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Star Trek – Illustriertes Handbuch: Die U.S.S. Enterprise NCC-1701-D in unserer Buch-Rezension

Schon seit vielen Jahren begleiten mich so einige Film-Franchises hinweg durch mein Leben. Sei es ganz aktuell die James Bond-Reihe, die mit dem offiziellen 25. Film in diesem Jahr ihr 59. Jubiläum feiert und mit James Bond – 007 jagt Dr. No ihren Einstand feierte, oder die Godzilla-Filme, die ihren ersten Eintrag bereits im Jahr 1954 verbuchen konnten. Nicht ganz so alt, aber nicht minder bedeutungslos ist ein Science-Fiction-Franchise, das in diesem Jahr sein 55. Jubiläum feiert: Star Trek.


Ich bin mit den Folgen der Original-Serie auf Videokassette das erste Mal in Berührung gekommen und habe dann auch sobald wie möglich die Kinofilme nachgeholt. Doch um das Jahr 1990 herum erschienen die ersten Episoden einer Nachfolgeserie namens Star Trek: The Next Generation (Star Trek: Das nächste Jahrhundert) zunächst auf Video zum Ausleihen in den Videotheken und Ende des Jahres dann auch im ZDF. Auch wenn ich anfangs noch Bedenken hatte, einer anderen Raumschiffbesatzung zu trauen, die sich nicht aus Kirk, Spock und Pille zusammensetzte, wuchs mir die Serie nach und nach ans Herz. Alles war moderner, spektakulärer und dabei im Kern auch immer noch Star Trek. Neben der Crew rund um Captain Picard, Riker, La Forge, Data, Crusher, Worf und Troi wuchs das Raumschiff mit der Bezeichnung NCC-1701-D ebenfalls in meiner Gunst, auch wenn das vielleicht komisch klingen mag. Nach und nach fand man sich als Zuschauer in den Gängen und auf den Decks des Raumschiffs immer besser zurecht und konnte so nachvollziehen, wo sich die Protagonisten befanden.


Ihr wollt alles über den Aufbau der NCC 1701-D wissen? Dann geht kein Weg am Illustrierten Handbuch vorbei!

© Cross Cult / CBS Studios Inc. / Paramount Pictures

Weiterhin hatten sich die Macher viel Authentizität auf ihre Agenda geschrieben. Dank ihrer wissenschaftlichen Beratung, stellvertretend seien hier Michael Okuda und Rick Sternbach genannt, und auch im Set-Design sowie dem Make-up der außerirdischen Lebensformen gab man sich viel Mühe. Man hatte nach ein paar Staffeln das Gefühl, man könne sich auf der Brücke nicht nur zurechtfinden, sondern auch die Konsolen und Geräte bedienen. Das Design und die Ausführung der Sets schienen greifbar und nicht wie für eine TV-Serie gestaltet, die mehrere Jahrhunderte in der Zukunft angesiedelt war.


Nicht nur über die optische Gestaltung haben sich die Macher Gedanken gemacht, auch die Funktionsweise der U.S.S. Enterprise NCC-1701-D war nachvollziehbar und wurde in vielen der Episoden dargestellt. Sei es die Abtrennung der Untertassensektion, die Transporter-Räume, die Turbolifte, die Trägheitsdämpfer, die Lebenserhaltungssysteme bis hin zur Bar Zehn Vorne – die Enterprise zeigte uns, wie Menschen auf einem Raumschiff in der Zukunft Leben können.


Ich war schon immer daran interessiert, welche Gedanken sich die Macher im Hintergrund gemacht hatten, auf welche Weise die technischen Geräte und Apparate auf der Enterprise funktionieren. Dazu gab es im deutschsprachigen Raum auch bereits einige Bücher (etwa Die Technik der U.S.S. Enterprise) oder aber die sogenannten Blueprints zum Raumschiff aus dem damaligen Heel-Verlag. Passend zum Jubiläum stellt uns der Cross Cult-Verlag nun das Illustrierte Handbuch zu Star Trek: The Next Generation zur Verfügung.


Cross Cult ist bereits seit einigen Jahren der Verlag für Star Trek-Sachbücher und vor allem die Star Trek-Romane. Im großformatigen Hardcover können wir Fans nun noch weiter in die Welt der U.S.S. Enterprise NCC-1701-D abtauchen und erfahren vieles zu den Hintergründen und Funktionsweisen des Raumschiffes.


Das Gute daran ist, man muss keine Physik oder andere Wissenschaften studiert haben, um die Zusammenhänge und Funktionsweisen zu verstehen. Alles ist in möglichst einfachen Worten und Begrifflichkeiten erläutert und erklärt. Selbstverständlich schadet es nicht die Serie und die Filme zu kennen, damit einem manche Schlagworte bereits bekannt sind. Das Buch hangelt sich dabei von der Konstruktion des Modells NCC 1701-D über Maschinenräume, Warpantrieb, Strukturelle Integrität, Brücke, Navigation, Mannschaftsquartiere, Turbolifte, Waffen und Verteidigungssystem bis hin zu den Shuttlen, der medizinischen Ausrüstung und den Phasern entlang. Es gibt kaum einen Bereich, den die Autoren hier nicht abdecken – zum Nachschlagen gibt es am Schluss des Buches auch noch einen Index mit Schlagwörtern. Dort findet ihr schnell zum passenden Eintrag.


Das Buch ist dabei weniger wie ein Lexikon aufgebaut, sondern nimmt sich pro Begriff gerne mindestens eine Doppelseite, wenn nicht sogar mehr und erläutert dort in deutscher Sprache die entsprechenden Informationen. Der Clou dabei ist, gekoppelt mit den Textbausteinen findet ihr viele großformatige Zeichnungen und Illustrationen zu den jeweiligen Informationen. Wenn möglich sind auch viele Fotos aus der jeweiligen Serienepisode oder den Filmen dabei, wo das Gerät, der Raum oder die Einrichtung abgebildet sind. Die Bedienung der Transportsysteme (das Beamen) ist in diesem Buch auf 6 Seiten im Detail erklärt und zeigt schön auf, was in den entsprechenden Phasen des Beamens von der Enterprise runter auf einen Planeten passiert. Gut lesbare Zeichnungen und Schaubilder machen dabei alles transparent und ergänzen wie gesagt die Textbausteine. Wirklich toll gestaltet und gelungen durch Claudia Kern und Björn Sülter ins Deutsche übertragen, die im deutschsprachigen Raum im Thema Star Trek wahrlich keine Unbekannten sind. Macht einfach Spaß zu lesen!


Wenn ihr euch selbst ein Bild vom Illustrierten Handbuch machen möchtet, findet ihr hier ein paar Eindrücke auf der Verlagsseite.


Star Trek: The Next Generation – The U.S.S. Enterprise NCC-1701-D – Illustriertes Handbuch ist erschienen bei Cross Cult,
ISBN: 978-3-96658-414-2, 21x28 cm, Hardcover, 224 Seiten, 29,99 Euro


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Unser Fazit

Meinung von Dennis Gröschke

Ich hab mich im Buch sofort heimisch gefunden, da ich alle Staffeln der Serie sowie die Filme kenne, und war dennoch erstaunt, wie viel ich noch dazulernen konnte. Man kann Star Trek: The Next Generation – The U.S.S. Enterprise NCC-1701-D – Illustriertes Handbuch dabei von vorne nach hinten durchlesen, aber viel mehr Spaß macht es, das Buch hier und dort aufzuschlagen und sich von den vielen Abbildungen und Illustrationen begeistern zu lassen. Dann springt man fast automatisch von einem Thema zum nächsten und stöbert nach und nach seine Neugier ab. Wo liegt nochmal der Maschinenraum, wie funktioniert das tragbare PADD (Personal Access Display Device) und wie werden denn die ganzen Menschen auf der Enterprise mit Essen und Trinken versorgt? Nach der Lektüre des Illustrierten Handbuches seid ihr eine ganze Menge schlauer und fühlt euch noch viel mehr mit der Enterprise NCC-1701-D vertraut.

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Kommentare 5

  • Dinkelmus_Kleinholz

    Turmheld

    TNG ist "meine" Star Trek Serie. Für Kirk und Co war ich zu jung. Vielen Dank für die Rezension. Wird Zeit mal wieder die Serie durchzuschauen. Widerstand ist zwecklos.8)

    Achja, den Band habe ich zwar nicht selber, aber ein Freund von mir. Ich kann ihn daher auch sehr empfehlen.

  • BuckUbel

    Tower of Earth

    Meine wohlgrößte Leidenschaft neben Videospielen, speziell von Nintendo, ist Star Trek.


    Ich hab uber 100 Modelle der einzigartigen Modelle in einem Regal stehen und betrachte sie täglich. Mal mehr mal weniger :D


    Ich hab bis auf TAS auch bisher jede einzelne Folge von jeder dieser großartigen Serien mindestens einmal gesehen. Und ich muss sagen für mich ist das Universum im 24 Jhd. auf seinem Höhepunkt. Es liegt glaube an der angesprochen Schlüssigkeit, welche die 3 (4 wenn man Lower Decks dazu zählt) Serien in sich aufweisen. Anders als bei anderem Science Fiction baut hier immer alles auf einander auf und ist - wenn auch wissenschaftlich nicht korrekt oder so simpel - logisch.


    Zwiegespalten sehe ich die Entwicklung heutzutage. Auf der einen Seite freu ich mich das Star Trek offenbar wieder so beliebt ist, wie lange nicht mehr und auf Grund dessen gerade 4 Serien (5 mit der geheimen Serie über Sektion 31) in Produktion sind.

    Auf der anderen Seite gefällt mir leider die Machart von Picard und Discovery nicht. Beide sind zu sehr auf Action getrimmt. Und gerade Discovery wirft viel der angesprochenen etablierten Authentizität einfach weg (Turbolifte in der 3. Staffel - ich mein, wie kam man auf diesen Schrott). Noch dazu gibt es sehr viel gespielte Emotionen - Ich hab nicht gegen emotionale Szenen wo man über einen Verlust o.ä. traurig ist. Aber wie oft hat Burnham bitte einfach grundlos angefangen loszuheulen?


    Jedenfalls geht da bspw. Lower Decks eine bessere Richtung. Hier werden wohl einige Star Trek Logiken auch gebrochen, aber da diese Serie sich selbst nicht so ernst nimmt und als Satire pur angesehen werden kann, kann man der Serie das auch viel leichter verzeihen + Sie spielt im 24 Jhd. keine "Zauberei"-Technik die auf einmal alles löst ist hir vorhanden - man stützt sich auf Altbekanntes und erweitert es nur ggf.


    ---


    Das Buch hat ich jedenfalls noch gar nicht auf dem Schirm und freu mich über den geschriebenen Bericht von euch! Ich denke ich werde es mir zeitnah zu Gemüte führen um noch etwas tiefer in die Materie einzusteigen. Vielleicht schau ich dann auch nochmal Next Generation (zum 7. Mal :ugly-classic:) oder Voyager oder Deep Space Nine... Jede dieser Serien ist für mich der Gipfel von logischer Science Fiction. Ich hoffe die neue Serie Strange New Worlds nähert sich diesem Format bzw. dem der Original Serie wieder etwas mehr an (auch wenn ich diesem neuen Spock noch nicht ganz traue :D )


    Am Ende kann ich zu diesem Buch nur sagen: Faszinierend

  • Dennis Gröschke

    Nerdkulturist

    BuckUbel
    Danke für deinen ausführlichen Kommentar, den ich nahezu uneingeschränkt teile. Von den neueren Serien hab ich auch alle gesehen (Lower Decks allerdings noch nicht komplett) und sehe das sehr ähnlich wie du. Das ist alles nicht mehr in sich stimmig, erst recht nicht in Relation zu den "alten" Serien und das ist ein bisschen Schade. Klar sind die Special Effects heute moderner und ich kann zu einem gewissen Maße auch verstehen, dass man mal neue Sachen einbringen möchte, aber das ginge in meinen Augen auch geschickter. Es scheint, sie möchten sich da gar keine Mühe geben. Und ja, die Szene mit dem Turbolift in Staffel 3 ist auf so vielen Ebenen unlogisch...


    Das Illustrierte Handbuch ist wirklich ein schönes Buch, natürlich auch um ein wenig in Nostalgie zu schwelgen. Aber wie ich schon schrieb, innerhalb von TNG, DS9 und Voyager gab es in sich stimmige Designs und Funktionen. Man wusste als Zuschauer immer, was ist möglich oder wie sich das im 24. Jahrhundert darstellt. Nicht umsonst hatte ich als Zuschauer den Eindruck, ich könne das alles auf der Brücke anfassen und mich dort zurechtfinden, wenn ich dort wäre.

  • Perry

    Turmknappe

    BuckUbel

    Zu Burnhams geflenne ein paar Worte.

    Hier muss man sich Gedanken über den Charakter machen. Wo kommt diese Frau den her?

    Als menschliches Kind wurde sie von Vulkaniern grossgezogen.

    Den Umgang mit menschlichen Emotionen hat sie also nie gelernt. Insofern ist ihre Darstellung absolut logisch.


    Wie im Artikel oben bereits erwähnt, gab es den Inhalt dieses Buches bereits in den Neunzigern.

    Ein Buch, welches sich mit den neuen Serien, die aktuell laufen, beschäftigt, wäre mir deutlich erstrebenswerter. Besonders die Discovery, nach dem Umbau.

  • monkee

    Turmritter

    Dennis Gröschke Danke für diesen geilen Tipp! 😍 Damit hast du genau meinen Nerv getroffen. Picard war mein Held meiner Jugend.