© Dark Horse Comics / Panini Comics

Auf der Suche nach einer Legende – Mass Effect: Erlösung in unserer Comic-Rezension

Schon vor dem Erfolg der Mass Effect-Reihe waren die Entwickler von Bioware kein unbekanntes Studio, wenn es um die Gestaltung von Rollenspielen geht. Beispielhaft seien hier insbesondere die Baldur's Gate- und Neverwinter Nights-Reihen aufgeführt, aber auch Star Wars: Knights of the Old Republic sollte in dieser Hinsicht nicht außer Acht gelassen werden. Das Star Wars-Rollenspiel erschien als eines der ersten Spiele von Bioware auch für eine Konsole, damals für die originale Xbox. Die gewonnenen Erfahrungen innerhalb eines Science-Fiction-Settings lies man dann in ein eigenes Universum einfließen, bei dem der Entscheidungsfreiheit des Spielers eine hohe Priorität eingeräumt wurde. Das Spiel namens Mass Effect kam so gut an, dass sich daraus sowohl mehrere Nachfolger, als auch ein eigenes Franchise entwickelten. So erschienen neben weiteren Videospielen auch Romane oder gar Comics zu den Abenteuern rund um Commander Shepard, von denen ich euch heute ein Exemplar vorstellen möchte. Passend dazu könnt ihr euch unseren aktuellen Test zur Mass Effect Legendary Edition auf dem PC hier durchlesen.


Liara begibt sich auf die Suche nach Commander Shepard

© Panini Comics

Um den Einsteigern das Lesevergnügen zu erleichtern, wurde dem Comic eine kurze Einleitung vorangestellt, damit der geneigte Leser die grundlegende Prämisse versteht. In den Jahren seitdem das Massenportal in der Nähe des Pluto entdeckt wurde, hat die Menschheit das gemacht, wofür sie wohl allgemein bekannt ist. Sie haben die uralte Technik benutzt, um sich im Kosmos einen Namen zu machen. Es dauerte auch nicht lange, bis sie in den Citadel-Rat aufgenommen wurden, was angesichts der kurzen Dauer bei anderen Rassen für Unmut sorgte, die sich schon länger mit interstellarer Politik befassten. Dem Protagonist aus Mass Effect, Commander Shepard, gelang dabei das Kunststück, die galaktische Hauptstadt Citadel zu retten. Jedoch blieb dies nicht ohne Folgen, nach einem Angriff auf das Schiff Normandy, auf dem sich der Commander befand, gilt er/sie als vermisst und gesucht.


Nur ein Crewmitglied der Normandy, die Asari namens Liara T'Soni, macht sich anschließend auf die Suche nach Shepard, wenn auch andere Parteien durchaus ein Interesse an seinem Verbleib haben. Nachforschungen führen Liara nach Omega, wo sie zu Beginn des Comics ankommt. Dort trifft Liara auf einen Drell namens Feron, der ihr mitteilt, dass auch noch andere Gruppierungen auf der Suche nach Shepard sind. Liara ist sich unsicher, ob sie Feron trauen kann, erst recht, als sie beide zusammen kurze Zeit später von einer Gruppe der Blue Suns überfallen werden.


Durch Glück im Unglück werden beide von Cerberus-Agenten gerettet, die unter der Aufsicht von Miranda Lawson stehen. Doch damit nicht genug, etwas Größeres scheint hinter dem Verschwinden von Shepard zu stecken und es könnte sogar etwas mit den Kollektoren zu tun haben. Ist Liara hier einer Verschwörung auf der Spur und schwebt sie vielleicht sogar in Lebensgefahr?


Das Gute an den Comics zu Mass Effect ist, dass sie Teil der Lore sind und damit auch zum offiziellen Kanon der Mass Effect-Geschichte gehören. Sie sind für das große Verständnis nicht unbedingt zwingend notwendig und haben in der Regel auch keinen der Hauptcharaktere als Protagonisten, dennoch sind sie eine gute Ergänzung. Dabei hilft es, dass wie im vorliegenden Fall bei Mass Effect: Erlösung mit Mac Walters auch einer der Autoren des Videospiels involviert ist. Erfahrenen Spielern wird die von mir angerissene Geschichte des Comics bekannt vorkommen. Das liegt daran, dass sie inhaltlich zwischen dem ersten und zweiten Spiel angesetzt ist und damals so wie heute als DLC „Lair of the Shadow Broker“ auch im Videospiel Mass Effect 2 zu finden ist.


Optisch ist Mass Effect: Erlösung durchaus ansprechend gestaltet, auch wenn mir das Artwork und vor allen Dingen die Figuren in mancher Situation zu statisch rüberkamen. Ansonsten macht Zeichner Omar Francia (Star Wars: Legacy) mit seiner Panelgestaltung nicht viel falsch, er nutzt den Platz auf den Seiten geschickt aus und lockert das Geschehen damit auf.


Fazit


Wenn ihr aktuell so wie ich mit der Mass Effect Legendary Edition nochmal in dieses Universum eintauchen wollt, macht ihr mit dem Comic nichts verkehrt. Einen kleineren Spoiler zur Geschichte habe ich hier in dieser Rezension nicht erwähnt, damit ich euch nicht den Genuss am Spiel nehme. Aber auch so machen die Abenteuer der Asari Liara genug Spaß, um euch in die Welten von Mass Effect zu entführen. Allein die unterschiedlichen Alien-Rassen, die sich gerne krass von den humanoiden Aliens der Star Trek-Serien unterscheiden, machen neugierig und lassen mich immer wieder Details nachlesen. Ich finde es großartig, wie Romane und Comics einen Teil des großen Mass Effect-Universums abbilden und unmittelbar dazugehören. Meines Erachtens kommen Franchises da heutzutage nicht drum herum, weswegen ich den ersten Band der Comics hier uneingeschränkt empfehlen kann.


Mass Effect: Erlösung ist erschienen bei Panini Comics, ISBN: 978-3862010110, 100 Seiten, Softcover, 12,99 Euro


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