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Gloomhaven: Ein Pen & Paper in einem etwas anderen Gewand Spezial

Hört man den Begriff Rollenspiel, so habt ihr vermutlich alle erst mal unterschiedliche Dinge im Kopf. Die einen von euch denken vielleicht an Live Action Role Playing (LARP), die anderen an Videospiele wie The Elder Scrolls. Eine dritte Gruppe unter euch könnte an Pen & Paper-Rollenspiele wie Dungeons & Dragons denken. Und um letzteres handelt es sich auch bei Gloomhaven, ein Pen & Paper-Rollenspiel, das im deutschen Sprachraum von Feuerland Spiele vertrieben wird und von einem bis vier Spielern gespielt werden kann. Während ihr beispielsweise bei Dungeons & Dragons jedoch von einem Spielleiter oder auch Dungeonmaster durch das Spiel geleitet werdet, entfällt dies bei Gloomhaven, wodurch es gerade für kleinere Gruppen interessanter sein könnte. Wie ein Pen & Paper ohne Dungeonmaster funktionieren kann und welche spannenden Ideen sich hinter Gloomhaven verbergen, erfahrt ihr nachfolgend in diesem Spezial.


Bevor wir mit dem eigentlichen Spiel beginnen, möchte ich euch noch ein wenig zur Genre-Einteilung von Gloomhaven erzählen. Kurz zusammengefasst könnte man es als Pen & Paper-Rollenspiel mit Legacy-Elementen bezeichnen. Der Begriff des Pen & Papers ist vielen vermutlich bereits bekannt. Ihr schlüpft hierbei in die Rolle eines fiktiven, selbst erstellten Helden und erlebt in einer definierten Gruppe ein meist liebevoll gestaltetes Abenteuer. Die Vorgeschichte, Handlung und Kämpfe werden euch hierbei von eurem Spielleiter nähergebracht – relevante Entscheidungen werden in der Regel mit einem Würfelwurf getroffen. Allein für die Erstellung eines Helden gibt es unzählige Bücher mit Klassen, Völkern und Fähigkeiten. Die Detailtiefe steigt hierdurch ins Unermessliche. Allerdings auch die Komplexität, wodurch dieses Genre für viele leider unzugänglich erscheint.


Eher weniger bekannt dürfte der Zusatz der Legacy-Elemente sein. Dieser Begriff ist noch recht neu, erfreut sich jedoch in den letzten Jahren großer Beliebtheit. Hierbei werden die Spielmaterialien aktiver in das eigentliche Spiel eingebunden, zum Beispiel durch das Beschriften, Bekleben oder gar Zerreißen von Spielkarten. Die vielleicht bekanntesten Vertreter dieses Genres sind Risiko: Evolution und die Exit Games. Obwohl diese Art der Handhabung von Spielmaterialien für jede Menge neue Möglichkeiten sorgt, ist er aus dem Aspekt der Nachhaltigkeit etwas fragwürdig. Schließlich könnt ihr das Spiel meistens nur einmal spielen und habt anschließend einen Karton voll Altpapier produziert. Im Fall von Gloomhaven gibt es jedoch Möglichkeiten, das Spiel auch mehrmals zu verwenden. Durch Apps oder einem Sticker-Set, das wieder abgelöst werden kann, lässt sich das Spiel bei Bedarf nochmals erleben.


Charaktererstellung leicht gemacht


Im Gegensatz zur sehr freien Charaktererstellung von klassischen Pen & Paper-Rollenspielen seid ihr in Gloomhaven viel eingeschränkter. Euch stehen vordefinierte Charakterklassen zur Verfügung, wobei jede Klasse nur von einem Spieler gleichzeitig verwendet werden kann. Zu Beginn sind dies: Barbar, Spruchwirkerin, Tüftler, Felsenherz, Schurkin und Gedankendiebin. Was sich bereits an den Namen der Klassen erahnen lässt: Das Geschlecht ist hierbei pro Klasse bereits festgelegt; ebenso, welchem Volk ihr angehört. Allerdings hat nichts von beidem Einfluss auf den späteren Spielverlauf. Jede Klasse zeichnet sich durch die Anzahl der Lebenspunkte, ihre Ausdauer (symbolisiert durch die Karten, die ihr auf der Hand haben dürft) und ihre Fähigkeiten aus. Während des Spiels lassen sich durch bestimmte Bedingungen elf weitere Charakterklassen freischalten. Jede verfügt über ein eigenes Set an Fähigkeiten, eine Plastikfigur und eigene Spielmechaniken.


Das Spielmaterial für einen Spieler. Hauptsächlich viele verschiedene Karten sowie eine Spielfigur.

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Gloomhaven verzichtet während des gesamten Spiels auf Würfel jeglicher Art und setzt stattdessen auf einen kartenbasierten Ansatz. Eure Fähigkeiten sind auf Spielkarten gedruckt, die jeweils über eine obere und eine untere Hälfte verfügen. Durch eure Charakterklasse ist vorgegeben, wie viele Karten ihr mit in ein Szenario nehmen dürft. So kann der Barbar beispielsweise zehn Karten mitnehmen, während die Spruchwirkerin auf sechs Karten beschränkt ist. Da ihr in jedem eurer Züge zwei Karten spielen müsst, könnt ihr euch eure Handkarten wie eine Art Ausdauer vorstellen. Habt ihr zu wenig Karten auf der Hand, müsst ihr eine Rast einlegen, wodurch ihr eure gespielten Karten abzüglich einer wieder auf die Hand bekommt. Auf diese Weise schrumpfen eure Handkarten im Laufe des Spiels. Sind alle Karten in der Hand aufgebraucht und können auch nicht durch eine Rast wiedergewonnen werden, so gilt euer Held als erschöpft und scheidet vorübergehend aus dem Spiel aus.


Mit jedem erfolgreich abgeschlossenen Szenario gewinnt euer Held an Erfahrung und Gold. Das erworbene Gold kann in der Stadt für Gegenstände wie Waffen, Rüstungen, Tränke und vieles mehr ausgegeben werden. Hierdurch könnt ihr den Charakter ein wenig an euren Spielstil anpassen. Habt ihr beispielsweise das Problem, das euch die Handkarten zu schnell ausgehen, so könnte euch ein Ausdauertrank weiterhelfen. Dieser erlaubt es euch, gespielte Karten wieder auf die Hand zu nehmen, ohne eine von ihnen dauerhaft zu verlieren. Ebenfalls für Gold könnt ihr eure Fähigkeitskarten aufwerten. Hier kommt der Legacy-Aspekt zum Tragen. Auf den meisten Karten befinden sich helle Punkte, an denen ihr einen Aufkleber anbringen könnt. Dieser Aufkleber erhöht beispielsweise den Schaden oder die Reichweite der Fähigkeit. Somit könnt ihr eure Lieblingsfähigkeiten nochmals individuell anpassen. Die Aufkleber gelten hierbei dauerhaft für alle Charaktere dieser Klasse. Solltet ihr also im Laufe des Spiels euren aktuellen Helden in die Rente schicken und einen neuen dieser Klasse wählen, so behält dieser die verstärkten Fähigkeiten.


Mit der gewonnenen Erfahrung steigt euer Held zudem im Level auf. Jedes Level-up gewährt euch mehr Lebenspunkte, eine von zwei neuen Fähigkeiten sowie weitere Boni. Beachtet hierbei: Die Anzahl der Handkarten steigt nicht mit. Ihr bekommt also im Laufe des Spiels immer mehr Fähigkeiten, müsst diese aber gegen andere austauschen. Habt ihr neue Fähigkeiten dazugewonnen, so dürft ihr eure Handkarten vor jedem Szenario neu zusammenstellen und euch so optimal auf die neue Herausforderung vorbereiten.


Ein weiterer Unterschied zu klassischen Pen & Paper-Rollenspielen stellt die Rente eures Charakters dar. Während ihr in anderen Rollenspielen meist dauerhaft den gleichen Helden spielt, werdet ihr in Gloomhaven öfters einen neuen Abenteurer erstellen müssen. Bei der Erstellung eurer Figur bekommt ihr ein zufälliges Lebensziel zugewiesen. Diese unterscheiden sich stark – während die einen schnell erfüllt sind, werden euch andere einige Zeit beschäftigen. Für manche müsst ihr bestimmte Gegenstände besitzen oder eine bestimmte Anzahl an Monstern töten. Ganz gleich, welches Ziel ihr jedoch habt, für alle gilt: Ist das Ziel erreicht, dann hat euer Charakter seinen Lebenstraum erfüllt. Er hat keinen Anreiz mehr, in Dungeons zu ziehen, sondern zieht sich in ein ruhiges Leben zurück. Somit müsst ihr anschließend einen neuen Helden erstellen (dieser darf auch die gleiche Klasse haben wie euer vorheriger). Um eine dauerhafte Progression zu ermöglichen, dürft ihr für jeden Charakter, den ihr in Rente geschickt habt, beim Erstellen des neuen Helden einen Bonus auf seinem Heldenblatt ankreuzen. Dies sind die gleichen Boni, die euch auch bei einem Level-up gewährt werden.


Das eigentliche Abenteuer


Während ihr nun bereits viel über euren Charakter erfahren habt, fehlt euch noch das Wissen um das Spiel selbst. Der Ablauf des Spiels ist stets derselbe. Ihr startet in der Stadt Gloomhaven, in der ihr euch mit neuer Ausrüstung versorgen könnt. Anschließend einigt ihr euch auf ein Abenteuer, auch Szenario genannt, das ihr spielen wollt. Am Anfang des Spiels gibt es ein vorgegebenes Szenario, das als eine Art Tutorial dienen soll. Ihr werdet angeheuert, in einer nahe gelegenen Grabstätte eine Meute von Plünderern und Dieben auszuschalten. Recht schnell teilt sich die Handlung nun jedoch in viele kleinere Stränge. So könnt ihr wahlweise gefundenen Hinweisen nach weiteren Grabstätten nachgehen oder weitere Aufträge von eurem Auftraggeber annehmen. Immer wieder werdet ihr im Laufe des Spiels vor die unterschiedlichsten Entscheidungen gestellt, wodurch einige Szenarien von euch auch nicht mehr gespielt werden dürfen, andere jedoch dazukommen. Die erste bedeutende Entscheidung ist hierbei, ob ihr mithilfe einer Nekromantin und einer Armee von Untoten die Stadt erobern oder mit der Stadtwache die Stadt verteidigen wollt. Freigeschaltete Szenarien werden auf einer Übersichtskarte mit einem Sticker beklebt (Legacy-Element). Habt ihr das Szenario erfolgreich geschafft, so kreuzt ihr den Sticker noch zusätzlich an.


Die Spielerfiguren sind aus bemalbarem Plastik. Gegner sind leider nur einfache Pappaufsteller.

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Für die Szenarien selbst steht euch das Szenariobuch zur Verfügung. In diesem sind alle spielbaren Szenarien aufgelistet – in Summe etwa 90. Jedes Szenario besteht hierbei aus Anforderungen, die ihr benötigt, um das Szenario zu spielen (z. B. bestimmte Entscheidungen, die getroffen werden mussten), dem Storytext, dem Ziel, eine Auflistung von Monstern sowie eine Dungeonkarte. Diese Dungeonkarte müsst ihr mit den mitgelieferten Kartonteilen nachbauen. An vorgegebenen Positionen werden Monster, Schatzkisten, Hindernisse und Fallen gesetzt. Anschließend werden die Plastikfiguren eurer Helden an die ebenfalls vorgegebene Startposition gestellt. Nun beginnt einer von euch, den Storytext vorzulesen, der euch in die Geschehnisse dieses Szenarios genauer einführt. Und damit startet dann auch der spannendste Teil von Gloomhaven.


In den Szenarien müsst ihr das vorgegebene Ziel erreichen. Meistens ist dies einfach, alle Monster zu besiegen. Allerdings gibt es auch einige andere Ziele. Mal müsst ihr eine bestimmte Schatzkiste plündern, eine bestimmte Anzahl an Spielrunden durchhalten oder ein ganz bestimmtes Monster töten. All eure Handlungen sollten immer auf das Ziel fokussiert sein, andernfalls könnte es sein, dass euch im Laufe des Szenarios die Karten ausgehen und ihr somit aus dem Spiel ausscheidet. Die Szenarios laufen hierbei in Runden ab, wobei der Ablauf jeder Runde immer der gleiche ist. Zunächst wählen alle Spieler zwei Handkarten aus, die sie diese Runde spielen wollen. Hierbei gilt: Ihr müsst von einer Karte die obere und von der anderen Karte die untere Aktion ausspielen. Meistens sind die oberen Aktionen kampfbezogen, während die unteren Aktionen Bewegungen auf dem Spielfeld darstellen. Die Spieler dürfen sich ein wenig absprechen, wobei hier beispielsweise aber keine genauen Zahlen oder Ziele genannt werden dürfen. Eine eurer gewählten Karten wird zusätzlich als Hauptaktion festgelegt. Haben alle Spieler ihre Karten gewählt, werden diese gleichzeitig aufgedeckt. Auch eure Gegner verfügen über Fähigkeitskarten, diese sind für jede Gegnerart in jeweils einem gemischten Stapel abgelegt. Nach den Spielerkarten wird nun für jede aktuell sichtbare Gegnerart die oberste Karte des entsprechenden Stapels umgedreht. Befinden sich also beispielsweise eine gegnerische Bogenschützin und zwei Diebe auf dem Feld, so wird vom Stapel der Bogenschützin und vom Stapel der Diebe eine Karte umgedreht. Sind mehrere Gegner einer Gegnerart auf dem Feld (wie in diesem Beispiel die Diebe), so werden diese die gleiche Fähigkeit verwenden.


Auf allen Fähigkeitskarten ist zusätzlich eine Initiative (von 1 bis 98) abgedruckt. Diese gibt nun die Zugreihenfolge von Spielern und Gegnern vor. Die niedrigste Initiative beginnt hierbei. Ist der Spieler am Zug, führt er nacheinander in beliebiger Reihenfolge seine beiden Aktionen aus. Komplizierter ist der Zug der Monster. Auf den Fähigkeitskarten der Monster stehen bereits in der Reihenfolge ihre Bewegungen und Angriffe. Zunächst muss jedoch für jeden Gegner das Ziel bestimmt werden. Generell gilt der Spieler, der dem Gegner am nächsten steht, als Ziel. Sind zwei Spieler gleichweit entfernt, so ist der Spieler mit der niedrigsten Initiative das Ziel. Nachdem für den Gegner das Ziel definiert wurde, wird nun die Fähigkeitskarte von oben nach unten stur abgearbeitet. Wird beispielsweise ein Angriff erwähnt, aber es befindet sich kein Spieler auf einem benachbarten Feld, so wird der Angriff nicht durchgeführt.


Im Kampf gilt für Spieler und Gegner das gleiche Prinzip. Auf der Fähigkeitskarte ist eine Grundstärke des Angriffs angegeben. Anschließend wird eine sogenannte Modifikationskarte gezogen, die die Stärke des Angriffs nachträglich ändert. So kann der Angriff beispielsweise schwächer oder stärker werden, kritisch oder gar nicht treffen. Jeder Spieler hat ein eigenes Modifikationsdeck, die Gegner teilen sich eines. Zu Spielbeginn ist das Deck für jeden Spieler (und den Gegner) gleich. Durch die Boni von euren Level-ups kann sich das Deck jedoch beispielsweise ändern. Hier können neue Karten dazukommen oder bereits vorhandene Karten entfernt werden. Welche Änderungen am Deck vorgenommen werden können, hängt hierbei immer von der gewählten Charakterklasse ab. Bestimmte Modifikatorkarten verlangen von euch, dass ihr das Deck anschließend wieder komplett durchmischt. Dies sind beispielsweise der kritische und fehlgeschlagene Treffer.


Aus der Grundstärke und der Modifikatorkarte ergibt sich schließlich die neue Stärke des Angriffs. Hier wird nun noch der Rüstungsbonus (falls vorhanden) abgezogen bzw. bei einer Vergiftung der Schaden nochmals erhöht. Der endgültige Wert wird nun von den Lebenspunkten des Gegners oder des Spielers abgezogen. Sind die Lebenspunkte vollständig aufgebraucht, so ist die entsprechende Spielfigur besiegt. Als Spieler habt ihr zusätzlich die Möglichkeit, den anfallenden Schaden komplett aufzuheben. Hierfür müsst ihr jedoch dauerhaft (für dieses Szenario) eine eurer Fähigkeitskarten entfernen.


Waren auf diese Weise alle Spielfiguren einmal am Zug, dann gilt diese Runde als beendet und die nächste Runde wird nach dem gleichen Schema abgearbeitet. Könnt ihr keine zwei Karten ausspielen, so müsst ihr eine Rast einlegen. Ihr habt für diese Runde dann die Initiative von 99 und seid somit ganz am Ende am Zug. Ihr bekommt dann all eure abgelegten Karten wieder, wählt eine aus, die dauerhaft (für dieses Szenario) aus dem Spiel entfernt wird und könnt in der nächsten Runde wieder weiterspielen.


Hat eure Gruppe das Ziel des Szenarios geschafft, so endet das Szenario am Ende der Runde (d. h. sowohl Gegner als auch andere Spieler können ihren Zug noch durchführen). Aus dem Szenariobuch werden nun der Epilog sowie die erhaltenen Belohnungen vorgelesen. Anschließend bekommt jeder Spieler Erfahrungspunkte und Gold angerechnet, auch wenn der Spieler im Laufe des Szenarios besiegt wurde. Die Gruppe kehrt dann in die Stadt Gloomhaven zurück und plant ihr neues Abenteuer.


Jede Menge Umschläge und Kartonboxen werden im Laufe des Spiels freigeschaltet.

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Gloomhaven ist mit seinen zehn Kilogramm an Spielmaterial sehr umfangreich. Euch erwarten jede Menge Monster und die unterschiedlichsten Helden. Habt ihr das Basisspiel erfolgreich gespielt, könnt ihr mit dem Add-on „Forgotten Circles“ weitermachen. Dieses bringt nochmals eine neue Charakterklasse ins Spiel sowie neue Monster, Gegenstände und Szenarien. Leider ist die neue Charakterklasse verpflichtender Bestandteil der neu hinzukommenden Szenarien, wodurch einer aus eurer Gruppe zwingend diese Figur spielen muss. Für Gloomhaven-Einsteiger gibt es mit „Pranken des Löwen“ ein zusätzliches, günstigeres Standalone-Add-on. Dieses beinhaltet vier Charakterklassen und lässt kompliziertere Spielmechaniken aus. Falls euch der enorme Preis des Hauptspiels abschreckt, könnt ihr somit erst einmal ausprobieren, ob euch das Spielprinzip überhaupt liegt. Alle Charaktere sind zusätzlich kompatibel zum Nachfolger Frosthaven, der im Laufe des nächsten Jahres erscheinen soll.


Mit der richtigen Gruppe erwarten euch in Gloomhaven viele spannende Abenteuer. Derzeit dürfte ich etwa 200 Stunden mit Gloomhaven verbracht haben und das Ende scheint sich noch nicht mal anzudeuten. Die verschiedenen Handlungsstränge können aber auch verwirrend sein. Solltet ihr einen Strang nicht direkt zu Ende spielen, sind die Zusammenhänge manchmal etwas schwieriger zu erkennen. Ebenso dauert es manchmal einige Zeit, bis ihr herausfindet, welches Szenario ihr überhaupt gerade spielen dürft und welche ihr durch eure Entscheidungen bereits ausgeschlossen habt. Hier gibt es ebenfalls einige Apps auf dem Markt, die euch helfen sollen, den Überblick zu behalten – sofern ihr am Ende jedes Szenarios auch dran denkt, die Daten in der App zu pflegen. Ich für meinen Teil freue mich auf jede neue Partie von Gloomhaven und erwarte bereits jetzt sehnsüchtig den Nachfolger. Was ist mit euch? Hört sich Gloomhaven interessant an oder kennt ihr es vielleicht sogar schon?


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Kommentare 16

  • otakon

    Ssssssssswitch

    Das klingt ja ziemlich cool, erinnert mich ein wenig an Mansions of Madness das ich übrigens nur empfehlen kann.

    Fange demnächst mit Freunden (wieder) DSA an dann werde ich ihnen mal davon erzählen, vielleicht holen wir das gemeinsam.

  • dr.retro

    Retrogamer aus Leidenschaft

    Da musste ich doch gleich mal schauen. Das würde mich interessieren. Womit ist es reell vergleichbar? Ich kenne nur Hero Quest, Descent und Vampire. Letzteres war ziemlich langweilig.

  • Philipp Freibauer

    Redakteur

    Ich kenn ehrlich gesagt nichts vergleichbares, allerdings bin ich auch nicht so der pen & paper Experte. Ich hatte immer Interesse an D&D allerdings fehlen mir dafür halt mitspieler im Freundeskreis :D


    ein bisschen könnte man es evtl. Mit andor vergleichen, ansonsten wird im Internet wohl tatsächlich auch mansions of madness als vergleich genommen

  • Champ

    Turmheld

    dr.retro


    Ist schon vergleichbar mit heroquest oder descent.


    Ist auch ein dungeon crawler.


    Man spielt halt 1-4 spieler zusammen gegen das Spiel.

    Und es ist mehr... open world spiel wie heroquest oder Descent.

    Man hat viele Entscheidungen & kann z.b. aussuchen welcher story man folgen möchte, ob man gut oder böse ist, leveln in side quest oder weiter der story folen.


    Gloomhaven bekommt von unseren Spielgruppen immer ne glatte 1

  • otakon

    Ssssssssswitch

    ein bisschen könnte man es evtl. Mit andor vergleichen

    Das hab ich erst vor kurzem auch gespielt und fand es ziemlich gut, mussten uns nur ein wenig in die Regeln reinfuchsen aber mit nem Youtube Video das das Spiel erklärt ging das ganz gut.

  • Heldissimo

    Turmbaron

    Für Einsteiger in gloomhaven kann ich auch die Pranken des Löwen empfehlen. Quasi das Prequel zu Gloomhaven. Das hat ein spielbares Tutorial und man kommt gut rein. Kostet knapp ne 50er. Da kann man sehen ob man Lust auf den großen Bruder hat.

  • EdenGazier

    Prinzipal der Spiele

    Ich kann jeden Pen and Paper sowie Brettspiele Fans Gloomhaven schwer empfehlen

  • Rei

    Turmheld

    Gloomhaven ist kein Pen&Paper Rollenspiel, einfach nur Nein. Wenn ihr die Kategorie Nerdkultur nennt, dann solltet ihr euch auch wirklich auskennen über das was ihr schreibt.

  • Tomte

    Gamer since Game&Watch

    Habe Gloomhaven - Pranken des Löwen Anfang des Jahres günstig online geschossen. Allerdings wurde es immer noch nicht geliefert. Der Verlag scheint Produktionsschwierigkeiten zu haben.


    Bis dahin vertreibe ich mir die Zeit noch etwas mit Andor Teil 2 und Teil 3.


    Gloomhaven selbst schreckt mich etwas ab. Als spielende Väter finden wir so schon viel zu wenig Zeit und das „echte“ Gloomhaven spielt man halt nicht mal eben so. Deswegen probieren wir es erstmal mit der Light Variante.


    Danke an ntower für dieses Spezial. Damit hätte ich nicht gerechnet. Sehr interessant für mich persönlich!

  • PlayinWithPower

    Turmknappe

    Rei Ganz ruhig, mein Freund. Würfel erstmal einen W10 auf Coolness. Das ist halt eine Videospielseite und nicht boardgamegeek.com. Da kommen Wissenslücken schon mal vor. Manche Seiten bezeichnen Spiele wie Gwent oder Wingspan auch als Deckbuilder, nur weil es da um Karten geht (ja, ich meine dich, Nintendolife). Der einzige Videospielredakteur, der auch in Sachen Brettspiele in topform ist, ist Luke Plunkett von Kotaku. Ich bin aber froh, dass immer mehr Videospieloutlets sich auch mit Bettspielen beschäftigen und so neue Spieler an den Tisch bringen. Da kann man auch Unsicherheiten in der Genrebezeichnung vergeben.

  • AnimalM

    SR388 Cleaner

    Hab von Freunden schon sehr viel Positives über Gloomhaven gehört. Ich selbst hätte es jetzt aber auch eher bei den Brettspielen verordnet. Bin was sowas angeht aber inzwischen raus. Hatte viele Jahre AD&D und Warhammer Pen&Paper und gespielt.

  • Rei

    Turmheld

    Tomte die komplette Brettspielindustrie hat derzeit Lieferschwierigkeiten, die Fabriken sind teilweise über ein Jahr in voraus ausgebucht


    PlayinWithPower Gloomhaven hat so überhaupt nichts mit Pen&Paper zu tun, da ist ein Zelda BotW noch sehr ein RPG. Wir regen und regelmäßig über andere Medien auf, wenn sie mit wenig Ahnung über die Videospielszene berichten und dabei so einiges falsches erzählt wird und hier soll es auf einmal in Ordnung sein? Nö

    Wobei ntower schon öfters auch bei ihrem Kernthema negativ aufgefallen ist. Als Beispiel ist da das "Review" zur Mana Collection zu nennen, bei dem statt dem Gameboy Spiel Mystic Quest ein Text zum SNES Spiel Mystic Quest Legends erschien. Das Spiel wurde also nicht mal gespielt und trotzdem ein Text als Reviews dazu veröffentlicht.

  • Mani501

    Legendary Heropon

    Hab sehr viel positives gehört über das Spiel. Ist aber halt auch leider sehr teuer. Für das, was man halt alles bekommt sicherlich angemessen. Allerdings hält mich das bislang noch von einem Kauf ab, da ich auch keine feste Brettspielgruppe hab, mit denen man das mal angehen könnte.

  • cg.duesentrieb

    Turmknappe

    absolut zu empfehlen. Es muss einem nur klar sein, dass man das hauptspiel über ein jahr spielt, selbst wenn man jedes Wochenende mit seiner Gang spielen kann. Auch ist die dungeon crawl mechanik sehr technisch. Mir hat sie aber sehr gut gefallen. Etwas entschlackter und Einsteigerfreundlicher ist gloomhaven - die pranken des löwen. Ich würde jedem empfehlen erst einmal das zu spielen. Günstiger, man lernt die regeln im tutorial ohne gross lesen zu müssen und man sieht direkt, ob es einem gefällt. Achja... es kommt bald der Nachfolger. Frosthaven. :)

  • kneudel

    Turmheld

    Super Spiel. ABER:


    - Die Regeln können etwas überwältigend sein. Auch im empfehle erst einem Gloomhaven - Die Pranken des Löwen zu spielen. Wenn man das kann / Spaß hat dann das große Gloomhaven spielen.


    - Aufbau: Ganz eherlich. Das ist der größte Kritikpunkt. Der Aufbau dauer extrem lange. Wenn ihr spielen wollt, plan 30 Minuten für den Aufbau ein. Am besten ist natürlich ihr habt einen Platz wo ihr das stehen lassen könnt.

  • Diggler

    Homo ludens

    Zuerst mal, wie hier ja schon erwähnt wurde, ist Gloomhaven kein Pen & Paper, sondern ein Brettspiel.
    Und Leute, die sich mit Brettspielen nicht beschäftigen und daher auch noch nie etwas von Gloomhaven gehört haben, sollten wohl zuvor erst mal mit anderen Spielen in das Hobby einsteigen.