© Altraverse

Trash-Game-Hunter auf der Suche nach dem neuesten Kick – Shangri-La Frontier in unserer Manga-Rezension

Rakuro ist ein Gamer, wie er im Buche steht. Doch der 17-jährige Jugendliche hat eine Vorliebe für schlechte Videospiele, er ist ein sogenannter Trash-Game-Hunter. Gerade eben erst hat er mit Faeria Chronicle Online eines dieser Spiele beendet und sinniert noch über die Unzulänglichkeiten des Spieles, da macht er sich schon Gedanken über das nächste üble Game. Also macht er sich auf in den Videospiel-Laden seines Vertrauens und lässt sich vor Ort dann von der Besitzerin des Geschäftes zu einem neuen populären Spiel überreden. Jedoch scheint es sich dabei nicht um ein Trash-Game zu handeln, sondern um ein richtig gutes Videospiel, was von vielen Menschen auf der Welt gespielt wird. Rakuro lässt sich noch ein wenig über die Spielbalance und miese Grafik von Faeria aus, macht sich dann zu Hause aber dennoch erst einmal über das neue Spiel schlau: Shangri-La Frontier.


Konzentrierter Blick, zwei Klingen und bereit für den Kampf!

© Altraverse

Ein „Full-Dive-VR-Game“ mit 30 Millionen registrierten Spielern kann ja schon mal nicht so schlecht sein. Also zieht er sich seine VR-Brille auf und versinkt ins Spiel. Er gibt sich redlich Mühe bei der Erstellung seines Charakters, so etwas ist er von den Trash-Games in der Regel ja nicht gewohnt. Am Ende steht er als beidhändiger Söldner mit einer starrenden Vogelmaske ausgerüstet im Spiel und startet in einem Wald. Wir Leser sehen und lesen nun seine Erlebnisse in der Videospielwelt und wie er sich dort mit seinem Avatar namens Sunraku schlägt.


Gleichzeitig bekommen wir die Gedankengänge von Rakuro präsentiert und sehen gleichzeitig auch die Auswirkungen seines Handelns, wenn wir die ersten Schritte und Kämpfe hautnah mit verfolgen. Schnell steigt er Erfahrungsstufen innerhalb des Spiels auf und erkundet das Startgebiet. Die typische erste Stadt für Anfänger des Spieles lässt er links liegen und schlägt sich lieber durch den wild wuchernden Wald. Hin und wieder trifft er auf Gegner und bekommt es dann auch mit einem Killerkaninchen zu tun. Diese Begegnung macht ihm zunächst keine große Mühe, jedoch wird er im Verlauf der Geschichte später noch auf weitere Kaninchen stoßen. Dann werden sie auch zu einem Teil der Story. Doch zunächst steht die Überquerung einer Schlucht an, auf der anderen Seite wartet dann die nächstbeste Stadt namens „Sekundir“ (die zweite Stadt im Spiel). Bevor er jedoch dorthin gelangen kann, muss er die gefräßige Riesenschlange bezwingen, die den Eingang zur Brücke über die Schlucht bewacht. Dieser Kampf wird ihn einiges an Kraft und Energie kosten, während an anderer Stelle (nur für uns Leser ersichtlich) schon ein sehr erfahrener Spieler nach ihm sucht.


Ich hatte diesen Manga eigentlich für meinen Sohn gekauft, um ihn auch mal für eine neue Reihe zu interessieren. Das Thema Videospiele passte da wie die Faust aufs Auge und er hatte auch seinen Spaß mit der Geschichte. Nun hab ich mir selbst das Buch geschnappt und bin sofort in die Welt von Shangri-La Frontier (oder auch kurz im Buch als ShanFro bekannt) eingetaucht und habe mich mit den Gedanken und Überlegungen von Rakuro identifiziert. Welche Waffen wähle ich, welchem Beruf gehe ich im Spiel nach? Auf welche Charakter- und Eigenschaftswerte legt Sunraku seinen Fokus und wie funktioniert das Kampfsystem? Als Gamer fühlt man sich sofort heimisch und muss immer wieder schmunzeln.


Seinen Ursprung hat Shangri-La Frontier mit der Geschichte von Autor Katarina und den Zeichnungen von Ryosuke Fuji in Japan im Weekly Shounen Magazin. Altraverse hat uns nun den ersten Sammelband nach Deutschland geholt und veröffentlicht. Die Geschichte ist für Videospieler zu empfehlen, aber auch Rollenspieler werden ihre Freude haben. Die Zeichnungen sind gelungen und fangen die Action jederzeit gut ein, lassen aber auch Details nicht aus.


Wenn ihr euch selbst ein Bild vom Artwork zu Shangri-La Frontier machen möchtet, findet ihr hier ein paar Eindrücke auf der Verlagsseite.


Shangri-La Frontier Band 1 ist erschienen bei Altraverse, ISBN: 978-3-96358-815-0, 212 Seiten, 18,5 x 12,8 cm, Softcover, 7,00 Euro


Jetzt Shangri-La Frontier bei Bücher.de bestellen


Jetzt Shangri-La Frontier bei Amazon bestellen


Unser Onlinemagazin ntower ist Mitglied der Affiliate-Netzwerke Amazon PartnerNet, Awin, Webgains, Media Markt E-Business GmbH und Saturn online GmbH. Bei einer Bestellung über einen unserer Affiliate-Links erhalten wir über den jeweiligen Shopbetreiber eine variable Provision. Für Endkunden entstehen keine Zusatzkosten.

Unser Fazit

Meinung von Dennis Gröschke

Shangri-La Frontier hat mich positiv überrascht. Eigentlich als Snack für Zwischendurch für meinen Sohn gekauft, konnte mich die Geschichte rund um das Online-Rollenspiel und Rakuro direkt abholen. Das ist keine Story, die euch überrascht oder fordert, aber als Gamer und Rollenspieler macht das alles sehr viel Spaß und erinnert an so manche eigene Erfahrung in diesem Bereich. Tolle Zeichnungen der Action und auch die detaillierten Figuren der Online-Welt runden das Vergnügen ab. Wir können Band 2 gar nicht erwarten.

Teilen

Kommentare 1

  • Masutari

    Turmheld

    Ich warte auch schon sehnlichst auf Band 2.

    Leider wurde auch hier schon der Anime für wie Winterseason angekündigt, was für mich meist heißt, dass ich den Manga nicht mehr kaufe, da ich dann lieber schaue.