PC-Spieletest: Dragon Ball Z: Kakarot

Über den Tellerrand

Zwar ist das Spiel bereits seit einigen Monaten erhältlich, aber nichtsdestotrotz haben wir die derzeitige Situation ausgenutzt, um Mal einige Spiele von unserem Pile of Shame abzubauen. Darunter war auch das Spiel Dragon Ball Z: Kakarot, das im Januar für sämtliche Plattformen, bis auf Nintendo Switch, erschienen ist. Da ich großer Dragon-Ball-Fan bin und auch die Dragon-Ball-Super-Serie nach diesem Spiel angefangen habe, nutze ich die Tellerrand-Rubrik, um einen kleinen aber feinen Eindruck zu hinterlassen, den ich beim Spielen erfahren habe.

Die Dragon Ball Z-Story ist vertraut und wurde in diesem Spiel sehr gut wiedergegeben. Gerade die Zwischensequenzen sind eine Augenweide. © Bandai Namco Entertainment

In der Vergangenheit gab es bereits für sämtliche Plattformen gute, aber auch schlechte Dragon Ball-Spiele. Das Super Nintendo erhielt in Japan sogar einige Dragon-Ball-Z-Spiele mit denen man die Serie nachspielen konnte. Nun im Jahr 2020 kommt Bandai Namco Entertainment in Kooperation mit dem Entwickler-Studio CyberConnect2 nach einigen Prüglern mit der Dragon-Ball-Z-Reihe zurück und möchte die Z-Saga in einem Spiel chronologisch erzählen und spielbar machen. Das Spiel fängt auch da an, wo sich Dragon Ball Z-Fans am wohlsten fühlen: In den eigenen vier Wänden von Son Goku, Chichi und deren Sohn Son Gohan. Die größten Gefahren und Feinde müssen von der Erde vertrieben oder vernichtet werden. So wird fast die komplette erste Saga, die Saiyajin-Saga, als Tutorial verkauft, um sich nach und nach mit dem Spielprinzip des Action-Rollenspiels auseinanderzusetzen. Später bei Freezer, Cell als auch Boo wird euch immer mehr bewusst, wie schnell ihr euch in das Prinzip eingespielt habt, ohne dabei den Anschluss an neue Gameplay-Elemente zu verlieren. Während eures Abenteuers steuert ihr nicht nur Son Goku, sondern auch Piccolo, Son Gohan oder auch Vegeta. Jeder Charakter verfügt über individuelle Attacken, die auch originalgetreu aus der Serie übernommen wurden. Auch ein etwas kompliziert verzweigter Talentbaum für Superfähigkeiten und positive Buffs via Nahrungsmittel stehen auf der Speisekarte.

Geschickt abgerundet wird das Abenteuer von der liebevoll gestalteten Welt. Zwar reißt die Grafik keine Bäume aus, aber die Gegenden sind ein wahres Highlight für Dragon-Ball-Z-Fans. Es ist einfach ein Erlebnis und eine einmalige Erfahrung durch die Gegend zu rennen oder zu fliegen und sich jede Ecke ganz genau anzuschauen. Wer aber Lust hat, kann sogar mit seinen Attacken die Gegend zerstören, die sich aber nach einem Neustart wieder erneuert. Ebenso sind einige Anspielungen aus alten Dragon-Ball-Tagen vorhanden. Apropos alte Dragon-Ball-Tage, ihr findet im gesamten Abenteuer verteilt einige Sammelgegenstände. So könnt ihr nochmals den allerersten Einblick in die erste Dragon-Ball-Serie Revue passieren lassen. Das Gesamtbild zwischen Anime und Spielewelt wurde sehr gut und charmant umgesetzt und lässt DBZ-Herzen höherschlagen. Die Welt ist wirklich sehr offen, aber es fehlen doch noch so einige Elemente, die wir aus anderen Spielen kennen. So sind viele NPCs eher steif umgesetzt worden und auch, dass man einige Gebäude nicht betreten kann, fühlt sich nicht vollwertig an. Doch dies wird mit bekannten Charakteren aus dem DB-Universum wieder gut gemacht. Egal ob Muten Roshi, Uranai Baba oder Oolong, ihr trefft sie wirklich alle. Praktisch ist auch, dass ihr bei einem Treffen deren Abzeichen erhaltet, die ihr in eine Art Community-Board hinzufügen könnt. Anhand dessen könnt ihr Charaktere mit Geschenken aufleveln und erhaltet bei geschicktem Einsetzen Vorteile bei verschiedenen Handlungen des Spiels. Egal ob es das Kämpfen, Kochen oder die Freundschaft ist.

Je nach Spielverlauf könnt ihr immer mehr Orte eurer Karte entdecken, erkunden und Nebenaufgaben erledigen. © Bandai Namco Entertainment

Auch Wow-Effekte habe ich zahlreiche gehabt. Zwar habe ich es kommen sehen, doch nachdem euch das Spiel, wie auch in der Serie, vermittelt hat, dass Vegeta unglaublich böse ist, übernehmt ihr sogar die Kontrolle über ihn auf dem Planeten Namek. Das sind wirklich schöne Details, auf die die Entwickler geachtet haben und die das Gameplay sehr vollwertig wirken lassen. Falls ihr vorhaben solltet, das Spiel mal zu spielen, empfehlen wir euch die Talentbäume als auch die Attacken bei einer Übernahme eines Charakters oder einer Gruppe zu erweitern oder anzupassen. Nur so werden euch die Kämpfe gegen die Bösewichte stets leichtfallen.

Die Kämpfe sind nicht rundenbasiert, sondern erinnern etwas an eine leichtere und einstiegsfreundlichere Variante der Xenoverse-Spiele. Zwar gibt es hier und da mal eine Tastenkombination, das sprengt aber nicht unnötig den Rahmen. Das bedeutet, ihr führt mit einem einfachen Tastendruck Attacken aus, die in anderen Spielen erst mit einer Kombination aktiviert werden müssen. Dafür hatte ich das Gefühl, dass hier mehr die Taktik im Vordergrund steht und ihr darauf achten müsst, in perfekten Momenten auszuweichen oder sich einen Weg zum Gegner zu bahnen. Nach erfolgreichen Hieben ist es wichtig, den Gegner auch zu betäuben und ihn im perfekten Moment viel Schaden zuzufügen oder auch ein Kamehame-Ha auszuführen, wenn der Gegner gerade auf euch zugeflogen kommt, um somit selber die Deckung nicht aufzugeben. Falls ihr in einer Gruppe kämpft, könnt ihr eine Z-Kombo ausführen, die eine kleine Zwischensequenz mit sich bringt. Ab und zu wirken die Kämpfe sehr unübersichtlich, wenn ihr in kleinen Gebieten mit vielen Gegnern seid. Nichtsdestotrotz ist das Kampfsystem zwar leicht, aber auch schnell zu durchschauen. Wer schnell die KI auflädt und immer wieder die großen Attacken ausführt, hat auf jeden Fall stets ein leichtes Spiel.

Neben den großen Fights begegnet ihr in der freien Welt auch kleinen Gegnern, die euch zufällig verfolgen und eine Tracht Prügel haben wollen. Leider empfand ich das weniger motivierend und war von diesen Kämpfen schnell genervt. Auch Nebenaufgaben standen auf der To-Do-Liste, die aber keine Pflicht sind. Schließlich versorgen die Hauptaufgaben den Spieler mit genügend Erfahrungspunkten, so dass man nicht den Anschluss verliert. Nach einigen großen Updates des Spiels empfanden wir aber auch, dass nochmals etwas an der Balance geschraubt wurde. Im späteren Verlauf hat das Spiel nach einem etwas größeren Update sehr stark angezogen, so würden wir euch empfehlen, das Spiel ganz normal zu erleben, denn schließlich gibt es in den Nebenaufgaben einige Überraschungen, die es in der Serie nicht gab. So wurden einige Storyelemente hinzugefügt, die die Welt zuvor nie gesehen hat. Und ganz ehrlich: Das Spiel lebt einfach von der Bewältigung dieser Aufgaben, sowie dem Sammeln von unzähligen Gegenständen.

Audiovisuell wurde das Spiel mit einer japanischen und englischen Sprachausgabe ausgestattet. Beide Varianten sind verdammt gut und geben den typischen Dragon-Ball-Charme gut wieder. So sind auch wieder unzählige bekannte Witze mit an Bord, die in diesem Spiel nicht fehlen dürfen. Muten-Roshi ist als Lustgreis besonders stark vertreten. Dragon Ball Z: Kakarot ist ein 100 prozentiges Einzelspieler-Erlebnis, Multiplayer-Freunde müssen andere Alternativen heranziehen. Die PC-Version, die wir getestet haben, lief ebenfalls auf einem schwächeren System mit soliden 30 fps. Auf dem Haupt-PC mit aktuellen Komponenten konnten die höchsten Framerate-Angaben erreicht werden. Sonst sind leider die Einstellungsmöglichkeiten in der PC-Version sehr limitiert.

Fazit

Dragon Ball Z: Kakarot ist ein Erlebnis für alle DBZ-Fans. Gerade alte, als auch neue Fans, die nochmals in Kontakt mit der Z-Story kommen möchten, werden hier definitiv einen guten Griff machen. Ich habe das Spiel dazu genutzt, um nochmals in die Welt einzutauchen, bevor ich mit der Dragon-Ball-Super-Serie angefangen habe. Und ja, ich bereue keine Minute und erhalte sogar von Bandai Namco Entertainment einen guten Update-Support. Das Spiel hat einige Bugfixes erhalten und ist jetzt definitiv mehr zu genießen als zuvor. Sogar DLCs sind auch mit an Bord, die das Spiel mit Storyelementen aus der Super-Serie erweitern. So wurde das Kartenspiel kurz vor Test-Veröffentlichung herausgebracht, das ihr sogar online im Multiplayer spielen könnt. Bandai Namco Entertainment ist mit der Musik auf Nummer sicher gegangen und hat bekannte Tracks drin gelassen und diese wiederverwendet. Nur so kommt das DBZ-Feeling richtig hervor.

Hier könnt ihr Dragon Ball Z: Kakarot bestellen und uns dabei unterstützen

Falls es unter euch Dragon-Ball-Fans gibt, die bislang noch keine Zeit oder Chance hatten, in dieses Spiel hineinzuschauen, könnt ihr nun die Gelegenheit ergreifen. Vielleicht geht es ja euch genauso wie uns und ihr möchtet die gesamte Z-Story nochmals spielerisch erleben. Bei einem Kauf bei unseren Partnern unterstützt ihr uns dabei sogar.

PlayStation 4-Version:

Amazon
MediaMarkt
Saturn

Xbox One-Version:

Amazon
MediaMarkt
Saturn

Unser Onlinemagazin ntower ist Mitglied der Affiliate-Netzwerke Amazon PartnerNet und MediaMarkt/Saturn-Partnerprogramm. Bei einer Bestellung über einen unserer Affiliate-Links erhalten wir über den jeweiligen Shopbetreiber eine variable Provision. Für Endkunden entstehen keine Zusatzkosten.

Berichtsbild: © Bandai Namco Entertainment

Kommentare 9

  • TheLightningYu Grim Dawn'er - 24.04.2020 - 22:13

    Absolut schöner Test und bei mir ist Kakarot definitiv noch auf der Liste. Muss aber erst noch so ein paar andere "Anime-Perlen" abarbeiten wie das One Piece World Seeker, My Hero Academia und Jump Force Spiel... aber sobald ich da mal durch bin reiß ich mir definitiv noch Kakarot rein =D

    Abseits davon, auch wenn das sicher der ein oder andere User eher "kritisch" sehen mag, finde ich die "Tellerrand" Kategorie absolut super. Natürlich möchte ich als leser auch das ntower primär eine Nintendo Seite bleibt, aber es freut mich zu sehen wenn andere Spiele und Plattformen auch ein wenig Aufmerksamkeit bekommen!
  • Hakurymon M&M - Minish Mage - 24.04.2020 - 22:13

    Eine Switch-Version wäre sehr schön :love:
  • HonLon1 Turmfürst - 25.04.2020 - 00:32

    Ich freue mich auch sehr über diese Tellerrand Themen, vor allem, wenn es um eine meiner Lieblingsfranchises geht.

    Zum Spiel: allein euer Appatizer sagt mir direkt Kauf es endlich! Hättest du es nur zum Xbox Sale gekauft!
  • TheLightningYu Grim Dawn'er - 25.04.2020 - 03:02

    Zitat von HonLon1:

    Zum Spiel: allein euer Appatizer sagt mir direkt Kauf es endlich! Hättest du es nur zum Xbox Sale gekauft!
    Weißt du eigentlich wie Knapp ich davor war mir das Ding tatsächlich im Sale zu kaufen xD? Das waren wirklich so ein knappes hin und her für ein paar Tage, nur dann dachte ich mir weil halt Resi 3 und vorallem Final Fantasy 7 Remake anstanden, und Anime-Technisch noch so einiges offen war, das ich es erstmal lieber lasse sonst habe ich wieder ein Titel in meinen Backlog. Aber keine Sorge, sollte es im Laufe des Jahres nochmal auf der One im Sale landen und es Budget-technisch passen, dann wirds gekauft. (Alternativ auch auf PS4 aber PC trau ich mich nicht wirklich drüber, habe schon 3 Titel die nicht vernünftig laufen wo ich warten muss).
  • billy_blob aka DelPadio - 25.04.2020 - 07:48

    Der Preis is mir momentan noch zu Hardcore, obwohl ich schon richtig bock drauf habe. :)

    Naja nächsten Monat erstmal die neue Booster Serie vom Pokemon Kartenspiel attackieren :D

    Aber dennoch toller Test! Diesmal auch komplett aufgesogen, da ich echt Lust auf das Spiel habe.
  • Princess_Rosalina Turmbaronin - 25.04.2020 - 12:03

    Spiele es auch auf dem PC, einfach ein tolles Spiel. Es ist wirklich wie der DBZ Anime :)

    Technisch ist die PC Version sehr gut, Läuft bei mir flüssig in 4K und gibt kaum Pop-ups. So muss das sein :)
    Eine Switch Version wäre bei der Weitsicht bestimmt von schrecklichen Pop-us geplagt. Da verzichte ich freiwillig drauf!
  • Sib Master of Desaster - 26.04.2020 - 05:24

    @Princess_Rosalina
    Eigentlich sollte bei so einem technisch nicht aufwendigen Spiel keine Pop-Ups sein, weder Switch, PC oder andere Konsolen. Das spricht technisch nicht für das Spiel xD

    @ Topic
    Das Spiel ist wirklich klasse, es ist nur schade, dass das Spiel gefühlt immer nur die gleichen drei Tracks hat. Und es fehlt halt einiges aus dem Anime noch, was die Vollständigkeit trübt.
  • Princess_Rosalina Turmbaronin - 26.04.2020 - 14:38

    @Sib
    Das hat zum Teil damit zu tun :) Natürlich ist es wichtig, wie sauber so ein Spiel programmiert wurde. Aber eine Starke CPU macht bei spielen mit einer großen Weitsicht einiges aus :) Es müssen viele Objekte in der ferne geladen werden. Ist die CPU zu schwach, haben wir das Problem schon bei einen bis zwei meter Distanz. Das ist für mich dann einfach nicht mehr schön, wenn man sieht wie alles vor der Nase spawnt. Beim PC Spielt sich das meistens ganz weit hinten ab, ohne das man es bemerkt.

    Es gibt Spiele auf der Switch, die Technisch noch viel schwächer sind als Dragon ball und die haben Pop-Ups. Kann ja mal Pokemon Schwert, Nights of Azure 2 und Dragons Dogma in den raum werfen. :)
  • aveiro23 Thx4 Switch, Iwata-san! - 28.04.2020 - 00:11

    Wird geholt wenn‘s für Switch kommt, wovon ich ausgehe :saint: