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Dune: Die Graphic Novel – Buch 1 in unserer Rezension

Der Wüstenplanet von Frank Herbert ist ein Klassiker der Science-Fiction-Literatur, daran gibt es keinen Zweifel. Über mehrere Bücher hinweg hat er dabei eine faszinierende Welt entworfen, viele tausend Jahre in der Zukunft und auf etliche Planeten verteilt. In den Büchern spricht er nicht nur die Themen Religion, Wirtschaft, soziale Ungleichheit und Gesellschaftsformen an, er versucht auch eine spannende Geschichte rund um Verrat und Selbsterkenntnis zu erzählen.


Der Wüstenplanet birgt so manches Geheimnis.

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Ich habe bis heute nicht den Roman gelesen, ihn mir aber vor kurzem das erste Mal gekauft. Den Film aus dem Jahr 1984 habe ich gesehen, aber dabei abgesehen von den Schauwerten nicht viel verstanden. Nicht umsonst gilt die damalige Verfilmung ja auch als Fehlschlag, was ich von der TV-Miniserie nicht behaupten kann, denn die habe ich nie gesehen. Nun kommt Dune mit großem Budget und von Denis Villeneuve (Sicario, Arrival) inszeniert in die Kinos und die ersten Kritiken sprechen schon von einem audiovisuellen Meisterwerk.


Aus diesem Grund habe ich mir zum Einstieg in die Welt nun die Graphic Novel aus dem Splitter-Verlag gekauft. Sie adaptiert den ersten Roman von Frank Herbert in drei Büchern, wobei bisher nur das erste Buch vorliegt. Was soll ich sagen, ich hab dieses Mal endlich die grundlegende Prämisse des Buches verstanden, weswegen ich die Graphic Novel zur Vorbereitung auf den Film durchaus empfehlen möchte.


Paul Atreides ist auf dem Planeten Caladan geboren, einer Welt, die von Ozeanen gesäumt wird und wo Wasser im Überfluss vorhanden ist. Sein Vater Leto Atreides ist der aktuelle Herzog des Hauses Atreides und wurde nun vom Imperator abkommandiert, um auf dem Wüstenplaneten Arrakis sein neues Lehen in Anspruch zu nehmen. Bisher wurden die Herrscher des Hauses Harkonnen als Verwalter von Arrakis eingesetzt, die von einem Abzug dort auch wenig begeistert sind. Der Grund ist das Spice, eine bewusstseinserweiternde Droge, die nebenbei die interstellare Raumfahrt mit Überlichtgeschwindigkeit ermöglicht. Das Spice existiert nur auf Arrakis und stellt dadurch ein wichtiges strategisches Element dar, was die Harkonnen auf keinen Fall aufgeben wollen.


Sie haben beim Abbau des Spice wenig Rücksicht genommen und den Planeten so gut es geht ausgebeutet. Dies betrifft dabei auch die Fremen, das heimische Volk von Arrakis, die froh sind, dass sie nun mit dem Haus Atreides einen potenziellen Partner zur Seite gestellt bekommen. Denn die Fremen sehen in Paul Atreides eine Art Messias und einen Gesandten, der die Prophezeiung erfüllen soll. Nun weiß Paul endlich, warum ihn seine Mutter sein bisheriges Leben lang so hart trainieren lassen hat. Pauls Mutter gehört der Schwesternschaft der Bene Gesserit an, einem Orden, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die Menschen durch genetische Manipulation zu verändern und daraus den Auserwählten zu erhalten. Doch dieses Schicksal mag Paul nicht so richtig gefallen.


Wenn ihr euch selbst ein Bild vom Artwork zu der Graphic Novel von Dune machen möchtet, findet ihr hier ein paar Eindrücke auf der Verlagsseite.


Dune: Die Graphic Novel – Buch 1 ist erschienen bei Splitter, ISBN: 978-3-95839-449-0, 176 Seiten, Hardcover, 25,- Euro


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Unser Fazit

Meinung von Dennis Gröschke

Dune ist und bleibt ein Klassiker und so wundert es nicht, dass mit Brian Herbert auch der Sohn vom Original-Autor bei der Graphic Novel mitgewirkt hat. Gemeinsam mit Kevin J. Anderson hat er das Buch adaptiert und erzählt die Geschichte mit einer klaren Vision, verstrickt sich nicht in so viele Schauplätze und konzentriert sich auf das Wesentliche. Dies mag mir geholfen haben, den Kern der Geschichte rund um den Wüstenplaneten erstmals richtig zu erfassen. Auf der anderen Seite wird das Geschehen von den Künstlern Raúl Allén und Patricia Martin optisch eher klinisch und nüchtern eingefangen. Jedes Panel hat seine Ordnung, hier wird selten mit spannenden Perspektiven gearbeitet, alles ist da, wo es hingehört. Das ist leider wenig spannend und wird durch die eher kühle und langweilige Kolorierung weitergeführt. Auf der anderen Seite lenkt es auch nicht durch unnötiges Spektakel von der eigentlichen Geschichte ab. Das Spektakel liefert dabei vielleicht eher der neue Kinofilm, auf den diese Graphic Novel mir nun dennoch noch mehr Lust gemacht hat. Als Einstieg in die unwirtliche Welt von Arrakis mit dem Haus Atreides und den riesigen Sandwürmern funktioniert das vorliegende Buch hervorragend.

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Kommentare 5

  • _Mallymkun_

    Turmritter

    Danke für die Rezension! „Dune“ steht auch schon längere Zeit auf meiner Lektüreliste, aber irgendwie fehlte mir immer noch der richtige Antrieb, um mir den Sci-Fi- Wälzer ernsthaft vorzunehmen. Als ich dann hörte, dass der Roman als Graphic Novel erscheinen sollte, war ich erstmal begeistert; auch das Coverart hatte mich schon neugierig gemacht.


    Leider sagt auch mir die grafische Gestaltung zwischen den Buchdeckeln nicht ganz so zu. Da muss ich nochmal überlegen, welches Format ich vorziehe. Möchte mich mit der Geschichte allerdings auf jeden Fall auseinandersetzen, BEVOR ich den Film gucke.

  • nikothemaster

    Turmbaron

    Sind denn die 2 Bücher noch geplant?

    Ist ja jetzt schon eine lange Zeit dazwischen?

  • Lazarus

    Meister des Turms

    Bin da ganz bei dir. die Zeichnungen sind leider wirklich arg langweilig und holen nicht mal im Ansatz das heraus was die Geschichte möglich machen würde. Gerade die Figuren sehen arg austauschbar aus und warum der Himmel über Arrakis rosa ist, weiß auch niemand. War echt ein wenig enttäuscht als ich es gekauft habe.

  • Dennis Gröschke

    Nerdkulturist

    nikothemaster

    Also nach meinen Informationen geht der Vertrag von Splitter über die 3 Bücher. Dieser Band hier ist im letzten Jahr herausgekommen und diesen April hat Zeichner Raúl Allén auf SM bestätigt, dass an Band 2 gearbeitet wird.

  • Perry

    Turmknappe

    Ich mochte Comics einmal wirklich sehr. Aber seit dem Tod von Don Lawrence schafft es kein Zeichner mehr, mein Interesse zu wecken.

    Deswegen kaufe ich Comic-Bücher heute höchstens noch, wenn mich die Geschichte interessiert.