Nintendo, stahp (sh)it!

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  • Ein viertel Jahr kein Blog und dann gleich ein superduper heikles Thema an einem Ort, wo ich potenziell mit der größtmöglichen Menge an Gegen-Gemeckere rechnen kann. Eigentlich keine gute Idee, aber wisst ihr, was auch keine gute Idee ist? Richtig, genau das, was ich behandle!:

    Viele von euch kennen ja bestimmt das Youtube-Programm, das Nintendo für diverse Regionen, zB Amerika, eingeführt hat, mit dem es jeder einfacher haben soll, etwas mit Videos zu verdienen, die Nintendocontent haben. So oberflächlich und kurz beschrieben klingt das ja gar nicht mal so scheiße, nicht wahr?

    Nur schade, dass es von Auferlegungen, Einschränkungen und Kontrollsucht nur so zersetzt ist. Die einzelne Einreichung von Videos ist schon an sich sehr nutzlos, also gehen wir gleich mal zum Anmelden von Kanälen im Programm über. Nintendo verlangt, dass auf diesen Kanälen nichts anderes als Nintendospiele gezeigt wird und von diesen wird auch nur eine kleine Anzahl zugelassen. Darüber hinaus wird sich die Macht darüber angeeignet, mit den hochgeladenen Videos alles zu tun, was sie wollen, was lieber niemand bei Verstand akzeptieren sollte.

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    Das Internet ist bei Nintendo und vorallem der Zentrale in Japan nach wie vor absolut nicht angekommen und was man im Internet tun sollte und was man lieber sein lässt, wenn man sich nicht unbeliebt machen will, ebenso nicht. Dieses Programm, mit dem sie alles regeln wollen, kommt über 6 Jahre zu spät, um irgendeinen Standard dafür zu setzen, wie Videospielvideos, LetsPlays natürlich mit eingeschlossen, aussehen sollen und dürfen, besonders wenn die restliche Industrie schon längst teils schmerzhaft festgestellt hat, wie die Hasen zu hoppeln haben, um bei Spielern gut anzukommen und neue Kundschaft auf Youtube anzulocken und das ohne für Produktplatzierung zu bezahlen, es gibt immer noch Menschen, die halten ihren Spielspaß freiwillig in die Kamera und begnügen sich im höchsten Fall mit ein paar Cent oder Euronen für Werbeklicks, wenn sie Videoproduktion neben- oder gar hauptberuflich betreiben.

    Würden sie wirklich auf diese dumme Art viel verdienen wollen, würden sie Videospielmagazine für jedes Video mit ihren Inhalten nochmal extra anzapfen, denn die bringen erst recht viel ein, natürlich auch für jeden Text und jede Veröffentlichung von Bildmaterial, nicht nur Videos. Tun sie aber nicht. Wie heißt es doch immer? Gleiches Recht für alle oder so ähnlich... kann ich hier nirgendwo erkennen.

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    Manche bis viele sagen, Nintendo bräuchte überhaupt keine Werbung von anderen für auch nur irgendwas und wisst ihr, dem hätte ich in der letzten Generation mit 150 Millionen NDS- und 100 Millionen Wii-Systemen zusammen mit einem unglaublichen Haufen an Software auch noch zugestimmt. So einige scheinen aber verdammt blind zu sein, wenn sie nicht bemerken, wie unbeliebt sich Nintendo am laufenden Band macht und wie viele sie einfach nicht (mehr) beachten. Würden sie sich nicht selbst ins negative Licht geradezu katapultieren, hätten sie sicher noch manchmal einige Chancen mehr, abgewendete Leute oder neue Spieler erschließen zu können, dafür sind marktführende Riesenplattformen wie Youtube weiß der Geier wie lang schon groß genug. Es genügt nicht, nur einem beständigen Hardcorefan-Kreis kleine Videos, Tweets und Directs zu präsentieren, großartig mehr Menschen zieht das alles nicht an, wenn davon eh niemand sonst erfährt. Auch im Schalten von Werbespots (wenn es zu einem Spiel denn mal überhaupt welche gibt) im Fernsehen halten sie sich mehr zurück als es gesund sein kann.

    NCL in Japan verhält sich wie ein Staubsauger für Centmünzen, der jeden kleinen Coin, der hinter dreizehn Ecken versteckt liegt, in sich aufsaugt, obwohl von den gleichen Besitzern dieser Beträge schon ein paar hunderte bis tausende Euro abgezogen wurden. Würde man andere einfach mal machen lassen und Nintendospiele unkompliziert wie jedes andere zeigen lassen, auf welche Art und in welchem Umfang auch immer es Contentproducer tun möchten, vielleicht sogar es aktiv unterstützen wie es der Zweigstelle in Frankfurt (NoE) mittlerweile positiv nachgesagt wird, könnte Nintendo sehr leicht präsenter in der digitalen Öffentlichkeit auf großen Kanälen werden und sie hätten unterm Strich dreist gesagt irgendwann viel mehr davon, gute Beziehungen zu pflegen als anderen die Stimmung und Arbeit mehr als nur zu vermiesen.

    Selbst Videobastler, die kein bisschen was verdienen, werden von Content-ID gewaltig belästigt, wenn sich bei der Überprüfung Nintendocontent finden lässt, der dort eingetragen wurde. Kaum jemandem würde es etwas ausmachen, wenn Nin daran verdienen kann (was in den meisten Fällen dann aber eher gegen 0 gehen würde), leider ist das System von Youtube so konstruiert, dass NIEMAND auch nur einen Claim oder Takedown auf dem eigenen Kanal haben will.

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    Nintendo macht sehr vieles gut sowie einiges richtig richtig richtig schlecht und zu den dümmsten Ideen mitsamt Ausführung gehört das Partnerprogramm. Nicht alles, bei dem einem das Gesetz das Recht gibt, alle möglichen Schritte tun zu können, impliziert auch gleich, dass es eine gute Idee ist, sich auf diese Möglichkeit auch zu stürzen.

    Ach, wisst ihr... man sollte einfach in ein ManagedNetwork mit vollem Programm für Spiel-Lizenzen eintreten, dann muss sich das Netzwerk damit herumschlagen. Aber das kann und will auch nicht jeder bewerkstelligen.

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    Vielen Dank, Sie waren wieder ein wundervolles Publikum, das nächste Mal behandeln wir die Frage, wie man Salat zu einem Schnitzel macht... oder lieber doch nicht, das hat nämlich Doktor Allwissend schon getan und diese Herausforderung bravurös gemeistert. Wenn ihr daran interessiert seit, googlet es einfach mal.

    Und nun nochmal ganz deutlich: Mein Wort ist kein Gesetz und soll euch nicht beeinflussen. Trotzdem hat alles, was ich gesagt habe, einen gewissen Hintergrund, warum es gesagt werden musste und wie ich darauf gekommen bin. Ich hab schonmal erwähnt, dass ich je nach Situation beschimpft werde, zu kritisch oder zu unkritisch zu Nintendo zu sein, jenachdem wie es anderen gerade passt. Ich kritisiere alles an einem meiner Lieblingskonzerne, was ich will oder lobe ihn für Dinge, die ich für toll halte, deal with (sh)it (ja, das ist eine Referenz an den Titel dieses Blogs).


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Kommentare 7

  • AnGer -

    Man kann es drehen und wenden, wie man will. Unter Berücksichtigung des aktuellen Urheberrechtes betreiben die meisten Let's Player eine Urheberrechtsverletzung. Dass dieses Format weiter existiert, liegt an einem Gentlman's Agreement zwischen der Industrie und den Youtubern, die sich zwar auf "fair use" berufen, allerdings diese Klausel sehr weitreichend auslegen. Die Mehrheit der LPs würde wohl unter "Infotainment" fallen und hier darf auch die Frage gestellt werden, wie viel "Info" da drin ist.

    Für Videoreviewer ist das Programm natürlich ärgerlich und da ziehe ich auch konsequent 'nen Strich. Diese Berufsgruppe sollte im Idealfall Pressefreiheit genießen und damit auch die Privilegien, die "fair use" mit sich bringt. Und dass Nintendo (und auch andere Firmen) diese Berufsgruppe genauso im Visier haben, stinkt gewaltig.

  • Taneriiim -

    Nintendo sollte den Leuten zwar generell überlassen Gameplay Videos zu teilen, aber nur den Wenigen die am Partnerprogramm teilnehmen auch eine exklusives, vorzeitiges und offizielles Infoangebot und Gütesiegel bereitstellen.

  • Taneriiim -

    Also jeder, der offizielle Partnerschaften eingeht, muss mit sowas rechnen. Eine Firma, die zum Beispiel offizielle Lösungshefte für Nintendo Spiele macht geht auch eine Partnerschaft mit Nintendo ein. Wer es nicht offziell macht und nur aus Freude, sollte auch nicht die Absicht haben damit Geld zu verdienen. Alle anderen können nicht erwarten, mit Müll Geld zu verdienen. Das macht nintendo schon richtig, sie lassen ihr Content nicht abwerten durch unsinnige Let's Plays. Bei den wenigen, die sich jetzt raus filtern und dabei bleiben trotz Partnerprogramm kann man sicher gehen, dass sie ordentliche Let's Play und Lösungsvideos veröffentlichen.

  • Eiswuerfel -

    Gut geschrieben. Ich hoffe, dass Nintendo, dieses Programm, durch die Resonanz, so schnell wie möglich, wieder verschwinden lässt, wie es aufgetaucht ist.

  • Pit93 -

    Netter Tag "Leopardenmodus". ;)

    Ansonsten kann ich dir nur zustimmen. Nintendo macht bei zwar sicher nicht alles falsch, aber bei manchen Themen, wie eben z.B. dem Partnerprogramm, greift Nintendo so tief ins Klo, dass nicht einmal Mario sie noch wiederfinden kann. Ich bin gespannt wie sich die Situation weiterentwickeln wird...

  • EinName -

    I approve this message!

  • Pilz of Madness -

    Jap, Nintendo macht sich momentan mit ihren banalen Entscheidungen keine Freunde unter den Sony, Microsoft und PC-Spielerin. Sie verstehen wohl nicht das Lets Plays durchaus Leute zum Kauf von Spielen bewegen, wie bei Minecraft, Deponia und denn ganzen anderen (Möchtegern) AAA Titeln.
    Und wenn noch jeder sagt Nintendo ist für Kinder, langweilig usw. greifen die meisten zur Konkurrenz.
    Fazit ist Nintendo stellt in ihrer Marketing-Abteilung nur Haschisch rauchende Yakuza-Gangster ein die sich denken deal with it.