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ntower hebt ab: Der Mini Mario-Copter von Carrera RC

Hardware-Test

Carrera RC lässt Mario nun die Lüfte erobern – zumindest in den Wohn- und Kinderzimmern. Denn der Spielzeughersteller brachte jüngst ein neues Mario-Flugutensil auf den Markt. Für rund 40 bis 50 Euro, könnt ihr den Mini-Mario-Copter im gut sortierten Spielwarenhandel erstehen. Die kleine Drohne ist im Design von Mario Kart 8 (Deluxe) gehalten und zeigt den kultigen Super Mario in seinem roten Rennkart sitzend. Ganz wie in der virtuellen Rennvorlage, wo die Flitzer in einen Flugmodus wechseln können, gibt es beim Copter aber keine Räder, sondern vier Propeller, mit denen Vollgas gegeben werden kann. Schnell fällt das leichte Gewicht und die eher geringe Größe der Drohne auf. Aber immerhin soll sie auch fliegen können und nicht wie ein Stein am Boden liegen.

Dank Gyroachsen-Sensor und vier Rotoren schwebt die Drohne geschmeidig in der Luft. Die Steuerung mit dem Controller funktioniert nach kurzer Zeit wunderbar und macht auch viel Spaß.

Im Karton findet ihr alles, um direkt mit dem Flugabenteuer loslegen zu können. Neben der Spielzeug-Drohne werden eine Bedienungsanleitung, ein Controller, ein Schraubendreher, Batterien und ein austauschbarer Akku mitsamt USB-Adapter mitgeliefert. Das Vorbereiten für den Flug sollten Kinder dabei eher den Eltern überlassen. Nicht nur braucht man ohnehin einen Computer, um den Akku mithilfe des USB-Adapters zu laden, auch sind Kinderhände nicht geeignet, um den Akku an den USB-Adapter zu stecken oder zu lösen, da der Anschluss sehr klein ist. Laut Spezifikationen des Akkus darf die Stromstärke nicht die eines USB-Anschlusses übersteigen, theoretisch lässt sich der Akku aber auch am Handy-Adapter laden. Der Hersteller garantiert dann jedoch keinen heilen Akku. Auch wenn auf dem Karton „Ready to fly“ steht, musste ich den Akku dennoch erstmal aufladen. Eine Stunde dauert es, bis dieser voll geladen ist und in den Copter platziert werden kann. Das Akkufach ist mit einer Schraube verschlossen, sodass auch bei wilden Flugmanövern nichts passieren kann und sich die Akkuklappe aus Versehen öffnet. Die mitgelieferten Batterien werden in den RC-Controller gesteckt. Die Kalibrierung mit dem Copter funktioniert überraschend einfach. Ihr müsst lediglich den linken der beiden Joysticks einmal nach oben und einmal nach unten schieben und schon ist der Controller mit dem Copter verbunden.

Flugspaß für Groß und Klein

Natürlich solltet ihr den Copter zum Abheben auf eine ebene Fläche stellen und auch genug Platz ringsum haben. Auf Gras ist es nicht sehr vorteilhaft den Copter zu starten. Mit der Schultertaste lasst ihr die Rotoren rotieren. Es gibt anschließend zwei Möglichkeiten den Copter in die Luft zu bringen. Einerseits manuell durch Gas geben mittels Joystick, keine Überraschung. Andererseits birgt der Controller auch eine Taste, um den Copter mittels einfachen Knopfdruck sofort und ganz unkompliziert auf etwa 1 Meter Höhe schweben zu lassen (eine Autolande-Funktion gibt es ebenfalls). Dies ist besonders für Einsteiger interessant. Generell hat Carrera RC hier einen Fokus darauf gelegt, besonders Einsteiger und Hobbyflieger in spe anzusprechen. Denn neben einem normalen Modus, lässt sich die Fernsteuerung auch stufenweise auf einen Beginner-Modus stellen, wodurch das Manövrieren deutlich einfacher wird.

Mario kommt wirklich hoch hinaus, wie wir hier gut sehen können.

Mittels der beiden Joysticks lässt sich der fliegende Mario nun in der Luft steuern. Ein Joystick lässt euch horizontal in alle Richtungen fliegen und der andere Joystick lässt euch die Drohne in die gewünschte Richtung drehen. Schiebt ihr den Joystick nach oben oder unten, reguliert ihr die Flughöhe. Und drückt ihr gar nichts, so steht die Drohne weitestgehend in der Luft – und stürzt glücklicherweise nicht sofort zu Boden. Ein stabiler Flug wird dank Gyro-Achsensystem ermöglicht. Es ist im Übrigen empfehlenswert die Drohne in der Wohnung zu fliegen oder aber bei windstillem Wetter könnt ihr damit auch an die frische Luft. Denn durch das leichte Gewicht der Spielzeugdrohne ist sie auch sehr anfällig gegenüber leichten Windböen. Eine richtig gute Idee seitens Carrera RC war es auch, die Propeller durch einen schwarzen Plastikrahmen, der die Drohne umgibt, zu schützen. Denn dadurch passiert den Propellern nichts, solltet ihr mit dem fliegenden Mario-Gefährt doch Mal ein Hindernis oder eine Wand berühren – der Mario fliegt einfach weiter. Zudem ist das Plastik recht flexibel und bricht nicht so leicht. Vor allem am Anfang werdet ihr euch noch mit der Steuerung vertraut machen müssen und die Drohne so einige Male gegen eine Wand preschen lassen. Nach einigen Minuten merkt ihr aber schon, dass die Steuerung immer besser von der Hand geht und ihr Mario auch wirklich kontrolliert durch die Lüfte lotsen könnt. Für diese doch recht günstige Preisklasse eines Spielzeug-Copters sind vier Propeller wirklich hervorragend. Die Flugstabilität und auch eure Manöver sind dadurch viel besser und kontrollierter, als wenn das Flugutensil nur einen oder zwei Propeller besäße. Auf Knopfdruck sind auch 3D-Loopings in alle Richtungen möglich, ein richtiger Spaß. Das Fliegen bereitet wirklich viel Freude! Nur… dann gibt es da ein großes Manko.

Nach etwa 5 Minuten im Fortgeschrittenenmodus ist der Spaß dann auch schon zu Ende. Denn so lange hält der Akku aus, bevor er wieder – eine Stunde wohlgemerkt – aufgeladen werden muss. Im Beginnermodus hält der Akku immerhin 7 Minuten, aber ebenfalls viel zu wenig Flugspaß, gerade für Kinder. Hier empfehle ich gegebenfalls noch weitere austauschbare Akkus dazuzukaufen (vier Stück kosten zum Beispiel bei Amazon 14,99 €). Die Akkus lassen sich immerhin recht schnell im Copter wechseln.

Fazit

Der Mini-Mario-Copter ist wirklich ein Spaß für zwischendurch. Carrera RC hat die kleine Drohne deutlich für Einsteiger ausgelegt, so gibt es neben Auto-Starten und Auto-Landen auch die Möglichkeit auf Knopfdruck kleine Kunststücke zu vollführen. Selbst für die Kleinen unter uns lässt sich die Drohne nach einigen Minuten Eingewöhnungszeit leicht steuern. Trotz des geringen Preises ist die Flugstabilität dank vier Rotoren und Gyro-Achsensystem wirklich super. Einziges Manko ist die sehr geringe Akkulaufzeit. Nach 5 bis 7 Minuten macht der Akku schlapp und muss wieder eine Stunde lang aufgeladen werden. Auch das Design ist sehr ansprechend gestaltet. Der kleine Mario sitzt quasi in einem flugtauglichen Rennkart, wie wir es aus Mario Kart 8 (Deluxe) kennen. Von mir gibt es eine Kaufempfehlung für Jung und Alt.