läden zu stellen!“ So berechtigt die Wut darauf auch ist – hier wollen wir ein Spiel bewerten. Es ist ein Spiel, das sich ein interessierter Leser vielleicht kaufen möchte. Dieser Leser hat vielleicht den Vorgänger gar nicht. Er muss also nicht erneut den Vollpreis zahlen, sondern erstmals. Es juckt ihn auch wenig, wenn sich nichts im Vergleich zum Vorgänger geändert hat. Kritik an dieser Politik in die Wertung einzubauen, würde ihn auf eine völlig falsche Fährte führen, denn für sich genommen ist es kein schlechtes Spiel. Auf der anderen Seite gibt es eben auch die Spieler, die den Vorgänger besitzen, und die müssen halt gewarnt werden.

Auch wenn dies ein Extremfall ist, so besteht das grundsätzliche Problem bei jeder Reihe. New Super Mario Bros. wurde schon mehrfach mit Nachfolgern bedacht, die sich ehrlich gesagt auch nur sehr wenig voneinander unterscheiden. Man kann das natürlich kritisieren und stöhnen: „Nicht noch ein 2D-Jump’n’Run!“ Und damit würde der testende Redakteur auch bei vielen Lesern auf offene Ohren (bzw. Augen) treffen, denn wenn viele Spieler das so empfinden, ist die Kritik schlicht gerechtfertigt. Aber man muss eben auch die andere Seite sehen und ernst nehmen: Nicht jeder Spieler hat schon sämtliche Vorgänger gespielt. Tatsächlich sind die New Super Mario Bros.-Spiele sogar gut auf verschiedene Konsolen und Handhelds verteilt. Jammern da also nicht nur die Vielspieler, die sowieso alles kaufen, während es für die meisten Fans gar kein Problem ist? Wie geht ein Spieletester jetzt damit um? Sinnvoll ist es natürlich, die Situation im Text zu beschreiben. So kann jeder Leser entscheiden, ob es ihn stört oder nicht. Aber soll das mit in die Wertung einfließen? Darauf gibt es keine zufriedenstellende Antwort.

Erwartungen und Ergebnisse
Wie man ein Spiel beurteilt, hängt auch sehr davon ab, was man sich von ihm erwartet. So gibt es heute eine Vielzahl von Download-Titeln kleiner Indie-Entwickler, die zum kleinen Preis erhältlich sind. Natürlich wollen auch diese getestet werden. In vielen Punkten können diese Spiele nicht mit ihren „großen Brüdern“ mithalten. Das ist bei dem Budget und der Größe der Entwickler-Teams einfach nicht möglich. Wollen wir aber dem kleinen Titel etwas vorwerfen, von dem wir gar nicht erwarten können, dass er es besser macht? Bomben-Grafik, Orchester-Sound, zahlreiche, gesprochene Dialoge… All diese Dinge sind möglich, aber können nicht die Grundlage für unsere Erwartungen sein. Im Grunde gibt es damit zwei völlig verschiedene Bewertungs-Ansätze: Wir könnten das Spiel im Vergleich zu allen anderen Spielen der heutigen Zeit bewerten und müssten dann fairerweise sagen, dass die meisten Indie-Games deutlich schlechter abschneiden. Wir könnten aber auch alle Aspekte, die für ein Indie-Spiel sowieso nicht realistisch sind, ausblenden und uns bei der Bewertung ganz auf das realistisch Erwartbare beschränken.


Cloudberry Kingdom hat eine Grafik, die an Flash-Spiele erinnert. Aber das sollte man dem Indie-Titel nicht zum Vorwurf machen.

Letzteres ist für den Titel sicher fairer, aber wichtig ist dann, dass der Leser die Wertung auch so versteht. Das Spiel ist gut, ja – aber vor dem Hintergrund, dass es ein kleiner Download-Titel ist, der mit einfachster Grafik und geringem Umfang, aber dafür auch zum günstigen Preis angeboten wird. Versteht der Leser das nicht und macht einen schlichten Vergleich der Wertungszahlen, dann kommen natürlich Proteste auf wie: „Was? Das soll besser sein als …?“ Erneut drängt sich dabei der Gedanke auf, dass Wertungszahlen sehr vereinfachend sind und nur einen kleinen Teil dessen ausdrücken können, was es über ein Spiel zu sagen gibt.

Zudem muss man Wertungen auch immer als ein Produkt ihrer Zeit betrachten. Was heute ganz neu und innovativ ist, wird in fünf Jahren schon als veralteter Abklatsch wahrgenommen. Was heute durch beeindruckende Technik begeistert, ist früher oder später Standard-Kost. Ein Spiele-Magazin hatte einmal den Ansatz gewagt, Wertungen von älteren Spielen nachträglich herabzustufen, weil sie im Vergleich zu neueren Spielen jener Zeit nicht mehr in diesem Maße beeindrucken konnten. So wollte man in Vergleichslisten realistischere Übersichten schaffen. Da kann sich jetzt jeder selbst überlegen, ob das Sinn macht oder nicht. Es ist jedenfalls einfach unmöglich, ein Spiel ohne Kontext zu bewerten. Es steht nie ganz für sich allein.

Die perfekte Wertung
Der letzte Punkt, den ich an Benotungen von Spielen kritisieren muss, ist folgender: Bewertungen sind Definitionssache! Es ist also weder von der Natur, noch von göttlichen Wesen festgelegt, was eine „7 von 10“ eigentlich genau bedeutet. Es wird schlicht von jedem Magazin selbst bestimmt. Warum das notwendig ist wird klar, wenn wir uns Extremwertungen ansehen, die auch bei uns immer wieder Gegenstand von Diskussionen sind. Nehmen wir die „10 von 10“: Sobald diese Note vergeben wird, kommt es höchstwahrscheinlich zu Protesten. Schließlich würde das bedeuten, dass das Spiel „perfekt“ sei. Da im Text aber auch Kritik geäußert würde, dürfe die „10“ nicht vergeben werden. Der Fehler dieser Argumentation ist, dass ntower die 10 gar nicht als „perfekt“ definiert. Das würde auch wenig Sinn machen. Schließlich gibt es so etwas wie „Perfektion“ gar nicht, jedenfalls nicht bei Spielen. Es gibt immer Dinge, die man noch hätte besser machen oder hinzufügen können. Zudem gibt es, wie oben gesagt, immer subjektive Aspekte. Was für den einen perfekt ist, kann für den anderen Mist sein. Wenn wir also die Höchstwertung nur bei perfekten Spielen vergeben dürften, könnten wir sie schlicht nie vergeben. Dann müsste man aber die Frage stellen, wozu es eine theoretische 10 überhaupt gibt, wenn sie nicht verwendet werden darf.

Darum macht es nur Sinn, die einzelnen Wertungszahlen nicht ganz so extrem zu definieren, sondern die 10 für herausragende Spiele zu reservieren, die aber trotzdem ihre kleinen Macken haben dürfen und auch nicht zwangsläufig von allen Spielern geliebt werden müssen. Dass es dann aber trotzdem zu Protesten und Diskussionen kommt, lässt sich kaum vermeiden. Natürlich sei jemand, der die Höchstwertung vergibt, direkt ein „Fanboy“. Wer so etwas in den Raum wirft, sollte mal über diesen Satz nachdenken: Wie kann man denn einem Spiel 10 von 10 Punkten geben, ohne selbst ein Fan des Spiels zu sein? Anstatt über Sinn und Unsinn bestimmter Wertungszahlen zu diskutieren, würde es sich wohl eher lohnen, über den Sinn von Benotungen allgemein nachzudenken.


Der 3DS-Titel The Legend of Zelda: A Link between Worlds erhielt auf ntower eine 10. Das bedeutet nicht, dass das Spiel perfekt ist.

Fazit
Ich bin jetzt ausführlich auf verschiedene Aspekte und Schwierigkeiten eingegangen, die mit dem Verfassen von Reviews zusammenhängen: Gibt es Objektivität? Darf ein Spieletester das Spiel lieben? Darf man Spiele im Kontext einer Spiele-Reihe, der Zeit oder des Budgets bewerten? Was bedeuten eigentlich Wertungszahlen? Bei allen diesen Aspekten kommen wir immer wieder zu einer Erkenntnis: Während der Text eines Reviews die Möglichkeit bietet, alle Aspekte des Spiels gut, differenziert und ehrlich zu vermitteln, sind Wertungszahlen angreifbar, vage und eine Frage der Definition. Man kann durchaus mit Berechtigung die Frage stellen, ob solche Zahlen überhaupt Sinn machen oder ob man sie nicht einfach abschaffen sollte. Trotz aller Kritik gibt es heute überall solche Benotungen nach verschiedenen Systemen. Das liegt sicherlich daran, dass viele Spieler das wollen! Natürlich lesen wir auch gerne Tests zu Spielen, die uns interessieren. Aber in der großen Masse an Spielen ist es hilfreich, mit einem schnellen Blick auf die Wertungszahlen eine Art Vorauswahl zu treffen, womit wir uns näher beschäftigen wollen. Trotzdem können wir durch solche vereinfachten Blicke auf Zahlen auch auf die falsche Fährte geführt werden und Spiele verpassen, die uns vielleicht sehr gut gefallen hätten.

Autor: Roman Dichter

Teilen

Kommentare 26

  • TSch

    man kann wertungen nich mit anderen vergleichen, weil jeder anders bewertet ;). bei manchen sind ne 6/10 schon n mieses spiel, wogegen das bei anderen eben n durchschnittliches spiel is. genau das macht wertungen überflüssig, weil man sowieso den text lesen muss, damit man die wertungen von dem bestimmten autor überhaupt einordnen kann. objektiv kann man nich bewerten, also gibs da auch nix zu vergleichen. ich bevorzuge meistens aber sowieso videos, weil das kurz und knapp den persönlichen eindruck schildert + spielszenen zeigt und man nich irgendwelche meist schlecht geschriebenen texte lesen muss.


    wertungen gibt es, weil die zielgruppe lesefaul is und weil die spiele publisher ne kurze (positive-)bewertung auf ihre verpackung drucken wollen.

  • Flastanarbo

    Turmbaron

    Sehr gut geschriebenes Special! Es wurde gut auf die einzelnen Aspekte eingegangen. Ich bin noch nicht lange auf ntower angemeldet, daher kann ich meine Erfahrung mit Spieletests nur auf das Magazin "N-Zone" beziehen. Dort sind einige Testberichte nicht gut nachvollziehbar. Ein gutes Beispiel ist Mario Kart 8. Mit einer Wertung von 89 erzürnte die NZone viele ihrer Leser, mich eingeschlossen. Es war nämlich immer die Rede davon, dass es das beste Mario Kart aller Zeiten sei, in Vorschauen und im entgültigen Test selbst. Mit einer 89 steht der Titel jedoch hinter all seinen Vorgängern, Mario Kart 7 erhielt eine 94, der Wii-Ableger eine 94, der DS-Ableger eine 94 und der Gamecube-Teil auch eine 94. Und dann soll der beste Teil der Reihe eine 89 bekommen? Auch wurde kritisiert, dass im Kasten wo das Wertungsystem erklärt ist, gesagt wird, dass alle Spiele über 90 in keiner Sammlung fehlen dürfen und 80-90 bezeichnen gute Titel, die für Fans des Genres ein Pflichtkauf sind. Ist also MK7 ein Pflichtkauf für alle und MK8 nur für Racing-Fans ein Must-Have? Auch wurden die Kritikpunkte an MK8 an sich kritisiert, es wurden minimale Design-Fehler auf die Goldwaage gelegt. Wobei man speziell bei Mario Kart eher den Spielspaß bewerten sollte. Mir macht MK8 immernoch sehr viel Spaß und ich achte überhaupt nicht auf die aufgezählten Kritikpunkte.
    Schwierig ist auch eine Bewertung bei Remakes. Ich denke, dass sich für Redakteure da immer die Frage stellt, wie er das Spiel im Vergleich zum Original bewerten soll. Da ist auch wieder ein Test aus der NZone ein gutes Beispiel: The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D bekam eine 90, während das Original eine 97 ergattern konnte. Theoretisch müsste man die 97 beibehalten und sogar Punkte draufschlagen, für die Verbesserungen. Jedoch wird ja ein Spiel immer nach den heutigen Maßstäben bewertet. War ein Spiel damals Bombe (bspw. Duck Hunt) und konnte Traumwertungen einfahren, muss eine Neuauflage nicht zwangsläufig heute gut sein.
    Ich finde einfach, dass man bei Spieletests mehr auf den Punkt "Spielspaß" eingehen sollte. Was bringt mit die beste Grafik, der betörendste Sound oder optimalste Steuerung, wenn der Titel einfach keinen Spaß macht? So ist es z.B mit MK8, ich habe riesigen Spaß damit und das ist die Hauptsache.

  • Kraxe

    Ich schau mir zuerst immer die Wertung an und dann lese ich den Bericht durch.


    Für mich gehört die Wertung einfach dazu. :)

  • Gingo

    Whaaack-aaa!

    Wow, echt fantastisches Spezial von Roman wieder einmal! All die Punkte und Faktoren, die immer wieder zu (unnötigen) Wertungs-Diskussionen führen, wurden sehr schön zusammengetragen und erläutert, ja miteinander kombiniert. Hatte sehr viel Spaß beim Lesen und kann bei dem Ganzen nur den Kopf nicken und zustimmen.


    Wertungen sind gut und nützlich. Spieler (oder Personen allgemein) können sich daran orientieren und von den Erfahrungen anderer eine Meinung bilden. Und das ist der springende Punkt dabei. Man soll sich selbst eine Meinung bilden und nicht stumpf dem Tester folgen. Ihm kann etwas ein Dorn im Auge sein, was einem selbst die gewisse Würze im Spiel - kein Test wird jemals 100% objektiv und kein Spiel wird jemals perfekt sein. Um Diskussionen rund um die Wertung zu verhindern, müssten die Leute einfach nur mal aufhören zu viel in Zahlen und Wertungen zu stecken und dafür selbst mal zu interpretieren und definieren.

  • Splatterwolf

    Weg seit 1889

    Ich halte nicht viel von Wertungen. Der Grund ist einfach, dass ich mich viel zu oft dabei erwische, wie ich mir nur die Wertung und das Fazit durchlese. Aber die Leute wollen es halt haben, deswegen wird es eben auch gemacht.


    Es gab mal ein Magazin namens GEE, was wirklich großartig war. Es hatte echt gut geschriebene Artikel, die ohne Wertung auskamen. Dadurch hat man sich viel eher mit den negativen und positiven Aspekten eines Spieles beschäftigt, da man eben den Test lesen musste.


    Oft widersprechen sich Text und Wertung auch total. Spiel X ist besser als Spiel Z aus demselben Genre, wird aber insgesamt schlechter bewertet. Gleiches gilt für den Fokus von Spielen. Ist der Fokus eher auf das Storytelling oder Gameplay ausgelegt und man hat dann nicht so viele Ressourcen in die Grafik gesteckt, gibt es trotzdem einen Niederschlag in der Wertung in negativer Hinsicht.


    Es ist halt schon eine Frage, was gehört in die Wertung rein oder sollte nur der reine Spielspaß bewertet werden?


    Das Thema ist jedenfalls weiterhin sehr interessant.

  • Casualatical

    Casublume

    Was auch noch eine wesentliche Rolle spielt, ist der Faktor Zeit.


    1. Die Zeit die man einem Spiel gibt. Muss man es innerhalb kurzer Zeit durchspielen, um den Test frühstmöglich zu haben, oder lässt man sich Zeit.
    Je nachdem wirkt das Spiel ganz anders.


    2. Der Zeitpunkt wann man das Spiel spielt. Als Beispiel möchte ich hier Hyrule Warriors nehmen. Zu Release hab ich mal die ersten drei Schlachten gespielt und dachte dann: "ganz okay". Vor ein paar Tagen verspürte ich Lust dem Spiel nochmal ne Chance zu geben. Diesmal dachte ich "wow das spiel ist richtig gut".

  • PercyJackson

    Turmbaron

    Abgekürzt kann man sagen ich zitiere ;) : "Zudem ist ja eine Sache klar: Man kann es nicht allen recht machen!" So ist es nunmal. Deswegen kann man nicht sagen nur weil ein spiel eine schlechte bewertung hat heißt es nicht das es mir oder dir kein Spaß macht. Aber auch das Gegenteil muss nichts bedeuten.
    Zb meint Flastanarbo wie sehr er Mario Kart 8 liebt aber ganz ehrlich? Ich mochte den DS Teil vieeeeeel lieber.und ich meine da konnte ich nicht mal online spielen. Ich hab einfach den ds gestartet und immer gegen Coms gespielt und es machte mir riesen Spaß. Mk8 hab ich wieder verkauft weils kein Spaß mir mehr machte nach einer Zeit. Man sollte sich einfach selber ein Bild von einem Spiel machen (gilt nicht nur für spiele. Auch musik und filme zb ist es genauso. Die scary movie teile haben ständig furchtbare kritik und trz lache ich bei jedem teil und das immer wieder.) Ich zb habe immer gelesen ach wie schlechz CoD sein soll und nun habe ich CoD AW hier auf meiner Ps4 und ich kann nicht aufhören zu spielen.

  • Raveth

    Meister des Turms

    Die Wertungen heut zu Tage sind für den Eimer. Vorallem 8 von 10 Punkten. Verarsche? Wenn man das schon macht sollte man auch 100 Punkte als Maß nehmen. Dann wie oft hagelt es 10 von 10 Punkten für Games die zwar toll sind, aber bei weitem nicht perfekt sind.

  • Trockenlink

    Phantom Thief

    Mal wieder ein sehr schönes Special von euch. Großen Lob an Roman (thumbsup) !


    Ich persönlich finde die Benotung von Spielen nach Punkten recht sinnlos. Ich möchte nur wissen ob einem das Spiel gefallen hat oder nicht. Dies kann man wie in dem Special geschrieben wurde machen, indem man alles gründlich liest und auch mal die Zeit nimmt. Eine andere sehr gute Alternative sind die Videos (Reviews) von GameXplain. Keine unwichtigen Zahlen und Ziffern. Man erfährt so einiges über das jeweilige Spiel und wem das Spiel gefallen könnte bzw. wer einen Blick riskieren sollte.


    Hoffe auf weitere Special

  • iXoDeZz

    Turmritter

    Also grundsätzlich würd ich auch sagen, dass Wertungen eher Schwachsinn sind, weil es ja auch doch sehr subjektiv ist, ob man an einem Spiel Gefallen findet oder nicht, als Richtwert finde ich sie aber doch ganz sinnvoll.

  • Otter123

    Den "reinen" Spielspaß bewerten ist genauso subjektiv, wie ein Punktesystem. Viele Magazine/Seiten kommunizieren auch klar, dass der Text wichtiger ist als eine Zahlenbewertung. Wer sich den Test nicht durchliest ist selbst schuld und die die nicht lesen diskutieten dann meist warum es 85% gab anstatt 88% -.-


    Und Spiele zu vergleichen, die einen Altersunterschied von 10Jahren haben(hinsichtlich Bewertung) ist einfach sinnlos. Im Laufe der Zeit haben sich Bewertungspunkte einfach gewandelt und andere sind dazu gekommen.

  • Flastanarbo

    Turmbaron

    PercyJackson
    Ich mag den DS-Teil auch viel lieber, ist schließlich mein absolutes Lieblingsspiel überhaupt ;) Subjektiv würde ich persönlich dem DS-Teil eine 96 geben und MK8 eine 92-93, da es vieles richtig macht und mir momentan einfach großen Spaß bereitet. Das war ja nur in Relation zu den übrigen Wertungen, auch abseits von den Vorgängern. Mir hat der Wii-Teil zwar auch Spaß gemacht, aber ich fand da das Item-Balancing teils schrecklich, weshalb ich persönlich da eine 90 geben würde. Ich habe Pikmin 3 durchgespielt und find's klasse aber mir hat es dann doch nicht soo viel Spaß gemacht wie MK8. Man sollte bei den Wertungen halt auch immer schauen, dass es ins allgemeine Wertungsschema passt. Wenn ein Sonic Boom eine 80 bekommen würde, müssten dann auch alle anderen Spiele besser bewertet werden, da Boom einfach Schrott ist. Klar man kann nicht Äpfeln mit Birnen vergleichen, aber ein gewisses Muster und eine gewisse Regel muss da schon sein. Ich kann ja nicht Smash 3DS eine 90 und Smash U eine 91 geben, wenn ich im Test oft betone wie viel besser Smash U im Vergleich zu Smash3DS doch sei. Man muss halt alles anpassen. Hoffe man versteht worauf ich hinaus will.

  • Otter123

    PercyJackson
    Ich mag den DS-Teil auch viel lieber, ist schließlich mein absolutes Lieblingsspiel überhaupt ;) Subjektiv würde ich persönlich dem DS-Teil eine 96 geben und MK8 eine 92-93, da es vieles richtig macht und mir momentan einfach großen Spaß bereitet. Das war ja nur in Relation zu den übrigen Wertungen, auch abseits von den Vorgängern. Mir hat der Wii-Teil zwar auch Spaß gemacht, aber ich fand da das Item-Balancing teils schrecklich, weshalb ich persönlich da eine 90 geben würde. Ich habe Pikmin 3 durchgespielt und find's klasse aber mir hat es dann doch nicht soo viel Spaß gemacht wie MK8. Man sollte bei den Wertungen halt auch immer schauen, dass es ins allgemeine Wertungsschema passt. Wenn ein Sonic Boom eine 80 bekommen würde, müssten dann auch alle anderen Spiele besser bewertet werden, da Boom einfach Schrott ist. Klar man kann nicht Äpfeln mit Birnen vergleichen, aber ein gewisses Muster und eine gewisse Regel muss da schon sein. Ich kann ja nicht Smash 3DS eine 90 und Smash U eine 91 geben, wenn ich im Test oft betone wie viel besser Smash U im Vergleich zu Smash3DS doch sei. Man muss halt alles anpassen. Hoffe man versteht worauf ich hinaus will.


    Du sagst es ja selbst. Man muss es anpassen. Was ist auf der jeweiligen Plattform möglich? Nur weil Smash auf stationären quasi Zuhause ist, macht das die Arbeit des Entwicklerteams auf dem 3DS nicht schlechter. Das Maximum wurde aus dem 3DS rausgeholt und das gehört honoriert. Auf der WiiU gibt es komplett andere Moglichkeiten was auch auf die Bewertung Einfluss nimmt

  • otakon

    Ssssssssswitch

    Sehr schön geschriebenes Special das hoffentlich einigen hilft Wertungssysteme besser zu verstehen ^^
    Ich selbst nehme Wertungen nur als grobe Richtlinie mehr aber auch nicht. Ich les mir oft auch nur das Fazit und die Wertung selbst durch und nur wenn mich das Spiel sehr interessiert (sowohl negativ als auch positiv) les ich auch den kompletten Test.
    Ich lese aber immer mehrere Tests zu Spielen und oder gucke noch Videos dazu bevor ich mich für oder gegen ein Spiel entscheide, bei manchen Spielen brauch ich natürlich nicht soviele Infos wie bei anderen.
    Objektive Tests gibt es nicht, weder bei Spielen noch bei Filmen oder sonstiger Kunst! Es gibt zuviele Dinge die einfach rein subjektiv sind als das sowas möglich wäre.
    Man sollte seine Meinung nie nur von einer Wertung abhängig machen, ich hab schon viel Spaß mit Spielen/Filmen gehabt die grottenschlechte Wertungen hatten und ebenso hätte ich schon viel kostbare Lebenszeit verschwendet wenn ich alles spielen würde was super Wertungen bekommen hat!

  • Naitshire

    Turmbaron

    Habe Euren Podcast angehört. Interessantes Thema!
    Mittlerweile schaue ich nur auf das Fazit und die Wertung. Wenn ich mehr wissen will, lese ich mir den restlichen Text durch.
    Persönlich finde ich, dass Wertungen nicht gut sind und ein gutes Fazit nach dem Test Text ausreicht, da viele schon eine 6 oder 7 als synonym für kaufe es nicht sehen, obwohl es nicht stimmt.
    Vorteil von Wertungen ist, dass ich direkt eine Übersicht von guten Spielen für eine Plattform sehen kann.
    Ich denke, dass viele User Wertungen haben wollen und Ntower verlassen würden, wenn es nur noch einen Text mit Fazit geben würde.

  • Nin-Ten-Do

    Turmheld

    Dieses Special bekommt von mir eine 8 von 10 :P


    Natürlich sind Spielerezensionen subjektiv geschrieben, auch wenn der Rezensist versucht sich so weit wie möglich zu distanzieren. Allein die Auswahl der Kriterien ist subjektiv. Bewerte ich nun die Grafik des Spiels, das Gameplay, die Geschichte dahinter? Oder schau ich wie einsteigerfreundlich das Spiel ist?
    Zumal, und das möchte ich kurz einwerfen, Rezensenten durch Vergleiche wie "Fans der Reihe werden dies und jenes gut finden, Einsteiger werden sich eher mit diesem da abquälen" zumindest soweit neutral zu sein, indem sie zwei verschiedene Arten von Spielern einschätzen.


    Ich für meinen Teil rate einfach, sich Spielerenzensionen nicht zu sehr zu Herzen zu nehmen. Wenn eine Redaktion jetzt 4 von 10 oder 10 von 10 Punkten vergibt, ist das doch nicht ernsthaft dramatisch. Euch kann das Spiel dennoch gut gefallen oder schlecht missfallen, ohne das ihr eure Meinung von der Rezension abhängig machen müsst. Letztendlich sagt die Wertung was über die Empfindung der Redaktion aus und ist nicht als allgemein gültig und unantastbar anzusehen.

  • Pinguin Joe

    TowerDev|Bughunter

    Eine andere sehr gute Alternative sind die Videos (Reviews) von GameXplain. Keine unwichtigen Zahlen und Ziffern.


    Meinst du das Wertungssystem mit den Smileys? Wenn ja, dann stimme ich dir im großen Teil zu. Das, nennen wir es mal, Smiley-System umgeht zum einen die Problematik mit der perfekten Wertung (ohne zusätzliche Definierungen) und man ist nicht sofort dazu geneigt, die Wertungen mit anderen Wertungen zu vergleichen, weil die Wertung an sich keine Zahl mit Größenordnungen ist, sondern ein Objekt, was mehr Platz für Interpretationen lässt.


    Allerdings wird auch man hier sich den kompletten Test durchlesen (oder ganz anschauen) müssen, um die Wertung wirklich verstehen zu können, so blöd sich das jetzt anhören mag :D Und auch Meinungsverschiedenheiten zur Wertung an sich gehören mit diesem System auch lieder nicht der Vergangenheit an, da doch die, in dem Special und Towercast angesprochene, Erfahrungen/Erwartungen doch einen großen Einfluss auf die Wertung haben, die auch schlimmstenfalls ein Lächeln kosten kann. Ein weiterer großer Nachteil bei dem System ist meines Erachtens die Vermarktung des Spiel mit Hilfe der Wertung. Ein "9/10 would play again" kommt einfach besser rüber, als ein " :thumbup: fantastic game", wenn ihr mich fragt.


    Man sieht, dass auch hier durchaus die altbekannten Probleme wieder aufzufinden sind :whistling:

  • HiGhOcTaNe

    Turmritter

    Die Wertungen heut zu Tage sind für den Eimer. Vorallem 8 von 10 Punkten. Verarsche? Wenn man das schon macht sollte man auch 100 Punkte als Maß nehmen. Dann wie oft hagelt es 10 von 10 Punkten für Games die zwar toll sind, aber bei weitem nicht perfekt sind.

    Ich glaube du hast das Special gar nicht gelesen oder? Ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum du die 10 von 10 Punkten Kritik übst, da im Special auch auf das Thema eingegangen wird...


    Ich persönlich habe mich noch nie groß von Wertungen beeinflussen lassen. Hatte schon eine Menge Spass mit Spielen die nur 6 Punkte bekamen, im Gegenzug hat mich schon manches 9 oder 10 Punkte Spiel eher enttäuscht. Zu 99% weiß ich schon, bevor überhaupt eine Wertung existiert, ob ich mir ein Spiel holen werde oder nicht. Mein Gefühl hat mich bis jetzt auch selten getäuscht. Mit der Zeit weiss man halt, was einem gefällt und was nicht.

  • Raveth

    Meister des Turms

    Ich habe das Spezial nicht angeschaut, weil es mich nicht interessiert und dies war meine Meinung zu dem Thema. Richtig heut zu Tage hole ich mir hier und da infos, schaue Videos und Pfeife meist auf großartige Tests. Warum? Seid es dieses subjektiv wischi waschi geschwafel gibt sind die Tests auch eher subjektiv. Früher war wenigstens der Versuch da einen ernsten objektiven Eindruck zu vermitteln.

  • Rief

    Best Match!

    Ich halte Wertungen für ziemlich dämlich.
    Zunächst, bewertet jeder anders, was den einen Punkte abziehen lässt, lässt jemand anderen welche hinzuaddieren.
    Außerdem, zwei Spiele mit der gleichen Wertung können diese aus vollkommen verschiedenen Gründen bekommen haben.
    Das eine fürs Gameplay, das andere für die Story, wenn man jetzt wesentlich mehr auf Gameplay setzt und die Story einem nicht so wichtig ist, und dann sieht, dass ein Spiel die gleiche Bewertung bekam wie eines, das man sehr mochte, kann man leicht hereinfallen.

  • Nintendofanboy

    Turmritter

    Das Spezial ist richtig gut geschrieben und kann da nur zustimmen.
    Ihr habt aber definitiv die Lügenpresse reaktion von Fanboys vergessen, hat ein Spiel der Konkurrenz mehr punkte als die Spiele Von der anderen Marke, heißt es nur noch Lügenpresse und solche sachen

  • Trockenlink

    Phantom Thief

    Meinst du das Wertungssystem mit den Smileys? Wenn ja, dann stimme ich dir im großen Teil zu. Das, nennen wir es mal, Smiley-System umgeht zum einen die Problematik mit der perfekten Wertung (ohne zusätzliche Definierungen) und man ist nicht sofort dazu geneigt, die Wertungen mit anderen Wertungen zu vergleichen, weil die Wertung an sich keine Zahl mit Größenordnungen ist, sondern ein Objekt, was mehr Platz für Interpretationen lässt.


    Allerdings wird auch man hier sich den kompletten Test durchlesen (oder ganz anschauen) müssen, um die Wertung wirklich verstehen zu können, so blöd sich das jetzt anhören mag :D Und auch Meinungsverschiedenheiten zur Wertung an sich gehören mit diesem System auch lieder nicht der Vergangenheit an, da doch die, in dem Special und Towercast angesprochene, Erfahrungen/Erwartungen doch einen großen Einfluss auf die Wertung haben, die auch schlimmstenfalls ein Lächeln kosten kann. Ein weiterer großer Nachteil bei dem System ist meines Erachtens die Vermarktung des Spiel mit Hilfe der Wertung. Ein "9/10 would play again" kommt einfach besser rüber, als ein " :thumbup: fantastic game", wenn ihr mich fragt.


    Man sieht, dass auch hier durchaus die altbekannten Probleme wieder aufzufinden sind :whistling:





    Ja,ich meine das System mit den Smileys. Fand es anfangs ungewohnt und nun gefällt es mir sehr gut. Vielleicht könnte Notwehr neben der Zahl auch sowas Ähnliches machen.

  • Roman Dichter

    Redakteur

    Vielen Dank für die lobenden Worte zum Text und zum Towercast! :)


    Man sieht eindeutig, dass nicht nur ich, sondern auch viele von euch kritisch gegenüber Wertungszahlen sind! Auch wenn diese News bald unter neuen Nachrichten "begraben" ist, lade ich euch natürlich wie immer ein, dieses interessante Thema im Forum weiter "am Leben" zu halten. Macht bei der kleinen Umfrage mit und diskutiert über Wertungszahlen und möglich Alternativen! :)

  • Mellow

    Turmknappe

    Der größte Blödsinn ist doch, wenn so getan wird, als ob die Ratings mehr als relativ willkürliche subjektive Werte sind. Erst dann ist es echt Blödsinn.
    Das einzig verlässliche ist die subjektive und ganz individuelle Spieleerfahrung, ohne den Anspruch oder die Behauptung für andere sprechen zu können.
    Das ganze ist reine Unterhaltung und von Validität oder Reliabilität sollte man gar nicht erst anfangen.

  • Mythenmetz

    Turmknappe

    Super geschrieben! Danke, Roman!


    Wertungszahlen sind in meinen Augen definitiv praktische Hilfen, also bitte nur nicht abschaffen!!
    Natürlich müssen sie immer durch einen Text erläutert werden, aber zumindest machen sie auch neugierig.


    Super Bewertungen von vor einiger Zeit müssten eigentlich irgendwann abgewertet werden. Nur weil ein Spiel mal technisch auf der Höhe der Zeit und noch dazu innovativ war, kann das schon etwas später Standardkost oder gar überholt sein. Ein Wing Commander würde heute vermutlich auch nur noch Augenkrebs verursachen... ☺
    Insofern sollte man verstehen können, warum ein Mario Kart 7 durchaus eine bessere Bewertung bekommen haben kann als das Mario Kart 8.

  • Roman Dichter

    Redakteur

    Es ist schon lustig: Das nower Spezial hatte ich schon eine ganze Weile lang geschrieben, überarbeitet und erstmal zurückgehalten, weil andere Themen zuerst dran waren und die Idee mit dem zugehörigen Towercast noch geklärt werden musste. Und kaum geht das Ganze online, schafft Eurogamer Wertungen ab und bei 4players wird die Diskussion ebenfalls aufgegriffen. Wer am Thema interessiert ist, kann sich ja mal durchklicken. :)