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Diese Spiele machen beim zweiten Mal mehr Spaß Spezial

„Spiel noch ein wenig. Ab da wird es erst richtig gut!“ Vermutlich jeder dürfte diesen Satz in Verbindung mit einem Spiel, das entweder seine Zeit braucht, um wirklich unterhaltsam zu werden, oder langwierige Tutorials aufzwingt, die den besten Teil zurückhalten, gehört haben. Obwohl diese Aussage tatsächlich häufig zutreffen mag, gehen nur wenige Spiel auch darüber hinaus und bereiten erst beim zweiten Durchlauf richtig Freude. Doch woran liegt es, dass manche Spielerfahrungen erst mit gewissen Vorkenntnissen ihr volles Potenzial entfalten und wie funktioniert das überhaupt? Mit der Aussicht, eine Handvoll Spiele wieder auf euer Radar zu rufen, stellen wir euch in diesem Spezial vier einzigartige Titel vor, die nicht nur eine weitere Chance verdienen, sondern möglicherweise erst dann ihre Vorzüge unter Beweis stellen.


The Legend of Zelda: Majora’s Mask


The Legend of Zelda: Majora’s Mask ist der letzte Ableger der Reihe, den man einem Anfänger als Einstiegstitel empfehlen würde. Der beherrschende Zeitdruck, die aufeinander abgestimmten Rätsel und unzählige Nebenaufgaben in Kombination mit der bizarren Handlung lassen das ursprüngliche Nintendo 64-Spiel selbst innerhalb der facettenreichen Reihe hervorstechen und machen Majora’s Mask sogar für eingefleischte Fans zu einer echten Herausforderung. Zum Teil liegt dies am Zeitsystem, das gewisse Ereignisse an ein jeweiliges Timing bindet und Fehlschläge damit bestraft, den 3-Tage-Zyklus wieder von vorne beginnen zu lassen. Und da man vorher nicht wissen kann, welche Charaktere zu welchen Zeiten Nebenaufgaben bereithalten und man nur ungefähre Hinweise erhält, kann ein erster Durchlauf von Frust und Enttäuschung geprägt sein.


Mit der richtigen Strategie wird die Zeit euer Freund.

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Doch gerade dieser Frust ist der Antrieb, es beim zweiten Mal besser zu machen. Auch wenn es zur Atmosphäre des Spiels passt, Fehler zu machen und die Trostlosigkeit der verschiedenen Charaktere zu spüren, schenkt ihr der Geschichte beim zweiten Mal wahrscheinlich weniger Beachtung. Dadurch könnt ihr euch besser auf den einzigartigen strategischen Aspekt des Spiels konzentrieren, der sich bisher entweder gar nicht oder nur sehr oberflächlich im Franchise zeigte.


Fehleinschätzungen geschehen seltener und nachdem man erst mal einen ganzen Zeitzyklus sinnvoll und taktisch ausgeschöpft hat, kommt das erfüllende Spielgefühl auf, das beim ersten Durchlauf vielleicht völlig ausblieb. Es mag zwar stimmen, dass sich der Inhalt an sich nicht ändert und lediglich die Herangehensweise eine andere ist, trotzdem gleicht kein Spielstart dem vorherigen.


Während die Masken zu Beginn das primäre Feature von Majora’s Mask darstellen und das Zeitsystem euch wie der Mond im Nacken sitzt, wechseln sich die Rollen in allen zukünftigen Versuchen und machen die Gesichtsbedeckungen zu bloßen Mitteln, das beste aus der euch gegebenen Zeit zu machen. Wer Majora’s Mask nichts abgewinnen konnte, weil der Zeitdruck zu sehr für Stress sorgte, sollte dem Ganzen eine neue Chance geben und das anfängliche Hindernis der Zeit stattdessen als Grundstein für ein außergewöhnlich taktisches The Legend of Zelda-Abenteuer betrachten.


Pikmin 3 Deluxe


Fast ein Jahr ist es her, seitdem Nintendo die Wii U-Perle für die Nintendo Switch erneut veröffentlichte und den Strategietitel mit einigen Erweiterungen versah. Wie schon der Erstling setzt Pikmin 3 Deluxe auf ein taktisches Tagessystem, in dem ihr bis zum Sonnenuntergang so viele Aufgaben wie möglich bewältigen müsst, bevor die nachtaktiven Kreaturen auf die Jagd gehen. Voraussicht und das richtige Zusammenwirken der drei spielbaren Charaktere nehmen dabei eine wesentliche Rolle ein und geben dem Spiel die strategische Tiefe, die Fans seit dem Serienstart zu schätzen wissen.


Habt ihr das Abenteuer einmal erlebt, kennt ihr größtenteils die Struktur sämtlicher Level und müsst bei einem weiteren Durchlauf keine Zeit verschwenden, euch erst mal mit der Umgebung vertraut zu machen. Demnach könnt ihr euch vollständig auf den taktischen Aspekt des Gameplays konzentrieren und geht das Ganze mit einer gänzlich neuen Spielweise an. Zu sehen, wie man das Spiel hierbei womöglich doppelt so schnell beendet, ist unheimlich zufriedenstellend und lässt die Unsicherheiten des Einstiegs komplett vergessen. Obwohl dies für die gesamte Reihe zutrifft und jeder Ableger diese Spieldesignphilosophie verfolgt, geht gerade Pikmin 3 Deluxe darüber hinaus und lockt mit zusätzlichen Funktionen. Während die Herausforderungen vorher immer gleich blieben und lediglich euer Anspruch an ein besseres Ergebnis die Schwierigkeit definierte, besitzt der Port zum ersten Mal weitere Schwierigkeitsgrade und einen Zweispielermodus. Ob also nun die Pikmin alleine, gemeinsam oder unter kniffligeren Umständen kommandiert werden, ist euch überlassen. Fakt ist, dass all diese Funktionen für einen besseren, neuen Spieldurchlauf sorgen.


Dark Souls: Remastered


Dark Souls: Remastered bedarf vermutlich keiner Erklärung. Nur selten definieren Spiele ein Genre so ausschlaggebend und werden dauerhaft als Maßstab herangeführt, was die Schwierigkeit betrifft. Hierbei war es jedoch niemals die Absicht, den Spieler grundlos zu frustrieren, sondern die Herausforderung als Mittel einzuführen, eine glaubhafte, trostlose Welt aufzubauen, in der selbst der kleinste Mensch das größte Unheil mit genug Durchhaltevermögen bezwingen kann. Umso weniger überraschend ist es, dass der erste Durchlauf in purer Verzweiflung enden kann und wahrscheinlich zahlreiche Controller wie die eigene Spielfigur selbst zugrunde gehen mussten. Ähnlich wie in Majora’s Mask erlebt ihr die Ausweglosigkeit der Spielwelt in ihrer vollen Gänze und die Geschichte damit genau so, wie es vorgesehen ist.


Noch mal werdet ihr nicht so häufig sterben.

© FromSoftware, Inc, BANDAI NAMCO Entertainment

Ist die Welt aber einmal „gerettet“ und die anfänglichen Schwierigkeiten einigermaßen überwunden, lockt ein weiterer Versuch mit einem neuen Moveset, bei dem ihr euch möglicherweise auf völlig unterschiedliche Attribute konzentrieren könnt und die Spielweise damit komplett verändert. Zudem fallen euch die Bosskämpfe wesentlich leichter und ihr dominiert die meisten Gegner fast problemlos. Auf dem ersten Blick mag dies widersprüchlich wirken, immerhin gehört es zum Spiel dazu, herausgefordert zu werden – und was wäre ein Dark Souls ohne die gehörige Portion Tod?


Doch genau diesen Wechsel hat Dark Souls im Vergleich zu vielen anderen Titeln verstanden. Es ging stets darum, eine scheinbar übermächtige Hürde zu überwinden – dass ihr danach als erfüllendes Erfolgserlebnis den Spieß umdreht und immer seltener sterbt, ist Teil der Erfahrung. Die erhaltenen Seelen mögen zwar schön und gut sein, aber einen Bossgegner, der euch zahllose Stunden gekostet hat, bei einem neuen Durchlauf auseinanderzunehmen, ist die wahre Belohnung dieses Titels.


Selbstverständlich beinhaltet das Spiel viele weitere Gründe, ein weiteres Mal in die Welt der Untoten zu tauchen. Ihr versteht gewisse Charakterbezüge vielleicht besser, testet oder perfektioniert neue Waffen oder geht gemeinsam mit einem weiteren Spieler auf die Jagd nach Seelen. Dark Souls ist das Paradebeispiel dafür, ins kalte Wasser geschmissen zu werden, sei es spielerisch oder erzählerisch, weswegen ein zweiter Versuch mit neugewonnenen Kenntnissen und Erfahrungen sicherlich sehr viel unterhaltsamer sein wird.


The Wonderful 101: Remastered


An und für sich könnte an dieser Stelle so ziemlich jedes Spiel von Spieledirektor Hideki Kamiya stehen. Ob Bayonetta, Viewtiful Joe oder Devil May Cry – sie alle wirken auf dem ersten Blick nicht besonders einsteigerfreundlich und überfordern vor allem Genredebütanten schnell mit ihren ausgeklügelten Kampfsystemen und prachtvollen Komboangriffen. Kurze Runden zwischendurch mögen zwar durchaus in leichteren Schwierigkeitsstufen möglich sein, werden aber mit Sicherheit nicht zum Erfolg am Ende einer jeden Mission führen. So frustrierend der Einstieg auch sein kann, verbindet diese Spiele eine motivierende Lernkurve, die sich langsam, aber sicher zeigt, aber womöglich einige Spielstunden benötigt, um wirklich ihren vollen Effekt zu entwickeln. Doch weshalb steht gerade The Wonderful 101: Remastered stellvertretend für diese Spiele?


Die Lernkurve in The Wonderful 101: Remastered ist besonders erfüllend.

© PlatinumGames

Anders als die Genrekollegen besteht die Versammlung von unterschiedlichen Superhelden nicht nur aus dem gewohnten actionlastigen Kampfsystem, sondern setzt gleichermaßen auf ein außergewöhnliches Gameplay, das es so bisher in keinem Titel dieser Art gab. Mit dem rechten Stick arrangiert ihr die Arme von euren Helden zu übergroßen Formationen, die als Ausgangspunkt für jegliche Kombinationen dienen und wahlweise miteinander verknüpft werden können. So hebt ihr Gegner mit dem Schwert in die Höhe, um anschließend kräftige Faustschläge auszuteilen oder mit der Pistole zusätzlichen Schaden zu erzeugen.


Was nun so wie die einfache Aneinanderreihung von Standardangriffen in ähnlichen Spielen klingt, ist das Ergebnis von stundenlangen Erfahrungen, die das Kampfsystem mit jeder Sekunde besser und intuitiver machen. Im Gegensatz zu anderen Action-Titeln müsst ihr nämlich jede Attacke vorher gewissermaßen zeichnen, was zunächst extrem gewöhnungsbedürftig sein kann und vielleicht häufig nicht klappt. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber an diese Eigenheit und lernt immer mehr, mit dem innovativen Gameplay umzugehen.


Genau aus diesem Grund scherzen Fans oftmals darüber, dass man mit dem Anblick des Abspanns erst das Tutorial beendet hat und nun im zweiten Durchlauf das ganze erlernte Können unter Beweis stellt. Optionale Manöver und brandneue Charaktere unterstützen dieses Vorhaben und da sich jede Mission aufgrund der überspringbaren Zwischensequenzen und dauerhaften Action niemals langsam oder träge anfühlt, kann es unheimlich motivierend sein, die perfekte Bewertung am Ende anzupeilen. Während andere Spiele hauptsächlich auf einfache Vorkenntnisse oder die perfekte Vorbereitung setzen, hängt der Spaßfaktor von The Wonderful 101 primär von eurem Willen zur Verbesserung ab, weswegen es der zweite, dritte oder vielleicht auch einhundertunderste Durchlauf sein kann, der euer Potenzial wirklich hervorbringt.


Doch nun seid ihr an der Reihe. Welche Spiele haben euch beim zweiten Mal mehr Spaß gemacht und woran lag das? Teilt uns eure Vorschläge in den Kommentaren mit.

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Kommentare 30

  • Matchet1984

    The Musician

    Ein Spiel das mir beim zweiten spielen mehr Spaß gemacht hat ist Super Mario 3D World, weil man später einen 5. Charakter freischalten kann und als ich diesen verwendete machte mir das schon großartige Spiel noch ein bisschen mehr Spaß. Bei Bloodborne ist es bei mir genauso wie für manche mit Dark Souls. Spielt man das zum ersten mal, dann wird man sicher sehr oft scheitern. Spielt man es zum zweiten mal, dann weiß man worauf man achten muss und wird vorsichtiger und eignet sich einen anderen Spielstil an und passt sich somit den Gegebenheiten des Spiels an.

  • Ande

    Meister des Turms

    Mario Galaxy. Das ganze Spiel nochmals mit Luigi durchspielen. :luigi_stare:

  • Rye

    GBA-Freak, Musik-Freak

    Majoras Mask.. <X

    Mein unliebsamstes Zelda Spiel.

    (Ich verachte Spiele mit Zeitlimit Gimmick*... Manchmal Zeitlimit, ok aber immer ? Neh)

    OoT dagegen: Super. Legendär gutes pacing und sehr viel Content.


    *Ich weiß man behält viel von seinem Inventar wenn man 'zurückspult', ich mags aber nicht wenn man mir zuviele Vorschriften macht. Ein Spiel ist kein Damokles Schwert...


    Pikmin, evtl.

    101 def nicht...


    Ich kann eig. nur Battle Network 4 als beim "zweiten mal" mehr Spaß machend nennen...

    (Was eher als Witz zu deuten ist, da mans mind. 3 mal durchspielen muss.... haha)

    Aber dann stempelt man mich noch als Masochisten ab...

    Trotzdem mein Lieblingsspiel. V.a. im Multiplayer :thumbup:

  • Isamu17

    Feurige Maid

    Undertale, das ist aufs mehrfach spielen ausgelegt


    Aber das macht eigtl in jedem Run Spaß, manches versteht man aber erst wenn mans schon einmal gespielt hat.

  • YamiCola

    Turmheld

    Ich habe tatsächlich noch nie einen Pikmin Teil durchgespielt, weil ich immer versuche das keiner stirbt. Das benötigt immer so viel Zeit und nerven, dass ich irgendwann keine lust mehr habe. xD

  • otakon

    Ssssssssswitch

    Ich spiele kein Spiel ein zweites Mal durch, jedenfalls nicht sofort oder ohne bestimmten Grund.

    Es gibt viel zuviele interessante Spiele und ich hab eh nicht besonders viel Zeit als das ich diese mit dem gleichen Spiel einfach so verschwende.

    Wenn mir ein Spiel sehr gut gefallen hat und später neu aufgelegt/remastered wird oder umfangreicher wieder veröffentlicht wird oder ähnliches dann vielleicht.

    Klassiker von früher (die meist eh kurz sind) oder fighting Games bilden eine Ausnahme.


    Spiele wie Undertale oder Nier Automata die aus bestimmten Gründen mehrmals gespielt werden müssen sind natürlich ne Ausnahme, da gehören die mehreren Durchgänge aber eh zum Spiel dazu.

  • Terranigma

    ꧁Synthwave꧂

    Schon bevor ich draufgeklickt hatte dachte ich mir "wenn Dark Souls nicht in der Liste vorhanden ist, dann stimmt was mit der nicht". Zum Glück wurde ich vom Turm nicht enttäuscht :).

  • BSnake

    Club Nintendo Mitglied

    So viel Zeit hätt ich gern, dass ich Spiele mehrfach durchspielen könnte :ugly:

  • Chris.P.Bacon

    Turmknappe

    Wind Waker war schrecklich auf die Gamecube aber auf die Wii U machte es deutlich mehr Spass!

  • Solaris

    Nostalgiebrillenträger

    Majoras Mask und Wind Waker haben mit sich erst richtig Spaß als 3DS und HD Version gemacht. Sekiro wollte ich auch zuerst abbrechen, aber hab mich dann durchgeboxt bis es anfing Spaß zu machen und ich die Gegner vermöbelt hab. The Witcher 3 fand ich am Anfang auch etwas zäh, hatte den 2. Teil nur 3h gespielt und fand es am Ende großartig. Manchmal brauch es eben länger, bis man einem Spiel ganz verfallen ist.

  • Tomek2000

    Meister des Turms

    Ihr habe wirklich zwei Spiele ausgewählt auf die das wirklich zu trifft ….


    Dark Souls genießt man im zweiten Durchlauf mehr und kann so die Atmosphäre und das Drama der Spielewelt besser aufsaugen und Zelda MM wird bei jedem weitere. durchspielen immer besser und irgendwann wird auch der Zeitdruck ein Teil von einem selber …

  • DerFabian

    Gaming since 1992

    Ich weiß, ist nicht Nintendo, aber dass hier noch keiner Nier Automata geschrien hat … :love:


    Ansonsten werde ich bald mal BOTW neu starten, wenn wir ein Release-Datum vom Nachfolger haben. Stellenweise bin ich da nicht mehr so in der Story.


    Auch Oxenfree ist ein herrliches Spiel. Jeden Abend ein neuer Lauf und quasi immer ein anderes Ende.

  • SaylE

    Hier peinlichen Titel eingeben

    İch frage mich, ob Metroid Prime 2 eins dieser Spiele sein könnte.


    Mit der Zeit wurde das Spiel echt mega zur Qual mit dem ganzen Backtracking zwischen zwei Welten.


    Kann mich gerade an kein Spiel erinnern, dass mir erst kaum bis gar keinen Spaß gemacht hat, aber mit der Zeit dieser Faktor sich dann komplett gedreht hat :O


    Spiele, in die man Zeit reinstecken muss um besser zu werden gibt es dann doch schon paar mehr :O


    Ein wichtiger Faktor ist auch, dass ein Spielelement eventuell Zeit braucht bis man es versteht. Wenn es dann Klick macht wird das Spiel noch mal um einiges unterhaltsamer.

    Da muss ich an einen Großteil der Riddle-Rätsel bei Batman Arkham City auf der Wii U, und an das Kombo-System von Pokemon Puzzle League (sooo nice, wenn man immer schneller wird und dann mal eine 12(+)'er-Kombo raushaut) denken.

  • Haby

    Blackmaster

    Bei Pikmin 3 Deluxe gebe ich euch vollkommen Recht; wobei mich das Ende nervt denn dies ist sehr mit Druck verbunden.

    Daher werde ich den zweiten Playfull nicht zu Ende spielen, sondern nur bis zum Ende!

    Da ich die anderen gennanten nicht gespielt habe, kann ich hierzu nichts sagen.

    Die 2D–Zeldas kann man aber auch alle noch ein zweites Mal spielen, mit den Hero–Modus macht man dies eh!

  • Wowan14

    Gamer aus Leidenschaft

    Puh ich glaube ich könnte keinen TItel nennen der mir beim zweiten Spielen mehr Spaß bereitet hat. Gerade neues entdecken und die Story zum ersten Mal erleben gehört für mich zum Spaß dazu und das alles fällt beim zweiten Durchgang flach.

  • megasega2

    Turmfürst

    Es gibt eher Spiele, die mir beim zweiten Mal keinen Spaß mehr gemacht haben und wo ich mir dann dachte: Wie um alles in der Welt war das mal eines deiner absoluten Lieblingsspiele. Der Top-Kandidat ist hier Wipeout. Bis auf die epische Musik finde ich das Spiel mittlerweile extrem altbacken und langweilig. Als HD Remake 5 Minuten gespielt, wieder verkauft, grauenhaft :ugly: Und dabei gehörte das mal zu meinen Top 10 Spielen.


    Ein Spiel, das ich immer wieder spielen kann ist Super Mario 64. Auch Super Mario World, Sonic 2, die DK Country-Trilogy und Wii Sports sind Titel, die mir nie langweilig geworden sind. Generell bin ich den Top-Titeln der SNES und Mega Drive-Ära nie überdrüssig geworden. Das gleiche gilt für N64, Dreamcast und Wii. Und die XBOX 360 als Peak der Konsolen überhaupt, auf der es so viele tolle Spiele (Ideen) gab.


    Aber dass ich einen Titel beim zweiten Mal spielen besser fand, ist mir noch nie passiert, wohl auch, weil ich einem Spiel, das mir nicht gefällt, fast nie eine zweite Chance gebe. Ausnahme dürfte Sonic 06 sein, das ich 2010 nochmal angespielt habe, aber es da genau so doof fand, wie 2006.

  • qinn

    Turmbaron

    Was würde ich nur dafür geben, Dark Souls nochmal zum ersten Mal erleben zu können... Jeder weitere Playthrough macht sehr viel Spaß, keine Frage -doch kein Playthrough wird jemals so erfüllend und spannend sein wie der allererste. Denn gerade dieses Spiel macht so viel mehr Spaß, wenn man nicht weiß, was kommt und voller Verwunderung und Neugier einen Ort nach dem anderen erkundet. Daher habe ich es auch stets im Offline-Modus gespielt, um keine Nachrichten anderer Spieler angezeigt zu bekommen.


    Dabei würde ich nicht einmal den so häufig im Zusammenhang mit Dark Souls angeführten Schwierigkeitsgrad in den Vordergrund stellen, denn als wirklich schwer habe ich es nie empfunden -nicht schwerer als Breath of the Wild oder Mario Odyssey jedenfalls, dafür aber als ähnlich herausfordernd (der letzte Level in Odyssey hat mich mehr Zeit & Nerven gekostet als irgendein Boss aus Dark Souls. In DS hatte ich auch nur größere Schwierigkeiten bei Artorias & Manus)


    Tatsächlich habe ich lange einen großen Bogen um das Franchise gemacht, da mich die angebliche Schwierigkeit abgeschreckt hat.

    Als ich es dann endlich auf der Switch das erste Mal gespielt habe, war ich doch sehr überrascht, dass es nicht ansatzweise so schwer wie befürchtet war und ich habe mich sehr darüber geärgert, es dank der medialen Fokussierung auf den angeblichen Schwierigkeitsgrad nicht früher für mich entdeckt zu haben.


    Das Spiel hat eine fantastische Atmosphäre, toll geschriebene Dialoge im Shakespeare-Englisch, einen emotionalen Soundtrack und wunderbar gestaltete Umgebungen, die alle eine seltsam anziehende Melancholie verströmen. Das environmental Storytelling hat mich richtig in seinen Bann gezogen -jeder Ort hat eine gewisse Geschichtsträchtigkeit vermittelt.


    Die Tatsache, dass man in dem Spiel nicht einfach hirn- & mühelos alles plattmachen kann, macht es noch längst nicht zu einem unfassbar schweren Spiel und ich finde es sehr schade, dass es häufig nur auf seinen angeblichen Schwierigkeitsgrad reduziert wird.


    Also, falls du das gerade liest und bisher ebenso abgeschreckt warst wie ich es mal war, weil du dachtest, das Spiel sei zu schwer für dich... versuch's mal, es lohnt sich definitiv -vor allem im Offline-Modus.

  • Wowan14

    Gamer aus Leidenschaft

    qinn Stimme ich zu. Ich würde so gerne viele Spielen zum ersten Mal gerne erleben. Gerade Storylastige oder wo das dazulernen Spaß gemacht hat bzw. man mehr Struggle durch die fehlende Erfahrung hatte würde ich gerne alles nochmal erleben können. Gerade wenn man schon vieles kennt und Ahnung hat werden Spiele, wo man vorher probleme hatte oft zu einfach und alles andere drum rum kennt man ja schon also was soll einem da an Mehrwert noch bleiben?


    das mit Dark Souls wird generell immer übertrieben. Es braucht einfach nur eine Weile, dass man erstmal die Dinge im Griff hat dann geht es ganz gut. So wie auch viele Monster Hunter abgeschreckt haben, weil sie in den ersten Kämpfen nicht gleich wie ein Profi abgegangen sind (was erwarten die leute auch bitte?) und auf die Fresse bekommen hat. Hat man erstmal alles verinnerlicht besiegt man manche Monster im Schlaf die zuvor einen niedergemetzelt haben und das ohne irgendwelchen besonderen hart erlernten Skill.

  • ZelgyFe

    Turmknappe

    Das ist vielleicht eine neue Richtung, aber ich finde Spiele mit einer langen und vielschichtigen Story lohnen sich beim zweiten Durchspielen.

    Besonders bei den Xenoblade Teilen ist mir im der Story beim zweiten Mal so viel mehr aufgefallen und manche Sachen haben erst richtig Sinn gemacht, wenn man das Ende kannte.

  • Ninjasexparty

    Turmfürst

    Damals habe ich aus Mangel an neuen Spielen manche Spiele öfter durchgespielt. Besser wurden sie dadurch allerdings nicht.

    Aber es gibt einige die noch genauso viel Spaß machen wie beim ersten Mal, wenn das Gameplay Top ist.

    Bei Storygames kann ich mir das nicht vorstellen. Wenn man die Story mit evtl. Plottwist kennt ist die Luft raus. Ist bei Filmen ja nicht anders.

  • Matchet1984

    The Musician

    Eines der Spiele das beim zweiten mal für mich besser wurde ist Monkey Island, denn anfangs verstand ich überhaupt nicht, was ich da machen muss, denn das Point & Click Genre begann für mich erst 1990 mit Loom und war somit eine völlig neue Erfahrung für mich. Heute liebe ich Monkey Island und vorallem auch den Soundtrack von Michael Land. Damals war ich 6 oder 7 und hatte quasi erst angefangen kindgerechte Videospiele kennenzulernen. Sehr viel gespielt wurde damals Timmy und die Traumfalle sowie Löwenzahn.

  • SteviLsGaminG

    Turmknappe

    Hmmm, mir fehlt noch der 1. Durchgang von Darksouls, der Rest interessiert mich nicht, Zelda Majoras Mask mag ich nicht.

  • qinn

    Turmbaron

    Wowan14


    Jap, genau das. Aber das verdeutlicht leider auch wie casualisiert die heutige Spiellandschaft ist, das Spiele wie Dark Souls als superschwer hochgehalten werden, nur weil man hier mehrmals stirbt und man eine gewisse Lernkurve hat und das heute schon reicht, um hervorzustechen. Gerade in den 2000ern waren anspruchsvolle Spiele eher Norm als Ausnahme. Aber so ist das wohl heutzutage, da Videospiele mittlerweile im Mainstream angekommen sind.

    Ganz traurig wird es dann, wenn irgendwelche Trottel Easy Modes fordern, weil sie nicht Willens sind, sich länger als 5 Minuten mit Spielmechaniken zu befassen, weil leichte Unterhaltung ihnen schon jegliche Aufmerksamkeitsspanne abtrainiert hat. Nicht jedes Spiel sollte für jede Zielgruppe gemacht sein.

  • Matchet1984

    The Musician

    qinn

    Zumal Dark Souls und Bloodborne eigentlich nichtmal sonderlich schwere Spiele sind, diese Ehre gebührt eigentlich der Mega Man Reihe, denn DAS war wirklich schwer und für einen normalen Spieler kaum zu schaffen.

  • SteviLsGaminG

    Turmknappe

    qinn

    Zumal Dark Souls und Bloodborne eigentlich nichtmal sonderlich schwere Spiele sind, diese Ehre gebührt eigentlich der Mega Man Reihe, denn DAS war wirklich schwer und für einen normalen Spieler kaum zu schaffen.

    Sofern man z.B. Mega Man 9-11 nicht auf Superheld Spielt, finde ich die viel leichter als Dark Souls, besonders wenn man Schwächen und E-Tanks, W-Tanks und den M-Tank nutzt

  • Matchet1984

    The Musician

    SteviLsGaminG

    Ich meine primär die alten Teile von Megaman, gut möglich das die neueren sehr viel einfacher sind. Battletoads finde ich ebenfalls richtig schwer. Dark Souls ist nicht sonderlich schwer, man kann ja leveln und wird somit stärker und kann irgendwann jeden Gegner bezwingen zumal jeder Gegner eine andere Taktik vorraussetzt, da jeder Gegner ein bestimmtes Bewegungsmuster hat und dieses verinnerlicht man irgendwann.

  • SteviLsGaminG

    Turmknappe

    SteviLsGaminG

    Ich meine primär die alten Teile von Megaman, gut möglich das die neueren sehr viel einfacher sind. Battletoads finde ich ebenfalls richtig schwer. Dark Souls ist nicht sonderlich schwer, man kann ja leveln und wird somit stärker und kann irgendwann jeden Gegner bezwingen zumal jeder Gegner eine andere Taktik vorraussetzt, da jeder Gegner ein bestimmtes Bewegungsmuster hat und dieses verinnerlicht man irgendwann.

    meinte alle Klassik und X Teile

  • Matchet1984

    The Musician

    SteviLsGaminG

    Ich habe damals die ersten 4 Teile gespielt auf NES und Gameboy, aber ich habe schnell erkannt das diese Spiele nichts für mich sind. Dark Souls und Bloodborne hingegen finde ich da sehr viel einfacher, weil man die Gegner lernen kann und frei in den Raum ausweichen kann und mit den Seelen oder Blutechos kann man seinen Charakter deutlich stärker machen. Die neueren Mega Man Spiele ab 5 habe ich dann gar nicht erst ausprobiert. Ich habe aber schon von einigen gehört, das die neuen Teile vorallem X deutlich einfacher sind als die alten Klassiker, das ist ja auch bei Castlevania der Fall.

  • Wowan14

    Gamer aus Leidenschaft

    Finde auch dass viele zu Verweichlicht sind und alles nun für alle spielbar sein muss extrem nervig. Komisch dass es nicht umgekehrt gibt dass jedes leichte spiel auch für welche die eine Herausforderung wollen angepasst werden. Oder gleich das ganze Genre entfremdet damit es auch jeder Zielgruppe passt. Manche Zielgruppen werden kaum mehr unterstützt weil man Mainstreamgerecht sein will. Als gebe es nicht genug leichte Spiele, zudem haben ja angeblich die meisten so eine große pile of shame dass es denen doch egal sein kann wenn manche Spiele nicht deren Geschmack, Skill oder Geduld entsprechen. Haben doch genug zu zocken. Und Schwierigkeitsgrade sind da keine Lösung. Ein Spiel muss schon auf die richtige Zielgrupe durch und durch ausgerichtet sein um wirklich das passende Spielgefühl zu bieten.

  • Matchet1984

    The Musician

    Wowan14

    Manche Spiele müssen einfach so sein wie sie sind, das würde mir dann auch nicht mehr gefallen, wenn es mehrere Schwierigkeitsgrade gäbe. Normalerweise mag ich ja mehrere Schwierigkeitsgrade aber bei Spielen wie Dark Souls muss es einfach so sein wie es ist, da es die Spielerfahrung erst ausmacht und würde man das zu leicht gestalten, dann wäre der Sinn des Spiels dahin.