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Exklusivität – Fluch und Segen

Spezial

Welche Gefühle löst das Wort „exklusiv“ in euch aus? Freude, Begeisterung, den Wunsch etwas haben zu wollen? Oder vielleicht doch eher Abscheu, Enttäuschung und Frust? In diesem kleinen Wort stecken viele Emotionen und sehr gegensätzliche Betrachtungsweisen. Eigentlich ist Exklusivität doch ziemlich gemein. Dabei geht es um Ausschluss und Abgrenzung. Ein ausgewählter Personenkreis ist dabei, ein anderer darf nicht mitmachen. Genau das führt dann aber zur Begeisterung bei Menschen, die dazugehören. Ich darf als einer von wenigen einem Club angehören, eine Räumlichkeit betreten oder ein Spiel spielen. Gerade, dass andere ausgeschlossen werden, gibt mir ein Gefühl der Aufwertung. Dieses Gefühl ist so stark, dass die negativen Aspekte ausgeblendet werden und Exklusivität gerne als Marketing-Begriff verwendet wird. Auch die Welt der Videospiele ist voller Exklusivität – ob wir wollen oder nicht.

Neue Ideen hat Nintendo immer wieder im Gepäck – natürlich exklusiv für die eigenen Konsolen.

Alles beginnt bereits beim Thema Hardware. Auf dem Videospielmarkt finden wir das Konsolenprinzip, bei dem verschiedene Hersteller eigene Spieleplattformen produzieren und ihre Kunden mit exklusiven Features locken. Neben gut betuchten Multi-Konsoleros, die sich schlicht und einfach alles kaufen, was das Zocker-Herz begehrt, gibt es natürlich sehr viele Spieler, die aufgrund des eigenen Geldbeutels, der eigenen Zeit zum Spielen oder schlicht wegen des begrenzten Platzes auf dem Fernsehregal eine Wahl treffen müssen: Nintendo Switch oder PlayStation 4? Xbox One oder einfach ganz klassisch das SNES Mini? Jede Plattform hat ihre ganz eigenen, exklusiven Features, zwischen denen der Kunde nun abwägen muss. Diese Konsole hat mehr Speicherplatz, jene kann man auch unterwegs betreiben. Diese spielt UHD Blu-rays ab, jene passt durch ihr schickes Design besser zur Wohnungseinrichtung. Auf dieser gibt es interessantere Exklusiv-Spiele, auf jener kann ich gegen meine Freunde Online-Partien spielen. Die Gründe für die konkrete Wahl sind sehr vielfältig und individuell.

Da ist es nicht verwunderlich, dass die Konsolenhersteller gerne versuchen, durch Zusatz-Hardware die Palette an exklusiven Features für ihr System noch erweitern, um es noch attraktiver als die Konkurrenzprodukte erscheinen zu lassen. Nintendo war in dieser Hinsicht schon immer sehr aufgeschlossen und brachte beispielsweise zu Zeiten des Nintendo 64 mit dem Rumble Pak Vibrationen in den Controller. Sogar große Erweiterungen ihrer Konsolen mit neuen Laufwerken haben sie geplant (wir denken an die gescheiterte Zusammenarbeit mit Sony, um ein CD-Laufwerk für das SNES zu kreieren) und umgesetzt (wie das hierzulande nicht erhältliche Diskettenlaufwerk für das Nintendo 64, das 64DD). Auch kleine Erweiterungen mit einfachen Mitteln sollten immer wieder die ganz besonderen Möglichkeiten von Nintendo-Hardware in den Fokus rücken. So reichten zu Wii-Zeiten günstige Plastik-Aufsätze, um aus der Wii Remote ein Lenkrad oder eine Art Gewehr zu machen. Mit Nintendo Labo verwandeln simple Papp-Bausätze die Nintendo Switch in ein Klavier, eine Angel oder verschiedene andere Dinge.

Exklusive Software für exklusive Hardware

Damit diese kreativen Einfälle auch wirklich exklusiv bleiben, werden sie möglichst spezifisch für die eigene Hardware designt und vor allem wann immer es geht mit Patenten geschützt. Allerdings schützen Patente nicht immer davor, dass bestimmte Einfälle früher oder später auch von der Konkurrenz kopiert werden. Andere deshalb zu verklagen oder selbst deshalb verklagt zu werden ist für Firmen wie Nintendo längst zum Alltagsgeschäft geworden – besonders in den USA, dem Mutterland der Klagen. All dies zeigt vor allem eines ganz deutlich: Exklusivität hat einen Wert, und zwar einen hohen! Besonders gilt das natürlich für Software, denn bei der Wahl einer Nintendo-Konsole spielen für die meisten von uns wohl auch Namen wie Mario oder Zelda eine große Rolle. Bei Konsolen mit ähnlichen Ansätzen, die im Hardware-Bereich eigene Akzente, aber keine gewaltigen Unterschiede vorweisen können (wie Sonys Konsolen im Vergleich mit denen von Microsoft), ist es eine entscheidende Frage, wo es mehr und bessere Exklusivtitel gibt.

Firmen wie Netflix locken die Kunden mit exklusiven Inhalten.

Was für uns Videospieler so normal scheint, ist es in anderen, durchaus vergleichbaren Bereichen der Unterhaltungselektronik nicht. In der Regel gibt es zwar verschiedene Hersteller mit eigenen Geräten, aber die wesentlichen Funktionen sind untereinander kompatibel. Smartphones werben mit tollen Kameras oder langer Akku-Laufzeit, aber anrufen könnt ihr damit jedes andere Telefon. Auch bei CDs, DVDs oder Blu-rays müsst ihr euch keine Gedanken darüber machen, ob euer Player des jeweiligen Mediums auch kompatibel ist. Wenn es konkurrierende Systeme gibt, wie bei Koexistenz der Blu-ray und der HD-DVD, dann stellt sich zumeist erst dann ein relevanter Erfolg ein, wenn sich ein Format durchsetzt und das andere (wie die HD-DVD) in der Versenkung verschwindet. Stellt euch einmal einen Film-Markt vor, bei dem ihr bestimmte Filme nur mit einem ganz bestimmten Abspielgerät sehen könntet, während andere Filme nur mit einem anderen Gerät einer konkurrierenden Firma funktionieren. Schwer vorstellbar, oder? Bei Videospielen ist das aber ganz normale Realität.

Trotzdem – um den Vergleich weiterzudenken – erleben wir gerade im Bereich Film, Serie und Fernsehen eine Entwicklung hin zu mehr Exklusivität, nur dass diese sich nicht so stark an eine bestimmte Hardware klammert. Ob Netflix, Amazon Prime Video, HD+ oder Sky – wir befinden uns auf einem Weg, der uns weg von der Free TV-Kultur und hin zum Pay TV-Zeitalter führt. Die unterschiedlichen Anbieter gewinnen ihre Kundschaft durch exklusive Inhalte, die sie entweder selbst produzieren oder sich durch den Kauf von Rechten am Material sichern. Teilweise besteht gar kein Interesse, die Eigenproduktionen ins Kino zu bringen oder auf Silberscheiben zu pressen, denn dann ist der Zuschauer, wenn er sich dafür interessiert, auf ein Abo des jeweiligen Anbieters angewiesen. Nur auf dem Musik-Markt sind noch keine klaren Tendenzen zu exklusiven Inhalten zu erkennen, was vermutlich auch daran liegt, dass dieser Markt seit den Napster-Zeiten unter der Digitalisierung der Technik wirtschaftlich stark gelitten hat. Bands, Musiker und Plattenfirmen haben daher ein großes Interesse, ihre Inhalte möglichst breit gefächert anbieten zu können. Dass ein Portal bestimmte Songs oder Alben exklusiv vertreiben darf, scheint aktuell kein profitabler Gedanke zu sein. Vielleicht ändert sich das ja in Zukunft auch noch.

Von Frust und Freude

Dass Exklusivität ein echtes Ärgernis für Kunden sein kann, erleben momentan besonders Fußball-Fans in Deutschland. Früher war es recht einfach: Wer Fußball live auf dem Bildschirm verfolgen wollte, musste halt Sky abonnieren. Inzwischen wurden die Bestimmungen für die Rechtevergabe geändert und Teile der Bundesligaspiele sind nur noch über ein anderes Pay TV-Angebot zu sehen, bei Eurosport. Ab der Kommenden Saison erlebt die Champions League ein ähnliches Schicksal: Anstatt das Rundum-Sorglos-Paket bei einem Anbieter (Sky) zu erhalten, werden viele Spiele bei DAZN zu sehen sein. Für einen Moment mag man geneigt sein, sich über die neue Konkurrenz zu freuen, da diese bekanntlich den Markt belebt. Allerdings ist es keine wirkliche Konkurrenz, da sich die verschiedenen Anbieter nicht gegenseitig im Preis unterbieten, um dieselben Inhalte für die Kunden attraktiver zu machen. Vielmehr müssen die Kunden, wenn sie die ohnehin attraktiven Inhalte auch zukünftig wie bisher genießen möchten, Geld an drei Anbieter überweisen statt an einen. Unterm Strich wird es also nicht günstiger, sondern sehr viel teurer.

Gut oder schlecht? Bayonetta ist inzwischen exklusiv bei Nintendo.

Wer ein (zumindest in Teilen) vergleichbares Ärgernis im Videospiel-Bereich sucht, könnte sich das Beispiel Bayonetta ansehen. Als der zweite Ableger der Serie exklusiv für Nintendos Wii U erschien, gab es nicht wenige enttäuschte, entsetzte oder sogar zornige Kommentare von Fans des ersten Teils. Das Problem ist hier nicht einfach nur Exklusivität. Bayonetta 1 erschien nämlich ursprünglich für PlayStation 3 und Xbox 360. Nintendo-Plattformen wurden gar nicht bedient. Damit ist die Serie quasi umgezogen. Wer also seiner geliebten Bayonetta treu bleiben wollte, musste sich nur dafür eine Wii U kaufen – sofern man nicht zufällig schon eine besaß, was aufgrund der überschaubaren Verkaufszahlen der GamePad-Konsole aber wohl nur auf eine Minderheit der Bayonetta-Spieler zutraf. Nintendo-Fans reagierten dagegen eher positiv, was ja auch kein Wunder ist. Immerhin durften sie nicht nur selbst Bayonetta spielen, sondern die Exklusivität versprach auch einen gesteigerten Erfolg der Nintendo-Hardware. Um sich aber mehr in die Gegenseite hineinfühlen zu können, muss man sich nur einmal vorstellen, wie es wäre, Mario zukünftig nur auf einer Sony-Konsole spielen zu dürfen und Zelda vielleicht nur noch bei Microsoft.

Während wir also nun langsam einen Hass auf das Wort „exklusiv“ entwickeln und die Meinung vertreten, dass es doch das beste wäre, wenn ein Spiel für alle Spieler zugänglich wäre, unabhängig von der Plattform, werfen wir nun einen zweiten Blick auf Bayonetta und begreifen eine zweite Wahrheit: Ohne Exklusivität hätte es gar keinen zweiten Teil gegeben und zukünftig dann eben auch keinen dritten. Der Vergleich zu Mario und Zelda funktioniert für manche Spieler sicherlich emotional, aber wirtschaftlich liegen Welten dazwischen. Der ursprüngliche Bayonetta-Teil hatte zwar seine Fans, aber keinen so großen Erfolg, dass eine Fortsetzung sich gelohnt hätte. Erst die Unterstützung durch Nintendo machte das möglich. So erzeugte die Exklusivität unterm Strich nur Gewinner: Nintendo erhielt eine weitere exklusive Marke im eigenen Portfolio, die zusätzliche Fans und Käufer generierte. Platinum Games konnte ein Projekt umsetzen, das sonst wohl zu riskant oder ganz unmöglich gewesen wäre. Und die Fans der Serie müssen zugeben, dass Bayonetta 2 und 3 auf anderen Plattformen immer noch besser sind als gar keine Fortsetzungen.

Ein Spiel für alle – aber nicht für jeden dasselbe

Die Spiele-Hersteller haben zudem eine weitere Möglichkeit gefunden, den wirtschaftlichen Erfolg ihrer Spiele zu vergrößern oder zu verlängern: Teil-Exklusivität. Dabei wollen sie sich grundsätzlich keinem Markt verschließen und möglichst viele Konsolen mit ihren diversen potenziellen Käufern bedienen. Allerdings nutzen sie die emotionale Verbundenheit vieler Spieler zu ihren Systemen aus. So punkten sie bei diesen und zugleich bei den Konsolen-Herstellern (wo natürlich auch Geld im Spiel ist), wenn sie ihre Spiele zeitexklusiv für eine Plattform veröffentlichen – und wenn es sich nur um wenige Tage oder Wochen handelt. „Zuerst auf PlayStation“ ist ein ähnlich eindrucksvoller Marketing-Spruch wie „nur für Nintendo Switch“. Letzterer kann sich auch auf kleine Teile eines Spiels beziehen. Zusätzliche Modi, Extra-Level, die Integration von DLC-Inhalten – das macht insbesondere Ports älterer Titel attraktiver. Das ist beispielsweise bei vielen Neuauflagen von Wii U-Spielen zu beobachten, die derzeit auf die Nintendo Switch portiert werden. So lesen wir Begriffe wie „Enhanced Edition“ oder „Ultimative Edition“ und empfinden direkt Freude über neue Inhalte eines eigentlich altbekannten Spiels, selbst wenn sich die Neuerungen in Grenzen halten. Etwas neidisch schielen dann Spieler auf die Neuauflagen, wenn sie die ursprüngliche und jetzt plötzlich nicht mehr beste Version des Spiels gekauft haben.

Mario Kart 8 erhielt ein exklusives Steelbook bei Amazon und exklusive Inhalte auf der Nintendo Switch.

Nicht nur die Kooperation mit Konsolen-Herstellern kann sich als attraktiv erweisen. Auch in Zusammenarbeit mit Media Markt, Amazon & Co. entstehen manchmal besondere Editionen, bei denen dann spezielle Verpackungen erstellt werden wie die Steelbook Edition von Mario Kart 8, die es exklusiv bei Amazon zu kaufen gab. Das Konzept lässt sich auch weiterdenken, wenn neben dem Spiel noch Figuren, Artbooks oder andere Besonderheiten in Special Editions zusammengefasst werden. Hier spricht die Exklusivität vor allem Sammler an, die ein besonderes Glücksgefühl erleben, wenn sie etwas Exklusives, Limitiertes in ihrem Regal stehen haben. Der emotionale Wert der Sammlung entsteht auch dadurch, dass die eigenen Trophäen eben nicht auch bei jedem anderen Gamer im Wohnzimmer stehen. Dieser Aspekt ist für die Ausgeschlossenen meist weniger problematisch, da sie sich eher für das Spiel interessieren als für den Schnickschnack drumherum.

Weitaus kritischer wird es gesehen, wenn Firmen entdecken, dass man aus bisher inklusiven Inhalten auch Zusatzinhalte machen kann, die es dann exklusiv für Kunden gibt, die erneut oder sogar in einem Abo-Modell regelmäßig dafür zahlen. Nintendo Switch Online wäre ein solches Beispiel. Dieser Service startet im September 2018 und wird dafür sorgen, dass bisher kostenlose Online-Funktionen nur noch gegen Geld genutzt werden können. Natürlich wird Nintendo den Service den Fans durch weitere exklusive Features schmackhaft machen, aber wer sich dafür nicht erwärmen kann, spürt mal wieder die negativen Seiten des Wortes „exklusiv“. Wieder einmal gehört man zur Gruppe der Ausgeschlossenen, die an etwas eigentlich Gutem nicht teilhaben dürfen. Zudem können zahlende Kunden nur hoffen, dass genügend andere Spieler ebenfalls mitmachen, denn Online-Partien in Spielen setzen eine möglichst große Anzahl an Spielern voraus, damit man auch Spielpartner findet.

Ausschluss und Zusammenführung

Einen interessanten Aspekt der Exklusivität, die direkt auf das Finden von Spielpartnern abzielt, können wir bei der Pokémon-Reihe beobachten. Dort gehört es traditionell zum Konzept, neue Spiele der Hauptreihe im Doppelpack zu veröffentlichen. Dabei sind beide Versionen im Wesentlichen gleich, jede hat allerdings exklusive Inhalte – also Pokémon – die die jeweils andere Version nicht bietet. Diese Veröffentlichungspolitik führt sicher zu einigen Zusatzverkäufen durch Sammler, die sich einfach alle Editionen besorgen. Vor allem ist es aber ein interessantes Gameplay-Element, weil man sich so zum Vervollständigen der eigenen Sammlung an Taschenmonstern mit Spielern verbinden muss, die die andere Version des Spiels besitzen. Man hätte auch einfach alle Inhalte in einem Spiel platzieren können, aber auf diese Weise erschuf man ein neues, interaktives Element, das Spieler zusammenführt. Exklusivität soll hier also nicht bestimmte Personen grundsätzlich ausschließen, sondern einen gezielten Impuls setzen, der den Sammler-Instinkt der Spieler reizt.

Rayman Legends sollte ursprünglich exklusiv für Wii U erscheinen. Inzwischen gibt es das Spiel auf diversen Plattformen. Die Definitive Edition gibt es exklusiv für Nintendo Switch.

Die negativen Seiten der Exklusivität bekommen zumeist Spieler zu spüren, die zu den ausgeschlossenen gehören, die also nicht von exklusiven Inhalten profitieren, weil sie etwa eine Konsole nicht besitzen oder eine andere, nicht exklusive Version eines Spiels besitzen. Aber auch für die andere Seite, die Profiteure der Exklusivität, kann diese zum Ärgernis werden – nämlich dann, wenn sie endet. Wenn ein Spiel als exklusiv angekündigt wird, kann das zunächst ein Grund zur Freude sein. Denken wir nur an die Wii U-Ära zurück, die vergleichsweise wenige exklusive Highlights von Third Party-Entwicklern hervorbrachte. In dieser Zeit fühlten sich manche Nintendo-Fans wie Spieler zweiter Klasse, weil sie zwar Spaß an ihren Spielen hatten, aber doch auf viele große Titel diverser Hersteller verzichten mussten. Da war man umso dankbarer, als es doch eine Ausnahme gab – beispielsweise, als Ubisoft Rayman Legends als exklusiv für die Wii U ankündigte. Dies wurde aber später zurückgenommen und es wurden nicht nur Versionen für die Konkurrenzkonsolen produziert, diese sorgten auch noch für eine deutliche Verzögerung der Wii U-Version, der man nicht einmal einen kleinen zeitlichen „Vorsprung“ gönnen wollte. Das sorgte für viel Frust und Unmut unter den Fans.

Wie zu Beginn betont: Die Welt der Videospiele ist voller Exklusivität. Das gilt auch für das Drumherum – ntower liefert euch exklusive Tests und Berichte, My Nintendo lockt mit exklusiven Rabatten. Mit dem Wort „exklusiv“ soll immer das Ego des Adressaten angesprochen werden, damit sich dieser gut fühlt mit den einzigartigen Angeboten, die es nur hier gibt. So sollen Kunden verführt und gebunden werden, sie sollen bereitwillig ihre Geldbörsen öffnen und sich dabei auch noch wohlfühlen. Eigentlich haben wir Konsumenten diesen Egoismus gar nicht nötig, denn es schadet uns kein Bisschen, anderen Menschen auch das zu gönnen, was wir mit Freude genießen. Doch selbst wenn wir Neid und Missgunst hinter uns lassen, haben wir gesehen, dass Exklusivität auch seine guten Seiten hat, wenn sie etwa Spiele ermöglicht, die es sonst nicht geben würde, wenn in Ports noch tolle Zusatzinhalte integriert werden, um die alten Titel interessant zu halten, oder wenn Konsolen-Hersteller sich innovative, neue Features ausdenken, um ihre Konsolen – ganz exklusiv – von denen der Konkurrenz abzuheben. Man kann Exklusivität lieben oder verabscheuen. Wahrscheinlich haben wir beide Seiten schon erlebt und empfinden eine der beiden Emotionen stärker, je nachdem, ob wir gerade von ihr profitieren oder unter ihr leiden.

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    System: Nintendo Switch

    Vertrieb:

    Genre:

    - - 4

Kommentare 17

  • RealJack Turmritter - 24.02.2018 - 10:13

    ich seh das so, sollten Nintendospiele nicht exklusiv sein sondern auf allen Plattformen verfügbar sein, dann würde sich die stärkste/preisleistungbeste Hardware durchsetzen. Nintendo müsste dann radikal umdenken oder ware hardwaremässig bei den stationären Konsolen am Ende.
  • Casualatical Casublume - 24.02.2018 - 10:14

    Ohne Exklusivität wäre es langweilig
  • Booyaka Meister des Turms - 24.02.2018 - 10:15

    Bei Games halte ich es für richtig und auch wichtig es ist eben die einzige Möglichkeit sich wirklich von der Konkurrenz ab zu heben man stelle sich Nintendo ohne ihre Exklusiv Titel vor die könnten den Laden dicht machen was eigene Konsolen angeht. Was ich nicht verstehen kann wenn es bei Multiplattform Games exklusiv Inhalte für Sony,Microsoft oder Nintendo gibt, wenn ich schon einen Multiplattform Titel entwickle dann doch bitte auf allen Konsolen gleich bestes Beispiel Fifa find ich schrecklich das sich die Versionen da so unterscheiden.
  • otakon Ssssssssswitch - 24.02.2018 - 10:36

    Exklusivität ist so ne Sache.
    Das die First Party Spiele exklusiv sind halte ich für richtig und auch wichtig, ist für mich auch das entscheidende Argument für oder gegen eine Konsole.

    Multi Titel find ich Exklusivität nicht so toll... die Thirds sollten nach Möglichkeit ihre Titel schon auf allen Konsolen rausbringen, gleichzeitig und in (möglichst) gleichem Umfang... Exklusive Extras find ich noch ok, Zeit-Exklusivität dagegen find ich wieder nicht so toll denn das benachteiligt alle anderen zu sehr.
    Das das nicht immer geht (gerade bei kleineren Studios) kann ich verstehen und da würde ich es auch nicht erwarten, aber die großen Thirds sollten das definitiv so machen!

    Dinge die an Zusatz Hardware gebunden sind sehe ich nicht direkt als exklusiv...
    auch die online Dienste nicht, das ist für mich noch was anderes.

    Die Entwicklung der Pay TV Sender sehe ich auch kritisch... es ist gut das sie Eigen-Produktionen machen, aber das man X Sender für bestimmte Serien oder Sport (auch wenn es mich nicht interessiert) braucht ist schon doof...
  • -dAtA-TRoN- - 24.02.2018 - 11:27

    @RealJack

    Genau, und auf einmal wären alle gleich.
    -Danke aber nein danke.

    Konkurrenz ist GUT (und wichtig)! -Und worüber konkurrieren Hardware-Hersteller heutzutage? Richtig, über Software. Es wird nicht ohne Grund rumgeheult, dass die Xbox One zu wenig Exklusiv-Titel hat. Es besteht also kein Kaufgrund gegenüber der Playstation. Bei der Switch sieht es da anders aus. Sie ist momentan nicht grundlos "der heiße Scheiß" bei den Konsoleros. Es sind eindeutig die exklusiven Nintendo Titel, die der Switch diesen Erfolg bescherte. Würde Nintendo ihre Spiele/Marken für alle Konsolen bringen, würden sie sich den Ast absägen, auf dem sie sitzen... -Das ergäbe keinen Sinn.
  • Fabinho84 Turmheld - 24.02.2018 - 12:08

    @RealJackWo ist den da der Wettbewerb dann, der so wichtig für alle Marktvorgänge ist? Warum sollte es dann überhaupt verschiedene Konsolen geben, wenn eh alle gleich sind und warum sollte Nintendo die Taschen von Sony und Microsoft damit vollmachen? In erster Linie unterscheiden sich Konsolen durch die exklusiven Spiele voneinander. Die Konsolenhersteller verdienen in erster Linie an der Software und dadurch verbreitet sich auch die Userbase.
  • FALcoN Hüter der Spiele-Datenbank - 24.02.2018 - 12:14

    Wenn es auf den Konsolen keine exklusiven Spiele mehr gäbe, bräuchte man keine Konsolen mehr. Denn eine offene Plattform gibt es schon fast genauso lang wie Konsolen und das wesentlich erfolgreicher: den Personal Computer.

    Und seit UEFI, SSD und dem Big Picture-Mode von Steam gibt es auch kaum noch Nachteile gegenüber einer Konsole wie z.B. die Zeit bis ein Spiel startet oder eine bequeme Oberfläche, die sich leicht mit dem Controller bedienen lässt.
  • Blo0dFir3 Aces High - 24.02.2018 - 12:16

    Ohne Exklusivtitel gäbe es nurnoch wenige Alleinstellungsmerkmale und somit kaum Gründe ein bestimmte Konsole der anderen vorzuziehen (außer die Switch vielleicht). Die Spiele müssten für alle Platformen angepasst werden, was Resourcenverschwendung und eine Limitierung der Möglichkeiten im Spiel mit sich bringen würde. Durch die Gleichschaltung würden 3 verschiedene Konsolen auch bald überflüssig werden, was mehr und mehr zu einem Monopol führen würde und das ist das schlimmste was passieren kann.
  • Moe Skywalker SSB #hypebrigade - 24.02.2018 - 12:17

    Ich sehe das bei mir auf Arbeit. Exklusivität ist sehr wichtig um am Markt zu bestehen und halbwegs guten Gewinn zu machen. Ich arbeite in einem Großhandel für Sanitär, Heizung usw. und würden wir nur die Marken Artikel verkaufen, die auch jeder andere Händler vertreibt, dann könnten wir kaum die Kosten decken. Bei den exklusiven Produkten sieht das schon ganz anders aus. Sie sind nicht vergleichbar, da es diese eben nur bei uns gibt. Man kann diese Produkte zu guten Preisen verkaufen ohne diese zu verramschen. Auch locken diese Produkte Kunden an und lassen diese an uns binden.

    Aus Sicht des Kunden bin ich selber auch nicht immer glücklich über exklusive Inhalte. Wie sehr würde ich mich über ein The Last of Us oder Days Gone auf der Xbox oder Switch freuen. Oder The Walking Dead. Als Amazon und Netflix Besitzer kann ich bis Staffel 7 gucken. Staffel 8 hingegen gibt es nur auf Sky. Pech gehabt. Hat halt alles sein Für und Wider.
  • Sperlink Turmbaron - 24.02.2018 - 12:19

    Eine Nintendo Konsole ohne Exklusivität wäre mir undenkbar, einfach weil gerade diese Konsolen so einzigartige Features haben, welche halt die anderen nicht haben und deswegen irgendwo so oder so exklusiven Inhalt bieten. Beispiel wäre da die Bewegungssteuerung. Oder Nintendo Labo wäre mit den anderen Plattformen auch schlecht denkbar.
  • Focker Turmritter - 24.02.2018 - 12:24

    ohne exklusivität keine Konkurrenz. Ohne konkurenz kein wettbewerb. In der marktwirtschaft in der wir leben völlig undenkbar. Nur durch exklusivität erhalten alle konsumartikel ihre daseinsberechtigung. Egal ob es sich um videopspiele oder den big mac bei mc donalds handelt....
  • Irmgard86 Turmknappe - 24.02.2018 - 12:42

    Mich juckt es nicht. Nintendospiele spiele ich eben auf Nintendo Hardware, und die Third Party Spiele auf meiner Xbox One X. Die einzigen Exklusivspiele die mich interessieren sind eben von Nintendo.
  • 3cool5me just a hero for fun - 24.02.2018 - 13:40

    Sieht man ja gut an Sega, ein Schatten seiner selbst. Software sells hardware. Was bei Xbox momentan los ist, kann ich nicht verstehen. Meiner Meinung nach schaufeln sie Konsolentechnisch grade ihr Grab.

    Als jemand der im Monat Ca 2-300 Euro für spiele ausgibt muss ich sagen, Microsoft hat schon lange nix mehr von dem Geld abbekommen. Rip Scalebound, rip Fable, aber es gibt ja sea of thieves :S Hauptsache Arcade Games wie Cuppahead aufblasen wie en Tripple A Game, warum hat man es nicht gleich Halo6 oder GTA6 genannt :troll:
  • BANJOKONG Turmfürst - 24.02.2018 - 13:48

    exklusiv spiele sollen so bleiben

    Man muß selber ein arsch in der Hosen haben und sagen,
    Ok ich hole mir nur nintendo wegen mario
    Oder sony wegen uncharted
    Oder Microsoft halo

    Und nicht alle drei konsolen kaufen
  • DLC-King Freedom of Choice - 24.02.2018 - 15:00

    Das ganze Videospiel Business wäre mega langweilig ohne exklusiv Spiele.
    Die toll war es als Resident Evil damals einige Jahre Nintendo exklusiv wurde?
    Hab's gefeiert.

    Auch die ganzen exklusiven Nintendo IPs usw.
    Das Mus und soll schön so bleiben .
  • PrimeTime MetriodPrimeHasGotNowHisTime - 24.02.2018 - 15:10

    @RealJack ich sehe das ganz anders, sonst würde ich mir keine neue Nintendo Konsole kaufen wenn es nicht sowas ist wie die Switch, da ich eine bessere Hardware mit einer PS4 haben könnte und trotzdem Yoshi, Mario, Zelda, Kirby etc. spielen könnte mit einer besseren Auflösung und das will ich nicht für Nintendo.

    Zitat von Realjack:

    [...] bei den stationären Konsolen am Ende.
  • Rincewind Bergungstaucher - 24.02.2018 - 23:58

    Ohne Exklusivität geht es einfach nicht. Hardware verkauft sich durch Software. Es war damals schon ein harter Schlag für Nintendo als FF7 exklusiv für die PSX herauskam und nicht fürs N64. Durch solche Angebote verkauft sich eine Hardware erst.

    Prinzipiell brauche ich Exklusivität nicht für mich persönlich. Ein gutes Spiel ist ein Kulturgut und sollte jedem zugänglich sein. Tatsache ist aber, dass ein Hersteller Exklusivität braucht, um eine Daseinsberechtigung zu haben. Letztendlich beschert uns die Exklusivität auch Toptitel, die es ohne Exklusivität nicht geben würde. Wer weiß, ob es Titel wie BotW, XC2, die Quantic Dream Titel oder FF7 geben würde, wenn es nicht die Konkurrenz unter den Herstellern geben würde.

    Ich will nicht sagen, dass nicht ein anderes System möglich wäre, aber das ist ein gesellschaftliches Thema. Die Wirtschaft kann sich nur in dem Raum bewegen, der durch die Gesellschaft vorgegeben wird. Würde es eine Entwicklung weg vom Kapitalismus und dem aktuellen Bild von der Ökonomie geben, dann könnte man wieder neu darüber diskutieren.

    @BANJOKONG

    Oder man pfeift auf solche aussagen und kauft sich halt das, was man sich leisten kann und einem wichtig ist. ;)