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Ein schauriges Halloween steht bevor ... Spezial

Heute steht uns die wohl schaurigste Nacht des Jahres bevor – immerhin steht der 31.10.2020 jedes Jahr im Zeichen von Halloween, Geistern und gruseligen Mythen. Seit vielen Jahrzehnten wird Halloween auf der ganzen Welt gefeiert und gefürchtet, doch auch in der virtuellen Videospielwelt läuft uns bei manchen Spielen ein kalter Schauer über den Rücken. Mittlerweile ist die Auswahl an Horrorspielen auf den unterschiedlichen Plattformen schier grenzenlos und das Genre so vielfältig wie nie zuvor. In erster Linie stehen bei den Spielern Horrorspiele mit möglichst vielen Jumpscares hoch im Kurs, jedoch gibt es auch zahlreiche Horrorspiele, welche ihre Wirkung auf einer anderen Ebene vermitteln und die Spieler in den Bann ziehen.


Abschließend zu unserer kleinen Themenwoche "Schocktober" haben wir für dieses Spezial eine kleine Auswahl an unterschiedlichen Spielen herausgesucht, welche unsere Redaktion für einen schaurigen Abend vor dem heimischen Fernseher an Halloween bedenkenlos weiterempfehlen würde. Hauptsächlich handelt es sich bei den Empfehlungen natürlich um Videospiele für die Nintendo Switch, aber auch zwei Spiele für den Nintendo DS und Nintendo 3DS sind dabei:


Diese schaurigen Spiele empfiehlt unsere Redaktion:

This is the Zodiac Speaking

Nintendo Switch / 19,99 € Nintendo eShop

Unser Spieletest zu This is the Zodiac Speaking

Trailer zu This is the Zodiac Speaking

Empfehlung von Maik Styppa-Braun


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© Punch Punk Games / Klabater / Discovery


In der Vergangenheit konnte ich schon viele Horrorspiele mein Eigen nennen, doch This is the Zodiac Speaking ist aus der Masse wirklich hervorgestochen. Dies liegt vor allem daran, dass ihr im Titel in die Rolle eines investigativen Journalisten schlüpft und die in der Realität stattgefundenen Morde des Zodiac-Killers aus den Jahren 1968 und 1969 nacherlebt. Dies sorgte für mich so schon für eine unheimlich bedrückende Stimmung. Hinzu kam die passende Atmosphäre, welche durch die spannenden Schauplätze und die gute Musik bestimmt wurde.


Ziel des Spiels ist es, dem Zodiac-Killer auf die Schliche zu kommen und dabei selbst nicht dem Wahnsinn zu verfallen. Hierzu stehen euch im Verlauf des Spiels immer neue Optionen und Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung, wodurch sich die Geschichte in unterschiedliche Richtungen entwickeln kann. Ihr als Spieler werdet somit von Beginn an mitgerissen und es liegt an euch, den Killer aufzuspüren, ohne selbst eines seiner Opfer zu werden. Vorwissen zur Geschichte des Zodiac-Killers sind von Vorteil, jedoch nicht zwingend notwendig, da man im Spiel viele Hintergrundinformationen freischaltet, die einen noch tiefer in die Materie abtauchen lassen.


Death Mark

Nintendo Switch / 49,99 € im Nintendo eShop

Trailer zu Death Mark

Empfehlung von Johannes Bausch


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© Experience


Ein Gerücht von einem mysteriösen Mal, das plötzlich auf dem Körper verschiedener Personen erscheint und diese nach ein paar Tagen auf grausamste Art und Weise tötet, macht derzeit in einem Vorort von Tokyo die Runde. Der an Amnesie leidende Protagonist wird ebenfalls von diesem Mal gekennzeichnet. Ohne Erinnerungen und mit einer Visitenkarte des Mediums Saya in der Tasche besucht er das Anwesen von ihr. Dort erhofft er sich mehr über sein Stigma herauszufinden. Doch Saya ist bereits auf brutalste Weise verstorben, sie war ebenfalls vom Fluch betroffen und konnte diesen nicht rechtzeitig abwenden. Mithilfe der mysteriösen sprechenden Puppe Mary versucht er nun, sich selbst als auch andere Malträger vor ihrem grausamen Schicksal zu retten.


Death Mark ist eine Visual Novel mit leichten Gameplay-Elementen. Ihr reist durch diverse Ortschaften, die von Geistern heimgesucht werden, um Hinweise über diese zu finden. Unterstützt werdet ihr dabei von verschiedenen Partnern. Immer wieder werdet ihr von den boshaften Gespenstern angegriffen und müsst die richtigen Entscheidungen treffen, falsche können dabei zum Game Over führen. Sobald genügend Hinweise gefunden wurden, kommt es zu einer Art Bosskampf gegen die spirituellen Erscheinungen. Nun bedarf es, die richtigen Items und Informationen geschickt einzusetzen, um entweder den Geist zu erlösen oder diesen zu zerstören. Bei Letzterem stirbt jedoch der Partner des Protagonisten. Somit gibt es für jedes Kapitel ein gutes sowie ein schlechtes Ende. Durch den stimmigen, düsteren Soundtrack und einer Gänsehaut erregenden Geräuschkulisse eignet sich das Game perfekt für schaurige Oktobernächte. Auch die Story weiß durchaus zu begeistern, deswegen ist Death Mark ein Geheimtipp für Fans japanischer Geister-Geschichten sowie Visual Novels.


Resident Evil 4

Nintendo Switch / 19,99 € im Nintendo eShop

Unser Spieletest zu Resident Evil 4

Trailer zu Resident Evil 4

Empfehlung von Adis Selimi


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© Capcom


Jeder kennt sie: die Spieleklassiker, die aus Zeitmangel oder anderen Gründen an einem vorbeigegangen sind und sehnsüchtig darauf warten, nachgeholt zu werden. Eines dieser Spiele war für mich bis zu diesem Jahr Resident Evil 4. Mit dem vierten Teil der Kultserie wagte Capcom den Sprung vom subtilen Grusel, der zu vorsichtigem Vorgehen animierte, hin zum Horror-Action-Spektakel, in dem ihr Horden von Untoten und anderen unangenehmen Zeitgenossen gegenübersteht. Ihr schlüpft in die Rolle des Spezialagenten Leon S. Kennedy, der beauftragt wird, die Tochter des US-Präsidenten aus den Fängen eines religiösen Kults zu befreien. Dabei verschlägt es euch in ein abgeschiedenes spanisches Dorf, von dem aus der Wahnsinn seinen Lauf nimmt. Schon die ersten Sequenzen in der heruntergekommenen Ortschaft, in der die wahnsinnig gewordenen Einwohner auf euch zustürmen, setzen den Ton für den weiteren Verlauf des Abenteuers. Resident Evil 4 ist das spielerische Äquivalent zu einem gut inszenierten Action-Thriller, bei dem man fortwährend mit dem Protagonisten mitfiebert. Um vollständig in die schaurige Atmosphäre des Spiels einzutauchen, bietet sich die anstehende Jahreszeit mit den länger werdenden Nächten wunderbar an und lädt dazu ein, den Horrorklassiker auf Nintendos Hybridkonsole (neu) zu erleben.


Diablo III: Eternal Collection

Nintendo Switch / 59,99 € im Nintendo eShop

Unser Spieletest zu Diablo III: Eternal Collection

Trailer zu Diablo III: Eternal Collection

Empfehlung von Krispin Berndt


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© Blizzard Entertainment


Bereits mit der Veröffentlichung am 02. November 2018 im Nintendo eShop sowie als Handelsversion für die Nintendo Switch hatte Diablo III: Eternal Collection schon einige Jahre seit der Erstveröffentlichung auf dem Buckel – seitdem sind schon wieder zwei weitere Jahre ins Land gezogen. Trotz des hohen Alters gehört der dritte Teil der beliebten Action-Rollenspielreihe von Blizzard Entertainment aber noch immer zu einem der besten Spiele seines Genres. Durch die Veröffentlichung auf der Nintendo Switch erlebte Diablo III: Eternal Collection in gewisser Weise eine Wiedergeburt und einen zweiten Frühling für die eingestaubte Community – durch die saubere Portierung hagelte es sogar ziemlich hohe Wertungen aus der Videospielwelt. Allerdings ist es schier unmöglich, Diablo III in wenigen Zeilen zu beschreiben, daher empfehle ich einen Blick auf unseren Spieletest. Es folgt nun eine oberflächliche Kurzfassung:


Barbaren, Kreuzritter, Mönche, Hexendoktoren, Zauberer und Dämonenjäger. Dies sind die 6 Charakterklassen aus Diablo III: Eternal Collection, die euch zur Verfügung stehen. Nachdem ihr euch für eine Klasse entschieden habt, geht die Action los: Getreu dem Motto „Looten und Leveln“ prügelt ihr euch durch unzählige Dungeons, ganzen Horden an Gegnern und hinterlistigen Endgegnern – stets auf der Suche nach den dort versteckten und seltenen Ausrüstungen für euren Charakter. Die jeweiligen Klassen haben auch eigene Fähigkeiten, welche im Laufe des Spiels freigeschaltet und verbessert werden können. Natürlich gibt es auch eine Geschichte – diese wird in fünf unterschiedlichen Akten erzählt und hat definitiv einige Höhepunkte und unerwartete Wendungen.


Diablo III: Eternal Collection ist nicht unbedingt ein Horrorspiel im klassischen Sinne, jedoch sorgen die durchaus angsteinflößenden Kreaturen und die düstere Geschichte für zahlreiche blutige Schlachten und Gänsehaut beim Spieler. Ihr könnt eure Angst auch mit einer Person eurer Wahl teilen, denn es gibt auch einen lokalen Mehrspielermodus. Doch auch wenn das Spiel schon einige Jahre auf dem Buckel hat, kann ich es auch weiterhin aus voller Überzeugung für einen Spieleabend an Halloween empfehlen. Was bietet sich besser an, als sich an diesem schaurigen Tag durch ganze Horden und harte Endgegner zu prügeln? Wer weiß, vielleicht erscheint Diablo 4 ja doch zukünftig auch für die Nintendo Switch – dann aber möglichst ohne eine sechsjährige Wartezeit.


Luigi's Mansion 3

Nintendo Switch / 59,99 € im Nintendo eShop

Unser Spieletest zu Luigi's Mansion 3

Trailer zu Luigi's Mansion 3

Empfehlung von Robin Jung


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© Nintendo


Um in die perfekte Halloween-Stimmung zu kommen, braucht es nicht immer Kreaturen mit grotesken Fratzen, kaltblütige Mörder oder große Schockmomente, die euch das Blut in den Adern gefrieren lassen. Auch wird nicht jeder Geschmack damit getroffen, obwohl all diese Elemente zweifellos auch etwas für sich haben. Wer an Halloween auf übermäßige Gewalt verzichten will, aber trotzdem einige gruselige Stunden nicht missen möchte, der wird bei Luigi’s Mansion 3 fündig.


Nintendo schickt den etwas ängstlichen, namensgebenden Klempnerbruder mit Luigi’s Mansion 3 erneut auf Geisterjagd und bietet dabei auf der Nintendo Switch das bis dato abwechslungsreichste Geisterabenteuer. Natürlich wieder mit dem Schreckweg F-LU ausgerüstet, liegt es einmal mehr an Luigi, seinen Bruder Mario, die Toads und diesmal auch Prinzessin Peach aus den Fängen König Buu Huus zu befreien. Hauptaugenmerk ist dabei selbstverständlich das riesige Hotel, das ihr nach und nach erkunden müsst und in dem es vor Gespenstern nur so wimmelt.


Die Größe und Abwechslung, die das Spukhotel in Luigi’s Mansion 3 zu bieten hat, gefiel mir besonders gut. Stockwerk für Stockwerk kämpft ihr euch durch das schaurige Gebäude und mit jeder Etage erwartet euch ein neues Thema mit neuen, einzigartigen Geistern, die mit viel Liebe zum Detail designt wurden. Dabei kommt die Stimmung natürlich nicht zu kurz, denn auch wenn das Spiel nicht dem klassischen Horror-Genre entspricht, so gibt es doch immer wieder ein unheimliches Knarren, einen gruseligen Schatten oder Gegenstände, die wortwörtlich wie von Geisterhand schweben. Die Musik sorgt dann für das Übrige und schafft es gleichzeitig, die herzliche Wärme eines Nintendo-Titels einzufangen und die düsteren Gänge und Winkel des Hotels mit schaurigen Klängen zu versehen. Durch Luigis neuen, glibberigen Doppelgänger Fluigi könnt ihr außerdem auch zu zweit auf Geisterjagd gehen, verschiedenste Rätsel lösen und euch den Weg durch das Hotel gemeinsam bahnen.


Luigi’s Mansion 3 kann ich jedem ans Herz legen, der für seinen Halloween-Abend auf der Suche nach einer entspannten Unterhaltung ist, die aber trotzdem ins Grusel-Thema passt. Durch den Zweispieler-Modus eignet sich der Titel auch hervorragend für ein gemeinsames Abenteuer und bietet mit seinem raffinierten Gameplay und der nicht ganz ernst zu nehmenden Gruselstimmung ein ideales Erlebnis für Halloween.


Resident Evil: Deadly Silence

Nintendo DS

Trailer zu Resident Evil: Deadly Silcence

Empfehlung von Felix Kraus


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© Capcom


Wer schon immer einmal die Ur-Fassung des ersten Teils der beliebten Horrorspielreihe nachholen wollte, dem empfehle ich die Nintendo DS-Version von Resident Evil mit dem pfiffigen Namenszusatz "Deadly Silence". Letztendlich handelt es sich einfach nur um einen erweiterten, gut gelungenen Port des Hauptspiels. Ihr könnt euch zu Beginn entscheiden, ob ihr den klassischen oder den Rebirth-Modus spielen wollt, wobei Letzterer um ein paar Szenarien erweitert sowie die Touchpen-Steuerung des Nintendo DS eingebunden wurde. Natürlich ist das Ganze in Anbetracht aktueller Veröffentlichungen aus dem Sektor nicht mehr wirklich gruselig, die ulkigen Dialoge und deren Vertonung sorgen mit dem kuriosen Setting allerdings für einen hohen Trash-Faktor, der den Kultstatus des Spiels heutzutage untermauert. Zudem ist es in dieser Version möglich, die auf Dauer etwas an den Nerven zehrenden Türanimationen zu überspringen. Klar gehören die irgendwie mit dazu, nachdem ihr aber aufgrund des vorkommenden Backtrackings häufig Räume wechseln müsst – allen voran dann, wenn ihr die Rätsel noch nicht in- und auswendig kennt –, werdet ihr diese Funktion willkommen heißen, so viel sei sicher. Falls ihr also noch irgendwo mal eine Kopie des Spiels finden und einen Faible für Horrorspiele hegen solltet, zögert nicht und greift zu.


The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D

Nintendo 3DS / 44,99 € im Nintendo eShop

Unser Spieletest zu The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D

Trailer zu The Legend of Zelda: Majora's Mask 3D

Empfehlung von Ilja Rodstein


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© Nintendo


Selbstverständlich gilt alles was ich sage auch für die originale Nintendo 64-Version des Spiels, aber als The Legend of Zelda-Spätzocker kam ich erst auf der Handheldkonsole in den Genuss des einzigartigen Zelda-Titels. Doch ohnehin würde ich euch lieber die Nintendo 3DS-Version ans Herz legen, da diese mit sehr sinnvollen Verbesserungen daherkommt.


Der Titel passt wirklich super in die gruseligen Feiertage, denn was ist überhaupt gruseliger als der Mond, der euch ununterbrochen mit seiner länglichen Nase und seinen spitzen Zähnen anstarrt, während dieser auf Termina, die Stadt aus dem Spiel zu rast. Das Spiel wurde in der gleichen Spielgrafik wie The Legend of Zelda: Ocarina of Time entwickelt und bringt sogar ähnliche Charaktere in anderen Rollen ins Spiel. Allerdings wirkt dieses Spiel eher wie eine dystopische Parallelwelt zu Hyrule mitsamt einer dunklen Stadt mit Charakteren, welche viele dunkle Geheimnisse verbergen. Für mich enthält das Spiel die spannendsten und mysteriösesten Rätsel aus der Spielereihe und vor allem die Verwandlungen bringen die nötige Abwechslung.


Nur 72 Stunden habt ihr Zeit, um Horrorkid, welcher den Mond auf die Stadt beschwört, zu besiegen. Doch 72 Stunden reichen nicht, denn ihr müsst euch mit der Hymne der Zeit immer wieder und wieder in die Vergangenheit transportieren, bevor ihr es am Tag der Kollision mit Horrorkid aufnehmen könnt. Für mich als Fan von Zeitreisen hat das Spiel sowieso einen Nerv getroffen, doch ist es natürlich nicht alles, denn die wirren Gestalten, tolle Atmosphäre und eine fantastische Musik runden das Gesamtpaket des Spiels ab. Der obige Trailer spiegelt übrigens die trübe Stimmung des Spiels besonders gut wieder, könnt ihr euch noch an die Ankündigung zu Beginn der Nintendo Direct im November 2014 erinnern?


The Coma 2: Vicious Sisters

Nintendo Switch / 14,99 € im Nintendo eShop

Unser Spieletest zu The Coma 2: Vicious Sisters

Trailer zu The Coma 2: Vicious Sisters

Empfehlung von Felix Eder:


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© Focus Home Interactive


Ihr habt Lust auf Survival-Horror der etwas anderen Art? Dann könnte The Coma 2: Vicious Sisters genau das Richtige für euch sein: In diesem koreanischen Gruselspiel schlüpft ihr in die Rolle der Schülerin Mina, die in ihrer alten Schule aufwacht und nun ums Überleben kämpfen muss, denn nichts ist mehr so, wie es zuvor war: Mitschüler sind plötzlich unberechenbar und gefährlich, die Klassenlehrerin ist eine kaltblütige Mörderin, die es auf Mina abgesehen hat und in jeder Ecke lauern Monster, die für viel Herzklopfen und Schweißausbrüche sorgen. Besonders schön ist die im handgezeichneten koreanischen Comic-Stil erzählte Geschichte und die dadurch erzeugte Atmosphäre, die zudem von einem stimmigen Soundtrack perfekt untermalt wird.

Vampyr

Nintendo Switch / 49,99 € im Nintendo eShop

Trailer zu Vampyr

Empfehlung von David Kuhlgert


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© Focus Home Interactive


London 1918 – Das Land erholt sich gerade erst wieder von den Schrecken des ersten Weltkrieges, da bricht ein weiteres Unheil auf die Bewohner der Stadt herein, von dem sie noch nichts ahnen. Als Jonathan Reid spielt ihr einen aus dem Krieg zurückkehrenden Feldarzt, der nach einem Angriff eines Vampirs von plötzlichem Blutdurst geplagt aufwacht. Verwirrt fallt ihr den ersten Menschen, der euch begegnet, an und rammt eure spitzen Zähne in den Hals eures Opfers. Noch bevor ihr wieder richtig zur Vernunft kommt, bemerkt ihr wen ihr da eigentlich ausgesaugt habt – eure Schwester. Doch die Tat bleibt nicht unentdeckt, ihr müsst schnellstens die Flucht ergreifen und findet letztendlich Zuflucht im örtlichen Krankenhaus, dem Pembroke Hospital. Eurem guten Ruf vorauseilend werdet ihr dort vom Vampirforscher Edgar Swansea aufs herzlichste Empfangen – nichts ahnend, das ihr selbst als Ekon zur Spezies der blutsaugenden Geschöpfe gehört – und gebeten, ihm bei seinen Forschungen zu helfen.


Neben eurer neu erlangten Vampirgestalt, welche ihr natürlich unbedingt verheimlichen wollt, und den Vampirforschungen denen ihr nachgeht, seid ihr in erster Linie eben aber auch ein Arzt und wollt den Menschen helfen, die unter dem Einfluss des Krieges gelitten haben. Mittels eures medizinischen Geschickes und Ingredienzien, die ihr in der Spielwelt sammeln könnt, müsst ihr also allerlei Krankheiten eurer Patienten heilen und London vor dem drohenden Untergang bewahren. Immer im Zwiespalt euren Blutdurst stillen zu wollen und die helfende Hand zu reichen, müsst ihr im Spielverlauf entscheiden, wen ihr am Leben lasst und wen nicht – oder wer es eurer Meinung nach verdient hat ausgesaugt zu werden und zu sterben. Doch Vorsicht: Tatsächlich haben eure Taten in dem Spiel wirklich spürbare Konsequenzen. Leidet eins der vier frei begehbaren Stadtviertel und dessen Bewohner zu sehr an Krankheiten, die ihr nicht heilt, oder an Toten, dann übernehmen die auf die Stadt hereinfallenden Skal (eine blutrünstige Unterart der Vampire) die Überhand und macht euch das eigene Vampir- und Arztleben deutlich schwerer. Ich muss zugeben, die Entscheidung, wen ich aussauge und wen nicht, ist mir häufiger im Spiel recht schwer gefallen. Vampyr schafft es ausgezeichnet, dass man eine gewisse emotionale Bindung zu den einzelnen Bewohnern aufbaut und man kann zumeist nicht direkt dessen etwaigen guten oder bösen Absichten abschätzen.


Mittels eurer Vampir- und Kampffähigkeiten müsst ihr euch gegen die Skal und dessen menschlichen Jägern, der Wache von Priwen, beweisen. Gerade anfangs, wo eure Fertigkeiten noch nicht so weit ausgebaut sind, muss man mit Bedacht vorgehen. In Verbindung mit einer gewissen Grundanspannung und dem plötzlichen Aufkreischen eines Skals oder schlimmer noch einer ganzen Gruppe, gegen die man wenig ausrichten kann, hat mir das Spiel so manches Mal einen Schauer über den Rücken laufen lassen – Gruselfaktor garantiert! Etwas gruseln dürfte so manchen von euch auch die grafische Qualität der Switch-Portierung. Aber lasst euch davon nicht abschrecken, denn auch mit den etwas matschigen Texturen bietet das Spiel eine fantastische, düstere Grundstimmung und eine solide Performance. Zuletzt auch wegen der fantastisch erzählten und wendungsreichen Geschichte über den Grund, warum ihr zum Vampir geworden seid, was ein uralter Orden der Vampire damit zu tun hat und von einer neuen Liebe, die ihr findet, Lady Ashbury.


Vampyr ist ein sau(g)gutes Vampir-Rollenspiel, was mich viele Stunden gebannt an den Fernseher gefesselt hat. Alles in allem sind die dunkle, bedrückende und von Leid durchtränkte Atmosphäre, die spannenden Kämpfe und die emotional erzählte Geschichte mit ihren nachvollziehbar handelnden Charakteren perfekt geeignet, um sich in der dunklen Jahreszeit auf dem Sofa einzuigeln. Auch unabhängig des Horror-Settings für mich ein absolutes Highlight.


Welche schaurigen Spiele würdet ihr der Community empfehlen?

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Kommentare 3

  • Zarathustra

    Ritter von Ni(er)

    Mein diesjähriges Halloween Spiel war das großartige pumpkin jack,kann ich sehr empfehlen,einer der ganz großartigen Indies auf der Switch.

  • Gamecube-Boy98

    Turmbaron

    Wie wär's mit Sonic 06, Schrecken genug?:ugly-classic:

  • Darksamus666

    Wall-Jump-Akrobat

    Von dem aktuellen Sale kann ich euch folgende 5 Halloween-bezogene Games empfehlen:

    -Pumpkin Jack

    -Haunted Halloween 1986

    - alle Bloodstained-Spiele

    - What remains of Edith Finch

    -Wallachia: reign of Dracula