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Metroid-Historie – Teil 2: Auch in 3D ein Meisterwerk Historie

Nachdem wir uns im vorangegangenen Artikel die ersten drei Metroid-Spiele angeschaut haben, wollen wir uns heute mit den ersten „Spin-off-Titeln“ befassen. Denn die Spiele der Metroid Prime-Trilogie, allen voran der erste Teil, sind für viele die besten Spiele aller Zeiten. Höchste Zeit für uns also, sich diese Spiele näher anzuschauen.


Metroid Prime


Tallon IV ist ein gefährlicher Ort!

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Samus Aran erhält den Notruf einer Raumstation. Natürlich fliegt unsere allseits beliebte Weltraum-Kopfgeldjägerin sofort zum Geschehen und landet auf eben jener Station. Sie springt aus ihrem Schiff und der typische Metroid-Jingle ertönt. Herzlich willkommen in Metroid Prime für den Nintendo GameCube! Spätestens als ihr durch das Visier von Samus schaut, dürftet ihr eine Gänsehaut bekommen haben, wenn euer vorheriges Spiel Super Metroid hieß. Das komplette Setting ist einfach großartig. Doch erst, wenn ihr die ersten Schritte auf dem unbekannten Terrain wagt, merkt ihr, was für ein meisterliches Spiel vor euch liegt. Nachdem die Forschungsstation vom Mutterparasiten befreit wurde und explodiert, verfolgt ihr einen alten Bekannten zum Planeten Tallon IV.


Tallon IV ist ein riesiger Planet und es ist unglaublich, was das texanische Entwicklersteam Retro Studios auf die Beine gestellt hat. Die Grafik sieht fantastisch aus, der Soundtrack gehört zum Besten, was die Serie, nein, die komplette Videospielwelt, jemals geboten bekommen hat und die Steuerung geht absolut sauber von der Hand. Das Gameplay wurde perfekt vom 2D- ins 3D-Metroid übertragen. Das Spiel zeichnet sich durch komplexe Rätsel, eine tolle Atmosphäre und extrem fordernde Endbosse aus. Diese werden euch zum Teil an den Rand des Wahnsinns treiben, aber dafür entschädigen euch die wunderschönen Landschaften wie Lava- und Eisgebiete. Es werden viele Stunden vergehen, bis ihr den Abspann zu Gesicht bekommt.


Metroid Prime 2: Echoes

Der Mehrspielermodus von Metroid Prime 2: Echoes!

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Nach dem grandiosen Erfolg des ersten Teils im Jahr 2003 erschien bereits Ende 2004 Metroid Prime 2: Echoes. Nachdem Soldaten der Galaktischen Föderation ein Piratenschiff ausfindig gemacht haben, flieht dieses auf den Planeten Aether. Bei der Verfolgung erleiden sowohl die Piraten als auch die Soldaten Schiffbruch. Samus Aran wird nach Aether geschickt, um die Soldaten ausfindig zu machen. Bald darauf muss sie aber feststellen, dass diese das Zeitliche gesegnet haben. Schlimmer noch, eine bösartige Kopie von Samus, Dark Samus, treibt ihr Unwesen auf dem Planeten. Der aus dem Stoff Phazon bestehende Klon versucht nun, das Original auszuschalten.


Doch damit nicht genug: Unsere Weltraum-Kopfgeldjägerin steht bald schon zwischen den Fronten, denn die bösartigen Ing haben die gutartigen Luminoths beinahe ausgelöscht und ihr müsst letztere natürlich retten. Dabei wechselt ihr zwischen den beiden Seiten des Planeten. Während die Lichtseite relativ ungefährlich ist, müsst ihr euch auf der Schattenseite vor der Atmosphäre in Acht nehmen, sonst geht ihr früher oder später drauf. Ihr seht, Samus kommt nie zur Ruhe. Während die Technik im Vergleich zum ersten Teil gleich geblieben ist, enthält Teil 2 das erste Mal in der Geschichte von Metroid einen Multiplayer-Modus. Dieser besteht aber lediglich aus verschiedenen Death-Matches. Echoes ist mit seiner gigantischen Welt der bis dato größte, aber auch schwerste Metroid-Teil.


Metroid Prime 3: Corruption

Metroid Prime 3: Corruption bot neben der Bewegungssteuerung auch einen 16:9-Modus.

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Es ist Oktober 2007 und es ist schon lange keine Rede mehr vom Nintendo GameCube. Die Wii mit ihren neuen Steuerungsmöglichkeiten ist da, doch bis dato fehlte noch ein wirklich guter Shooter. Dies änderte sich mit Metroid Prime 3: Corruption. Neben der leicht verbesserten Grafik ist die Bewegungssteuerung des Titels die Neuerung schlechthin. Wer dachte, die Eingabe mit dem Nintendo GameCube-Controller wäre perfekt, wurde eines Besseren belehrt. Es ist ein sagenhaftes Gefühl, Samus mit der Wii-Fernbedienung direkt zu steuern.


Zur Geschichte: Eine Weltraumstation der Galaktischen Föderation wird – schon wieder – von Piraten angegriffen und Samus muss mit einigen anderen Kopfgeldjägern versuchen, den Angriff abzuwehren. Unglücklicherweise rast zu genau diesem Zeitpunkt auch noch ein Meteorit auf den benachbarten Planeten Norion zu. Das nennt man wohl Pech im Unglück. Kurz bevor Samus den Schalter für die Meteoritenabwehr auslösen kann, wird sie von Dark Samus angegriffen und fast getötet. Mit letzter Kraft legt sie dann schlussendlich doch noch den Hebel um. Nach einem Monat im Koma erwacht unsere Heldin schließlich wieder und muss feststellen, dass sie mit Phazon verseucht ist. So hat sie nun die Möglichkeit, in den Hypermodus zu wechseln, der ihr enorme Kräfte verleiht, sie aber auch gleichzeitig schwächt. Eure neue Mission: Die Ausbreitung des Phazon verhindern und euch an Dark Samus rächen.


Metroid Prime Trilogy und Metroid Prime Hunters


Auf dem Nintendo DS sah das Spiel besser aus. Versprochen!

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Damit ist die Metroid-Trilogie eigentlich abgeschlossen. Eigentlich. Über zwei Titel möchte ich aber noch mit euch reden. So erschien 2009 die Metroid Prime Trilogy. Während in Japan Metroid Prime 1 und 2 als einzelne New Play Control-Titel erschienen, erhielten Amerikaner und Europäer alle drei Spiele auf einer Disc für die Wii. Das müsst ihr euch auf der Zunge zergehen lassen: Drei absolute Blockbuster-Titel auf einer Disc zum Preis von einem. Während Teil 3 identisch mit der Einzelversion ist, dürft ihr Teil 1 und 2 mit besserer Grafik und der grandiosen Wii-Steuerung spielen. Da fallen Dinge wie zusätzliche Bonusinhalte wie Bilder und Musikstücke fast schon unter den Teppich. Die schicke Metallbox der Trilogie sollte in jedem Spieleschrank stehen.


Im Jahr 2006 erschien außerdem Metroid Prime Hunters für den Nintendo DS. Dieses Spin-off führt euch auf verschiedene Planeten in der Tetra-Galaxie, wo ihr auf der Suche nach der „Ultimativen Macht“ seid. Konkurrierende Kopfgeldjäger setzen allerdings alles in Bewegung, um diese Kraft selbst zu erlangen. Das aus grafischer Sicht für Nintendo DS-Verhältnisse beeindruckende Spiel steuert sich mithilfe des Steuerkreuzes und des Touchscreens. So lässt sich der Titel auch ohne Analogsticks halbwegs sauber spielen. Das Herzstück von Metroid Prime Hunters ist aber der Multiplayer. Während der Mehrspielermodus in Echoes eher nette Dreingabe als Spielspaßgarant war, machte Hunters alles richtig. So konntet ihr gegen drei weitere Gegner online – wahlweise auch mit Voicechat – oder lokal mit nur einer Spielkarte antreten. Dabei habt ihr die Auswahl zwischen Samus und den anderen Kopfgeldjägern. Auf den verschiedenen Karten könnt ihr euch so gegenseitig ausschalten. Ich kann mich noch gut an meine Klassenfahrt erinnern, auf der wir gegen das benachbarte Zimmer angetreten sind und so die ganze Nacht durchgezockt haben. Das waren noch Zeiten!


Die Metroid Prime Trilogy und Metroid Prime Hunters lassen sich im Nintendo eShop der Wii U herunterladen.

Unser Fazit

Meinung von Niels Uphaus

Damit haben wir die Metroid Prime-Spiele auch abgehakt. Na ja, fast. Wasas ist beispielsweise mit den 2D-Spielen? Und was haben Pinball-Tische mit unserer Heldin zu tun? Darum kümmern wir uns das nächste Mal, wenn wir uns die Metroid-Spiele anschauen, die bis 2012 erschienen sind. Auch gehen wir näher auf die Hintergrundgeschichte von Samus ein. Schaltet deshalb auch das nächste Mal wieder ein, wenn es heißt: „Any objections, lady?“

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Kommentare 2

  • link82

    Turmfürst

    und ich wiederhole mich, schönes Special :)


    zur Metroid Prime Trilogy auf der Wii muss ich jedoch noch zwei Dinge loswerden:

    zum einen war der Schwierigkeitsgrad bei MP1 und 2 soweit ich weiß leichter als bei den Gamecubeteilen, zum anderen habe ich in Erinnerung dass die Grafik nicht nur verbessert war, erinnere mich an Diskussionen in anderen Foren, dass zB diverse Effekte vom Gamecube fehlten

  • nec3008

    Turmbaron

    link82 Ja, genau. Es gibt auch ein Video, was die Teile miteinander vergleicht, bei dem man genau sehen kann, das Wasserbewegungen in der Wii-Version fehlen, wenn man als Morphball ins Wasser fällt. Ist im Eifer des Gefechts nichts wichtiges, aber schon interessant, das es fehlt.

    Aber auch auf der Wii waren/sind es super Spiele und die Motion-Control mit Wiimote hat Shooter schon recht nah an die Realität gebracht, was das Zielen anbelangt.

    Schönes Special übrigens.