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Microsoft kauft Activision Blizzard: Die Xbox-Wette auf die Zukunft Kommentar

Am Dienstag sorgte Microsoft mit der Bekanntgabe der Übernahme von Activision Blizzard für die größte Schlagzeile in der Gaming-Industrie seit Jahren. Für knapp 70 Milliarden US-Dollar übernimmt Microsoft den Konzern, der in den letzten Monaten vor allem Negativschlagzeilen produzierte. Berichte über Diskriminierung und Sexismus am Arbeitsplatz machten ebenso die Runde wie Vorwürfe an die Unternehmensführung, nicht genug für den Schutz der Angestellten zu tun. Nach diesen Negativberichten beginnt für Activision Blizzard also ab 2023 eine neue Ära, in der der Konzern Teil der stetig wachsenden Xbox-Famile wird.


Schon der Kauf des Bethesda-Mutterkonzerns ZeniMax Media galt im vergangenen Jahr als Paukenschlag. Im direkten Vergleich wirkt die damalige Summe von 7,5 Milliarden Dollar für den Skyrim-Konzern fast wie Business as Usual. Doch Microsofts Übernahme wirft viele Fragen auf: für die Zukunft des Xbox-Mutterkonzerns, für die Mitarbeiter und Marken von Activision Blizzard und für die Gaming-Branche im Allgemeinen. Wir versuchen hier für euch zu skizzieren, welche Motive für die Übernahme sprechen könnten und wie sich der Deal auf die Zukunft der Branche auswirken wird.


Microsoft geht beim Thema Gaming All-In


Fangen wir bei Microsoft an. Für den IT-Riesen aus Redmond heißt die Übernahme vor allem eins: man geht beim Thema Gaming All-In. Das scheint auf den ersten Blick eine banale Feststellung zu sein, schließlich ist Microsoft seit 20 Jahren im Konsolengeschäft aktiv. Aus der Warte eines Gaming-Interessierten vergisst man dabei schnell, dass die Xbox-Sparte nur einen Teil des Unternehmens aus Redmond ausmacht, und noch nicht einmal den größten oder aktuell profitabelsten. Das Geld spülen vor allem die Cloud-Plattform Azure und Geschäfte mit Unternehmenskunden ein. Hinzu kommt, dass nicht wenige Analysten die Möglichkeit gesehen haben, dass Microsoft sich nach der eher unerfolgreichen Xbox One-Generation komplett aus dem Gaming-Segment zurückzieht.


Microsoft setzt auf eine Zukunft mit dem Xbox Game Pass.

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Diese Überlegungen darf man jetzt endgültig als begraben ansehen. In den vergangenen Jahren haben Xbox-Chef Phil Spencer und sein Team kontinuierlich daran gearbeitet, das Ruder herumzureißen und der Dominanz von Sonys PlayStation etwas entgegenzusetzen. Überarbeitungen der eigenen Hardware, Abwärtskompatibilität und ein Bekenntnis zum Fokus auf Spielerfahrungen statt Multimedia. Mit dem Xbox Game Pass hat Microsoft das mit Abstand erfolgreichste Abonnement auf dem Spielemarkt etabliert. Erst vor wenigen Tagen, zeitgleich zur Bekanntgabe der Acitivision Blizzard-Übernahme, konnte man die symbolische Zielmarke von 25 Millionen Abonnenten feiern. Für eben diesen Game Pass sichert sich Xbox jetzt äußert erfolgreiche Marken wie Call of Duty, Diablo und Crash Bandicoot. Wie bei allen Xbox Games Studios, werden auch die Spiele von Activision Blizzard schrittweise im Game Pass landen.


Microsoft CEO Satya Nadella hat in der Mitteilung zum Kauf von Activision Blizzard unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass er Gaming-Technologien als Teil der eigenen Strategie sieht, sich für die Zukunft zu wappnen. In Vorbereitung auf ein wie auch immer geartetes Metaverse soll die Xbox-Sparte die Plattform bilden, um über verschiedene Endgeräte Erlebnisse zu schaffen und so Menschen im eigenen Ökosystem zu halten. Dass die Microsoft-Führung bereit ist, eine so große Summe für die Erweiterung der Xbox-Familie auf den Tisch zu legen, zeigt, dass es sich hierbei nicht nur um ein Lippenbekenntnis handelt. Durch den Zukauf von Activision Blizzard steigt der Einfluss von Xbox im Microsoft-Gesamtkonzern nämlich erheblich. Entsprechend ist davon auszugehen, dass Microsoft seine Wachstumsstrategie fortsetzen wird. Das Unternehmen aus Redmond spielt im Konkurrenzkampf mit Sony offensichtlich auf Sieg und nicht, wie in den letzten Jahren, auf Platz.


Activision Blizzard hat die Chance auf einen Neuanfang


Während man naturgemäß geteilter Meinung über die Frage sein kann, ob das Wachstum eines Players auf dem Markt begrüßenswert ist, scheint immerhin in einer Sache weitgehend Einigkeit zu herrschen. Für Activision Blizzard ist die Übernahme die Chance für einen Neustart. Die zaghaften Versuche, selbst etwas an der toxischen Firmenkultur zu ändern, konnte man schon nach wenigen Monaten als kläglich gescheitert ansehen. Es gibt bereits erste Berichte, nach denen der kontroverse CEO Bobby Kotick nach der abgeschlossenen Übernahme wohl seinen Hut ziehen wird. In der Mitteilung zur Übernahme bekräftigte Phil Spencer, dass man einen wesentlichen Baustein für den Erfolg der eigenen Studios darin sieht, jede Person im Unternehmen mit Respekt zu behandeln. Der Kommentar darf als unmissverständliches Zeichen dafür gewertet werden, dass sich bei Activision Blizzard einiges ändern wird. Im Sinne der Angestellten kann man nur hoffen, dass Spencer sich an seinen eigenen Worten messen lässt.


Mit der Übernahme von Activision Blizzard sichert sich Microsoft viele beliebte Marken.

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Eine gute Nachricht ist die Übernahme auch für alle Activision Blizzard-Fans, die mit Call of Duty nichts anfangen können. In den letzten Jahren avancierte die Marke zum einzigen Aushängeschild des Riesenkonzerns. Von Diablo 4 hörte man lange Zeit wenig und selbst nach dem fantastischen Crash Bandicoot 4: It‘s About Time und der Blizzard Arcade Collection, die viele Retrofreunde begeisterte, schien sich an dem Fokus nichts zu ändern. Als eigenständiges Unternehmen setzte Activision Blizzard natürlich darauf, den eigenen Gewinn zu maximieren. Als Teil der Xbox-Familie darf man hingegen darauf hoffen, dass die Marken abseits von Call of Duty wieder mehr berücksichtigt werden. Für den Xbox Game Pass braucht Microsoft eine breite Palette an Spielen, die Gamer unterschiedlicher Couleur ansprechen. An Shootern mangelt es dabei mit Halo und DOOM eigentlich nicht. Tolle Platformer sucht man aber aktuell mit Ausnahme von Psychonauts eher vergeblich.


Das wirft natürlich die Frage auf, was der Kauf der Acitivision Blizzard-Marken für die Zukunft auf anderen Plattformen bedeutet. Phil Spencer hat in früheren Interviews zur Übernahme von Bethesda deutlich gemacht, dass Game Pass-Kunden Vorrang genießen. Sie sollen als erste das bestmögliche Spielerlebnis haben. Das schließt natürlich nicht aus, dass Call of Duty und Co. auch zukünftig für PlayStation-Konsolen erscheinen. Aktuelle Aussagen hierzu bleiben vage. Meine persönliche Prognose lautet aber: Microsoft gibt nicht 70 Milliarden Dollar dafür aus, das Sony-Ökosystem mitzufinanzieren. Perspektivisch werden neue AAA-Produktionen von Activision Blizzard wohl Xbox- und PC-exklusiv bleiben. Ausnahmen bestätigen aber bekanntlich die Regel, und auch auf der Nintendo Switch gibt es mit den beiden Ori-Spielen, Minecraft und Cuphead tolle Spiele aus der Xbox-Spieleschmiede.


Die Zukunft des Gamings wird spannend


Das bringt uns zum Elefanten im Raum: Was bedeutet die Activision Blizzard-Übernahme für die Zukunft des Gamings? Steht uns eine Zukunft bevor, in der die Spielewelt aus Redmond gesteuert wird? Microsoft baut seinen Einfluss auf die Industrie mit der Übernahme jedenfalls kräftig aus und befeuert Diskussionen um Übernahmen weiterer Firmen. Sind EA und Ubisoft die nächsten? Übernimmt Sony als Reaktion Square Enix? Alles, wenn überhaupt, Zukunftsmusik. Aber die Tendenz zur Konsolidierung des Marktes, zum Zusammenschluss großer Entwicklerschmieden, wird sich fortsetzen. Auch Sony und Nintendo sind gezwungen, sich an diese Gegebenheiten anzupassen. Dass gerüchteweise schon eine Sony-Antwort auf den Game Pass in Entwicklung ist, passt in dieses Bild. Die Zeiten, in denen sich die Videospielbranche mit dem Verkauf von 60 oder 70 Euro-Titeln finanziert, neigen sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Ob das nun positiv oder negativ ist, soll jeder für sich selbst entscheiden.


Doch was heißt das ganze für Nintendo? Schwebt das ikonische Mario-Unternehmen unbehelligt auf Wolke Sieben? Nun, so einfach ist es nicht, aber es stimmt, dass Nintendo naturgemäß deutlich größere Beharrungskräfte hat. Die Stärke seiner Marken und die sehr treue Basis an Stammkunden, die teilweise schon seit den 80er und 90er Jahren Nintendo-Plattformen besitzen, machen das japanische Traditionshaus immuner gegen die aktuellen Tendenzen als beispielsweise Sony, das den Fokus deutlich auf den westlichen Markt gelenkt hat. Doch auch Nintendo hat erkannt, dass die Zukunft nicht mehr nur im klassischen Videospielsegment liegt. Stattdessen setzt die Firmenleitung konsequent darauf, die eigenen Marken abseits der Nintendo Switch zu Verkaufsschlagern zu machen. Freizeitparks, Merchandise und Co. sollen dazu beitragen, neue Käuferschichten anzusprechen. Mit dieser Strategie ist man aktuell sehr erfolgreich. Doch nur die Zeit wird zeigen, welche Strategien in der Gaming-Welt von morgen bestehen werden. Microsoft wettet auf die Xbox-Zukunft – Ergebnis offen.

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Kommentare 19

  • Vank84man

    Nintendo Fan 4ever ✌

    Sehr gut geschrieben.:thumbup:

    Finde das der Kauf ziemlich extrem und schockierend für mich war.

    Hoffe das die gute Beziehung von Nintendo und Microsoft uns Switch Spieler wenigstens einige Spiele für uns erscheinen.

    Hätte trotzdem gerne Crash&Spyro und Diablo auf Nintendo Konsolen weiterhin.

    Naja mal abwarten was die Zukunft bringt,hoffe nur gutes dann.

  • Fang

    Turmfürst

    Nintendo mag diese Übernahmen nicht so stark beeinflussen wie Sony, aber Titel wie Doom, Diablo, Tony Hawk und Crash sind auch auf der Switch erschienen. Deren Wegfall auf zukünftigen Nintendo-Konsolen ist schon schmerzhaft.


    Ich stimme dir auch zu. Künftige Spiele (auch CoD) werden Konsolenexklusiv werden. Da kann Spencer noch so sehr auf "Lasst uns alle Freunde sein" machen.

  • 5cool3me

    High Tech, Low Life

    Ich bin auch gespannt wo die Reise hin geht, vorallem für Big N, als absoluter Die Hard Nintendo Fan, werde ich Nintendo spiele kaufen solange sie welche rausbringen. Nintendo hat zum Glück seine eigene kleine Nische gefunden mit der Switch. Ich tippe in Kyoto ist man grade entspannter als in San Mateo.

    Was auch lustig ist, so sehr ich den GamePass mag, auf der Switch will ich alles Retail haben :ugly: Ich weiß jetzt nicht wer mich besser“ erzogen“ hat Nintendo oder Microsoft.

  • Champ

    Turmbaron

    gesichtslose Manager "kaufen" sich einfach den Sieg...

    Tolle Leistung M$


    Wenn sie das Geld dafür wenigstens in der Box sparte verdient hätten...

    So wirkt es als wenn sie "Cheaten".


    Sie hätten genau so gut jede Xbox mit 300€ Rabatt verkaufen können bis zum ende der Gen, und der Danach.

    Ja, auch dann wären sie Marktführer, wer sagt schon nein zu ner XboxSX für 200€ oder ner SeriesS für 1€

    Aber daran sieht man einfach wie viel Geld das ist und was das für ein "Marktanteile kaufen" das ist...

    Es ist nicht Kreativ, M$ hat nichts selber aufgebaut, es ist einfach Milliarden $ von wo anders nutzen um endlich Fuß zu fassen...

  • NiFaBo

    Als xbox Spieler für mich eine gute Nachricht, was meinen Game Pass auch zugute kommt. Andererseits kam da ja wirklich kaum noch was außer CoD und ein paar Neuauflagen. Ich hätte den Deal günstiger eingeschätzt aber bin auch kein Experte. Ich hoffe seh, dass nach dem Weggang vieler Köpfe vielleicht doch noch das Ruder rum gerissen werden kann. Diablo 4 hab ich gedanklich schon auf 2030 geschoben.

    Activision und Blizzard haben aber durchaus auch schon gute Spiele gemacht. Ich hoffe, es kommt ein bisschen mehr dabei rum als nur das jährliche CoD und ein paar mobile Games.

    Microsoft wird so oder so das gaming weiter verändern. Bis jetzt gefällt mir deren Richtung. Nintendo geht ja da Konsequenz den gegensätzlichen weg und versperrt sich jeglichen Trends und Entwicklungen. Ich weiß nicht, ob man noch lange so in seiner Vergangenheit kleben bleiben kann. Auf mich wirkt Nintendo gegen Microsoft wie ein Relikt. Schade, aber ich ahne schon, wie die nächste Nintendo Konsole definitiv nix für mich werden wird. Ich hab nämlich keine Angst vor dem bösen Internet. ;);)

  • playersdestiny

    DestinysPlayer

    Angeblich ist Activision Blizzard auf Microsoft zugegangen und hat sich zu einer Übernahme angeboten.


    Unter diesen Bedingungen, und mit den zuletzt negativen Schlagzeilen ist der Kaufpreis relativ niedrig, und dann kann Microsoft kaum ablehnen.


    Inwiefern das die aktuelle Lage in der Branche ändert, wird sich zeigen. Xbox stellt sich damit nur in kurzer Sicht gegen Sony auf, langfristig sieht man die Konkurrenz in Google, Apple und Facebook.


    Auch Sony und Nintendo werden eine langfristige Strategie verfolgen, wobei Nintendo mit seinen starken Marken auch unabhängig von einer Konsole extrem erfolgreich existieren kann.

  • Solaris

    Günstige Intelligents

    Die nächste Übernahme wird wohl entweder Take Two oder EA werden. Ersteres wegen GTA und RDR und Zweiteres wegen FIFA. Ich würde auf Take Two wetten.

  • noobernikus

    Turmknappe

    also ich persönlich erhoffe mir für Blizzard Marken endlich mal frischen Wind.

    Call of Duty (Activision) hat mich zuletzt beim ersten Modern Warfare abgeholt, danach wurde es mir zu Fifa-artig - jährlich grüsst das Shootertier.


    Blizzard hängt nun seit Jahren mit WoW in einem (immer noch lukrativen) Kreativloch.


    Diablo 4 hat bei mir aufgrund der Entwicklung der letzten Jahre keinen Hype auslösen können.


    Warcraft/Starcraft (RTS) sind

    aufgrund der angeblichen Strategy Games Flaute bis auf weiteres im "Giftschrank" verschwunden.


    Overwatch ist für mich ähnlich unerträglich wie Fortnite.


    Lange Rede - kurzer Sinn: Das Potential ist da, aber alle Games brauchen eine Verjüngungskur.


    Microsoft hat wohl für alle unmissverständlich klargemacht, dass sie bereit sind die richtig dicken Gaming-Geschüze aufzufahren.


    Ich befürchte, dass für Nintendo und Sony schwere Zeiten bevorstehen. Denke die Frage / Rechtfertigung ein Spiel zu kaufen oder es im GamePass (günstig) zocken zu können, wird in Zukunft an Relevanz gewinnen.

  • FALcoN

    Hüter der Spiele-Datenbank

    Ich analysiere mal: Microsoft kauft im Westen einfach alle wesentlichen Dritthersteller auf und verdrängt Sony aus dem Konsolengeschäft. Quasi wie es Sony mit SEGA und dem Saturn im Westen gemacht hat - nur das Sony damals auf Kooperationen setzte. Denn der japanische Markt alleine reicht heute noch weniger zum Überleben wie damals. Und wenn sie den Heimkonsolenbereich monopolisiert haben, kommt Nintendo dran :evil:


    Solaris

    Take 2 hat sich erst Zynga für 12 Milliarden einverleibt. Und viele Analysten und Insider vermuten, dass sie damit nur die eigene Wertmasse steigern wollen, um eine mögliche Übernahme zu erschweren. Und solange bei Ubisoft die Guillemots-Brüder das Sagen haben, wird es auch dort keine Übernahme geben - zumindest nicht auf einfache Weise.


    Und EA... da braucht Microsoft nur direkt zur FIFA und NFL gehen und das Doppelte auf den Tisch legen. Das wäre immer noch deutlich günstiger wie eine Übernahme von EA, die mittlerweile außer ihren Sportspielen und Battlefield nicht mehr viel Großes zu bieten haben. Und Star Wars ist keine exklusive Lizenz mehr.

  • otakon

    Ssssssssswitch

    Auch wenn mich persönlich Activision/ Blizzard wenig interessiert sehe ich die ganze Entwicklung von MS als sehr besorgniserregend und schädlich für die Gaming Szene...

    Mir gefällt nicht wie sich das alles entwickelt X/

  • Asser82

    Turmheld

    Naja, auf Shooter hat Ms ja ein Monopol quasi. Zu Halo, Doom und Co ist ja jetzt noch CoD und Overwatch dazugekommen.


    Bezüglich tolle Platformer ist neben Psychonauts natürlich Ori zu nennen. Super Lucky's Tale finde ich auch klasse. Jetzt kommen halt noch Crash und Spyro dazu.


    Was fehlt sind filmische Action Adventures/RPGs wie Horizon und God of War. Dort ist die XBox am schwächsten. Eine super Serie hier ist Plague Tale. Ist zwar noch nicht Exklusiv, aber Asobo arbeitet schon ziemlich Ms zu mit Flightsimulator und co. Wäre für mich ein Kandidat für eine Zwischenmahlzeit.


    Aktuell sind ja EA und bald Ubisoft ziemlich gut in die Xbox integriert, teilweise direkt im Game Pass oder als Ubi+. Ich denke Ms würde rechtzeitig erfahren, wenn jemand FIFA wegkaufen wollen würde.


    Ich habe heute jedenfalls mein Game Pass nochmal günstig bis ins Jahr 2024 aufgestockt, bevor jemand auf die Idee kommt, etwas teuer zu machen.


    Bei Nintendo kaufe ich nur Mario, Zelda, DK, Kirby und Metroid. Reicht ja auch.

  • FireFly

    Turmheld

    Nintendo sollte auch Firmen übernehmen, das scheint ja so langsam der einzige Weg zu sein, wenn Nintendo verhindern will dass es wirklich komplett alleine dastehet. Ja, Nintendo ist sehr immun gegenüber der Notwendigkeit von Third-Party-Herstellern, aber ohne ein Capcom (Monster Hunter) oder eine Square Enix (Dragon Quest) wäre die Switch heute nicht bei über 100 Millionen verkauften Nintendo-Switch Geräten. Ja, Nintendo ist was sein Geld angeht sehr konservativ, aber vielleicht wäre es mal an der Zeit von diesem riesigen Geld-Batzen etwas auszugeben, auch wenn es "nur" der Kauf von z.B. Platinum-Games ist.

  • Cirno the strongest

    playersdestinyklingt nach bobby kotik , der versucht ja immer git dazustehen der wollte sogar kotaku und andere sachen aufkaufen um diese mundtot zu machen und nur noch darüber zu schreiben wie toll activision blizzard ist .

    Es gab auch schon vermutungen das er "freiwillig aus eigenen stücken " die firma verlässt

  • simmonelli

    Turmbaron

    Die nächste Übernahme wird wohl entweder Take Two oder EA werden. Ersteres wegen GTA und RDR und Zweiteres wegen FIFA. Ich würde auf Take Two wetten.

    FIFA kann aber nicht konsolenexklusiv werden. Das sind die Verträge mit den Ligen und Verbänden vor. Als Cash-Cow zum boostern der eigenen Erträge aber gut geeignet.


    Und wie hier schon geschrieben, einfach die Lizenzen zu 2025 übernehmen, Konami kaufen und done. Danach ist EA nur noch 1/5 wert und man kommt günstig an Entwickler. Problem: EA wird praktisch jeden Preis zahlen, um die Lizenzen zu behalten.

  • Kindra

    Meister des Turms

    TakeTwo/Rockstar halte ich für eine sehr unwahrscheinliche Kaufoption. MS kann so viel Milliarden geben wie sie wollen, Take Two guckt während des Gesprächs, wie viel Geld GTA Online in den letzten 10 Sekunden gedruckt hat, und sagt "Nein, nicht nötig, danke" :ugly-classic:


    Sowieso muss MS jetzt auch erstmal Piano machen. Irgendwann muss ja auch mal gut sein. Die Klagen in den USA wegen Monopolisierung werden sicher nicht unkomplizierter mit dem, was die gerade so treiben

  • Shyguy

    nintendo sollte platinum games und capcom kaufen. Beide keine schweren Unternehmen aber mit beliebten Titeln bei der Community.

    Monster hunter gehört nach rise eh schon irgendwie auf die Switch sprich nintendo, das kann doch nicht so schwer sein. Und platinum, nach bayonetta 1 und 2 und astral chain hab ich n ziemlichen Narren an der Firma gefressen, das bietet sich mit bayonetta 3 doch super an.

  • Lecce

    Paperplane Pilot

    Kleiner Nachtrag bzgl. Exklusivität:

    Zitat

    Auf Twitter teilt Spencer mit:


    Ich hatte diese Woche gute Gespräche mit Führungskräften von Sony. Ich habe bestätigt, dass wir die Absicht haben, alle existierenden Vereinbarungen auch über die Übernahme von Activision Blizzard hinaus zu respektieren und uns wünschen, dass Call of Duty auf der PlayStation bleibt. Sony ist ein wichtiger Teil der Industrie und wir schätzen unsere Beziehung.


    Quelle: Gamepro

  • Rincewind

    Meister des Turms

    Solaris


    Es ist gar nicht sicher, ob die FIFA weiterhin mit EA zusammenarbeitet. Es knirscht zwischen FIFA und EA. EA hat in Statements auch schon angedeutet, dass ein Ende der Zusammenarbeit nicht ganz unwahrscheinlich ist. EA hat schon etliche wichtige Lizenzen für Nationalmanschaften. Das Diego Maradona Icon wirds wohl auch nicht mehr geben.


    Take Two hat wohl Interesse und bietet der FIFA eine Summe, die EA nicht überbieten will oder kann.


    eine Konsolenexklusivität wirds für FIFA aber eh nie geben. Die Gründe hat simmonelli schon genannt


    FALcoN


    Sehe ich anders. EA ist äußerst interessant für Microsoft. Es geht ja nicht darum, welche Marken sie zur Zeit bedienen. Sie haben viel brach liegendes Potenzial und viele interessante IPs im Portfolio. EA ist aktuell mit Sicherheit die Nr 1 auf der Wunschliste von MS.

  • simmonelli

    Turmbaron

    Rincewind FIFA kann man nicht schwarz/weiß sehen. EA hat Ärger mit FIFA - das betrifft im Wesentlichen den Namen und ev. Formate wie WorldCup / WM und einige Nationalmannschaften.


    Das Geld wird aber in FUT gemacht, wo Vereine und Spieler im Vordergrund stehen. Da werden die Lizenzen wiederum über UEFA et.al. oder direkt durch die Vereine/Ligen vergeben. Will sagen, EA kann im Moment vermutlich gut ohne FIFA (Logo) leben und müsste sein Produkt anpassen. Für die FIFA ist das auch OK, wenn Sie einen "Deppen" findet, der die kolportierten 1Mrd€ zahlt ohne das der Betrag an Verkaufszahlen des Spiels hängt. Verlierer ist daher am ehesten der neue Rechteinhaber, der trägt nämlich das Risiko, das Geld auch wieder einzuspielen. Dafür müsste er aber signifikant Marktanteile von EA holen - halte ich für sehr schwierig, solange FUT bleiben kann wie es ist.