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Hellboy und die B.U.A.P. 1956 – Unsere Comic-Rezension führt Hellboy nach Mexiko Über den Tellerrand

Das Hellboy-Universum ist nach über 25 Jahren mittlerweile sehr umfangreich ausgestaltet. Nicht nur wurden bisher 3 Kinofilme veröffentlicht, es gab auch Hörspiele sowie mehrere Videospiele rund um den Höllenjungen. Der Grundstein wurde jedoch als Comic gelegt, erdacht und gezeichnet von Mike Mignola. Auch wenn sich die Geschichten der anderen Medien aus dem Fundus der Comic-Erzählungen bedienen, zählen sie jedoch nur bedingt zum Hellboy-Kosmos hinzu. Wirklich relevant und wichtig sind nur die Abenteuer des Höllenjungen in Comicform. Aber da bricht auf einen Neuleser direkt ein Universum herab und wir wissen ja, Universen nimmt man nicht auf die leichte Schulter. Es soll hier auch keine Übersicht dazu geben, denn das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen und wäre ein Thema für einen weiteren Text.


Hellboy hat Redebedarf, doch niemand hat Zeit für ihn. Also macht er sich einen Lenz in Mexiko...

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Das Hellboy-Universum besteht aus verschiedenen Comic-Reihen, die zu einem großen Teil miteinander verwoben sind, aber teilweise auch alleinstehend gelesen werden können. Wollt ihr jedoch von Beginn an in die Hellboy-Welt einsteigen, empfiehlt sich dazu natürlich das Hellboy-Kompendium 1, in dem die ersten 3 Bände von Hellboy vereinigt sind. Ebenfalls einen guten Einstieg in die erweiterte Welt von Hellboy liefert euch der erste Band der Froschplage aus der Spin-of-Reihe B.U.A.P., der die Abenteuer der „Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen“ nachzeichnet. Im Verlauf der Abenteuer von Hellboy und seinen Kollegen von der Behörde kommt es nämlich zu einem Bruch, bei dem Hellboy die Behörde verlässt und fortan allein auf Entdeckungstour geht.


Wollt ihr – so wie ich – Hellboy auf Deutsch lesen, so führt kein Weg am Cross Cult-Verlag vorbei. Bereits seit 2002 veröffentlichen die Ludwigsburger die mystischen und folkloristischen Abenteuer von Hellboy, der Behörde B.U.A.P. und den vielen Nebenfiguren. Das Buch, was ich euch heute vorstellen möchte dient nur bedingt als Einstieg in die Welt, dazu hab ich euch aber weiter oben bereits zwei Tipps gegeben. Ihr müsst wissen, dass das Hellboy-Universum in Zyklen eingeteilt ist, die in der richtigen Reihenfolge gelesen werden sollten, um den maximalen Spaß daran zu haben. So gibt es den ursprünglichen Hellboy-Zyklus, dann verlässt Hellboy die Behörde und es splittet sich auf in zwei separate Zyklen. Während dabei die Agenten und Wesen aus der Behörde die Hölle auf Erden vorfinden, muss sich Hellboy selbst durch die Hölle schlagen. Davon abseits gibt es noch ein paar Bände der frühen Abenteuer von Hellboy, das sind dann die Bücher aus dem Zyklus, von dem ich euch heute Hellboy und die B.U.A.P. 1956 vorstellen möchte.


Der Geschichte nach findet Hellboy, damals noch als wirklicher Höllenjunge, Ende des Jahres 1944 den Weg in unsere Dimension und gelangt über ein Experiment der Nazis in die Hände seines englischen Ziehvaters Professor Bruttenholm. Im Zyklus mit den Jahreszahlen (beginnend mit dem Jahr 1952) erleben wir die frühen Abenteuer von Hellboy und den Agenten bei der Behörde. Mit dem Jahrbuch 1956 liegt der vermeintliche Abschluss der Reihe vor, inhaltlich werden einige Ereignisse aus dem vorherigen Buch weitergeführt. Im Frühjahr 1956 wird Hellboy auf eine Mission nach Mexiko geschickt, um dort nach übernatürlichen Angriffen einmal nach dem Rechten zu sehen. Einige Zeit später versuchen die Agenten der B.U.A.P. immer noch herauszufinden, was die Sowjets mit den geborgenen okkulten Nazi-Waffen planen, wie wir sie im Buch vom Jahr 1955 gesehen haben. Auf der Seite der Sowjets verfolgen wir die Machenschaften von Varvara, einem jungen Mädchen, das von einem Dämon besessen ist und dadurch zum Genosse Direktor beim Büro für Okkultismus und Geheimlehre der Sowjets aufgestiegen ist. Varvara verfügt über übersinnliche Kräfte und muss sich gegen ihre Untergebenen durchsetzen, die sie mit aller Macht aus dem Amt treiben wollen. Währenddessen ist Hellboy in Mexiko abgetaucht und vertreibt sich seine Zeit mit allerlei jugendlichen Freuden, nämlich Alkohol und mexikanischem Wrestling…


Fazit


Wer sich auf viel Hellboy-Action gefreut hat, kommt in diesem Band ein wenig zu kurz. Hellboy versumpft in Mexiko und taucht nur alle paar Seiten mal am Rand auf. Dennoch präsentiert uns das Buch eine spannende Geschichte und einen vorläufigen Abschluss der Geschichte rund um die sagenumwobenen okkulten Waffen. Mit Professor Bruttenholm und Varvara stehen sich auf beiden Seiten mächtige Gegner gegenüber, die sich respektieren und dennoch unterschiedliche Interessen verfolgen. Ein wenig holprig gestaltet sich die künstlerische Gestaltung der durchgehenden Geschichte, da diese von 3 unterschiedlichen Zeichnern gestaltet wurde, die jeweils merkbar andere Stile verfolgen und umsetzen. Abgerundet wird das Buch von der Kurzgeschichte mit Hellboy vs. Lobster Johnson – Der Ring des Todes, die in einem Pulp-Film gegeneinander antreten und sich gegenseitig vermöbeln sollen. Da Hellboy aber zu besoffen ist, muss sich die Filmcrew etwas einfallen lassen, um ihn passend zu doubeln. Köstlich!


Wenn ihr jetzt die Abenteuer von Hellboy in Mexiko nachlesen wollt:

Hellboy und die B.U.A.P. 1956 ist erschienen bei Cross Cult, ISBN: 978-3-966581-15-8, 14x21cm, Hardcover, 144 Seiten, 22,00 Euro

Hier könnt ihr Hellboy und die B.U.A.P. 1956 bei Amazon bestellen!


Wenn ihr bei Hellboy zu Beginn einsteigen wollt, empfehle ich euch:

Hellboy Kompendium 1 erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3864259852, 16x24cm, Hardcover, 448 Seiten, 50,00 Euro

Hier könnt ihr Hellboy Kompendium Band 1 bei Amazon bestellen!


Wenn ihr nicht genug von der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen bekommen könnt:

B.U.A.P. Die Froschplage Band 1 ist erschienen bei Cross Cult ISBN: 978-3959818995, 14x21cm, Hardcover, 408 Seiten, 40,00 Euro

Hier könnt ihr B.U.A.P. Die Froschplage Band 1 bei Amazon bestellen!


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