© The Walt Disney Company

Krieg im Videospielsektor: Wenn der Kommentarbereich zum Schützengraben wird Kommentar Spezial

Die Ankündigung eines Livestreams zu einem bestimmten Produkt ist nicht selten ein schönes Ereignis. Voller Vorfreude setze ich mich kurz vor Start vor meinen Rechner, surfe die entsprechende Quelle der Übertragung an, stelle gegebenenfalls schon die präferierte Bildeinstellung ein, öffne den Chat mit meinen Redaktionskollegen, um mich simultan mit ihnen über etwaige Neuankündigungen auszutauschen – und blende dann noch den Zuschauerbereich präventiv aus. Warum ich das tue? Ich kann die laute Minderheit nicht ertragen, die sich dort zumeist scharf äußert und somit nichts als Unruhe stiftet, was mir jegliches Vergnügen verdirbt.


Das Internet als Kriegsschauplatz


Es ist fast ironisch, dass der Ursprung des Internets angesichts des heutigen Zustands beim amerikanischen Militär liegt. Damals wollte man im Falle eines Atomangriffs vonseiten der Sowjets unbedingt vernetzt bleiben, um weiterhin kommunizieren zu können. Dass sich daraus irgendwann einmal das bedeutsamste Kommunikationsmittel der Welt entwickeln würde, ahnte damals noch niemand. Genauso wenig rechnete man damit, dass das Internet irgendwann einmal als Schlachtfeld missbraucht wird, auf dem unzählige, unsachliche Wortgefechte stattfinden und Kommentarbereiche als Schützengräben dienen. Man begegnet sich mit scharfer Wortwahl, die darauf abzielt, das Gegenüber zu verletzen, oder passiv aggressivem Sarkasmus, wenn man sich denn zur vermeintlich bildungsstarken Elite zählen möchte. Aber auch andere Mittel wie ein Dislike-Button werden missbraucht, um der Reputation der scheinbaren Opposition möglichst viel zu schaden.


Im Zombie-Modus von Call of Duty: Infinite Warfare konntet ihr Seite an Seite mit Mauersprenger David Hasselhoff kämpfen.

© Activision / Infinity Ward

Im Videospielbereich äußert sich das zuhauf. Call of Duty: Infinite Warfare war seinerzeit kein schlechtes Spiel, sieht man sich jedoch das Verhältnis zwischen Likes und Dislikes unter dem Enthüllungstrailer an, könnte man meinen, die Entwickler hätten damit die Apartheid wiedereinführen wollen. Dort stehen gut 600.000 Likes etwa 3,9 Millionen Dislikes gegenüber. Wie so etwas zustande kommt? Tja, Battlefield 1 wurde ebenfalls angekündigt. Manch ein Gamer neigt zu einem blinden Fanatismus. Dieselbe Besessenheit, welche auch Konsolenkriege befeuert – von der selbsternannten "Herrenrasse" will ich gar nicht erst anfangen. Denn wie steht es in den zehn Geboten geschrieben? "Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir." Manch ein Spieler sieht es als seine Pflicht, das Konkurrenzprodukt schlechtzureden, in der Meinung, er tue der von ihm bevorzugten Marke damit einen Gefallen. Klar, ein gesunder Wettbewerb ist gut für die Entwicklung, aber lasst diesen doch bitte die Anbieter austragen. Ihr seid keine Soldaten im Namen des Herstellers. Anstatt pausenlos auf die Schwächen des Nächsten einzuprügeln, fokussieren wir uns doch einfach mal auf dessen Vorteile und akzeptieren, dass andere damit Spaß haben. Denn letztendlich interessieren wir uns doch für dieselbe Sache, für Videospiele – ein Unterhaltungsprodukt, mit dem die Konsumenten bestenfalls Spaß haben.


Sean Murray erhält trotz der wahnsinnigen Entwicklung von No Man's Sky weiterhin Schelte. Schon einmal von Peter Molyneux gehört?

© Hello Games

Letzteres scheint wohl nicht jedermann bewusst zu sein. Die damalige Verschiebung und kürzliche Veröffentlichung von Cyberpunk 2077 lässt dies zumindest stark bezweifeln. Es ist absolut berechtigt, Kritik zu äußern und in gewisser Form Enttäuschung kundzutun. Das Recht auf Meinungsfreiheit erlischt jedoch dann, wenn die Grenzen eines anderen Individuums überschritten werden und es somit in irgendeiner Form einschränkt. Zu solchen Grenzüberschreitungen zählen – manch einen mag das überraschen – wüste Beschimpfungen, öffentliche Diffamierung und, stets unangebrachte, Morddrohungen. Videospiele sind ein Luxusgut. In Anbetracht der übertriebenen Reaktionen glaubt man allerdings schon fast, jemandem die Existenzbedürfnisse zu verwehren, wenn das Resultat nicht wie erhofft ausfällt. Niemand wird also um sein Leben betrogen und der Spielemarkt bietet reichlich Alternativen, auf die man ausweichen kann. Wollt ihr konstruktive Kritik üben, dann helft den Schöpfern bei der Fehlerbehebung, indem ihr sachlich auf etwaige Fehler hinweist, oder lasst das Produkt ganz einfach in den Ladenregalen liegen. Aber legt nicht all eure Lebensfreude in die Hände wirtschaftlich orientierter Unternehmen.


Was dem gemeinen Spieler noch negativ anzuhaften scheint, ist dessen Nachträglichkeit. Die Jungs von Hello Games haben zuletzt ein weiteres kostenfreies Update für ihren vor bald fünf Jahren erschienenen Titel No Man's Sky veröffentlicht. Schaut man sich die Kommentare unterhalb des dazugehörigen Trailers an, stößt man nach kurzer Suche auf scharf formulierte Kritik, trotz der nun fast fünf Jahre langen konsequenten Post-Launch-Unterstützung vonseiten der Macher. Es ist eine Tatsache, dass das Spiel zuvor falsch beworben und Versprechen gegeben wurden, die man zurzeit des Erscheinens nicht halten konnte – willkommen in der Wirtschaft. Aber bitte lasst das Studio doch Sühne leisten! Es war kein feiner Schachzug, doch Fehler werden eben gemacht. Das gehört zum Lernprozess dazu. Gebt den Verantwortlichen doch die Chance auf Wiedergutmachung – es schadet nicht, ganz im Gegenteil. Niemand will auf einen einmaligen Fehler reduziert werden.


Gegenseitige Achtung für ein harmonischeres Miteinander


Der euch vorliegende Text mag stark subjektiver Natur sein und mir ist, wie in der Einleitung erwähnt, klar, dass es sich bei den von mir beschriebenen Fällen um die laute Minderheit handelt, während der Löwenanteil kopfschüttelnd vor dem heimischen Rechner sitzt oder – wie ich es versuche – das rege, unleidige Treiben einfach ausblendet. Ich möchte unsere Reichweite einfach mal dafür ausnutzen, um an die Vernunft einiger Spieler zu appellieren. Es scheint, als vergesse man bisweilen, dass sich hinter der Fassade digitaler Avatare oder eines Entwicklerstudios zumeist reale Personen verbergen, die genauso fühlen wie man selbst. Daher begegnet euch stets mit einer gesunden Portion Empathie und behandelt euch gegenseitig so, wie ihr es euch auch von anderen Personen wünscht.

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Kommentare 42

  • XenoDude

    Meister des Turms

    Du sprichst mir aus der Seele. Vielen Dank für diese sehr guten Worte.

  • Frank Drebin

    Spezielle Spezialeinheit

    Ja. Das ist überall so. Nicht nur im Gamersektor. Bei Politik ist es leider besonders schlimm. Sachlich bleibt da kaum einer mehr.


    Darum habe ich auch hier und generell bei allen Seiten so gut wie komplett damit aufgehört Kommentare zu schreiben. Das ärgern über Beleidigungen mir gegenüber ist es einfach nicht wert.


    Bin auch auf dieser Seite vor allem mit einer Person aus der Redaktion extrem zusammengekracht. Eine normale Diskussion war nicht möglich. Ich war schon drauf und dran mich hier abzumelden.


    Aber dann dachte ich mir ich lasse mir von dieser einzelnen Person den Spaß nicht verderben!!!


    So wie ich es jetzt mache habe ich wieder Spaß an der Sache. Und so soll es sein :-)

  • 1232ditto

    Turmheld

    Schön geschrieben. Man hätte hier auch noch einen Bezug zu z. B. Pokemon SwSh machen können, um auch einen Nintendo-Vergleich zu haben. Da treffen auch ein paar Punkte zu und man musste sich sogar hier zum Teil hüten zu sagen, dass man Spaß mit den Spielen hat.

  • JimmyKnopf

    Turmheld

    Toller Artikel! Gestern noch Aussagen auf Twitter von einer ehemaligen Rare Angestellte aus dem Community Team gelesen, dass Rare für diese einen Psychologen einstellen musste beim SoT Launch. Ich glaube vielen ist nicht bewusst, was für einen Schaden sie bei den anderen Leuten damit anrichten können.


    Kritik äußern darf man gerne, nur sollte diese mit Respekt dem anderen gegenüber formuliert werden.

  • XenoDude

    Meister des Turms

    Darum habe ich auch hier und generell bei allen Seiten so gut wie komplett damit aufgehört Kommentare zu schreiben. Das ärgern über Beleidigungen mir gegenüber ist es einfach nicht wert.

    Es ist schade, dass vernünftige ntower-User wie du weniger Kommentare schreiben, weil sie den Ärger über Beleidigungen meiden möchten. Dadurch sind alle betroffen, weil deshalb die qualitativ guten Kommentare abnehmen.


    Auch wenn ich einige Gründe gehabt hätte, mich über beleidigende Kommentare aufzuregen, habe ich bewusst die Entscheidung getroffen, solche meistens zu ignorieren. Einstein hat dazu gesagt: "Wer schweigt stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine lust mit Idioten zu diskutieren."

  • VogelSwitcher

    Turmheld

    Sehr schön geschriebener Artikel. Kann ich nur zustimmen. Vieles aus der Internetgemeinschaft ist nicht mehr zu ertragen. Wenn ich mir ein game anschaue was mir echt gut gefällt, die Masse aber wieder irgendein Problem hat verstehe ich selbst zum Release oft nicht warum.


    Ohne böses Blut zu verbreiten... Aber ich muss auch oft feststellen, dass Playstationfans überall oft einfach die schlimmsten sind. Sehe keine so schlimme Community wie dort. Habe ich immer wieder feststellen müssen.

    Allein der Trend, dass jedes Playstation Spiel immer angeblich so toll ist und bis aufs Blut verteidigt wird, obwohl ich ein Gears oder ein Mario einfach besser finde, da wird man permanent persönlich angegriffen aufs übelste. Das erlebe ich weder bei Nintendo noch bei Microsoft in so heftigen Ausmaß.

    Genauso wie die Tatsache, dass solange ein Playstation Spiel exklusiv ist mega toll ist, gehypt wird und das beste Spiel der Welt ist (crash bandicoot, nier automata, rocket league usw) auf einmal aber nicht mehr so toll sind wenn das gleiche Spiel oder sogar der Nachfolger für alle anderen Konsolen kommen (crash bandicoot, nier automata, rocket league und Co...). Das nervt und hat mir zeitweise Spaß genommen multikonsolero zu sein. (habe immer xbox, Playstation und Nintendo besessen).

    Ich sehe das Problem aber auch bei Sony selber. Während Microsoft und Nintendo ganz klar FÜR ihre Konsole werben und sogar als Image oft zeigen wie wichtig es ist nett zueinander zu sein trotzdem Konkurrenz, hat Sony durchgängig Hass verbreitet. Man sieht es auch neuerdings wie heftig die eigene fanbase abgeht wenn ein exklusivtitel auf einmal nicht mehr exklusiv wird (Hasstiraden, Morddrohungen und Co und in mehreren Fällen).

    Das hat mich in dieser generation zum Nachdenken gebracht weshalb vorerst nur bei der Xbox series x und einer potentiell nächsten Nintendo Konsole bleibe. Eine ps5 kommt mir erst ins Haus bis Sony ihr Werbetrend ändert.


    Übrigens auch zum Call of duty beispiel:

    Daa runterdisliken ist hier ein super Beispiel. Bin kein CoD Fan aber wie krass das Spiel runtergehatet wird ist unerträglich und unverhältnismäßig wie es im Internet gehatet wird, aber die verkaufzahlen komigerweise trotzdem top sind.


    Ich wünsche mir weniger hate und hoffe es wird sich in Zukunft da was ändern. Exzessive Youtubekomments, Foren, hypes, fake Wertungen, Unrealistische awards oder sonst was tu ich mir derzeit nit an und fahre mit meinem gamingspass so gut wie noch nie.

  • BjDude64

    Turmknappe

    Schöner und vor allem richtiger Artikel.

  • Eisblauer Wolf

    Wölfin des Nordens

    Ja das empfinde ich auch als ein Problem. Ich tue das auch schon länger das ich gewisse Kommentar Sektion auf bestimmten Seiten mir garnicht erst angucke. Ich bin sehr froh das das hier nicht so ist <3, hoffentlich bleibt das auch so ^^. Ich würde mir wünschen, dass alle Spieler, egal auf welcher Platform sie sind, sich mal nur versuchen in einen Entwickler hineinzuversetzten, wie es ist ein Spiel zu erschaffen. Da gibt es so viele Facetten die berücksichtig werden müssen, verschiedene Bereiche die angegangen werden müssen. Ich muss nicht als Entwicklerin gearbeitet haben um zu wissen/verstehen wie aufwändig und mit Arbeit verbunden so ein Spiel ist. Ich würde mir wirklich wünschen das die Spieler mal ein gewisses Mitgefühl/Sensibilität aufbringen könnten, ohne jetzt an die ganzen Fehltritte die ein Entwicklerstudio so macht, zu denken. Ich beziehe mich gerade speziell auf diese Sparte, weil ich sehr viele Jahre Online Spiele, MMORPGs, gezockt habe und da war mir das immerwieder aufgefallen. Es ist so leicht zu sagen Entwickler XYZ soll jetzt mal in die Puschen kommen und das und das machen oder so machen, das kann ja nicht so schwer sein, das kann ich ja viel besser und schneller bla ;). Und wie es Felix schon angedeutet hat, einbischen Empathie für andere aufbringen sollte nun wirklich nicht so schwer sein <3, man muss nur wollen :P.

  • DLC-King

    Freedom of Choice

    Scharf und heiss zu diskutieren und nicht gleich alles immer über die Blume raus zu schreiben und sich trotzdem zu respektieren können leider die wenigsten.


    Viele vielleicht sogar die meisten schaffen da nicht eine Grenze zu sehen.

    Es wird immer sehr schnell als bösartig abgestempelt.


    Wichtig ist miteinander leben zu können selbst wenn man sich komplett uneins ist.


    Man kann und wird nie objektiv alle eine Meinung sein.

    Egal worum es geht ob Politik, Games, Filme, Musik what ever.


    Warum ist das so?

    Weil jeder andere Ansichten, Vorstellungen und Geschmack hat.


    Aber uneinig trotzdem im Frieden miteinander zu leben auch wenn man hitzig diskutiert sollte der Weg sein.


    Aber wenn Leute recht und Unrecht nicht mal auseinander halten können und Sachen legitimieren so illegal sie auch sein mögen einfach mit dem "Argument" sonst komme ich ja nicht an die Sache die ich will.

    Dann sehe ich leider schwarz.


    Aber niemals die Hoffnung aufgeben.

    Immer mit guten Gedanken jeden Tag aufs Neue versuchen.

  • Solaris

    Ghost of ntower

    Es gibt doch gar keinen Konsolenkrieg, nur beschränkte *zensiert*, die nicht kapieren, dass die Konsole(n)*, die man zu Hause hat und die man sich auch leisten kann, nunmal die Beste(n)* ist/sind*. Warum muss, es immer gleich in Streit ausarten und sogar Familienmitglieder mit Schimpfwörtern bezeichnen, nur weil *zensiert* *zensiert* nicht begreifen, dass die präferierte(n)* Konsole(n)* nun einmal das einzig Richtige für Alle und ohne Ausnahme sind und das gefälligst auch jeder so zu schlucken hat.


    *Unzutreffendes bitte streichen.

    :troll:

  • Sib

    Master of Desaster

    Das kenne ich, inzwischen halte ich mich in diversen Bereichen aus Diskussionen raus oder “stelle etwas klar” und bin dann raus, egal ob hier im Tower oder sonst wo.

    In Streams bleibe ich von Beginn an dem Char fern, meistens schreiben Freunde/Bruder währenddessen am Handy und kommentieren das unter uns.

    Ich merke das selbst ganz gut, dass ich z.B. hier im Tower und auf FB wesentlich ruhiger geworden bin, was sowas angeht

  • Lando

    Calrissian

    Guter Artikel, den ich unterschreiben kann.


    Ich mag Nintendo, sonst wäre ich nicht auf Nintendo-fokussierten News-Seiten unterwegs. Allerdings versuche auch ich der (Fanboy-)Community aus dem Weg zu gehen. Ich habe keine verbissenere, Kritik-unfähigere Gemeinschaft erlebt, als die von Big N. Wird (gerechtfertigte) Kritik zur Switch oder einem exklusiven Titel (Zelda: BotW) geäußert, hagelt es - vor allem auf YouTube - Beleidigungen (nicht Bekleidungen xD; thx Autokorrektur) und Morddrohungen.


    Ja, alle Fanboys sind schlimm, egal in welchem Lager, aber die fanatischen Nintendoleros hätten es fast geschafft, mir den Spaß an der Switch zu nehmen. Was hilft, ist - wie im Artikel erwähnt - radikales Ausblenden: Keine Kommentare auf Seiten oder in Bereichen lesen, deren toxische Gemeinschaft man erlebt hat. Spontan fallen mir Nintendo-fixierte YouTube-Kanäle wie RGT 85, PlayerEssence und GamingClerks ein. Zu den Seiten kann ich von OneAngryGamer abraten. Der Name ist Programm. Auf nTower finde ich es angenehm, sonst würde ich nichts schreiben. (:

  • dr.retro

    Retrogamer aus Leidenschaft

    Leider ist es mittlerweile etabliert, sich über Artikel, Meinungen, Kommentare usw. zu ärgern. Sei es hier über Spiele, oder in Lego Foren, wo ich mich herum treibe oder unter YouTube Videos.

    Auch habe ich mich manches mal anstecken lassen von anderen, ich nehme mich da gar nicht raus. Bin aber mittlerweile der Meinung, meine Lebenszeit sinnig zu nutzen und nicht andere zu reizen oder mich reizen lassen.

    Wenn ich kommentiere, ist es meine Meinung, die schmücke ich mal aus und mal nicht, vor allem weil ich keine Lust habe, mich ständig zu wiederholen lasse ich es manchmal einfach bleiben. Und wenn jemand meinen Kommentar liest, schön, wenn er sich angegriffen fühlt oder sonst was, nicht mein Problem, denn ich ignoriere die Antwort mittlerweile. Ich werde dabei keinen Unmut streuen, will gar nicht provozieren, sondern wie gesagt, meine Meinung zur News kundtun und fertig.

  • DLC-King

    Freedom of Choice

    Lando


    Könnte ich gegen halten, Nintendo Fans alle in eine Schublade zu stecken egal ob hardcore fan oder nur sympathisant ist falsch.

    Meiner Meinung nach wird besonders bei Nintendo viel strenger und mehr gemeckert.


    Sony fans sehe ich da im allgemeinen viel schlimmer,siehe consolewars in deren forum.


    Hier bei ntower ist es dagegen angenehm.


    Aber wie ich auch schrieb, selbst wenn wir uns uneinig sind ist das ok.

  • Lando

    Calrissian

    Lando


    Könnte ich gegen halten, Nintendo Fans alle in eine Schublade zu stecken egal ob hardcore fan oder nur sympathisant ist falsch.

    Da stimme ich zu. Sympathisanten, die mit sich reden lassen, sind super. Hardcore-Fans bzw. Fanboys nicht. Letztere Gruppe wollte ich ansprechen. Sorry, falls es verallgemeinert wirkte.

  • Ande

    Meister des Turms

    Das grosse Problem sind auch die Algorithmen in den Sozialen Medien und die quasi nicht vorhandene Moderation. Man bekommt hauptsächlich das zu sehen, was die eigene Meinung bestärkt und damit schaukeln sich die Hater teilweise gegenseitig hoch und haben das Gefühl im Recht zu sein. Allgemein ist zu beobachten, dass sich Hass und Hetze viel schneller verbreitet als positive Kommentare und zwar auch in so ziemlich jedem Feld. Man muss sich z.B. nur mal die echt üblen Tweets eines Trump ansehen ohne all diesen Scheiss, den er Regelmässig ins Internet gerülpst hat, wäre er nur ein peinlicher Onkel mit null Geschäftssinn, dessen bescheuerte Meinung kein Schwein interessiert.

    Ich bin auch kritisch und sage immer deutlich wenn mir etwas nicht passt aber Drohungen gehen absolut nicht. Wenn mir ein Spiel nicht gefällt, dann kaufe ich es einfach nicht.

  • Adamantium

    ENDURE and SURVIVE

    Die ganze Hass-Welle zu "The Last of Us: Part II" letztes Jahr hat mich gelehrt, dass man die angebliche "Meinung" des Internets eher selten ernst nehmen sollte. Die Gaming-Community hat sich von seiner schlimmsten, aggressivsten Seite gezeigt. Was da an Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Hass verteilt wurde, ist der absolute Wahnsinn. Das alles ist viel weiter gegangen als nur "die Story nicht mögen". Studio und Darsteller haben Morddrohungen erhalten, auf diversen Social-Media Plattformen wurde auf den Hate-Train aufgesprungen um Likes und Clicks zu generieren. :/


    Einige Internet-Persönlichkeiten, von denen ich zuvor noch etwas gehalten habe, haben ihr wahres Gesicht gezeigt. Die Art und Weise, wie da teilweise artikuliert wurde, hat tief blicken lassen. Und das zufälligerweise beim einem Spiel, in dem es darum geht, sich in die andere Seite hineinzuversetzen und zu sehen, dass es in der Welt kein Gut und Böse, sondern hauptsächlich viele Facetten dazwischen gibt. Viele hatten das Spiel nicht mal fertig gespielt, nur angefangen oder Videos im Internet dazu angesehen. Das ganze hat mir fast das Spiel versaut, zum Glück gab es in der extrem laut schreienden Minderheit auch ein paar Leute mit Hirn, die dagegen gehalten haben! :thumbup:


    Die GotY-Awards waren dann wie ein befriedigender, verdienter Gegenschlag gegen den Mob. Das alles hat mir gezeigt, dass in der Gaming-Community leider viele zurückgebliebene, unerwachsene Leute ihr Unwesen treiben, zumindest in dem Teil, der sich im Internet repräsentiert. Durch all diesen gebündelten Hass gegen ein Spiel, von dem ich sehr, sehr großer Fan bin und nach all der Wartezeit einfach nur endlich erleben wollte, habe ich erkannt, dass ich mal Abstand von Social Media & Co. nehmen und meine Meinung mir einfach manchmal wichtiger als die von anderen sein sollte... :)

  • *GHost*

    Turmbaron

    Ein wirklich sehr gut geschriebener Artikel:thumbup: Die Beobachtung hab ich die letzten Jahre auch auf diversen Fan Foren, YouTube etc gemacht. Irgendwie schade wie sich das entwickelt hat, zumal wir alle das selbe Hobby teilen.

    Bin froh das es hier recht friedlich ist. :)

  • Rincewind

    Hyrule

    Lando


    Also hier konnte ich nicht feststellen, dass es zu Beleidigungen oder schlimmeres kam und auf Youtube ist es doch in allen Bereichen so.


    Am schlimmsten sind aber mittlerweile sicher nicht die "Verteidiger" sondern eher die "Kritiker". da werden regelrechte Feldzüge geführt und vollkommen andere Produkte mit hereingezogen. Schau dir doch an was gerade bei Warner Bros passiert. Warner hat den Fans den Snydercut gegeben. Und jetzt fordern sie die die Weiterführung des Snyderverse. Es bleibt aber nicht dabei, dass man die Entscheidung Warners, das Snyderverse nicht wiederauferstehen zu lassen (Ich kann diese Entscheidung zudem sehr gut nachvollziehen, obwohl ich das Snyderverse mag), kritisiert. Nein man bombardiert den Film Godzilla VS King Kong mit schlechten Bewertungen. Begründung: Warner lässt das Snyderverse nicht wieder aufleben. Ich meine, was soll das? Solche Aktionen haben den Reifegrad eines Kindergartenkindes. Das gleiche findet man im Videospielbereich. Nintendo oder Sony haben nicht das gemacht was sich Fan X erträumt hat. Darum bombardiert Fan X Spiel Y mit schlechten Wertungen.


    in meinen Augen ist ein Großteil der Leute schlichtweg bekloppt und es gibt nur wenige Orte an denen besonnene Fans und auch kritische Fans miteinander diskutieren können. Vielerorts fehlt es aber schon an den Grundlagen. Die Akzeptanz unterschiedlicher Meinungen. Das Verständnis, dass Unternehmen nicht dazu da sind all unsere Träume und Wünsche zu erfüllen, sondern nur Werke und Produkte schaffen, von denen man begeistert bis enttäuscht sein kann.


    Wenn man Unternehmen als Unternehmen sieht und sie nicht überhöht, dann kann man das ganze auch wesentlich lockerer sehen. Oft hilft auch die Erkenntnis, dass nicht immer das Unternehmen das Problem ist, sondern die eigene Erwartungshaltung. Menschen messen sich selbst oft zu viel Bedeutung zu, weil sie meinen das sie doch im Internet jeder hören müsse und alles so tun solle, dass es in die eigene Wunschliste passt.

  • Red Realm Rabbit

    Turmknappe

    Zitat

    Das Recht auf Meinungsfreiheit erlischt jedoch dann, wenn die Grenzen eines anderen Individuums überschritten werden und es somit in irgendeiner Form einschränkt.

    Uh auf diese Mine würde ich ehrlich gesagt nicht treten wollen. Was heißt das denn? Mal so ganz genau genommen?

    Denn auch, "wenn die Meinungsfreiheit erlischt", weil "die Grenzen eines anderen Individuums überschritten wurden", entspricht dem überschreiten einer Grenze demjenigen gegenüber der deine Grenze überschreitet. Folglich überschreiten alle zeitgleich die Grenzen einer jeden Person, wodurch es zu einem Wiederspruch kommt, was dieses Vorstellungskonstrukt ad absurdum führt.

  • BSnake

    Club Nintendo Mitglied

    Richtiger Artikel. Gerade öffentliche Personen (bzw Firmen) bekommen ziemlich viel Hass ab. Eigentlich kann man als eine solche Person schreiben was man will, es gibt immer welche, die darauf mit beleidigenden Kommentaren Antworten und sich auch noch im Recht sehen.


    Ich persönlich meide daher auch alle Kommentare/Diskussionsfeeds auf Webseiten (bis auf NTower ^^)


    Man kann es aber ausweiten auf alle Seiten des Internets. Sei es Kommentare, oder Influencer/Youtuber die Scheinwelten aufbauen, Leute die alternative Fakten verbreiten oder Clickbaiting. Das Internet ist schon lange kein schöner Ort mehr.. Mittlerweile surfe ich nur noch meine 5-10 Lieblingsseiten ab und das wars.


    Mein Sohn ist zwar noch viel zu Jung aber ich habe jetzt schon ein ungutes Gefühl, wenn er alt genug fürs Internet ist... das wird ziemlich viel Arbeit werden, ihm beizubringen, mit dem Medium richtig umzugehen...

  • Fang

    Turmknappe

    Man muss sich eben die richtigen Orte zum diskutieren suchen. Nach dem Untergang des Gamepro-Forums hat es mich etwas zögerlich in das Forum der Gamestar verschlagen. Der Ton dort hat mich wirklich positiv überrascht.

    Hier ist es ok, aber man merkt dass sich so mancher nur anmeldet um gegen Nintendo zu haten.


    Andererseits forcieren viele Seiten sowas aber auch mit bewusst provozierenden Schlagzeilen. Schließlich bedeutet das Klicks und Klicks sind für viele das Einzige was noch zählt.

  • DLC-King

    Freedom of Choice

    Lando


    OK dann sag ich dir jetzt dass ich ein wirklicher Hardcore Fan bin.

    Trotzdem darfst du eine andere Meinung haben.


    Es sind nunmal nicht alle gleich.

    Du kannst sagen Nintendo macht dies oder jenes scheisse oder wie auch immer.

    Ich werde deine Ansicht nicht teilen und immer dagegen argumentieren wenn ich denke du liegst falsch.


    Das ist aber nicht falsch zu verstehen dass ich deine Meinung nicht akzeptiere oder sonst was.

    Aber das hier und viele andere Seiten, Plattformen usw verstehe ich als Diskussions Forum von daher gibt es kein Ende und die Diskussionen sind endlos.

    Wer darauf keine Lust hat, lässt es oder schaltet sich irgendwann halt aus.


    Alles cool.

  • Zegoh

    Feuer ♥ Eis

    Ich bin halt der Meinung, das liegt an der Annonymität im Internet.


    Twitch Chat bspw. ist ja teilweise echt schlimm.

    Nun stelle man sich vor, man muss sich für den Twitch Chat anmelden und mit Personalausweis identifizieren.

    Schwupp, wäre der Twitch Chat ein komplett anderer.


    Ja Datenschutz und so, aber ich bleibe dabei: Internet nur mit bestätigter Identität verfügbar machen.

    Es gibt so viele Anzeigen wegen Beleidigung, sexueller Belästigung & co. die im Sand verlaufen, weil man es nicht nachverfolgen kann. Würde damit wesentlich einfacher werden.


    Ich glaube "Console Wars" und ähnliches sind unser kleinstes Problem im Internet.

  • Adamantium

    ENDURE and SURVIVE

    Twitch Chat bspw. ist ja teilweise echt schlimm.

    Nun stelle man sich vor, man muss sich für den Twitch Chat anmelden und mit Personalausweis identifizieren.

    Schwupp, wäre der Twitch Chat ein komplett anderer.

    Live-Chats unter Übertragungen mit vielen Zuschauern ist quasi der beste Weg zu sehen, wie unüberlegter Müll aus dem Kopf der Zuschauer über die Tastatur direkt auf den Bildschirm übertragen wird. Klar, ist nicht überall so, aber vor allem wenn man sich die Live-Chats z.B. unter den Nintendo Directs oder Sony State of Plays anschaut, kann man schon den Glauben an die Menschheit verlieren... :D

  • Antiheld

    Turmfürst

    Ja der Umgangston ist wirklich total schlimm. Kommentarspalten bei Youtube etc. vermeide ich vollkommen. Einerseits will ich mich diesem toxischen und niveaulosem Tom nicht aussetzen und auch möchte ich meine Zeit nicht damit verschwenden. Gerade da ich gerne ausführlich diskutiere mache ich das lieber in einer Community wo ich den Umgangston schätze.


    Ich finds auch nicht schlimm, wenn der Ton rauer wird, finde aber man sollte sachlich bleiben und das Gegenüber nicht beleidigen.


    Was mich maßlos stört ist das Berufen auf freie Meinungsäußerung. Nur weil es nicht verboten ist, sollte man sich dennoch nicht wie ein Arschloch benehmen.

    Ja. Das ist überall so. Nicht nur im Gamersektor. Bei Politik ist es leider besonders schlimm. Sachlich bleibt da kaum einer mehr.

    Da hast du natürlich vollkommen recht. Aber wie Felix Kraus es richtig sagt, sind Videospiele aber ein Luxusgut. Klar ist man bei seinem Hobby leidenschaftlich aber am Ende des Tages sind es Spiele und ich finde es da daher noch befremdlicher, wenn man so viel Hass bei einem Thema herauslässt, was einem eigentlich Freude bringen sollte. Auch bei Politik sollte man einen respektvollen Ton an den Tag legen, aber da geht es unter Umständen um existenzielle Themen, da kann ich zumindest nachvollziehen warum man emotional so stark involviert ist.

    Ich bin halt der Meinung, das liegt an der Annonymität im Internet.

    Das ist sicherlich ein sehr sehr starker Brandbeschleuniger. Aber auch bei Facebook, mit Klarnamen und Profilen, die deutlich keine Fake-Identitäten sind, auch da gibt es Kommentare und einen Umgangston, der wirklich unterste Schublade ist und auch Äußerungen, die sehr oft strafrechtlich relevant sind.

    Wie gesagt verschärft die Anonymität das sicherlich sehr stark, aber es gibt genug Leute, die den Anstand auch mit Klarnamen abgegen, weil sie auch so nicht in der Lage sind darüber nachzudenken, dass man an der Tastatur dem Gegenüber genauso viel Anstand entgegen bringen sollte wie im realen Leben.

  • Zegoh

    Feuer ♥ Eis

    Das ist sicherlich ein sehr sehr starker Brandbeschleuniger. Aber auch bei Facebook, mit Klarnamen und Profilen, die deutlich keine Fake-Identitäten sind, auch da gibt es Kommentare und einen Umgangston, der wirklich unterste Schublade ist und auch Äußerungen, die sehr oft strafrechtlich relevant sind.

    Wie gesagt verschärft die Anonymität das sicherlich sehr stark, aber es gibt genug Leute, die den Anstand auch mit Klarnamen abgegen, weil sie auch so nicht in der Lage sind darüber nachzudenken, dass man an der Tastatur dem Gegenüber genauso viel Anstand entgegen bringen sollte wie im realen Leben.

    Stimme ich dir zu, aber da ist halt auch das Problem mit den Fake-Accounts und co.

    Jeder hat ein Bild ausm Internet ziehen und sich Horst Günther nennen.


    Daher sag ich ja, Internetzugang nur mit bestätigtem Personalausweis. Von mir aus auch auf jeder Seite wo man was schreiben kann extra. Es muss dabei nicht mal immer mit Klarnamen sein, letztendlich geht es dabei um die bessere Nachverfolgung. Wie man sowas umsetzt: Kein Plan, aber das Internet existiert mittlerweile solange, das man sich da mal endlich Gedanken drüber machen sollte. Gibt doch genug "Experten".

    Aber stattdessen kommen ja lieber Dinge wie Uploadfilter & co...


    Ja der Umgangston ist wirklich total schlimm. Kommentarspalten bei Youtube etc. vermeide ich vollkommen. Einerseits will ich mich diesem toxischen und niveaulosem Tom nicht aussetzen und auch möchte ich meine Zeit nicht damit verschwenden. Gerade da ich gerne ausführlich diskutiere mache ich das lieber in einer Community wo ich den Umgangston schätze.

    Ich kann ja auch jeden Mal verstehen, der sich im Ton vergreift, passiert im Real Life ja auch mal den Ein oder Anderen, dann geht man sich mal aus dem Weg oder entschuldigt sich ggf. und das wars.

    Aber die Kommentarspalten von Live-Sendungen, oder private Postfächer von weiblichen Persönlichkeiten (Twitchler, Youtubler, Promis und co.) sind einfach nicht mehr tragbar.


    Und diese Spiele Hate-Wellen sind auch sehr schlimm. Gerade Adamantium hat da mit The Last of Us II ein sehr gutes Beispiel genannt.

  • Lando

    Calrissian

    DLC-King


    Das kann ich ebenfalls verstehen. Ich bin auch ein „Hardcore-Fan“, in diesem Sinne, was Sony angeht. Nintendo mag ich ebenfalls - für seine exklusiven Games. Dafür nutze ich meine Switch vornehmlich. Als primäre Konsole steht aber die PS4 Pro bereit. Ganz einfach, weil die Spiele darauf eher meinen Geschmack treffen als die der Xbox - zumindest momentan.


    Gut, dann sind wir dennoch anders als die fanatischen Fanboys, die eben keine fremde Meinung akzeptieren können und statt sachlich zu diskutieren mit Beleidigungen oder Todesdrohungen ankommen. Und genau davon gibt es im Internet einfach zu viele.

  • DLC-King

    Freedom of Choice

    Lando


    So ist es.

    Vergiss auch nie man weiß nie wer sich hinter einen Account befindet.


    Egal wie alt und erfahren, jung und unerfahren, allgemein neu in dem Bereich worum es geht, gute Menschen, arrogante Menschen, Leuten denen alles egal ist usw.


    Schau mal wir beide schreiben vernünftig miteinander und ich kann dir sogar sagen dass ich Sony für ein krebsgeschwür im Business halte.

    Du wirst das komplett anders sehen und das ist auch vollkommen OK.

    Würde es jetzt um genau das Thema gehen würden wir diskutieren und den anderen anhören, vielleicht uns auf einem bestimmten Level sogar Sachen gegen den Kopf werfen aber immer mit Respekt und einen gewissen Abstand.


    Viele nehmen das halt viel zu persönlich.

    Und ich liebe Nintendo wirklich, es ist das was für andere der lieblings Fußball Verein ist und hab derzeit sogar Aktien die mir gehören.

    Sprich der Erfolg dieses Unternehmens ist mir wirklich wichtig sowohl vom Emotionalen Wert als auch Geschäftlichen.


    Trotzdem sollst und musst du deine Meinung sagen können.


    Peace

  • Lando

    Calrissian

    DLC-King


    Rein vom Auftreten her - wenn sich die feinen Herren erbarmen, mit Fans und Entwickler zu kommunizieren -, halte ich Sony ebenfalls für einen Dorn im Gaming-Business. Ich hatte mit dem Kunden-Service mehr Probleme als mit anderen Herstellern. Zensur von japanischen Spielen und das Nicht-Existieren von Kommunikation mit Fans und Entwicklern machen den Konzern unsympathisch. Vor Kurzem hat Sony bekanntgegeben, den Stecker zu ziehen, so dass man in wenigen Monaten auf Vita-, und PS3-Store keinen Zugriff haben wird. Sämtliche Entwickler, die ihr Vita-Spiel fertigstellen und veröffentlichen wollten, wurden von Sony nicht benachrichtigt. Ein asozialer Move, wenn man bedenkt, dass die Leute hinter den Games auf die Verkäufe angewiesen waren, um sich ihr tägliches Brot zu leisten.


    Ich mag die Produkte, die dieser unfreundliche Konzern herstellt; leider. Ich wäre ebenfalls glücklicher, wenn Sony ein anderes, sympathischeres Gesicht hätte, als diese Kunden-unfreundliche, überhebliche Fratze. Was das mediale Auftreten angeht, bevorzuge ich nach wie vor Nintendo und Microsoft.


    Ja. Wir könnten auf diesem Niveau reden, was ich sehr gut finde. Über die Aussagen des jeweils anderen kann man zum Nachdenken angeregt werden, statt sinnlos Wut aufzustauen und zu beleidigen. Aber wie du schreibst: Viele nehmen konträre Äußerungen zu ihren Lieblingsfirmen persönlich und treten unter die Gürtellinie. Da kann man froh sein, nicht zu dieser Gruppe zu gehören.

  • DLC-King

    Freedom of Choice

    Lando


    Armen!


    Unterschreibe ich so 100%

    Und nur so alles mega geil was Nintendo tut finde ich auch nicht.

    Die Mobile Games hätten nie sein müssen oder zumindest so sein sollen wie Mario jump wenn es ums bezahlen geht der Spiele.


    Sei es drum, der Respekt gegenüber den anderen wird immer seltener.

    Gut dass es andere Beispiele gibt wie dich und mich.

  • Yami-Silver

    Turmheld

    Guter Artikel.

    Man merkt es aber hier im Forum auch. Es gibt gewisse User*innen die egal was Nintendo macht sofort Toxisch darauf reagieren. Und wenn man nicht dessen Meinung ist, ist man sofort ein Fanboy (nett ausgedrückt). Bei manchen Leuten habe ich das Gefühl sie sind nur zum Provozieren hier oder in den Sozialen Netzwerken unterwegs.

  • Mutige_Vespe

    Turmheld

    Bei manchen Kommentaren hier hat man aber schon das Gefühl, den Sinn des Artikels nicht richtig verstanden zu haben.


    Es geht auch um unterschiedliche Meinungen und deren Akzeptanz und nicht uralte, schlecht gealterte Punkte wieder auszupacken. Dann kann ich doch nicht darunter kommentieren, wie nur die eigene Meinung zu Thema x von vor y Jahren die wahre ist.


    Ich sehe aber auch viel Zustimmung: Anonymität, aggressive Ausdrucksweise, Kommentare aus ganz anderen Gründen/Themen, etc. Es gibt viele Gründe für die problematische Fan Kultur im Internet.


    Ich würde noch hinzufügen, dass sich manche im Internet von völlig unproblematisch ausgedrückten, eindeutig subjektiven Kommentaren direkt angegriffen fühlen. Ein Meinungsaustausch außerhalb von "das find ich toll" oder "das find ich nicht toll", was für mich weniger Meinungsaustausch als Umfrage ist, ist auch hier kaum möglich, selbst wenn die ntower Community gewiss nicht die schlimmste ist. Kommt ein wirklicher Meinungsaustausch zustande, wird er relativ schnell versucht zu unterbinden.


    Und da komm ich zum nächsten Punkt: viele Leute, die meinen diskutieren zu wollen, können dies nicht oder wollen es in Wirklichkeit nicht, sonst müsste man Themen nicht so plump beenden. Da geht's dann wohl eher wieder darum, die vorigen eigenen Kommentare bloß nicht revidieren zu wollen.

  • Rincewind

    Hyrule

    Zegoh


    Ich halte deinen Vorschlag für extrem gefährlich.


    Die Anonymität im Internet schützt Leute davor terrorisiert, körperlich verletzt oder gar getötet zu werden. Sie ermöglicht es Leuten Missstände offen zu legen ohne Jobverlust oder gar körperliche Gewalt bis hin zu Ermordung fürchten zu müssen.


    Da fehlt mir dann doch die Verhältnismäßigkeit. Selbst wenn nur die Behörden auf die Daten zurückgreifen könnten, dann reicht das schon um eine Reihe von Nachteilen daraus zu erschaffen und zudem den Nazis zu helfen, denn wir alle haben ja schon an gewissen Fällen gesehen wie sicher unsere Adressdaten vor Rechtsextremen geschützt sind.


    Ich denke aber eh, dass das nicht machbar wäre. Da steht nicht nur der Datenschutz entgegen, sondern das Grundgesetz.

  • NewSaibot

    Turmheld

    Es kommt wohl immer darauf an in welcher Community man sich befindet. Generell ist in meinen Augen das Problem dass die Leute annonym sind und deswegen weniger Hemmungen haben gemein zu werden. Auch gibt es leider viele User die denken das die Community immer ihrer Meinung zu sein hat und es keinen Widerspruch geben darf.


    Bei Themen die einem wichtig sind fällt es nunmal schwer seine Wut in Zaun zu halten. Wichtig ist das die Moderation dementsprechend durchgreift und die User die sich daneben benommen haben bestraft, unabhängig davon welcher Meinung der User ist.

  • Darkseico

    Turmbaron

    Sehr schöner Artikel.

    Ich finde persönlich eine Diskussion zu einem Thema oder aber seinem Standpunkt setzen überhaupt nicht verkehrt. Solange es sachlich bleibt, keine beleidigungen an den Kopf geschmissen bekommt und es auch nur einmal dann seine Gedanken äußert. Denke gerade hier auf Ntower läuft es schon recht harmonisch. Das ist schon echt ein großes Lob. :)

  • EdenGazier

    Prinzipal der Spiele

    Behaltet das was ihr alles geschrieben habt heute in Gedanken.


    Das Update 12.0 ist draußen ;)


    Aber ja letztendlich bin ich auch ruhiger geworden und kommentiere nicht mehr oder garnicht mehr in den Comments mehr


    Gerade weil ich auch mit einigen Redakteure und Moderatoren in Konfrontationen geraten bin. Und da merke ich das ich da was ändern musste.


    So bin ich jetzt Blogger und Streamer geworden und mach ne Mark nebenbei.


    Also Win win Situation für alle :)

  • BlauerBowser

    Turmknappe

    felix


    Du hast einen sehr schönen Kommentar geschrieben. :thumbup::thumbup::thumbup:


    Es war für mich ein kleiner Rückblick auf die letzte Konsolen Generation. Mit dieser Ära wurde so manche Youtuber richtig groß und diese Jungs/Mädels scheffelten oftmals mit „Hassprojekten“ Klicks und Abonnenten.


    Ich habe aus der One/PS4 Ära die Lehre gezogen, keine Spiele mehr zum Release zu kaufen. Die Ausnahme bilden jedoch Nintendo IP‘s und ich habe aber mit der Nintendo Switch die Lehre gezogen, keine Launch Konsole mehr zu kaufen, was dazu führte, dass ich keine Xbox/PS vorbestellte.

  • Antiheld

    Turmfürst

    Stimme ich dir zu, aber da ist halt auch das Problem mit den Fake-Accounts und co.

    Jeder hat ein Bild ausm Internet ziehen und sich Horst Günther nennen.

    Genauso wie ich es niemals abstreiten würde, dass Anonymität ein riesengroßer Faktor ist, würde ich auch niemals abstreiten, dass Fake-Accounts das ebenfalls sind.


    Aber dennoch möchte ich betonen, dass auch ohne Fake-Accounts und Anonymität eine Menge Hass im Internet unterwegs ist. Selbst pflege ich natürlich keine Freundschaften mit solchen Extremfällen, aber gerade auf Facebook sieht man genug Profile von Leuten, die man vom Namen und Gesicht kennt (Freundes-Freunde oder gar nochmal eine Ecke weiter, Leute mit denen man zur Schule gegangen ist, Leute die aus dem gleichen Dorf kommen...) und von denen man daher weiß, dass die Personen real sind. Von diesen Fällen wo ich die Echtheit selbst bezeugen kann, kann ich genug Beispiele erkennen, dass es nicht nur Einzelfälle sind, die auch ohne Anonymität Hass ablassen. Auch welche, die strafrechtlich relevant sind.

    Auch abseits von echten Bekanntschaften sieht man immer wieder Profile, die so ausgefüllt, dass sie nicht Fake sind. Damit meine ich nicht nur ein Bild und ein real klingender Name. Sobald man mehrere Bilder, Wohnort, Schule, Arbeitgeber und Familienmitglieder mit gleichem Nachnamen drinne hat (welche dann auch wieder genau diese Informationen haben und da alles zusammenpasst), ist klar, dass das kein Fake ist, weil dieser Fake ja ohne Grund viel zu aufwendig wäre. Auch sind Leute dann mit Bild und Namen auf anderen Fotos verlinkt. Bei Rechtsextremen kann man deren Namen googeln und sehen, dass es Artikel über die gibt (und damit meine ich nicht nur Leute, die eh als Führungskader bekannt sind und daher nichts zu verlieren haben).


    Mein Punkt ist der: Ja ich gebe dir Recht, dass Anonymität und dazugehörig auch Fake-Accounts ein Schutzschild sind, hinter welchem noch mehr Leute Hass verbreiten, weil sie sich somit vor Konsequenzen schützen. Das abzustreiten wäre absurd. Aber es gibt immer noch genügend Leute, die auch mit ihrer richtigen Identität weiterhin Hass im Netz verbreiten, bis hin zur strafrechtlichen Relevanz. Entweder sind die Leute zu dumm zu realisieren, das man sie auch einfach dran kriegen könnte oder es ist ihnen einfach egal, weil es auch Leute sind, die das eben auch in der Realität machen.


    Wie Rincewind bin ich komplett gegen die Forderung die Anonymität aufzuheben. Dass es das Problem noch nicht einmal komplett lösen würde, ist daher einer von mehreren Gründen.

    Daher sag ich ja, Internetzugang nur mit bestätigtem Personalausweis. Von mir aus auch auf jeder Seite wo man was schreiben kann extra. Es muss dabei nicht mal immer mit Klarnamen sein, letztendlich geht es dabei um die bessere Nachverfolgung. Wie man sowas umsetzt: Kein Plan, aber das Internet existiert mittlerweile solange, das man sich da mal endlich Gedanken drüber machen sollte. Gibt doch genug "Experten".

    Aber stattdessen kommen ja lieber Dinge wie Uploadfilter & co...

    Ich denke ebenfalls, dass das nicht gesetzeskonform wäre. Da viele der Plattformanbieter im Ausland sind und die nicht das Interesse haben die Anonymität aufzuheben, müsste man die entweder zwingen oder sperren. Auch müsste man schauen von wo die Leute auf die Server gehen. Das durchzusetzen würde eine Überwachung des Internets wie in Nordkorea verlangen und ist daher nicht möglich.


    Darüber hinaus finde ich auch wie Rincewind dass Anonymität im Internet eine sehr wichtige Sache ist. Das hat in Fällen wie Diktaturen existentielle Dimensionen. Freie Meinungsäußerung und Information außerhalb der Diktatur ist da nur über Anonymität im Internet möglich. Auch In unseren Ländern kommen Dinge oft nur ans Tageslicht weil Leute dies anonym publik machen können. Auch da gibt es große Beispiele wie Wikileaks. Aber auf diese großen Dinger kommen kleine Fälle über Skandale in Firmen oder Korruption in einer Kleinstadt. Das hängt damit alles zusammen.


    Auch darüber hinaus ist es für private Fälle sehr wichtig. Es ist essentiell für Minderheiten sich in der Anonymität schützen zu können. Auch hier gibt es die große politische Ebene wie die kleine. Aber auch abseits davon. Es ist schon der homosexuelle Jugendliche aus dem Dorf, der Anschluss sucht ohne dass er vor all seinen Mitschülern geoutet wird.


    Ja die Anonymität im Internet hat viele Kehrseiten. Genauso wie die Anonymität im realen Leben auf der Straße. Sie ist aber auch ein Baustein für unsere freie Gesellschaft. Die Kehrseiten sind daher ein Übel was damit leider einhergeht. Die Freiheit abzuschaffen ist daher meines Erachtens keine gute Art die schlechten Dinge zu bekämpfen.

    Ich kann ja auch jeden Mal verstehen, der sich im Ton vergreift, passiert im Real Life ja auch mal den Ein oder Anderen, dann geht man sich mal aus dem Weg oder entschuldigt sich ggf. und das wars.

    Aber die Kommentarspalten von Live-Sendungen, oder private Postfächer von weiblichen Persönlichkeiten (Twitchler, Youtubler, Promis und co.) sind einfach nicht mehr tragbar.

    Sehe ich ganz genauso. Es ist unerträglich was an manchen Stellen so abgeht und ich finde es wird auch zu wenig zum Thema gemacht. Wenn es das dann doch gemacht wird, dann meistens nur von "außen". Von daher finde ich es auch super, wenn so ein Text auf ntower geschrieben wird.

  • Prvt_Pauler

    Turmknappe

    Schön geschrieben und ein wichtiger Aufruf an alle die sich in diesem Internet so aufhalten.

    Ich finde das gegenseitiger Respekt und ein vernünftiges miteinander heutzutage wichtiger denn je ist.

    Das Problem meiner Meinung nach ist das jeder seine Meinung ungebremst in die Weiten der Welt posaunen darf (was auch jedem sein gutes Recht ist) allerdings sollte einfach mal das Bewusstsein da sein ob man jetzt seine Meinung zu Thema xy abgibt oder einfach mal die Klappe hält und sich sich seinen Teil denkt.

  • Tan00ki

    Turmamazone

    "Anstatt pausenlos auf die Schwächen des Nächsten einzuprügeln, fokussieren wir uns doch einfach mal auf dessen Vorteile und akzeptieren, dass andere damit Spaß haben. Denn letztendlich interessieren wir uns doch für dieselbe Sache, für Videospiele – ein Unterhaltungsprodukt, mit dem die Konsumenten bestenfalls Spaß haben."

    Besser hätte ich es nicht in Worte fassen können. Ein wirklich guter und schöner Artikel der hoffentlich etwas dazu beigetragen kann, dass Menschen mehr darüber nachdenken was sie schreiben.


    Frank Drebin

    Finde es genauso schade wie XenoDude dass du dadurch weniger Kommentare geschrieben hast aber umso besser das du dich davon nicht weiter unterkriegen lässt :thumbup:

    Ich hab oft solche Kommentare übersehen. Wenn man drauf reagiert, macht man meistens im Endeffekt genau das, was sie damit bezwecken wollen. Ist auch ziemlich mies bei Online Spielen dann noch richtige Mitspieler zu finden (aus persönlichen Gründen verzichte ich auf Plattformen wie Discord und Co), wenn dann nach einer Runde beispielsweise Beleidigungen fallen oder man das Spiel verlässt weil man nicht gewonnen hat, hat mir schon oft das Onlinegaming verdorben :(umso besser das man hier auf ntower immer gut diskutieren kann und auch mal Feedback bekommt z.B. bei Fragen oder falls der Kommentar doch mal etwas zu negativ war :):thumbup:


    DLC-King

    Du hast es auch perfekt auf den Punkt getroffen. Ist schon schade das es nicht jeder kann, ich versuche auch im Interesse der anderen immer respektvoll zu schreiben. So wie ich behandelt werden will behandle ich auch andere, egal ob selbe Meinung oder nicht.

  • otakon

    Ssssssssswitch

    so endlich dazu gekommen das Spezial zu lesen.

    Ich finde auch der Ton im Internet ist sehr rau und unfreundlich geworden mit der Zeit...

    Hab auch hier inzwischen keine Lust mehr auf Diskussionen und gehe auf viele Antworten nicht mehr ein...

    Ich schreibe meist nur noch meine Meinung und manchmal wenn wer ne Frage hat oder so aber sonst halte ich mich raus, für diese ewigen Kreis Diskussionen oder Beleidigungen ist mir meine Zeit zu schade.