© 2014 CD Projekt S.A. / Dark Horse Comics / Panini Verlags-GmbH

Der Hexer gefangen in einem Labyrinth – The Witcher Band 1: Im Glashaus in unserer Comic-Rezension

Noch bevor CD Projekt mit The Witcher 3: Wild Hunt einen Höhepunkt in ihrem Schaffen rund um den Hexer Geralt setzten, erschien mit The Witcher – Im Glashaus eine Umsetzung der Abenteuer in Comic-Form. Der Comic kann dabei als eine Brücke zwischen den Videospielen und den Romanen gesehen werden. Atmosphärisch fühlte ich mich sofort heimisch, was auch an den Zeichnungen von Joe Querio gelegen haben mag, der sich bereits im Hellboy-Universum verdingen konnte. Inhaltlich gestaltet sich die Erzählung des Comics auch für Einsteiger, die kein Vorwissen aus Spiel oder Romanreihe mitbringen. Aber auch Kennern der Serie, des Spiels oder der Romane würde ich den Comic durchaus empfehlen. Doch worum geht es genau:


Geralt im Angesicht zu Vampiren und anderen Monstern.

© 2014 CD Projekt S.A. / Dark Horse Comics / Panini Verlags-GmbH

Hexer Geralt trifft in einem kleinen Sumpf auf einen Jäger namens Jakob. Dieser sucht in der Jagd seine Erfüllung, nachdem er täglich an seine traurige Vergangenheit erinnert wird: Als er vor neun Jahren auf dem Weg zu diesem Ort durch den nahegelegenen schwarzen Wald ritt, wurde ihm seine geliebte Frau Marta genommen. Das wäre nicht weiter verwunderlich, wer reitet auch schon allein mit seiner Frau durch eine solche Gegend. Allerdings hatte Jakob den Angreifern nichts entgegenzusetzen, da es sich um vampirähnliche Geschöpfe namens Bruxae handelte. Diese machten Jakobs Frau Marta zu einer der Ihren und fortan ließ auch Marta sich von der Gier der Bruxae hinreißen und tötete unentwegt unvorsichtige Wanderer. Jakob jedoch ließ sie in Frieden und er brachte es bisher nicht übers Herz, die Gegend zu verlassen. Immer wieder steht sie in der Ferne und beobachtet ihn bei der Arbeit. Geralt und Jakob verstehen sich gut und so bleibt Geralt ein paar Tage bei ihm. Wenn die beiden Männer gemeinsam ihr erjagtes Fleisch am Lagerfeuer essen, ist Marta immer im Hintergrund präsent.


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Nach ein paar Tagen macht sich Geralt auf, um weiterzuziehen und er kann Jakob überreden, mit ihm zu kommen. Doch dazu müssen sie den schwarzen Wald durchqueren – etwas, das sich Jakob seit dem Tod seiner Frau nicht getraut hat. Doch mit Geralt an seiner Seite fühlt er sich sicher genug und so machen sie sich auf den Weg. Im schwarzen Wald bleibt ihre Gegenwart nicht unentdeckt und so begegnen sie einem Leshen (auch als Waldschrat bekannt), der sie schließlich aus dem Wald in Richtung einer kleinen Siedlung jagt. Dort angekommen, verschlägt es Jakob und Geralt schließlich in ein Gebäude, vor dem Jakob seine ehemalige Frau gesehen haben will. Nur eine Einbildung oder doch etwas Hoffnung? Von außen sind viele Fenster und Glastüren in und an dem Gebäude auszumachen. Letztendlich wagen die beiden Männer es und betreten das „Glashaus“.


Die Geschichte von Paul Tobin (Bandette, Feuer und Stein) passt in meinen Augen gut in die Welt von Geralt von Riva und nimmt gegen Ende doch noch die ein oder andere kleinere Wendung. Nicht alles ist so, wie es zu Beginn für den Leser scheint. Gepaart mit den Zeichnungen von Joe Querio (B.U.A.P., Lobster Johnson) und den Farben von Carlos Badilla (Alien: Isolation) ergibt sich ein tolles und stimmiges Gesamtbild für den ersten Comic im Witcher-Universum. Die Geschichte erfordert kein großes Vorwissen, um genossen zu werden und sie schließt auch gekonnt ab – ohne, dass der Leser das Gefühl hat, etwas zu vermissen. Abgerundet wird die Veröffentlichung von Panini Comics mit ein paar Skizzen und einer kleinen Cover-Galerie.


Fazit


Wie ich eingangs bereits erwähnte, passt die Stimmung von der ersten Seite an zur Vorlage. Dabei liegt der Fokus von Schreiber Paul Tobin eher auf dem unheimlichen Aspekt des Hexers und bewegt sich tendenziell eher Richtung Horror. Für mich als Hellboy-Fan, der eine große Affinität zu jeglicher Folklore hat, passt sich das Szenario gekonnt ein. Die Action wird in dieser Geschichte stark zurückgefahren, solltet ihr also als Fan der Videospiele zum Comic kommen, fehlt euch dieses Element vielleicht. Im Hinblick auf die Romane kann der Comic in meinen Augen mithalten und lässt den Leser von Anfang an die Atmosphäre spüren, die sich auch in manchen der Erzählungen von Andrzej Sapkowski wiederfindet. „Im Glashaus“ bringt uns weniger den Charakter von Geralt näher noch erzählt es etwas im Hinblick auf die politischen Machenschaften in der Welt des Witchers. Das macht den Comic aber auch so interessant für Einsteiger: Ihr braucht kein großes Vorwissen, sondern könnt die Ereignisse aus dem Glashaus so genießen, wie sie euch hier toll präsentiert werden. Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr.


The Witcher 1: Im Glashaus ist erschienen bei Panini, ISBN: 9783957980519, 132 Seiten , Softcover, 16,99 Euro


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Kommentare 2

  • AnimalM

    SR388 Cleaner

    Hatte ebenfalls viel Spaß mit dem Comic und kann ihn empfehlen 8):thumbup:

  • Harlegrins

    Harlegrins

    Das Heft gab es als E-Comic bei Amazone Prime.

    Es lohnt sich ein Blick reinzuwerfen. Als E-Comic nicht zu empfehlen, da die Bilder gedruckt einfach besser wirkt.