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Virtual Reality – ist die Zeit reif für Nintendo?

Kommentar Spezial

Nintendo experimentiert hinter verschlossenen Türen permanent mit verschiedensten technologischen Neuheiten. Manche dieser Experimente führen zu innovativen Produkten wie der Wii Remote, die bei ihrem Release viel Aufregung in die Branche brachte. Andere Ideen führen nicht zu konkreten Ergebnissen und werden abgehakt. Wieder andere Dinge bleiben in einer Art Warteschleife und schaffen es eines Tages vielleicht in fertige Nintendo-Produkte, wenn sie technisch ausgereift und kostengünstig zu produzieren sind. In letztere Kategorie scheint auch das in den letzten Jahren vermehrt aufkommende Thema Virtual Reality zu passen, denn Nintendo äußerte immer wieder Interesse an der Technologie, wenn auch keine konkreten Pläne angekündigt wurden. Kommt vielleicht jetzt, da die ersten VR-Headsets anderer Hersteller auf dem Markt etabliert sind, die Zeit für Nintendo, auf den Zug aufzuspringen? Sehen wir uns genauer an, was dafür und dagegen spricht.

Der Preis – Nintendo Switch als Grundlage?

Auch wenn wir keinen direkten Einblick in die Entscheidungsprozesse von Nintendo haben, kann man aus der in den letzten Jahren demonstrierten Firmen-Philosophie einige Wahrscheinlichkeiten für die Zukunft ableiten. Beispielsweise ist es für Nintendo seit vielen Jahren wichtig, Produkte auf den Markt zu bringen, die vielleicht technisch nicht mit den Konkurrenten mithalten können, dafür aber auch für die nicht ganz reichen Spieler erschwinglich sind. Der Blick auf den VR-Markt zeigt allerdings, dass VR-Headsets aktuell eine nicht ganz billige Angelegenheit sind. Sie kosten allein schon hunderte von Euros, hinzu kommen aber noch Kosten für leistungsstarke PCs oder Konsolen, weiteres notwendiges Zubehör (wie z.B. die Kamera bei PlayStation VR) und natürlich auch die Spiele. Eine Möglichkeit, die Herstellungskosten gering zu halten und somit auch günstige Preise für die Verbraucher zu erzeugen, ist die Nutzung bereits vorhandener Kapazitäten.

Nintendo Switch ist eine kompakte Konsole mit Bildschirm und abnehmbaren Controllern. Damit bietet sie schon gute Grundlagen, um zum VR-Gerät ausgebaut zu werden.

So gilt PlayStation VR als relativ günstig, weil viele Fans bereits die benötigte PlayStation 4 besitzen und sich so keine Sorgen um die Aufrüstung eines PCs machen müssen. Allerdings geht es noch deutlich sparsamer, wie die Smartphone-Branche zeigt. Zwar sind die mobilen Alleskönner nicht gerade günstig, aber man findet kaum noch Menschen ohne Smartphone in der Tasche, also kann man die vorhandene Technik nutzen. Das macht zum Beispiel Samsung Gear VR, das den Mini-Computer (also das Smartphone) und sein Display einfach als Grundlage nutzt. Eine vergleichbare Lösung wäre auch für die Nintendo Switch denkbar. So könnte man ein Headset anbieten, das keine zusätzlichen (und teuren) Displays benötigt. Alle weiteren zum Spielen wichtigen Dinge sind ebenfalls bereits vorhanden (Konsole, Controller, …) und minimieren die Produktionskosten.

Sollte Nintendo tatsächlich eine kostengünstige VR-Lösung anbieten, würde das zugleich einem weiteren Problem entgegenwirken, das man nicht unterschätzen sollte: VR ist ein Nischenprodukt. Sicher gibt es inzwischen einige VR-Fans und viele, die zumindest Interesse haben, aber verglichen mit Spielern, die beim klassischen Blick auf den Fernseher bleiben wollen, ist die Anzahl gering. Die Konsequenz daraus ist, dass – bei aller VR-Begeisterung – bei weitem nicht jedes gute Spiel auch in dieser Form spielbar ist. Für Entwickler bedeutet VR-Unterstützung in erster Linie zusätzlichen Aufwand und damit zusätzliche Kosten. Das muss natürlich durch viele Verkäufe ausgeglichen werden, damit es sich lohnt, für VR zu produzieren. Das ist aber schwer bei einer geringen Hardware-Basis… Schnell befindet man sich in diesem Teufelskreis, der schon viele optionale Zusatz-Hardware heimgesucht hat. Wenn also ein Nintendo VR mehr als nur eine Handvoll Spiele erhalten soll, müssen möglichst viele Einheiten verkauft werden. Dafür ist ein günstiger Preis wichtig. Und sicher will niemand die Verkaufszahlen eines Virtual Boy wiederholen.

Die Hürden des Alltags: Aufbau, Gewicht, Isolation

Die grundsätzliche Umsetzbarkeit eines Nintendo (Switch) VR-Vorhabens ist sicherlich gegeben, allerdings kämpfen aktuelle VR-Headsets noch mit verschiedenen Kinderkrankheiten. Da wäre etwa die Frage, wie einfach es ist, die VR-Erfahrung zu starten. Davon kann ich aus persönlichen Erfahrungen mit meiner PlayStation VR berichten, die ich sehr mag, aber dann doch nicht ganz so häufig im Einsatz habe. Das liegt auch am Aufbau. Diverse Kabel wollen angeschlossen werden, die Kamera muss in eine günstige Position gebracht werden und erst dann kann es losgehen. Natürlich könnte ich auch alles startklar aufgebaut lassen, aber der ganze Kabelsalat wird aus optischen Gründen bei Nichtbenutzung verstaut. So bin ich bis zum tatsächlichen Spielen erst ein paar Minuten mit der Vorbereitung beschäftigt, was prinzipiell kein Beinbruch ist, aber das im Vergleich einfache Loslegen mit einer normalen Runde Nintendo Switch, ist dann doch schon angenehmer. Vor allem diese kurzen „Ich spiele schnell eine kurze Runde“-Partien kommen mit PS VR einfach nicht vor. Eine Nintendo Switch VR-Lösung wäre sicherlich deutlich freier von Kabeln und weiteren Aufbauten, auch abhängig davon, wie ein Tracking-System, das die Kopfbewegungen registriert, konkret umgesetzt wäre.

Samsung Gear VR positioniert einfach das ganze Smartphone vor dem Kopf. Die Nintendo Switch wäre sicher noch etwas schwerer...

Problematischer wäre schon die Frage nach dem Gewicht. Die Zukunftsversion einer Verbraucherfreundlichen VR-Erfahrung ist sicher ein Modell, das in Größe und Gewicht nicht viel anders ausfällt als eine Sonnenbrille. Aktuell ist das nicht möglich, und besonders, wenn wir die Idee einer Nintendo Switch als Bestandteil des Headsets betrachten, dann wird das gesamte Set sicher kein Leichtgewicht. Allerdings muss das noch kein KO-Kriterium sein, zumal es wichtig sein wird, die Last gleichmäßig zu verteilen, sodass der Kopf nicht permanent vom Gewicht der Nintendo Switch an der Vorderseite nach unten gezogen wird.

Eine der größten Hürden, die zwischen Nintendo und VR steht, ist allerdings eine andere: die Isolation des Spielers! Während Nintendo traditionell besonders für familienfreundliches Gaming steht, das Menschen vor der Konsole versammeln will, erreicht die Virtuelle Realität eher das Gegenteil. Der Spieler taucht in die virtuelle Welt ein und verabschiedet sich zugleich von der Außenwelt. Auch eine Verbindung zum Fernseher, die eine Art zweiten Versuch des Asymmetrischen Gameplays (nach der Wii U) einläuten würde, ist bei der hier angedachten Variante eines Nintendo Switch VR eher unwahrscheinlich. Andererseits sind lokale Verbindungen zwischen mehreren Nintendo Switch-Konsolen ja bereits in der Hardware verankert, sodass bei tatsächlich günstigen Preisen vielleicht sogar wirklich mehrere Spieler zusammenkommen könnten, die gemeinsam in die Virtuelle Realität abtauchen.

Die Flucht aus der Realität

Kritisch anzumerken wäre sicherlich noch die Frage, wie Nintendos Virtual Reality-Ansatz sich technisch schlagen würde. Immerhin schaffen selbst teurere Headsets es nicht, jeden Spieler zu überzeugen. Es werden deutlich sichtbare Pixel, ein zu geringes Sichtfeld und allgemein eine weniger überzeugende Grafik, verglichen mit dem TV-Bild, bemängelt. Wie soll sich eine Virtuelle Realität anfühlen, die es gar nicht schafft, realistisch auszusehen? Meine eigenen VR-Erfahrungen haben mir gezeigt, dass man das Wort „Realität“ nicht zu sehr auf die Goldwaage legen sollte. Wenn ich PlayStation VR spiele, kann ich auch die Pixel zählen. Aber letztlich ist das sehr ähnlich, als würde ich auf meinem Nintendo 3DS spielen. Ja, die Auflösung ist vergleichsweise gering. Ja, es wäre schöner, wäre sie höher. Aber nein, beim Spielen stört es nicht wirklich. Und es sind auch nicht nur die realistisch aussehenden Spiele, die in VR Spaß machen.

Mario Kart gibt es bereits in VR! Leider nicht für den Heimgebrauch...

Zugegeben, es gibt einige Genres, bei denen es absolut Sinn ergibt, realistische Grafiken mit der damit verbundenen Detailversessenheit anzustreben. Beispielsweise wollen die meisten Sportspiele ein Erlebnis vor dem Bildschirm bieten, das den jeweiligen Sport möglichst genau so imitiert, wie es die Realität vorgibt. Bei diesem Ziel ist es konsequent und richtig, dass auch die Grafik diesem Konzept folgt. Trotzdem gibt es auch im Sportbereich alternative Ansätze, die das Ganze in eine andere, betont unrealistische Welt transportieren. Mario persönlich hat sich schon beliebte Sportarten wie Fußball oder Tennis vorgenommen und um spektakuläre, aber realitätsferne Aspekte erweitert. Dasselbe Prinzip lässt sich auch bei Rennsielen beobachten: Es gibt solche, die alles auf eine möglichst realitätsnahe Darstellung setzen und es gibt andere, bei denen man Turbofelder und Items einsetzen kann. Interessanterweise bezeichnen wir letztere oft als „Fun-Racer“. Das hört sich fast so an, als würde dabei das gewöhnliche Rennspiel um den Aspekt Spielspaß erweitert. Dies wirkt allerdings sehr befremdlich, wenn man sich darüber bewusst ist, dass der Spielspaß das zentrale Element ist, das bei Videospielen von Bedeutung ist. Machen also realistische Rennspiele keinen Spaß? Nein, so einfach kann man es natürlich nicht sagen. Trotzdem weist dieser Gedanke auf einen wichtigen Aspekt hin: Die Realität macht nicht immer Spaß!

Es ist so eine Sache mit der Realität: Sie kann sehr langweilig, unfair und enttäuschend sein! Realistische Spiele kommen nicht ganz darum herum, diese doch recht negativen Aspekte einfließen zu lassen. Bleiben wir beim Beispiel Rennspiele: In der Realität gibt es Pannen und Unfälle, die ein Rennen abrupt und grausam beenden können. Wenn ein Spiel absolut realistisch sein will, dann müsste es also möglich sein, dass man von einem Gegner gerammt wird, daraufhin ausfällt und das Rennen verloren hat. Eine ganze Meisterschaft kann dann vielleicht auch abgehakt werden. Ziemlich frustrierend, oder? Sowas will man Videospielern, die nach Unterhaltung suchen, in der Regel nicht antun und baut bewusst unrealistische Elemente ein, die zumindest ein Weiterspielen ermöglichen. Fun-Racer gehen einfach einen konsequenten Schritt weiter und eliminieren die ganzen Spaßkiller, die die Realität bereithält. So kann man bei Mario Kart mit den richtigen Items auch vom letzten Platz noch aufs Siegertreppchen klettern und ein Sturz in den Abgrund ist zwar ärgerlich, aber hat kein grausames Ableben zur Folge, bei dem nicht nur das aktuelle Rennen vorbei ist.

Mit Link durch Hyrule zu reisen, begeistert viele Spieler. Wie wäre es wohl, selbst in dieser Welt zu sein?

Bei solchen Spielen ist Realitätsnähe kein Kriterium und das lässt sich in der Regel auch an der grafischen Umsetzung beobachten. Wenn das Konzept keine Realitätsnähe verlangt, warum sollte man sich dann eine extrem schwierige Umsetzung einer realitätsnahen Grafik aufbürden? Die Abkehr von der Realität kann man vielmehr als Chance verstehen. Man bietet den Spielern eine regelrechte Flucht aus dem grauen Alltag und den Problemen des echten Lebens. Sie sollen sich gut fühlen und Spaß haben, wenn sie in eine Welt eintauchen, die ganz anders ist und auch ganz anders aussieht als die eigene. Das eröffnet zudem die Möglichkeit, alles Erträumbare darzustellen und spielerisch zu erleben. Die Schwerkraft kann kurzerhand aufgehoben oder umgedreht werden, Gegner müssen nicht stinknormale Menschen mit Waffen sein, sondern fantastische, fliegende, feuerspuckende Kreaturen. Die Umgebung muss nicht trüb und heruntergekommen sein, sondern kann bunt, beeindruckend und in jeder denkbaren Art außergewöhnlich sein. Das bedeutet sicher nicht, dass realistische Spiele keine Berechtigung haben, aber zumindest mir persönlich haben immer solche Spiele mehr Spaß gemacht, die den Spieler in eine Fantasiewelt eintauchen lassen. Und dazu trägt eine liebevolle, aber unrealistische grafische Gestaltung einen wichtigen Teil bei.

Und genau in diese betont unrealistischen Welten tauche ich auch liebend gerne in der Virtuellen Realität ein! So gibt es im kostenlosen Playroom VR für die PlayStation ein 3D Jump ‘n‘ Run-Minispiel, bei dem man praktisch mitten in der Spielewelt ist und das Geschehen nicht nur beobachtet, sondern bestimmt. Sofort war mein Gedanke: „Super Mario in dieser Form würde mich restlos begeistern!“ Auch Mario Kart oder Zelda, also gerade die klassischen Nintendo-Spiele, könnte ich mir ganz hervorragend in der Virtuellen Realität vorstellen. Dabei kommt es gar nicht so sehr darauf an, ob die Grafik das Maximum auf der Hardware herausholt, sondern das Zauberwort heißt Immersion. Das Mittendrin-Gefühl ist es, das bei VR begeistern kann, und während die Konkurrenz noch auf die ganz großen Top-Titel wartet, die die Anschaffung der Zusatz-Hardware rechtfertigen, hat Nintendo so viele potenzielle VR-Hits in der Hinterhand, dass man sich nur wünschen kann, dass dieser Schritt bald gemacht wird. Denn bei allen (auch durchaus interessanten) Technikdiskussionen kommen gerade Nintendo-Fans doch immer wieder auf die einfache Wahrheit zurück: Es kommt auf die Spiele an! Nintendo hat tolle Reihen und möchte damit seit jeher die Spieler fesseln. Wie ginge das besser als in VR? Ob man nun eine günstige Lösung auf Basis der Nintendo Switch anbietet oder doch einen anderen Weg findet, ich persönlich hoffe sehr, zukünftig mitten in Hyrule gegen Ganon zu kämpfen oder voll und ganz vom Pilz-Königreich umgeben zu sein.

Kommentare 39

  • megasega1 Zocker seit 1992 - 29.10.2017 - 09:31

    Guter Artikel, ich denke, das VR genauso in der nische verschwinden wird, wie 3D und Motion Controll. Und das wäre auch wirklich nicht so schade, denn solange es den Betatester Kunde gibt und unausgereifte Produkte (ich sage nur: Kabelsalat und nötige Hardware zusätzlich) auf den Markt geworfen werden, braucht man da sauch nicht. Nicht zu vergessen, da sman davon kopfschmerzen bekommt und das VR auch die, ohnehin schon aus Plastik bestehende Gesellschaft, weiter in Einzelgänger teilen könnte, die sich immer öfter in die VR-Welt flüchten, anstatt reale Kontakte zu pflegen.

    Darauf sollte man achten, dads das nicht Überhand nimmt.
  • flxwitte Turmheld - 29.10.2017 - 09:33

    Sorry aber dafür ist die Switch einfach zu schwach. Selbst die PS4 und PS4 Pro haben doch noch Probleme mit VR.

    Und mit einem Pixeligem 720p Bildschirm wird das bestimmt nichts mit dem Mittendrin Gefühl.

    Hat auch seinen Grund, wieso die Ernst zunehmenden VR Brillen auf ein Display bzw. Anzeigenbereich pro Auge setzen.
  • Tama Hack Fraud - 29.10.2017 - 09:34

    VR setzt eine gute Auflösung voraus und eine hohe Framerate um Motion Sickness zu vermindern. Die Switch bietet beides nicht. Ohne beefigere Hardware wird das nichts bei Nintendo.

  • Solaris The Dark ntower - 29.10.2017 - 09:38

    Wer würde denn nicht, nicht gern VR mit grobrastiger 3DS Auflösung spielen? :ugly:
  • Blackstar Turmbaron - 29.10.2017 - 09:40

    Dann lieber AR
  • MrWeasel Turmbaron - 29.10.2017 - 09:48

    @megasega1
    Die Blockbuster werden im Kino werden weiterhin in 3D ausgestrahlt. Was macht noch gleich den 3DS so erfolgreich und unterscheidet ihn von seinen Vorgängern?
    3D ist im Heimkino Bereich nicht so vertreten wie es sich die Hersteller wünschen, gescheitert ist es aber nicht.
    Motion Control gescheiter? Wie oft hat sich die Wii verkauft? Ich zocke Mario Odyssey gerade mit Motion Control, Splatoon zum zielen?

    @Topic
    Für VR müsste Nintendo eine neue Konsole schaffen, die Switch eignet sich dafür nicht.
    Playstation VR habe ich mal ausprobiert, ist ganz nett, genau so wie sie Gear VR.
    Das beste Erlebnis hat man derzeit noch an einem hochgerüsteten PC.
    Da muss aber dann alles abgestimmt sein, Hardware, Brille und dann noch Software.
    Für den Otto Normal Verbraucher ist die Technik noch nicht so weit, bzw günstig genug zu produzieren.
  • Roman Dichter Redakteur - 29.10.2017 - 09:50

    Also die Auflösung würde ich nicht überbewerten. Das zeigt mir PS VR jedenfalls! Natürlich wäre es schöner, wenn man keine Pixel mehr identifizieren könnte, aber wenn es nicht dazu kommt, weil Nintendo kein besonders teures Gerät auf den Markt bringen will, dann wäre ich auch mit einer technisch unterlegenen Lösung glücklich, denn das Mittendrin-Gefühl hat letztlich nichts mit der Auflösung zu tun.

    Und ob die Switch allgemein zu schwach ist? Vielleicht. Es kommt darauf an, wie eine Integration konkret umgesetzt würde. Denkbar sind auch verschiedene Varianten, bei der die Switch verschiedene "Helfer" hat. Also externe Zusatz-Hardware, die die nötige Power liefert, aber zugleich die vorhandenen Kapazitäten nutzt, also nicht gleich so teuer wäre wie eine ganze Konsole. Oder vielleicht doch eine Brille mit eigenen Displays wie bei der PlayStation... Ich denke, dass auch bei Nintendo selbst verschiedendste Möglichkeiten durchdacht werden und man überlegt, was eine gewünschte Qualität liefert und zugleich kostengünstig zu produzieren wäre.

    Das bringt uns wieder zur Ausgangsfrage: Ist dafür die Zeit reif? Die Antwort kann nur Nintendo liefern, ich persönlich sage nur: Ich würde mich freuen, wenn die Antwort "ja" wäre, denn Mario und Link in VR würde mich begeistern. :)
  • -dAtA-TRoN- - 29.10.2017 - 09:59

    Nein Nintendo, bloß nicht auf dumme Gedanken kommen. Die Switch ist einfach nicht für VR geschaffen. Vieeel zu wenig Leistung und die Auflösung von 720p reicht BEI WEITEM nicht aus, um gute Ergebnisse zu erzielen. Lieber auf die Switch 2 bzw. doch ehr 3 warten, bis man sich auf solche Abenteuer einlässt.

    Ich selber finde, dass VR heutzutage ganz nett aussieht, aber es ist noch längst nicht das, was es sein sollte. Ausserdem ist das für den Heimanwender nicht wirklich zu gebrauchen. Wo VR wirklich punkten könnte wären so'ne Lasergames Hallen. Da könnte VR tatsächlich seine Stammkundschaft finden.
  • GamingPeter ANIMAL CROSSING OMG OMG OMG - 29.10.2017 - 10:03

    Meine Mutter hat lustigerweise letztens bei einem Gewinnspiel ne VR Brille gewonnen, dann kann ich mich auch mal davon überzeugen... ider auch nicht. :D
  • Lazarus Turmbaron - 29.10.2017 - 10:07

    @MrWeasel

    Also im Heimkino Bereich ist 3D definitiv gescheitert. Es werden nämlich bereits gar keine neuen 3D TVs mehr hergestellt.


    Und VR, ja. Kann man mal machen wenn die Technik ausgereift ist. In der heutigen Form braucht das kein Mensch.
  • MrWeasel Turmbaron - 29.10.2017 - 10:12

    @Lazarus
    Hätte die letzte Passage deutlicher trennen müssen. 3D hat sich im Heimkino Bereich nicht so verkauft, wie es sich die Hersteller gewünscht haben, allerdings ist nicht die komplette Technik gescheitert. Das wollte ich mit Kino und 3DS im Eingang bestätigen.
  • Tama Hack Fraud - 29.10.2017 - 10:21

    @-dAtA-TRoN-

    Gibt sogar ne VR Arcade irgendwo in Deutschland, bei Erlangen oder Nürnberg hat mir ein Kollege erzählt wenn meine Erinnerung stimmt.
  • otakon Ssssssssswitch - 29.10.2017 - 10:30

    Interessanter Artikel und toll geschrieben.
    VR ist ein Nischenprodukt und wird auch nie groß darüber hinauskommen, es wird sich mit der Zeit weiter verbreiten aber nie das ganz große Ding werden, wenn die Hersteller Fehler machen kann es auch ganz schnell wieder vom Markt verschwinden.
    Ich könnte mir Nintendo auf dem VR Markt gut vorstellen, ich glaube das sie das Zeug hätten lustige VR Spiele zu machen die den VR Markt bereichern würden.
    Ob und wie Nintendo mal VR machen wird kann nur die Zukunft zeigen.
    Die Switch ist nicht so leistungsstark wie die PS4 oder High End PCs aber es gibt auch einfachere VR Brillen wie Gear VR und mit sowas könnte Nintendo sicher auch arbeiten, da ist die Spiel Erfahrung natürlich eine andere als auf einer der großen VR Brillen, aber möglich wäre das.
    Vielleicht bringt Nintendo auch eine Switch VR raus mit mehr Leistung für VR Spiele - oder sie sparen sich VR für den Switch Nachfolger auf.
    Ich persönlich finde VR sehr interessant und die Erfahrung ist schon cool - aber die Preise sind noch zu hoch und vorallem die Spiele Auswahl ist absolut nicht interessant genug das ich mir sowas anschaffen würde (im Moment).
    Bin gespannt wie es mit VR weiter gehen wird.

    Edit: Eine Sache habe ich ganz vergessen drauf einzugehen (werde alt).
    Wie Roman angesprochen hat muss Nintendo gar nicht auf den Ultra-Realistischen Zug aufspringen sondern kann wie gewohnt in Cartoon/Fantasy Optik ihre Spiele bringen und das kann dann auch mit schwächerer Hardware durchaus sehr schön aussehen (wie NIntendo schon sehr oft bewiesen hat).
  • Bensh Turmknappe - 29.10.2017 - 11:23

    @megasega1 was der Mr weasel sagt, denke ich auch. 3d und motion control ist nicht wirklich tot. Der 3ds war eig ganz gut, zumindest der new mit dem verbesserten 3d. Und Filme sind sehr erfolgreich in 3d. Motion control ist sehr nice für splatoon und andere Spiele.

    Beim VR denke ich aber wirklich das ist etwas was man nicht unbedingt braucht. Es kommt drauf an wie sich die Technik weiterentwickelt, und wie sie sich auf uns auswirkt etc. Aber ich persönlich brauche es zumindest nicht. Ich spiele aber auch immernoch gerne snes. Ich bin nicht wirklich Grafikgeil. Viele andere sehen das wieder anders. Alles was nicht 1080P ist ist ja sowieso schlecht, und das game play ist dann total egal. An solche wird sich VR dann wohl eher richten.
  • Cyd Turmbaron - 29.10.2017 - 11:45

    @Tama
    Die gibt es in so gut wie fast jeder größeren Stadt in Deutschland
  • puLse2D Gamer since 1985 - 29.10.2017 - 11:47

    3D ohne Brille wäre noch ne Option, aber dann muss es echt gut sein.
  • MrWeasel Turmbaron - 29.10.2017 - 11:51

    @puLse2D
    Beim 3DS ist es doch ganz nett umgesetzt ohne Brille?

    Geht nur bei größeren Fernsehergeräten nicht, da das ganze sehr Blickwinkelabhängig ist.
  • puLse2D Gamer since 1985 - 29.10.2017 - 12:00

    @MrWeasel glaube noch nie wirklich nachgeschaut wie das 3D ist beim 3DS.

    Ja beim TV ist schwierig... Aber Mal schauen was die Zukunft und Technik noch so irres bringt
  • MrWeasel Turmbaron - 29.10.2017 - 12:06

    @puLse2D
    3D am heimischen TV wird wohl kaum noch an Relevanz gewinnen. Die technischen Möglichkeiten sind größtenteils ausgeschöpft und das Interesse war schlichtweg zu gering bzw die Bereitschaft ein solches Gerät zu kaufen. Im Kino wird es und wohl erstmal erhalten bleiben.
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 29.10.2017 - 13:29

    @MrWeasel

    3D ist allgemein gescheitert auch im Kino. Dass die Filme noch immer in 3D kommen liegt daran, dass die Konvertierung relativ günstig ist mittlerweile aber die Preise in den Kinos dafür höher. Dieser Aufschlag bedeutet mehr Umsatz für das Studio und nur noch darum geht es! Viele Kinos bieten, wenn es vertraglich möglich ist, auch immer mehr eine zweite Option an.

    Filme die das 3D richtig nutzen und wo sich dieser Aufpreis rechtfertigt, gibt es seit 2 Jahren glaube ich nicht mehr.

    Davon abgesehen dass die meisten 3D Projektoren in den Kinos, in Deutschland sogar alle, richtig Mist sind und die Farbqualität und die Schärfe darunter leidet.

    Guckt man auf Hollywood sieht man wo der Markt hin gehen wird. Bildschärfe, Sound usw nehmen immer mehr Leute lieber und auch Regisseure und Studios schauen was sie da heraus holen können. 3D ist nur noch eine Gelddruckmaschine. Auch VR würde sich angeguckt aber selbst Regisseure wie Bay, dem eigentlich das egal ist ob der Film genießbar ist oder nicht, verzichten darauf und empfanden es als zu anstrengend 90 Minuten lang so zu gucken. Davon abgesehen dass der Drehaufwand zu gigantisch ist, weshalb er sogar nur noch rund 15 Minuten als vr vom Film zeigt und der rest halt normal.

    Dein 3DS Beispiel ist zudem auch schlecht gewählt. Guck bitte wann er heraus gekommen ist, und wir führen gerade eine Diskussion über den jetzigen Markt. Auch Smartphonehersteller brachten nichts mehr in diese Richtung heraus. Wenn du jetzt argumentierst, dass der 3DS auch heute sich gut verkauft, muss ich dir auch direkt Wind aus den Segeln nehmen. Guck dir bitte die Spiele an, die das System verkauften. Fast alle ohne 3D und Nintendo setzt mittlerweile auf den New 2DS. Im übrigen glaube ich dass die heutigen Zahlen des 3DS auch viel mit dem 2DS zu tun haben.

    Ich bin verdammt froh darüber da 3D einfach selten wirklich was bringt, außer das Bild schlechter zu machen und den Film anstrengender. Selbst Filme wie Gravity oder Avatar können nicht darüber hinwegtrösten, dass 3D aus einem beschissenen Film, einen guten Film macht. Das tut es nicht. Das Kinoerlebnis wird maximal besser, das war es aber auch schon. Nur ich gehe nicht ins Kino als Event. Das ist der Unterschied.
  • MrWeasel Turmbaron - 29.10.2017 - 14:10

    @Dirk Apitz
    In Animationsfilmen finde ich den Effekt ganz nett, zuletzt bei Guardians of the Galaxy.
    Aber im Endeffekt ist 3D weiterhin im Kino allgegenwärtig. Du sagst doch sogar selbst, dass es eine Gelddruckmaschine ist :D Hört sich für mich nicht wirklich wie gescheitert an. Es neigt sich höchstens dem Ende zu, weil es durch neue Technologien und Trends abgelöst wird.

    Beim 3DS wurde der Effekt sehr wohl häufig genutzt, auch von Nintendo selbst. Ich poste dir aber jetzt keine Liste. Google kannst du ja sicherlich benutzen.

    Natürlich wird der Effekt nicht mehr in allen Produktionen eingesetzt, da wie oben schon erwähnt, der Hype langsam zu Ende ist.

    Und um zu beurteilen, ob eine Technik oder Produkt gescheitert ist, sollte man schon auf den Lebenszyklus achten. Lernt man im Erstsemester BWL.

    Im Heimkino ist es gescheitert. Beim 3DS und im Kino ganz sicher nicht, der Trend geht nur zu neuen Technologien.
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 29.10.2017 - 14:27

    @MrWeasel

    Weil es keine Alternativen gibt. Wenn ich im Dezember sw8 gucken will, darf ich das in 3D oder warte zig Wochen. Das gleiche gilt für fast jeden Blockbuster weil die Kinos an Verträgen gebunden sind. Es ist nicht eine Gelddruckmaschine weil es die Leute wollen, es ist eine weil die Studios mehr Umsatz machen wollen und die Preise erhöhen können ohne dass wirklich viel Geld zusätzlich investiert wird. Das gilt auch für Filme wo die Effekte „ganz nett“ sind ;)

    Sobald aber, Fox macht das zb gern so, die Verträge etwas lockerer sind, bieten die Kinos nicht umsonst die 2D Fassung sofort an. Ich habe selbst im Kino gearbeitet und selbst damals, da war 3D gerade erst im Trend, waren die 2D Vorstellungen des gleichen Filmes besser besucht als die 3D Version, wenn sie denn zeitgleich anlaufen. Gravity war hier die einzige Ausnahme, da die Kritiken diesen Film ins unendliche lobten was die Technik angeht.

    Kein Wunder aber. Schlechtere Qualität für einen billigen Effekt und höhere Preise als die normale Version. Das haben die Studios längst kapiert und gerade Disney zwingt die Kinobetreiber gern mal zu 3D only Vorstellungen zum Kinostart. Das ist ziemlich schäbig, weil den Konsumenten so die Entscheidungsfreiheit genommen wird, aus Sicht der Studios verständlich da sie dadurch mehr Geld generieren.

    Ja damals hat es Nintendo oft genutzt. Die letzten pkm Ableger verzichteten fast bis ganz darauf und viele Spiele seit letztem Jahr auch. Noch mal: es geht um die aktuelle Lage weshalb dein Argument, der 3DS ist so erfolgreich, etwas komisch wirkt. Wir reden hier nämlich nicht von einem Gerät, was letztes Jahr erschienen ist...
    Dass die Spiele ohne 3D Effekt auch erfolgreich sind und es nicht mehr nutzen, wie auch das Marketing zum New 2DS, spricht für sich. Dass Nintendo sogar ein bundle mit DEM 3D Spiel (super Mario 3D Land) und dem 2DS anbietet, spricht ebenfalls für sich. Ob sich ein Gerät das 3D als Alleinstellungsmerkmal heute gut verkaufen würde, wage ich stark zu bezweifeln. Handyhersteller haben es versucht, Nintendo selbst hat auf der Switch drauf verzichtet.
  • Taneriiim Son of a Switch - 29.10.2017 - 14:45

    Die Fragestellung müsste eigentlich lauten: Ist die VR Technologie im Allgemeinen überhaupt reif für den Massenmarkt?

    Da kann Nintendo nicht viel machen, wenn die Technologie im Allgemeinen noch nicht weit genug ist.
  • frutch erwachsenes Kind - 29.10.2017 - 14:46

    VR ist ein nettes Gimmick, aber für die Coregamer nicht relevant. Wie schon von anderen erwähnt, wird VR genauso verschwinden wie 3D Fernsehen.

    Nice to have, aber das war's auch schon.
  • MrWeasel Turmbaron - 29.10.2017 - 14:54

    @Dirk Apitz
    Dann sagen wir es doch so. Für die Filmindustrie ist der 3D Effekt ein Erfolg, auf jeden Fall hat er Umsatz gebracht ;)

    Ich glaube nicht, dass der 3D Effekt heute noch jemanden vom Hocker reißt, wenn er Super Mario 3D Land spielt. Aber den 3DS gibt es ja mittlerweile auch lang genug.
    Nintendo wirbt ja auch genau damit für den 2DS, warum soll man dann nicht das damalige "Vorzeige 3D Spiel " dazu packen. Er kann die Spiele des 3DS ohne 3D Effekt wiedergeben. Und trotz des 2DS verkauft sich der 3DS weiterhin prächtig (oder eher der New 3DS). Anscheinend muss es ja einige Leute draußen geben, die den Effekt immer noch mögen.

    Aber hier in dem Artiekl geht es ja eig um VR, den mehr oder weniger Nachfolger :D
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 29.10.2017 - 15:02

    @MrWeasel

    Also wenn der 3D zwang ein Erfolg für dich ist...
  • Chris2010 Winter is coming - 29.10.2017 - 15:11

    Mit 3D im Kino geht es auch abwärts. Ich habe letztens Karten für den neuen Star Wars Film vorbestellt und von den 16 Vorstellungen im Vorverkauf war genau eine in 3D. Bei Episode 7 im Jahr 2015 waren noch die Hälfte der Vorstellungen in 3D.

    VR bietet ein ziemlich einmaliges Spielerlebnis. Das Problem ist nur, dass die Technik noch nicht ausgereift genug ist. Ich denke in 10 Jahren wird man da sehr viel bessere Ergebnisse erzielen und auch der Preis wird noch deutlich fallen.
  • Roman Dichter Redakteur - 29.10.2017 - 16:05

    Zum Thema 3D: Ja, leider geht es bergab. Irgendwie hab ich dabei das Gefühl, dass der Kunde dabei nicht wirklich was zu sagen hat. Erst wird es einem regelrecht aufgezwungen, weil es überall integriert wird und im Kino teilweise gar keine 2D-Alternative angeboten wird, und jetzt wird es praktisch ausgelöscht, indem es gar nicht mehr angeboten wird, obwohl viele es noch wollen (inkl. meiner Wenigkeit).

    Es gibt einige 3D-Fans (wie mich), auch weiterhin und es gibt und gab 3D-Gegner. Aber beide spielen nicht so wirklich die Rolle. Es ging immer um die breite Masse, und das sind Leute, die sagen: 3D ist ganz cool, aber viel Aufwand und Geld ist es mir nicht wert. Und da liegt das Problem, denn 3D wurde von der Industrie nie ernsthaft versucht als "Standard" zu etablieren, sondern immer als Luxus-Besonderheit, verbunden mit höheren Kosten, ob im Kino, bei Fernsehern oder Blu-rays. Kein Wunder, dass es immer ein Nischenprodukt war. Und das hat heute bestimmt nicht weniger Anhänger als vor 5 Jahren, aber plötzlich ist das nicht mehr gut genug und der Support wird eingestellt. Als Kunde fühle ich mich relativ verarscht...

    Und zum Thema "unausgereift": Man sollte nicht immer nur warten mit dem Argument, es wäre unausgereift. Die auf dem Markt erhältlichen VR-Systeme bieten ein tolles Erlebnis, bereits heute. Klar gibt es immer Dinge zu verbessern, aber im Wesentlichen bekommt man jetzt schon eine vollwertige VR-Erfahrung. Wer auf Perfektion wartet, wartet ewig und verpasst ein tolles Erlebnis. Bei 3D war es doch dasselbe. Ich habe nie verstanden, dass manche Leute sagen, sie würden auf 3D ohne Brille warten. Klar ist das optimal, aber was ist so schlimm daran, sich eine Brille aufzusetzen? Das machen Millionen von Menschen permanent, nicht nur zum Film gucken.
  • MrWeasel Turmbaron - 29.10.2017 - 17:20

    @Dirk Apitz
    Ich habe nicht meine persönliche Wertung zu 3D in den Kontext gestellt. Meine Aussage war, dass der 3D Effekt ein Erfolg für die Filmindustrie war. Nicht mehr und nicht weniger.
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 29.10.2017 - 17:45

    @MrWeasel

    Ja ein aufgezwungener
  • MrWeasel Turmbaron - 29.10.2017 - 17:49

    @Dirk Apitz
    Ob er jetzt aufgezwungen ist sei dahingestellt. Die Besucher wurden ja nicht gezwungen ins Kino zu gehen. Oder fragen wir doch mal @Roman Dichter
    Bist du aus freien Stücken ein Fan der 3D Technik?
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 29.10.2017 - 17:58

    @MrWeasel

    Wenn dir nichts anderes angeboten wird und du gezwungen bist deinen Film, den du unbedingt sehen willst, in 3D zu gucken oder wie damals zig Monate auf die Bluray zu warten oder wie heute Wochenlang auf den Kinostart der 2D Version, dann bleibt dir als Konsument keine andere Wahl.

    Wenn auch der letzte mal verstehen würde, dass 95% der Filme mit 3D haben, damit die Studios noch mehr Profit erwirtschaften und nicht aus künstlerischer Überzeugung und dann auch mal auf die Bildqualität achtet, die eben durch 3D massiv abnimmt, dann wäre so ein Müll wie Avatar auch nicht erfolgreich gewesen und wir müssten uns das heute nicht aufzwingen lassen. Doch gerade in Deutschland zählt halt eher das Event und nicht die Qualität.
  • Roman Dichter Redakteur - 29.10.2017 - 18:27

    @MrWeasel
    Nein, ich wurde gezwungen 3D gut zu finden. Da kamen maskierte Männer mit Maschinengewehren und haben ungefragt den 3D-Regler meines 3DS hochgeschoben. :D

    Ich find 3D grundsätzlich super und gucke gerne Filme in 3D und spiele jedes 3DS-Spiel mit maximal möglichem 3D-Effekt (und bin auch ziemlich enttäuscht, dass viele neuere Spiele gar keinen mehr anbieten).

    Wo ich Dirk Recht geben muss ist halt, dass es blöd ist, das den Leuten aufzuzwingen, indem man im Kino nur 3D anbietet, um die Extra-Gebühren zu kassieren und gar keine 2D-Alternative anzubieten. Ich hab einen Freund, der ist auf einem Auge blind (= keine 3D-Wahrnehmung) und der ist bei sowas natürlich angepisst. Er könnte theoretisch in einen 3D-Film gehen, dafür den teureren Preis zahlen, müsste aber die 3D-Brille aufsetzen, um ein normales Bild zu sehen, könnte aber natürlich trotzdem keinen 3D-Effekt wahrnehmen.

    Und es stimmt auch, dass die 3D-Qualität je nach Film verschieden ist. In der Regel reicht das von beeindruckend bis kaum wahrnehmbar. Ein Tipp für 3D-Gegner: Schaut euch Walhalla Rising 3D an. Das ist so unfassbar schlecht gemacht, das muss man gesehen haben! :D
  • Dirk Apitz Dr. Pepper - 29.10.2017 - 18:33

    @Roman Dichter

    Die 3D-Qualität ist das eine, die Bildqualität (Schärfe, Farben) das andere und die nehmen durch 3D aktuell immer ab. Selbst wenn diese mit neuen Kameras gedreht wurden, so gibt es in den USA kaum ein Kino, was solche guten Projektoren anbietet und in Deutschland gibt es sogar gar keine. Die Lasertechnik wurde auch recht schnell wieder eingestampft.

    Für mich bleibt 3D eben auch nur ein netter Effekt wie eine Explosion. Das Bild selbst wertet es nicht auf. Es gibt Filme, da versucht man etwas mutiger mit der Technik zu arbeiten aber diese Filme wirken eher wie eine Techdemo, als wie ein guter Film. So ist Gravitiy das beste Beispiel überhaupt. In 3D im Kino ein tolles Event, wie ein Besuch im Freizeitpark. Als Medium Film, versagt dieser Film allerdings komplett.
  • Roman Dichter Redakteur - 29.10.2017 - 18:38

    Tja, das sehe ich anders. Es gibt Filme, da möchte ich 3D einfach nicht missen (z.B. die Hobbit-Filme). Und sowas wie Avatar ist für mich eher ein mittelmäßiger Film, wurde durch 3D aber erst interessant.

    Tja, aber die Zukunft gehört sowieso wieder 2D. Ich nehme trotzdem bei 3D mit, was geht...
  • Nobeldecker86 Turmbaron - 29.10.2017 - 19:19

    Spezial ist TOP, VR ist FLOP!

    Also aus meiner SIcht ist dieses ständige VR gebrabbel totaler HUMBUCK... Wenn es nach mir ginge, dann würde ich es wie Nintendo machen. VR ist nicht ausgereift und irgendwann einmal, wenn es denn soweit ist, kann man da gerne einsteigen. VR ist aus meiner Sicht genauso wie 3D. Ein nettes extra, aber mehr auch nicht! Ich brauche das auf jeden Fall nicht unbedingt...
  • kakiss4 Turmbaron - 29.10.2017 - 22:21

    Ich hatte vor längerem mal den Oculus ausprobiert und muss sagen, ich fand es wirklich sehr unspektakulär.
    Nach dem ganzen Hype hätte ich wirklich eine viel stärkere Immersion erwartet, aber es war einfach nur ein Bildschirm vorm Kopf der das Videobild mitbewegt.
  • Albert Turmfürst - 30.10.2017 - 03:03

    Die im Spezial angesprochene Isolation ist für mich das K.O. Kriterium.

    Aber...
    Ich könnte mir das Hololens System gut vorstellen, wenn es wirklich ausgereift ist.
  • Moe Skywalker Nintendo Anhänger seit NES - 30.10.2017 - 11:48

    Falls du dich für einen VR-Reboot entscheiden solltest, dann warte bitte noch liebes Nintendo. Man muss nicht jeden Trend mitmachen. Warte lieber, bis die Technik dafür ausgereicht ist und in der Zwischenzeit kannst du dich voll und ganz auf viele gute Spiele für dein neues Baby konzentrieren :whistling: