Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

Comic-Rezension: Hilda und der Troll

Über den Tellerrand

Jedes Kind hat schon einmal von Trollen gehört. Sei es bei Harry Potter, Herr der Ringe oder in einem anderen Zusammenhang. Auch im Internet haben diese Wesen eine Heimat gefunden, auch wenn sie dort in ihrer Funktion nicht gern gesehen sind. Trolle haben ihren Ursprung in der nordischen Mythologie, fanden aber auch recht schnell Einzug in unsere Geschichten und Erzählungen und sind somit allgemein bekannt. Warum ich hier bei einem Kindercomic von Trollen erzähle? Nun ja, weil unsere Protagonistin Hilda direkt in ihrem ersten Abenteuer einem begegnet. Glaubt ihr mir nicht? Dann kennt ihr Hilda aber schlecht. Los geht´s!

Hilda liebt die Natur. © Reprodukt


Herzlich Willkommen in der Welt von Hilda! Hilda ist ein ungefähr 10-12 Jahre altes Mädchen mit blauen Haaren, das mit ihrer Mutter Johanna und einem Hirschfuchs namens Hörnchen in einer einsam gelegenen Hütte in Skandinavien wohnt. Bereits ihr ganzes Leben hat Hilda dort verbracht und ist quasi inmitten der Natur aufgewachsen – um sie herum die blauen Kiefernwälder, der Felstümpel, die alte Brücke, der Trollfelsen, die Wildnis, der große Wald, der Tann und die Ruinen. Allein bei diesen Aussichten sprüht die Umgebung doch nur so von Abenteuern, und das ist auch so.

Eines Tages, nachdem sich das Holzmännchen wieder einmal ohne große Worte in Hildas Haus niedergelassen hatte und sich ausruhte, beschließt Hilda sich mit Stift und Papier auf den Weg zu machen, um Felsen zu zeichnen. Auf dem Weg begegnet sie einem Meeresgeist und anderen Kreaturen, von denen noch nicht alle im Detail vorgestellt werden, die aber später in der Reihe noch eine Rolle spielen. Schließlich findet Hilda einen Trollfelsen und macht sich sofort daran, diesen zu zeichnen. Dabei wird sie von kleinen, menschenähnlichen Figuren beobachtet, die ebenfalls erst im zweiten Abenteuer so richtig ins Rampenlicht gerückt werden. Beim Trollfelsen angekommen, bittet sie Hörnchen dem Felsen ein Glöckchen an die Nase zu binden, damit sie gewarnt werden, sollte sich der Felsen bewegen. Denn tagsüber sind Trolle ja, wie wir alle wissen, in Felsen verwandelt. Erst wenn die Sonne untergeht, verwandeln sie sich wieder in ihre Trollgestalt.

Hilda und der Troll ist ein schöner Einstieg in die Welt von Hilda. © Reprodukt


Es kommt, wie es kommen musste: Hilda wird vom Zeichnen ganz müde und schläft schließlich ein. Doch auf einmal hört sie das Klingeln des Glöckchens und ist sofort wieder hellwach. Gemeinsam mit Hörnchen rennt sie drauflos und verirrt sich bald im schneebedeckten, großen Wald. Einem Riesen, der beinahe mit seinem riesigen Fuß Hilda zerquetscht hätte, geht es ebenso, denn von so weit oben sieht alles immer gleich aus. Ob Hilda es noch heil nach Hause schafft und was es mit dem Felsentroll letztendlich auf sich hat, soll hier natürlich nicht verraten werden, da solltet ihr schon das Album zu Hilda und der Troll selbst lesen.

Fazit

Das erste kleine Abenteuer von Hilda spielt sich nur auf wenigen Seiten ab, dazu sehen wir lediglich einige wenige Locations, die von Hilda hier aufgesucht werden. Es passiert nicht viel und das klingt im ersten Moment alles andere als spannend, wurde vom Erschaffer Luke Pearson aber bereits im ersten Album so liebevoll umgesetzt, dass der Leser förmlich in Hildas Welt hineingezogen wird. Denn obwohl Hilda in unserer realen Welt angesiedelt ist, existieren in den Comics von Luke Pearson auch zahlreiche Fabelwesen und andere Kreaturen, bei denen er sich von der skandinavischen Folklore inspirieren lässt. Fantasievoll und unerschrocken begegnet Hilda diesen Figuren sowie Kreaturen und nimmt diese doch trotz ihrer anfänglichen Angst jederzeit ernst. Das ist so erfrischend frech und hoffnungsvoll, dass es eine Freude ist und sowohl jung als auch alt begeistern kann. Aber das hier ist erst der Anfang, die nächsten Abenteuer warten bereits auf Hilda und Hörnchen, denn ein Mitternachtsriese ist auf der Suche nach seiner Liebsten. Doch dazu mehr im nächsten Band!

Hilda und der Troll ist erschienen bei Reprodukt ISBN Softcover: 978-3-95640-126-8
40 Seiten, farbig, 22 x 31 cm, 13,- Euro

Hilda und der Troll ist erschienen bei Reprodukt ISBN Hardcover: 978-3-943143-67-6
36 Seiten, farbig, 21,5 x 29 cm, Hardcover mit Leinenrücken, 18,- Euro

Jetzt Hilda und der Troll bei Amazon als Softcover kaufen
Jetzt Hilda und der Troll bei Amazon als Hardcover kaufen

Unser Onlinemagazin ntower ist Mitglied der Affiliate-Netzwerke Amazon PartnerNet und MediaMarkt/Saturn-Partnerprogramm. Bei einer Bestellung über einen unserer Affiliate-Links erhalten wir über den jeweiligen Shopbetreiber eine variable Provision. Für Endkunden entstehen keine Zusatzkosten.

Berichtsbild: © Reprodukt

Kommentare 6

  • Lazarus Turmfürst - 21.12.2019 - 15:08

    Oh wie kommts dass ihr hier ne Comic Rezi veröffentlicht? Gefällt mir, eine nette Abwechslung.
  • NJunkie Keep calm and choose one. - 21.12.2019 - 15:38

    Ich liebe die Serie dazu auf Netflix. Muss ich nur mal weiterschauen. ^^
  • Brokenhead Turmfürst - 22.12.2019 - 10:46

    Kenne hilda nur von Netflix aber ich war instant verliert in die serie. So viel liebe, charm, verspieltheit, Kreativität und co. Dies kennt man von heutigen Kreationen nicht mehr...
  • Ruckel-Pixel Zeitreisender Dauergast - 22.12.2019 - 11:16

    Rezensionen zu Comics? Finde ich gut, immer her damit! Vielleicht gibt es hier in naher Zukunft ja auch Rezensionen zu Need to Read - Comics von den bekanntesten Comicautoren unserer Zeit? Deren herausragende Werke man als Comic-Fan ohne Wenn und Aber gelesen haben muss?! Wie zum Beispiel Alan Moore's (V wie Vendetta, Watchmen), Frank Miller's (The Batman Dark Knight Saga, Sin City), Jeff Lemire`s (Sweet Tooth, Animal Man), Garth Ennis's (The Boys, The Punisher, Preacher) oder aber auch Mark Millar's ( Hit-Girl, Kick-Ass) und und und. Es gibt so unglaublich viele da draussen, die eine Rezension verdient hätten. Na ja, es ist nur ein kleiner Vorschlag von mir. Ansonsten finde ich eure neue Tellerrand-Comic-Kategorie wirklich sehr, sehr gut, weiter so. :thumbsup:
  • YoungSuccubus will doch nur spielen... - 22.12.2019 - 11:20

    Zitat von Ruckel-Pixel:

    Deren herausragende Werke man als Comic-Fan ohne Wenn und Aber gelesen haben muss?
    Abgesehen davon, das es sowas genauso wenig gibt wie Spiele, die man gespielt haben muss nur weil man ein Spiele Fan ist: wozu Comics rezensieren (und damit bewerben), die eh jeder Comic Fan kennt (nicht unbedingt gelesen hat, aber kennt) und einzuschätzen weiß? Das wäre dann wirklich unnötiger Spam...
  • Ruckel-Pixel Zeitreisender Dauergast - 22.12.2019 - 11:25

    @YoungSuccubus

    Wie ich es oben schon geschrieben habe, es ist nur ein Vorschlag. Natürlich ist es kein Muss. Kann ja jeder so sehen, wie er mag.