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Bravely Default II: Die besten Tipps und Hinweise zusammengefasst Guide

Aller Anfang ist schwer – vor allem wenn es um längere Rollenspiele und ihre komplizierten Mechaniken geht. Die Rede ist hauptsächlich von facettenreichen Kampfsystemen, die häufig voller Raffinessen stecken und Anfängern schnell Probleme bereiten können. Bravely Default II mag in dieser Hinsicht aufgrund des doch recht verständlichen „Brave/Default“-Systems und der einfachen Rundenstruktur weniger problematisch ausfallen, dennoch werden mit dem Titel mehr als genug Neueinsteiger ihre ersten Schritte in das taktische Genre wagen und dementsprechend Unsicherheiten mit sich bringen. Genau aus diesen Gründen erfahrt ihr in unserem Guide, wie der Start ins Rollenspiel gelingt, welche Strategien sich bewähren und worauf gerade in den ersten Stunden zu achten ist.


Allgemeine Ratschläge


Mehr als nur Brave: Wie ihr mittlerweile wahrscheinlich wisst, ist Brave ein wunderbares Mittel, um Kämpfe zügig zu beenden. Viele Spieler werden aber oftmals ungeduldig und verkalkulieren sich in ihren Einschätzungen, woraufhin sie im Minusbereich landen und Gegner dementsprechend reagieren. Was bei herkömmlichen Feinden gewiss nicht so tragisch ist, kommt während der Bosskämpfe zur vollen Geltung. Sowohl Asterisk-Träger als auch besonders mächtige Monster nutzen euren Hochmut aus und können die Situation innerhalb von nur einer Runde auf den Kopf stellen. Es ist nämlich wichtig zu beachten, dass jeder Kontrahent ebenfalls in der Lage ist, Brave und Default zu verwenden.


Mithilfe der Lupe könnt ihr die Schwächen eures Gegners untersuchen.

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Behaltet also immer wieder den Informationsbildschirm im Blick und beobachtet, wie das aktuelle Default-Konto der Gegenseite aussieht. Ein geläufiges Muster, dem die meisten Gegner folgen, ist das Sparen von ein bis zwei Default-Punkten, um anschließend mit Brave zuzuschlagen. Versucht also – selbst wenn ihr bereits den Default-Vorrat maximiert habt – so lange defensiv zu spielen, bis der Gegner seine Default-Punkte komplett verbraucht hat. Selbstverständlich handelt es sich dabei nur um eine ungefähre Orientierung, allerdings wird stets ersichtlich, wie die Gegenseite im Kampf vorgeht. Durchgängig gilt also die Regel: Wer sich nicht vollständig sicher ist, dass ein Feind das Zeitliche segnet, geht niemals mit seinem Default-Konto in den Minuswert.


Flexible Ausrüstungen: Mit sechs Waffen- und einem Schildtypen kann es manchmal nicht ganz ersichtlich sein, welches Kriegswerkzeug für welchen Job passend ist. Buchstaben markieren hierbei die Eignung einer Waffe mit S (sehr geeignet) bis zu E (nicht geeignet). Neben wichtigen Attributen hat die richtige Ausrüstung einen wesentlichen Einfluss auf das Gewicht eines Charakters. Überschreitet ihr das Limit, werden in der Regel sämtliche Werte gesenkt und das Tempo verringert sich ungemein. Deswegen ist es ratsam, ein wenig mit den Gegenständen zu spielen – nicht immer ist die neueste Waffe gleichzeitig die beste Entscheidung.


Manchmal kann es äußerst effektiv sein, auch einen älteren Schild zu wählen oder gar keinen auszurüsten. Bekannte Verhaltensmuster werden euch womöglich dazu bringen, immerzu einen Schild in einer Hand zu platzieren, während die andere eine Waffe führt. Manche Jobs profitieren aber davon, häufig nur eine Hand auszurüsten, um das Gewicht zu entlasten und die allgemeine Geschwindigkeit zu erhöhen. Seid also nicht scheu und probiert unterschiedliche Kombinationen aus, immerhin ist jeder Job eigen und kann nicht nach bekanntem Schema abgehandelt werden. Grundsätzlich ist es aber keine schlechte Idee, Supporter mit einem Schild auszurüsten – auch wenn die Zugänglichkeit ein E markiert.


Buchstaben zeigen euch die Tauglichkeit einer Waffe an.

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Das Spiel ist zu schwer: Um nicht mit dem Level ins Hintertreffen zu geraten, solltet ihr immer alle Gegner auf dem Weg zum nächsten Ziel ausschalten. Allzu viele Extra-Kämpfe sind nicht einmal unbedingt notwendig – besiegt einfach jedes Monster, das auf euch zusprintet. Außerdem könnt ihr die Kampfgeschwindigkeit um ein Vielfaches erhöhen oder bereits ausgeführte Züge mit einem Knopfdruck einfach wiederholen. Statuseffekte werden für gewöhnlich mit Fähigkeiten oder Heilitems kuriert, Schlaf und Lähmung lassen sich aber auch mit einem schwachen Standardangriff eines Verbündeten negieren. Damit verbunden könnt ihr Magiefähigkeiten nicht nur auf eine Fraktion anwenden.


Heilungen werden zwar für gewöhnlich auf eure Gruppe gerichtet sein, Untote erleiden dadurch aber Schaden und machen den unterstützenden Zauberspruch zu einer offensiven Option. Wem die Schwierigkeit aber noch immer zu hoch ist, sollte sich definitiv mit so vielen Nebenaufgaben wie möglich eindecken. Neben interessanten Story-Hintergründen belohnen sie euch häufig entweder mit Kugeln, die Erfahrungs- oder Jobpunkte erhöhen, oder Broten, die einen speziellen Wert eines Charakters verbessern. Glücklicherweise gibt jede Nebenmission vor der Annahme Auskunft darüber, welche Belohnungen ausgehändigt werden, womit ihr immer abwägen könnt, ob sich das Intermezzo lohnt.


Berufsorientierung, statt Grinding: Im Optionsmenü findet ihr allerlei nützliche Anpassungen. Gefällt euch das Design eines Jobs nicht? Kein Problem – setzt das Charakterdesign auf Standard und nutzt gleichzeitig die Kräfte einer Berufung. Der Reisebericht-Reiter informiert euch zudem darüber, welche Quests zurzeit Priorität haben und sammelt alle Tutorial-Einträge. Gerade die Hinweise zu den Job sind Gold wert und geben euch eine ungefähre Vorstellung darüber, wie jede Eignung einzusetzen ist. Sollte ein Bossgegner zu schwierig ausfallen, solltet ihr nicht der ersten Kurzschlussreaktion folgen und mühseliges Grinding betreiben. Oftmals liegt es an der Zusammenstellung eurer Jobs, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Des Weiteren könnt ihr einen sekundären Job auswählen, der im besten Fall die Fähigkeiten der Hauptberufung ergänzt. Doch aufgepasst: Der Nebenjob levelt nicht nach einem Kampf – wählt also Berufungen als Nebenjob aus, die ihr bereits ausreichend trainiert habt. Welche Jobs nun am besten sind, lässt sich nicht genau sagen, da unzählige Kombinationen zu unzähligen Ergebnissen führen. In der Regel ist es aber zu empfehlen, aus der eigenen Komfortzone zu treten und mit so vielen Jobs wie möglich zu experimentieren, da das Gameplay darauf ausgelegt ist und sich so völlig neue Spielweisen offenbaren können.


Empfehlenswerte Jobs und Fähigkeiten


  • Der Diverse-Job (Prolog – obligatorisch): Diverse ist der Allrounder schlechthin und verleiht euch lohnenswerten Fähigkeiten, die auch außerhalb von Kämpfen aktiv sind. So zeigt „Wünschelrute“ die Anzahl ungeöffneter Schatztruhen in Dungeons an, während „Verliesmeister“ alle durch das Gelände verursachten Schäden aufhebt. Des Weiteren befreit euch die „Selbstheilung“-Fähigkeit von Gift, Blindheit und Stille am Ende eines jeden Kampfes. Wirklich bedeutungsvoll ist aber die „JP +-“ sowie „JP ++“-Fähigkeit (= Jobpunkte), die den JP-Gewinn im Falle der ersten Fähigkeit um 20 % und der zweiten um 50 % erhöhen. Rüstet ihr beide Fähigkeiten gleichzeitig aus, steigt der JP-Gewinn um ganze 70 % nach jedem Kampf. Die „JP ++“-Fähigkeit benötigt zwar ein wenig Zeit, bis sie freigeschaltet wird, allerdings lohnt es sich, den Diverse-Job mit jedem Charakter bis zum maximalen Level zu trainieren, um somit alle zukünftigen Jobs im Handumdrehen zu schulen.

Auch wenn der Joblevel nicht maximiert ist, könnt ihr die Fähigkeiten eines jeden Jobs einsehen.

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  • Der Schwarz- bzw. Weißmagier (Prolog – obligatorisch): Egal für welchen Job ihr euch entscheidet, beide Magier sind an ihre Magiepunkte gebunden. Da ihr aber nicht endlos Mini-Äther mit euch tragen könnt und die Items ordentlich den Geldbeutel strapazieren können, trainiert ihr am besten beide Berufungen, bis ihr die Weißmagierfähigkeit „Kraft der Sonne“ und die Schwarzmagierfähigkeit „Kraft des Mondes“ erlernt. Damit erhaltet ihr neben nützlichen Statusboni am Tag und in der Nacht nach jeder Runde 4 % eurer gesamten Magiepunkte zurück. Diese beiden Fähigkeiten ergänzen sich fantastisch mit dem Default-Befehl und belohnen behutsames Vorgehen. Wer es aber offensiv mag, kann weiterhin die Schwarzmagierfähigkeit „Osmose-Angriff“ erlernen und bei jedem erfolgreich ausgeführten Treffer wenige Magiepunkte wiederherstellen.
  • Der Glücksspieler (Kapitel 1 – optional): Dieser Job ist optional und sollte in Kapitel 1 bei nächstbester Gelegenheit errungen werden. Wie der Name schon sagt, basieren die Angriffe des Glücksspielers auf das richtige Händchen und verschwenden größtenteils Geldbeträge, anstatt auf Magiepunkte zu setzen. Gerade wegen dieser Unsicherheit im Kampf ist es nicht ratsam, den Glücksspieler in wichtigen Gefechten zu verwenden. Ein weiterer Grund ist die passive Fähigkeit „Alles oder nichts“. Nach dem Kampf verdient ihr entweder keine Erfahrung, keine JP oder kein Geld – dafür wird einer dieser Beiträge in sehr seltenen Fällen um 15 multipliziert. Wer aber schon zu Beginn des Spiels eine ordentliche Geldsumme farmen möchte, greift mit „Dreh das Rad“ an und erhält das 77-fache des Ergebnisses in Form von Geld. Zudem könnt ihr mit der passiven Fähigkeit „Geldsegen“ am Ende eines Kampfes 10 % mehr Geld pro Gruppenmitglied, das über diese Fähigkeit verfügt, erlangen. Besitzt also jeder Charakter den Glücksspieler-Job mit dieser Kombination, könnt ihr in kürzester Zeit Unmengen an Geld horten.

Schaut euch stets die Tipps zu jedem Job an.

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  • Der Berserker und der Dieb (Kapitel 1 – obligatorisch): Diese beiden Jobs tauchen recht spät im ersten Kapitel auf, sind dafür aber umso mächtiger. Der Dieb kommt mit einer ungeheuren Geschwindigkeit daher und ist in der Lage, nicht nur Items, sondern auch Magiepunkte sowie Lebensenergie des Gegners zu stehlen. Der „Supertempo-Schlag“ ist jedoch die effektivste Attacke und führt einen physischen Angriff aus, wobei ein auf dem Tempo des Benutzers basierender Bonus zur Angriffskraft hinzu addiert wird. Das Ergebnis ist ein immenser Schaden, den der Berserker ebenso gerne sieht. Anders als der Dieb mag dieser Barbar etwas langsam auf den Beinen sein, vernichtet aber seine Kontrahenten mit dem „Horizontalhieb“ oder dem „Doppelschaden“ innerhalb weniger Sekunden. Bei Gelegenheit solltet ihr außerdem die passive Fähigkeit des Bestienbändigers – das „Krafttraining“ – ausrüsten, um bei jedem Brave-Befehl die Angriffskraft um 10 % zu erhöhen.
  • Der Waldläufer (Kapitel 2 – obligatorisch) und der Barde (Kapitel 1 – obligatorisch): Im Verlauf des Spiels werdet ihr häufig auf gegnerische Konter treffen, die auf jeden eingesteckten Schlag mit einem Gegenangriff reagieren. Zu Beginn kann diese Fähigkeiten äußerst strapaziös sein, da sie euren Brave-Nutzen einschränkt und defensives Vorgehen erzwingt. Der Waldläufer kommt dem entgegen und gibt euch die Optionen, die passive Fähigkeit „Konter-Kenner“ zu erlernen. Der Benutzer kann dadurch gegnerischen physischen Konterattacken immer ausweichen und muss sich nicht mehr darum sorgen, für eine Aktion bestraft zu werden. Bei Gelegenheit kann der Barde hierbei das Momentum nutzen und mithilfe seines Gesangs die Attribute alle Gruppenmitglieder erhöhen. Der Vorteil daran ist die Möglichkeit, jeden Charakter gleichzeitig zu unterstützen, anstatt einen Befehl für jedes einzelne Mitglied zu verschwenden. In Kombination mit dem Weißmagier als Nebenjob ergibt der Barde somit gerade zu Beginn den perfekten Supporter und sollte definitiv nicht ignoriert werden.

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Relevante Spiele

  • Bravely Default II

    Systeme: Nintendo Switch

    Vertrieb: Nintendo, Square Enix

    Genre: RPG

    9 9 Yeah! 1
    Cover von Bravely Default II

Kommentare 3

  • Sib

    Master of Desaster

    Entweder erschließt sich mir jetzt nicht daraus oder ich überlese es: Wenn man die passiven Job Fähigkeiten gemeistert habe, kann ich sie nicht behalten, sondern bleiben an dem Job gekoppelt, richtig?

    Kann also nicht Glücksspieler mit der Fähigkeit JP+ sein, richtig?

  • Kevin Becker

    Rip Geno

    Sib

    Nein, passive Fähigkeiten sind nicht an deinen aktuellen Job gebunden. Einmal erlernt, kannst du sie jederzeit ausrüsten – völlig unabhängig davon, welchen Beruf du gerade ausübst.

  • simmonelli

    Turmheld

    Um ehrlich zu schein bestätigt mich dieser Guide zu 100% darin, es mit dieser Art von Spiel gar nicht erst zu versuchen. Große Teile habe ich gar nicht verstanden und irgendwie klingt das eher nach Arbeit als nach Unterhaltung ;)