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Der "alte" Mann und das Labo

Kommentar

Vermutlich herrscht bei Vielen im Bezug auf Nintendo Labo eine gewisse Ratlosigkeit. So ging es mir bis vor einigen Tagen auch noch. Ich wusste weder genau, ob es mich ansprechen soll, ob ich damit Spaß haben kann und was man damit alles tun kann. Dank eines Events von Nintendo in Frankfurt weiß ich nun deutlich mehr und habe mein persönliches Fazit gefunden. Doch dieses verrate ich euch erst zum Schluss. Zuerst möchte ich euch einen kleinen Einblick gewähren, von was für eine Art von Videospieler dieses Fazit kommt:

Mein Videospiele-Lebenslauf

Geweckt wurde meine Leidenschaft für Videospiele in meiner Kindheit, als meine Schwestern einen Game Boy bekamen und ich gelegentlich auch eine Runde Tetris oder Super Mario Land spielen durfte. Zu einem späteren Zeitpunkt zog das NES in unseren Haushalt ein und darauf folgte das SNES. Erst mit diesem 16Bit-Wunder wurde aus einer Randbeschäftigung ein bis heute beliebtes Hobby meinerseits. Spiele wie Super Mario World, Donkey Kong Country, Secret of Mana, Illusion of Time, Super Metroid, Street Fighter II und Starwing zogen mich in ihren Bann.

Diesen Bildschirm sah ich am PC sehr oft, da neben der Kampagne auch der Mehrspieler-Modus voll zu überzeugen wusste. Heute beschäftige ich mich selten sehr lange mit einem Spiel und ziehe die Abwechslung vor.

In meiner Jugend wanderte meine Aufmerksamkeit dann zum großen Teil auf den PC. In den 90ern hatte ich dort meinen Spaß mit Spielen wie SimCity 2000, Diablo, StarCraft, Panzer General und Half-Life. Nach dem Millennium wurde ich von Ego-Shootern angezogen. Vor allem Counter-Strike, Quake III Arena, Unreal Tournament, Serious Sam und Return to Castle Wolfenstein in Zusammenhang mit dem aufkommenden Internet und den LAN-Partys sorgten für Hunderte spaßige, spannende und manchmal auch frustrierende Stunden und Momente. Auch eine Clan-Mitgliedschaft und Gründung standen bei mir auf dem Programm.

Dennoch blieb ich Nintendo auch in dieser Ära treu. Das Nintendo 64 und der GameCube dienten vor allem in kleinen geselligen Runden mit Familien und Freunden als Unterhaltungsgarant. Nintendos Handheld-Reihe hingegen diente bei mir überwiegend nur als Lückenfüller beispielsweise für lange Autofahrten in den Urlaub. Und dem Pokémon-Hype blieb ich so fern wie es nur ging. Irgendwie sprachen mich diese Kreaturen nicht an und tun dies auch heute nicht.

Mit dem Überschreiten der 20er öffnete sich mein Spielehorizont wieder. Solange die Qualität stimmte, es einen gewissen Anspruch besaß und mich gut unterhielt, war mir das Genre im Grunde egal. Und das frische Spielkonzept der Wii brachte mich wieder näher zu Nintendo und weg vom PC. Mittlerweile bin ich in den Dreißigern und es hat sich nicht mehr viel geändert. Der PC und Nintendo buhlen um meine Aufmerksamkeit und mal gewinnt die eine, mal die andere Seite. Ich bin für vieles offen und gebe neuen Ideen und Marken wie z.B. damals Splatoon gerne eine Chance. Von Hardcore-Perlen wie Wolfenstein über Rollenspielschwergewichte wie Pillars of Eternity und kunterbunte Hüpfspiele wie Mario und Kirby bis hin zu entspannten Ausflügen ins Meer wie in Endless Ocean und Knobeleien wie bei Picross flimmert bei mir alles über die Mattscheibe. Und die Gründe warum ich nie eine PlayStation oder Xbox in meinem Besitz hatte, liegt nicht an einer Abneigung gegen diese Konsolen, sondern lediglich an einem begrenzten Pensum an Zeit und Geld für dieses Hobby. Außerdem setzen diese Systeme mehr auf Multiplattformtitel, die ich meist genauso gut oder sogar besser an meinem PC genießen kann.

Warum ich euch das erzähle? Damit ihr genau versteht, von welcher Art von Spieler diese persönliche Sicht auf Nintendo Labo erfolgt und ob ihr euch mit mir viel, wenig oder gar nicht identifizieren könnt.

Mein Erlebnis mit Nintendo Labo

Bauen
Erst die Arbeit – dann das Vergnügen: Das Zusammenbauen der sogenannten Toy-Con-Modelle aus Pappe stellt den ersten Schritt in die Welt von Nintendo Labo dar. Für jemanden wie mich, der nicht gerade ein Fan des Schulfachs "Bildende Kunst" war, ein wenig spannender Teil. Aber wer wie ich mit LEGO- und Modellbausätzen groß geworden ist, kann diesen Schritt bewältigen. Man hat lediglich eine etwas wackelige Pappe anstatt Plastik in der Hand. Und genau hier stellt sich mir die erste Frage: Warum sollte ich mich mit diesem Produkt beschäftigen, wo es schon genug Alternativen gibt? Und wer der Umwelt zuliebe auf Plastik verzichten will, findet genug Alternativen in Form von Holz- und Papiermodellen. Abgesehen davon sind bei uns in der Familie durch LEGO und Kunststoff-Modelle noch nie Abfälle entstanden. Ersteres wurde für die folgenden Generationen verstaut und Letzteres auf Online-Plattformen verkauft. Ob diese Nachhaltigkeit auch für Nintendos Pappspielzeug gilt, wage ich aufgrund der Qualität zu bezweifeln.

Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Dekorieren
Den anschließenden kreativen Teil, bei dem man nach eigenem Ermessen sein Modell dekorieren und gestalten kann, ließ ich selber weg. Aber ich war von meinen Mitbastlern überrascht, was man neben Elefanten, Spinnen und Co. aus dem Autobausatz kreieren konnte. Doch auch hier bietet Nintendo kein Alleinstellungsmerkmal seines Produktes an. Bei LEGO kann man ebenfalls seiner Fantasie freien Lauf lassen und selbst fest vorgegebene Modellbausätze lassen sich durch eigene Bemalung und Gestaltung von Dioramen einen eigenen Stempel aufdrücken. Man kann diese Dinge nur nicht wie bei Nintendo mit der interaktiven Welt der Videospiele verbinden. Doch ist dies überhaupt nötig und macht das Spaß?

Spielen
Nun zum Vergnügen: Für jedes Toy-Con-Modell liefert Nintendo ein oder mehrere (Mini-)Spiele mit. Doch auch hier machte sich bei mir schnell eine gewisse Ernüchterung breit. Das Auto machte mir genau 15 Minuten lang Freude. Und auch nur aufgrund der anfänglichen Neugier an dem Konzept. Ein Spiel gibt es hier nicht. Die Nintendo Switch wird hier lediglich zu einer Fernsteuerung und lässt einen das Auto über eine hoffentlich glatte Oberfläche scheuchen. Schnell stellte sich heraus, dass die Steuerung schwammig ist und jedes billige RC-Auto mehr kann. Und dieses versucht Nintendo hier im Grunde zu imitieren. Außerdem zeigte sich mir hier deutlich der Nachteil der Kombination aus Spielzeug, Videospiel und künstlerischer Freiheit. Genau der Punkt, der das Nintendo-Produkt von allen anderen abheben soll. Wer sein Auto mit zusätzlichem Material aus Pappe, Stoff und Co. verzierte, musste auf das Gesamtgewicht achten. Denn die Steuerung wurde mit jedem Gramm ungenauer und wer es übertrieb, bekam es kaum noch von der Stelle. Bei mir zu Hause würde dieses Modell schnell irgendwo verstauben.

Die anderen Toy-Con-Modelle hatten in Kombination mit ihren Spielen stellenweise schon mehr zu bieten. Das Angeln machte mir Freude und bot eine gewisse Komplexität. Ebenso das Motorrad mit dem verbundenen Rennspiel. Allerdings hatte ich bei beiden irgendwie ein Déjà-vu an die Wii-Epoche. Ob ich bei einem Rennspiel eine Wiimote oder einen Papp-Lenker in der Hand halte, macht für mich keinen Unterschied. Nur das ein Mario Kart Wii oder Excite Truck mir deutlich mehr Umfang, Abwechslung und Spielspaß bot. Und auch Angelspiele gab es bei der Wii ausreichend. Zu Klavier und Haus werde ich nichts weiter sagen, da hier meiner Ansicht nach eine deutlich jüngere Zielgruppe angesprochen wird und ich überhaupt nichts damit anzufangen wusste. Nur auf den Roboter möchte ich noch kurz eingehen. Dieser stellte spielerisch noch das umfangreichste Gesamtpaket dar, weswegen das Robo-Set wohl auch separat angeboten wird. Aber mehr wie eine Highscore-Jagd für Solospieler und ein quasi Real-Life-Beat 'em Up für zwei Spieler hat es nicht wirklich zu bieten. Außerdem sieht es einfach albern aus, wenn Menschen mit Rucksäcken aus Pappe in die Luft schlagen und schwerfällig auf den Boden stampfen. Aber seit Eye-Toy und Just Dance ist Albernheit vor dem Fernseher keine Seltenheit mehr und wer es mag, wird vermutlich auch hier seinen Spaß haben. Doch wie lange?

Insgesamt fühlte ich mich ein wenig an Wii Play erinnert: Eine Sammlung von Minispielen in Verbindung mit einer Bewegungssteuerung. Nintendo Labo ergänzt dieses Prinzip einfach noch mit einer Bastelstunde davor. Einen erwachsenen Mann wie mich überzeugt das nicht, und dass obwohl ich mich noch heute gerne von bunten Mariowelten verzaubern lasse.

Entdecken

Derzeit kann man nur mit Hilfe von Pappe und Papier Farbschablonen erstellen, die durch das Licht weißer Pixel beleuchtet werden. Eigene Grafiken sind nicht möglich.

Nach der Ernüchterung packte mich dennoch die Neugier wie das gesamte Konzept überhaupt funktioniert. Und es zeigt sich schnell, dass die bisher kaum beachtete Kamera des rechten Joy-Con für den Großteil der Verschmelzung von Pappe und Videospiel zuständig ist. Doch weiter vertiefen möchte ich dies nicht, um weiterhin interessierten Personen nicht vorab einen Teil des Nintendo Labo-Erlebnisses zu zerstören. Aber es soll gesagt sein, dass dieses Erlebnis für einen Erwachsenen von sehr kurzer Dauer ist. Doch es regt die Gedanken an, was wohl noch alles mit Nintendo Labo möglich ist.

Erfinden
Der Teil, der mich persönlich am meisten ansprach, war die Toy-Con-Werkstatt. Doch leider wurde hier kaum mehr gezeigt wie in den neuesten Trailern dazu. Doch es lässt sich ein gewisses Potenzial erkennen. Aber ob es an dieser Stelle mit verwandten Produkten wie LEGO Mindstorms mithalten kann, liegt rein an Nintendo. Die aktuellen Möglichkeiten der Software sind sehr stark begrenzt und lassen bis auf einfache Spielereien keinen Freiraum zu. Wenn Nintendo hier mit der Zeit etwas anbietet, womit man eigene Grafiken darstellen kann und vielleicht sogar etwas programmieren kann, könnte Nintendo Labo sogar einen neuen Videotrend im Netz entfachen, wo jeder seine eigene Kreationen vorzeigen will.

Mein persönliches Fazit:
Für einen Mittdreißiger wie mich ist dieses Produkt absolut nicht entworfen. Aber das hat Nintendo schon vor der ersten Enthüllung angedeutet. Dennoch habe ich nicht vorab urteilen wollen. Schließlich bereiten mir viele Videospiele aus dem Hause Nintendo Freude, die nicht unbedingt auf eine erwachsene Zielgruppe hindeuten, wie Animal Crossing oder Kirby. Und so war ich dankbar, dass ich die Chance bekam, Nintendo Labo vorab ausprobieren zu dürfen. Denn auf diese Weise habe ich mir einen Fehlkauf erspart. Und auch wenn sich mein Text vermutlich überwiegend negativ liest, will ich dem neuen Produkt seine Existenz nicht absprechen und es auch nicht schlecht reden. Es ist einfach nur die Feststellung, das Nintendo Labo nicht für Spieler wie mich gemacht ist. Für Kinder und Familien hingegen bietet es sicherlich Unterhaltungswert. Und Potenzial ist vorhanden, es für die Zukunft auch für Erwachsene interessant zu gestalten. Doch dies liegt allein bei Nintendo.

Den einzigen übergreifenden Kritikpunkt, den ich derzeit sehe, ist die Qualität der Pappe. Diese ist unter meinen Erwartungen und wird in Verbindung mit dem Service und der Kulanz seitens Nintendo darüber entscheiden, ob es weitere Toy-Con-Sets geben wird, oder das ganze neben anderem Nintendo-Zubehör wie dem Balance Board und dem Wii Zapper schon bald weiteren Stauraum in Kellern verbraucht. Auch der angesetzte Preis ist in diesem Zusammenhang fragwürdig. Für eine Familie, die bereits im Besitz der Switch ist, ist es noch gerade akzeptabel. Aber ich würde niemandem raten, alleine wegen Nintendo Labo 400€ (Labo + Switch) auszugeben. Für diesen Betrag lassen sich viele LEGO- und Modellbausätze kaufen.

Kommentare 9

  • GuacamoleM10 .... ... .. - 02.04.2018 - 10:17

    Die Zielgruppe dürfte klar sein. Mich spricht es einfach nicht an, aber das muss es auch nicht. Dafür tun das die meisten Sachen von BigN.
    Mit dem Switch Momentum und der scheinbar guten Umsetzung scheint ein Erfolg vorprogrammiert zu sein
  • Herr von Faultier Turmbaron - 02.04.2018 - 13:02

    Ich freue mich schon drauf; Basteln und Zocken, zwei meiner liebsten Hobbys. Das kann nur gut werden. Kann es aber auch verstehen, dass es für manche Leute nichts ist.
  • Limoncello Echt sauer! - 02.04.2018 - 13:37

    Super Artikel!

    Besonders gefällt mir, dass du die vielgepriesene "Kreativität" richtigerweise nur dem Dekorieren und den minimalistischen Möglichkeiten der Toy-Con Garage zuschreibst.
    Das simple Zusammenfalten der Modelle nach vorgeschriebenem Bauplan ist nämlich eigentlich sogar das Gegenteil von Kreativ.

    Um zu entscheiden ob LABO etwas für einen selbst ist, reicht eigentlich folgende Frage:

    "Würde ich mir das Gebotene als eigenständiges Spielzeug kaufen?"

    Würde ich mir in meinem Alter noch ein Spielzeugklavier kaufen? Einen simplen Angelsimulator? Ein mäßig gut funktionierendes RC-Auto mit Vibration statt Rädern?

    Wer hier ja sagt, der wird bestimmt viel Spaß mit Labo haben :)
  • Sloppy Turmheld - 02.04.2018 - 23:50

    @Limoncello

    Naja das trifft denke ich nicht ganz zu, denn zum einen bieten die Toycon durch ihre Interaktion mit der Labo-Software viel mehr Möglichkeiten, als die von dir genannten einfachen Einweg-Spielzeuge, zum anderen ist übehaupt noch nicht abshebar, wieviele Möglichkeiten die Entwicklungs- und Konzeptionsumgebungen und Werkzeuge der Toy-Con-Garage wirklich bieten, da die bisherigen bewertungen nur auf kurzen videoclips oder präsentationen beruhen ;)
  • FALcoN Hüter der Spiele-Datenbank - 03.04.2018 - 01:24

    @Sloppy
    Die Toy-Con Werkstatt ist halt beim Multi-Set sehr eingeschränkt und beim Robo-Set noch viel mehr. Aber wie ich im Kommentar geschrieben habe, hat Labo mit einem eventuellen Profi-Set, wo Nintendo einem auch Software-mäßig wirklich freie Gestaltungs- und vielleicht sogar Programmierfunktionen zur Verfügung stellt, viel Potenzial. Woraus man dann Sachen bastelt bleibt einem im Grunde auch selbst überlassen. Man könnte neben Kartonagen auch andere Materialien nehmen wie Holz oder auch Legosteine. Meiner Ansicht nach könnte man bereits jetzt z.B. das Haus aus diesen Dingen bauen.
  • -dAtA-TRoN- - 03.04.2018 - 11:04

    ich finde diese ganze Debatte um LABO echt schräg. Diese Frage "könnte es auch mich ansprechen" finde ich irgendwie... ...komisch. Ich denke, wenn man Erwachsen ist und sich tatsächlich noch mit Lego Duplo die Zeit vertreiben würde (was ich persönlich äußerst merkwürdig finden würde aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung), der sollte sich LABO durchaus mal anschauen. Alle anderen sollten einen großen Bogen um LABO machen (es sei denn man hat Kids).

    So einfach kann man das erklären...
  • Sloppy Turmheld - 03.04.2018 - 21:16

    Naja ich finde diese (übrigens sehr deutsche) mentalität des Erwachsenseins durch abgrenzung vonvermeintlichem "Kinderkram" sehr schräg, da geht manin vielen anderen Länderneinfach sehr viel lockerer mit um. Aber in deutschland kommen bei Dingen die halt stark auch an Kinder adressiert sind oft so kommentare, wie: "also als erwachsener Mann würde ich mich mit sowas ja nicht unter Leute trauen", oder im Positiven: "als 6-12 jähriger hätte ich das sicher gefeiert", oder als Ausrede: "wenn ich Kinder hätte würde ich mir das ja sofort kaufen" anstatt einfach nur zu sagen "ist halt nicht mein ding". Klar,in anderen Ländern gibtes das Phänomen natürlich auch, aber irgendwiehabe ich das gefühl,daswir in Deutschland besonders große Adoleszenskomplexe haben. Sei wie du bist und genieße es!

    @FALcoN
    Aber woher weist du denn wie ob und wie eingeschränkt die Werkstatt ist? Bisher gibt es doch nur Videos oder? Wirklich antesten konnte denTeil doch eigenlich noch niemand. Aber das dieumgebung wahrscheinlich keine entwicklungsumgebung für anspruchsvolle virtuelle Inhalte wird finde ich eigentlich gut, denn so kann man sich erstmal auf die wesentlichen ein- und ausgabemöglichkeiten konzentrieren und vor allem erstmal mit den haptischen und "plastischen" möglichkeiten zu experimentieren was finde ich oft viel anregender wirkt als die rein virtuelle schöpfung neuer konzepte.

    Ich sehe das Potential von Labo ähnlich wie damals bei Harry Potter, vor Harry Potter gab es auch gute Kinderbücher, aber Harry Potter hat ganze generationen wieder zurück ans Buch gebracht.
    Ähnlich gab es vor Labo schon viele gute Kreativspielzeuge, aber ich traue Labo tatsächlich zu, das es viele, die sich vorher eben nie wirklich oder eben nicht mehr mit "handfester" Kreativität und Gestaltung beschäftigt haben zu erreichen. Ich habe jedenfalls oft genug erlebt, das zum ausbrüten guter Konzepte eben nicht nur verkopftes entwickelnsondern wortwörtlich auch das begreifen und erfassen und das geht eben nur mit den Händen.

    Ich finde es tatsächlich sehr geil, dass nintendo gerade vor allem leute einstellen, die wie Miyamoto es schon gesagt hat, nicht nur hinterm bildschirm hocken, sondern auch mal ganz gerne durch den wald laufen (oder gelaufen sind :D).
  • FALcoN Hüter der Spiele-Datenbank - 04.04.2018 - 10:18

    @Sloppy

    Weil man im Menü rumstöbern konnte und ich viele Fragen dazu gestellt habe.
  • Sloppy Turmheld - 04.04.2018 - 17:46

    Ok, wenn das schon die Finale Version war und sie bis zum release nicht mehr allzu viel hinzufügen als das was du entdecken konntest, kann man ja wirklich nur noch hoffen das nintendo es nicht dabei belässt,sondern die möglichkeiten kontinuierlich erweitert.

    Aber ich denke das selbst mit diesen simplen Möglichkeiten viel mehr möglich ist als wir es uns im moment vielleicht vorstellen können, ich meine alleine die Ausschnitte die so in den Toy-Con-Werkstatt-Videos vorkamen, haben mich an einigen stellendoch sehr verblüft und lassen michjetzt schon übereigene Konzepte nachdenken.