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Turtle Beach Recon 200 Headset im Hardware-Test – Ein solides Headset für die Nintendo Switch? Hardware-Test

Nachdem mein altes Headset, das Plantronics Gamecom 788, nach vielen Jahren das Zeitliche segnete und es nur noch mit zwei dicken Paketband-Streifen halbwegs auf dem Kopf geblieben ist – der Schaden war über die Jahre selbst verursacht –, kam es mir gerade gelegen, dass wir das Turtle Beach Recon 200 testen durften. So konnte ich mich von meinem treuen Begleiter verabschieden und endlich ein neues Headset testen. Knapp zwei Wochen war es nun in Dauerbenutzung und ich möchte euch hier meine ehrliche Meinung zu diesem Gerät mitteilen.


Der erste Eindruck


Als das Paket bei mir angekommen ist, machte ich mich natürlich direkt ans Auspacken. Ich war überrascht, wie kompakt die Verpackung des Headsets war. Diese macht von außen einen guten Eindruck, wirkt schön gestaltet und macht Lust auf das Produkt. Beim Öffnen fiel mir dann aber auf, dass es sehr schwierig war, das Headset richtig aus der Box herauszuziehen. Es liegt in einer kleinen Schale, die sehr eng mit der Box verbunden ist und einiges an Kraft und Geschick benötigte, um herauszukommen. Dies ist eine Kleinigkeit, die man auf jeden Fall besser hätte lösen können, da dies nicht vermittelt, dass man ein hochwertiges Produkt hat. Mit im Lieferumfang sind ein Ladekabel, Turtle Beach-Sticker und eine Bedienungsanleitung – das reicht auch vollkommen aus, um das Headset zu benutzen.


Der Lieferumfang ist für ein Headset völlig ausreichend.

© Turtle Beach


Auf den ersten Blick wirkt das Headset sehr hochwertig. Die Ohrmuscheln sind aus Kunstleder und gut verarbeitet. Das kleine Mikrofon lässt sich gut umklappen und fühlt sich nicht billig an. Der Bügel macht einen guten Eindruck – hier gefällt mir vor allem die Carbon-Musterung an der Außenseite, die wirklich sehr schick aussieht. Auch die kleine metallverstärkte Schiene wirkt hochwertig und passt gut zum gesamten Design. Auch der Power-Knopf und die Regler für die Lautstärke des Sounds bzw. des eigenen Mikrofons fühlen sich sehr gut an. Insgesamt wirkt das Headset also wirklich robust. Setzt man es dann auf, fällt einem sofort etwas auf: Es wird ruhig. Das Turtle Beach Recon 200 sitzt sehr fest auf dem Kopf und lässt die Umgebungsgeräusche nahezu verschwinden. Das war für mich erstmal ungewohnt, da mein altes Headset dies überhaupt nicht machte, aber ich habe es schnell lieben gelernt, da man sich so viel mehr auf das Gaming konzentrieren kann. Auch wenn es sich sehr gut auf dem Kopf anfühlt, habe ich nach längerer Zeit des Tragens an der Stelle am Kopf, wo der Bügel aufliegt, leichte Schmerzen gehabt. Daher ist das Headset auf keinen Fall für Leute mit großen Köpfen ausgelegt, da es doch eher kompakt gehalten ist. Möglicherweise würde in meinem Fall eine noch weichere Polsterung am Bügel bereits Abhilfe schaffen. Die Ohrmuscheln selbst sind drehbar und können so umso besser an die Ohren angepasst werden.


Als ich das Headset ausprobieren wollte, fiel mir direkt auf: Es war nicht aufgeladen. Für mich war das im ersten Moment verwunderlich, da ich ein Aufladen von einem kabelgebundenen Headset nicht erwartet habe. Für das Aufladen bekommt man aber einen Bass- und Lautstärke-Boost. Also nahm ich das beigelegte Kabel und steckte es in das Recon 200 und die Steckdose. Nichts passierte – kein Licht erleuchtete, nichts. Also wartete ich gut eine Stunde – weiterhin nichts. Als Nächstes versuchte ich es an meinem PC im USB-Slot. Auch hier passierte nach längerer Zeit gar nichts. Also schaute ich auf Reddit und las von einigen Nutzern, die dieselben Probleme hatten. Ein guter Tipp hat mir dann geholfen: Ich solle doch mal das Kabel wechseln. Gesagt, getan: Ich nutzte das Ladekabel meiner Anker-Powerbank und ein Licht erschien. So etwas ist natürlich ärgerlich! Hätte meine Powerbank nicht zufälligerweise denselben Anschluss, wäre das Headset als defekt zurückgeschickt worden.


Was kann das Headset?


Nachdem ich es dann endlich aufgeladen hatte, was ungefähr 2,5 Stunden dauerte, setzte ich es auf und startete es. Das Recon 200 kann man leider nicht beim Aufladen nutzen, da das Kabel viel zu kurz ist. Was mir direkt auffiel: Ein leichtes Rauschen ertönte. Dies war zwar im ersten Moment ein gutes Feedback, um zu wissen, dass ich es endlich angeschaltet hatte, aber auf Dauer nervt es mich sehr. Bis heute habe ich es nicht geschafft, dieses Rauschen zu eliminieren. Klar, wenn Ton über die Lautsprecher läuft, höre ich davon gar nichts, aber in ruhigeren Phasen ist dies ein wirklicher Störfaktor. Sonst ist die Soundqualität wirklich sehr gut. Alles klingt sehr klar und man hört Dinge, die man vorher, zum Beispiel mit den Apple Earpods, gar nicht wahrgenommen hat. So hörte ich in Animal Crossing: New Horizons beispielsweise Instrumente in der Hintergrundmusik, die mir vorher nie aufgefallen waren. Für den Test habe ich mir erneut Fortnite heruntergeladen, um zu hören, ob der Surround-Sound gut funktioniert. Und das tut es. Man hört, wo sich die Gegner befinden, und kann sich dementsprechend auf die Kämpfe vorbereiten. Auch kleinere Details wie die Geräusche beim Laufen sind einfach wahrzunehmen. Das ist wirklich sehr gut an diesem Headset. Der Bass-Boost ist für mich persönlich sehr gut, da ich ein großer Bass-Fan bin. Andererseits wäre eine Option zum Regeln dieses Boosts wünschenswert, da dies nicht für jeden etwas Positives ist. Die Lautstärke-Verstärkung ist für Fans von lauten Tönen auch ein toller Bonus, welchen ich aber persönlich, zum Schutz meiner Ohren, nicht benutze. Ebenfalls ist die Akkulaufzeit beachtlich: knappe zwölf Stunden. Zum Musikhören ist das Headset ebenfalls geeignet, wobei ich, sollte es hauptsächlich um Musik gehen, nach anderen Geräte schauen würde. Es ist nun mal ein Gaming-Headset – das kann es dafür umso besser.


Das Headset besitzt zwei Lautstärkeregler für den Spiel- und Mikrofon-Ton und ein umklappbares Mikrofon.

© Turtle Beach


Die Mikrofonqualität ist für ein Headset in dieser Preisklasse auch gut. Der Sound wird ohne Störgeräusche übertragen und ist relativ klar. Natürlich kann man in dieser Preisklasse keine Wunder erwarten, aber um mit seinen Freunden zu kommunizieren, ist das Mikrofon auf jeden Fall geeignet und man wird mit Sicherheit keine Beschwerden von diesen hören. Was ganz cool ist: Klappt ihr das Mikrofon wieder nach hinten, wird es automatisch deaktiviert. So könnt ihr schnell euren Mikronfon-Sound abschalten, ohne nach einem Knopf zu suchen. Durch den zweiten Regler an der Seite kann man zusätzlich einstellen, wie laut man seine eigene Stimme hört. Dies ist gerade durch die Abdichtung zur "Außenwelt" wichtig, damit man nicht automatisch anfängt zu schreien, da man sich selbst nicht hört – was mir ohne diese Funktion bereits mehrmals passiert ist.


Was besonders toll an diesem Headset ist: die Kompatibilität mit anderen Geräten. So konnte ich es nicht nur auf der Nintendo Switch, sondern auch über mein Handy (mit dem Apple-Klinkenadapter), Macbook, Xbox One X und den PC (allerdings benötige ich für die Nutzung von Kopfhörer und Mikrofon auf dem PC einen Splitter) nutzen. Dies ist für mich ein riesiger Pluspunkt, da ich dadurch sehr flexibel bin und alle meine Geräte mit diesem Headset benutzen kann und dabei keinen Unterschied merke. Der Sound ist bei allen Geräten klar und angenehm und das Mikrofon funktioniert auch. Sucht ihr also ein Headset, dass ihr nicht nur per USB an euren PC anschließen könnt, sondern auch unterwegs mitnehmen könnt, ist das Recon 200 eine sehr gute Alternative. Da es so kompakt und klein ist, wird es nicht sonderlich viel Platz wegnehmen und eignet sich auch für unterwegs, was natürlich für die Nintendo Switch ein enormer Vorteil ist.


Kaufempfehlung?


Das Turtle Beach Recon 200 Headset ist ein solides Gerät, welches die meisten Gamer zufriedenstellen wird. Die Mikrofonqualität ist gut, der Sound ist aber vor allem für Gaming ausgelegt. Das Headset macht einen für den Preis angemessenen hochwertigen Eindruck und liegt sehr fest am Kopf an, was sehr gut ist. Leider ist das Headset nach einigen Stunden des Tragens gerade am oberen Bügel, zumindest bei mir, sehr ungemütlich und tut dann auch weh. Auch die kleinen Macken wie die Verpackung oder das kaputte Kabel waren kein schöner Ersteindruck – aber da hatte ich wahrscheinlich einfach Pech. Auch das Rauschen ist sehr störend und macht ruhigere Phasen mit diesem Headset unnötig anstrengend. Trotzdem macht das Headset keine schlechte Figur und gerade die Kompatibilität mit anderen Geräten ist ein großer Vorteil. Wer keinen allzu großen Kopf hat, das Headset mehr zum Gaming als zum Musikhören nutzt und das leise Hintergrundrauschen nicht störend findet, bekommt ein Headset, was einen sicherlich glücklich macht. Andernfalls sollte man sich nach Alternativen umschauen. Der Preis von 59.99 € ist auf jeden Fall in Ordnung und sollte jeden Gamer mit einem kleineren Budget die Möglichkeit geben, ein hochwertiges Produkt zu nutzen.


Wenn ihr überlegt, das Headset selbst zu kaufen, könnt ihr das gerne über den unten stehenden Link tun, um uns damit zu unterstützen – vielen Dank im Voraus!


Jetzt kaufen: Turtle Beach Recon 200 Headset


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Kommentare 7

  • Nzocker

    Turmritter

    Haben die Leute wirklich immer noch diese Art von Kopfhörern für Gaming, ich dachte, dieser Trend ist vorbei.

  • Muki

    Turmbaron

    Ich habe mir letztens auch erst wieder eins kaufen müssen...die Qualität dieser dinger ist durchweg schrott. Und ich meine nichtmal die Klangqualität. Die bügel aus billigsten plastik was nach 200x aufbiegen um sie aufzusetzen dann einreißen tut. Dazu völlig zu starker Federstahl im bugel in Verbindung mit diesem china-müll-plastik nach kürzester zeit kaputt geht. Dreh und kippgelenke der ohrmuscheln nur billigstes plastik...und das alles durch sämtliche Preisklassen...von 50 Headsets gibt es vielleicht 3 die einen vernünftigen bügel haben...


    Bei den murksdingern darf man nicht nach preis schauen sondern nur nach Verarbeitung...man greift immer diese Kopfhörer an den ohrmuscheln. Die ganze gelenk und Aufnahmen sind aus billigsten kunstoff, darin dann ein viel zu dicker Federstahlstreifen sodass irgendwann eine Ohrmuschel vom bügel komplett abreißen tut, je nachdem was zuerst wo reißen tut.


    Ich hatte mir von meinen letzten Schrottkopfhörer noch den aussteller angesehn und auch da sieht man schon an den Schwachstellen wie sich das schwarze kunstoff weiß verfärbte und kurz vor kaputt ist.


    Ich kaufe nur noch bügel aus Aluminium und die sich ohne großen Widerstand dehnen lassen. Andernfalls ist nach rund 1/2 jahr die dinger schrott. Und da diese china-böller ja mehr auf design als auf Haltbarkeit getrimmt sind, brauch man auch nicht denken das 100-200€ Headsets besser sind. Manche knarksen und knacken schon am bügel wenn man ihn dehnt....

  • Qiqi

    Turmknappe

    Nzocker

    Ich benutze Headsets im Zusammenhang mit Discord.

  • monkee

    Turmritter

    Ohje, die Teile knarzen schon beim Ansehen. Ich rate jedem von diesen Gaming Headsets ab. Ganz schlimm ist auch das Logitech G935. Das ist kurzlebiger Schrott. Lieber etwas mehr investieren und ein guten KH kaufen. Die halten in der Regel Jahre und hat gute Qualität.

    Zusätzlich sind die "Surround" Modis für den Arsch. Ich kann mit meinem Beyerdynamic besser in Stereo orten, wie diese simulierten Surround Modis. Und wenn ich ne Maus furzen hören will, dann nehm ich meinen Stax.

  • 4C8en

    Turmheld

    Naja wenn man:


    ...das kaputte Kabel ... das Rauschen ist sehr störend und macht ruhigere Phasen mit diesem Headset unnötig anstrengend.

    ließt dann ist es für mich eigentlich bzgl. Kaufempfehlung klar. Nicht kaufen.


    Das würde ich noch verstehen wenn ich mir ein günstiges für 20 € - 30 € kaufe. Aber für ~ 60 €?


    Dann lieber gleich ein ordentliches, wobei ich für eine Konsole kein Headset kaufen würde. Wenn dann für den PC. Da ich die entweder am TV spiele oder im Handheld bei dem ich entweder ohne Sound oder dem von der Konsole spiele.


    ROCCAT Khan Pro/AIMO sind da z.B. ganz gut. Bzw. habe ich gute Erfahrungen mit. Aber keine Ahnung ob die mit der Switch kompatibel sind.

  • Holzkerbe

    sammelt <3 in moon

    Schmerzen am Kopf nach etwas Tragezeit? Rauschen? Das Ding ist damit ein absolutes No-Go :thumbdown:

    Ich hab erst neulich im Forum meine Empfehlung zum SteelSeries Arctis 1 Wireless abgegeben. Das drückt nicht, hat einen super Klang, funktioniert stationär wie im Handheld-Modus drahtlos mit der Switch und ist auch mit PC, PS4 sowie Smartphones kompatibel. Da ich es erst seit ca. zwei Monaten besitze, kann ich noch kein Langzeiturteil abgeben. Es war jedoch bereits über 100 Stunden im Einsatz und verrichtet bislang tadellos seinen Dienst :thumbup:

  • DecTher

    Turmheld

    Ich hatte vor einigen Monaten ein Artikel auf GameStar gelesen.

    Dort ging darum das Headsets in der Regel völlig überteuert, im Verhältnis zur abgelieferten Qualität, sind.


    Besser ist es Kopfhörer und Mikrofon separat zu kaufen.

    Das hat natürlich den Vorteil, wenn eines defekt ist, braucht man nicht beides neu kaufen.

    Außerdem kann ich nur jedem empfehlen sich über die Vor- und Nachteile von den 3 Kopfhörertypen (Offene, halboffene und geschlossene Kopfhörer) zu informieren.

    Ich fand diesen Artikel ganz gut.

    https://www.mobilefidelity-mag…-oder-geschlossene-hoerer


    Headsets haben eigentlich immer geschlossene Kopfhörer.

    Häufige Probleme, die bei geschlossenen Kopfhörern entstehen sind:

    Sehr Basslastig (Kann grundsätzlich auch gewollt sein)

    Wenn man sich mit jemandem über das Mikrofon unterhält, dann tendiert man dazu, lauter zu sprechen. Außenstehende nehmen das durchaus als schreien war. Das liegt daran, weil man seine eigene Stimme nicht hört.

    Schlechter Raumklang.

    Die Kopfhörer sind schwer und sitzen mit hohem Druck auf den Ohren, wodurch die Ohren nach einiger Zeit weh tun.

    Wenn jemand neben dir steht und zu dir spricht, dann hörst du ihn nicht. (Ist natürlich der Sinn)


    Heute habe ich ein Beyerdynamic DT 990 Pro 250ohm und ich werde nie wieder geschlossene Kopfhörer kaufen.

    Die Kopfhörer sind offene Kopfhörer und offene Kopfhörer haben ein viel besseres Klangerlebnis.

    Die Kopfhörer tuen auch nach Stunden nich weh.

    Ich habe mir allerdings noch eine Kabelverlängerung dazu gekauft, weil das Kabel am Kopfhörer ein Spiralkabel ist, welches natürlich immer versucht sich zusammen zu ziehen.

    Bei offenen Kopfhörern muss man sich aber bewusst sein, dass man Geräusche im gleichen Raum sehr deutlich wahrnimmt.

    Wenn jemand neben dir steht und zu dir spricht, dann hörst du ihn fast genauso laut wie ohne Kopfhörer.

    Auch kann jemand neben dir hören, was du gerade hörst.


    Ein Mikrofontest, wie zum Beispiel bei Teamspeak, darfst du nicht benutzen.

    Da die Kopfhörer den Ton in die Umgebung abgeben, führt das dazu, dass der Ton beim Mikrofontest erneut vom Mikro aufgenommen wird, dadurch entsteht ein Störgeräusch.

    Beim Sprechen mit anderen tritt das Problem aber nicht auf.

    Besser ist es zum testen die Window 10 App "Sprachrecorder" zu benutzen.