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Quo Vadis Triple A?

Spezial

Wir leben in einer Zeit, in der immer mehr Videospiele jährlich den Markt fluten und dabei so viele Zocker wie möglich an sich binden möchten – und das natürlich auch so lang, wie es geht. Die „Big Player“ stellen dabei sogenannte Triple-A-Titel her – also Projekte, die besonders viel Geld, Zeit und andere Ressourcen verwenden, um ein bahnbrechendes audiovisuelles Spektakel zu bieten. Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass viele dieser Spiele massiv in Kritik geraten, wegen verschiedener skurriler Machenschaften seitens der Publisher, die das Geld für die Titel springen lassen. Ferner scheinen diese in der letzten Zeit auch irgendwie komplett ihre Zielgruppe zu ignorieren. Welche Gedanken mir diesbezüglich derzeit im Kopf herumschwirren und was für eine Rolle Indie-Spiele bei der Erfüllung von Zocker-Bedürfnissen spielen, erfahrt ihr in diesem Spezial.

Mit Diablo Immortal hat Blizzard auf der Blizzcon 2018 sicher nicht viele neue Fans gewonnen.

Blizzard hat auf der BlizzCon 2018 mit der Ankündigung von Diablo Immortal vermutlich den Vogel abgeschossen und die Initialzündung für den kommenden Text vollführt. Man nehme eine Halle voller gespannter Core-Gamer, die endlich Neuigkeiten aus dem Diablo-Universum hören möchten und präsentiere ihnen als großes Abschlusshighlight des Events ein Smartphone-Spiel, welches, wie sich später herausstellen sollte, ausschließlich eine optische Neuinterpretation von diversen Hack-and-Slay-Titeln des chinesischen Unternehmens NetEase ist. Anschließend tut man überrascht, dass die Fans nicht jubeln und beleidigt diese sogar noch mit den Worten „Do you guys not have phones?“ – Well played Blizzard, well played … Es ist ja nicht so, dass ein simples Logo von Diablo 4 nicht gereicht hätte, um die tobenden Massen zu beruhigen (als Nintendo-Fan weiß man, dass simple Logos viel bewirken können).

Es ist erschreckend, wie wenig Blizzard von seiner Zielgruppe zu wissen scheint und noch erschreckender ist, dass das Unternehmen nicht das einzige ist, welches dieses Problem hat. Vielen großen Publishern scheinen ihre Zielgruppen komplett egal geworden zu sein – Sie versuchen auf Gedeih und Verderb möglichst viel Geld aus ihren etablierten Franchises herauszuquetschen, ohne dabei auf Benutzerfreundlichkeit oder gar Fangesuche zu achten.

Ein weiteres Beispiel liefert die schwierige Beziehung zwischen Bungie und Activision. Das Entwicklerstudio, welches für die Halo-Reihe und das Destiny-Franchise verantwortlich ist, hat am 11. Januar verkündet, dass die beiden Unternehmen fortan getrennte Wege gehen. Über den Grund wird derzeit noch diskutiert, es ist jedoch sehr wahrscheinlich, dass Activision nicht genug Potenzial für Umsatz in Destiny 2 gesehen hat und sich Bungie quergestellt hat, immer weiter große kostenpflichtige Updates für das Spiel zu veröffentlichen. Ob die von vielen passionierten Destiny-Zockern als ungerecht empfundenen Gameplay-Elemente, welche die Konsumenten vermutlich dazu drängen sollten, weiteres Geld für den Titel auszugeben, nun verschwinden werden, bleibt natürlich abzuwarten.

Activision und Bungie haben sich vor kurzem getrennt.

Auch EA sollte in dieser Auflistung nicht fehlen: Bekommt man eine mächtige Lizenz wie die des Star Wars-Franchise anvertraut, sind natürlich auch die Erwartungen des Lizenzinhabers an die erscheinenden Videospiele groß. Zwischen 2013 und der Gegenwart sind einige Star Wars-Spiele unter dem Deckmantel von EA erschienen – keines davon konnte wirklich überzeugen. Disney scheint nun leicht „enttäuscht“ vom US-amerikanischen Software-Riesen zu sein und so machen Gerüchte die Runde, dass das Unternehmen die Lizenz nicht verlängern will. Bestätigt ist noch nichts, würde aber vermutlich aufgrund des doch recht negativen Feedbacks hinsichtlich Star Wars Battlefront 2 nicht verwundern.

Kurz nach Veröffentlichung des Titels gab es einen Aufschrei in der Community, dass bestimmte Heldencharaktere nur mittels absurd hohen Preisen der Ingame-Währung oder eben Echtgeld bezahlt werden konnten. Der daraufhin abgesetzte Beitrag eines Repräsentanten von EA, der besagte, dass die Spieler mit Stolz erfüllt werden sollten, wenn sie eine solche Figur freischalten, wurde auf Reddit mit sage und schreibe 680.000 Downvotes abgestraft. Danach wurden die Preise besagter Charaktere zwar signifikant heruntergesetzt, jedoch auch die Belohnungen, die man für das Spielen des Titels bekommt. Ob man die Spieler hier motivieren wollte, sich mit Echtgeld besagte Ingame-Währung zu kaufen, kann natürlich nicht bewiesen werden, einen sehr faden Beigeschmack trägt das Ganze dann aber doch.

Die derzeitige Lage der Videospielbranche lässt natürlich weitere Beispiele, die in eine ähnliche Kerbe schlagen, erkennen – von dem halbgaren Fallout 76 und dessen miserabler Collectors Edition bis hin zu Metro: Exodus, welches ausschließlich im Store von Epic Games erscheinen wird. Da kratzt man sich als Enthusiast von Videospielen nicht selten am Kopf, wenn man sich nicht gleich davor gestoßen fühlt. Aber es gibt natürlich auch Lichtblicke und Unternehmen, die ihre Chance wittern.

Stardew Valley wird von den Kritikern schon fast einstimmig gelobt.

Viele unabhängige Entwicklerstudios wissen wesentlich genauer, was die Zielgruppe möchte. Das mag viele Gründe haben – dass dort Menschen arbeiten, die ebenso passioniert gegenüber dem Medium sind und Geld nicht im alleinigen Fokus steht, mögen zwei der größten davon sein. So sehen wir immer mehr Titel von kleinen Teams, die kostenfreie DLCs spendiert bekommen, wie zum Beispiel The Messenger. Ferner werden alte Franchises in anderer Optik wiederbelebt, um die jeweilige Fanbase mit neuem Spielefutter zu versorgen: So können wir uns bald erneut in guter alter Castlevania-Manier durch Räume voller Monster und Fallen bewegen, wenn Bloodstained: Ritual of the Night erscheint, während Konami weiterhin die Produktion von Glücksspielautomaten ausbaut. Oder wir bauen uns in Stardew Valley auf anspruchsvolle Art und Weise einen eigenen Bauernhof auf, während Natsume ihre einstmals vielschichtige Harvest Moon-Reihe mit immer kitschigeren Artworks und Charaktermodellen versieht.

Ich möchte nicht sagen, dass Indie-Studios bald die Macht übernehmen werden oder der Heilsbringer für alle Gesuche der modernen Zockerschaft sind, allerdings denke ich, dass die Branche derzeit eine wichtige Phase durchlebt, die sie prägend ändern könnte. Besonders, weil unabhängige Entwickler immer mehr genau die Nerven der Zielgruppen ansprechen, die von den großen Spieleschmieden durch zwielichtige Machenschaften oder schlicht qualitativ minderwertiger Produkte gekonnt ignoriert oder verprellt werden.

Zu guter Letzt steht die Frage im Raum: Wie seht ihr das? Denkt ihr, dass sich Unternehmen wie Bethesda, Activision und EA auf ihren Hosenboden setzen und darüber reflektieren, was derzeit einfach nicht so rund läuft? Erwischt ihr euch selber immer häufiger dabei, dass ihr lieber zu kleineren Produktionen greift und mit diesen vielleicht sogar mehr Spaß habt? Oder gibt es eurer Ansicht nach gar kein wirkliches Problem? Schreibt eure Ideen und Gefühle in den Kommentaren nieder!

Kommentare 14

  • henni4u Retrogamer aus Leidenschaft - 10.02.2019 - 12:18

    Ein sehr schöner Artikel, der eigentlich nur bestätigt, warum ich schon seit Jahren einen Bogen um EA und Konsorten mache. So sehr ich Lust hätte, mal wieder ein Star Wars Spiel zu zocken in zeitgemäßer Optik, diese Art der Ingame Käufe kommt nicht in Frage!

    Das damit gesparte Geld investiere ich dann in Importe zu Titeln, die im Westen nur als Download erscheinen. Aber das ist eine andere Geschichte.
  • otakon Ssssssssswitch - 10.02.2019 - 12:22

    Ein wirklich toller Beitrag dem ich nur zustimmen kann.

    Tripple A hat massiv Probleme... die Entwicklung dieser Spiele wird immer teurer und deshalb wird versucht die Spieler immer mehr abzuschröpfen mit allen Mitteln... dazu geht man bei AAA Spielen kaum noch Risiken ein mal was Neues auszuprobieren etc oder wenn verschlimmbessert man etwas indem man versucht die Spiele in etwas reinzupressen was die Fanbase gar nicht will...
    Natürlich sind nicht alle AAA Titel so aber es fällt schon auf das es immer mehr in die Richtung geht.

    Schon seit einer ganzen Weile fällt mir auf das immer mehr AAA Titel mega floppen und sich nur oder erst verkaufen wenn sie verramscht werden, das kann natürlich auch mit der Geiz-ist-geil-Mentalität zusammen hängen statt mit der Qualität der Spiele aber da es auch immer wieder Titel gibt die sich trotzdem noch gut verkaufen bin ich da nicht so sicher.

    Ich hoffe das sich die Unternehmen in Zukunft wieder mehr trauen oder auf die Fans achten und sie ihre Spiele weniger mit Extra-Kosten vollballern... leider gibt es noch zuviele Spieler die das mitmachen :thumbdown:

    Ich bin jedenfalls froh das es noch Firmen gibt die nicht so stark bei diesen Trends mitmachen und vernünftige Spiele entwickeln :thumbup:
  • Ande Turmbaron - 10.02.2019 - 12:25

    Die Unternehmen werden so weitermachen, solange sich die Spiele immer noch gut verkaufen. Der Spieler hat es in der Hand, sich solche Games nicht zu kaufen und bestenfalls auch gar nicht mehr vorzubestellen. Für mich gilt inzwischen: hat ein Vollpreisspiel Mikrotransaktionen, wird es nicht gekauft.
    Aber solange der jährliche FIFA-Aufguss immer noch gekauft wird und sich dämliche Youtuber dort für 1000€ Pakete kaufen, wird keine dieser Firmen ihre Strategie ändern. Ein Internet-Shitstorm bringt herzlich wenig, wenn EA in der nächsten Investorenkonferenz wieder von traumhaften Gewinnen faseln kann.

    PS: Danke für das Vorschaubild, den Film muss ich mir mal wieder reinziehen.
  • Zegoh Turmbaron - 10.02.2019 - 12:30

    Wollte dasselbe schreiben wie @Ande.
    Grundsätzlich stimme ich den Artikel zu, jedoch sind es auch gleichzeitig oft zwei Welten.
    EA wird bspw. immer gehatet, wegen "Vergangenen Spielen" macht aber trotzdem mega Umsatz.
    Ebenso freuen sich aktuell viele Gamer auf Anthem und Apex Legends ist ja sowieso gerade gehypt.

    Auch wird Diablo Immortal sicherlich nicht floppen wird, da der angestrebte Markt China ist und die feiern sowas. Gibt da immer diese "zwei Welten".

    Gibt da genug andere Beispiele.
    Oft sind es halt auch die Spieler, die viele Games und Publisher einfach schlecht reden.
    Es ist ja sowieso gerade "in" alles neue zu haten :ugly:
  • nintendofan89 Captain Toad's Kumpane - 10.02.2019 - 12:38

    Hmmm, ich mache mir Sorgen um das aktuelle Angebot der Videospiele. Diese miserable Gen hat mir fast die Lust am Zocken verdorben. Einzig Nintendo konnte mich bei Stange halten.

    Beim Rest haben mich entweder die Remakes wieder an das Gaming gebunden, also Crash, Spyro, Ratchet and Clank, Resident Evil 2 oder ziemlich oldschoolige Games wie Megaman und Mighty No. 9.
    Die AAAs konnten das nur mit mit den wirklich dicken Brocken wie Red Dead Redemption 2, Witcher 3 und Fallout 4.
    Arkham Knight und Deus Ex konnten mich aus Fantum und Interesse binden.
    Der Rest des AAA Aufgebots hat mir persönlich null zugesagt. Zu viel Onlinegedöns, zu viel Spiele wie Tomb Raider oder God of War und Co.
  • Solaris Luminary - 10.02.2019 - 13:52

    Spiele die auf Lootboxen, oder Microtransactions aufbauen werden von mir gemieden. Ansonsten bin ich froh, dass es Triple A Spiele gibt. Ein 3D Mario oder Zelda, God of War, Spider-Man, Last of Us oder Halo machen nunmal Spaß und sehen mit entsprechendem Budget auch meistens gut aus und überzeugen im Gameplay. Nur mit Indie Spielen wäre es auf Dauer auch ziemlich schnell eintönig, wobei es natürlich auch dort Perlen wie z. B. Hollow Knight oder Shantae gibt.
  • Will0Wisp Turmbaron - 10.02.2019 - 15:47

    Ich muss ganz ehrlich sein, dass ich ohne die Indies wahrscheinlich kein Zocker mehr wäre.

    Klar reizen mich auch ab und zu mal größer produzierte Spiele, aber das wird doch immer seltener. So selten, dass ich keine eigene Konsole mehr dafür kaufen würde, glaube ich. Einen sündhaft teuren PC kann und will ich mir auch nicht mehr leisten, wobei man da ja auch recht kosteneffizient was brauchbares zusammenstellen kann.
    Die Switch hat mich im Hobby gehalten, weil sie so eine Indie-Maschine ist und wenn ich noch große Publisher mag, dann eben Nintendo. Auch die machen viel, was ich nicht nachvollziehen kann und nicht unterstützen will, aber im Verhältnis zu anderen dann schon deutlich weniger.
    Trotzdem war ich so gut wie aus dem Hobby raus, bevor die Switch kam. Ich habe mich höchstens mal mit ein paar Spielen am PC über Wasser gehalten, weil ich die ganzen großen Titel auch mittlerweile einfach leid bin.

    Es ist ja nicht nur so, als würden die großen Publisher nur mit fragwürdigen Zielgruppeneinschätzungen viel Mist bauen. So richtig Bewegung, Innovation und Spannung gibt es ja bei den großen Titeln auch selten. Die beliebten Genres, Spielmechanismen und Co. werden bis zum Verrecken ausgeschlachtet, kopiert und wiedergekaut... manchmal minimal abgeändert oder mit anderen bekannten Dingen vermischt.

    Und das sieht bei den Hardware ja auch ähnlich aus. Es geht von HD zu 4K, demnächst dann zu 8K mit 30, 60, 120 Bildern pro Sekunde. Wow, ist ja beachtlich, dass sowas möglich ist und sieht toll aus, macht für mich ein mittelmäßiges Spiel, das ich so oder so ähnlich schon 32 mal vorher gespielt habe, nicht wirklich interessanter.

    Die Innovationen, die es gab/gibt sind bisher für mich persönlich alle keine bahnbrechenden. Also VR beispielsweise. Das ist schon spannend und macht auch Spaß, aber so richtig hat es für mich jetzt nichts revolutioniert. Weitere große Innovationen suche ich recht vergebens... 3D war ganz nett, aber der Hype darum ist ja auch schon wieder vorbei und richtig umgehauen hat mich da auch selten was. Der 3DS hatte gute Ansätze, das wars dann aber auch schon für mich. Augmented Reality hat (bislang?) auch nicht so richtig gefruchtet... Man könnte als Gegenbeispiel jetzt Pokemon Go anführen, aber das würde ich so nicht ganz zählen lassen, da Pokemon Go nur nebensächlich AR genutzt hat, das Spiel war auch ohne nicht wirklich anders.

    Was mich zu Smartphones und Mobile Games kommen lässt. Es ist grausig, wie das die Gamingbranche vereinnahmt und verändert. Wenn ich Spiele mit irgendwelchen Countern sehe, die runterlaufen und mir verbieten weiterzuspielen, wenn ich nicht entweder warte oder mehr Geld in das Spiel pumpe, wird mir schlecht. Man stelle sich vor, man kauft sich einen Film oder ein Buch, aber muss alle 20 Minuten 5€ überweisen, damit es weitergeht. Natürlich sehe ich das geradezu irre Potenzial, das Mobile mit sich bringt. Jeder hat halt so ein Ding und vor allem in Asien sind die halt auch super beliebt und dominieren den Gamingmarkt und China sind halt mal eben ne Milliarde potenzielle Kunden oder so... trotzdem muss man das nicht auf alle Spiele übertragen und der Gier alles unterordnen.

    Ich lasse mich nicht wie ein Waschlappen ausdrücken und mich mit suchtfördernden Spielen verarschen! Ich bin mehr als nur ein Konsument. Sowas wie Lootboxen, Pay to Win und Co. empfinde ich als eine Beleidigung meiner Intelligenz! Ich denke mir nur immer "Für wie blöd halten die mich eigentlich?", aber es scheint ja Millionen Leute zu geben, die sich ausnehmen lassen wie sonst was.

    Und dann sind da noch die ganzen Publisher, die einfach ihre ganzen geliebten IPs völlig verschandeln oder einfach in der Ecke verrotten lassen! Entweder wird daraus ein Mobile Game gemacht, es mit geringem Aufwand zu etwas der IP völlig unangemessenem gemacht oder eben einfach links liegen gelassen, weil sich nicht so einfach irgendwelche widerwärtigen P2W Elemente oder sonstiges unterbringen lassen.
    Es kotzt mich an. Immer nur schnelles Geld, kurzfristiger Erfolg über allem...

    Um mich nicht in totale Rage zu schreiben, nenne ich jetzt keine Beispiele dafür!


    So, ich hätte sicherlich noch viel mehr zu meckern, aber mein Rant ist jetzt vorbei. Meinen Respekt an alle, die das hier ganz durchgelesen haben. :D
  • E4_ Action-Platformer - 10.02.2019 - 15:48

    Ich muss euch hier in zwei Fällen ausbessern.

    1. Activision hatte weniger Kontrolle über Destiny als viele glauben. Der meiste Schwachsinn kam also durchaus von Bungie selbst.

    2. Disney ist zufrieden mit EA. Zumindest offiziell, vom Overlord Bob Iger persönlich verkündet.


    @Solaris
    Was die nur alle miteinander gemeinsam haben. :rolleyes:
  • Lillyth <3 - 10.02.2019 - 16:05

    Ich muss sagen, dass ich letztes Jahr von einigen Publishern und Entwicklern enttäuscht wurde. Da werden Spiele rausgehauen, bei denen noch die Hälfte fehlt, Fans werden mit handygames verarscht und am Ende geht es nur darum, die Gemeinschaft zu melken.
    Wie im Artikel geschrieben, scheinen einige nicht ihre Zielgruppen zu beachten, vielleicht kennen sie sie auch nicht.
    Es ist ja nichts Schlimmes die IPs auf das Smartphone zu bringen. Aber ich kann nicht erwarten, dass das ein Highlight für die Fans ist, die fast nur am PC spielen. Das ist Werbung für die Marke für eine andere Zielgruppe. Ich kann auch andere Nutzer erschließen, ohne den Fans den Stinkefinger zu zeigen.
    Nintendo kann ich da auch nicht rausnehmen. Da muss man sich nur das große Debut von Pokemon auf einer Heimkonsole angucken. Remake mit wenig Mehrwert. Soll Handyspieler anlocken und hinterlässt bei den Fans viel zu hohe Erwartungen an eine gescheite Gen 8.
    Oder was ist das mit Metro? Von heute auf morgen exklusiv im Epic Store, weil Koch Media die höheren Einnahmen geil findet. Dafür können Spieler aus Mexiko fast ihr ganzes Gehalt dafür ausgeben, da die Preise nicht angepasst sind und andere Regionen lässt Epic gar nicht ran.
    Ich bin mir sehr sicher, dass das nicht mehr so lange weitergehen wird. Die Gamer merken langsam, wer in den Kunden nur den Geldschein sieht und wer den Fans auch was geiles abliefert.
    Kracht ja nicht umsonst täglich im Hause Activision/Blizzard.
  • LaNoir I bleed Pixel - 10.02.2019 - 16:13

    @Ande "Der Spieler hat es in der Hand" hat auch in anderen Bereichen noch nie funktioniert. Ich versuche seit Jahren keine allzu großen Fußabdrücke im Treibhausskandal zu hinterlassen, aber das hält doch andere nicht davon ab dumm zu sein. ;)
    Solange man solche Sachen nicht gesetzlich zurückfährt, wird sich nichts tun, und zumindest tut sich langsam etwas, siehe Lootbox-Skandal.
    Desweiteren wird man immer Ausreden für sein eigenes Versagen finden, wie die Gespräche zu Metro mal wieder bewiesen haben: "Wir bringen das Spiel jetzt exklusiv für einen unbeliebten Shop raus, und wenn es sich nicht verkauft...tja dann ist der PC als Plattform schuld und wir produzieren nur noch für Konsole!"
  • Guybrush Mighty Pirate - 10.02.2019 - 16:30

    @nintendofan89

    Miserable Gen? Da bin ich echt Sprachlos. Ich finde seit 2013 bzw 2014 kommt ein geiler Titel nach dem anderen.
    Nur mal ein paar Titel ohne bestimmte Reihenfolge:

    Spoiler anzeigen

    -The Evil Within
    -Sunset Overdrive
    -infamous Second Son
    -Hearthstone
    -Divinity Original Sin
    -Diablo 3
    -GTA 5
    -Destiny
    -Bayonetta 2
    -Shadow of Mordor
    -Alien Isolation
    -Mario Kart 8
    -Xenoblade X
    -Dying Light
    -Splatoon
    -Until Dawn
    -Fallout 4
    -Bloodborne
    -The Witcher 3
    -The last Guardian
    -Dark Souls 2 & 3
    -FF15
    -Overwatch
    -Uncharted 4
    -Doom
    -Dishonored 2
    -Persona 5
    -Hellblade
    -Nier Automata
    -RE7
    -Horizon Zero Dawn
    -Zelda Breath of the Wild
    -God of War
    -Spiderman
    -Ni No Kuni 2
    -Dragon Quest 11
    -Monster Hunter World
    -Red Dead 2


    Und das wir wirklich nur ein PAAR AAA Titel. Hab noch keine Indie Titel dazu geschrieben. Also die letzten 4 Jahre haben sehr viel Gaming Geschichte geschrieben.
  • Murasaki 只のゲーマー - 10.02.2019 - 17:24

    @Guybrush Dem kann ich nur zustimmen. Finde diese Gen fast genau so gut wie die PS2/GC Zeit. Diese Gen gab es sehr sehr viele Perlen.
    Ich fand eher die letzte Gen ziemlich mau, vor allem aufgrund der so oft verwendeten braun/grauen Texturen im Überfluss. Aber auch diese hatte natürlich ihre Perlen.

    Wer halt fast immer den gleichen generischen Kram bringt, ist vor allem EA, Activision und teils Ubisoft.
  • Moe Skywalker Nintendo-Anhänger seit NES - 10.02.2019 - 21:24

    Sehr guter Artikel, der mir aus der Seele spricht. Ich warte seit Star Wars Rouge Squadron 3 bzw. den alten Battlefront Spielen auf richtig gute Star Wars Spiele. EA's Spiele besitze ich aber leider war da schnell die Luft raus. Dann Mikrotransaktionen so weit das Auge reicht. Und wo verdammt bleiben die ganzen Star Wars Spiele!? Mein Gott, wenn ich als Unternehmen so eine gewaltige Lizenz hätte, ich würde mir mehr trauen als nur die altbewährte Battlefront/Battlefield Formel. Man könnte so vieles daraus machen. Warum nicht noch ein Pod-Racer Nachfolger oder ein neuer RTS Ableger mit Basisbau ala Command and Conquer Tiberium Wars. Action Adventure mit Han Solo in seinen jungen Jahren, Open World Rollenspiele mit mehreren besuchbaren Planeten. So lange schon haben sie die Lizenz und es kommt einfach fast nichts. Habe jetzt schon Bauchschmerzen, wenn ich an das Rollenspiel denke, welches sich immerhin in Entwicklung befindet. Wie dieser Artikel gut beschreibt, wird dieses Spiel sicherlich nicht den Wünschen der Fans entsprechen. Es wird nur so vollgestopft sein mit sämtlichen Monetarisierungsformen, die wir uns wahrscheinlich nicht mal in unseren schlimmsten Alpträumen vorstellen können. Warum hat nicht jeder eine Chance eine Lizenz zu erwerben? Ein Indie Studio würde sich sicherlich an einen Pod-Racer wagen. Ein Big Player würde sich so etwas gar nicht mehr trauen. Zu viel Risiko, kein Mainstream. Es kommt wirklich nur noch das Selbe, immer und immer wieder bloß in andere Gewänder (CoD, Assassin's Creed usw.)
  • Cyd Turmfürst - 10.02.2019 - 21:34

    @Guybrush
    ohja, diese Gen hat einfach so extrem viele wundervolle Titel, von Indie bis AAA. Kann ich nur hoffen, dass es nächste Gen genauso weitergeht. :)