retro Gamer - das Magazin

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  • Das britische Magazin retro Gamer wird schon seit Anfang 2004 weltweit in englischer Sprache produziert. Das Heft war in kürzester Zeit so erfolgreich, dass sich der zuständige Verlag Live Publishing von dem vierteljährlichen Veröffentlichungszeitraum verabschiedete und es monatlich herausbrachte. Doch bereits im Jahr 2005 war das Heft schon in Gefahr. Live Publishing, der Herausgeber der retro Gamer und vieler anderer Magazine, musste in die Insolvenz gehen.
    Glücklicherweise erwarb der Verlag Imagine Publishing die Rechte für die retro Gamer und der Erfolg konnte weitergehen.

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    Am 15.08.2012 kam erstmals eine ins deutsche lokalisierte Ausgabe des britischen Magazins retro Gamer heraus. Sie wurde von der GamersGlobal-Redaktion im Auftrag der Heise-Verlagsgruppe lokalisiert und war ursprünlich nur als Sonderheft geplant. Doch der Zuspruch war so groß, dass die Heise-Verlagsgruppe sich für eine Weiterführung des Magazins entschied. Bisher erscheint das Heft vierteljährlich. Während man am Anfang sich nur der Lokalisation der englischen Texte aus der britischen retro Gamer annahm, was anfangs nicht immer gut funktionierte, fingen die Redakteure im Laufe des Jahres 2013 damit an, auch eigene Berichte und Themen einzufügen. Insgesamt kommt das Heft nun wesentlich runder daher und die zahlreichen Übersetzungsfehler der Erstausgabe gehören zum großen Teil der Vergangenheit an.

    Inhaltlich befasst sich das Magazin, wie der Name es erahnen lässt, nicht mit den aktuellen und kommenden Blockbustern, sondern überwiegend mit den bekannten und unbekannten Klassikern der virtuellen Spielegeschichte aus den 70ern-90-ern. Ob Spieleautomaten, Heimcomputer, Videospielekonsolen oder PC - zu allen Bereichen, die nichts mit dem Begriff "neu" zu tun haben, darf man ausführliche Berichte und Reportagen zu den Spielen, Firmen und der Technik jener Zeit erwarten. Interviews mit damaligen Entwicklern, Designern und Insidern der Branche sind ebenfalls vorhanden. Insgesamt fällt der Umfang mit ca. 200 Seiten pro Ausgabe sehr ordentlich aus, was sich auch im hohen Preis (zur Zeit 12,90€) bemerkbar macht. Dafür findet man im Heft aber auch kaum störende Werbung.

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    Nun ist die neueste Ausgabe der retro Gamer herausgekommen. Für Nintendo- und Segafans ist diese Ausgabe jedoch leider nicht berauschend ausgefallen. Der Schwerpunkt liegt dieses mal eindeutig bei den Heimcomputern der 80er und im Besonderen auf dem "Brotkasten". Auf Rund 50 Seiten (ca. 1/4 des Heftes) steht der Commodore 64 im Mittelpunkt. Die Mehrzahl der deutschen Ü30er, die dem Hobby Videospiele nahe gekommen sind, dürften dies dem C64 verdanken (bei mir war es der NES). Wer also etwas in Erinnerungen schwelgen will, darf ruhig einen Blick riskieren. Dem 3DO wurde in dieser Ausgabe auch eine ausführlichen Reportage gewidmet. Doch es gibt auch weitere lesenswerte Berichte über z.B. die Entwicklungen der Prügelspiele und Rollenspiele bis heute oder den Entstehungsprozess der Sims-Serie. Außerdem ist ein Making Of-Artikel zu Grand Theft Auto 3 enthalten. Wie man sieht, ist für Jeden etwas dabei.

    Vielleicht fragt sich nun einer warum ich diesen Blog verfasst habe. Geld spielte dabei leider keine Rolle. Der Grund dafür liegt in den Problemen der Presse-Erzeugnisse. Es gab ein zweites Magazin in Deutschland, dass sich dem retro Gamer-Magazin ziemlich ähnelte und zum Teil auch die selben Autoren hatte - die PowerPlay. Dieses Heft wurde jetzt, nach einem Jahr der Existenz, wegen mangelnden Verkaufszahlen wieder eingestellt bzw. wird es vermutlich einen reinen digitalen Vertrieb (eBook) bekommen. Ich gehöre aber zu der (leider wohl aussterbenden :( ) Gattung, die beim Lesen von Büchern oder Magazinen nicht auch noch in einen rechteckigen leuchtenden Kasten schauen möchte, wo man dies schon für zahlreiche andere Dinge zu Genüge tut - auch für Videospiele :rolleyes: . Daher wollte ich schlicht auf dieses Heft hier (aus rein egoistischen Gründen :P) aufmerksam machen, damit ich in den nächsten Jahren weiterhin in neuen deutschsprachigen Ausgaben der retro Gamer ganz "analog" schmökern kann :love: . Also kauft das Heft und viele Kommende :thumbsup:

    PS: Für Kenner des Magazins, welche die Erstausgabe verpasst haben. Man muss nicht mehr bei Online-Auktionshäusern bis zu 60€ für ein gut erhaltenes Exemplar ausgeben. Denn der Heise-Verlag entschied sich für eine 2. Auflage der Erstausgabe, die man im Onlineshop zum regulären Preis erwerben kann.

    PS: Für diesen Blog gab es wirklich kein Geld :) .

    4.233 mal gelesen

Kommentare 6

  • G4M3R -

    Ich fände es deutlich interessanter, wenn man die Bände von einem Jahr als gebundenes Buch kaufen könnte, aber so an sich hast du mein Interesse geweckt... schade eigentlich, würde es die alten Magazine jeweils als Buch in Form von
    retro Gamer Band '04
    retro Gamer Band '05
    ...
    retro Gamer Band '09
    retro Gamer Band '10
    ...
    retro Gamer Band '14
    geben, würde ich mir die anschaffen, aber leider gibt es das ganze alte Zeug nur sehr teuer auf eBay und wenn so hier und da mal ein Heften kaufen ist nicht meins. Auch wenn ich solche Hefte eigentlich sehr gern habe und vermisse.

  • Hunter -

    ich lese es auch noch regelmäßig und hab es mir jetzt vor kurzem abonniert ^^

  • FALcoN -

    @SITDown: Das stimmt. Die Ausgewogenheit zwischen Konsolen und Heimcomputern war in den ersten Ausgaben wesentlich besser. Ich finde auch, dass sie die Balance in allen Ausgaben besser einhalten sollten, damit die einzelnen Magazine für Jeden interessant bleiben.

    @Pascal: Die Rechtschreibfehler sind zwar teilweise leider noch vorhanden, aber in wesentlich geringerer Zahl wie in den ersten Ausgaben, wo der Lesefluss dadurch gestört war.

    Ich hoffe in jedem Fall, dass uns das Heft noch eine zeitlang erhalten bleibt. Denn ich finde es insgesamt doch sehr informativ, da ich auch überrascht war, wie viele Spiele und Systeme ich gar nicht aus der Zeit kenne.

  • Norkos -

    Ich hab die erste Ausgabe (hätte ich mal gewusst dass die bei ebay zwischendurch auf 60€ war :) )

    Bei der aktuellen Ausgabe bin ich mir aber noch unsicher ob ich sie mir hole. An sich finde ich es auch interessant über Pre-NES Systeme/Games zu lesen - aber in diesen Umfang wird es dann doch schnell monoton (wenn man die Games damals nicht gespielt hat). Da war die erste Ausgabe irgendwie Ausgewogener.

  • Cap -

    Ich kauf' mir die retro Gamer in schöner Regelmäßigkeit. Ist eigentlich immer recht interessant, wie ich finde. Freilich, es schleicht sich schon manchmal der ein oder andere Rechtschreibfehler ein, insofern wäre tatsächlich etwas mehr Sorgfalt erforderlich. Andererseits bin ich aber froh, dass solch ein Magazin überhaupt existiert. Was Magazine, Zeitschriften oder Bücher betrifft, möchte ich nach wie vor am Kiosk einkaufen, und nicht im eBook Store.

  • Pascal Hartmann -

    Ich hatte damals zur ersten Ausgabe einen kurzen Blog-Eintrag verfasst und lese die Zeitschrift noch immer. Wirklich informative Artikel und so viele Spiele, von denen ich zuvor nie gehört habe XD

    Allerdings finde ich es sehe bedauerlich, dass es die Redaktion nach mehreren Ausgaben noch immer nicht geschafft hat, auch nur zwei Seiten ohne irgendeinen Rechtschreib- oder "Buchstaben vergessen"-Fehler hinzulegen. Klar, es handelt sich um wirklich viel (!) Text, aber selbst eine automatische Rechtschreibkorrektur könnte eine Menge abfangen... Und wir reden hier nicht von einem Freizeitprojekt, sondern von einem Magazin, das stolze 13 Euro kostet. Da kann ich Sorgfalt erwarten.