© Sony Interactive Entertainment

The Last of Us Part 2 für PlayStation 4 im Test – Kein Erbarmen in dieser Welt Über den Tellerrand

Naughty Dog hat während der PlayStation 3-Ära etwas geschafft, was zuvor wenige Entwickler für die PlayStation erreichen konnten: Unzählige hochqualitative Spiele herausbringen und das Finale der damaligen Konsolengeneration mit einem neuen Franchise zu Ende bringen. The Last of Us ist ein Action-Adventure-/Survival-Horror-Spiel, das zwar mit einem bekannten Setting (die Welt ist voller infizierter Mutanten!) daherkommt, aber dafür in Punkto Story und Atmosphäre sich in die Herzen der Fans bohren konnte. Uncharted 4 war das erste Spiel von Naughty Dog, wenn wir mal die Remastered-Editionen ignorieren, das uns schon einmal in Richtung Technik zeigen konnte, was die Entwickler wohl mit einem The Last of Us 2 erreichen können. Nun 7 Jahre nach dem ersten Teil haben wir endlich die Gelegenheit, The Last of Us Part 2 zu spielen und zu erfahren, wie es mit Ellie, Joel und der gesamten Menschheit weitergeht.


Seattle in ihrer vollen zerstörten Pracht. © Sony Interactive Entertainment

Das Spiel ist sehr Story-fokussiert und enthält bereits nach wenigen Stunden Spielzeit gravierende Spoiler, die wir in unserem Test hier zum größten Teil umgehen wollen. Wir nehmen uns vor nur die Story an sich zu bewerten und keine genauen Details zu erwähnen. Bereits in den ersten Minuten des Spiels wird uns wieder klar, die Probleme in der Welt von The Last of Us sind dieselben geblieben: Die Welt ist zerstört, die Menschen kämpfen um das Überleben und die Natur holt sich das zurück, was ihr doch so lange schon zustand. Noch nie sah eine postapokalyptische Welt so unfassbar realistisch und schön aus. Die Story setzt sich direkt fünf Jahre nach der Ankunft von Ellie und Joel in Jackson im Bundesstaat Wyoming fort. Ellie, das zum Teil sogar noch brave Mädchen aus dem ersten Teil, will unabhängiger werden und versucht sich aus der Rolle der Ziehtochter von Joel zu lösen. Gleichzeitig belastet die Protagonistin ein sehr wichtiges Thema, doch dies sorgt für Ärger zwischen den beiden. Im späteren Verlauf erkennen wir aber Ellie definitiv nicht mehr wieder: Frustriert, wütend und offensichtlich in ihren Gedanken versunken, verlassen wir Jackson und machen uns auf den Weg nach Seattle, um uns für schwere Taten zu rächen. Bereits zu Beginn bemerken wir, dass sie erwachsener, selbstbewusster, stärker und klüger geworden ist. Während wir von Infizierten überfallen werden, kann Ellie mittlerweile auch ohne Probleme einen Infizierten in die Mangel nehmen und ihm ein Messer in den Hals rammen, bis dieser verblutet. Besonders in den entscheidenden Details hat Naughty Dog sehr viel Wert darauf gelegt, die Brutalität mehr als genügend in den Vordergrund zu rücken. Viele mögen es zwar kritisieren, dass das Spiel im Endeffekt etwas zu brutal sei, doch hierbei handelt es sich schließlich um ein Survival-Horror-Spiel. Und diesen Faktor sehen wir nicht nur im üblichen Gameplay wieder, auch die Story beweist die eine oder andere sehr brutale Stelle, bei der wir selbst schon geschockt und verdutzt vor dem Bildschirm saßen. Wie ihr merkt, das Spiel ist überhaupt nichts für schwache Nerven.


Aktuelle Themen finden hier ebenfalls ihren Platz


Ellie ist aber nicht allein, ihre Partnerin und scheinbar große Liebe Dina begleitet Sie, um sich gegenseitig zu beschützen. Alles fing auf einer Party in Jackson an, als ein Kuss zwischen den beiden ihren gemeinsamen Weg besiegelt. Bereits im Vorfeld war das Detail über die Homosexualität von Ellie aus The Last of Us bekannt. Viele Spieler forderten von Naughty Dog dieses Detail in Ihrem Spiel zu ändern. Dabei ist es aber egal, ob der Protagonist homosexuell oder bisexuell ist oder gar eine andere sexuelle Orientierung hat. Naughty Dog hat mit diesem Schritt bewiesen, wie intolerant heutzutage viele Spieler noch sind und halten natürlich an dieser Entscheidung fest. Wem das nicht passt, der sollte das Spiel vielleicht einfach nicht unterstützen.


In Seattle angekommen wird der Spieler so gut wie in ein abgespecktes Open-World-Spiel hineingesteckt. Naughty Dog setzt hier nach dem ersten Teil viel mehr auf Freiheiten und diese Entscheidung überforderte mich sogar stellenweise, da ich wirklich alles ganz genau anschauen musste. Es gibt auch unglaublich viele Wege, die nicht in der Story berücksichtigt, sondern von euch entdeckt werden müssen. Als Beispiel: Wir fanden einen Musikladen mitten in Seattle und schalteten somit ein ganz besonderes Event frei, in dem Ellie uns einen Song auf der Gitarre gespielt und gesungen hat. Gänsehaut pur in diesen schwierigen Zeiten. Die Abwechslung der Gebiete ist in diesem Teil viel größer als im vorherigen Teil. Während wir uns am Anfang durch Schneelandschaften kämpfen mussten, ist Seattle ein Frühlingsspektakel schlechthin. Wie oben schon erwähnt, hat sich die Natur wieder das zurückgeholt, was ihr seit Langem wieder zusteht. Und dies wurde besonders auf der PlayStation 4 Pro in 4K sehr liebevoll und detailreich dargestellt. Doch nicht nur das: Die technische Basis des Spiels zum Ende der PlayStation 4-Ära ist ein Feuerwerk an Möglichkeiten, was die Entwickler aus der Kiste noch rausgeholt haben. Seattle sieht mit den zerstörten Gebäuden und Ruinen einfach so detailliert aus, dass man sich in dieser Welt verliert. Während ihr mit einem Pferd zwischen der Natur und den Hochhäusern galoppiert, wird euch klar, wie gleichzeitig entspannend aber zugleich aufregend diese Begegnung mit dieser Stadt wirkt.


Die Gesichtsanimationen geben euch bereits jetzt schon einen Hauch Next-Gen. © Sony Interactive Entertainment

Die Gesichtsanimationen und Details sind so unfassbar gut dargestellt, dass man sogar hier schon ein Stück vom Next-Generation-Kuchen erhält. In Seattle wird euch schnell bewusst, dass ihr es hier mit zwei Gruppierungen zu tun habt, mit denen ihr euch anlegen müsst. Zum einen ist es die Washington Liberation Front (WLF) und die Seraphiten, später auch Scars, genannt. Zwar herrschte zwischen den beiden Fronten eine Waffenruhe, doch dies änderte sich nach einem dramatischen Vorfall, so dass beide eher feindselig zueinander eingestellt sind. Auch wenn wir am Anfang es eher mit den Wolves (WLF) zu tun haben, sollten wir mit Ellie auf der Hut sein und versuchen die Gegner zum größten Teil zu umgehen oder Still auszuschalten. Wenn ihr mit bekannten Waffen, wie Pistolen und Shotguns, ausgestattet seid, ist es wichtig, die Patronen und die Magazine nicht einfach zu verballern. Umso höher ihr im Schwierigkeitsgrad spielt, desto weniger Patronen werdet ihr finden. Doch dies gestaltet sich besonders im späteren Verlauf als eher schwierig, da die Infizierten ebenfalls unter uns weilen. Es gibt viele taktische Varianten, die ihr auswählen könnt. Die Offensive ist hier aber keine gute Alternative, da diese euch früher oder später Probleme bereitet. Deshalb empfehlen wir ab und zu mit leeren Flaschen oder Ziegelsteinen zu werfen, um die Pilz-Zombies auf die feindlichen Menschen aufmerksam zu machen. Alle bekannten Infizierten sind wieder mit an Bord: Die Runner können wortwörtlich schnell auf euch zu rennen, Stalker lassen sich schwieriger im Lauschmodus finden, Clicker reagieren empfindlich auf Geräusche, können aber im Gegenzug nichts sehen, die Bloater sind einfach fett und ihr verbraucht jede Menge Munition, um diese zu erledigen und die Shambler sind neu an Bord. Diese ähneln den Bloatern, nur dass diese eine gefährliche Säure versprühen können.


Innerhalb der Infizierten erwarten euch viele verschiedene Typen. Auch eine neue Mutation ist mit dabei. © Sony Interactive Entertainment

Bleiben wir aber mal bei den Waffen: Zu Beginn startet ihr mit wenig Arsenal. Erst nach und nach habt ihr durch das Finden von neuen Waffen eine größere Auswahl. Wie auch im ersten Teil findet ihr in bestimmten Abschnitten Werkbänke, an denen ihr eure Waffen, dank gefundenen Schrottteilen, verbessern könnt. Doch das dauert meiner Meinung nach viel zu lange. Zwar wird eine nette Animation abgespielt, aber die Ungeduld direkt weiterzuspielen ist durchaus vorhanden. Da dürfen sich Animal Crossing-Spieler überhaupt nicht mehr beschweren. So bevorzugte ich zu Beginn die Magazine, dann die Feuerrate und irgendwann die Stabilität zu verbessern. Nicht nur Waffen lassen sich verbessern, auch die Charaktere können, dank gefundener Pillen, verbessert und erweitert werden. Dies kann entweder eure Gesundheit steigern oder ihr findet dank gefundener Guides in der Spielwelt Wege weitere Verbesserungszweige freizuschalten, um dann neue Gegenstände herstellen zu können. Das Herstellungsprinzip ist auch wieder mit dabei. Da empfehlen wir euch Gegenstände immer mitzunehmen und die Sachen erneut herzustellen, sofern noch Platz vorhanden ist. Soviel können wir aber euch schon verraten: Ellie ist nicht die einzige Figur, die ihr steuert, um Fähigkeiten und vieles mehr zu verbessern.


Apropos weitere Protagonistin: Die Story wird euch von verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Während ihr zu Beginn mit Ellie auf einen Rachefeldzug geht, versucht die zweite Spielfigur ihre Mitmenschen zu schützen und sich aus sämtlichen Gefahren zu retten. Dabei erlebt ihr die Geschichte von Ellie und Joel aus einer völlig anderen Perspektive. Die gesamte Charakterentwicklung der steuernden Personen ist sehr interessant gestaltet und gibt euch die Möglichkeit, euch selbst in die Personen hineinzuversetzen. Wenn ihr stark emotional veranlagt seid, werdet ihr merken, wie stellenweise gut durchdacht die Story zwar ist, auch wenn diese im mittleren Teil des Spiels einen gewissen Tiefpunkt aufzeigt. Erst wenn ihr die Geschichte komplett verschlungen habt, könnt ihr die Gefühlsebene der Charaktere vollständig verstehen. Nicht nur die Gegenwart ist wichtig zu betrachten, auch die stellenweise sehr gelungenen Rückblenden runden das komplette Erlebnis harmonisch ab.


Im ersten Teil wurden die audiovisuellen Effekte und der Soundtrack stark in den Vordergrund gesetzt. Auch in Part 2 macht Naughty Dog da weiter, wo sie aufgehört haben. Wenn ihr euch zum Beispiel durch eine Gruppe von Infizierten oder menschlichen Feinden herumschleicht, erkennt ihr anhand des Sounds, ob ihr vom Gegner gleich gesehen werdet. Zusätzlich ist auch Gustavo Santaolalla wieder mit an Bord und hat unbeschreiblich schöne Banjo-Tracks komponiert, die euch bereits zu Beginn ins Schwärmen bringen. Die Immersion ist hier sehr intensiv gestaltet. Meiner Meinung nach war die Musik auch hier wieder ein wichtiger Faktor dafür, dass die Spannung nach und nach aufgebaut werden kann.


Fazit


The Last of Us Part 2 ist ohne Frage eines der größten, besten und schönsten Spiele des Jahres 2020. Das Spiel kommt meiner Meinung nach sogar in einer relativ passenden Zeit, in Zeiten des Coronavirus', heraus. Es wirkt wie eine Art Ironie, dass wir in einer Welt spielen, die an einem Pilz beziehungsweise einer Infektion zugrunde geht. Zwar sind wir in unserer realen Welt davon noch weit entfernt, doch sollte es uns zu denken geben, was passieren könnte, wenn wir solche Signale von unserem Planeten nicht erst nehmen. Naughty Dog hat mit der Fortsetzung keine Enttäuschung abgeliefert, sondern kann definitiv an alte Stärken anknüpfen. Die Story ist insgesamt, bis auf wenige Ausnahmen, besonders spannend, gut erzählt und bringt dank des Soundtracks eine herausragende Atmosphäre mit sich. Ellie ist Erwachsen geworden und das muss dem Spieler, der vielleicht kurz davor erst den ersten Teil beendet hat, klar werden. In den letzten Jahren hat das Entwicklerteam sehr viel Liebe und Zeit in dieses Herzensprojekt hineingesteckt, um es noch größer zu gestalten und dem Spieler damit auch mehr Freiheiten zu geben. Ich selber fand viele Storyentscheidungen von Naughty Dog sehr mutig und verstehe gleichzeitig auch etwas die Handlungsweisen von Ellie. Doch… hat sich diese Mühe und Kraft am Ende wirklich so sehr gelohnt?


Hier könnt ihr The Last of Us Part 2 bestellen und uns dabei unterstützen


Wer aufgrund diverser Meinungen noch unsicher war und vielleicht nach unserem Test nun überzeugt ist, kann das Spiel bei unseren Partnern bestellen und uns dabei sogar noch unterstützen:


Amazon
MediaMarkt
Saturn


Unser Onlinemagazin ntower ist Mitglied der Affiliate-Netzwerke Amazon PartnerNet und MediaMarkt/Saturn-Partnerprogramm. Bei einer Bestellung über einen unserer Affiliate-Links erhalten wir über den jeweiligen Shopbetreiber eine variable Provision. Für Endkunden entstehen keine Zusatzkosten.

Teilen

Kommentare 32

  • Switch

    Turmknappe

    Der Zutritt zu dieser Seite ist Ihnen leider verwehrt. Sie besitzen nicht die notwendigen Zugriffsrechte, um diese Seite aufrufen zu können.

  • Dennis Meppiel

    Administrator

    @Switch


    Now! :) Have fun!

  • NeoBlitzX7

    Turmheld

    "Es wirkt wie eine Art Ironie, dass wir in einer Welt spielen, die an einem Pils [...] zugrunde geht."
    Wie hoch ist der Alkoholgehalt bitte, dass es so tödlich ist? ^^

  • Internetzwerg

    Turmheld

    Ich finde das Spiel super :) Für mich sogar besser als teil 1.

  • Linnea

    The Last Of Us

    Achje,... ich habe das Spiel erst gestern bestellt, da ich komplett auf Playstation 4 umgestiegen bin. Jetzt konnte ich dadurch leider keinen der Links nutzen. :dead:


    Ich freue mich schon voll darauf dieses Spiel heute erleben zu dürfen. Obwohl es das einzige Playstation-Spiel ist, welches ich jemals eigenhändig durchgespielt habe, ist der erste Teil eines meiner absoluten Lieblingsspiele und findet sich locker in meiner Top 3 wieder. Einzig die, laut Berichten, etwas sehr brutale Gewaltdarstellung bereitet mir ein wenig Bedenken... =O


    Sehr schön geschriebener Test! Gerne mehr von den Tellerrand-Specials.

  • Princess_Rosalina

    Turmbaronin

    Wirklich ein Meisterwerk, selten so ein gutes Spiel gespielt. Da passt wirklich alles perfekt zusammen.
    So etwas würde ich mir auch gerne mal von Nintendo wünschen.



    Ich finde es auch besser als Teil 1 :)

  • Yuuen

    Turmknappe

    Ich finde es wirklich toll, dass ntower auch vermehrt "über den Tellerrand" schaut! ^^


    Mir fehlt nämlich eine so tolle Seite wie die des Turms auch für andere Konsolen als Nintendo. Es gibt keine vergleichbare Plattform, die so viel Herzblut in ihre News und Artikel steckt und bei der man sich so rundum informiert fühlt. Plus einer so fantastischen Community! :love:


    Es gibt zwar gute Magazine, die Schwerpunkte legen, die dafür aber nicht jede kleinere News veröffentlichen (wie zum Beispiel 4Players).
    Und dann gibt es noch reihenweise Seiten ohne Herz & Wohlfühlfaktor, dafür voller Werbung (*hust* fast(!) alles andere von Computec *hust*).

    Was die N-Zone in meiner Kindheit und Jugend war, ist schon längst ntower für mich geworden!


    Daher wollte ich nur loswerden:
    Großartiger Test, Dennis! :thumbup: Das Game ist mit ganz oben auf meiner Liste.
    Und weiter so, lieber Turm! Gerne mehr Tellerrand. :thumbsup:

  • Dennis Meppiel

    Administrator

    @NeoBlitzX7


    Bester Schreibfehler. Danke Dir. :D

  • dr.retro

    Retrogamer aus Leidenschaft

    Tellerrand und dann kein Test zum Final Fantasy 7 Remake! Ich erwarte Besserung! ;)

  • Dennis Gröschke

    Rabbit Season

    @NeoBlitzX7


    Prost!!! Nee, geht auf meine Kappe, hätte ich sehen müssen als Lektor...

  • Raveth

    Meister des Turms

    Ich hätte gerne ein Statement. Das hier ist definitiv mehr als nur über den Tellerrand schauen. Wenn das hier jetzt eine Multiplattformseite wird, werde ich mich demnächst verabschieden und wohl doch eine Alternative suchen.


    Danke

  • Sandro

    sehr inaktiv

    @Raveth
    Wenn dich das Review so sehr stört, dass du dennoch darauf klickst, einen Kommentar schreibst und überlegst die Seite zu verlassen, dann kann ich dir nur raten zu gehen.

  • Princess_Rosalina

    Turmbaronin

    @Sandro
    Sehe ich genauso und außerdem so viele Tellerrand News kommen doch gar nicht. Eigentlich nur bei besonderen Spielen :)
    Deswegen wird ntower bestimmt keine Multiplattformseite :D


    Finde Ntower macht das so genau richtig, von Nintendo kommt in letzter Zeit eh viel zu wenig.

  • Kabuki-Ende

    noch nicht ganz am Ende...

    leide richtet sich dieses spiel an nur eine bestimmte gruppe von spielern ||

  • Ancore789

    Monster Hunter for Smash

    @Kabuki-Ende


    Finde ich auch gut so.
    Sich auf bestimmte Dinge zu konzentrieren und voll auszukosten stattdessen es für jedermann nur halbgares zu präsentieren wie es Nintendo in letzter Zeit tut.
    Aber dafür haben sie unglaublich gute Barrierefreiheiten eingebaut, dass selbst stark körperlich beeinträchtigte Personen es spielen können. Sehr vorbildlich!

  • live4eating

    Turmknappe

    Bei mir war der Titel definitiv eine Achterbahn. Nach den Leaks hatte ich mir geschworen es nicht anzufassen, dann wollte ich mir aber doch irgendwie eine eigene Meinung bilden. Nach den ersten Stunden habe ich es dann gehasst, bin dann aber doch dabei geblieben und jetzt nach der zweiten Hälfte und dem Ende tendiere ich jetzt mit meiner Meinung doch Richtung Meisterwerk. Alleine, dass das Spiel so viel mit mir gemacht hat und ich doch immer wieder drüber nachdenken musste und weitergespielt habe, ist für mich eigentlich schon ein Erfolg. Definitiv ein Titel den man erstmal verdauen muss, um ihn wertzuschätzen. Ich kann aber auch jeden nachvollziehen, der gar nichts damit anfangen kann oder von der Story zu sehr vor den Kopf gestoßen wird.


    Mir gefallen im Übrigen, die in letzter Zeit häufigeren „Tellerrand“-Artikel. Ist zwar schade, dass Nintendo uns in letzter Zeit mit so wenig Informationen gefüttert hat, aber das wird sich wohl hoffentlich in der zweiten Jahreshälfte ändern. :)



    Und nicht vergessen sollte man auch, dass eine gewisse Dame names Anita Sarkeesian hier ihre Finger im Spiel hatte. Wie tief auch immer.

    Ich weiß jetzt zwar nicht direkt wodrauf Du damit anspielen möchtest, würde mich aber stark dagegen stellen, wenn Du meinst, dass das Spiel irgendeine Agenda nach Hause fahren möchte. Ich finde das Spiel nimmt überhaupt keine Haltung ein und präsentiert einfach seine Charaktere, die glücklicherweise nicht alle dem gleichen Stereotyp entsprungen sind. Und ich denke wir haben es Anita Sarkeesian zu verdanken, dass Charaktere wie der zweite Protagonist in TLoU 2 überhaupt erst in Videospielen dargestellt werden. Und für mich ist der zweite Charakter und ihre Geschichte definitiv der Grund warum ich soweit gehen würde das Spiel ein Meisterwerk zu nennen.

    Und ohne spoilern zu wollen, es gibt da einen Moment wo du entscheiden muss ob du es hasst oder nicht. Und ich habe mich dazu entscheiden dieses Spiel zu hassen.

    Ich stimme Dir zu, dass es einen Moment im Spiel gibt bei dem ich anfangs auch vollständig deine Meinung geteilt habe. Dass das Spiel es aber geschafft hat mich vom Gegenteil zu überzeugen und mich dann auch noch begeistert hat, ist das was ich so fantastisch finde. Das Spiel hat es aber wirklich schwer bis unmöglich, wenn man in die zweite Runde startet ohne offen für einen Meinungswechsel zu sein.

  • Kytana

    Turmmaid

    Meisterwerk... besser als der erste Teil 1... hatte Spaß(an übertrieben vielen Gewaltszenen und unnötigen Massenmorden)...


    Na gut ,Geschmäcker sind ja verschieden. Grafisch ist es toll anzusehen und ich mag das Endzeitszenario generell. Nicht aber das Gameplay und schon gar nicht die Story. Und ohne spoilern zu wollen, es gibt da einen Moment wo du entscheiden muss ob du es hasst oder nicht. Und ich habe mich dazu entscheiden dieses Spiel zu hassen. :thumbdown:
    Nein, dass ist definitiv weit davon entfernt ein Meisterwerk zu sein. Dann eher sein Vorgänger. Aber meine bescheidene Meinung, nicht eure. Kann man akzeptieren, jedoch mit dicken Fragezeichen.


    Und nicht vergessen sollte man auch, dass eine gewisse Dame names Anita Sarkeesian hier ihre Finger im Spiel hatte. Wie tief auch immer. :whistling:

  • Sib

    Master of Desaster

    @Raveth
    Ein einziger Test zu einem Nicht-Nintendo Spiel ist zuviel? So oft wie du und darüber meckerst, solltest du lieber eine andere Seite suchen^^

  • Matschbombe

    Für mich ist solch ein interaktiver Film, welcher im Kernelement eines jeden guten Computer/Videospiel - nämlich dem Gameplay - total versagt, der Grund warum ich hauptsächlich nur Nintendo, Simulatoren, Retro und Multiplayer zocke.

  • Solaris

    #SwitchPortsMatter

    Eines der besten Spiele die ich je gespielt habe und mein GOTY 2020.
    Das Spiel ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle und das Ende einfach Dramaturgisch perfekt. Es zeigt einfach schön es gibt kein Schwarz oder Weiß in dieser Welt, sondern nur verschiedene Grautöne. Großen Respekt an Naughty Dog für dieses Meisterwerk und den Mut dazu. :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

  • Shoto

    Turmheld

    Das Spiel hat die Community ja komplett gespalten. Viele verteufeln es aus den verschiedensten Gründen. Ich persönlich habe es gestern durchgespielt und bin absolut begeistert. Das Storytelling und die sehr düstere Atmosphäre machen das Spiel für mich zu einem Meisterwerk. Selten hat mich ein Spiel emotional so mitgenommen und zum Denken angeregt wie TLOU2.

  • kbye

    Turmknappe

    Ich bin weder Fan vom ersten noch vom zweiten Teil.

  • FALcoN

    Hüter der Spiele-Datenbank

    Ich würde mir wünschen, dass Nintendo auch wieder ernstere und düsterere Spiele produziert wie zu N64- und GameCube-Zeiten. Ich spiele zwar sehr gerne ein Super Mario Odyssey, Donkey Kong und Zelda, andernfalls hätte ich keine Nintendo-Konsole zu Hause. Aber genauso gerne habe ich GoldenEye, Eternal Darkness und Geist gespielt. Und mittlerweile lege ich auch immer mehr Wert auf eine ausführliche tiefgründige Handlung und Charakterdarstellung und spannende Atmosphäre. Gutes Gameplay alleine fesselt mich heute weniger.


    Gerade Zelda und Metroid hat hier unheimlich großes Potenzial, dass leider nie genutzt wird oder im Fall von Other M in den Sand gesetzt wird. Und wenn Nintendo um ihre etablierten Marken besorgt ist, diese zu beschädigen, könnten sie neue Marken kreieren. Splatoon 2 und Arms zeigen das es funktioniert. Warum diesen Schritt nicht auch in diese Form der Spiele wagen? Ich würde solche Spiele mit der gewohnten Nintendo-Qualität jedenfalls begrüßen.


    Und mit Eternal Darkness und Project Zero besitzen sie sogar zwei solcher Marken, die aber leider nicht genutzt werden oder nur als Nischenprodukte geschaffen und vermarktet werden. Dabei zeigen Resident Evil VII (und sicher auch VIII),The Last of Us und The Witcher das Horrorspiele und erwachsene Action-Adventure bzw. Rollenspiele heutzutage eine große Reichweite haben und nicht nur "Nerds" ansprechen.

  • Darklink666

    Für mich ist das das beste Spiel seit langem. Definitiv in meinen top 10 aller Zeiten und das hat die letzten 15 Jahre sonst nur The Witcher 3 geschafft. Von den top 10 sind ganze 6 Titel von Nintendo ;)

  • heart_of_chrome

    Turmknappe

    Das Spiel sieht top aus und der Detailgrad in jeglicher Hinsicht (Welt, Kampfsystem, NPC-Intelligenz etc.) ist wahrscheinlich das beste, was ich je in einem Spiel gesehen hab. Allerdings hat mich das Spiel von einem Moment auf den anderen verloren, nämlich


  • Tonsen

    @Matschbombe Was macht denn Tlou 2 deiner Meinung nach zu einem interaktiven Film? Nach meiner Definition wären das Spiele wie Heavy Rain oder Detroit Become Human. Tlou 2 ist weit entfernt davon. Gameplayelemente wie die Schussmechanik, das Nahkampfsystem, die Erkundung in offenen Gebieten usw. werden in Reviews durch die Bank weg löblich erwähnt aufgrund ihrer hervorragenden Umsetzung.

  • EdenGazier

    Prinzipal der Spiele

    Also ich fand den ersten besser.


    Mir passte die Geschichte und die Ereignisse die kamen nicht.
    Es ist ein hammergeiles Spiel. Aber ich gehöre nicht zur Zeilgruppe der Entwickler mich hat das nicht abgeholt und gepasst hatte es mir auch nicht.

  • tdiver1

    Turmknappe

    Ich schwanke noch, ob ich das Spiel konsumiere, oder nicht. Teil 1 habe ich ca. 6x durchgespielt, weil es mich absolut begeistert hat. Das Endzeitszenario mag ich sonst überhaupt nicht, werde mir auch Cyberpunk 2077 nicht kaufen, obwohl Witcher 3 zu meinen Lieblingsspielen zählt. Bei TloU2 bin ich mir aufgrund der sooo unterschiedlichen Einschätzungen unsicher, ob ich es sehen will ?(

  • Darklink666

    @heart_of_chrome
    Ich rate Dir nur, es weiterzuspielen.

  • Kytana

    Turmmaid

    Also ich konnte es nicht zu Ende spielen. Hab mir das Ende gespoilert, und ich denke nicht, dass es sich lohnt. Aber no Risk, no fun. Ich würd mir persönlich aber das Spiel nicht mehr kaufen wenn ich die Zeit zurückdrehen würde.

  • Linnea

    The Last Of Us

    Nach fast 28 Stunden Spielzeit voller Ekel, Anspannung, wunderschönen sowie fürchterlichen Klängen, herzzerfetzenden Ereignissen und fantastisch geschriebenen Charakteren habe ich gestern am späten Nachmittag den Abspann über den Bildschirm laufen sehen.


    So wie Ellie bestimmte Dinge nicht mehr aus den Kopf gehen, bin ich mir sehr sicher, dass mich diese Geschichte von nun an noch viele, viele Jahre begleiten wird.


    Ich bin normalerweise überhaupt keine Liebhaberin von Horror-Spielen und mache eigentlich einen weiten Bogen um dieses Genre. Ich habe nicht gerade die stärksten Nerven und bin für gewöhnlich bereits nach dem ersten Jumpscare raus.
    Bei einem Film kann ich mir zumindest die Augen zuhalten... hier aber kleben die Finger am Controller und ich bin gezwungen hinzusehen.


    Wie aber schon im ersten Teil sind die Story und vor allem die Charaktere derart gut geschrieben, dass mich das Spiel einfach nicht losgelassen hat.
    Auch in der zweiten Hälfte, welche wohl der Grund für die Gespaltenheit der Community ist, hat mich das Spiel nicht verloren. Stattdessen wurde ich nach und nach mit einer völlig neuen Perspektive belohnt und habe sogar das ins Herz geschlossen, was ich nicht in mein Herz schließen wollte.


    Um nicht noch weiter abzuschweifen, was ich noch stundenlang tun könnte, komme ich zu dem Schluss, dass ich hier mein neues Lieblingswerk gefunden habe!
    Mir fällt weder Spiel noch Film ein, welcher sich an The Last of Us Part 2 messen kann.

  • heart_of_chrome

    Turmknappe

    Auch in der zweiten Hälfte, welche wohl der Grund für die Gespaltenheit der Community ist, hat mich das Spiel nicht verloren. Stattdessen wurde ich nach und nach mit einer völlig neuen Perspektive belohnt und habe sogar das ins Herz geschlossen, was ich nicht in mein Herz schließen wollte.

    Ich glaube nicht, dass der Perspektivenwechsel per sé das Problem war, sondern dass man wieder "von vorne" anfangen musste, sich sein Waffen-Arsenal und seine Fähigkeiten aufzubauen, und dass dieser Abschnitt viel zu lange gedauert hat. Ein kürzerer Einschub (ca. 90 MInuten) hätte es da auch getan. Die meisten haben einfach erwartet, Ellis Geschichte zu spielen. Und so wurde es von NaughtyDog eigentlich im Vorhinein auch kommuniziert/vermarktet.