Das Leben des Nintendo 64 Spezial Historie

Der Japan-Release


Am 23. Juni 1996 erwachte das Nintendo 64 nach über drei Jahren Entwicklungszeit endlich zum Leben. Als Erstes wurde der japanische Markt bedient, wo man die Konsole inkl. einem Controller für 25.000 Yen erstehen konnte. Daneben standen zum Launch drei Spiele zur Verfügung: Super Mario 64, Pilotwings 64 und Saikyou Habu Shogi. In Anbetracht der ständigen Verschiebungen eine wirklich erbärmliche Anzahl. Dies schmälerte aber in keinster Weise das Interesse der japanischen Spieler, die Konsole legte einen fulminanten Start hin. Am ersten Tag waren alle 300.000 ausgelieferten Konsolen verkauft (80 % davon waren bereits an Vorbesteller vergeben). Auch die folgende Nachlieferung drei Tage später von 200.000 Exemplaren war noch am selben Tag ausverkauft. Innerhalb von nur 10 Tagen wanderten insgesamt 700.000 Konsolen über die Ladentheken. Damit hatte man die kürzlich aufgestellten Rekorde der PlayStation für die meisten Vorbestellungen und den besten Verkaufsstart bereits geschlagen.


Super Mario 64 war der Star zum Start des N64 © Nintendo

Von den drei verfügbaren Spielen war selbstverständlich Super Mario 64 der große Gewinner. Es verkaufte sich in dieser Zeit fast genauso oft wie die Konsole selbst und stellte damit einen neuen Rekord für den besten Verkaufsstart eines Videospiels in Japan auf. Aber auch Pilotwings 64 fand bei den japanischen Spielern Anklang. Mit der Auslieferung einer Million weiterer Konsolen in den Sommermonaten zeichnete sich aber ein Problem für Nintendo ab: der Mangel an Spielen. Bis zur Veröffentlichung von Wave Race 64 im September blieb es bei den drei Starttiteln. Dieser Umstand befeuerte den Gebrauchtwaren-Handel, da zahlreiche Kunden ihre Konsolen wieder verkauften. Und das nicht weil sie mit dem Gerät selbst unzufrieden waren, sondern weil einfach keine neuen Spiele verfügbar waren. Nintendo allein konnte daran aber zunächst nichts ändern und konzentrierte sich nun auf den anstehenden US-Release.


Der USA-Release


Mit Blick auf den anstehenden US-Release im September präsentierte Nintendo auf der E3 1996 in Los Angeles zum ersten Mal seine 3D-Konsole auf amerikanischem Boden der Öffentlichkeit. Und wie in Japan stand vor allem Super Mario 64 in Verbindung mit dem neuartigen Controller inklusive Analog-Stick im Mittelpunkt. Doch auch Pilotwings 64, Wave Race 64 und Star Wars: Shadows of the Empire überzeugte die Besucher und steigerte den bereits existenten Hype um das N64 noch weiter. So standen alle Zeichen auf Sieg für den japanischen Spielegiganten und Weltmarktführer.


Neben Super Mario 64 stand zum US-Launch nur Pilotwings 64 zur Verfügung © Nintendo

Unglücklicherweise sah es auf dem US-Markt mit Blick auf die Anzahl und Vielfalt der Spiele jedoch nicht besser aus. Als das N64 am 29. September seinen US-Verkaufsstart beging, waren mit Super Mario 64 und Pilotwings 64 sogar nur zwei Spiele in den Händlerregalen zu finden. Um vom Spielemangel abzulenken und die Zocker auf seine Seite zu ziehen, hatte Nintendo eine kluge Entscheidung getroffen. Die Konsole kostete anstatt der lange angekündigten 250 $ nun plötzlich nur 199 $. Mit dieser Strategie schlug man auch auf dem amerikanischen Kontinent die erst kürzlich dort von der PlayStation aufgestellten Rekorde für die meisten Vorbestellungen und den besten Verkaufsstart einer Videospielkonsole. Bis zum Jahresende wurden allein in Amerika 1,5 Millionen Exemplare des N64 verkauft – innerhalb von 11 Wochen. Zum Vergleich: das SNES benötigte 7 Monate für diese Stückzahl. Und das N64 hätte sich gewiss noch besser verkauft, wenn es zum Weihnachtsgeschäft keine Lieferengpässe gegeben hätte.


Die beiden verfügbaren Spiele verkauften sich dementsprechend sehr gut. Super Mario 64 wurde wie in Japan am ersten Tag rund 300.000 mal an den Mann und die Frau gebracht. Pilotwings 64 schaffte es immerhin noch auf 100.000 verkaufte Exemplare am ersten Tag. Und im Gegensatz zu Japan hatte Nintendo einen Nachschub an neuen Spielen im Gepäck. Sechs weitere Spiele gelangten bis zum Jahresende in die Geschäfte: Cruis‘n USA, Killer Instinct Gold, Star Wars: Shadows of the Empire, Wave Race 64, Mortal Kombat Trilogy und Wayne Gretzky‘s 3D Hockey. Davon avancierten neben Super Mario 64 der Arcade-Racer Cruis‘n USA, das Star Wars-Abenteuer und Wave Race 64 innerhalb kürzester Zeit zu Millionensellern. Und das Jahr 1997 begann in den USA ebenso vielversprechend. Im Januar erschien NBA Hangtime, im Februar das heiß ersehnte Mario Kart 64 sowie Turok. Im März gelangten gleich mehrere Spieleneuheiten in die Geschäfte – darunter Blast Corps von Rare. Nintendo gelang es in den USA zunächst durch die hohe Qualität ihrer Spiele und einer starken Marketingkampagne den Mangel an Quantität zu überdecken. In Japan sah die Situation noch ganz anders aus. Dort waren bis zum Frühjahr 1997 zwar fast die gleiche Anzahl an Spielen erhältlich, allerdings kaufte sich niemand eine 3D-Konsole, damit er Shogi oder Mahjong darauf spielen konnte. Daher senkte Nintendo am 14. März in Japan den Preis des N64 von 25.000 Yen auf 16.800 Yen, um die Verkäufe wieder anzukurbeln.


Der Europa-Release


In Deutschland sprachen die Umfragen vorab für einen großen Sieg für Nintendo über die Konkurrenz © Infoteam

Am 1. März 1997 war es dann endlich in Europa soweit. Nach einer langen Zeit des Wartens konnte man in Deutschland, Großbritannien und Co. (mit Ausnahme von Frankreich) in die "New Dimension of Fun" eintauchen. Aber die lange Warterei hatte auch einen Vorteil. Mit sechs Spielen am Veröffentlichungstag hatte man eine größere Auswahl zur Verfügung. Dafür war der Preis des N64 wiederum deutlich höher. In Großbritannien lag der Preis bei 250 Pfund (ca. 400 $) und in Deutschland musste man 399 DM ausgeben. Vermutlich war das (neben dem Fehlen des Nintendo-affinen französischen Marktes) der Hauptgrund, warum die Konsole in Europa einen deutlich verhalteneren Start an den Tag legte.


Am 31. März 1997 endete das Geschäftsjahr und Nintendo verkündete kurze Zeit später seine neuesten Zahlen: 5,8 Millionen N64-Konsolen hatte man weltweit abgesetzt. Verglichen mit den Konkurrenz-Produkten von Sony und SEGA war dies ein großer Erfolg. Sony hatte über 16 Monate benötigt, um knapp 5 Millionen Exemplare ihrer PlayStation zu verkaufen. Und den Sega Saturn hatte man mit Ausnahme von Japan bereits überholt, obwohl dieser über ein Jahr länger auf dem Markt war. Zusammen mit den Verkäufen des SNES und dessen Spiele war Nintendo gemessen an den Einnahmen und Umsätzen weiterhin der Platzhirsch. Der Konsolenkrieg hatte gerade erst begonnen!


Sony schlägt zurück


Sony hatte mit seiner PlayStation noch immer einen Vorsprung und setzte alles daran diesen zu halten. Zumindest im Bezug auf den Spielesupport musste sich Sony keine Gedanken machen. Bei einem Verhältnis von 250:15 Spielen von Drittherstellern und einem weiterhin prall gefüllten Releasekalender war Sony hier nicht in Zugzwang. Aus diesem Grund wählte der Medienkonzern den Konsolenpreis als Waffe. Und da man in Japan und Europa über ein komfortables Polster verfügte, sollte das erste Schlachtfeld der US-Markt werden. Dort senkte man noch im Frühjahr 1997 den Verkaufspreis der PlayStation von 199 $ auf 149 $. Kurz darauf zog Nintendo nach, um nicht abgehängt zu werden. Auch in Europa senkte man nur zwei Monate nach der Veröffentlichung den Verkaufspreis deutlich. Statt 399 DM zahlte man ab dem 2. Mai 1997 in Deutschland plötzlich nur noch 299 DM. Um Erstkäufer nicht vor den Kopf zu stoßen, durften diese sich gegen Vorlage der Kaufquittung als Entschädigung ein Spiel aussuchen.


Damals war das Rumble Pak ein klobiger Zusatz für den N64-Controller. Heute ist die Rumble-Funktion in nahezu jedem Controller integriert © Nintendo

Doch genau hier lag weiterhin das Problem. Der Spielekatalog blieb bis zum Jahresende 1997 sehr übersichtlich. Die beschwichtigenden Stellungnahmen seitens Nintendo dazu, dass Qualität über Quantität stehe, waren zum Teil nur leere Phrasen. Zwar war die Qualität der Nintendo-eigenen Produktionen durchweg sehr hoch. Die Spiele der Dritthersteller hingegen schafften nur selten dieses Niveau und waren in der Regel Durchschnittskost. Im gesamten Jahr 1997 galten mit Turok und Extreme-G von Acclaim und International Superstar Soccer 64 (ISS) von Konami gerade einmal drei Spiele als hochwertige Produktionen. Da hatte Nintendo allein mit Mario Kart 64, GoldenEye und Lylat Wars die gleiche Anzahl an Systemsellern vorzuweisen. Im Zusammenhang mit dem letztgenannten Spiel erschien sogar eine kleine Revolution, die heute einen Standard in der Konsolenwelt darstellt: die Rumble-Funktion des Controllers. Zusammen mit Lylat Wars erschien das sogenannte Rumble Pak, das sich ausgerüstet mit zwei Micro-Batterien an die Unterseite des N64-Controllers stecken ließ. Das Rumble Pak übertrug so Vibrationen an den Controller, wenn bestimmte Aktionen im Spiel wie beispielsweise die Explosion einer Smart Bomb stattfanden. Später sollten noch einige weitere Spiele von dieser Funktion Gebrauch machen. In Japan veröffentlichte Nintendo sogar extra neue Module zu Super Mario 64 und Wave Race 64, bei denen die Rumble-Funktion nachträglich ergänzt wurde.


Ein Hoffnungsschimmer


Um diesen Umstand zu verbessern lud Nintendo im September 1997 zu seiner neuen Hausmesse ein: der Space World '97. Dort setze man auf zwei Themen: Pokémon und Zelda.


Der riesige Erfolg der Pocket Monsters in Japan hatte Nintendo zu einer Lokalisation der Game Boy-Spiele für den Westen bewogen. Dort sollten die Spiele unter dem neuen Label Pokémon erscheinen. Und damit auch das N64 (vor allem in Japan) von dem Hype rund um die kleinen Taschenmonster profitierte, wurden mit Pikachu Genki Dechu, Pokémon Stadium und Pokémon Snap gleich drei Spiele des Franchises für die 3D-Konsole angekündigt. Dazu kam noch ein kleines Stück Hardware mit dem Namen Transfer Pak, dass es ermöglichte, Game Boy-Spiele mit dem N64 zu verbinden. Auf diese Weise sollte man seine gesammelten Pokémon in 3D bestaunen und gegen die Monster seiner Freunde (ein zweiter Controller inkl. zweitem Tranfer Pak vorausgesetzt) kämpfen lassen können. Natürlich sollte das Transfer Pak auch in anderen Spielen Verwendung finden. Angesichts des großen Erfolges des Game Boy sicherlich eine nette Zugabe, die auch Dritthersteller, die bereits für den Game Boy Spiele entwickelten, anlocken sollte.


Die Space World '97 lockte über 240.000 Besucher an und schenkte wieder große Hoffnung in das N64. © Nintendo

Abseits der Pokémon sorgte vor allem Zelda 64 für großes Interesse. Zum ersten Mal konnten Medienvertreter sich selbst ein Bild von dem Spiel machen und Link durch das erstmals in 3D erstrahlende Hyrule steuern – das absolute Highlight für jeden Besucher der Space World '97. Ansonsten gab es neben einer anspielbaren Version des Rennspiels F-Zero 64, das vor allem durch das rasante und flüssige Tempo und einem ausgefallenen Streckendesign überzeugte, Informationen zu weiteren geplanten Spielen und neue Details zum 64DD. Nintendo selbst hatte seine Hausaufgaben gemacht und zeigte sich im Kampf gegen den neuen Thronanwärter Sony kampfbereit. Allerdings täuschte der überzeugende Auftritt nicht darüber hinweg, dass die japanischen Dritthersteller auf Sparflamme kochten. Von den großen Firmen Capcom, Hudson, Konami und Namco gab es kaum Neues zu vermelden. Da war es schon bezeichnend, dass SeTa mit Rev Limit, ein scheinbar solider aber unspektakulärer Arcade-Racer, das Highlight des gezeigten Aufgebots präsentierte.


Allerdings schienen die japanischen Dritthersteller langsam aus ihrem Tiefschlaf zu erwachen. Der erfolgreiche Start des N64 brachte einige dazu, sich nun doch genauer mit der Konsole zu befassen und die Produktion anzukurbeln. Zum Beispiel verkündete Capcom kurze Zeit nach der Space World, dass man mit der Entwicklung von sechs Spielen für das N64 begonnen habe. Darunter befänden sich Titel der großen Marken Mega Man, Street Fighter und Ghouls`n Ghosts.


Das Ende einer Ära


Trotz der großen Versprechungen und Zukunftspläne seitens Nintendo stellte das Jahr 1997 in der Videospiele-Branche ein Wendepunkt dar. Die PlayStation wurde allein in diesem Jahr geradezu mit Systemsellern überflutet. Titel wie Castlevania: Symphony of the Night, Crash Bandicoot 2, Final Fantasy VII, Gran Turismo, Grand Theft Auto, Need for Speed II, Resident Evil: Director`s Cut und Tomb Raider II stellten nur die Spitze des Eisberges dar. Sony gewann dank dieses Aufgebots mit seiner PlayStation in der Öffentlichkeit und bei den Spielern immer mehr an Aufmerksamkeit und Zuspruch. Und dies spiegelte sich mittlerweile auch in den Geschäftszahlen wieder. Sony generierte im aktuellen Fiskaljahr einen Umsatz von 650 Milliarden Yen. Dem standen 490 Milliarden Yen von Nintendo gegenüber. Und bereits im August 1997 hatte Sony auf dem Konsolenmarkt einen Anteil von 47 % erreicht, während Nintendo nur noch über 40 % Marktanteil verfügte und SEGA mit 10 % bereits weit abgeschlagen war. Zum ersten Mal seit 1985 hatte Nintendo seinen Titel als Weltmarktführer eingebüßt – und das ausgerechnet an den verhassten Neueinsteiger.


Auch das Jahr 1998 begann für Nintendo alles andere als vielversprechend. Im ersten Halbjahr herrschte große Leere im Releasekalender. Es erschienen mit Banjo-Kazooie, Mystical Ninja, Yoshi`s Story, Forsaken und Quake gerade einmal fünf nennenswerte Titel für das N64. Außerdem wurde das 64DD, dessen Veröffentlichung für den März geplant war, erneut verschoben. Man sah und spürte nicht mehr viel von der Euphorie und Aufbruchstimmung, die auf der Space World '97 noch ausgestrahlt wurde. Dementsprechend stagnierten weltweit die Verkaufszahlen des N64.


Von Höhen und Tiefen


Ende Mai war dann einmal mehr E3-Zeit und auf Messen wusste Nintendo damals stets zu glänzen. Mit 3.500 qm gönnte man sich die größte Fläche unter den Ausstellern und wusste diese auch optisch ansprechend und effektvoll in Szene zu setzen. Mehr als 100 Spiele wurden dort für das N64 gezeigt, wovon immerhin 60 als spielbare Versionen vorlagen. Nintendo selbst hatte mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time nicht weniger als den Star der Messe im Gepäck.


Doch dieses Mal wussten auch die übrigen Hersteller zu überzeugen. Rare steuerte mit Conker 64, Jet Force Gemini und Perfect Dark gleich drei potente Produktionen bei. Acclaim, der bisher größte und erfolgreichste Dritthersteller auf dem N64, zeigte neben einigen vielversprechenden Sportsimulationen unter anderem sein düsteres Action-Adventure Shadow Man und seine Nachfolger zu Turok und Extreme-G. Mit Konami war auch ein japanischer Spielehersteller groß vertreten. Neben einem neuen ISS-Ableger erweiterte man mit Castlevania 3D, Hybrid Heaven und Survivor Day One die Produktpalette des N64 um potenzielle Hits für eher reiferes Publikum. Überhaupt zeigte sich auf der E3 erstmals eine größere Genrevielfalt wie bisher. Einzig die Abwesenheit von Rollenspielen fiel deutlich auf. Ein Umstand, der vor allem in Japan ein großes Problem für den Absatz des N64 bedeutete. Zahlreiche japanische Rollenspiel-Fans, die Nintendo in der 16-Bit-Ära für sich gewinnen konnte, wanderten nun zu Sony ab.


Das 64DD – der Garant negativer Schlagzeilen über die gesamte Existenz des N64 hinweg. © Nintendo

Allerdings fiel nicht nur das Fehlen des Rollenspiel-Genres negativ auf, sondern auch die Abstinenz des 64DD. Es gab lediglich eine kurze Stellungnahme, dass man vor 1999 nicht mit der Erweiterung rechnen könne und eine Veröffentlichung im Westen fraglich sei. Eine Nachricht, die bei vielen Spieleherstellern und -entwicklern auf Unverständnis stieß. Viele hielten das N64 leistungstechnisch und wegen des innovativen Controllers für eine großartige Spielekonsole und hatten nur wegen Nintendos Versprechen bezüglich des Zusatzlaufwerks und seinen günstigeren Datenträgern mit der Entwicklung von Spielen begonnen. Doch nun hatte man genug von Beschwichtigungen. Nach dieser erneuten Verschiebung glaubten nur noch wenige Hersteller überhaupt an eine Veröffentlichung des 64DD und stoppten viele ihrer Entwicklungen. Wer jedoch die Modulkosten nicht scheute, folgte dem Beispiel Nintendos. Der Konzern aus Kyoto hatte nämlich damit begonnen seine eigenen 64DD-Produktionen wie Donkey Kong 64, Earthbound 64 und Super Mario RPG 2 nun an die Module anzupassen, da diese in der Zwischenzeit ein Speichervolumen von 32 MB erreicht hatten. Und Module mit 64 MB (die selbe Speicherkapazität wie bei den 64DD-Datenträgern) waren bereits in Aussicht.


Eine weitere Erleichterung war der Umstand, dass die exklusiv für das 64DD angedachte Speichererweiterung mit dem Namen Expansion Pak nun bereits bis Ende des Jahres für das Hauptgerät angekündigt wurde und auch ohne das 64DD genutzt werden konnte. Damit war es möglich eine höhere Auflösung, schnellere Bildraten und mehr Details in unterstützenden Spielen anzubieten. Der Ego-Shooter Turok 2 von Acclaim war das erste Spiel, dass davon Gebrauch machte und das bereits im Spätherbst 1998 für das N64 herauskam.


Jetzt gehts los


Turok 2 war allerdings nicht das einzige herausragende Spiel, das in der zweiten Jahreshälfte veröffentlicht wurde. Wer das Tempo liebte, bekam mit Extreme-G2, F-Zero X und WipeOut 64 gleich drei futuristische und sehr rasante Top-Rennspiele serviert. Wer es dagegen realistisch mochte und Formel 1-Fan war, konnte bedenkenlos zur Rennsimulation F1 World Grand Prix greifen. Abseits schneller Boliden gab es ebenfalls einiges zu entdecken. Mit Holy Magic Century schaffte es sogar erstmals ein (zumindest solides) Rollenspiel auf das N64.


The Legend of Zelda: Ocarina of Time: Für viele gilt es bis heute als das beste Videospiel aller Zeiten © Nintendo

Doch der wahre Heilsbringer war: The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Das Spiel verkaufte sich in kürzester Zeit mehrere Millionen Mal und brach alle Verkaufsrekorde. Es führte das N64 fast im Alleingang wieder auf Erfolgskurs. Die Famitsu, das populärste Videospielmagazin in Japan, vergab erstmals seit dem Bestehen seine Höchstwertung von 40 Punkten. Überhaupt wurde das Spiel auf dem gesamten Erdball mit Top-Wertungen und Preisen geehrt. Auch der langfristige Einfluss auf das Action-Adventure-Genre kann nicht hoch genug eingeschätzt werden und noch heute führt das Spiel zahlreiche Listen der bestbewertesten Spiele an wie beispielsweise auf Metacritic.


Der plötzliche Schwung an vor allem hochwertigen Spielen rettete das N64 vor der Bedeutungslosigkeit, die durch den ansteigenden Erfolg der PlayStation bereits den SEGA Saturn ereilt hatte. Von April 1998 bis zum März 1999 verkaufte Nintendo vor allem dank der zweiten Jahreshälfte immerhin 7,86 Millionen Geräte. Somit hatte man seit dem Verkaufsstart insgesamt 23,08 Millionen N64 abgesetzt. Dennoch hatte sich Sony mit über 50 Millionen verkauften PlayStation-Konsolen deutlich abgesetzt. Folglich musste Nintendo dieses Niveau halten, wenn man den Anschluss nicht verlieren wollte. Und die Anzeichen dafür standen nicht schlecht.


Im Jahr 1999 nahm die Spieleproduktion für das N64 weiterhin Fahrt auf. Das lag paradoxerweise auch an dem zunehmenden Erfolg der PlayStation. Die Spielehersteller klagten aufgrund des großen Angebots auf Sonys Konsole darüber, dass dort kaum noch hohe Abverkäufe möglich waren. Dazu kam die dortige florierende Raubkopiererszene, die ebenfalls an den Gewinnmargen nagten. Zwei Themen, die auf dem N64 keine Rolle spielten und so den Spielesupport der Nintendokonsole erstarken ließ. Vor allem die westlichen Hersteller versuchten mit ihren Spielen zu punkten: Turok: Rage Wars, Duke Nukem: Zero Hour, Quake II, Rayman 2 und Star Wars: Episode I - Racer sind nur einige Beispiele namhafter Vertreter aus dem Jahr 1999. Ebenso nahm die Genrevielfalt zu. Mit Shadowgate 64 kam das erste Adventure auf die Konsole und Westwood lieferte eine gelungene Umsetzung seines Echtzeit-Strategie-Hits Command & Conquer ab.


Der Anfang vom Ende


Während die westlichen Hersteller überwiegend respektable Arbeit vorzuweisen hatten, zeigten die großen japanischen Firmen wenig Bereitschaft Geld für N64-Produktionen auszugeben, was sicherlich an den schwachen Verkaufszahlen des N64 im Heimatland Japan liegen dürfte. Harvest Moon 64 war die einzige erwähnenswerte Produktion aus dem Land der aufgehenden Sonne für das gesamte Jahr 1999. Nintendo selbst führte seine Spieleproduktion ebenfalls zurück. Abgeschlagen hinter Sony und durch das Erscheinen einer neuen Bedrohung mit dem Namen Dreamcast, begann Nintendo in die Zukunft zu blicken und sich mit den Spieleentwicklungen für den N64-Nachfolger zu beschäftigen. Dennoch ließ man das N64 nicht fallen, sondern hatte damit begonnen Auftragsarbeiten an externe Entwicklungsstudios zu vergeben und diesen die eigenen Lizenzen anzuvertrauen. Hudson lieferte so mit Mario Party den Auftakt des bis heute erfolgreichsten Partyspiele-Franchises. Camelot erschuf mit Mario Golf das erste große Sportspiel mit dem Klempner. Rare kümmerte sich wie gewohnt um Donkey Kong und HAL Laboratory produzierte neben den Pokémon-Spielen den Überraschungshit Super Smash Bros.. Und es befanden sich bereits weitere Spiele in der Pipeline wie Mario Tennis und Excitebike 64. Dennoch war der Zeitpunkt zu spät. Mit dem Dreamcast war die erste Next-Generation-Konsole bereits am Markt und die PlayStation 2 stand in den Startlöchern. Kein Wunder also das Nintendo auf der E3 1999 erste Andeutungen zu dem Nachfolger mit dem Projektnamen Dolphin machte.


Übrigens erschien ganz nebenbei Anfang Dezember 1999 das 64DD – Japan-exklusiv und zwei Jahre nach dem ursprünglich geplanten Release – es scheiterte kläglich. Von 100.000 produzierten Laufwerke wurden gerade einmal 15.000 Exemplare verkauft. Von einstmals über 50 geplanten Spielen, erschienen nur noch neun.


Dinosaur Planet war nur eines von vielen noch vielversprechenden Spielen für das N64, das dank des plötzlichen Absturzes erst später auf dem Nintendo GameCube erschien. © Rare

Vom April 1999 bis März 2000 setzte Nintendo immerhin noch 6,49 Millionen Konsolen ab. Somit betrug die Gesamtmenge knapp 30 Millionen Geräte. Man war nicht mehr weit entfernt von den Verkaufszahlen des SNES. Unglücklicherweise stand das Jahr 2000 ganz im Zeichen der Next-Generation – allen voran der PlayStation 2. Auf der E3 2000 stiel Sony allen die Show. Nintendo blieb dennoch nicht ganz unbemerkt. Mit Titeln wie Dinosaur Planet, Conker‘s Bad Fur Day, Eternal Darkness und Resident Evil Zero befanden sich noch einige vielversprechende N64-exklusive Spiele für das kommende Jahr in der Entwicklung. Zunächst zählte aber das hier und jetzt. Und da überzeugten vor allem Mario Tennis, Perfect Dark und zum Weihnachtsgeschäft The Legend of Zelda: Majora‘s Mask. Aber trotz dieser Veröffentlichungen ging das N64 spürbar dem Ende entgegen. Umringt von der Next-Generation Dreamcast und PlayStation 2, die im Laufe des Jahres 2000 in allen wichtigen Regionen erschien, stürzten die Verkaufszahlen des N64 augenblicklich ab. Nintendo setzte vom April 2000 bis zum März 2001 nur noch 2,85 Millionen Geräte ab, wobei der Großteil davon dem Weihnachtsgeschäft inklusive dem neuen Zelda-Titel zu verdanken war. Für Nintendo war es sehr schwer geworden, neue Spieler anzulocken.


Plötzlich ging alles sehr schnell, die Spieleversorgung versiegte. Im gesamten Jahr 2001 erschienen weltweit noch 21 Spiele. Viele Entwicklungen wurden eingestellt oder für den GameCube, dem mittlerweile enthüllten N64-Nachfolger, umgesetzt. In Europa erschien mit Mario Party 3 das letzte Spiel am 16. November 2001. In Japan war am 20. Dezember Schluss, als Hudson Soft noch einmal ein neues Bomberman-Spiel (in 2D) herausbrachte. Einzig in den USA, wo Nintendo anteilig die größten Verkaufserfolge feiern konnte, kam im Jahr 2002 mit Tony Hawk‘s Pro Skater 3 noch ein Spiel heraus. Die Verkaufszahlen der Konsole selbst fielen im letzten Jahr auf rund 500.000 Stück. Am Ende betrug die Gesamtmenge verkaufter N64-Konsolen 32,93 Millionen.


Das Erbe


Obwohl das N64 nicht an den Erfolg des NES und SNES anknüpfen konnte und es für Nintendo den Verlust als Weltmarktführer auf dem Konsolenmarkt bedeutete, gilt das N64 nicht als Flop und war nicht unbedeutender als seine Vorgänger. Alleine die zahlreichen Klassiker wie z.B. The Legend of Zelda: Ocarina of Time, Perfect Dark, Super Mario 64, Paper Mario und Banjo-Kazooie sind bei vielen Spielern bis heute unvergessen und haben die Welt der Videospiele bis heute geprägt. Doch auch das Erbe der N64-Konsole selbst ist bis heute allgegenwärtig:


Jedes Mal wenn man sich zu viert vor einer Konsole versammelt und zusammen spielt; jedesmal wenn man dank des Analog-Sticks seinen Rennboliden geschmeidig durch die Kurven lenkt; bei jeder Vibration des Controllers, wenn der Bildschirm durch eine Explosion erschüttert wird; und bei jeder Runde Halo, Call of Duty oder sonst einem Ego-Shooter auf der Konsole, darf man sich daran erinnern, dass dies eine Spielekonsole etabliert hat: das Nintendo 64!


Berichtsbild: © Nintendo

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Kommentare 12

  • bartu

    Turmgeist

    Zitat von FALcoN

    Jedes Mal wenn man sich zu viert vor einer Konsole versammelt und zusammen spielt; jedesmal wenn man dank des Analog-Sticks seinen Rennboliden geschmeidig durch die Kurven lenkt; bei jeder Vibration des Controllers, wenn der Bildschirm durch eine Explosion erschüttert wird; und bei jeder Runde Halo, Call of Duty oder sonst einem Ego-Shooter auf der Konsole, darf man sich daran erinnern, dass dies eine Spielekonsole etabliert hat: das Nintendo 64!

    So ist das... Schön geschrieben!

  • Tisteg80

    Meister des Turms

    Ich weiß nicht mehr, wann ich eingestiegen bin. Es könnte im Dezember 1998 gewesen sein, möglicherweise aber auch erst im Laufe des Jahres 1999. Aber den Hintergrund meines Kaufs werde ich wohl nie vergessen. Und dieser zeigt, dass diesem Bericht ein ganz großes Plus des N64 fehlt: die Wrestling-Games von THQ.


    Mit meiner Schwester war ich in Karlsruhe zum Einkaufen. Wir besuchten die üblichen Geschäfte wie Karstadt und Hertie. Letzterer hatte eine Elektronik-Abteilung, die mit Milchglas-Scheiben ein bißchen abgetrennt vom restlichen Angebot war. Wir stöberten so ein bißchen durch das Angebot (Gott, das fehlt mir heutzutage so sehr) und unser Augenmerk fiel auf eine Demostation: Auf dem eingeschlossenen N64 lief mit "WCW vs. nWo Revenge" ein Wrestlingspiel, das den Hype rund um die nWo voll ausnutzte.


    Natürlich schnappten wir uns als Wrestling- und WCW-Fans den Controller und probierten das Spiel aus. Vorher hatten wir schon auf der Playstation Wrestlingspiele gespielt, aber das hier war im Gegensatz zu den WWF Games einfach unglaublich. Dieser Detailreichtum! Wie sich Raven in der Ringecke beim Betätigen des Taunt-Buttons nach unten sacken ließ, um sich mit dem Handrücken die Nase abzuwischen... Verdammt, auf so eine Kleinigkeit legten die Entwickler echt Wert? Das war fantastisch! Und es ließ sich auch verdammt gut steuern, ein weiteres tolles Feature.


    Kurzerhand entschlossen wir uns, ein N64 samt zweitem Controller und dem Spiel mitzunehmen. Zuhause angekommen bauten wir es direkt auf. Als unser Vater einen Tag später die Konsole sah, fragte er, was das denn sei. Wir behaupteten einfach, die Konsole wäre schon eine Weile vorhanden gewesen und wir hätten sie jetzt einfach mal wieder aufgebaut.... :)


    Später kauften wir natürlich auch noch WWF Wrestlemania 2000 und WWF No Mercy. Viele Jahre später spielten wir diese Spiele immer mal wieder für einige Zeit, weil sie einfach in Sachen Gameplay das Nonplusultra darstellten. Für mich kam erst mit WWE 2K17 die Wachablösung, das auf mich einen hervorragenden Eindruck machte.


    Heute liegt das N64 die meiste Zeit des Jahres gut verpackt im Keller - die meisten der Spiele sind einfach furchtbar schlecht gealtert, weil die Grafik schon damals keine Bäume ausriss. Aber die guten alten Wrestlinggames, die gehen immer noch, wenn man zwei Augen zudrückt und sich erst mal in ein Match mit einem menschlichen Mitspieler stürzt. Das Buttonmashing, wenn man gecovert wird und unbedingt nochmal rauskommen will... zeitlos! Und die Wrestlinggames von THQ sind der Grund, warum ich vor einiger Zeit in ein französisches N64 mit RGB Mod investiert habe, sowie in einen HDMI-Adapter, um bei Bedarf auch am 4K TV in den Ring steigen zu können.

  • dr.retro

    Retrogamer aus Leidenschaft

    Also 6 Spiele zum europäischen Verkaufsstart, da lege ich ein Veto ein: es waren zwei, da hat sich die Konkurrenz in der Werbung sogar drüber lustig gemacht.
    Allerdings sind nach Verkaufsstart, 1. März, schon am 4. März weitere Spiele hinzugekommen.
    Das weiß ich noch, weil ich unbedingt Star Wars haben wollte und das erschien wenige Tage später.

  • Tarik

    Turmbaron

    Das waren einfach Zeiten. Ich besaß nie ein Nintendo 64, aber gefühlt jeder Kumpel und so wurde nach der Schule quasi immer irgendwo Smash oder Mario Kart gezockt. Auch Bomberman 64 hat viel Spaß gemacht.


    @ntower:
    "gilt das N64 nicht als Flop und war nicht unbedeutender wie seine Vorgänger"
    *als


    "z.B."
    *z. B.


    :)

  • Darklink666

    Turmheld

    Schöner Artikel.
    Der Misserfolg drunt5des N64 hat ein paar Faktoren. Hauptgrund ist mit Sicherheit das Modul. Esvwar einfach zu teuer. Man zahlte für diverse Spiele das Doppelte wie für ein ps1-Game, zudem wdgar es fast unmöglich, Videosequenzen wie in FF etc auf das modul zu packen.
    Dass dann noch diverse Entwickler ihre Franchises lieber auf der Ps1 veröffentlichten, da sie hier höheren absatz vermuteten (ein Trugschluss), war natürlich auch ein Grund.
    Der rieseige Erfolg der ersten Playstation war aber auch darin begründet, dass man gebrannte Spiele spielen konnte. Das fühlte sich gerade bei den Kids verwegen an.


    Nintendo selbst brachte zusammen mit Rare ein unfassbar gutes Lineup an Spielen. OoT, Mario64, Golden eye, Mario Kart64, SSB, Bajo Kazooie, Diddy Kong Racing, DK64 etc. gehörten zu den besten Spielen der ersten 3D-Generation.

  • Nzocker

    Turmritter

    @Tarik


    Flop nein, aber mehr eine Evolution was 3D Spiele angeht

  • otakon

    Ssssssssswitch

    Schöner artikel.
    Wir hatten viel Spaß mit der Konsole, jedes Wochenende erst durch diverse Comic Läden getourt dann was essen und zocken bis spät in die Nacht.

  • Yami-Silver

    Turmheld

    Ich weiß es noch genau.
    Im Sommer 1996 habe ich angefangen zu sparen für das N64. Dann wurde es ruhig und durch war mit meinen Eltern am 02.Januar 1997 einkaufen und dort lag im Kaufhaus ein Sonderheft des Nintendo 64 vor. Da stand drin, dass man es sofort vorbestellen konnte. Natürlich bin ich einen Tag später zu meinen damaligen Stammladen gegangen und war der erste der dort das Nintendo 64 vorbestellt hat für 100 DM Anzahlung. Dafür bekam ich eine Urkunde und einen Mario Pin der auf einen N64 Logo stand. Da der 01.März 1997 ein Samstag war und meine Eltern einen Termin an den Tag hatten, so fuhren wir am 28.02.1997 zum Laden und haben sie mit Super Mario 64 und Pilotwings 64 einen Tag vorher bekommen. Wie ich erfahren hatte, war am Release Tag ca. 50 Leute im Laden und nur 3 Stück wurden ausgeliefert (meine, die meines besten Freundes der sie sofort nach mit vorbestellt hatte und noch jemanden).
    Seitdem hatte ich über mehrere Jahre viele gute Erinnerungen an diese Zeit.
    Ich erinnere mich noch das ich damals Geld verlangt habe wenn jemand meine Controller benutzt hatte für Multiplayer Games (1 DM für 4 Stunden). Das Geld habe ich gesammelt und einmal im Jahr neue Analogsticks bei Nintendo für alle 4 Controller bestellt und diese dann ausgetauscht (haben jeweils 20 DM gekostet). Vom Restlichen Geld haben wir dann Pizza bestellt (Freunde die ihren eigenen Controller immer mitgebracht haben mussten nur ihre Pizza später bezahlen).


    Der Konsolen Krieg zwischen Nintendo und Sony war mit damals egal. Habe meine PS1 erst 1999 mit geholt mit Final Fantasy VII, Castlevania SotN und Metal Gear Solid.

  • FALcoN

    Hüter der Spiele-Datenbank

    @Tisteg80 @Yami-Silver
    Ihr könnt euch aber noch gut an die Kaufumstände erinnern 8o
    Ich weiß überhaupt nicht wann und wie ich das N64 bekommen habe, da ich noch einige Zeit mit dem SNES meinen Spaß hatte. Ich weiß nur noch, dass ich das N64 vor dem Erscheinen von GoldenEye in meinem Besitz hatte, weil das war das erste Spiel das ich mir selbst (und heimlich :whistling: ) gekauft habe als es herauskam :D


    @dr.retro
    Offiziell gelten sechs Spiele als Launchspiele. Es kam allerdings in einigen Regionen und Ländern zu Verzögerungen bei der Auslieferung. Warum genau, weiß außer Nintendo aber vermutlich Niemand genau. Vielleicht hatten sie Probleme in der Logistik oder bei der (PAL-)Modulproduktion :/


    Aber das sich die Konkurrenz durch Werbung in Europa darüber lustig gemacht hat, habe ich gar nicht mitbekommen. Da müssen Sony und SEGA aber extrem schnell reagiert haben, wenn sie die wenigen Tage ausgenutzt haben bis es die übrigen Spiele überall zu kaufen gab :D


    @Tarik
    Danke für den Hinweis. Aber letzteres ist als alternative Schreibweise anerkannt.

  • Tarik

    Turmbaron

    Vom Konsolenkrieg habe ich auch nicht viel mitbekommen. Ich kannte vielleicht zwei Personen mit einer Playstation, die dann aber nur jeweils Spiele spielten (Tomb Raider, Autorennen), die ich so oder so ähnlich auch auf dem PC hatte. Da verspürte ich jetzt nie das "Die Konsole brauche ich"-Bedürfnis.
    Beim N64 hingegen war ich ehrlich gesagt schon immer bissl neidisch auf meine Freunde. :)
    Da gab es einfach die spaßigsten Spiele überhaupt.


    @Nzocker
    Hm? Ich bin mir nicht ganz sicher, was du von mir möchtest.
    Ich habe doch nur einen Satz aus der News zitiert. :)


    @Tarik
    Danke für den Hinweis. Aber letzteres ist als alternative Schreibweise anerkannt.

    Wirklich kein Angriffsversuch (denn es interessiert mich wirklich), aber hast du dafür eine Quelle?
    Ich kenne es nur mit Leerzeichen:
    https://www.duden.de/rechtschreibung/z__B_
    und
    http://www.neue-rechtschreibun…rzeichen-nicht-vergessen/

  • FALcoN

    Hüter der Spiele-Datenbank

    @Tarik
    Sehe es auch nicht als Angriffsversuch. Wenn ich bei so einem Text als Hobby-Autor nur so wenige Fehler mache, darf ich wohl stolz darauf sein. Wenn ich manche Tageszeitungen so ansehe, wo die Texte von bezahlten Redakteure verfasst werden, komme ich im Vergleich häufig besser weg :D


    Ich habe jetzt bis auf das hier keine direkte Quelle. Aber wir haben es damals in der Oberstufe nach der Rechtschreibreform alternativ so schreiben dürfen. Abkürzungen wie z.B.; z.Hd.; u.a.


    Im Internet findet man dazu aber so gut wie nichts. Wäre wirklich interessant den genauen Sachverhalt nochmal in Erfahrung zu bringen.

  • Tarik

    Turmbaron

    @FALcoN
    Interessant. Ungeachtet des "zweifelhaften Rufes", den das Wiktionary genießt, wurde es aber auch noch nicht von einem der 1000 Autoren dort entfernt, also muss es noch auf einer Grundlage fußen.


    Geht man hingegen auf die dort verlinkte Zeite zur Schreibweise ohne Leerzeichen (https://de.wiktionary.org/wiki/z.B.) steht dort:
    "In den in der BRD amtlichen Regeln von 2006 (überarbeitet 2010/2011, § 101, S. 100) und auch bei duden.de und im wissen.de-Wörterbuch wird die Abkürzung getrennt geschrieben (z. B.)."


    Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte - ich würde hingegen zum Leerzeichen raten.
    Habe es über 2/3 meines Lebens aber auch falsch geschrieben, falls es dich beruhigt. :D