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Videospiele – ein gemeinsames Hobby von Vater und Sohn Spezial

Spätestens in dem Augenblick, als ich das erste Mal den Controller des NES in meinen Händen hielt und die ersten Minuten Super Mario Bros. 3 erlebte, war ich hin und weg von Nintendo. Videospiele sind seit jeher fester Bestandteil meines Lebens und sind spätestens seit meinem Beginn bei ntower auch eines meiner größten und zeitintensivsten Hobbys. Da ich jedoch auch zweifacher Papa bin, möchte ich meine Gedanken zu dem Thema „Videospiele – ein gemeinsames Hobby von Vater und Sohn“ teilen. Beim Lesen der folgenden Zeilen wünsche ich euch viel Spaß und freue mich über eure Meinungen und Erfahrungen hierzu!


Ein Hobby für Vater und Sohn


Beginnen möchte ich im Jahr 2014, in welchem mein ältester Sohn geboren wurde. Zu diesem Zeitpunkt stellte sich mir die Frage, inwiefern es möglich ist, Vater zu sein und gleichzeitig ein Hobby zu praktizieren, bei welchem der Fernseher stets fester Bestandteil ist. Glücklicherweise war ich zum damaligen Zeitpunkt im Besitz der von vielen gehassten Wii U. Für mich persönlich war sie jedoch die richtige Konsole zur richtigen Zeit. Schnelle Spiele zwischendurch fernab des Fernsehers waren möglich, was vielerlei Vorteile mit sich brachte. Zum einen war man als Vater mobil und konnte nebenbei unterschiedlichste Dinge erledigen, zum anderen war man nicht auf einen alles erhellenden Fernseher angewiesen. Diese Kombination ermöglichte mir einen problemlosen Übergang vom Normalo zum Vater in Bezug auf das Praktizieren von Videospielen.


Gemeinsam macht es doppelt Spaß! © Nintendo

Je älter mein Sohnemann wurde, desto mehr Interesse zeigte er an meinem Hobby. Grund dafür waren beispielsweise meine Sammlung an allerlei Artikeln aus dem The Legend of Zelda-Universum und meine wachsende Anzahl an amiibo. Vor allem Letztere will ich in unserem Haushalt nicht mehr missen, da ich es als Nintendo-Fan bezaubernd finde, wie beispielsweise Mario, Bowser und Co. in die Playmobil-Landschaft im Kinderzimmer einziehen. Der wahre Sinn der Figuren bleibt so zwar etwas auf der Strecke, sie erhalten aber so eine bedeutendere Rolle, anstatt sie nur einmalig im Spiel einzusetzen. Für mich persönlich daher eine fabelhafte Erfindung. Wie viele und ob man überhaupt von ihnen als Vater und Nintendo-Fan amiibos benötigt, möchte ich nicht zum Thema machen. Für meinen Sohn ist es aber ein tolles Erlebnis, die Figuren, die wir zuvor noch auf den Verpackungen der Spiele und dann im TV gesehen haben, in sein Spiel im Kinderzimmer zu integrieren. Obwohl sie bis auf wenige Ausnahmen zu keinerlei Bewegung fähig sind, nehmen sie einen festen Anteil im Spiel mit den Landschaften meines Sohnes ein. Dadurch sind sie für mich ein wirklicher Gewinn, neben der Nutzung in Titeln wie Super Smash Bros. Ultimate oder The Legend of Zelda: Link's Awakening.


Weiter haben wir uns im Jahr 2018 definitiv in die Nintendo Labo-Reihe verguckt. Endlich erhalten wir dank Nintendo eine Möglichkeit, Videospiele und Realität auf so eine spannende Weise zu verbinden, wie es für ein Kind in diesem Alter vorher nicht möglich war. VR und andere Spielereien sind einfach bei Weitem nichts für Kleinkinder, weshalb mir diese Kombination aus alltäglichen Arbeiten mit Materialien wie Pappe und der Möglichkeit diese mit Videospielen zu verbinden, entgegenkam.


Nintendo Labo ist wie gemacht für uns. © Nintendo

Natürlich kann man nicht darüber hinwegsehen, dass wir beim Nintendo Labo: Toy-Con 01 - Multi-Kit nur kurze Zeit Spaß hatten und wir auch die Programmiermöglichkeiten nicht nutzten. Hinzu kommt der anfänglich stets sehr hohe Preis, der im ersten Moment abschreckt. Der gemeinsame Aufbau über mehrere Tage und Wochen hinweg und der Spielspaß am Ende reichen uns jedoch vollkommen aus, um bei einem Sale zuzuschlagen. Somit sind wir jetzt sogar im Besitz aller Nintendo Labo-Sets, die es bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt. Vor allem für Kinder, die weniger Spaß am Basteln haben, dafür aber an der virtuellen Welt, schafft man neuartige Erfolgserlebnisse, da die Nintendo Labo Sets ab ca. 4 Jahren super in Zusammenarbeit mit einem Erwachsenen gebaut werden können. Aufgaben können geteilt werden, man kann gemeinsam überlegen, wie die Teile zusammengesetzt werden und das Hinarbeiten auf ein gemeinsames Ziel ist fester Bestandteil des Erlebnisses. Ich denke man merkt es: Wir sind begeistert.


Und heute? Mein kleiner (nun bereits sehr großer) Sohn und ich haben ein Hobby entdeckt, dass zusammen einfach mehr Spaß macht. Sei es beim Bau des neuesten Pappsets aus der Nintendo Labo-Reihe oder beim Bewältigen des nächsten Stockwerks in Luigis Mansion 3. Zusammen macht es einfach mehr Spaß, wie er es selbst beschreibt, und da stimme ich voll und ganz zu. Er hat in mir und ich in ihm den perfekten Spielpartner gefunden. Dass dieser all meine Schätze aus dem Hause Nintendo ebenso wertschätzt und behütet wie ich selbst, ist zwar auf der einen Seite Erziehung, ich glaube jedoch, dass auch ihm dieses Interesse, wie einst mir, in die Wiege gelegt wurde. Das erfüllt mich mit Stolz.


amiibo gehören zu unserem täglichen Spielen dazu – auch fernab des Fernsehers. © Nintendo

Und genau hier liegt für mich persönlich der größte Reiz im Spielen mit meinem Sohn. Wir sind perfekte Spielpartner füreinander. Ich diene ihm als Experte, der die Steuerung schnell verinnerlicht, ihm diese erklären kann und schwierige Passagen meistert. Und er ist der interessierte, der meine Hobbys teilt, Spaß an den gleichen Dingen hat wie ich und der etwas Neues erfahren und letztlich auch lernen (im weitesten Sinne) möchte. Wenn man so will, gehen wir eine Symbiose ein, die einfach perfekt passt.


Und bevor jetzt Kritik kommt über die Fernsehzeit von Kindern und Jugendlichen: Man lernt bei so einem Hobby nicht nur die virtuelle Welt kennen, sondern übt sich in Regeln wie festen Zeiten, Kooperation und Rücksichtnahme und schult nebenbei auch Kompetenzen wie Selbst-, Sprach- oder Sozialkompetenz. Als Eltern muss man einen gesunden Rahmen schaffen, der sich von Kind zu Kind unterscheidet und dazu fordere ich auch auf. Ohne Reglementierung der Eltern funktionieren Videospiele nicht. Gleichzeitig sollen diese aber nicht verteufelt werden. Warum iPad, Nintendo Switch und Co. vor Kindern verstecken, während wir selbst täglich damit konfrontiert werden. Warum nicht also die Möglichkeiten und Gefahren aufzeigen und gemeinsam erleben. Wir bekommen heutzutage durch die mediale Unterstützung unfassbare Möglichkeiten dargeboten. Wenn wir es schaffen, unseren Kindern diese verantwortungsvoll zugänglich zu machen, stehen ihnen alle Pforten offen.


Videospiele schaffen Raum für Dialoge


Und was machen die Eltern, die nichts mit Videospielen anfangen können, aber dafür begeisterte Kinder haben? Interesse zeigen und entwickeln! Videospiele müssen nicht jeden begeistern. Aber alle Eltern sollten mit ihren Kindern spielen oder sie zumindest dabei begleiten, um zu wissen, warum sich die Carrera-Bahn von Mario Kart oder das Shirt von Fortnite gewünscht wird. Zeigt Interesse an euren Kindern und an dem, was sie interessiert. Lasst sie nicht spielend in ihrem Zimmer allein, nur weil das USK-Logo suggeriert, die Spiele sind für ein gewisses Alter angemessen. Informiert euch gemeinsam, lernt gemeinsam, habt gemeinsam Spaß. Die virtuelle Welt ist keine Gefahr, sondern eine Möglichkeit, die Beziehung zwischen Eltern und Kindern auf einer neuen Ebene zu fördern.


Wie steht ihr zu Videospielen mit euren Kindern?


Berichtsbild: © Nintendo

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