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Meine Geschichte der Videospiele: Dragon Quest

Spezial

Ein jeder hat so seine Geschichte mit Videospielen, sei es generell was ihn dazu gebracht hat, Videospiele zu spielen, oder wie er zu seiner Lieblings-Reihe kam. Natürlich gibt es auch Geschichten über schlechte Spiele. Ich widme mich hier in diesem Text nun meiner Lieblings-Spielereihe, Dragon Quest, wie ich zu dieser kam, was ich an ihr so liebe und auch, was mir weniger gefiel. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Am Anfang war das Schwert

Ja, Am Anfang dieser Geschichte stand ein Schwert... Genauer gesagt das Mana-Schwert. Es war damals auf einem Flohmarkt, wo ich Secret of Mana entdeckte. Was hat Secret of Mana nun mit Dragon Quest zu tun? Sie sind beides Rollenspiele, und Secret of Mana war mein erstes dieser Art. Und ich habe es geliebt, besonders für den bunten Stil und die Geschichte, die es erzählte. Diesem Spiel folgten dann natürlich weitere Rollenspiele, wie Final Fantasy. Im Endeffekt habe ich aber bemerkt, dass ich rundenbasierte RPGs bevorzuge, trotz meiner ersten Erfahrung. Mit dieser Genre-Vorliebe musste es ja irgendwann passieren, dass mir Dragon Quest über den Weg läuft, wie könnte es auch anders sein, als eine der größten Videospiel-Reihen Japans?

Von Drachenkugeln und Taschenmonstern

Für die einen sind es Schleime, für die anderen die bekanntesten Monster der Videospielgeschichte.

Noch sind wir nicht bei Dragon Quest selbst angelangt, aber wir sind bald da, versprochen! Vor langer Zeit gab es (oder gibt es sie etwa noch?) eine Zeitschrift namens Bravo Screenfun. In dieser wurde nicht nur über Spiele, sondern auch über Anime berichtet. Und dort sah ich sie, zwei Anime, die meine Welt verändern sollten: Dragon Ball und Pokémon. Ich MUSSTE sie sehen, und zwar sofort, wenn sie anliefen, und das tat ich auch, damals, auf RTL II, wo Vampy noch existierte. Manch einer mag sich erinnern. Als erstes lief Dragon Ball, am 30. August 1999, zwei Tage darauf lief dann Pokémon. Beide fingen mich sofort, und auch wenn ich vorher mit Sailor Moon, Biene Maja und Heidi schon Anime geschaut habe, war mir nie bewusst, dass diese Anime sind, bis Dragon Ball und Pokémon auftraten.

Es folgten natürlich so ziemlich alle anderen Anime auf RTL II, Duel Masters, Digimon, DoReMi und wie sie alle hießen. Aber Pokémon ist hier eine Schlüssel-Figur, denn natürlich wollte ich auch die Spiele haben. Damals traf ich meine Oma zufällig im Bus, in der Stadt, und erzählte ihr davon, dass es die Spiele gibt. Und da meine Oma wirklich cool ist gab sie mir das Geld für eines, welches dann die rote Edition wurde. Später entdeckte ich im selben Laden, nachdem ich in Zeitschriften darüber las, Dragon Quest Monsters für den Game Boy Color und kaufte es mir spontan. Und wie ich es spielte, ich fand so viele Dinge von allein heraus, welche Paarungen was ergeben, wie die Formel für das Höchstlevel nach der Paarung ist, all so etwas. Ich fand auch heraus, dass die Spielzeit nur bis 999:59 angezeigt wird... Und dennoch habe ich es nie geschafft, ALLE Monster im Buch zu haben, aber ich war nah dran.

Vom Spin-Off zur Hauptreihe auf bösartigem Wege

Eines der wichtigsten Items in Dragon Quest, die Mini-Medaille!

Leider wurde mir das Spiel irgendwann von einem "Freund" geklaut, was ich leider zu spät erfuhr. Durch Umzüge etc. war es nicht wiederzubekommen. Und er hatte auch meinen Spielstand gelöscht, um einen eigenen zu haben. Das war wirklich hart. Der nächste Kontakt, den ich zu Dragon Quest dann hatte, war vielmehr zufällig. Zu der damaligen Zeit hatte ich einen PC und entdeckte Emulatoren... Ja, ich weiß, und ich bin auch nicht stolz drauf, aber es ermöglichte mir viele, nicht in Deutschland erschienene Spiele zu spielen, darunter Dragon Warrior VI. Ich erkannte es erst gar nicht als Dragon Quest, bis bekannte Monster auftraten.

Diesem folgten dann natürlich etliche andere Teile, anfangs nur auf Emulatoren, da es in Deutschland ja nichts gab. Doch dann wurde es eine Weile ruhig um Dragon Quest, bis ich zufällig Dragon Quest VIII in einem Kaufland entdeckte und sofort mitnahm. Ich wusste gar nicht, dass die Reihe endlich nach Deutschland gekommen war, aber es entfachte meine Leidenschaft dafür erneut. Und dann kamen auch noch die Remakes von IV bis VI für den Nintendo DS, gefolgt von Dragon Quest IX, welches ich leider eher mau fand. Endlich konnte ich meine Lieblings-Serie so richtig genießen. Doch eine Sache habe ich hier ausgelassen, die einfach ihren eigenen Abschnitt verdient. Auch diese befand sich auf dem Weg des Bösen...

Was will er denn da?

Der Alraunenmajor, mein Lieblings-Monster!

Für etwa ein Jahr lang lebte ich gegen meinen Willen in Ungarn. Das kam so, dass meine Eltern dort ein Haus kauften und dort unbedingt wohnen wollten. Was konnte ich als 15-Jähriger, der gerade den Hauptschulabschluss hinter sich hatte, da schon tun? Jedenfalls nicht den Realschul-Abschluss machen, was mir sicher einiges im Leben erleichtert hätte. Dort trennten sich meine Eltern dann, wodurch ich wieder zurück in die Heimat kam. Fun Fact: Ich habe nicht ein Wort ungarisch in meinem Leben gelernt. Wozu auch?

Nun, auf jeden Fall habe ich in der Zeit in Ungarn keinen Zugang dazu gehabt, Spiele zu kaufen, aber ich hatte eine gemoddete PlayStation und einen PC mit Internet, der einen Brenner hatte... So kam ich zu Dragon Quest VII. Dieses Spiel fing mich wie noch keines zuvor, und ich habe es den ganzen Tag gespielt, manchmal bis spät in die Nacht. Hunderte Stunden verbrachte ich damit, allein schon, weil es an sich so lang ist und weil ich 100% erreichen wollte, was mir leider nie gelang.

Nichtsdestotrotz ist es mein Lieblingsteil der Reihe, den ich bis heute noch liebe. Umso glücklicher war ich, als das Remake bei uns erschien, welches ich zusammen mit meiner Frau zocke. Allerdings gefallen mir die Neuerungen dort weniger, auch wenn sie nicht Spielzerstörend sind, aber sie nehmen dem Spiel einfach etwas von seiner Großartigkeit. Dieses Mal erreiche ich die 100%!

Total der Fanboy, der sagt sicher nichts Schlechtes!

Das bisher größte Abenteuer!

Nun, auch Dragon Quest hat Dinge, die ich nicht mag. Zum einen wie bereits erwähnt, Dragon Quest IX. Das Spiel war okay, hatte aber einfach viel weniger Charme als die anderen Teile. Und es führte ein, dass man Monster auf der Karte herumlaufen sieht, was Dragon Quest VII für Nintendo 3DS und auch Dragon Quest XI, sowie viele andere Games heutzutage machen. Ich bin absolut kein Fan davon und habe lieber Zufallskämpfe. Speziell am Dragon Quest VII-Remake missfällt mir sehr, dass man nur noch Zauber und Fähigkeiten der Basisklassen behält, das stört im Kampf wirklich enorm, wenn man Zauber wie Wiedergeburt verliert, weil man die Klasse wechselt, obwohl es an der Stelle im Spiel ein essenzieller Zauber ist.

Manche der lokalisierten Namen finde ich auch schrecklich, was aber teilweise auch daran liegt, dass ich die Charaktere mit anderen Namen kennengelernt habe. Schnitz heißt zum Beispiel im Original Hassan, was ein Beispiel für einen besseren lokalisierten Namen ist. Vincent heißt Terry, und da finde ich beide Namen gut, nur Terry etwas besser, weil ich ihn eben so kennengelernt habe und er auch bei Dragon Quest Monsters so hieß. Schrecklich finde ich, dass sie Aira zu Aisha umbenannt haben. Nun, mehr habe ich eigentlich auch nicht zu meckern, jedenfalls nicht über das Spiel selber, aber es stört mich, dass es so lange dauert, bis die Spiele lokalisiert werden. Doch wie gesagt, das hat nichts mit den Spielen zu tun.

<3

Für immer in meinem Herzen.

Was ich an der Reihe liebe ist... Vieles. Der Artstyle von Akira Toriyama, dem Dragon Ball-Schöpfer, ist einfach total passend und hat trotz seiner Simplizität so viele nette Details. Die Musik ist episch und das Dragon Quest-Theme sorgt bei mir immer wieder für Gänsehaut. Der ganze Charme des Spiels, ausgemacht von den farbenfrohen Monster-Designs, dem Witz und einfach der ganzen Art des Spiels... Es ist so schwer in Worte zu fassen. Gehen wir also auf meine Lieblingsbestandteile ein. Mein Lieblings-Charakter ist der Hauptcharakter aus Dragon Quest VII, sicher, ein stummer Charakter, aber sein Design gefällt mir einfach enorm. Wenn man von den Hauptcharakteren absieht, dann ist es Terry/Vincent. Auch wenn er anfangs wirklich unsympathisch rüberkommt, so macht er sich, und er war auch der erste Charakter den ich, durch Dragon Quest Monsters, kennengelernt hatte, wenn auch als stummes Kind.

Mein Lieblingsmonster ist der Alraunenmajor, der damals in Dragon Quest Monsters Echsmann hieß. Es war lustig, als Kind von "meinem Echsmann" zu reden. Ich liebe Drachen einfach, und besonders humanoide, zusätzlich hat er noch ein Schwert, die Waffe meiner Wahl. Passt alles, und dann ist er auch noch grün, meine Lieblingsfarbe! Musikalisch mag ich das Main Theme am liebsten, denn wie schon gesagt, es bereitet mir immer Gänsehaut. Mein liebster Dämonenkönig ist Orgodemir. Aus Spoiler-Gründen erwähne ich jetzt nicht wieso und auch nicht woher er stammt, denn jede kleine Info ist ein dicker Spoiler. Diese feste Story-Einbindung, die dafür sorgt, dass ich nichts sage, ist aber auch einer der Gründe. Meine Liebste Waffe ist ganz klar die Falkenklinge, die zwei normale Angriffe statt einem macht, entsprechend dazu ist meine liebste Fähigkeit der Falkenhieb, der zwei Schläge ausführt statt einem. In manchen Teilen bewirkt die Kombo aus beidem ganze vier Angriffe. Mein liebster Zauber ist Zickzackzuck, der gewaltige Blitze auf die Gegner niederfahren lässt. Und bevor ich jetzt meinen Lieblings-Pixel nenne höre ich wohl lieber auf.

Abschließende Worte

Nun, das war meine Geschichte mit Dragon Quest, meiner liebsten Spiele-Reihe. Natürlich könnte ich noch viele Stunden über diese Reihe reden, alles ist noch nicht gesagt, aber irgendwann hättet ihr vermutlich auch keine Lust mehr, mir beim Schwärmen zuzuhören. Ich hoffe, ihr fandet meine Geschichte interessant und hattet eine gute Unterhaltung beim Lesen des Textes. Bis zum nächsten Mal!

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