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Hellboy Winter Special in unserer Comic-Rezension Nerdkultur

Ihr braucht noch ein Wichtelgeschenk für Weihnachten? Es stellt sich heraus, dass ihr den Comic-Nerd beim Wichteln gezogen habt und nun keine Ahnung, was ihr da kaufen sollt? Ich darf euch beruhigen, eure Rettung ist da. Wie wäre es mit einem weihnachtlichen Comic-Heft von Hellboy? Schmale 5 Euro müsst ihr da investieren und beweist aber zum einen großes Fachwissen, weil Hellboy mag ja jeder (ja, mag wirklich jeder, oder?) und zum anderen gibt es diese Geschichten nicht in den anderen Hellboy-Büchern. Sie sind also exklusiv in deutscher Sprache nur in diesem Heft verfügbar.


Drei Kurzgeschichten finden sich im aktuellen Hellboy Winter Special.

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Fangen wir mit einem älteren Heft aus dem Jahr 2018 an, was es aber noch ohne Probleme zu kaufen gibt. In Krampusnacht verschlägt es Hellboy im Jahr 1975 nach Österreich. Dort wird er bereits von einem Mann erwartet, der durch ein vermeintliches Massaker in einer Kirche auf sich aufmerksam gemacht hatte. Also stattet Hellboy ihm einen Besuch ab und wird prompt von ihm zum Essen eingeladen. Doch was führt dieser Mann wirklich im Schilde und was hat es mit dem Krampus in dieser Gegend auf sich? Der Krampus ist eine Schreckgestalt in Begleitung des heiligen Nikolaus und in einigen Gegenden eine Gestalt des Adventsbrauchtums. Das passt ja wie die Faust aufs Auge für eine Hellboy-Kurzgeschichte.


Diese Geschichte von Mike Mignola mit Zeichnungen von Adam Hughes (unter anderem für DC, Marvel und Dark Horse tätig) ist für mich ein gelungenes Beispiel einer Hellboy-Kurzgeschichte. Gern wird ein Brauch oder eine Sagengestalt aufgegriffen und Hellboy muss sich dieser Gestalt stellen. Nicht selten geht das mit einer körperlichen Auseinandersetzung und ein paar markigen Sprüchen vom roten Gehörnten einher. Also alle Kernpunkte, die eine gute Hellboy-Geschichte ausmachen. Abgerundet wird die Krampusnacht-Ausgabe mit ein paar Artworks und Skizzen am Schluss des Heftes.


Krampusnacht erschien bereits vor zwei Jahren zur Vorweihnachtszeit, wenn ihr aber auf Nummer Sicher gehen wollt, dann solltet ihr das aktuelle Heft aus dem Hause Cross Cult holen. Im Hellboy Winter Special befinden sich gleich 3 Kurzgeschichten unter anderem auch vom Meister Mike Mignola selbst geschrieben. In Budapest Ende der 80er Jahre sitzen Hellboy und zwei weitere Männer gemütlich in einer Kneipe. Einer der Männer gibt eine Geschichte zum Besten und erzählt, wie er vor Jahren von einem alten Mann eine goldene Münze erhalten hat, nachdem er ihm beim Tragen eines schweren Sacks geholfen hatte. Noch ein wenig ungläubig machen sich die drei Kneipenbesucher in der Gegenwart dann auf die Suche nach dem alten Mann und der Gasse, wo die Begegnung stattfand. Es braucht nicht erwähnt werden, dass es in Das Geschenk des Geizigen ein wenig übernatürlich zugeht.


In der zweiten Geschichte mit dem Namen Die längste Nacht sitzt eine wild zusammengewürfelte Gruppe an Menschen in einem Haus fest. Draußen wirbelt ein Schneesturm und es geht der Boogam um, eine Kreatur, die es zur Wintersonnenwende für eine Nacht nach Menschenfleisch gelüstet. Ein Opfer hat der Boogam schon gefordert, wird sich ein weiteres Opfer in die dunkle verschneite Nacht wagen oder harrt die Gruppe gemeinsam bis zum Sonnenaufgang aus?


Abschließend erleben wir Leser mit der Bestie von Ingelheim noch einen Teaser auf eine Geschichte, die leider nicht mehr das Licht der Welt erblicken wird. Ein Gelehrter blickt auf sein Leben zurück und wie er als junger Mensch versuchte, dem heiligen Hagan nachzueifern, der als Kreuzritter 1291 fiel und dann wiederauferstand, um gegen den Leibhaftigen vorzugehen. Jedwede Inkarnation des Teufels sollte ausgetrieben werden, woraus sich ein Orden bildete, dem auch unser Gelehrter beitrat.


Fazit


Die drei Kurzgeschichten aus dem Winter-Special fallen von vorne bis hinten leider weiter ab. So gefällt mir das Geschenk des Geizigen noch sehr gut und kann mich sowohl mit Geschichte als auch mit den Zeichnungen vom ungarischen Zeichner Mark Laszlo durchweg überzeugen. In der längsten Nacht müssen wir sogar komplett ohne Hellboy auskommen, dennoch stellt sich eine entsprechende Atmosphäre ein. Ganz nett, aber ohne Kontext schließt die Bestie von Ingelheim das Heft ab. Diese Geschichte diente wohl als Teaser zu einer anderen Erzählung, die nie das Licht der Welt erblickte. Insgesamt kann ich aber beide Hefte durchaus für Fans empfehlen, dabei ist es gleich, ob ihr den Krampus wählt oder das neue Winter Special-Heft. Hellboy-Fans und solche, die es werden wollen, kommen so oder so auf ihre Kosten.


Hellboy Krampusnacht ist erschienen bei Cross Cult, ISBN: 978-3-959817-28-8, 17 x 26 cm, Softcover, 4c, 32 Seiten, 5,- Euro

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Hellboy Winter Special ist erschienen bei Cross Cult, ISBN: 978-3-966582-64-3, 17 x 26 cm, Softcover, 4c, 32 Seiten, 5,- Euro

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