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Huhn und Raupe sind zurück – Adventure Huhn: Das dunkle Herz des Waldes in unserer Comic-Rezension

Künstlerin und Autorin Franziska Ruflair ist mit Adventure Huhn ein tolles Debüt gelungen, das mit einer überraschenden kleinen Geschichte, skurrilen Charakteren und witzigen Dialogen punktete. Vor nicht allzu langer Zeit habe ich euch das Buch bereits an dieser Stelle empfohlen. Nun liegt der Nachfolger vor und dieses Mal geht es auf ein neues Abenteuer in „Das dunkle Herz des Waldes“.


Spiegelt sich dort der Tod im Wasser?

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Das klingt erst einmal ziemlich düster und das wird es im Verlauf der Geschichte auch, doch zunächst noch einmal zur Erinnerung, was hat es mit der Reihe (zwei Bücher sind ein Franchise? Wer weiß?) auf sich? Vor allem die beiden Protagonisten Raupe Susan und Huhn ergänzen sich in ihren Eigenschaften und bilden zusammen ein tolles Team. Im Grunde sind beide mehr oder weniger unfreiwillig gemeinsam unterwegs, fast wie in einer guten Buddy-Komödie. Huhn ist einfach furchtbar hilfsbereit und verliert sich dann auch im Aushelfen, wenn es nach und nach immer mehr Leuten zur Seite stehen möchte. Das bringt Raupe Susan nicht nur einmal auf die Palme, schließlich möchte sie sich endlich zu einem vollständigen Schmetterling verpuppen.


Zu Beginn des neuen Buches finden wir eine kurze illustrierte Zusammenfassung der Ereignisse aus dem ersten Buch, was für Neueinsteiger interessant sein dürfte. Aber auch so könnt ihr direkt in das neue Buch einsteigen und entdeckt gleich den neuen Bösewicht für die Geschichte. Währenddessen finden wir Raupe und Huhn bei einem „Forrest Gump-Moment“ auf einer Wanderung wieder. Sie lassen sich treiben und stolpern, wie sollte es auch anders sein, in ihr nächstes Abenteuer. Ich glaube, in Begleitung von Huhn geht das auch nicht anders.


Sie treffen auf ihrer Reise zunächst auf ein kleines Männchen, das auf einem Dackel sitzend ein paar Bücher ausliefert. Streng geheim und noch frisch vom Verlag, das darf niemand wissen. Kurz darauf trennen sich die Wege (sehr zum Leidwesen von Huhn, aber zur Freude des Dackels) und es stellt sich heraus, dass Huhn ganz zufällig und natürlich völlig unbeabsichtigt ein Buch hat mitgehen lassen. Das wäre nicht weiter aufregend, würde es sich dabei nicht um das neue Buch von Madame Mafalda handeln, einer Bestseller-Autorin im Bereich der Raupen-Literatur. „Dein innerer Schmetterling“ heißt dann auch das Lieblingsbuch von Raupe und wurde ebenfalls von Madame Mafalda geschrieben.


Während sie so durch den Wald stapfen, merken sie gar nicht, wie nah sie dem Territorium des Fünfkopfes gekommen sind, dem Schrecken des Waldes. Zum Glück werden sie von einigen anderen winzigen Kreaturen wie einem Stock oder einer Kastanie mit Beinen „gerettet“ und dürfen sie zu Tante Mafalda (©) begleiten. Es muss hier nicht weiter erwähnt werden, dass Raupe nun ganz außer sich ist, sie trifft nun die beste Autorin der Welt ganz persönlich. Na ja, so ein wenig zumindest und irgendwie anders als Raupe es sich vorstellt. Sagen wir es so, Madame Mafalda weiß sich und ihre Produkte gut zu verkaufen, was im Anschluss an das Treffen dann noch die eine oder andere Eskapade in der Geschichte ausmacht.


Adventure Huhn: Das dunkle Herz des Waldes ist erschienen beim Avant Verlag, ISBN: 978-3-96445-044-9, 136 Seiten, vierfarbig, Softcover, 16,00 Euro


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Unser Fazit

Meinung von Dennis Gröschke

Konsum- und Gesellschaftskritik werden in das dunkle Herz des Waldes geschickt in die Geschichte mit eingewoben. Schließlich entpuppt sich Madame Mafalda als manipulative Mistkröte, was Raupe ein wenig vor den Kopf stößt. Dennoch webt Franziska Ruflair wieder etliche popkulturelle Verweise und auch witzige Dialoge in ihre Erzählung mit ein. Das hohe Niveau des Erstlings wird locker wieder erreicht und unsere Helden – ja, sie bezeichnen sich am Ende des Buches selbst so – durchlaufen eine kleinere Entwicklung. Das dunkle Herz des Waldes ist erneut ein spaßiges und kurzweiliges Vergnügen mit etlichen Anleihen an Buddy-Komödien. Huhn und Raupe sind einfach ein Duo zum Gernhaben und lassen sich weiterhin nicht von ihrer Umgebung beirren. Nur das mit dem Drachen, der im ersten Buch angedeutet wurde, darüber müssen wir nochmal sprechen, Frau Ruflair.
Mein persönliches Highlight: Der Kurzauftritt vom Dackel am Anfang des Buches.

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