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Trackmania für PC im Test – Mit Vollgas zurück zu den Wurzeln? Über den Tellerrand

Ich bin ganz ehrlich: Ich habe sehnsüchtig auf einen neuen Teil der Trackmania-Reihe gewartet. Ich war aber nicht der Einzige, der auf dieses Spiel hingefiebert hat, denn wir haben eine ganze Menge Trackmania-Veteranen im Team. Daher ist es für mich natürlich eine Ehre, dieses Spiel für ntower testen zu dürfen. Meine Reise begann damals mit Trackmania Nations Forever und begleitete mich bis heute, da ich alle nachfolgenden PC-Ableger der Reihe ausgiebig spielte.


Trackmania ist ein Rennspiel der etwas anderen Art: Es gibt zum Beispiel weder Kollisionen noch verschiedene Autos. Ebenfalls fahrt ihr (meistens) nicht darum, wer nach mehreren Runden am Stück in einem Rennen vorne liegt. Das Ganze ist Trackmania nämlich nicht! Ihr habt ein Auto, an dem ihr lediglich das Aussehen verändern könnt. Es gibt unzählige Strecken, denn dank des mitgelieferten Editors kann jeder Spieler individuelle Karten entwerfen. Es gibt Loopings, es gibt Wallrides, es gibt Turbo-Booster und noch viel mehr. Das Ziel des Spiels ist es in der Regel, die beste Zeit auf einer Strecke zu erfahren, dabei hat man im Time-Attack-Modus eine bestimmte Zeitspanne vorgegeben, in welcher ihr so viele Versuche tätigen könnt, wie ihr wollt. Ihr begeht einen Fahrfehler? Setzt euch direkt zum Start zurück und verliert keine Zeit! Ihr wollt die Strecke in Ruhe besichtigen? Setzt euch lediglich zum letzten Checkpoint zurück und fahrt von dort aus weiter. Wenn ihr eine Weile gespielt habt, dann fahrt ihr irgendwann nicht mehr um Differenzen von Sekunden zu den anderen, am Ende zählt die Tausendstelsekunde – jeder kleine Fehler wird bestraft. Dabei erklimmt ihr nicht nur die Ranglisten der ganzen Welt, Europas sowie Deutschlands, sondern auch die eures Bundeslands bis hin zur am nächsten zu eurem Wohnort gelegenen, größeren Stadt.

Dieser Zeitstrahl gibt einen Überblick über alle bis dato erschienenen Trackmania-Teile.

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Nachdem die Veröffentlichung von TrackMania Turbo aus dem Jahre 2016 schnell unterging und schon nach kurzer Zeit kaum noch Spieler online waren, da das Spiel ursprünglich nur für Konsolen vorgesehen war und mehr schlecht als recht für den PC portiert wurde, wurde es Zeit umzudenken und zurück zu den Wurzeln der Spielereihe zu finden. Genau dies versucht der Entwickler Nadeo mit dem neuen Spiel umzusetzen und greift beliebte Dinge auf, um diese in das Spiel einzubauen. Als „Remake“ von TrackMania Nations Forever hat das Spiel ebenfalls eine kostenlose Version bekommen und wir befinden uns wieder im altbekannten „Stadium“, welches der Schauplatz der Rennstrecken ist. Verpackt ist das Spiel in einem Abo-Modell, welches drei verschiedene Varianten bietet: Die Free-to-play-Variante, auch Starter Access genannt, der Standard Access für 9,99 Euro im Jahr und der Club Access, der entweder 29,99 Euro für ein Jahr oder 59,99 Euro für drei Jahre kostet. Der Entwickler begründet diese Entscheidung damit, dass das Spiel über viele Jahre mit neuen Inhalten versorgt werden soll. Viele Spieler vergleichen das Modell mit einer Art Battle Pass.


Im Starter Access könnt ihr erste Einblicke in das Spiel bekommen, auch wenn die Online-Spielerfahrung unter anderem durch eine sehr kleine Serverauswahl begrenzt ist. Trotzdem könnt ihr zum Beispiel alle vierteljährlich wechselnden Kampagnen-Strecken fahren, womit einige Stunden Spielzeit ermöglicht werden – so kann man perfekt herausfinden ob das Spiel etwas für einen ist oder nicht. Der Standard Access sollte für die meisten Spieler ausreichen und stellt euch einige fehlende Eigenschaften und den professionellen Strecken-Editor zur Verfügung. Für alle, die später mit ihrem Club auf einfache Weise Strecken und Skins austauschen oder eigene Server erstellen wollen, ist dann der Club Access die richtige Wahl – aber auch hier kann ebenfalls nur das Aussehen des Autos verändert werden. Auf die einzelnen Punkte komme ich allerdings im weiteren Spieletest noch einmal zu sprechen.


Die Jagd um die Bestzeit


Um Rennen zu fahren, habt ihr viele Möglichkeiten: Im Solo-Modus habt ihr die Auswahl aus 25 Trainingsstrecken, den 25 vierteljährlich wechselnden Kampagnen-Strecken und der täglich neuen Strecke des Tages. Darüber hinaus gibt es eine gefühlt unendlich große Auswahl an Club-Kampagnen, in denen ihr unzählige von Spielern erstellte Strecken spielen könnt. Online verändert sich dahingehend nicht allzu viel: Ihr könnt beispielsweise auf Servern spielen, auf denen die Maps der derzeit aktiven Kampagne laufen. Zudem habt ihr die Auswahl zwischen zwei Servern für die Strecke des Tages: Entweder könnt ihr die jeweils aktuelle Tagesstrecke einzeln im 30-Minuten-Rhythmus fahren oder alle Strecken des Tages, die in den letzten zwei Wochen spielbar waren, mit einem kürzeren, nur fünf Minuten umfassenden Timer spielen. Zusätzlich dazu gibt es den Arcade-Modus, welcher im stündlichen Wechsel Zugang zu einem ausgewählten Clubraum bietet, auf dem auch die Spieler mit dem Starter Access zugreifen können. Vergleichbar ist dies mit den „FreeZone-Servern“ aus Trackmania Nations, welche die einzigen waren, auf denen Spieler mit der kostenlosen Version mitfahren konnten – wobei die Anzahl dieser im früheren Teil um einiges größer war.

Unterwegs auf einer der Strecken des Tages des Monats Juli.

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Für alle Besitzer des Standard und Club Access gibt es eine riesige Auswahl an Clubräumen, in denen sehr viele unterschiedliche Streckentypen spielbar sind. Die bekanntesten Kategorien sind Fullspeed (für alle, die gerne am Tempolimit fahren), Tech (für alle, die Kurven und schwierig zu meisternde Strecken mögen), LOL (für alle, die auf meist kurze und abstruse Strecken stehen) und RPG (für alle, die auf Strecken mit sehr schwierig zu meisternden Passagen stehen, die gut und gerne mehrere Minuten bis Stunden dauern). Das waren jedoch bei weitem noch nicht alle Kategorien, die genannten werden euch aber beim ersten Blick auf die Club-Raum-Liste direkt ins Auge fallen. Darüber hinaus gibt es Events, wie regelmäßig veranstaltete Trackmania-Cups, bei denen die Gewinner auch ein sattes Preisgeld gewinnen können. Diese Cups spiegeln vor allem den eSport-Gedanken des Spiels wider und macht diesen für jeden zugänglich. Diese Events kommen sehr gut bei der Community an, so haben sich für das erste Ingame-Turnier mehrere Tausend Spieler registriert und es konnten Rekordzahlen an Zuschauern auf Twitch erreicht werden.


Zudem könnt ihr mit euren Freunden im lokalen Mehrspieler um die Wette fahren. Dabei habt ihr die Wahl aus einem Hotseat-Modus für bis zu acht Spieler, in welchem die Spieler den Controller bzw. die Tastatur immer an den nächsten Spieler weitergeben, oder dem Splitscreen-Modus, bei welchem bis zu vier Spieler zeitgleich an einem Bildschirm fahren können. Dazu habt ihr die Möglichkeit, Server über das lokale Netzwerk zu erstellen, um an mehreren Rechnern miteinander spielen zu können – perfekt für altehrwürdige LAN-Partys.


Auf den einzelnen Strecken könnt ihr entweder um die Bestzeit fahren oder ihr versucht lediglich die Medaillen zu sammeln, die jede Strecke hergibt. Dabei gibt es vier Stück: Bronze, Silber, Gold und die Autoren-Medaille. Da jede Strecke vor der Veröffentlichung vom Erbauer dieser gefahren werden muss, gibt er die dafür benötigten Bestzeiten vor – schlagt ihr seine Zeit, bekommt ihr die Autoren-Medaille. Die anderen drei Edelmetalle kann der Streckenersteller selbst anpassen oder sie werden automatisch anhand der Autoren-Zeit vergeben. Das Sammeln dieser ist gerade für die Komplettierung der vierteljährlichen Kampagne oder den Strecken des Tages von größerer Bedeutung, da dies in das globale Ranking-System zählt.


Im Renngeschehen selbst gibt es einige Neuerungen, die das Spiel auf jeden Fall verbessern. Zum einen wäre da die Anzeige des derzeitigen Platzes auf dem Auto, was sehr schick aussieht und man somit jederzeit sehen kann, wie man sich im Online-Spiel gerade schlägt. Dann gibt es noch eine digitale Geschwindigkeitsanzeige direkt am Heck des Autos, welche vor allem für Profis von großer Bedeutung ist, die ihr Fahrverhalten von dieser Geschwindigkeit ableiten. Zusätzlich dazu gibt es jetzt auch im Online-Modus einen Geist von eurem besten Versuch, den ihr auf Wunsch einschalten könnt. So seht ihr neben den Zeitanzeigen bei den Checkpoints direkt, ob sich ein Neustart der Strecke lohnt. Ebenfalls gibt es eine neue Cockpit-Ansicht, welche in Loopings und Wallrides von großer Bedeutung ist – ihr könnt das in dieser Form noch sichtbare Fahrzeug-Modell aber auch deaktivieren, dann habt ihr eine Ansicht wie in den alten Teilen. Das macht das Fahrerlebnis auf jeden Fall besser.

In der neuen Cockpit-Ansicht auf einem von Spielern erstellten Server.

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Neu in diesem Trackmania sind zudem die bereits angesprochenen Clubs, welche erst mit dem Club Access verfügbar sind. Diese fungieren für Teams als zentrale Anlaufstelle, was Inhalte in Trackmania betrifft. So kann in einem Club ein News-Feed erstellt werden, um alle Mitglieder auf dem Laufenden zu halten. Ebenfalls – und das ist wahrscheinlich die wichtigste Funktion überhaupt – könnt ihr Clubräume erstellen, auf denen dann alle Spieler mit dem Standard Access oder höher zusammen Rennen fahren können. Dabei könnt ihr jede beliebige Strecke zum Pool hinzufügen und ihr könnt somit euren eigenen vollwertigen Server erstellen. Dies ging in den früheren Teilen nur mit einem eigenen externen Server oder einem Server-Hoster, nun braucht man nur noch mindestens eine Person mit dem Club Access. Zusätzlich könnt ihr euren Club mit eigenen Skins versorgen, welche eure Mitglieder dann herunterladen und nutzen können (generell ist die Nutzung von individuellen Skins erst ab dem Club Access möglich). Auch könnt ihr alle möglichen Strecken teilen, damit sich eure Clubmitglieder diese herunterladen können, um sie im Solo-Modus zu spielen. Das Club-System ist ziemlich gut gelöst, da so eine viel bessere Vernetzung im Spiel möglich ist und das Teilen von Strecken und Skins extrem vereinfacht wird. Anpassbar ist dieser zudem mit Logos und allen möglichen Details. Eine sehr gute Neuerung! Tipp von uns: Tretet gerne unserem ntower-Club bei. Sucht dazu einfach unter „Clubs“ nach ntower.


Kreativität ohne Grenzen


Kreativ ausleben könnt ihr euch in Trackmania ebenfalls und dies gleich auf mehrere Arten: Zum einen wäre da der Strecken-Editor, welcher bereits aus den alten Teilen bekannt ist und wohl eines der wichtigsten Elemente des Spiels darstellt. Hier entstehen die abertausenden Strecken, die auf den Servern landen und die Spielereihe ausmachen. Beim Editor habt ihr zunächst die Wahl zwischen dem „einfachen“ und „professionellen“ Modus. Wobei ersterer auch vom kostenlosen Starter Access benutzt werden kann, dieser aber nicht annähernd die Freiheiten bietet, wie es der professionelle Modus tut. Hier könnt ihr aus mehreren Hundert Teilen wählen, diese beliebig aneinanderreihen oder ineinander verschmelzen lassen – es gibt diesbezüglich keinerlei Grenzen, außer vielleicht das die Strecke umgebende Stadion.

Lasst eurer Kreativität freien Lauf: Baut doch einfach selbst einen kleinen Pinball-Automaten.

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Es gibt zudem neuerdings LED-Wände, die ihr mit eigenen Bildern versehen könnt. Ebenfalls könnt ihr wählen, was auf den Zuschauerrängen des Stadions angezeigt werden soll oder was auf dem Boden der Checkpoints sowie am Start- und Zielblock zu sehen ist. Einfach ein Bild hochladen und schon könnt ihr dieses in eure Karten einbauen. Dies ist ein neues Feature, was vor allem für Clubs einen großen Mehrwert bietet, da sie so für sich selbst werben oder die Strecken einfach mit ihrem Sponsor versehen können. Mit dem MediaTracker könnt ihr darüber hinaus – etwas Erfahrung vorausgesetzt – Kamerafahrten, Musik und vieles mehr zu eurer Karte hinzufügen, um ein einzigartiges Erlebnis zu erschaffen – ich habe zum Beispiel eine Map gesehen, die farblich komplett überarbeitet wurde und dadurch der Anschein erweckt wurde, man fliege durch eine Galaxie, was unglaublich beeindruckend war.


Wenn eure Strecke fertig ist, dann habt ihr die Möglichkeit, diese auf den „Strecken-Review-Server“ zu stellen. Dann wird nach einer kurzen Wartezeit auf einem Server mit vielen Leuten die Strecke für drei Minuten gespielt. Im Nachhinein kann jeder eine Bewertung vergeben, die von einem bis fünf Sternen reicht – was mir dabei positiv aufgefallen ist: Nicht nur Sterne werden vergeben, die äußerst freundliche Community gibt auch konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge, um die Karte erneut zu bearbeiten. Dies ist eine Neuerung, die mir extrem gefällt und das Bauen von Karten um einiges vereinfacht und interessanter macht, da man direkt andere Spieler auf dieser Strecke sehen kann.


Wer nicht nur Lust hat, Strecken zu bauen und zu fahren, kann sich dem Replay-Editor widmen. Hier habt ihr die Möglichkeit, sehr hochwertige Videos von euren Bestzeiten oder euren eigenen Strecken zu erstellen. Darüber hinaus gibt es einen Skin-Editor, der auch die letzten kreativen Köpfe zum Rauchen bringen kann. So habe ich mir zum Beispiel einen Doge-Meme-Wagen heruntergeladen und habe damit einige Runden gedreht. Es gibt mittlerweile beispielsweise auch viele Formel-1-Boliden, welche ihr mit dem Club Access nutzen könnt. Letztlich habe ich mich aber doch mit unserem ntower-Wagen auf die Strecken begeben. Hier ist euch wirklich keine Grenze gesetzt.

Das Menü ist leider nicht sehr intuitiv und wirkt an einigen Stellen unausgereift.

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Wie in den Teilen zuvor könnt ihr zumindest in Deutschland relativ genau euren Wohnort angeben, um in den regionalen Ranglisten gelistet zu werden. So sehe ich zum Beispiel meine Platzierung weltweit, europaweit, deutschlandweit, in Baden-Württemberg und in Stuttgart. Aufsteigen könnt ihr mit dem Erhalt von Trophäen. Diese bekommt ihr zum einen im Mehrspieler-Modus, wenn ihr Rennen beendet und dabei relativ weit vorne seid, zum anderen gibt es Trophäen, die ihr für das Gewinnen von Mehrspieler-Partien bekommt. Letztlich gibt es auch welche für das Vervollständigen der Kampagne mit Gold-Medaillen und zusätzlich mit Autoren-Medaillen. Es gibt noch einige weitere Trophäen, doch diese werden erst im Laufe der Zeit durch Wettkämpfe freigeschaltet. Hier findet sich aber auch ein großer Kritikpunkt wieder: Man kann sich weder die kompletten Ranglisten anschauen noch sieht man irgendwo logisch aufgebaut, für was man welche Trophäen bekommt und wie man in der Rangliste richtig aufsteigt. Wer sich dahingehend nicht genaustens die offiziellen Webseiten durchliest, wird niemals verstehen, wie das System funktioniert – es erscheint unnötig kompliziert und ist eher abschreckend für neuere, unerfahrene Spieler.


Ebenfalls ein großer Kritikpunkt ist die derzeitige Menüführung. An vielen Stellen gibt es kleine unnötige Ruckler, die Clubräume lassen sich zum Beispiel nicht nach Spielmodus sortieren und kleine optische Mängel, wie den nicht ausgeschnittenen Städtewappen, können den Ersteindruck ziemlich trüben. Es gibt viele Dinge im Menü, die nachgeladen werden und es wirkt rundum nicht intuitiv. Zudem gab es in meiner Testphase mehrere Fehler mit dem Rankingsystem und mein Spiel musste einmal neu installiert werden, da ich nach einem Update keine Strecken mehr laden konnte, ohne dass mein Spiel abstürzte. Ebenfalls kann einer meiner ntower-Kollegen keine Skins auswählen, obwohl er den Club Access gekauft hat. Nur durch Glück kann er unseren (von ihm erstellten) ntower-Wagen auf der Strecke sehen. Auf der Rennstrecke selbst merkt man von den Schwächen aber eigentlich gar nichts und das Spiel läuft meistens sehr flüssig und fast fehlerfrei. Glücklicherweise kann man relativ schnell über die Menü-Probleme hinweg sehen und zukünftige sowie gerade jetzt in der Anfangsphase fast täglich erscheinende Updates werden hier sicherlich noch etwas verändern können. Es verbleibt allerdings ein unschöner Eindruck und wird sicherlich bereits den ein oder anderen Spieler abgeschreckt haben.


Fazit von Erik Radtke


Das neue Trackmania ist genau das, was die Veteranen und Fans immer wollten. Nach dem Desaster mit Trackmania Turbo ist es schön, wieder einen guten Nachfolger der Reihe zu haben. Auch wenn viele das Abo-Modell und die dadurch entstehende, lange Unterstützung gut finden, wird es sicherlich viele neue, aber auch alte Spieler vorerst verunsichern. Schade ist, dass die Menüführung nicht wirklich durchdacht wurde und die vielen Fehler ein eigentlich gutes Spiel auf den ersten Blick wie einen billigen Titel wirken lassen. Trotz dieser Probleme ist das Fahrgefühl unglaublich gut und die Bestzeiten auf den unterschiedlichsten Strecken zu erfahren, macht unglaublich viel Spaß. Herausheben möchte ich aber vor allem die tolle Community, die dieses Spiel hat. Es wird sich im Chat unterstützt, so wurde mir beispielsweise mehrmals auf Servern zugeschaut und danach habe ich Tipps bekommen, um die gewünschte Autoren-Medaille zu bekommen. Eingesendete Strecken werden konstruktiv bewertet und die Hilfe ist sehr gut, um seine Strecken zu verfeinern. Auch was die bereits erstellten Strecken betrifft, gibt mir dieser Teil sehr viel Hoffnung. Ich habe Strecken mit faszinierenden Designs erlebt, die mich komplett staunen ließen. Und das ist gerade erst der Anfang. Ich hoffe, dass die Entwickler alles geben und diesen Titel mit guten Inhalten füttern werden – so wie sie es den Fans versprochen haben. Ich empfehle jedem, das Spiel einmal im Starter Access auszuprobieren und zu schauen, ob es für einen etwas ist. Ebenfalls kann ein Blick auf die eSport-Szene nicht schaden, denn hier kriegt man einen sehr guten Eindruck über das Spiel und welche Möglichkeiten man selbst hat, besser zu werden. Ich werde auch nach diesem Test viele weitere Stunden in diesem Spiel verbringen.


Zusatzfazit von Maik Dallherm


Als ich Wind davon bekommen habe, dass das neue Trackmania (das nun auch wirklich nicht mehr „TrackMania“ geschrieben wird) ein Abo-Modell bekommt, hat mich das zunächst etwas stutzig gemacht. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es das Konzept von einem Trackmania nach dem Game-as-a-Service-Prinzip mit den Saisons fair gestaltet. Gratisspieler haben grundsätzlich zwar keine so große Auswahl, wie ihnen 2008 in TrackMania Nations Forever geboten wurde (auch nicht seit der Einführung der „FreeZone-Server“), doch das regelmäßige Spielen ermöglicht quasi den zeitweisen Zugang auf alle offiziellen Strecken sowie beliebten Strecken der Community dank des Arcade-Kanals. Der Solo-Spieler ist so mit dem Gratisspiel gut versorgt. Der Kauf eines Abos beseitigt die meisten zeitlichen Einschränkungen und die offiziellen Strecken, die während der Spanne erscheinen, dürft ihr behalten. Wer statt Competition lieber Kreativität bevorzugt, kann mit den Editoren Dutzende Stunden verbringen. Übrigens: Auch wenn der erweiterte Strecken-Editor mindestens den Standard-Zugang erfordert, behaltet ihr diesen über ein ablaufendes Abo hinaus und ist damit quasi ein Einmalkauf. Die gesamte Formel geht anhand der derzeit sehr starken Spielerzahlen sehr gut auf und auch von meiner Seite ist ein Reinschnuppern strengstens empfohlen. Vielleicht kann die derzeitige Entwicklung Nadeo dazu veranlassen, über ein Trackmania für die Nintendo Switch nachzudenken.

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Kommentare 2

  • Tarik

    Turmbaron

    Wir haben es damals immer in der Berufsschule gezockt. Kann den Reiz durchaus nachvollziehen. :)

  • playersdestiny

    DestinysPlayer

    Habe den ersten Teil rauf und runter gespielt. Tolles System, dass man unabhängig von einander fährt, sich aber die Tricks der anderen Fahrer abschauen kann.