© Power Bay Dock

Brook Power Bay Dockingstation im Hardware-Test – Der ideale Begleiter für Pendler und Smasher Hardware-Test

Wer viel unterwegs ist und gerne die Nintendo Switch an andere Orte mitnehmen möchte, wird das Problem kennen: Das Original-Dock für die Hybridkonsole ist doch recht sperrig und nimmt viel Platz im Rucksack ein. Das leichte und kleine Power Brook Dock könnte hierfür eine gute Lösung sein – zudem ist dieses Dock besonders für Super Smash Bros. Ultimate-Spieler geeignet, denn ein integrierter Ethernetport soll für eine stabilere Verbindung sorgen und zwei GameCube Controller-Anschlüsse sind integriert, sodass auch ohne Fernseher gesmasht werden kann. Ob sich das Power Brook Dock lohnt und welche weiteren Funktionen das kompakte Gerät bietet, erfahrt ihr in diesem Hardware-Test.


Was man sich als Super Smash Bros. Ultimate-Spieler immer gewünscht hat


Beim Öffnen der Verpackung konnte mich das Power Brook Dock sofort mit der geringen Größe von ca. 9 x 3,3 x 10,1 Zentimetern und dem leichten Gewicht von 166 Gramm begeistern, wodurch das Dock sogar locker in einer Hosentasche oder kleinen Nebentasche im Rucksack Platz hat. In das Gerät eingebaut sind 2 USB-Anschlüsse, 2 Nintendo GameCube Controller-Anschlüsse und Anschlüsse für das Nintendo Switch-Ladekabel, für ein Ethernetkabel sowie für das HDMI-Anschlusskabel.


Das Brook Power Bay Dock im Größenvergleich.

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Um die Nintendo Switch zu verbinden, müsst ihr diese auf den USB-C-Port stecken, der sich genau in der Mitte des Geräts befindet, woraufhin ein grünes Licht zu leuchten beginnt. Die Befestigung funktioniert ohne Probleme und die Nintendo Switch sitzt stabil auf dem Gerät, ohne befürchten zu müssen, dass etwas umkippt oder wackelt. Die Form des Docks erinnert an eine Miniatur-Version des Nintendo GameCubes und hat einen absteckbaren Henkel, der am Gerätboden befestigt werden kann, um den Betrachtungswinkel zu ändern. Das Design ist sehr schlicht und unauffällig – aufgrund der kleinen Größe ist aus der Ferne fast nicht merkbar, dass die Nintendo Switch in einer Dockingstation steckt.


Beim Spielen im TV-Modus sind keine merklichen Unterschiede zum offiziellen Dock von Nintendo zu spüren und der Bildschirm der Nintendo Switch bleibt schwarz, während am Fernseher die Full HD-Wiedergabe in bis zu 60 fps abläuft. Zusätzlich zu den zwei Nintendo GameCube-Controllern – und einer Turbo-Funktion via integriertem Turbo-Button – werden auch zwei Nintendo Switch Pro Controller unterstützt. Zu beachten ist, dass die Brook Power Bay Dockingstation ohne jegliche Kabel geliefert wird und ihr ohnehin das originale Nintendo Switch-Ladekabel nutzen solltet, um ohne Sicherheitsbedenken spielen zu können. Steckt ihr die Nintendo Switch im Standby-Modus in das angeschlossene Dock, so wird diese innerhalb kurzer Zeit aufgeladen, was natürlich auch während des Spielens automatisch geschieht. Ihr könnt auch die Nintendo Switch Lite im Dock aufladen, jedoch ist hierbei keine Wiedergabe am Fernseher möglich. Direkt auf der im Dock steckenden Nintendo Switch Lite das Spiel Super Smash Bros. Ultimate oder andere Spiele zu starten ist möglich, weshalb die Dockingstation auch für Nintendo Switch Lite-Besitzer interessant sein könnte.


Steckt euer Handy an und übertragt den Bildschirm auf den Fernseher.

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Auch integriert ist die Möglichkeit, Videos von eurem Handy direkt auf den Fernseher zu projizieren, wenn ihr dieses an den USB-C-Port des Docks ansteckt. Wichtig ist aber, dass das Handy zudem DisplayPort Alternate Mode unterstützen muss, um die Funktion des Übertragens des Bildschirms auf den Fernseher nutzen zu können, was nicht bei jedem Gerät möglich ist. Wollt ihr beispielsweise die kommende Kazuya-Präsentation mit Masahiro Sakurai vom Handy aus direkt am Fernseher ansehen, so ist diese Funktion als Alternative zum Google Chromecast sehr nützlich.


Das größte Kaufargument für die Brook Power Bay Dockingstation ist das Spielen im Mehrspielermodus unterwegs und im Speziellen das Super Smash Bros. Ultimate-Spielen zu zweit: Kompetitive Spieler werden das Problem kennen, dass Turniere überfüllt sind und keine freien Bildschirme zur Verfügung stehen. Im Handheld-Modus bzw. Tisch-Modus ist normalerweise das Spielen mit Nintendo GameCube-Controllern nicht möglich bzw. nur über den sehr umständlichen Weg eines Nintendo GameCube Adapters in Kombination mit einem weiteren Kabel oder Gerät, das den USB-Anschluss des Adapters mit der Nintendo Switch verbindet. Mithilfe der Power Bay Dockingstation gehören diese Umwege der Vergangenheit an, denn hiermit kann auch ohne Monitor und Stromkabel ganz einfach mit Nintendo GameCube-Controllern über die beiden im Dock integrierten Controller-Anschlüsse auf der normalen Nintendo Switch gespielt werden. Der Blickwinkel auf die Nintendo Switch kann ohne große Probleme über den eingangs erwähnten Henkel verstellt werden. Auch zum Smashen in der freien Natur, im Park oder beispielsweise im Zug oder im Flugzeug eignet sich diese handliche Docking-Station perfekt.


Smashen, wo auch immer ihr wollt!

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Das Wichtigste für Super Smash Bros. Ultimate-Spieler: Wie sieht es mit der Eingabeverzögerung aus, gibt es einen spürbaren Lag? Die gute Nachricht: Alles fühlt sich nahezu genauso flüssig wie bei der offiziellen Nintendo Switch-Dockingstation an und die Latenzzeit ist minimal. Ein klitzekleiner Kritikpunkt sind die Anschlusslöcher für die Nintendo GameCube-Controller, bei denen ein bisschen mehr Widerstand beim Anstecken spürbar ist als beim offiziellen GameCube Controller-Adapter, jedoch dürften eure Controller dadurch nicht beschädigt werden, sowie es bei manchen anderen Third Party-Adaptern der Fall ist.


Mein Test-Exemplar ist die Power Bay Ethernet Dockingstation, welche die neueste Version der Brook Power Bay-Reihe darstellt und mit einem Ethernet-Port und einer Kompatibilität für Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s ausgestattet ist, um für ein flüssigeres Online-Erlebnis zu sorgen. Mit einem Ethernetkabel könnt ihr das Dock mit der Nintendo Switch direkt mit eurem Router verbinden und so potenziell Stabilität in eure Verbindung bringen. Ob die teurere Ethernet-Version der Dockingstation etwas für euch ist, ist jedoch auch abhängig von der Internetverbindung und der maximalen Geschwindigkeit, die ihr zurzeit habt. Verfügt ihr bereits über stabiles Internet oder ist eure Geschwindigkeit auf eine niedrige Obergrenze limitiert, so ist es fraglich, ob ein Ethernetanschluss merkliche Änderungen beim Spielerlebnis zur Folge hat. Die Power Bay Ethernet Dockingstation besitzt kurioserweise einen "Function"-Knopf, den man jedoch nicht drücken kann: Dieser ist ein Überbleibsel der Vorgänger-Version des Geräts, welche etwas günstiger ist und die statt Ethernet über eine Bluetooth-Funktion verfügt, die bei der neuesten Version wiederum bedauerlicherweise fehlt. Wollt ihr über Bluetooth-Kopfhörer Nintendo Switch spielen und ist euch die kabelgebundene Internetverbindung nicht so wichtig, so dürfte die sehr ähnliche Bluetooth-Version des Geräts mehr zu empfehlen sein, die ich jedoch nicht getestet habe.


Ich als jemand, der sich immer ein kleines Dock gewünscht hat, mit dem ich auch unterwegs jederzeit Super Smash Bros. Ultimate mit Nintendo GameCube-Controllern spielen kann, bin von der Brook Power Bay Dockingstation durchaus begeistert. Auch für Leute, die öfters unterwegs sind und zum Arbeitsplatz, zu einem Freund oder zu anderen Orten die Nintendo Switch inklusive Dock mitnehmen wollen, dürfte diese kleine Dockingstation eine lohnenswerte Investition sein. Etwas schade ist lediglich, dass zurzeit noch keine Version des Docks von Brook verfügbar ist, die sowohl Bluetooth-Kopfhörer als auch einen Ethernetanschluss unterstützt. Weitere Informationen, Trailer, Bilder und Kaufoptionen zu den Modellen der Power Bay Dockingstation-Serie findet ihr auf der offiziellen Brook-Webseite.

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Kommentare 10

  • Tisteg80

    Meister des Turms

    Sehr interessant, danke für den Beitrag. Mein Original Dock ging letzte Woche kaputt. Ist einfach tot, keine Funktion mehr. Hab schon ein anderes Original Netzteil drangehängt, hat nichts gebracht. Umgekehrt funktionierte das Netzteil, das dabei war, einwandfrei mit einem anderen Dock. Also liegt es wirklich an meiner Docking Station.


    Inzwischen bin ich sehr ernüchtert, was die Qualität der Hardware betrifft. Joycon Drift mit verschiedensten Chargen, abbrechende kleine Teile der Switch Außenhülle, jetzt das kaputte Dock. Mal sehen wie lange ich mit den Spielen noch Spaß haben kann. Bestimmt keine 20 Jahre, während mein SNES immer noch läuft.


    Also ja, ich werde mir dieses Dock mal anschauen. Irgendwas muss ich ja machen.

  • Antiheld

    Meister des Turms

    Ich finde es gut, dass das Dock kein Aufladen während des Spielens am Fernseher ermöglicht. Das sorgt auf der einen Seite natürlich dafür, dass dieses Dock das offizielle Dock nicht ersetzen kann, weil das für den Dauerbetrieb einfach essentiell ist.


    Das Aufladen während des Spielens am Fernseher ist aber das was dafür gesorgt hat, dass einige Switch-Geräte in Third Party-Docks kaputt gegangen sind. Nintendo nutzt da einen anderen Standard als sonst bei USB-C üblich was dies verursachen kann und weswegen alle nicht offiziellen von Nintendo lizensierten Docks die Switch kaputt machen können, wenn man lädt während man am TV spielt.


    Dann lieber diese Funktion streichen als den Defekt des Geräts riskieren. Jedoch empfinde ich den Preis als zu hoch. Mit dem offiziellen Dock + Adapter zahlt man zwar mehr und ist nicht so kompakt aber dafür fehlt dieses Feature aber auch nicht. Das ist meines Erachtens bei dem Preis ein Dealbreaker.

  • EdenGazier

    Prinzipal der Spiele

    Tisteg80


    Heftig


    Ich hab zwar das Joy Con Prob. Klar mal im Ernst, welche Konsole hat keine Probs irgendwann mit Controller. Das sind die Verschleißteile schlecht hin.


    Der N64 litt schon unter drift Probleme


    Aber egal.


    Bis auf dem Akku. Der nicht mehr die volle Leistung hat. Hab ich echt null Probleme.


    Was für ein Glückskind ich doch bin.


    Naja den drift Problem ist zwar nervig, aber ich tausche meine Analog sticks auch selber

  • Felix Eder

    Neues Mario Football pls!

    Ich finde es gut, dass das Dock kein Aufladen während des Spielens am Fernseher ermöglicht. Das sorgt auf der einen Seite natürlich dafür, dass dieses Dock das offizielle Dock nicht ersetzen kann, weil das für den Dauerbetrieb einfach essentiell ist.


    Das Aufladen während des Spielens am Fernseher ist aber das was dafür gesorgt hat, dass einige Switch-Geräte in Third Party-Docks kaputt gegangen sind. Nintendo nutzt da einen anderen Standard als sonst bei USB-C üblich was dies verursachen kann und weswegen alle nicht offiziellen von Nintendo lizensierten Docks die Switch kaputt machen können, wenn man lädt während man am TV spielt.

    Da hast du vielleicht was falsch verstanden, ein Aufladen während des Spielens am Fernseher ist auch mit diesem Power Bay Dock möglich - also in der Hinsicht ist es ganz gleich wie das originale Dock. Soweit ich weiß führten früher oft Third Party-Powerkabel dazu, dass manche Nintendo Switches früher bei Third Party-Docks kaputt gegangen sind und daher wird auch jetzt stets empfohlen, das Original-Powerkabel zu verwenden.

  • SaylE

    Hier peinlichen Titel eingeben

    Meint ihr die werden als Angebot reingestellt bei den Amazon Prime Days ab morgen?


    Klingt schon ganz nice das ganze :O

  • 5cool3me

    Untap, Upkeep, Draw.

    EdenGazier

    Ich glaube das wirkt immer so, weil sich nur die Leute zu Wort melden, die Problemen haben.


    Ich zb habe eine Day One Switch und ein zweites Paar Joy Cons aus dem Mario Party Bundle, nie Probleme mit der Hardware gehabt, mit der Software schon, Relativ am Anfang hatte die Switch das Problem dass sie sich selbst eingeschaltet hat im standby und auf den hdmi Port gewechselt hat, was übelst nervig war beim TV schauen, da musste ich den Stecker ziehen, und jetzt der System Fehler mit dem 12.0.3 Betriebssystem, werden sie aber bestimmt in den Griff bekommen.


    Aber ich geb dir 100% recht Controller sind absolute Verschleißteile, Vor allem wenn man sowas wie Smash zockt.

  • sardello

    Turmheld

    Ich habe nach und nach meine Joycons eingeschickt, sobald das Problem aufgetaucht war und musste keinen Cent zahlen. Alle 6 Joycons laufen seitdem ohne Probleme. Ansonsten hatte ich keine weiteren Problem und bin ich mit der Qualität der Switch sehr zufrieden.

  • Antiheld

    Meister des Turms

    Felix Eder


    Ja da habe ich tatsächlich im Text was falsch verstanden. Bei der Stelle an der du sagtest, dass die Lite natürlich kein Bild anzeigt, habe ich mich verlesen.


    Das Thema Third Party-Docks und was die dazu geführt hat dies Switch-Geräte zu beschädigen ist echt komplex. Ein USB-C Kabel, welches keinen 56k Ω - Widerstand hat, ist eine definitive Gefahrenquelle. Jedoch nicht die einzige.


    Ich habe mich aber auch noch mal in die Thematik eingelesen und so oder so liegt es nicht unbedingt daran, dass das Bild gleichzeitig angezeigt wurde. Es liegt doch auch an den Docks selbst:

    Das Dock von Brock entspricht zwar laut eigenen Aussagen den PD-Standards um auch Fast-Charging zu erlauben. Ob das mit einem dezidierten PD-Chip erreicht wurde, konnte ich jedoch nicht herausfinden.


    Generell würde ich immer betonen, dass die Nutzung von Third Party Docks nie zu 100% sicher sein kann, auch bei der Verwendung eines offiziellen Netzteils und daher immer auf eigene Gefahr passiert!

  • Tisteg80

    Meister des Turms

    Bei amazon.com gibt es nur zwei Kundenbewertungen für eines der Modelle und beide bemängeln ganz massiv, dass die Downloadgeschwindigkeit bei Verwendung so eines Docks eingebrochen ist. Hm... Ach ich weiß auch nicht. Die Gamecube-Controllerports sind schon nett, aber vielleicht hole ich mir dann doch lieber noch ein originales Dock.

  • Tomberry

    Minish Mage

    Habt ihr zufällig auch ein paar Tests für Löw Budget Modelle? :x