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Margo Maloo Band 2 – Die Monster-Mall in unserer Comic-Rezension

Es kommt selten vor, dass wir uns in unserer Familie einig sind, was einen neuen Comic angeht. Von den geheimnisvollen Akten der Margo Maloo waren wir alle durchweg begeistert. Eine tolle Geschichte mit einigen Twists, die aber nie zu viel verrät. Dieses Gefühl trägt sich auch im zweiten Band namens „Die Monster-Mall“ nahtlos weiter, der fast ohne Umschweife dort weitermacht, wo der erste Band endete. Wir erinnern uns, dass der Vater vom Protagonisten Charles in einer neuen Stadt namens Echo City ein Hotelgebäude erworben hatte, in dem die Familie wohnt und das – wieder flott gemacht – auch als Hotel fungieren soll. Doch in diesem Hotel treiben sich nicht nur die Menschen um, die dort wohnen, auch andere Lebewesen und insbesondere Monster haben sich dort bereits eingenistet. Wie gut, dass Charles relativ schnell vom Mädchen Margo Maloo erfahren hat, die einen besonderen Zugang zu den Monstern zu haben scheint.


Gemeinsam mit Charles wurden wir in die Welt der Monster und von Margo eingeführt. Das geschieht durchaus mit bekannten Wesen wie Trollen oder Kobolden, kommt aber dennoch mit vielen weiteren fantasievollen Situationen daher. Charles darf daher Margo bei einigen Abenteuern begleiten und als ihr Assistent mitkommen, allerdings darf er darüber nichts in seinem Blog veröffentlichen. Zu Beginn des zweiten Bandes wird Charles dann aufgefordert zu Margo Maloo ins Büro zu kommen, ans andere Ende der Stadt. Also macht er sich auf den Weg und macht sich unterwegs Notizen für seinen Blog:


„Zum ersten Mal seit der Sache mit den Ogern unterwegs…

Höchste Zeit! Ich muss diese Stadt kennen wie meine Westentasche. Ich hoffe nur MM hat recht und die Oger haben sich inzwischen beruhigt. MM weiß alles über Monster und ich will alles von ihr lernen! Es ist gewissenmaßen meine Pflicht! Aber MM lässt sich nicht in die Karten schauen – wie kann ich sie dazu bewegen, mir ihre Geheimnisse anzuvertrauen? Wer bist du, Margo Maloo? Was verbirgst du? Und wie weit reicht diese Monstergeschichte?“


Was werden Charles und Margo in der Monster-Mall finden?

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Vor Ort bei Margo stellt sich heraus, dass die Lage ernster ist als gedacht. Für die Monster wohlgemerkt, nicht für die Menschen. Die Monster müssen versteckt bleiben, so will es der Kodex, denn ein Monster darf sich nie einem Menschen zeigen. Das wird allerdings immer schwieriger, besiedeln die Menschen doch immer mehr Bereiche und lassen den Monstern kaum noch Gebäude und Plätze übrig, an denen sie in Ruhe leben können.


Passenderweise werden Margo und Charles anschließend zu einem Wohnhaus gerufen, in dem es auf dem Dachboden spukt und wo die Kinder des Hauses scheinbar den Streichen eines anderen Wesens ausgesetzt sind. Nach einigen Recherchen stellt sich heraus, dass ein Wicht hier sein Unwesen treibt, der den Kontakt zu seiner Familie verloren hat, die hier bis vor Kurzem noch lebte.


In der zweiten Geschichte verschlägt es Charles und Margo dann anschließend in die namensgebende Monster-Mall, in der eine jugendliche Gruppe von Vampir-Musikern ihr Unwesen treibt. Abgerundet wird das Buch mit einem kleinen Epilog, der erneut neugierig auf eine Fortsetzung macht. Auch wenn wir als Leser nach und nach ein paar Informationsfetzen mehr zu Margo Maloo und ihrer Arbeit erhalten, lässt uns Autor und Zeichner Drew Weing nicht vollständig hinter die Kulissen schauen.


Aus optischer Sicht ist auch der zweite Band ein Genuss und fängt den Leser von der ersten Seite an wieder ein. Hier und da ein wenig verschroben, aber immer phantasievoll inszeniert Weing seine Figuren und Szenerien. Das ist niemals beängstigend, aber in sich stimmig und auch hier und da einmal farbenfroh, auch wenn es sich hier meist um gedeckte Farben handelt.


Wenn ihr euch selbst ein Bild vom Artwork zu Margo Maloo 2: Die Monster-Mall machen möchtet, findet ihr hier ein paar Eindrücke auf der Verlagsseite.


Die geheimnisvollen Akten von Margo Maloo 2: Die Monster-Mall ist erschienen bei Reprodukt, ISBN: 978-3-95640-259-3, 64 Seiten, farbig, 21 x 29 cm, Hardcover, 18 Euro


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Unser Fazit

Meinung von Dennis Gröschke

Gekonnt führt Drew Weing die Geschichte um Margo Maloo und ihre Monster-Akten weiter. Hier und da lässt der Autor ein wenig mehr Informationen für den Leser fallen, offenbart aber nicht die vollen Geheimnisse rund um seine Titelheldin, wobei wir Leser nicht wissen, ob Margo eine Heldin ist oder sein möchte. Das ist auch für Kinder ab 8 Jahren interessant und reizvoll, behandelt Margo die Monster, die neben den Menschen unter uns wohnen, mit höchstem Respekt und achtet ihre Regeln. Sie könnte dabei eine vermittelnde Rolle zwischen Menschen und Monstern einnehmen und hat in Charles wohl einen interessierten Kumpanen gefunden, der als Projektionsfigur für uns Leser dient. Dabei bleibt es bis zum Schluss spannend und auch am Ende dieses Bandes wissen wir nicht, ist Margo schlussendlich vielleicht auch mehr Monster als Mensch?
Mein persönliches Highlight: Weiterhin die Gestaltung der Monster und deren Verhalten

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