Ein Blick auf Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle: Volume 1 und 2

Spezial

Rund ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung von Layton's Mystery Journey: Katrielle und die Verschwörung der Millionäre für den Nintendo 3DS strahlte LEVEL-5 mit Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle einen neuen Anime zum Videospiel im japanischen Fernsehen aus, dessen 50 Folgen binnen kürzester Zeit für große Beliebtheit innerhalb der Community sorgten. So war es nur eine Frage der Zeit, bis eine lokalisierte und synchronisierte Fassung auch nach Deutschland kam. Passend mit der Portierung des Videospieles auf die Nintendo Switch veröffentlichten Koch Films und KSM Anime im November des vergangenen Jahres die ersten 10 Folgen im Handel – gefolgt von Volume 2 mit weiteren 10 Folgen im vergangenen Februar. Noch bevor Volume 3 am 20.05.2020 in den Handel kommt, haben wir einen Blick auf die ersten 20 Folgen von Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle geworfen und verraten euch in den nachfolgenden Zeilen, ob sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger einen Blick auf den Anime zu der beliebten Videospielreihe werfen sollten.

Katrielle und die Suche nach ihrem Vater – Professor Layton

Nach dem Verschwinden von Professor Hershel Layton tritt dessen Tochter Katrielle Layton in Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle in die Fußstapfen der weltbekannten Schnüffelnase und versucht – möglichst unabhängig von dem exzellenten Ruf und dem Verschwinden ihres Vaters – mit einer neuen Detektei in London ihre berufliche Karriere voranzubringen. Gemeinsam mit ihrem redseligen und emotionalen Assistenten Ernest Drowrig sowie dem sprechenden Hund Sherl macht sich das ungleiche Trio in jeder Folge auf eine neue Reise, um die rätselhaftesten Fälle der Mandanten aufzuklären. Dementsprechend schließen die Handlungen nach jeder Episode ab und der Fall wird aufgeklärt – nur in den seltensten Fällen erstreckt sich das gleiche Thema über mehr als eine Folge.

Katrielle hat stets einen flotten Spruch auf den Lippen. Typisch britisch: Natürlich bei einem Tee und Kuchen. © KSM Anime / Koch Films

Doch auch wenn die Rätselfälle und Geschichten meist ein gutes Ende nehmen, stellt sich Katrielle Layton dennoch immer wieder dieselbe Frage und ist auf der Suche nach einer Antwort zu dem mysteriösen Verschwinden ihres Vaters. Das Thema steht nicht im Vordergrund bei den Episoden, dennoch erhält Katrielle regelmäßig weitere Hinweise zu dem wohl größten Fall ihrer noch jungen Karriere als Detektivin: Die Suche nach ihrem Vater – Professor Layton. Obwohl sich Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle in Japan offensichtlich an dem jüngeren Publikum orientierte, ist nicht der Fall um das Verschwinden von Professor Layton der große Star des Animes, sondern die tiefgründigen Fälle und teils gruseligen Geschichten der Mandanten. So werden alltägliche Situationen und Sorgen wie psychische Probleme, Trauer und Kummer sowie das Sterben thematisiert – während Geister und Zombies für manch einen gruseligen Moment sorgen können.

Natürlich wird vieles mit einer großen Portion Witz und Humor erklärt und damit die Sensibilität der Themen heruntergeschraubt, allerdings macht man sich in einem jüngeren Alter auch vermutlich noch weniger Gedanken und betrachtet sowas aus einem neutralen Blickwinkel. Genau das macht Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle aber für das erwachsene Publikum interessant und so sorgten der Großteil der Folgen zwar für ein Schmunzeln und Gelächter, aber auch für traurige und nachdenkliche Momente. Wer in solch einem Genre aber gern selbst vor dem Fernseher miträtseln möchte, wird mit Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle nur wenig Freude haben. Im Laufe der jeweiligen Folgen werden zwar die Hinweise hervorgehoben und am Ende auch noch einmal zusammengefasst, allerdings fehlen für ein eigenständiges Lösen der Rätsel viele wichtige Szenen, die in den 25 Minuten nicht gezeigt werden. Wahrscheinlich um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Unsere Meinung zu Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle

Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle ist wahrlich wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Bereits in den ersten Folgen werden einige ernste Probleme und Sorgen der heutigen Gesellschaft thematisiert, sodass es auch durchaus Folgen gab, in denen dem Zuschauer viele wichtige Werte und Emotionen mit auf dem Weg gegeben wurden. Natürlich sprechen wir hier nur von ein paar Folgen, denn im Großen und Ganzen sorgen die meisten der bisher veröffentlichten 20 Episoden mit Verspieltheit und Humor für einige entspannte Stunden auf der Couch vor dem Fernseher – und zwar für die ganze Familie.

Ist das etwa...? In manchen Folgen bekommt auch der weltbekannte Professor Layton ein kleines bisschen Sendezeit! © KSM Anime / Koch Films

Die nun mehrfach von mir gelobten Geschichten und der bunte Zeichentrickstil, die verschiedenen Schauplätze und flüssigen Animationen sorgen für ein stimmiges, visuelles Gesamtbild. Die wirklich hervorragende Synchronisation von Corinna Dorenkamp als Katrielle Layton und Alexander Merbeth in der Sprechrolle von Ernest Drowrig sowie natürlich auch sämtliche andere Synchronsprecher – eine Nennung jeder einzelnen Person würde hier vielleicht etwas den Rahmen sprengen – haben in den bisherigen Episoden eine großartige und authentische Arbeit geleistet und schaffen es, den jeweiligen Charakteren das gewisse Etwas und Leben in dessen, teils außergewöhnlichen, Eigenschaften einzuhauchen. Ich bin ein großer Fan von Filmen, Serien und Animes in der originalen Sprachausgabe und je nach Sprache dementsprechend mit Untertiteln, aber aufgrund der lobenswerten Umsetzung war dies hier nicht von Nöten.

Sollte ich etwas kritisieren müssen, dann wären es die angedeuteten Interaktionen. Sobald sich eine Folge dem Ende neigt, spricht Ernest Drowrig zu dem Zuschauer und fasst die Folge und die Hinweise in zwei Sätzen zusammen. Aber wenn ich schon gefragt werde, möchte ich auch alle Inhalte sehen und über die komplette Faktenlage in Kenntnis gesetzt werden. So entwickelte sich fast jeder Rätselversuch zu einem blinden herum gerate, wo die eigenen Schlussfolgerungen nur selten mit dem eigentlichen Ende der Folge übereinstimmte. Allerdings ist das wirklich nur die gesuchte Nadel im Heuhaufen, denn wir sprechen hier noch immer von einer der besten Animeadaptionen zu einem Videospiel, die ich bisher gesehen habe. Spätestens wenn mit Volume 5 die finalen Folgen über meinen Fernseher flimmern, werde ich einen weiteren Bericht mit einem endgültigen Fazit schreiben. Bis dahin kann ich Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle jedem ans Herz legen, der mit der Videospielreihe oder dem Genre etwas anfangen kann – egal, ob Kind oder Erwachsener.

Sichert euch Detektei Layton – Katrielles rätselhafte Fälle: Volume 1-3

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Berichtsbild: © KSM Anime / Koch Films

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