Monster Hunter Rise: Version 2.0 – Das Lied von Wind und Feuer Spezial

Vorletzte Woche erschien Version 2.0 für Monster Hunter Rise. Was genau erwartet uns mit dem aktuellen Inhaltsupdate? Klar, jeder eingesessene Jäger hat die Informationen bereits vorab zu der Veröffentlichung eingesaugt und spätestens am übernächsten Tag der Veröffentlichung gesehen. Doch gibt es ebenso Leute, die vielleicht nur den einen oder anderen Tweet aufgeschnappt haben und schließlich erst zwei Updates später wieder in Kamura vorbeischauen, nicht? Deshalben rufen wir mit diesem Bericht eine Reihe von Übersichten auf den Plan, die euch schildern, welche nennenswerten Inhalte mit welchem Inhaltsupdate hinzugefügt werden. Aber Vorsicht: Damit beziehen wir ebenfalls Überraschungen ein, die vor der Veröffentlichung des entsprechenden Updates nicht kommuniziert wurden. Die potentiellen Spoiler befinden sich am Ende des Artikels. Den Fokus machen natürlich unsere neuen Gäste.




Chameleos ist zu schweren Vergiftungen fähig.

© Capcom Co., Ltd.

Seinen ersten Auftritt in der fünften Generation feiert der Chameleos: Bestimmt steckte viel Arbeit darin, ihn auf das neue Kern-Gameplay einzustellen. Auf den ersten Blick sieht der Kollege total entspannt aus, aber das ist nur Teil seines Kampfstils. Denn selbst seine Regungslosigkeit ist das Anzeichen seiner nächsten Attacke und wer diese Warnung nicht wahrnimmt, verliert wohl im nächsten Augenblick seine Irrlitz-Pollen. Richtig, unser Schmarotzer scheint sich den Diebstahl von Konsumitems abgewöhnt zu haben und schlabbert lieber an eurem Flollier, solange dieser zumindest etwas herzugeben hat. Dabei stärkt er seine eigenen Attribute. Eventuell gibt er euch oder andere Mitspieler bei Folgetreffer sogar Pollen zurück. Aber was wäre die lila Echse für ein Drachenältester ohne spezielle Fähigkeiten. Seine Tarnfähigkeit, die sich bis zu einer totalen Unsichtbarkeit erstrecken kann, hilft ihm bei der Neupositionierung für den nächsten Angriff. Sogar auf der Karte verschwindet er, während er nicht zu erkennen ist. Steht der Angriff unmittelbar bevor, verrät der Chameleos seine Bewegungen durch eine halbtransparente Erscheinung. Tatsächlich enden sogar viele Tarnungen nur in einer Halbtransparenz. In der vierten Generation war er tendenziell häufiger unsichtbar, doch sein Tarnfeld gab nach, sobald seine Gesundheit zu wünschen übrig ließ. Das System wurde in Monster Hunter Rise geändert, sodass er allgemein etwas leichter wieder aufzuspüren ist.




Kushala Daora lehrt euch den schnellsten Weg der Vertikalität.

© Capcom Co., Ltd.

Wie hat ein echter Drache auszusehen? Wie wird das Wetter morgen? Wie bringt man Schwermetall ohne Triebwerke zum Fliegen? Fragt Kusha! Denn Kushala Daora ist der Drachenälteste, der auf all eure Fragen praktische Anwendungen liefert. Dieser metallumwobene Drache, der bislang in kaum einem Ableger ohne Auftritt heraus ging, ist ein wahrer Herrscher der Winde. Obwohl er bereits in Monster Hunter World vertreten ist, wurde er in Monster Hunter Rise noch einmal deutlich überarbeitet. Zurecht, denn schon auf der PS4 und Xbox One zwang er mit knapp einem halben Dutzend großer, stationärer Stürme die Leistung in die Knie, ehe es weniger geworden sind. In Monster Hunter Rise macht er sie sogar gar nicht mehr, stattdessen setzt er sie nun in größerer Zahl wandernd ein, sodass sie eher als Projektile fungieren. Dafür resultiert sein mächtigster Angriff nun in einem kurzzeitigen Sturm, der sogar alle Spieler im Umfeld hineinzieht und bei scheiternder Flucht in die Luft schleudert. Ist er wütend, umgibt er sich mit einer Art Windaura, deren Druck eingehenden Schaden auf die inneren Körperbereiche absorbiert. Stellt euch eventuell ein paar Mittel zur Vergiftung zur Verfügung. So viele Vorteile eine eiserne Verkleidung auch bringen mag: Die Häutung, die er offenbar gerne auf Berggipfeln vornimmt, muss wohl ein mühsamer Prozess für ihn sein.




Die Partikel um Teostra deuten auf den nächsten Knallfrosch hin.

© Capcom Co., Ltd.

Teostra, der letzte und wahrscheinlich aggressivste Kontrahent aus dem Ältestentrio. Dieser geflügelte Löwe kupfert doch eiskalt Kushalas Fähigkeit einer Schutzbarriere ab, allerdings auf feuriger Basis, so wie alle anderen Attacken dieses Pyromanen auch. Ein Drachenältester, der buchstäblich in Flammen zu stehen vermag. Warum er dann immer noch die Feuerpest erleiden kann, muss uns auch erst noch jemand erklären. Teostra hat sich in Monster Hunter Rise nur geringfügig verändert und verfügt weitestgehend über alle alten Attacken, wie kleine Explosionen, einem Flammenwurf, Sprints oder Stürze. Und wer seine Spezialattacke, die Supernova (aka Teostra Nova) kennt, darf auch hier auf die alten Sitten einstellen. Dieser Angriff wird von ihm ausgelöst, wenn er zu viel Zeit in einem regelrecht brandgefährlichen Zustand verbracht hat. Und wenn er gerade nicht dabei ist, eure Rüstungen in Metallschrott einzuschmelzen, lässt er es gerne einmal ordentlich krachen, und das oftmals in Linien oder anderen Formen. Was ihm den anderen Drachenältesten gegenüber an zusätzlichen Spezialitäten oder Fähigkeiten fehlt, macht er mit geballter Angriffskraft weg. Das macht ihn also nicht weniger gefährlich. Ob wir in Zukunft auch sein weibliches Gegenstück, Lunastra, noch in Monster Hunter Rise sehen werden?




Die Apexion ist keine Mutation, sondern entstand während des Monsters Leben. Wie hat Hass diesen stolzen Wyvern nur so verkommen lassen?

© Capcom Co., Ltd.

Kann man Monster noch gruseliger aussehen lassen als die Raserei- und Apex-Monster aus MH 4 Ultimate? Oder unheimlicher als ferusizierte Monster aus MH Generations Ultimate? Schrecklicher als einen Vulkan-Odogaron? Ich würde vielleicht nicht unbedingt zustimmen, aber Capcom wollte es mit Apex-Rathalos und Apex-Diablos wohl wirklich wissen. Sie sind vom Schwierigkeitsgrad mit dem Apex-Mizutsune vergleichbar, doch wären die beiden nur wie die anderen, würden sie die Showbühne nicht in ihrem eigenen Stil betreten. Es ist normal, dass der erste Teil der Festung nach dem Betreten eines Apex-Monsters abgeschrieben werden kann, aber bei Rathalos braucht ihr nicht einmal zu versuchen, ihm noch vor dem Übergang Schaden zuzufügen. Stellt lieber sicher, dass der Hinterbereich bereits gut ausgestattet ist, um ihn gebührend zu empfangen. Der strukturelle Aufbau der Festung ist bei beiden Randale-Quests kein neues Schema: S-Kurve im Vorderbereich (inkl. Drachenspeere), große Innenfläche im Hinterbereich (inkl. Spaltender-Wyvern-Schuss). Man braucht sich hier also nicht umzugewöhnen. Alte Apex-Monster, nämlich jene Varianten von Azuros, Rathian und Mizutsune, sind dafür nun in Quests auf offenen Arealen verfügbar. Behalten wir diese Rotation bei, können wir damit rechnen, auch Apex-Rathalos und -Diablos bald außerhalb der Festung sehen zu können.




Wie wir sehen, kamen mit Version 2.0 regelrechte Urgesteine dazu. Allerdings haben wir damit noch nicht alle Comebacks berücksichtigt. Abseits der öffentlich kommunizierten Neuerungen gibt es noch eine Überraschung, doch die finden wir am Ende des Artikels.


Abseits der obigen Neuerungen gibt es noch einige nennenswerte Kleinigkeiten:

  • Event-Quests sind nun verfügbar. Derzeit gibt es zwei von ihnen und können auch in Zukunft – unabhängig von Updates und in beliebiger Zahl – eingespielt werden.
  • Die Jägerrang-Beschränkung wird nun nach dem ursprünglichen Abschluss von JR7 aufgehoben. Ab hier gilt die übliche Regel, dass mit jeder Quest Jägerrang-Punkte gesammelt werden und diese zur Erhöhung des Ranges beitragen. Es gibt noch ein paar weitere Beschränkungen, aber um diese aufzuheben, müsst ihr nicht auf weitere Updates warten, sondern lediglich die darauf folgenden Bedingungen erfüllen. Bedenkt, dass das Spiel erst nach Abschluss der Quest "Schlangengöttin des Donners" mit dem Zählen der Jägerrang-Punkte beginnt und ihr stets mit JR8 fortfahrt. Nur mit den dann gesammelten Punkten können nach den nächsten Beschränkungen (bei 20, 30 & 40) Ränge übersprungen werden. Zum Vergleich: Frühere Monster Hunter-Ableger zählen die Punkte bereits ab Spielbeginn. Nach den festgelegten Jägerrängen im einstelligen Bereich auf 50+ zu springen, ist da keine Seltenheit.
  • Dekorrüstungen waren vor Version 2.0 eine Rarität und eigentlich nur in exotischen Designs über kostenpflichtige DLCs zu ergattern. Das Update erlaubt euch die Herstellung von Dekorrüstungen nach optischen Vorlagen der üblichen Monsterrüstungen. Wer also die Rüstungen der Wind- oder Donnerschlange nur optisch ansprechend fand, sie aber aufgrund der "unkonventionellen" Attribute gemieden hat, kann in der Kategorie Dekorrüstungen endlich zulangen.
  • Rüstungen können weiter verbessert werden, sodass der Verteidigungswert je nach Stufe von 68 bis über 80 reicht. Diese Upgrades sind aber sehr kostspielig und treiben den finanziellen Gesamtaufwand einer Rüstung mühelos in einen höheren, sechsstelligen Bereich. Auch sind neue, beziehungsweise verbesserte Waffen verfügbar.
  • Ebenso gibt es neue Dekorationen zu schmieden, beispielsweise für den Effekt Glückserhöher, welches die Anzahl der Belohnungen am Ende einer Quest erhöht.
  • Palicos und Palamutes können nun Stufe 50 erreichen (vorher bis Stufe 35). Die Stufen sind nicht nur für den Kampfeinsatz in eurer Präsenz geeignet, sondern ebenfalls für besseren Handel bei der Argosy oder für höhere Effizienz bei den Miaunster-Jägern.


Es gibt noch einige weitere Neuheiten, diese bezieht ihr aus der Update-News zu Version 2.0 und bedürfen keiner weiteren Erklärung.


Achtung: Potentielle Spoiler ab hier


Ab hier beginnen Inhalte, die nicht bis zur Veröffentlichung des Updates erwähnt wurden. Weiterlesen auf eigene Gefahr.


Wo des Bazels Schuppen landen, hat's kein Grashalm überstanden.

© Capcom Co., Ltd.

Ob Invader oder Partycrasher, nennt sie wie ihr wollt. Ihre Rolle: Ein glorreicher Auftritt, wenn ihr sie am wenigsten braucht. Damit der Rajang, der ohnehin in den meisten Fällen schläft, etwas aktivere Konkurrenz bekommt, macht der Bazelgeuse aus der Neuen Welt einen Abstecher in die Vororte von Kamura. Seine Merkmale sind nicht nur das legendäre Intro seines Soundtracks, sondern auch die Tannenzapfen™, die leider für niemanden zum Verzehr geeignet sind. Diese explosiven Schuppen lässt der kreischende Flugwyvern mit fast jeder Attacke fallen, egal ob er es so vorgesehen hat oder sie einfach abgeschüttelt wurden. Sobald sie Kontakt mit dem Boden aufnehmen, laufen sie heiß, ehe sie explodieren. Oder der Bazelgeuse rammt seine Birne gleich in die Erde, dann wird auch auf diesen Timer verzichtet. Die Schuppen wachsen binnen Sekunden an Kopf und Schwanzspitze nach. Leider macht diese Eigenschaft ihn für die Haltung in Innenräumen eher ungeeignet. Er sieht vielleicht nicht allzu feurig aus, aber auch er kann sich eines Flammenwurfs bedienen, um nicht nur mit geworfenen Bomben in den Fernkampf zu gehen. Trotzdem ist er kaum gegen Wasser schwach, das solltet ihr im Hinterkopf behalten.


Wie zufrieden seid ihr mit Update 2.0? Entspricht der Umfang euren Erwartungen?

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Kommentare 2

  • Dunnkare

    Hardcore Noob

    Vielleicht solltet ihr das Bild von

    auch in einem Spoiler Tag verstecken. Sonst macht die Spoiler Warnung darüber herzlich wenig Sinn. :*

  • Maik Dallherm

    Hüter aus der Zerrwelt

    Dunnkare

    Ich versuche es beim nächsten Mal besser zu berücksichtigen. :)

    Leider macht die Spoiler-Funktion mir hier einen Strich durch die Formatierung, weshalb ich letzten Endes verzichtete (und hoffte, die Überschrift reicht als Stopper), aber vielleicht bekomme ich das noch irgendwie gebogen. :D