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Wie weit darf ein Videospiel gehen? Moral, Freiheit und Jugendschutz in Zeiten von Rape Day

Kommentar Spezial

Es ist nicht das erste Mal, dass kontroverse Debatten über Videospiele losgetreten wurden. Killerspiele, amoklaufende Zocker, sexuelle Inhalte – immer wieder steht besonders unser geliebtes interaktives Unterhaltungsmedium im Fadenkreuz der Kritik. Moralische Grenzen würden durch bestimmte Spiele überschritten und diese seien somit schädlich für die Gesellschaft. Gegenreden sind ebenfalls schnell formuliert. Es würden zu schnelle Schlussfolgerungen getroffen, die sich nicht belegen ließen. Es wird verwiesen auf Kunst, Freiheit und die vielen Millionen Spieler, die trotz des Konsums umstrittener Medien weder traumatisiert noch sozial unverträglich und schon gar nicht kriminell sind. Eines haben diese Debatten noch nie hervorgebracht: Ergebnisse, auf die man sich einigen konnte. Und so wird auch dieser Text mehr Fragen stellen als Antworten darauf geben zu können. Trotzdem lohnt es sich, Fragen zu stellen, zu reflektieren und Gedanken auszutauschen, um wenigstens nicht stumpf eine extreme Position zu verteidigen, sondern sich ernsthaft auf die Argumente der anderen Seite einzulassen und am Ende zumindest eine begründete Meinung zu haben – oder auch gar keine eindeutige Meinung, sondern Unsicherheit. Auf diesen Weg soll euch dieser Text auch mit eurer Hilfe (in den Kommentaren) zumindest ein Stück weit mitnehmen.

Rape Day thematisiert die Vergewaltigung von Frauen und löste deshalb große Empörung aus.

Wie war eure erste Reaktion, als ihr von Rape Day gehört habt? Falls es an euch vorbeigegangen ist, bringe ich es ganz kurz auf den Punkt: Bei Rape Day handelt es sich um ein PC-Spiel, bei dem es um die Vergewaltigung von Frauen geht. Die erste Reaktion vieler, wahrscheinlich der meisten Menschen: Entsetzen! Da kommen Gedanken wie diese auf: Erneut werden die Grenzen von Moral und Anstand verschoben, vielleicht endgültig so weit nach hinten, dass es nichts mehr dahinter gibt. Noch schlimmer kann es wohl kaum kommen. Bevor wir uns dem Thema etwas sachlicher nähern, möchte ich denjenigen unter euch, die solche spontanen Gedanken direkt als hysterischen Blödsinn abtun, ein paar kleine Fragen zum Nachdenken stellen: Woher kommen solche Reaktionen? Ist es völlig unbegründet, bei dem Thema Abscheu zu empfinden? Wie kann es sein, dass so viele Menschen direkt eine eindeutige, negative Meinung entwickeln und sich dabei so unglaublich sicher sind, dass weitere Diskussionen gar nicht notwendig zu sein scheinen, um die Ansichten zu festigen? Ich zumindest, obwohl ich lieber das Thema von verschiedenen Seiten betrachten und mich nicht vorschnell festlegen möchte, bin der Ansicht, dass man solche Bedenken ernst nehmen sollte.

Schauen wir uns das Ganze mal genauer an. Warum jetzt diese Aufregung? Eigentlich lässt sich kaum ein Aspekt erkennen, der wirklich neu ist. In der Sache reden wir von einem Vorgang, der verabscheuungswürdig ist: einer Vergewaltigung. Da sind wir uns ziemlich einig, wahrscheinlich würden dem 99,99 % aller Menschen zustimmen. Das handelt es sich um einen Vorgang, bei dem einem Opfer körperliche Gewalt angetan wird, die physische und psychische Schäden für den Rest des Lebens verursachen kann. Das wollen wir nicht, das wird bestraft, Punkt. Ebenso offensichtlich, und dennoch auch wichtig zu betonen, ist die Tatsache, dass wir nicht von dieser realen Straftat sprechen. Es geht um fiktive Ereignisse, die in einem Unterhaltungsmedium umgesetzt werden. Es gibt kein reales Opfer einer fiktiven Vergewaltigung. Schon an dieser Stelle höre ich ein erstes „aber“ im Raum stehen. Könnte es sein, dass ein Spieler durch das Spielen des Titels dazu animiert wird, die dargestellten Taten selbst nachzuahmen?

Gewalt in Spielen – Gewalt im Leben?

Hier fühlen wir uns schon wieder an die alte Killerspiel-Debatte erinnert. Diese Befürchtungen sind zu (ich nehme mal wieder diese schöne Zahl) 99,99 % unbegründet. Ein Videospiel zu spielen, was auch immer es beinhaltet, ist eine völlig andere Erfahrung als die reale Anwendung von Gewalt. Hier gibt es eben reale Opfer, dessen sind sich Spieler bewusst. Die Annahme, sie würden dies in Kauf nehmen, nur weil sie es im Spiel gesehen haben, ist geradezu absurd. Es ist ja nicht so, als würden Menschen permanent und unreflektiert das nachahmen, was sie in Spielen sehen, selbst wenn es positive Aspekte sind. Spieler der Fifa-Reihe sind nicht zwangsläufig dieselben Menschen, die sich nachmittags mit Freunden treffen, um Fußball zu spielen. Ich habe auch noch keinen Zelda-Fan getroffen, der permanent mit einer Flasche durch den Wald rennt, um dort Insekten zu sammeln, nur um sie später zum Abfüllen von Kuhmilch zu verwenden. Normale Menschen können sehr gut zwischen Spiel und Realität unterscheiden und kommen gar nicht auf die Idee, grausame Spielinhalte einfach nachzuahmen.

Die Reihe Counter-Strike steht fast schon symbolisch für den Vorwurf, dass Gewalt in Spielen zu gewalttätigen Spielern führen würde.

Normale Menschen? Tja – vielleicht habt ihr euch gefragt, warum ich oben nicht einfach von 100 % gesprochen habe. Wenn wir ehrlich sind, gibt es eben doch diese 0,01 % Spieler, für die das nicht gilt. Selbst wenn diese Zahl aus dem Finger gesaugt und tatsächlich vielleicht noch viel kleiner ist: Reicht nicht ein einziger psychisch gestörter Mensch, der tatsächlich auch grausame Inhalte nachahmt, um der Kritik eine entsprechende Berechtigung zu geben? Ich will ehrlich sein: Für mich kann ich diese Frage nicht eindeutig beantworten. Natürlich sind solche Menschen schon im Voraus geistig gestört. Da kann ein Spiel maximal ein Auslöser oder ein Ideengeber sein. Doch einfach mal angenommen, diese Person X spielt niemals das Spiel Rape Day und wird deshalb niemals selbst Frauen vergewaltigen, würde das nicht schon ein hinreichender Grund sein, das Spiel nie an die Öffentlichkeit zu bringen – selbst wenn wir damit gar nichts gegen den Entwickler, andere Spieler und deren gesunden Menschenverstand sagen?

An dieser Stelle würden viele Menschen sicher mit „ja“ antworten. Und dennoch gibt es Dinge, die dagegensprechen. Ein Aspekt ist der Jugendschutz. Wenn man dafür sorgt, dass gerade Kinder kein Zugang zum Spiel bekommen, weil sie noch leichter zu beeinflussen sind und noch nicht alle Themen richtig einordnen können, dann muss man es den Erwachsenen ja nicht auch verbieten. Eine andere Wahrheit, so bitter sie auch ist, lautet: Es gibt keine 100 %. Sicherheit geht vor, trotzdem besteht das Leben aus Risiken, die wir bereit sind, einzugehen. Wenn wir jedes Risiko mit maximaler Konsequenz ausschließen würden, könnten wir gar nichts machen. Wir könnten an keiner Form des Straßenverkehrs teilnehmen (viel zu gefährlich), wir könnten keine Medikamente nehmen (wegen der Nebenwirkungen), was aber sicher auch keine Lösung darstellt. Wir könnten nicht einmal essen und trinken. Ein Leben ohne Risiken gibt es nicht. Ist es da sinnvoll, unzähligen Menschen eine Form von Unterhaltung zu verbieten, nur weil ein Verrückter dies zum Anlass für Straftaten nimmt? Meine spontane Antwort ist „nein“.

Braucht die Welt solche Spiele?

Wobei man die Frage stellen darf, ob wir – unabhängig von einem eventuellen Nachahmungseffekt – hier von „Unterhaltung“ sprechen, die die Menschheit braucht. Nehmen wir ein anderes Beispiel: Schusswaffen. Man könnte die Zahl an Toten reduzieren, die durch Gewalt sterben (Amokläufe, Überfälle usw.), wenn man Privatpersonen konsequent den Besitz von Schusswaffen verbieten würde. Klar, die meisten Waffenbesitzer gehen verantwortungsbewusst damit um. Soll man diese vernünftigen Menschen dafür bestrafen, dass ein Einzelner seine Waffe nicht richtig sichert und sein Kind damit Schaden anrichtet – ob versehentlich oder absichtlich? Hier würden vermutlich viele Menschen das so sehen. Denn es scheint kein so wahnsinnig wichtiges Grundrecht zu sein, eine Waffe zu besitzen. Die Welt wird nicht sicherer, wenn mehr Menschen bewaffnet sind. Stellt man dieselbe Frage in den USA, werden die Reaktionen schon ganz anders ausfallen. Wie wichtig ist uns also eine Sache wie der Besitz von Waffen oder auch von Spielen mit speziellen Inhalten? Müssen wir wirklich für Vergewaltigungsspiele kämpfen?

Spiele wie der Job Simulator bedienen eher ein spezielles Publikum. Die meisten von uns wollen beim Spielen den Arbeitsalltag hinter sich lassen.

Um dies beantworten zu können, dürfen wir auch nach Sinn und Zweck des Ganzen fragen. Warum wollen wir bzw. manche Spieler sich selbst mit Inhalten konfrontieren, denen sie in der Realität niemals begegnen wollen und wahrscheinlich auch nicht werden? Eine Antwort liegt schon in der Frage: Gerade weil wir uns aus unserer Realität verabschieden wollen, tauchen wir in verschiedene Spielwelten ein. Das können magische Fantasiewelten sein, die meist auch sehr kindgerecht präsentiert werden. Aber auch die Welt des Verbrechens löst eine ziemliche Faszination in uns aus. Ein Spiel, in dem wir morgens zu Arbeit gehen, dort stumpf immer wieder dieselben Tätigkeiten unternehmen, nur um anschließend zurück im eigenen Heim zu essen, aufzuräumen und schlafen zu gehen, das reizt mich persönlich nicht. Dafür brauche ich nicht zu spielen, das kann ich in der Realität machen. Im Spiel tauche ich ein in ein anderes Leben, voller Action, Spannung und außergewöhnlicher Ereignisse. Ich werde und will niemals eine echte Schusswaffe auf Menschen richten, vielleicht werde ich niemals eine in der Hand halten. Aber ich habe keine Hemmungen, das im Spiel zu machen. Wie oben gesagt: Es gibt keine Konsequenzen, wozu sollte man sich also ein schlechtes Gewissen einreden?

Videospiele sind auch bei weitem nicht das einzige Medium, das solche Muster aufgreift. Brutale Gewalt und kriminelle Handlungen gibt es ebenso in Filmen und Büchern. In Spielen treffen die Spieler selbst Entscheidungen, weshalb sie noch etwas kritischer betrachtet werden. Wird es bedenklicher, wenn nicht der Autor bestimmt, welche Gewalttaten in einer Geschichte geschehen, sondern der Spieler selbst? Die Frage scheint berechtigt zu sein, trotzdem kann ich dem Gedanken dahinter nicht zustimmen. So oder so entscheidet sich der Konsument, sich mit gewalttätigen Inhalten zu konfrontieren. Ob ich einen virtuellen Schuss durch Knopfdruck auslöse oder ob ich ihn passiv betrachte, in beiden Fällen handelt es sich um eine künstliche Darstellung ohne reale Konsequenzen, und in beiden Fällen möchte man sich mit solchen Inhalten medial beschäftigen.

Vergewaltigung oder Mord – was ist schlimmer?

Oder müssen wir vielleicht genauer zwischen den verschiedenen kritisierten Inhalten unterscheiden? Das Thema Vergewaltigung im Spiel Rape Day wird mit großer Empörung diskutiert. Warum eigentlich? Es gibt unzählige Spiele, in denen es zu äußerst brutalen Gewaltdarstellungen kommt. Sicher haben auch diese ihre Kritiker, aber ganz so schlimm scheint dies im direkten Vergleich nicht zu sein. Stimmt das? Ist eine Vergewaltigung schlimmer als ein Mord? Es ist sicher etwas überzogen, beides direkt zu vergleichen. Aber mir kommt schon der spontane Gedanke, dass (in der Realität) kaum etwas schlimmer sein kann, als das Leben eines anderen Menschen brutal zu beenden. Der Tote hat keine Chance mehr, das schreckliche Ereignis hinter sich zu lassen und möglichst wieder ein glückliches Leben zu führen. Auch Angehörige wollen mit Sicherheit lieber das Opfer mit Liebe und Hingabe unterstützen als es zu Grabe zu tragen.

Mit der Darstellung von hemmungsloser Gewalt, die vom Spieler selbst ausgeübt wird, steht schon lange die Reihe GTA in der Kritik.

Mir fällt eigentlich nur ein Grund für die aktuelle Empörung ein: Vergewaltigungen waren in Spielen bis heute einfach noch mehr ein Tabu, während wir uns an Waffengewalt und Mord in Spielen schon lange gewöhnt haben. Wenn wir ehrlich sind, müssen wir sogar ganz extrem eine Doppelmoral entlarven: Obwohl wir (wie oben beschrieben) einen Mord eigentlich als etwas Schlimmeres ansehen, ist er gesellschaftlich und politisch in vielen Fällen akzeptiert und gilt als legitim. Die Nationalstaaten bilden Menschen zum Töten aus. Manche löschen Menschen des eigenen Volkes aus, viele ermorden Menschen aus anderen Staaten. Das Ganze wird dann sogar positiv dargestellt. Es wird Werbung für das Militär gemacht, manche Staaten verpflichten ihre Bürger sogar dazu, für sie in den Krieg zu ziehen. Das Erlangen und Bewahren von Macht durch Gewalt und Mord ist allgegenwärtig und wird als legitim betrachtet. Wen wundert es da, dass seit Beginn des Videospiel-Zeitalters geballert und getötet wird? Politiker, die dagegen wettern und am nächsten Tag Waffengeschäften zustimmen, haben eine scheinheilige Doppelmoral und wissen das vermutlich nicht einmal. Vergewaltigung hat dagegen keine „Lobby“, aber der einzige Grund scheint zu sein, dass sie nur die Bedürfnisse eines Einzelnen befriedigt und keine Einflüsse auf die Machtverhältnisse in der Welt hat – zum Glück.

Wenn es also so ist, dass sich – im Gegensatz zu Waffengewalt – niemand wirklich für Vergewaltigungen aussprechen würde, ist es dann nicht nur konsequent, sie auch aus Videospielen fernzuhalten? Es lohnt sich dafür auch, die Art der Präsentation anzusehen. Wie werden solche Szenen dargestellt? Was sollen sie bewirken? Denkbar wäre beispielsweise ein humorvoller Zugang – und nicht wenige Menschen sind der Meinung, dass Humor alles darf. Ich erinnere mich beispielsweise an ein PC-Spiel, bei dem ein schwarzes Schaf reihenweise Schäfchen „poppt“. Geschmacklos würden viele das nennen, die cartoonhafte Darstellung ist aber eher albern und humorvoll. Auch wenn man das ablehnt, ist eine derartige Präsentation sicher nicht vergleichbar mit realitätsnahen Vergewaltigungsdarstellungen, bei denen es schreiende Opfer und extrem brutale Täter gibt. Also nehmen wir an, ein Spiel reizt diese extreme Darstellung voll aus und erspart dem Spieler kein Detail. Ist es dann umso schlimmer, weil der Spieler so schonungslos konfrontiert wird? Oder muss man es vielleicht positiv sehen, weil Konsequenzen der Handlungen sichtbar sind? Es wird nicht suggeriert, dass der Vergewaltigungsakt keine Schmerzen und Leid auslöst, der Spieler nimmt ihn als negativ und eben alles andere als erstrebenswert wahr. Hilft uns die Darstellung dann nicht sogar, dafür sensibilisiert zu werden, anstatt dass man das Thema tabuisiert?

Verrohung der Gesellschaft

Leiten wir daraus also den vielleicht extremsten denkbaren Fall ab: Vergewaltigungen werden nicht nur ausgiebig und detailliert dargestellt, sondern auch positiv. Im Zentrum steht der Spieler, der selbst in die Rolle des Vergewaltigers schlüpft, und der Fokus wird auf die Lust und den Trieb des Protagonisten gelegt. Vergewaltigungen werden belohnt, Konsequenzen für die Opfer verschwiegen. Gibt es in diesem Szenario noch irgendwelche Argumente, das Spiel zu verteidigen? Da wäre etwa die künstlerische Freiheit. Egal wie die Darstellung ausfällt, es bleibt Fiktion. Eigentlich sind wir wieder bei der Frage: Welche negativen Auswirkungen soll es denn haben? Wer davon angewidert wird, muss es nicht spielen. Wer es spielen will, ist nicht automatisch ein Vergewaltiger. Das gilt nicht mehr und nicht weniger als oben besprochen. Vielleicht liegt die Kritik auch eher im kleineren, unscheinbaren Rahmen: Fördern solche Darstellungen die Verrohung der Gesellschaft?

Spiele wie MadWorld für die Wii sind nicht zimperlich, wenn es um brutale Gewaltdarstellungen geht. Das härtet die Spieler ab. Oder nennen wir es Verrohung?

Was bedeutet eigentlich Verrohung? Im Grunde ist es eine andere Perspektive auf den Vorgang der Abhärtung. Das eine wird negativ gesehen, das andere positiv, es ist aber dasselbe. Was wir sehen und was wir konsumieren, prägt unsere Erfahrungen und verändert, wie wir auf Ereignisse im wahren Leben reagieren. Das ist so. Unsere Leidensfähigkeit wird quasi trainiert. Wer nie medial mit Verletzungen wie abgetrennten Gliedmaßen konfrontiert wird, wird wahrscheinlich geschockter reagieren, wenn er das beispielsweise bei einem echten Verkehrsunfall wirklich erlebt. Einen gewissen Grad an Abhärtung brauchen wir, um im Leben zurechtzukommen. Und trotzdem wünschen wir uns, nicht gegen Alles abgehärtet zu sein. Wir sind ganz froh, nicht mit allen schrecklichen Dingen konfrontiert zu werden. Manche Menschen legen großen Wert darauf, dass wir bei extremen Ereignissen wir Mord oder Vergewaltigung eben nicht verroht, abgehärtet und mit kühlem Kopf reagieren, sondern dass wir uns emotional, schockiert und entsetzt zeigen. Das soll auch unsere Werte widerspiegeln, dass wir solche Dinge verachten und keinesfalls zur Normalität erklären wollen. Wenn wir eine Welt ohne Vergewaltigung wollen, darf sie nicht normal sein, also soll sie auch im Medienkonsum nicht normal sein.

Obwohl ich diesem Gedankengang nicht voll zustimmen kann, kann ich ihm auch nicht eindeutig widersprechen. Der Blick auf unsere heutige Gesellschaft zeigt, dass eine gewisse Verrohung nicht abzustreiten ist. Gewalt gab es immer, aber gerade brutale Straftaten mit Waffengewalt oder hemmungsloser Körperverletzung haben gefühlt stark zugenommen. Das liegt sicher nicht an einem Aspekt von Videospielen, aber allgemein hat die Konfrontation mit Gewaltdarstellungen in allen Medien eine Allgegenwärtigkeit erreicht, die es so vor 20 Jahren nicht gab. Darstellungen sind deutlich realistischer und gerade dank Internet immer verfügbar, auch für Kinder. Das hat auch unsere Einschätzung der Inhalte stark geändert. Filme, die früher nur von Erwachsenen gesehen werden durften, erhalten heute eine Freigabe ab 12 Jahren. Über Gewaltdarstellungen in Spielen, die früher scharf kritisiert wurden, können wir heute nur lachen.

Medienkompetenz stärken

Es gab also ohne Zweifel große Änderungen bezüglich Gewalt in Medien und Gesellschaft. Zusammenhänge vorschnell und prinzipiell auszuschließen, scheint mir keinesfalls sinnvoll zu sein. Andererseits ist es auch kurzsichtig, einfach Verbotsforderungen gegen einzelne Spiele herauszubrüllen. Seien wir ehrlich: Das ändert auch nichts daran. Die Gesellschaft und die Medien haben sich verändert, und selbst wenn wir es wollten, sehe ich keine Möglichkeit, in die „heile Welt“ von früher zurückzukehren. Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, die Konfrontation von Menschen mit Gewalt und anderen kritisierten Inhalten in Medien verhindern zu können. Der alternative Ansatz ist die Stärkung der Medienkompetenz. Vergessen wir Tabus, die nur dazu führen, dass Kinder und zartbesaitete Erwachsene irgendwann doch auf diese Inhalte treffen und nicht damit umgehen können. Stattdessen müssen wir darauf vorbereitet sein, was uns in der Gesellschaft erwartet. Wir müssen es einordnen können. Wer weiß und verinnerlicht hat, dass Vergewaltigungen etwas Grausames sind, fatale Folgen für die Opfer haben können und auch für die Täter psychische und juristische Konsequenzen haben, der kann auch damit umgehen, wenn ein Spiel das Thema aufgreift – egal ob humorvoll, sehr realistisch oder sogar verherrlichend.

Kommentare 83

  • Robintendo Turmknappe - 16.03.2019 - 10:51

    Videospiele sind Kunst und Kunst darf alles. Es liegt im Auge des Betrachters und eine Antwort sollte Kunst auch nicht geben, sondern Fragen aufwerfen.
  • Zgravity Real Gamer - 16.03.2019 - 10:57

    Gibt genug Brutalität und Sex in games aber schlimm. Nö. Es wird zwar teilweise noch zensiert aber schaut euch mal im Gegenzug das Fernsehprogramm an. Hier werden schon Brüste etc schon mittags gezeigt und da meckern die Leute wegen hypersexualsierung nicht mehr rum wie noch vor 10 oder 15 Jahren. Ich habe schon von diesem Spiel gehört aber viel schlimmer als Postel kann es nicht werden. Wer kennt von euch noch postel?
  • Torben22 Meister des Turms - 16.03.2019 - 11:03

    @Robintendo

    Kunst hat wie die Meinungsfreiheit dort seine Grenzen wo es Minderheiten oder Personengruppen beleidigt. Das ist dann ein Fall für den Rechtsstaat.
    In dem Fall hier geb ich dir Recht. Das Spiel ist ein Symbol für unsere eigene Hemmschwelle. Sehen wir es als Spiel an oder regen wir uns auf? Und wenn wir uns aufregen warum dann nicht über andere sexistische Darstellungen von Frauen ...
  • Jun Turmknappe - 16.03.2019 - 11:04

    ohje, das ist ekelhaft... wer entwickelt so einen schwachsinn?
  • megasega1 Zocker seit 1992 - 16.03.2019 - 11:06

    Ich denke mir bei sowas halt immer: Irgendein krankes Hirn muss sich das ja ausgedacht haben. Ähnliches geht bei diversen Splatter- und Thrillerfilmen in mir vor.

    "Vergessen wir Tabus, die nur dazu führen, dass Kinder und zartbesaitete Erwachsene irgendwann doch auf diese Inhalte treffen und nicht damit umgehen können. Stattdessen müssen wir darauf vorbereitet sein, was uns in der Gesellschaft erwartet."



    Ich bin selbst jemand, der solche Inhalte nicht sehen will, auch nicht aus vesehen. ich halte es auch nicht für nötig, solche Inhalte in ein Produkt zu packen, damit es Aufmerksamkeit bekommt und gekauft wird, was wohl Grund Nummer 1 sein dürfte, warum Sex, übertriebene Gewalt und Hollywood-reife Explosionen in Spiele, Filme und andere Medien eingebaut werden.


    Freiheit definiert sich ja nicht darüber, ob man alles darf, sondern ob man Frei in Körper und Geist ist. Wenn ich jeden Tag kranken Scheiß mitbekomme, der auf der Welt passiert, manchmal sogar einem selbst, dann will ich am Abend gern zu Hause sitzen, und durch völlig sureale, bunte Welten Hüpfen oder laufen. Ein New Super Mario Bros. U Deluxe gibt mir dann wesentlich mehr, als ein Mad World oder GTA.


    Ist ein Film / ein Spiel mit Gewalt, Sex, Drogen, etc. besser als einer / eines ohne? Sicher nicht. Vielleicht auch nicht schlechter. Es mag Menschen geben, die Gewalt in medien kalt lässt und die es als verstärkendes Element sehen. Es gibt aber sicherlich auch viele, denen das nicht so geht. Ich gehöre dazu. Von mir aus kann sehen und spielen, wer will und was derjenige will, aber dann bitte, ohne das ich es mitbekomme.


    Davon ab hat es ja auch Gründe, warum eine Gesellschaft so ist, wie sie ist, das würde hier aber jetzt zu weit führen.
  • min-Bekker Turmbaron - 16.03.2019 - 11:08

    Ist wie mit Filmen auch: kann man spielen, muss man aber nicht.

    Mein's isses überhaupt nicht, von daher ist mir der Titel sowas von egal! :)
  • LouisVernant ... - 16.03.2019 - 11:09

    Oh, dachte schon es gibt nun einen internationalen Tag der Vergewaltigung. Von dem Spiel habe ich noch nie gehört. Also das nenne ich mal ein westliches Visual Novel!
  • Guybrush Mighty Pirate - 16.03.2019 - 11:14

    Uff.

    Vor allem hier in Deutschland liest man aktuell jede zweite Woche von einer neuen Vergewaltigung.
    Ich bin ehrlich.
    Ich will kein Game das allein dazu dient um dieses Thema zu "behandeln". Wenn es eine spiele Szene ist in der sowas vorkommt wie in Heavy Rain(ich glaub es war Heavy Rain), dann okay. Es passt zu der Story, es soll Angst machen und ein schlimmes Gefühl hervorbringen.

    Aber ein komplettes Game nur über Vergewaltigung geht in meinen Augen gar nicht. Vor allem geht es da nicht darum wie kaputt und geschädigt sich die Opfer am Ende fühlen., Zumindest glaube ich das nicht, habe es nicht gespielt.

    Das erinnert mich an eine Szene aus Battlefield, ich glaube es war Battlefield. Ich bin keiner der Probleme mit Gewalt in Videospielen hat, wenn sie übertrieben, humorvoll und realitätsfern sind, wie beispielsweise bei Borderlands.
    Aber die Szene in Battlefield wo man als eingeschlichener Terrorist oder was weiß ich auf Unschuldige schießt hat mich mit schrecken zurück gelassen.
    Natürlich ist das die Realität, natürlich existiert sowas. Siehe nun das was in Neuseeland passiert ist.
    Sowas will ich aber ehrlich gesagt nicht in Videospielen sehen. Warum? Weil mir die Menschen dann noch mehr Angst machen und mich noch mehr verabscheuen. Wenn ich Kommentare höre wie: "Ist doch Scheiß egal, knallt man die halt ab" und überhaupt kein negatives Gefühl dabei fühlt, dann bin ich sprachlos.

    Genauso wird es auch bei dem Game Rape Day sein. Es wird tatsächlich Leute geben die es spielen weil es genau das ist, eine Vergewaltigung. Sowas macht mich einfach krank.

    Oft wird geschrieben Kunst darf alles. Nein, darf es nicht. Sollte es auch nicht. Ich möchte mich in Videospielen nicht 1 zu 1 der Realität dieser abgefu***** Welt stellen.
    Wenn es Mal vor kommt und der Story dient. Okay. Aber solche Games sollte es einfach nicht geben.

    Meine Meinung.
  • Solaris Staatl. gepr. ntower Kommentar - 16.03.2019 - 11:16

    Nicht nur in Spielen, auch Film wie
    Spoiler anzeigen
    A Serbian Movie
    schlagen in die gleiche Kerbe. Es scheint aber allerdings, als ob Spieleentwickler*innen alle Jahre mal die Grenzen ausloten wollen, was sie sich erlauben können und wo der Aufschrei der Konsumenten beginnt. Die Frage stellt sich bei Rape Day, ob es um extreme Satire oder wirklich um gewaltverherrlichende Kunst handelt. Ersteres ist zwar fragwürdig, aber bedingt tolerierbar mMn, letzteres würde auf eine extrem misantophische Weltanschauung sprechen. Gewalt wird zwar ebenfalls in Spielen zelebriert, allerdings eher weniger verherrlichen, da diese zumeist Over the Top dargestellt wird oder um als abschreckende Beispiel zu dienen. Vergewaltigungen sind ein Tabuthema, sollten aber deswegen auch nicht in Spielen verschwiegen werden. Es geht allerdings immer um die Prämisse, wie das Thema eingesetzt wird. Als Abschreckendes Beispiel würde ich es akzeptieren, als Verherrlichend, absolut verurteilen.
  • Cyd Turmfürst - 16.03.2019 - 11:22

    Zitat von Robintendo:

    Videospiele sind Kunst und Kunst darf alles.
    Glücklicherweise ist dem nicht so, ansonsten hätten wir eine tolle Form der Anarchie gefunden: Werde Künstler und du darfst alles.
  • Flash_Shumway Turmritter - 16.03.2019 - 11:23

    Ich persönlich halte es nicht für Kunst. Wenn eine Vergewaltigung oder sonstige (sexuelle) Gewalt dargestellt wird und zur Story des Spieles beiträgt, dann finde ich es auch ok.

    Bei diesem Spiel hingegen ist es ja das Ziel Frauen zu vergewaltigen. Wüsste nicht, was das mit Kunst zu tun hat. Dann kann man ja auch den "Kopfschuss Simulator für Minderheiten", den "Sklaven-Simulator" den "Juden-Vergasungs-Simulator" Entwickeln und es Kunst nennen.

    Ich bin mir auch ziemlich sicher, wenn ein Splatter-Film Namens "Rape-Day" oder "Rape you till Death" erscheinen würde und dieser nur um das Vergewaltigen und Töten von Frauen handeln würde, würde dieser Film ebenso in die Kritik geraten.
  • Sunny2k9 Turmknappe - 16.03.2019 - 11:24

    Ich spiele seit meinen 7 Lebensjahr videospiele, alles bekann mit dem Atari meines Bruders das liegt nun bald 30 Jahre zurück. Ich habe immer dafür gekämpft bzw gerechtfertigt das es keine Zensur geben darf, aber sowas geht gar nicht. Und die Weißbier Politiker hier in Bayern reiben sich bestimmt schon die Hände. Der nächste Vergewaltiger der das Spiel auf seinen PC hat, kann wieder eine depatte anstoßen die wir eigentlich schon hinter uns gelassen haben
  • Lazarus Turmfürst - 16.03.2019 - 11:33

    Ich bin ja auch immer für die Freiheit von Kunst. Ich frage mich aber auch welcher Wichser sowas wie Rape Day (allein der Titel schon) Entwickelt.

    "Das ist so" - Stimmt nicht. Es gibt bisher keine einzige Studie die beweisen kann dass Gewalt in Spielen Menschen weniger emphatisch macht oder wie es hier heißt "verroht" oder "abhärtet".
  • nintendofan89 Captain Toad's Kumpane - 16.03.2019 - 11:39

    Nun das Problem das ich bei solchen Diskussion immer habe ist dass "normale" Gewalt vollkommen akzeptiert wird nur bei sexueller Gewalt sich echauffiert wird. Ich würde es z.B anders finden wenn wir nur Mario und Co auf dem Markt hätten. Stattdessen können wir virtuell jeden Tag Leute töten. Und keiner braucht jetzt damit kommen dass man nicht gezielt unschuldige töten muss. In Zeiten von Freitag der 13 und dead by day Light spielt man gezielt einen Serienmörder.
    Ich bin aber immerhin schon froh dass nun auch mittlerweile sexuelle Gewalt gegen Männer einen Aufschrei bekommt und sich nicht nur bei Frauen eingesetzt wird.
    Dennoch haben wir noch einen weiten weg das Böse zu bekämpfen und das nicht nur weil es absolut gesellschaftlich verpönt ist wie z.B sexuelle Gewalt.
    Jeder sollte sich mal fragen ob es gut ist aufgeschlitzt zu werden? Ob das richtig ist. Ob das besser ist als vergewaltigt zu werden? Ob es toll ist in Todesangst gefoltert zu werden und dann getötet zu werden.
    Das soll sexuelle Gewalt jetzt überhaupt nicht bagatellisieren aber so lange wir so eine Doppelmoral an den Tag legen ändert sich nichts.
    Weil anders herum gedacht:
    Eine Gesellschaft die grausame Morde schon ohne Hemmungen entgegen steht, wie sollen dann Vergewaltigungen Beachtung finden? Selbst wenn das Augenmerk gerade mehr darauf liegt. Aber ein kranker Mensch aus so einer Gesellschaft hat dann vor einer Vergewaltigung noch weniger Hemmungen, weil die Gewalt mit Todesfolge ja teilweise noch so unter dem Teppich gekehrt wird.
  • Draces Turmheld - 16.03.2019 - 11:41

    Alles Fiktion :dk:
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 16.03.2019 - 11:44

    Übler Schund,ganz klar.
    Muss man für mich ganz klar valve am meisten kritisieren,wie bitte schön ist Steam denn gemacht? Kann ja eigentlich schon nicht sein das man die ùberhaupt darauf hinweisen musste das sie diesen vielleicht wieder entfernen von Steam.

    Und den Programmierer würde ich vielleicht Mal zu einem Psychologen schicken.dringend.
  • Raveth Turmbaron - 16.03.2019 - 11:56

    Erinnert mich an die Debatte um Hatred.
  • Cyd Turmfürst - 16.03.2019 - 11:56

    @nintendofan89

    Zumindest sollte es Videospielern die Augen öffen, warum bestimmte Videospiele in der Gesellschaft, bei Nicht-Videospielern, die nicht damit aufgewachsen sind, so sehr negativ betrachtet werden, als Killerspiele bezeichnet werden. Wenn man in nem GTA damit belohnt wird unschuldige Passanten zu massakrieren (bekommt Geld dafür), man gerne Serienmörder und Auftragskiller spielt, allgemein beim Töten von virtuellen Menschen Spaß empfindet, die Gewalt ruhig sehr hoch sein kann (Headshot, Gliedmaßen abtrennen und Co.), das Töten als Spielspaß, Morden als Glorifizierung, dann ist es verständlich, dass Außenstehende diese mehr als nur verwundert und kritisch betrachten.
  • henni4u Retrogamer aus Leidenschaft - 16.03.2019 - 12:08

    Ich halte es für angebracht, solche Inhalte auch in Spielen zu zeigen. Wenn Filme, Serien, Bücher, ja sogar Musik dazu genutzt wird, über solche Bilder zu sprechen, zu lesen und zu sehen, sollte man bei Spielen keinen halt machen. Es ist ja nicht verherrlichend, um Gottes Willen. Vielleicht muss man es nur so zeigen oder darstellen, das aufzeigt, dass es alles andere als was Gutes ist.
    Und potenzielle Täter, die es nunmal gibt, ist egal, woher das kommt, wenn die tätlich werden ist es in denen verwurzelt.

    Wir haben immer wieder leider Amok Attentäter, da wird mitunter Spielen die Schuld gegeben. Aber das steckt in den Leuten drin. Wir haben früher Larry, Goldeneye und andere fragwürdige Spiele gespielt, wir konnten aber unterscheiden zwischen Spiel und Spaß gegenüber Realität und Ernst!
  • FALcoN Hüter der Spiele-Datenbank - 16.03.2019 - 12:12

    @nintendofan89
    Stimme dir fast uneingeschränkt zu. Wenn man andere virtuelle Menschen mit Kettensägen zerteilt oder mit einem Flammenwerfer röstet, interessiert es heute Niemanden mehr. Solche Szenen wurden in den letzten Jahren auf Präsentationen wie der E3 sogar schon von den Anwesenden bejubelt. Und auch Folterszenen wie das Abtrennen eines Kopfes, der elektrische Stuhl oder ähnliche Szenen gab es schon in Videospielen.

    Das erste Mortal Kombat wurde damals in den 90ern verteufelt und war der Grund warum weltweit Alterskennzeichungen für Videospiele eingeführt wurden. Und heute wird der elfte Teil von vielen Beat'em Up- und Splatter-Fans sehnsüchtig erwartet.


    Sich dann heute im Gegenzug über diese Form von Gewalt aufzuregen, finde ich einfach nur lächerlich. Ich selbst kann nicht zählen wie viele Menschen ich in Videospielen bereits getötet habe. Manche würden wahrscheinlich von einem Genozid sprechen :whistling: .

    Daher habe ich persönlich auch nichts gegen das angesprochene Spiel. Ich habe es nicht gespielt und daher kann ich mir auch nicht wirklich ein Urteil erlauben. Außerdem spricht es mich nicht an. Aber ich würde es mir nicht erlauben den Zeigefinger zu erheben, während ich z.B. in Bulletstorm Headshots austeile und Menschen in Dornenfallen kicke.

    @Cyd
    Nur das diejenigen, die sich zu Beginn über das Spiel aufgeregt haben, Teil der Steamcommunity waren. Und ich glaube nicht, dass sich dort Nicht-Spieler aufhalten. Erst dadurch hat es sich dann auch außerhalb dieser Plattform herumgesprochen.
  • Cyd Turmfürst - 16.03.2019 - 12:18

    @FALcoN
    In meinem Beitrag ging es mir ja gerade nicht um dieses Spiel hier, sondern um all die anderen Gewaltspiele, welche von Nicht-Spielern oftmals kritisch betrachtet werden. Jetzt sollten Videospieler auch nachvollziehen können, warum Gewaltorgien in Videospielen - außerhalb von Videospielkreisen - verständlicherweise so negativ gesehen werden.
  • FALcoN Hüter der Spiele-Datenbank - 16.03.2019 - 12:26

    @Cyd
    Das ist mir klar. Das ist auch der Grund warum Rap oder Splatterfilme verpönt sind. Das wird sich auch bei manchen Spielegenres nie wirklich ändern.
    Aber du hast recht. Jetzt haben sich erstmals Videospieler gegen ein Spiel zusammengetan, bevor Medien und Co. darauf aufmerksam wurden, obwohl sie sich bestimmt zuvor über Schlagwörter wie Killerspiele immer aufgeregt haben.
  • Sensiva Turmheldin - 16.03.2019 - 12:49

    Ich sehe das zwiegespalten. Ich erinnere mich an Spiele wie "Rule of Rose", die das Thema aufgriffen, aber eben auch den grausamen Aspekt zeigten und eben eine Geschichte erzählen wollten. Man kann auch einem Betroffenen auch nicht verbieten (und sollte man auch nicht), das künstlerisch darzustellen, seien es nun Bilder, Fotografien oder auch die Programmierung eines Spieles.

    Sollte das in die andere Sparte rutschen und einfach zum "Entertainen" und "Belustigen" sein, finde ich es mehr als grenzwertig.
  • CVG-Wario Turmknappe - 16.03.2019 - 13:08

    Puuh...
    Extrem guter Kommentar zun Thema. Danke Dafür!

    Ich kenne das Spiel nicht daher kann ich nicht genau darüber reden aber ich tu mal was zum Thema.

    Spiele sind realistischer als früher und daher anders zu behandeln. Und wie du schon sagst muss man Leute darauf vorbereiten, auch Kinder. Das heißt nicht das man ein Video vor die Augen hält sonderen jemand was erklärt bzw. damit ausseinder setzt.

    Brutalität in Sache darstellung ist ne Sache...
    Ich liebe Mortal Kombat, Mad World, ja auch Manhunt hab ich gespielt. Es ist abtauchen in eine Welt die man so nicht erlebt und zudem wird Brutalität allgemein als Stilmittel eingesetzt.
    Wichtig ist der zusammenhang bzw. Vermittlung im Spiel.
    Mad World oder Mortal Kombat sind brutal, jedoch lösen da die Momente Beifall aus oder sind einfach krass. Stelle man sich jetzt Spiel vor wo ein Mann vor einem Kniet und um sein Leben bettelt und man doch denke das er Frau und Kinder hat und in nächstem Moment man sein Genick bricht. Das wär viel schlimmer als Erlebniss. GTA V mit seiner Folterszene oder !!!! SPOILER in Beyond Two Soul wo man nen Soldaten töten der sich als Vater dann raustellt SPOILER ENDE!!!! sind unangenehm und extra so gedacht.
    Wenn bei Rape Date die Opfer mega leidend, schreiend und flehend darstellt ist das schon echt ne schwere Sache.
    Und Frauen haben mit Sexismus zu kämpfen, das ist einfach so. Ich stelle mir vor ich hätte ne Tochter, die wird vergewalltigt und der Täter stellt sich als begeisteter Rape Day Spieler raus... Ja dann ist die Aussage: Ist das Spiel nicht schuld, schwer hinzunehmen.

    Jedoch ist es Kunst. Kunst darf das ja.
    Jedoch braucht es devinitiv solche Texte und Meinungen die das behandeln.
  • Zegoh Turmbaron - 16.03.2019 - 13:18

    @nintendofan89 hat es perfekt auf den Punkt gebracht. Mehr brauch man dazu nicht sagen.

    Edit: Doch eins noch. Guter Bericht @Roman Dichter
  • Sib Master of Desaster - 16.03.2019 - 13:27

    Wenn man anfängt, eine Grenze zu ziehen in der Kunst, ist man bei Zensur angelangt. Wenn man diese Art der Gewalt verbietet, müsste man wieder soweit gehen, jedes Spiel, jeden Film oder jedes Buch mit Gewalt zu hinterfragen mit "Ist das in Ordnung?", wenn es dann soweit ist, kann man überall Gewalt finden.
    Sei es ein Mario, der Gegner durch springen oder Feuerbälle tötet, Pokemon die man gegeneinander aufhetzt oder ein Batman, der Leute Arme und Beine bricht. Kann sehr schnell on Dpppelmoral rauslaufen.

    Vorallem in einer Zeit, in der man dank Internet täglich real über sowas liesst/sieht, sollte man da erst recht keinen Hell daraus machen. Wen es interessiert, soll es spielen, der Rest lässt es bleiben.
  • kakiss4 Turmbaron - 16.03.2019 - 13:28

    @nintendofan89

    Es kommt darauf an, wie es dargestellt wird.

    Bei den meisten Videospielen bleibt eine große psychische Distanz zu den Figuren die man vernichtet.
    Wenn mal ein näheres Verhältnis zu einer Figur aufgebaut wird, zu der man dann auch Empathie aufbauen kann, dann meist aus Dramaturgie.
    Es ist ein Unterschied, ob du den X-ten seelenlosen Gegner realistisch oder unrealistisch tötest oder ob vorher eine Art Menschlichkeit auf der Figur die du tötest aufgebaut wird und du sie dann umhauen musst.
    Letzteres wird oft nur benutzt, um die Zuschauer zum denken zu bewegen.

    Das ist ähnlich als ob man im Fernsehen hört, es sind 100 Menschen bei einem Flugzeugabsturz gestorben oder ob als Beispiel die eigene Schwester stirbt.

    Deshalb sind Folter und Vergewaltigung eine andere Nummer, denn dort wird dann oft auf zwischenmenschlicher Ebene ein anderes psychisches Verhältnis abverlangt.

    Wenn du in der Schule verprügelt wurdest, juckt es dich ein paar Tage.
    Wurdest du vergewaltigt, bist du psychisch ein Leben lang zerstört.
    Das gleiche bei Folter, denn es zerstört auch die Psyche.
  • Sib Master of Desaster - 16.03.2019 - 13:34

    @Guybrush
    Es zwingt dich keiner, dass du zu spielen. Leben und leben lassen.
    Andererseits müsstest du soweit gehen und fragen, ob jede andere Art der Gewaltdarstellung in Ordnung ist. Wenn du dies mit Nein beantwortest, darfst du kaum noch irgendwelche Games zocken, da viele Gewalt darstellen, auch wenn diese für uns normal ist oder dies nicht als Gewalt ansehen. Fängt ja schon bei Mario, Rayman und Co. an, in denen man Gegner verprügelt, mit Feuer beschiesst und und und, ist im Grunde genommen nichts anderes als töten, entführen und was noch alles da reinfällt.

    Andere Medien greifen diese Themen auch auf, warum also hier wieder mal die Ausnahme machen?
    Und andere als krank zu bezeichnen, ist da sehr unpassend. Immerhin ist angeblich jeder krank, der der gesellschaftlichen Norm nicht entspricht. Bei sowas sollte man mit seinen Aussagen sehr vorsichtig sein, immerhin waren Gamer vor 20 Jahren auch nicht die gesellschaftliche Norm, sonder eher Außenseiter, Kellerkinder etc.
  • Guybrush Mighty Pirate - 16.03.2019 - 13:51

    @Sib

    Wenn du meinen Kommentar sorgfältig gelesen hättest, dann hätte dir auffallen müssen dass ich ansprach das es bei manchen Games Situation gibt wo das zur Story passt. Auf die Gewalt in Videospielen bin ich auch zu sprechen gekommen.

    Es gibt aber einen Unterschied zu einer Szene in einem Videospiel oder eben zu einem kranken Game was sich komplett darum dreht Frauen zu vergewaltigen. Was soll denn sowas? Das eine hat einfach Mal hat nichts mit dem anderen gemein.
  • Hummingtide Gott der Dreistigkeit - 16.03.2019 - 14:23

    Gibt ja Filme wie Inbred, I spit on your grave und co. Da sollten Videospiele auch was dürfen.
  • E4_ Action-Platformer - 16.03.2019 - 15:00

    Als ich das erste Mal von dem Spiel gelesen hab, hab ich eher an sehr dunkle Comedy gedacht. Aber der Entwickler nimmt das tatsächlich ernst.
  • Rincewind Bergungstaucher - 16.03.2019 - 15:57

    @Robintendo

    Genauso wie bei Büchern, Filmen und anderen Medien, gibt es auch bei Videospielen Werke, die einfach nur Müll sind. Nicht alles ist Kunst. Und Kunst darf auch nicht alles.

    @Sib

    Ich sehe das wie @Guybrush . Im Kontext der Geschichte darf man vieles zeigen, wobei die Frage gerechtfertigt ist, ob man das muss. Aber ein Spiel wie Rape Day ist geistiger Abfall und auch hier ist die Frage berechtigt, wie krank man sein muss, um an so etwas Spaß zu haben. Ja ich weiß. Es ist Fiktion. Aber bei jedem halbwegs geistig gesunden Menschen, sollte schon allein die Vorstellung Abscheu erzeugen.

    Ich bin niemand der vorschnell nach Zensur ruft, habe ja selbst schon einiges gesehen, gelesen und gespielt, aber hier haben wir eine Situation wie bei
    Spoiler anzeigen
    a serbian movie
    . Das Werk ist so eine abscheuliche Perversion, dass man sich schwerlich vorstellen kann, wie jemand daran gefallen finden kann, der keinen kranken Geist hat.

    Leben und leben lassen ist eine gute Sache. Das würde ich auch sehr weit ausdehnen. Aber nichts kommt ohne Grenze aus. Irgendwo muss man eine Grenze ziehen.
  • Swordman Zensiert - 16.03.2019 - 16:29

    Ich seh das so: Wenn jemand seine "Fantasie" in diesem Spiel ausleben kann ist die Chance vielleicht geringer, dass diese Person es dann im echten Leben versucht.
  • Pit93 SSB #hypebrigade - 16.03.2019 - 17:10

    Zitat von Robintendo:

    Videospiele sind Kunst und Kunst darf alles. Es liegt im Auge des Betrachters und eine Antwort sollte Kunst auch nicht geben, sondern Fragen aufwerfen.
    This.
    Alles was nicht tatsächliche körperliche Gewalt gegen eine Person ist (was Games definitiv nicht sind) oder zur gezielten Hetzjagd aufruft ist für mich 100% legitim.
  • Lisa Zahn I bleed Pixel - 16.03.2019 - 17:26

    Es gibt einen kleinen Unterschied zwischen Gewaltdarstellung und Gewaltverherrlichung. In letztere Sparte fällt dieses Spiel. Man muss das Thema nicht totschweigen, aber man muss auch keinen Spaß daran haben.
  • John Franco Turmheld - 16.03.2019 - 17:30

    Wenn einige das Problem haben, dass Minderheiten in irgendwelchen Medien als Opfer dargestellt werden, dann sollte man vielleicht nicht nur "Minderheiten" anbieten.

    Also dann bei Rape Day nicht nur Frauen vergewaltigen?

    Für Zensur bin ich überhaupt nicht und warum sollten Minderheiten geschützt werden? Wäre das nicht erst recht Diskriminierung.


    Warum darf man bei RE 4 Spanier töten und bei RE 5 ist es Rassismus?
    Frauen bekommen Frauenparkplätze, zeigt das nicht erst recht, dass Frauen nicht parken können?


    Zensur bewirkt in meinen Augen überhaupt nichts. Jedenfalls nicht durch die Regierung oder Medien.
    Aufklärung wäre eventuell eine Lösung.
  • Guybrush Mighty Pirate - 16.03.2019 - 17:40

    @John Franco

    Sag Mal. Dir ist bewusst warum es Frauenparkplätze gibt oder? O.o
    Das liegt doch nicht daran das die nicht parken können, sondern daran dass es richtig kranke Männer gibt die ihren Trieb nicht kontrollieren können und jemanden vergewaltigen müssen. <X

    Frauenparkplätze:
    Seit den 1990er Jahren dokumentieren Studien, dass sich viele Frauen im öffentlichen Raum unsicher fühlen, da sie sexuelle Übergriffe und Gewalt fürchten. Dadurch schränkt sich ihre Bewegungsfreiheit ein: Aus Angst, bedroht oder belästigt zu werden, meiden viele Frauen bestimmte Räume insbesondere in den Abend- und Nachtstunden. Die stadtplanerische Veränderung so genannter Angsträume, wie Parks, Unterführungen, Parkplätze an Autobahnen und Flughäfen, Parkhäuser und Tiefgaragen, führte unter anderem zur Einrichtung von Frauenparkplätzen. Diese sind meist näher an Fluchtwegen und Ausgängen, heller beleuchtet oder im Aufnahmebereich von Kameras gelegen und sollen so das Sicherheitsempfinden von Frauen erhöhen und ihre Mobilität fördern. Frauenparkplätze sind in vielen Städten inzwischen Standard.
  • Zarathustra Handheld-Enthusiast - 16.03.2019 - 17:55

    @Guybrush
    Und jetzt auch tatsächlich noch was gelernt bei der Debatte,vielen Dank,so muss das sein das die Teilnahme an einer Diskussion den Horizont erweitert.
  • Varg twitch.tv/evigagaming - 16.03.2019 - 18:01

    Bei allem Respekt vor künstlerischer Freiheit ist DAS definitiv ein Überschreiten der Grenzen. Und zwar in hohem Ausmaß.

    Ich bin absolut gegen Zensur und Bevormundung von Volljährigen. Jeder erwachsene Mensch sollte das Spiel kaufen dürfen welches er möchte, ohne eine verstümmelte Version zu bekommen.

    Ein Rape Game ist allerdings dermaßen geschmacklos und ekelerregend, dass ich den Machern ehrlich gesagt sogar strafrechtliche Konsequenzen wünsche. Zumindest sollte geprüft werden was für Menschen dahinter stecken.

    Nicht in Ordnung. Die Gesellschaft ist eh schon verkommen, verroht, stumpft ab und verdummt bis aufs Maximum. Das muss man nicht noch mit solchen Games fördern.

    Da hat man grade diesen Amoklauf in Neuseeland halbwegs verkraftet, kommt so eine Meldung. Bin schockiert.
  • Swordman Zensiert - 16.03.2019 - 18:14

    Sind "Frauenparkplätze" nicht irgendwie sexistisch? Würde ja bedeuten dass Frauen in gewissen Dingen benachteiligt bzw. unterlegen wären. Aber die Medien sagen mir doch immer dass alle Menschen gleich sind, unabhängig von Herkunft oder Geschlecht.
  • Dirk Apitz Problemkind - 16.03.2019 - 18:35

    @Swordman

    Ist es auch und dennoch wurden damals wie heute Männer nicht ständig belästigt oder sexuell missbraucht. Jedenfalls nicht so viele, wie es die Statistik sagt.

    Frauen die sich durch die Gewalteinteilung und den bisherigen Übergriffen nicht sicher fühlen, würden ohne diese zum Teil ausgeschlossen werden aus der Gesellschaft und der Teilhabe. Existieren diese Parkplätze aber und diese Frauen benötigen diesen Parkplatz nicht oder finden ihn sexistisch, dann werden sie dennoch nicht daran gehindert und trauen sich weiterhin auf die Straße.

    Medien sind dazu im Übrigen selbst gern sexistisch ;)

    Sexueller Missbrauch ist einfach Menschenverachtend, und deswegen ist dieses Spiel für mich ebenfalls Menschenverachtend. So wie im Übrigen für mich auch GTA so ist, bevor wieder einer mit Doppelmoral kommt.

    Und nein, Kunst darf nicht alles.
  • MonHund Turmritter - 16.03.2019 - 18:37

    Zitat von Pit93:

    This.
    Alles was nicht tatsächliche körperliche Gewalt gegen eine Person ist (was Games definitiv nicht sind) oder zur gezielten Hetzjagd aufruft ist für mich 100% legitim.
    Digitale Gewalt ist in meinen Augen immer noch Gewalt und wenn ein Vergewaltigungsspiel in deinen Augen nicht zu einer Hetzjagd (gegen Frauen) aufruft, hast du echt Probleme... :ugly:
  • albert - 16.03.2019 - 18:47

    Ich fand Resident Evil 7 hat die Grenze wirklich überschritten... das härteste Spiel, dass ich je gespielt habe und ich habe es ohne VR gespielt! Mit VR hätte ich wohl eine bleibende psychische Störung davon getragen.
  • Njubisuru Turmbaron - 16.03.2019 - 19:19

    Verstehe ich das richtig?

    Irgendeiner hat durch GameMaker-Tutorial ein Qualitätstechnisch minderwertiges Computerspiel bzw. Novel entwickelt - durch wohl einen Fehler in der Qualitätskontrolle von Steam das Spiel in den Steam-Store durchgeschmuggelt - und nun wird volle Breitseite eine Diskussion darüber eröffnet?

    Der Fehler wurde von Steam erkannt und das Spiel vom Netz genommen. Dass es sich um eine einzelne Person handelt, bestätigt folgende Berichte bzw. dieses meine Annahme. Es ist nichts, worüber man wirklich groß zu diskutieren braucht. Es gibt Spiele, die durchaus Gewalt zeigen wie etwa eine versuchte Vergewaltung/Missbrauch oder das grundlose Töten, welche jedoch zur Story beitragen. Das fängt bereits mit den neueren Tomb Raider-Serie an. Sicherlich sind Spiele wie GTA eher in der kontroversen Ecke angesiedelt. Aber die Diskussion um GTA gab es auch vor gute 20 Jahren und hat schon einige politische Statements hervorgebracht wie etwa, dass alle solche Spiele in Deutschland verboten werden sollte - dass WoW ein Kriegsspiel mit Massenmord-Elementen ist, oder Schauspieler angeheuert wurden, um Anime-Fans in eine dümmliche Position zu bringen.

    Alles Gewaltdarstellungen die darüber hinaus geht, existiert nur im untersten Keller von Indie-Entwickler, dessen Spiele es maximal zur Lokalen Fan-Messe schafft. Nicht bei Entwickler mit Budget und nachhaltigen Image und erst Recht nicht bei bewährten Publisher. Mehr verbirgt sich dahinter nicht. Da ist die Diskussion um den nicht-mehr-löschbaren Video des Christchurch- oder der Boeing-Fall wesentlich interessanter. Dass dieser Quatsch nun im Fokus der Medien steht, ist der Frühlingsloch geduldet - aber auch, dass es nichts anderes ist als Futter. Futter gegen Videospieler. Aufgrund eines einzelnen Persones. Es würde mich nicht wundern, wenn die nächste MeToo-Welle anrollt. Besonders in Deutschland wird auf politische Seite zu schnell, zu kompliziert, zu lange und meist überflüssig sensibilisiert.

    Alles was darüber hinaus geht, gehört eigentlich zur politischen Diskussion. Was mich an dem Kommentar aber sehr wundert, ist dass nicht näher auf solche Videospielen eingegangen wird. Der tatsächliche Sinn und Zweck. Welche Spiele es bislang gab. Woher die Investition herkommt. Welche Engine wurde benutzt? Echte Fragen, die etwas mehr über diese "Schattenseite" (nennen wir es mal so) aufklärt. Die philosophische Frage, ob wir solche Spiele tatsächlich benötigen, bringt nun in diese Diskussion wirklich nicht weiter. Ich erinnere mich noch genau, als vor gut 10 Jahren das Spiel "RapeLay" auf Amazon angeboten wurde. Das Spiel ist wesentlich abstoßender gewesen als das hier erwähnte Quatsch. Erinnert tut sich heute keiner mehr daran. In ein paar Wochen ist auch diese Geschichte vorrüber. Bis der nächste "Einzeltäter", der mit Youtube-Videos Coden gelernt hat, ein Spiel veröffentlicht, welches wieder als Sprengmunition gegen die Allgemeinheit dient.
  • Pit93 SSB #hypebrigade - 16.03.2019 - 19:43

    Zitat von MonHund:

    Digitale Gewalt ist in meinen Augen immer noch Gewalt
    Tja und für mich ist tatsächliche Gewalt Gewalt und nicht ein Videospiel. Bekomme ich jetzt eine Mordanklage für jede Person, die ich in einem Videospiel getötet habe?
    Wie sieht's denn bei dir mit Gewalt in Literatur aus? Gibt genug pornographische Geschichten, die Leute zu solchen Themen schreiben. Wie sieht's mit Bildern aus, die Leute zu solchen Dingen malen? Sorry, aber im Endeffekt sehe ich bei der Überlegung nur eine Einführung des Thought crime und nix anderes.

    Zitat von MonHund:

    und wenn ein Vergewaltigungsspiel in deinen Augen nicht zu einer Hetzjagd (gegen Frauen) aufruft, hast du echt Probleme...
    Darfst du gerne so sehen. Ich sehe da keine gezielte Hetze drin (zumindest nicht vom Prinzip her, da du hier einfach nur allgemein den Begriff "Vergewaltigungsgame" benutzt und ich der Meinung bin, dass alles als Einzelfall betrachtet werden muss).
    Rape Day würde ich allerdings auch nicht in meinem eigenen Shop anbieten, wenn ich einen hätte. Ich habe aber prinzipiell nichts dagegen, wenn jemand sein Game privat vertreiben möchte.
  • LouisVernant ... - 16.03.2019 - 19:45

    @Albert
    Also für mich war Resident Evil 7 eines der besten Spiele der letzten Jahre.
    Hat ja eine 18+ Altersfreigabe, also ist es schon okay, dass in dem Spiel Gewalt gezeigt wird. Und die Gewalt in dem Spiel ist ja gegen Zombies gerichtet. Man versucht zu überleben.

    Anders ist es hier bei diesem Spiel. Hier ist der Kaufgrund, dass man sehen kann, wie Frauen vergewaltigt werden. Zwar gibt es in diesem Spiel auch Zombies, aber wie ich verstanden habe liegt nicht der Fokus darauf, diese zu töten. Der Fokus des Spieles, wie schon der Name vermuten lässt, sind anscheinend die Vergewaltigungsszenen. Ich will mir aber echt kein Urteil erlauben, da ich das Spiel nicht gespielt habe. Man kann mich gerne korrigieren.
  • YoungSuccubus will doch nur spielen... - 16.03.2019 - 20:04

    Zitat von Robintendo:

    Videospiele sind Kunst und Kunst darf alles. Es liegt im Auge des Betrachters und eine Antwort sollte Kunst auch nicht geben, sondern Fragen aufwerfen
    Tut mir leid, aber Kunst erlaubt nicht alles. Man mag Ausnahmen machen bei entsprechenden Szenen in Filmen, wenn diese die Thematik insgesamt kritisch betrachten, oder wenn die Szene Teil einer längeren Geschichte ist und zum Verständnis gewisser Dinge zumindest angedeutet werden muss. Aber Spiele sind immer noch was anderes, es gibt da schon Grenzen. Und ein Spiel, in dem der Spieler die Rolle eines Protagonisten einnimmt, der die Aufgabe hat zu Vergewaltigen, überschreitet diese Grenzen.
  • Adamantium THE LAST OF US - 16.03.2019 - 20:13

    @Albert Resident Evil 7 hat die Grenze überschritten? ?(
    Klar, es wurden zwar einmal eine Hand und eine Schädeldecke abgetrennt, aber im Vergleich zu anderen Horror-Game (z.B. Outlast) war das Spiel „harmlos“. Vor allem würden keine der Gewalttaten von Spieler selbst begangen, lediglich, wo man sich abseits von Schusswaffen gegen den Vater der Familie mit einer Säge verteidigen musste. Zudem gehört es zum Horror-Genre meistens einfach dazu, mit viel Blut und Verletzungen abzustoßen und Stress beim Spieler zu verursachen. :)

    Viel fragwürdiger wäre es, wenn der Spieler selbst für die Gewalt verantwortlich sein würde. Was das angeht, war das Spiel in einem total legitimen Bereich. Wer ein Horror-Spiel -oder einen Horror-Film sich aussucht, nimmt es freiwillig in Kauf, mit so etwas konfrontiert zu werden. Da ist GTA meiner Meinung nach viel schlimmer, da dort Gewalt und Folter und Spieler selbst ausgeführt wird und diese zum Großteils unzureichend reflektiert wird. :|
  • Rikibu Turmheld - 16.03.2019 - 20:27

    Videospiele dürfen all das, was Bücher, Filme, Comics, Musik, darstellende Bühnenkunst, Comedy, Kabarett usw. darf... sprich - ALLES

    Da niemand eine gewisse Art von Unterhaltung als Zwang konsumieren muss, lasse ich auch Moral, Anstand - und schon gar nicht religiöses Geschwurbel eines imaginären Freundes und dessen Vertreter auf Erden - nicht gelten.

    Dummerweise befindet sich inbesondere die Spieleindustrie in einer kreativen Sackgasse und serviert größtenteils stereotype klischeebehaftete Grütze, sobald das Spieleszenario ansatzweise einen realistischen Ursprung hat.

    bestes, bzw. schlechtes Story Beispiel ist der 3. Teil des Tomb Raider Reboots... das ist aus storysicht eine Klatsche... sowas hätte ich besoffen und zugedröhnt auch noch fertig geschrieben...
  • Rikibu Turmheld - 16.03.2019 - 20:29

    @Torben22

    und genau wegen diesem Minderheitenschutz muss Kunst alle Gruppen gleichermaßen beleidigen/benachreiligen, damit sich keiner besonders fühlt - dann darf Kunst nämlich wirklich alles und keiner kann sich mit seiner Einzigartigkeit auf diesem Diskriminierungswahnsinn herausreden.

    Komischerweise sind es oft andere, die sich stellvertretend für die Minderheitengruppe diskriminiert fühlen und ein Fass aufmachen, während die eigentlich betroffenen mit ihren Eigenheiten ganz entspannt umgehen...
  • Rikibu Turmheld - 16.03.2019 - 20:33

    @MonHund

    deine Ansicht gefühlte unbestätigte These oder wissenschaftlich belegbar?

    Gemessen an deinem moralischen Kompass, ist jeder Autofahrer ein potentieller Serienkiller, weil er ein kfz besitzt und vielleicht noch GTA 5 spielt...

    Nicht Videospiele töten menschen, Menschen töten Menschen, Menschen mit Waffen (oder zweckendfremdeten utensilien) töten Menschen.

    Was du hier als Szenario darstellst, ist quasi ein Planet voll mit degenerierten Menschen, die nicht zwischen Fiktion und Realität unterscheiden können...

    und das trifft ja nur auf einen sehr kleinen Teil der Weltbevölkerung zu.
  • Pit93 SSB #hypebrigade - 16.03.2019 - 20:34

    Zitat von Rikibu:

    Videospiele dürfen all das, was Bücher, Filme, Comics, Musik, darstellende Bühnenkunst, Comedy, Kabarett usw. darf... sprich - ALLES
    Genau das ist auch die Überlegung hinter der ich stehe. Sehe Videospiele da auch nicht in einer Sonderkategorie.
  • Cyd Turmfürst - 16.03.2019 - 20:45

    Zitat von Pit93:

    Genau das ist auch die Überlegung hinter der ich stehe. Sehe Videospiele da auch nicht in einer Sonderkategorie.
    Naja. In einem Buch/Film bin ich Zuschauer, ich schaue dem Mörder zu, dem Vergewaltiger, dem Verbrecher. Es ist eine passive Rolle, ich bin nicht der Mörder, ich ziehe nicht die Waffe, ich bin nicht derjenige der die Taten begeht. In einem Videospiel übernehme ich hingegen die aktive Rolle, bin selbst der Mörder, muss selbst die Waffe betätigen, entscheide in einem GTA5 welches Instrument ich zum foltern benutze, entscheide wann ich loslege, ich selbst ziele auf den anderen, ich bin derjenige der das Messer zückt und im richtigem Moment den virtuellen Menschen ermordet, getarnt in einer mit aufgesetzten Rolle, die ich freiwillig übernehme. Einen Unterschied sehe ich schon.

    Psychologisch interessant dürfte es sein, warum man an Gewalt seinen Spaß hat, ob als Zuschauer in einem Film oder als virtueller Akteur in einem Videospiel.
  • Lisa Zahn I bleed Pixel - 16.03.2019 - 20:45

    Das Problem ist nicht wirklich, was Games nicht dürfen, Bücher(Kunst) aber schon, sondern was man allgemein heutzutage als schützenswert ansieht. Solange niemand zu Schaden kommt soll jeder gerne konsumieren, was er möchte. Bei Titeln wie Feuchtgebiete frage ich mich allerdings, ob man so etwas wirklich braucht. Das wurde einem durch die Medien damals ja quasi aufgezwungen, in jeder 2. Talkshow und in jedem Bücherregal. Gekauft hab ich es nie, und bin trotzdem bis heute von dem, was ich zu hören bekam, traumatisiert...und das ist noch relativ harmlos zu anderen Sachen die in den letzten Jahren produziert wurden. Genre Ekel?

    Zu dem Thema mit den Frauenparkplätzen sag ich mal lieber nichts :ugly: unglaublich dass Leute so was bis heute nicht einmal gegoogled haben bevor sie über solche Themen hetzen, Verblendung at its finest. Veganer sind ja auch nur Hipster-SJWs die Schläge provozieren wollen
  • Dirk Apitz Problemkind - 16.03.2019 - 20:52

    Bücher oder FIlme dürfen auch nicht alles. Gibt genug Filme die in Deutschland nicht nur verboten sind, sondern auch für den Missbrauch der Kunstfreiheit kritisiert und geschmäht werden. Dieser Opferrolle, von wegen alle anderen dürfen das aber wir nicht, ist doch lächerlich.

    Wie hier schon gesagt wurde. Wenn Kunst alles darf, dann darf ich auch für die Kunst morden, hetzen oder Gelüste antreiben.
  • Pit93 SSB #hypebrigade - 16.03.2019 - 21:05

    Zitat von Cyd:

    Naja. In einem Buch/Film bin ich Zuschauer, ich schaue dem Mörder zu, dem Vergewaltiger, dem Verbrecher. Es ist eine passive Rolle, ich bin nicht der Mörder, ich ziehe nicht die Waffe, ich bin nicht derjenige der die Taten begeht. In einem Videospiel übernehme ich hingegen die aktive Rolle, bin selbst der Mörder, muss selbst die Waffe betätigen, entscheide in einem GTA5 welches Instrument ich zum foltern benutze, entscheide wann ich loslege, ich selbst ziele auf den anderen, ich bin derjenige der das Messer zückt und im richtigem Moment den virtuellen Menschen ermordet, getarnt in einer mit aufgesetzten Rolle, die ich freiwillig übernehme. Einen Unterschied sehe ich schon.
    Ist für mich kein größerer Unterschied als sonstige Differenzen zwischen Büchern und Filmen. Klar entscheidet man Dinge selbst in einem Videospiel. Man entscheidet aber auch ob man es spielt oder nicht. Genauso wie man bei einem Buch oder Film entscheidet ob man abbricht oder weiterliest/-schaut. Das ist für mich genau das Gleiche wie bei einem Videospiel.
  • LantianDragon Gamer der alten Schule! - 16.03.2019 - 21:09

    "Videospiele sind Kunst" Wenn ich den Satz schon wieder höre geht mir die Galle hoch. Ja es gibt Spiele die kann man getrost und zurecht als Kunst bezeichnen, aber seien wir mal eine Sekunde ehrlich zu uns selbst: Der Großteil der Spiele kann nicht als Kunst angesehen werden. Ist z.B. ein GTA Kunst mit seiner zügellosen Gewaltverherrlichung (ich sage nur völlig unnötige Folterszene in GTA 5)? Nein ist es nicht. Auch die Szene aus Detroit: Become Human in der ein Vater seine Tochter Misshandelt ist nichts was in einem INTERAKTIVEN Medium eine Berechtigung hat.
    Und hier wären wir auch schon beim ganz großen Knackpunkt den die meisten Spieler leider nicht wahrhaben wollen oder können: Videospiele können NICHT mit Büchern oder Filmen verglichen werden da sie im Gegensatz zu selbigen eine Handlung des Konsumenten, also des Spielers voraussetzen. Ein Film zeigt mir etwas über dass ich mir Gedanken machen kann und soll, aber ich führe die Handlungen der einzelnen Charaktere nicht selber aus. Ein Buch will meine Fantasie anregen und mich dadurch zum Nachdenken bringen. Auch hier führe ich nicht aktiv eine Handlung durch. Beides sind also PASSIVE Medien.
    Videospiele sind aber ein AKTIVES und INTERAKTIVES Medium und erfordern MEIN Handeln. ICH drücke den Knopf um in GTA zu foltern und zu morden, dass entspricht einem ganz anderen Level.

    Und um mal die Sache mit dem Einfluss von Medien auf die Menschliche Psyche zu sprechen zu kommen: JEDES medium beeinflusst und unter Umständen prägt bzw. verändert einen Menschen. Gerade junge Menschen sind leichter zu beeinflussen. Und jeder Mensch kann nur so und so viel vertragen, oder anders ausgedrückt: Stellt euch die Menschliche Psyche wie ein leeres Fass vor. Dieses füllt sich nun im laufe des Lebens nach und nach, und je nachdem was dem Menschen wieder fährt oder was dieser sieht beeinflusst es dessen Persönlichkeit. Gibt es jetzt schon eine grundsätzliche Neigung hin zu gewissen Taten kann schon der kleinste weitere negative Einfluss das Fass zum Überlaufen bringen.
    Ein Beispiel:
    Wird ein junger Mensch häufig gemobbt und entwickelt so nach und nach Hass gegenüber einen seinen Mitmenschen, kann ein Videospiel unter Umständen der letzte Tropfen sein und das Fass zum überlaufen bringen. Das Spiel wäre somit der Auslöser für was auch immer dann passiert.

    Was ich sagen will ist folgendes: Es gibt keinen generellen Unschuldsbrief für Spiele oder andere Medien und das MÜSSEN auch die Konsumenten entsprechender Medien einsehen und verstehen.
    Generelle Verbote von bestimmten Spielen machen wenig Sinn ja, aber für eine Sensibilisierung der Industrie können gezielte Verbote und ja auch Zensur durchaus von Vorteil sein.

    Kunst darf NICHT alles und schon gar nicht moralische Grundwerte zu Gunsten der Unterhaltung leichtfertig zur Seite schieben. Es kommt am Ende immer auf den Kontext an ob etwas in Ordnung ist oder eben nicht.
  • Juan Naym Truth · Love - 16.03.2019 - 21:12

    Vorweg: Ich finde das @Roman Dichter bei weitem die aller besten Kommentare auf dieser Seite erstellt, viele seiner Schriften (wie diese hier) sind printwürdig, vor allem weil thematisiert wird das sonst eben nichts direkt mit ntower zu tun hat, aber wirklich sehr viel Denkmaterial bietet. Daumen hoch dafür :thumbup:

    @Robintendo Nein, es gibt sehr wohl Ausnahmen, auch wenn es in manchen nicht mehr wirklich als "Kunst" definierbar ist

    In meinen Augen ist sowas wie Rape Day nämlich Propaganda, keine Kunst

    Für mich Rape Day ehrlich gesagt Propaganda. Es wird gemacht mit dem Gedanken das sich Leute angewidert fühlen, sie das natürlich äußern und daraufhin hunderttausende Epic Gamerz mit ihrem Gamergate ankommen und meinen das es Kunst wäre, womit sie nur noch stärker an diesem SJW Boogeyman Scheißdreck glauben und sich noch stärker in der Opferrolle gedrückt fühlen.

    Es gibt auf Porno Seiten millionen von Videos die Vergewaltigungen simulieren (es gibt sogar riesige Networks die sich darauf spezialisieren) und es gibt mehr als genug andere Spiele in denen man nichts macht außer Frauen zu vergewaltigen. Rape Day ist nur auf so einer Art und Weise präsentiert worden das es eben Menschen auffällt die sowas einfach eklig finden und aus guten Gründen Sorgen ausdrücken. Diese sind da weil es im Fall von sexueller Gewalt einfach was anderes ist wenn das so darstellt. Die Leute die sich sowas runterladen, anschauen, spielen, oder sonst irgendwie ernsthaft im Kontakt damit kommen haben wahrscheinlich davon gehört durch eben so einer Kontroverse und sind oft Teil dieses typischen 4chan Stereotypen: bei der Mutter im Keller leben, kein Job, keine Schule, keinerlei emotionalen Bindungen zu Menschen, unattraktiv, ungepflegt und oft von geistigen Krankheiten geplagt

    Durch die Medienblase in der sie sich bewegen und durch ihre sexuelle Frustration sind sie schon auf der Schiene von wegen "Frauen sind grausam, unmenschlich und furchtbar", so ein Spiel gibt ihnen Bestätigung. Sie sehen Leute die es verteidigen und der Inhalt ist eindeutig. Das Spiel an sich alleine ist ungefährlich, aber dadurch an wem es gut kann es gewisse Triebe nur verstärken. Deswegen werde ich sowas nie im Schutz nehmen
  • Juan Naym Truth · Love - 16.03.2019 - 21:17

    Zitat von Varg:

    Ein Rape Game ist allerdings dermaßen geschmacklos und ekelerregend, dass ich den Machern ehrlich gesagt sogar strafrechtliche Konsequenzen wünsche. Zumindest sollte geprüft werden was für Menschen dahinter stecken.
    Für mich ist dieser Weg ehrlich gesagt sehr gefährlich

    So wirklich aus dem Weg räumen kann man etwas im Internet immerhin nicht, und wenn ich so vorgehe würde ich die Leute die das genießen und sich jetzt schon in der Opferrolle sehen noch weiter pushen, noch wütender und noch frustrierter machen

    Ich finde, der vernünftigste Weg ist Aufklärung. Zu erklären was an dieser Gewaltverherrlichung schlecht ist, zu zeigen warum es ins reale Leben hineinbluten kann und direkt auf die Menschen zugehen und zum denken anregen. Nicht beschämen, nicht noch weiter pushen, einfach versuchen eine Dialog zu suchen und direkt zu sein, auch wenn man sich noch so angewidert fühlt, man kann nicht mit offenen Ekel jemanden überzeugen
  • YoungSuccubus will doch nur spielen... - 16.03.2019 - 21:18

    Zitat von Rikibu:

    Videospiele dürfen all das, was Bücher, Filme, Comics, Musik, darstellende Bühnenkunst, Comedy, Kabarett usw. darf... sprich - ALLES
    Wären die Frauen in dem Spiel keine Frauen, sondernd 8jährige Mädchen, wäre das dann auch noch ok für dich? Ich meine ist ja, ein Spiel, also deiner Meinung nach Kunst, und deiner Meinung nach müsste das ja ok sein.

    Man sollte evtl auch mal klar stellen, das auch Filme, Bühnenkunst etc etc nicht alles darf. Ein Theaterstück, indem einfach nur Pausenlos eine Frau nach der anderen Vergewaltigt wird, ohne sonstigem Hintergrund, würde in Deutschland ganz sicher nicht aufgeführt werden.
  • Zegoh Turmbaron - 16.03.2019 - 21:22

    Zitat von LouisVernant:

    Also für mich war Resident Evil 7 eines der besten Spiele der letzten Jahre.
    Hat ja eine 18+ Altersfreigabe, also ist es schon okay, dass in dem Spiel Gewalt gezeigt wird. Und die Gewalt in dem Spiel ist ja gegen Zombies gerichtet. Man versucht zu überleben.
    Ich glaube du hast @Albert nicht verstanden. Ich denke er wollte damit ausdrücken, das sowas subjektiv ist und es jeder anders sieht. Und es durchaus schon Spiele gibt, die so viel "Gewalt" und "Ekel" besitzen, die für viele andere als "normal" gelten - was man bei deiner Antwort gut gesehen hat.

    @YoungSuccubus ich würde das auch nicht gut heißen (ddein genanntes Beispiel) und finde auch so andere Spiele fragwürdig. Trotzdem bleibt es immer irgendwie Doppelmoral. "Unbekannte Leute" abschießen wird ja hier quasi auch verharmlost.

    Insgesamt bleibt sowas immer alles fragwürdig, egal ob Waffengewalt, Gewalt gegen Menschen, Tiere, Vergewaltigung etc. oder sonstiges. Ich fand sowas in so manchen Filmen auch unangebracht und sehr fragwürdig. Ebenso ist es halt mit Spielen.

    Irgendwann ist es halt zu viel. Das gilt aber für so ziemliche alle Bereiche und alle Medien.
  • Pit93 SSB #hypebrigade - 16.03.2019 - 21:44

    Zitat von LantianDragon:

    Ja es gibt Spiele die kann man getrost und zurecht als Kunst bezeichnen, aber seien wir mal eine Sekunde ehrlich zu uns selbst: Der Großteil der Spiele kann nicht als Kunst angesehen werden. Ist z.B. ein GTA Kunst mit seiner zügellosen Gewaltverherrlichung (ich sage nur völlig unnötige Folterszene in GTA 5)? Nein ist es nicht.
    Wenn ich ehrlich mit mir bin, dann ja, dann ist GTA Kunst, auch wenn dir das nicht gefällt. Ich bin nicht einmal ein Riesenfan von GTA und habe seit San Andreas keinen Ableger der Reihe mehr wirklich gespielt. Trotzdem fange ich nicht bei einem subjektiven Thema wie Kunst an mir einzubilden anderen können vorzuschreiben was Kunst ist und was nicht. Kunst liegt im Auge des Betrachters.

    Zitat von LantianDragon:

    Auch die Szene aus Detroit: Become Human in der ein Vater seine Tochter Misshandelt ist nichts was in einem INTERAKTIVEN Medium eine Berechtigung hat.
    Sehe ich anders. :dk:

    Zitat von LantianDragon:

    Und hier wären wir auch schon beim ganz großen Knackpunkt den die meisten Spieler leider nicht wahrhaben wollen oder können: Videospiele können NICHT mit Büchern oder Filmen verglichen werden da sie im Gegensatz zu selbigen eine Handlung des Konsumenten, also des Spielers voraussetzen. Ein Film zeigt mir etwas über dass ich mir Gedanken machen kann und soll, aber ich führe die Handlungen der einzelnen Charaktere nicht selber aus. Ein Buch will meine Fantasie anregen und mich dadurch zum Nachdenken bringen. Auch hier führe ich nicht aktiv eine Handlung durch. Beides sind also PASSIVE Medien.
    Das ist der Knackpunkt, den an den Haaren herbeigezogen finde.
    Ich finde nämlich, dass Bücher und Filme absolut nicht passive Medien sind. Ich lese z.B. manche Seiten in Büchern 3-4 Mal hintereinander nur um sie aus den Perspektiven und der Gefühlswelt von verschiedenen Charakteren zu erleben. Ich versetze mich komplett in die Situation und das was ich in so manchen Büchern erlebe (und "mache") ist um einiges intensiver und aktiver als das was ich in so manchem Videospiel erlebt habe.

    Zitat von LantianDragon:

    Videospiele sind aber ein AKTIVES und INTERAKTIVES Medium und erfordern MEIN Handeln. ICH drücke den Knopf um in GTA zu foltern und zu morden, dass entspricht einem ganz anderen Level.
    Korrekt, DU machst das. Aber auch nur wenn DU es willst. Wenn dir das nicht geheuer ist, dann kannst du das Spiel immer noch ausmachen und da ist auch kein Problem dabei. Genauso wie man einen Film ausschalten und ein Buch weglegen kann, wenn man mit dem Inhalt entweder nicht zufrieden ist oder mental nicht damit klarkommt. Ist ja auch nicht schlimm, aber anderen vorzuschreiben, was sie machen sollen dürfen bei einer Tätigkeit, die nur sie selbst was angeht, ist mir definitiv ein Schritt zu weit.

    Zitat von LantianDragon:

    Und um mal die Sache mit dem Einfluss von Medien auf die Menschliche Psyche zu sprechen zu kommen: JEDES medium beeinflusst und unter Umständen prägt bzw. verändert einen Menschen. Gerade junge Menschen sind leichter zu beeinflussen. Und jeder Mensch kann nur so und so viel vertragen, oder anders ausgedrückt: Stellt euch die Menschliche Psyche wie ein leeres Fass vor. Dieses füllt sich nun im laufe des Lebens nach und nach, und je nachdem was dem Menschen wieder fährt oder was dieser sieht beeinflusst es dessen Persönlichkeit. Gibt es jetzt schon eine grundsätzliche Neigung hin zu gewissen Taten kann schon der kleinste weitere negative Einfluss das Fass zum Überlaufen bringen.
    Ein Beispiel:
    Wird ein junger Mensch häufig gemobbt und entwickelt so nach und nach Hass gegenüber einen seinen Mitmenschen, kann ein Videospiel unter Umständen der letzte Tropfen sein und das Fass zum überlaufen bringen. Das Spiel wäre somit der Auslöser für was auch immer dann passiert.
    Dann sehe ich immer noch kein Problem bei den entsprechenden Medien. Soll gefälligst endlich mal darauf geachtet werden, dass verschiedenes Material eben nicht in zu junge Hände gerät und soll halt endlich mal konsequent etwas gegen Mobbing gemacht werden (auch die Entstigmatisierung von Depression wäre mal wünschenswert). Klar ist es schwieriger solche Probleme an der Wurzel anzugehen, ist aber in meinen Augen die einzig richtige Art und Weise dem Problem zu begegnen und nicht diese Pophylaxe, die sonst betrieben wird.

    Zitat von Juan Naym:

    Die Leute die sich sowas runterladen, anschauen, spielen, oder sonst irgendwie ernsthaft im Kontakt damit kommen haben wahrscheinlich davon gehört durch eben so einer Kontroverse und sind oft Teil dieses typischen 4chan Stereotypen: bei der Mutter im Keller leben, kein Job, keine Schule, keinerlei emotionalen Bindungen zu Menschen, unattraktiv, ungepflegt und oft von geistigen Krankheiten geplagt
    Stereotypen, nix anderes. Bin zwar selbst nicht an dieser Szene interessiert, aber kriege genug davon mit (zumindest da wo ich unterwegs bin) um zu wissen, dass es genug Künstler gibt, die solches Material zeichnen und oft in, so weit erkenntlich, gesunden Beziehungen sind, Job haben und viele davon sind sogar Künstlerinnen. Soll nicht heißen, dass es mit Sicherheit keine Personen gibt, die solchen Stereotypen entsprechen, aber über einen Kamm scheren finde ich halt nicht korrekt.

    Zitat von YoungSuccubus:

    Wären die Frauen in dem Spiel keine Frauen, sondernd 8jährige Mädchen, wäre das dann auch noch ok für dich?
    Ja, wäre es. Würde es nicht spielen wollen, aber selbst wenn es jemand spielen wollen würde, wär's mir noch relativ egal. Ich habe ein Problem mit tatsächlichen Übergriffen und sexueller Gewalt. Was jemand in einem Videospiel macht könnte mir nicht egaler sein.
  • Cyd Turmfürst - 16.03.2019 - 22:02

    Zitat von Pit93:

    Ist für mich kein größerer Unterschied als sonstige Differenzen zwischen Büchern und Filmen. Klar entscheidet man Dinge selbst in einem Videospiel. Man entscheidet aber auch ob man es spielt oder nicht. Genauso wie man bei einem Buch oder Film entscheidet ob man abbricht oder weiterliest/-schaut. Das ist für mich genau das Gleiche wie bei einem Videospiel.
    Ob ich ein Medium konsumieren oder nicht, das bleibt in allen Fällen gleich, kann ich selbst entscheiden, da ist klar. Aber es geht ja darum, wenn man das Medium konsumiert und da nimmt man entweder eine passive Rolle (Film, Bücher) oder eben eine aktive, selbst handelnde Rolle (Videospiele) ein.
  • Pit93 SSB #hypebrigade - 16.03.2019 - 22:11

    Zitat von Cyd:

    Ob ich ein Medium konsumieren oder nicht, das bleibt in allen Fällen gleich, kann ich selbst entscheiden, da ist klar. Aber es geht ja darum, wenn man das Medium konsumiert und da nimmt man entweder eine passive Rolle (Film, Bücher) oder eben eine aktive, selbst handelnde Rolle (Videospiele) ein.
    Zum "aktiv" und "passiv" habe ich gerade schon was geschrieben, ich kopiere das mal rüber:
    Ich finde nämlich, dass Bücher und Filme absolut nicht passive Medien
    sind. Ich lese z.B. manche Seiten in Büchern 3-4 Mal hintereinander nur
    um sie aus den Perspektiven und der Gefühlswelt von verschiedenen
    Charakteren zu erleben. Ich versetze mich komplett in die Situation und
    das was ich in so manchen Büchern erlebe (und "mache") ist um einiges
    intensiver und aktiver als das was ich in so manchem Videospiel erlebt
    habe.

    Aber selbst wenn ich das "passiv" und "aktiv" außer Acht lasse, dann sehe ich zumindest keine größere Bedeutung darin etwas "aktiv" zu machen oder es "nur" zu erleben. Ich halte es sogar für scheinheilig, wenn man einen großen Unterschied darin sieht ob man Gefallen daran findet sich einen brutalen Film anzusehen oder Gefallen daran findet ein brutales Spiel zu spielen. Mir machen z.B. die John Wick-Filme, unter anderem, wegen der Brutalität so viel Spaß (nicht NUR, aber es ist ein wesentlicher Bestandteil). Genauso sieht es z.B. mit God of War 3 aus. Die Gewalt in dem Spiel macht mir einfach massiv Spaß.

    Dass das nicht jedem gefallen muss ist natürlich normal. Aber da sind wir halt wieder bei dem Punkt, den ich am entscheidendsten finde, nämlich ob man es spielt/liest/schaut oder nicht. Zu jedem Zeitpunkt kann man einfach aufhören. Kein Spiel zwingt einen gespielt zu werden.
  • YoungSuccubus will doch nur spielen... - 16.03.2019 - 23:05

    Zitat von Zegoh:

    Insgesamt bleibt sowas immer alles fragwürdig, egal ob Waffengewalt, Gewalt gegen Menschen, Tiere, Vergewaltigung etc. oder sonstiges. Ich fand sowas in so manchen Filmen auch unangebracht und sehr fragwürdig. Ebenso ist es halt mit Spielen.

    Irgendwann ist es halt zu viel. Das gilt aber für so ziemliche alle Bereiche und alle Medien.
    Das ist genau der Punkt. Es gibt Grenzen, auch für Kunst (Wobei Computerspiele für mich auch keine Kunst sind, zumindest nicht generell.), das ist etwas das man erst einmal akzeptieren muss. Die Frage, die sich jede Gesellschaft stellen muss, ist dann halt die, wo man die Grenzen zieht. Hier wurde eine gezogen. In meinen Augen zu Recht.

    Zitat von Pit93:

    Ja, wäre es. Würde es nicht spielen wollen, aber selbst wenn es jemand spielen wollen würde, wär's mir noch relativ egal. Ich habe ein Problem mit tatsächlichen Übergriffen und sexueller Gewalt. Was jemand in einem Videospiel macht könnte mir nicht egaler sein.
    Demnach ist gezeichnete KiPo für dich auch ok, weil es wurde ja gezeichnet und ist somit Kunst.

    Tut mir leid, aber das sehe ich anders. Nur weil etwas "nur" in einem Videospiel, einem Buch oder Comic vorkommt, muss es nicht automatisch erlaubt sein. Wie wäre es mit einem Spiel, indem ich eine Bombe bauen und damit Schulen in die Luft jagen muss? Und zwar mit realistischen Mitteln aus dem Baumarkt, also so, das es in Echt auch funktioniert? Einem Spiel, indem es dann auch um nichts anderes geht als das? Ist das dann auch ok? Weil ist ja virtuell, und das macht ganz sicher keiner nach. Ist ja ein Spiel, schnallt ja jeder Und man kann ja aufhören, wenn einem die Bombe zu gefährlich erscheint...
  • MonHund Turmritter - 16.03.2019 - 23:09

    @YoungSuccubus

    Jup, generell sind Spiele nämlich KEINE Kunst. Genauso wie nicht jeder Film oder jedes Foto als Kunst gewertet werden kann... :)
  • Ngamer Son of a Patriot - 16.03.2019 - 23:31

    @MonHund

    Warum sind Spiele keine Kunst, aber einige Filme schon? In Spielen stekt viel mehr Arbeit als in Film oder Musik. Gerade Okami ist Kunst pur...
  • albert - 16.03.2019 - 23:37

    @LouisVernant @Adamantium @Zegoh
    Ich fand das 1/3 von RE7 extrem Psycho und das war der springende Punkt, denn ich damit ausdrücken wollte.
  • YoungSuccubus will doch nur spielen... - 17.03.2019 - 00:40

    Zitat von Ngamer:

    Warum sind Spiele keine Kunst, aber einige Filme schon? In Spielen stekt viel mehr Arbeit als in Film oder Musik. Gerade Okami ist Kunst pur...
    Wird Kunst durch die Menge der Arbeit definiert? Ist ein Flugzeug dann auch Kunst, da steckt auch eine Menge Arbeit drin? Ein Spiel zu entwickeln hat übrigens mehr mit dem Bau eine Flugzeugs zu tun, als mit dem Malen eines Bildes. Softwareentwicklung ist ein Ingenieurberuf. Das sagt alles.

    Es gibt Spiele, die sind Aufgrund ihrer kreativen Idee, der komponierten Musik und der Grafik Kunst, einfach weil alle Teilaspekte des Spiels mit einer gewissen künstlerischen Freiheit der beteiligten Grafiker und Musiker gestaltet wurden. Aber das gilt heutzutage wirklich nur noch für wenige Spiele, die Mehrheit unterliegt in ihrer Erstellung einem ingenieurmäßigem und Kostenorientiertem Vorgehen. Das ist dann keine Kunst mehr.
  • Ngamer Son of a Patriot - 17.03.2019 - 00:52

    @YoungSuccubus

    Ja wieso nicht? Die Entwicklung ist wirklich faszinierend. Genau wie die Entstehung eines Bildes faszinierend sein kann. Außerdem hab ich nicht gesagt: Viel Arbeit = Kunst, habe nur erwähnt, das in Spielen mehr Arbeit steckt. Das hab ich nur erwähnt, weil ich es schade finde, dass die Arbeit oft nicht wertgeschätzt wird, obwohl oft soviel Mühe und Herzblut reingesteckt wird.

    Ich verstehe nicht, warum man Musiker oder Leute die Bilder zeichnen als Künstler bezeichnen kann, aber Spieleentwickler nicht, obwohl die genau das gleiche tun? Musik komponieren, Artworks erstellen etc (steht sogar schon im Wort drin Artwork). Es gibt kein Grund Spiele nicht als Kunst zu bezeichnen. Ich sag ja nicht, das coden Kunst ist. Das Gesamtwerk was daraus entsteht ist es definitiv... Bei der Spieleentwicklung sind schließlich nicht nur programmierer involviert.


    Zitat von YoungSuccubus:

    Es gibt Spiele, die sind Aufgrund ihrer kreativen Idee, der komponierten Musik und der Grafik Kunst, einfach weil alle Teilaspekte des Spiels mit einer gewissen künstlerischen Freiheit der beteiligten Grafiker und Musiker gestaltet wurden

    Genau das meinte ich ja. Fand nur die Aussage von @MonHund falsch, da er meinte, dass Spiele generell keine Kunst sind, aber einige Bilder und Filme schon. Warum sollte das Spiel Okami keine Kunst sein , aber ein Bild von Van Gogh hingegen schon? Wer definiert überhaupt was Kunst ist und was nicht? Was am besten aussieht oder wie?
  • blubbafassel Falling Angel - 17.03.2019 - 01:00

    afaik ist das meistgelesene Buch der Welt voller Mord und Todschlag, Vergewaltigungen und Gewalt überlster Sorte. Müssten dann nicht theoretisch fast alle Psychopaten sein?


    PS: Der Mörder von John Lennon wurde durch "Fänger im Roggen" inspiriert.
  • Juan Naym Truth · Love - 17.03.2019 - 01:03

    Zitat von Pit93:

    Stereotypen, nix anderes. Bin zwar selbst nicht an dieser Szene interessiert, aber kriege genug davon mit (zumindest da wo ich unterwegs bin) um zu wissen, dass es genug Künstler gibt, die solches Material zeichnen und oft in, so weit erkenntlich, gesunden Beziehungen sind, Job haben und viele davon sind sogar Künstlerinnen. Soll nicht heißen, dass es mit Sicherheit keine Personen gibt, die solchen Stereotypen entsprechen, aber über einen Kamm scheren finde ich halt nicht korrekt.
    Der Fall ist aber was anderes...

    Das Spiel wurde auf einer gewissen Art vermarktet das es direkt solche Menschen erreicht und da es die Opferrolle weiter puscht und auf einer Art direkt mit den Menschen redet, durch die Vermarktung und die provozierte Kontroverse, hat es andere Wirkung. Es ist wie ein Propaganda Video vom IS, es puscht Leute in einer gewissen politischen Richtung und gleichzeitig verherrlicht es Gewalt in denen die es anspricht
  • YoungSuccubus will doch nur spielen... - 17.03.2019 - 01:46

    Zitat von Ngamer:

    Genau das meinte ich ja. Fand nur die Aussage von @MonHund falsch, da er meinte, dass Spiele generell keine Kunst sind, aber einige Bilder und Filme schon. Warum sollte das Spiel Okami keine Kunst sein , aber ein Bild von Van Gogh hingegen schon? Wer definiert überhaupt was Kunst ist und was nicht? Was am besten aussieht oder wie?
    Da er sich auf meine Aussage bezog, gehe ich davon aus, das er meinte, Spiele sind nicht generell Kunst (also nichts zwangsweise). Und das sehe ich eben genauso so. Etwas wird nicht zu Kunst, nur weil es sich eines Mediums bedient, das auch für Kunst genutzt wird. Er hat es ja auch geschrieben, das nicht jeder(!) Film und jedes Foto auch immer Kunst ist, worin ich auch zustimme.

    Ein Medium macht keine Kunst. Kunst bedient sich eines Mediums.

    Und bei Spielen bin ich heutzutage der Meinung, das nur noch eine Minderheit als Kunst durch geht. Shooter, bei denen es mehr darum geht Dinge wie Physik etc immer realistischer zu gestalten sind keine Kunst mehr. Spiele wie Fifa würde ich auch nicht mehr als Kunst bezeichnen. Im Grunde sind alle Simulationen, die versuchen möglichst realistisch zu sein, keine Kunst mehr. Übertrieben könnte man sogar sagen, das Shooter wie Battlefield dabei auch eine Simulation sind, eine Kriegs-Simulation. Und das "Spiel" von dem wir hier reden, ist im Grunde eine Vergewaltigungs-Simulation, da pausenloses Vergewaltigen der einzige Spielinhalt sind, und damit ist es auch keine Kunst mehr.

    Zitat von blubbafassel:

    das meistgelesene Buch der Welt
    Ist es das denn noch? Es mag das Buch sein, das die meisten im Regal haben, aber gelesen? Auch ansonsten ist das ein mieses Beispiel, denn von denen, die es irgendwann mal gelesen haben, ja, da sind eine Menge Psychopathen dabei gewesen, und heute noch dabei. Fängt bei Kirchen-Predigern die Kinder vergewaltigen an (gibt es ja ne Menge von), und hört bei Idioten, die Terroranschläge im Namen ihres Gottes durchführen, auf. Von religiösen Massenmördern und ganzen Genoziden, die im Namen des AT und was alles draus geworden ist, fange ich gar nicht erst an.
  • Ngamer Son of a Patriot - 17.03.2019 - 01:58

    Zitat von YoungSuccubus:

    Er hat es ja auch geschrieben, das nicht jeder(!) Film und jedes Foto auch immer Kunst ist, worin ich auch zustimme.
    Aber das schrieb er ja nicht bei Spielen, deshalb hat mich das gestört. Er schrieb ja, dass Spiele generell keine Kunst sind aber einige Filme schon, was so nicht stimmt. Musik, Filme etc. können genauso nicht Kunst sein wie Spiele. Kommt immer darauf an, was man damit macht. Aber zu sagen, das kein einziges Spiel Kunst sein kann, finde ich falsch.

    Ansonsten stimme ich dir natürlich zu. FIFA ist keine Kunst.
  • Rikibu Turmheld - 17.03.2019 - 06:52

    @Cyd

    zu deinem aktiv, passiv Unterschied.
    Worum geht es dir? geht es dir darum passiv nicht in der Schuld- und schlechtes Gewissen Rolle zu stecken? oder geht es dir darum, in Spielen vollkommen konsequenzlos Dinge tun zu dürfen/teils müssen, die im echten Leben beim erwischt werden harte Konsequenzen nach sich ziehen?

    Selbst wenn man in Spielen das quasi gesetzlose Agieren aktiv ausüben kann, gibt es in vielen Spielen Moralsysteme, die dich bestrafen... auch das aktive Tätersein ist eher als fragwürdige Argumentation zu kennzeichnen, denn das bist ja nicht du, den du da steuerst, sondern einen festgelegten Charakter in einem festgelegten Szenario - in dem du oft nicht die Wahl hast gewisse Dinge nicht zu tun, außer du machst das Spiel aus.

    Auf die Realität übertragen, müsstest du dich ja für das Übel der Welt von alles und jedem verantwortlich fühlen... höchste Zeit für die rote Couch, wer sich so viel Schuld, die er nicht beeinflussen kann, aufladen will :)


    Man muss sich doch nur die Freigabelogik der USK angucken,

    da gibt es ein schönes Video, wie die USK mit den Jahren immer seichter, das Gewaltniveau immer etablierter, die Gesellschaft offenbar immer mehr mit Gewalt usw. umgehen kann...



    Deine gedankliche Herangehensweise zwischen aktiv und passiv ist zwar irgendwie gesellschaftlich gesehen "normal", aber dann doch nicht konsequent. diese Inkonsequenz kann man sogar auf die ganze Spielerschaft adaptieren...

    wir hassen Kriege, aber spielen call of duty, fortnite, battlefield und co. - und würden uns vor angst einscheißen, müssten wir uns zum Schutz in einem Bunker verbarrikadieren müssen, während an der Oberfläche die Panzer rumpeln, Sirenen tönen usw.

    wir lieben unsere Haustiere, aber schießen mit dem spaghetti klempner moralisch fragwürdig schildkröten, irgendwelche igel (lakitus wurfdinger da) usw. ab, obwohl sie ja eigentlich nur rumlaufen... (könnt ja mal mario spielen, ohne einen Gegner zu töten - pazifisten style :) )

    warum ist das eine geduldet, das andere nicht? und warum differenziert die gesellschaft hier? nur weil etwas comic grafik ist, ists vom grundsatz her nicht weniger schlimm...

    wohl gemerkt nur eine Argumentation die das aktiv und passiv von dir aufgreift. persönlich habe ich damit null Probleme, denn ich quäle in echt keine Igel, Schildkröten usw. - und ich spiele auch keine ego shooter oder fortnite...

    Die aktive Gewalt ist nun mal Interaktion zwischen Akteuren um einen Story ark zu rechtfertigen, bei dem es eigentlich mehr um die Story geht als um das bloße Abschlachten an sich. Oft in eine Welt verfrachtet, die permanent als Überhöhung erkennbar ist. Selbst ein Mortal Kombat ist eigentlich Satire... oder kennt ihr wen, der Eiswürfel schießen kann oder irgendwelche Seilhaken aus der Hand flutschen lassen kann?
  • Rikibu Turmheld - 17.03.2019 - 07:05

    @YoungSuccubus

    ob dein 8 jähriges Mädchen Szenario auf einer Bühne legitim wäre, käme sicher auf den Kontext an.
    Ein sinnloses Abschlachten wäre sicher wenig inhaltsreich... bedenkt man aber, dass Bühnenwerke sehr oft sozialkritischen Charakter haben, könnte man in so einem Schulkindabschlachtestück auf den Umgang mit Mädchen und Frauen eingehen... auch nicht geklärt ist, ob die Abschlachtereei nicht ein gewolltes Stilmittel der Überhöhung ist, die zu jeder Zeit als Überhöhung erkennbar ist, damit der gesellschaftliche Ist-Zustand der auf der Bühne dargestellt wird, erkennbar ist... ein Konstrukt, dass vielen Zuschauern vielleicht gar nicht so bewusst ist, mit dieser Art des Stilmittels zu beschreiben...

    wie wärs mit SAW - Das Musical???
    immerhin geht es bei Saw in den ersten Teilen noch um richtig gut verpackte Sozialkritik verschiedener Stereotype die sich in Form der ausgewählten Opfer zeigen...

    Ich bleibe dabei, Videospiele bleiben inhaltlich zu oft an der Oberfläche und umschiffen aus dem Grund der vollgeschissenen Windeln wirkliche Potentiale um die Branche als Kunstform, als soziale Kritikplattform zu etablieren.

    Wie gut könnte ein Tomb Raider sein, wenn man nicht mit Klischees um sich würfe, sondern eine Lara zeigen würde, die aus ihren Erlebnissen harte Konsequenzen ziehen würde?

    Wobei Tomb Raider hier eine sehr zweifelhafte Rolle zu Teil wird.

    Da wird ein Szenario gemalt, dass Lara als erst ängstliche, dann plötzlich knallharte Rambo Croft inszeniert, die von jetzt auf gleich ihre Angst verliert, aber dann doch wieder in den Selbstmitleidsmodus verfällt. Dann stellt man sie gegen eine Horde Purge Hippies (wieso muss man religiöse Spinner eigentlich immer so eindimensional darstellen?) und dann kommt da noch die kleptomanische Kompnente.
    Während ihr Erzeuger im Croft Manner die Kulturschätze der Welt hortet wie ein geisteskranker Kleptomane, ballert sich sein Nachzögling wie bekloppt durch Menschenmassen...
    Laras Töterei wird - irrsinnigerweise - als gerechtfertigt etabliert, während das Tun der Religionshippies im Story Ark als zu kritisieren bezeichnet wird. Auch das ganze Spiel basiert auf dem kleptomanischen Wahnsinn der Croft Familie... folglich hätten die Einwohner der Spieleweltkarte wohl eher die Rechtfertigung Lara wegen permanentem Diebstahl wegzuballern als Lara die Rechtfertigung hat, irgendwelche "andersdenkenden" beiseite zu ballern...

    Ich frag mich bis heute, ob es schon mal vorkam, dass nur weil einer n Messer aus m Stein zieht, die Welt dem untergang geweiht war. Solange Spiele aber so einen Müll auftischen, sind sie mitnichten auf dem niveau von Büchern, Filmen, Bühnenwerken.
  • Rikibu Turmheld - 17.03.2019 - 07:07

    @MonHund

    spiele keine KUnst? Filme keine Kunst?

    und das definiert wer, was was ist?
  • Cyd Turmfürst - 17.03.2019 - 09:08

    Zitat von Rikibu:

    zu deinem aktiv, passiv Unterschied.
    Worum geht es dir?
    dafür musst du an den Anfang der Diskussion gehen:

    Zitat von Rikibu:

    Videospiele dürfen all das, was Bücher, Filme, Comics, Musik, darstellende Bühnenkunst, Comedy, Kabarett usw. darf... sprich - ALLES

    Zitat von Pit93:

    Genau das ist auch die Überlegung hinter der ich stehe. Sehe Videospiele da auch nicht in einer Sonderkategorie.
    Mein Ganzes bezog sich darauf, dass es eben einen Unterschied (Sonderkategorie) gibt: Die Interaktivität. Ein Element dass man komplett ausblenden kann, muss man aber nicht.

    Und natürlich darf man unter dem Deckmantel der Kunst nicht alles.
  • Rincewind Bergungstaucher - 17.03.2019 - 10:56

    Aber auch Bücher, Filme usw dürfen nicht alles. Auch sie dürfen sich nur innerhalb der gesetzlichen Grenzen bewegen und ihre Akzeptanz ist von gesellschaftlichen Moralvorstellungen abhängig. Da es sich in der Regel um Konsumprodukte handelt, die der Unterhaltung des Mainstream Publikum dienen, ist gerade letztere Grenze wichtig, wenn sie theoretisch auch nicht bindend ist.

    Einige hier scheinen auch nicht zu verstehen, was Satire ist. Übertreibung ist nicht gleich Satire. Da gehört mehr dazu. Wenn Mortal Kombat als Satire bezeichnet wird, wird es komplett abenteuerlich. Es ist ein übertriebenes Unterhaltungsprodukt aber definitiv keine Satire. Wo ist denn da die Kritik, die Anprangerung der Zustände, die überspitzung von sozialen Missständen. Satire ist keine Provokation um der Provokation Willen. Sie provoziert mit einem Ziel. Sie möchte auf etwas aufmerksam machen.

    Schon Rape Day dürfte sich mindestens am Rande des gesetzlich möglichen bewegen. Gut möglich, dass es die Behörden auch aus dem Verkehr gezogen hätten. Wenn aber @Pit93 sogar ein Spiel wo es um 8 Jährige geht, akzeptieren würde, muss man anmerken, dass dies natürlich in der Realität nicht mehr machbar wäre. Da würden die Behörden mit Sicherheit aktiv werden. Womit mir beim Knackpunkt wäre. Es ist ein Amenmärchen das Kunst alles darf. Nicht Mal Satire darf alles. Auch wenn ein berühmtes Zitat das behauptet. Wenn man es in der Satire übertreibt, wird man schnell merken, dass das übertreten bestimmter Grenze auch hier vor Gericht mit anschließender Bestrafung führen kann.
  • Rikibu Turmheld - 17.03.2019 - 11:35

    @Rincewind

    wer hat denn gesagt, dass Spiele Gesetzesrahmen übertreten dürfen?
    Der Unterschied ist hier einfach der moralische Kompass, was gewisse Gruppen (Ethikvertreter, Kirchenvertreter usw. usw.) als gut definieren - nicht mehr, nicht weniger...

    Wenn wir denn den Spielen, die Gewalt als Vehikel für Gameplay und Storyplots nutzen wollen/müssen, etwas anlasten wollen, dann höchstens, dass sie tendentiell Anstifter für etwas sein können - aber nicht müssen - am Ende ist der aktive Part der Mensch - nicht im dem er eine bestimtme angeordnete Pixelschaar lenkt, sondern weil er im echten Leben das Gesetz übertritt, während der die Freiheiten anderer einschränkt.
    auch könnte man Spieleentwicklern kreative Armut unterstellen, aber das zieht sich dann auch bis hin zu Super Mario und ist zudem eine individuelle Geschmacksfrage...

    Ein Umweltschützer wird mit dem moppeligen Klempner und dem Schildkrötenmassacker eher ein Problem haben als einer, der nur Solitaire spielt und in der Freizeit jagen geht.

    Demnach müssten wir auch Autos, Flguzeuge, Züge, Messer, Waffen allgemein - und all ihre Hersteller in die Pflicht nehmen, die sowas herstellen, wenn ein Mensch diese Gegenstände zweckentfremdet einsetzt und dadurch wie in Spielen jemand das Vehikel wird, um Frust, Wut, Rache usw. auszuleben.

    Andererseits muss man Videospielen überhaupt keinen Vorwurf machen, denn die wahre Verrohung findet tagtäglich - von vielen tausenden Leuten aktiv gesehen - statt. Wahre provokante Themen werden von Videospielen doch nur oberflächlich oder äußerst selten aufgegriffen, weil die Macher von Spielen börsenorientierte Unternhemen sind, die es sich nicht leisten wollen, irgend einen Aktiencrash zu riskieren, nur weil man zb. kritisch mit Religionen umgeht... Dabei könnten Videospiele thematisch so viel mehr sein, sie könnten so viel mehr Story bieten, so viel mehr Kontroversen auftischen über die man als gebildete Gesellschaft diskutieren kann.

    Das höchste der Gefühle ist da schon fast The Last Of Us...

    - Ein Germanys Next Top model mit seinem Frauen-Zoo schafft es, binnen 60 Minuten, 40 Jahre Emanzipation den Lokus runterzuspülen... man sieht, wie Frauen gegen Ihren Willen körperverletzt werden, indem Oberfrauenzoowärterin Klum den Frauen die Haare stutzt... das ist faktisch Körperverletzung... und die Welt schaut zu und will so sein wie die jungen Dinger, die hier der Frau als Gruppe der Gesellschaft alles andere als einen Bärendienst erweisen...

    - Verunglimpfung von gesellschaftlichen Gruppen in sog. scripted reality (das als ausrede vor Strafen gilt). Hier werden gerne arbeitslose Menschen, Menschen mit Komplexen, Phobien, Neigungen dargestellt, was sogar schon oft dazu führte, dass die Teilnehmer solcher Formate von anderen (angeblich besseren) Menschen, im echten Leben gemobbt wurden...

    Das sind nur zwei Beispiele, wie echte schleichende Verrohung der Gesellschaft stattfindet, aber ich sehe da nicht mal Aufstände von Frauenverbänden, Solidargruppen usw.... ganz im Gegenteil...
    Man will sich emanzipieren, blökt wie bekloppt #metoo, aber lässt dann sowas durch? Kein Wunder, dass Frauen immer noch die lebendige Fleischbeschau auf 2 Beinen sind und nicht auf Augenhöhe mit anderen Geschlechtern... ihr wollts offenbar genau so haben... (bei der Lohndiskussion zwischen Frau und Mann genau das gleiche übrigens)

    Solange sich Videospiele an echter Gesellschaftskritik nicht versuchen und nicht Tabus brechen wie es stets die televisionäre Kloakenfabrik tut, muss sich die Videospielbranche keinerlei Sorgen machen, sie übernimmt ja auch keinerlei Verantwortung mit ihrer seichten Kuschel-Stereotyp-Klischee-Unterhaltung für die Zustände der Gesellschaft, weil die Anprangerung der selben ja zu 99% fehlt. Was ich durchaus schade finde.

    Warum keine Auseinandersetzung mit Sex, zwischenmenschlichen Dingen, Religion usw.?

    Gut, geht es nach dem Amerikaner müsste man Frauen ohne sekundäre Geschlechtsorgane züchten, um sowas zu realisieren...

    aber das ganze wird eben auch zu stigmatisiert behandelt, was auf dem konservativen Flügel beruht - die wollen eben immer, dass der Status Quo aufrecht erhalten wird, weil sie gesellschaftliche Trendwenden nicht begreifen und man ihnen erst erklären muss, wie rum man ein Handy zum telefonieren halten muss :)

    Bevor wirr aber über Verbote diskutieren, die wir mit Gesetzesrahmen festlegen, sollten wir ernsthaft über Medienkompetenz diskutieren, die sich mit Sex, Gewalt, Gesellschaft, Wirkung der social media trends usw. auseinandersetzt. Gesetze können den Ist-Zustand einer Gesellschaft nie vollständig abdecken - und von Gesetzen allein erlangt niemand einen rationalen Umgang mit Medien und was in ihnen dargestellt wird.

    Das unsere etchnologische Entwicklung der Juristerei um Lichtjahre voraus ist, sehen wir doch an Artikel 11,12 und 13... wo man versucht, dieses Defizit an sich nicht anpassbare prähistorische Medienvertreter anzupassen und die Voranschreiter vorsorglich zu beschneiden...
  • micjet8 Turmritter - 19.03.2019 - 01:01

    na da muss sich nintendo ganz bestimmt keine sorgen machen...als Familienkonsole wird das nie passieren.
  • Rincewind Bergungstaucher - 19.03.2019 - 07:38

    @micjet8

    Ironischerweise Sony mit ihren strengen Regeln noch weniger.
  • YoungSuccubus will doch nur spielen... - 19.03.2019 - 08:26

    Zitat von micjet8:

    Familienkonsole
    Ist zwar schon noch ein anderes Kaliber, aber schon mit Spielen wie Gal Gun oder Dead or Live Extrem ist dieser Status für mich bereits verloren gegangen. Generell unterscheidet sich die Spieleauswahl in Bezug auf Familenfreundlichkeit von keiner anderen Konsole mehr. Auch die Jugendschutzmaßnahmen um Zugriffe auf den Shop oder die bereits gekaufte Spielesammlung für Kinder einzuschränken sind auf allen ähnlich.