Custom Amiibo ~ Tutorial: Kapitel 1 ~ Was brauch ich?!

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  • Kapitel 1: Vorstellung der Materialien, Farbe, Pinsel und Werkzeuge ~ Was brauche ich eigendlich?!


    Jeder der sich schonmal damit beschäftigt hat, fragt sich auf jeden Fall direkt was er eigendlich braucht und wie genau er jetzt eigendlich vorgehen muss... Jedes Material braucht andere Werkzeuge und trotzdem gibt es viele verschiedene Dinge, die man einfach wirklich bei allem benötigt.


    Die Pinsel:

    Eigendlich logisch, zum Bemalen und Färben benötigt man meistens Pinsel oder etwas, um die Farbe aufzutragen. Hier gibt es viele unterschiedliche Techniken und viele unterschiedliche Möglichkeiten, darum auch entsprechend viele unterschiedliche Pinsel, die ihr benutzen und verwenden könnt. Zum Schluss schreibe ich euch noch einige Tipps, Tricks und Kniffe, wie ihr eure Pinsel reinigen könnt und dafür sorgt, dass sie lange halten und nicht schon nach der ersten Bemalung jämmerlich aufgeben. Ich werde später auch einige Bilder einfügen, damit ihr direkt auch seht, was ich meine.


    "Breitflächige Pinsel":
    Es gibt relativ breitgefächerte Pinsel und genau diese, sind unter anderem auch manchmal echt praktisch für Lasuren und dergleichen. Mit einem Preis von fast 4 Euro allerdings auch ziemlich kostspielig und nicht zwangsweise nötig. Wer wirklich alles rausholen will und vielleicht auch ein wenig faul ist, kann darauf zurückgreifen, aber ich sage direkt : Vorsicht. Die Handhabung ist nicht unbedingt einfach und man benötigt schon ein bisschen Übung.

    "flache Borstenpinsel":
    Jeder kennt sie aus der Schule: Die klassischen Borstenpinsel, flach zulaufend und an sich fast "eckig" mit Spitze. Eignen sich wunderbar für Grundierungen und größere Flächen, für Details aber leider nicht, weil sie zu ungenau sind und die Fläche einfach zu breit ist. Zum sogenannten Trockenbürsten unverzichtbar, weil die manchmal spröden Borsten doch dabei gerade perfekt sind und gute Effekte erzielen. Nimmt stellenweise viel Wasser auf, aber genau das macht sich manchmal gerade richtig gut.

    "spitze Pinsel":
    Man kennt sie, mag sie oder hasst sie, aber im Grunde weiß jeder sofort was ich meine. Diese Pinsel laufen in eine schöne, geschwungene Spitze zu und sind perfekt geeignet für feinheiten, Einzelheiten und vorallem Details, dafür wird allerdings jede noch so große Fläche damit zur Qual. Es gibt sie in Dick und Dünn, Lang und Schmal genauso wie in Kurz und Gewunden. Achtet darauf, das die Spitze noch vernünftig ist, schön zulaufend und nicht zu ausgefranst. Für Details und Tusche stellenweise einfach wirklich perfekt, weil ihr damit ein gutes Ergebnis erzielen könnt und in die kleinen, feinen Ritzen und Ecken gut hinein kommt und die Farbe gleichmäßig auftragen könnt.

    Qualität hat ihren Preis?
    Die Pinselarten aufzuzählen, damit ihr wisst was ihr vielleicht braucht oder nicht, mag vielleicht helfen aber letztendlich stündet ihr dann vor dem Regal und hättet dennoch nicht wirklich einen Plan, welche Pinsel ihr jetzt zielsicher braucht. Gesagt sei euch auf jeden Fall, das teuer nicht immer gut sein muss. Für Details und Feinheiten benutze ich oft Rotmarderpinsel, weil diese selten Fransen und gut die Farbe aufnehmen, ohne darrunter allzusehr zu leiden... Aber genauso gerne nutze ich die Pinsel aus dem Müller mit der typischen, orangenen Farbe aus Synthetik. Einem Anfänger würde ich eher letztere Empfehlen und als Trockenbürstpinsel reicht es völlig zu sagen, ich benutze "nur" einen Billigpinsel oder ähnliches, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Synthetische Pinsel sind im Preis-Leistungs-Verhältnis bislang am Besten und vorallem am geeignesten, wenn ihr wirklich nicht vorhabt (wie beispielsweise ich in meiner Freizeit), größere Projekte zu verwirklichen und ganze Heerscharen an Amiibo zu bemalen (ich spiele Warhammer, da bemalt man schnell mal 40-60 Miniaturen... xD). Für Details solltet ihr euch einen schönen, dünnen und spitzen Pinsel anschaffen, vielleicht einen Borstenpinsel aus Synthetik für Grundierungen und gröbere Flächen und noch einen etwas dickeren Pinsel mit Spitze, für Tuschen und co. Vertraut mir, weniger ist mehr und wenn ihr euch gut um eure Pinsel kümmert, habt ihr lange Freude an ihnen.



    (Hier ein Bild meiner Pinsel, brav in Reih und Glied ;) )


    Pinselpflege:
    Kurze Informationen an euch, um eure Pinsel immer geschmeidig und vorallem gepflegt zu halten:
    - Niemals! im Wasser stehen lassen, das macht die Borsten /Häärchen kaputt und die Pinsel altern schneller;
    - Kernseife zur Reinigung... Perfekt, einfach, billig und Effektiv. Einfach den Pinsel etwas drüber ziehen und dann im Wasserglas ausschwenken, bis der Schaum und die Farbe rausgewaschen sind. Sorgfältig trocknen, einfacher geht es kaum ^^
    - benutz nicht zuviel Farbe, achtet darauf das diese nicht in die Fassung gerät oder wie bei Wasserfarben die Pinsel darin baden. Die Spitze benetzen reicht völlig, lieber einmal mehr als später zuviel;
    - Pinselkappen sind nicht zwangsweise nötig, aber oft von Vorteil und bei den meisten Pinseln, gibts die kleinen Plastikteile gratis dazu (das Röhrchen). Schaden tut es nicht und wenn ihr vorsichtig seid, bleibt auch die Spitze vorallem lange erhalten;



    Skulping, Modding, Resin, GreenStuff und wie es nicht alles heißt xD:

    Einfach, aber notwendig manchmal, denn hier fasse ich das ganze Material zusammen, welches man benötigt um Details hinzuzufügen, die Figuren vielleicht komplett zu gestalten, zu verändern oder anzupassen... Mit irgendwas "fülligem" muss man das schließlich machen, hier mein Check-Up zu den einzelnen Möglichkeiten und Vor- / Nachteile Übersicht.


    Green Stuff und Millipull:
    Wer sich auch mit Warhammer oder anderen Miniaturen beschäftigt, wird jetzt nickend und lächelnd hier sitzen und darf auch gleich zum nächsten Punkt switchen. Green Stuff und andere 2-Komponenten-Massen sind leicht erklärt: Sie bestehen, wie der Name schon sagt, aus 2 Komponenten die miteinander vermengt, vermischt oder verknetet werden müssen. Im Falle von Green Stuff, wird es eben grün ^^ Hat die Konsistenz von Kaugummi und ist zu Beginn extrem klebrig, härtet aber dann aus und lässt sich irgendwann sogar richtig schnitzen und verformen. Vielseitig, lässt sich auch mit Wasser gut vermengen und so in eine dickflüssige Form bringen, die z.B. gut geeignet ist, um Ritzen und co auszufüllen und Übergänge geschmeidiger zu gestalte und Details besser einzufügen. Der größte Nachteil ist leider vorallem der Preis, denn GS ist schweine teuer. Etwa 20g kosten schnell mal ein 10ner und daher ist es kaum für größere Dinge geeignet. Millipull ist zwar günstiger, aber schwerer in der Handhabe...
    Millipull auch oftmals mit nur 1x l geschrieben, gehört auch in die Kategorie der zwei Komponenten-Massen. Es ist ein wenig billiger aber weitaus schwerer zu besorgen und zu holen... Leider. Es gibt noch mehr, vom White Stuff bis zum Bluebird... Aber alle aufzuzählen sprengt den Rahmen und ist eigendlich auch unnötig, das meiste dreht sich um die bekannten "Größen" in dem Bereich.

    Sculpey:
    Da ich aufgrund eines besonderen Kommentares angefangen habe, mich mit dieser Form der Masse zu beschäftigen und sie eigendlich echt gut fand und unbedingt aufnehmen wollte, gibt es an dieser Stelle einen kleinen Edit. Sculpey gehört zu den Polymerclay Sorten, zwar nicht in Bastelläden erhältlich aber im Grunde genommen, ganz einfach über das Internet zu bestellen. Sculpey ist ausgesprochen flexibel und härtet nach kurzer Zeit unter dem ganz normalen Föhn schon aus und eignet sich sogar erstaunlich gut dafür, um an der Amiibo selbst Veränderungen vorzunehmen. Hier ist aber dennoch Vorsicht geboten und der Übereifer sollte gebremst werden, denn man sollte für Arbeiten an der Base, selbige auf jeden Fall vor größerer Hitzeeinwirkung schützen. Preis und Leistungsverhältnis ist dahingehend echt gut, vorallem größere Mengen lassen sich bequem und recht zügig bestellen.

    Ähnliche Modeliermassen:
    Die bisherigen Modeliermassen sind nur Beispiele, mit denen ich mich beschäftigt habe und die ich benutze, natürlich gibt es noch weitaus mehrere aber, die müsstet ihr tendenziell selbst ausprobieren.

    Fimo:
    Wer kennt es nicht? Fimo gehört zu den bekanntesten Polymer-Clay Versionen die es gibt. Hier gibt es auch unzähliche Unterschiede und unzählige Varianten (Fimo Soft, Fimo Classic, mit Steinoptik, Maserung etc.). Fimo ist vergleichsweise echt günstiger, aber ihr müsst eines bedenken: Fimo muss in den Ofen. Darum führt kein Weg vorbei, daher ist es nur geeignet für komplette Figuren oder "Beiwerk". Ein Megastein für Glurak? Kein Problem, schnell gemacht und ab in den Ofen, dann an der Amiibo befestigt und fertig ist er....An der Figur angepasst, ein zweites Flügelpaar für Pit? No-Way! Weder der Chip in der Amiibo noch die Figur selbst, hält solche Temperaturen aus. Bevor der Aufschrei jetzt losgeht, nein ich habe keine Amiibo zum Untergang verurteilt und dennoch habe ich es getestet.( dazu unten kurz mehr ^^')

    Resin und co:
    Resin und andere Mischungen, mit Wasser angerührt werden sie irgendwann hart aber... Sie müssen gegossen werden und das ist ein Aufwand (Form giesen oder herstellen, Negativ machen oder Schnitzen, etc). Ich muss zugeben, der Preis ist unschlagbar aber... Ich selbst habe mich an Resin einfach nicht rangetraut. Einen ganzen Block zu bearbeiten und daraus eine Figur zu schnitzen, war für meine Zwecke dann doch zu aufwändig und zu hart oô Es ist einfach too much...

    Pappe o.o:
    Manche sind ja so krass und machen aus Bastelkleber /Leim und Papier ganze Figuren, gestalten diese und erstellen so ihre ganz eigenen Figuren...Ich persönlich schaffe damit aber leider nicht die feinen Details, wie mit anderen Modelliermassen und es lässt sich schwerer in Form bringen, eben weil es erst trocknen muss und viel Zeit aufbringt. Unschlagbar ist hier aber wirklich der Preis, den Eimer Leim gibts im Baumarkt schon für nichtmal 5 Euro.

    Harze:
    Viele giesen sich auch aus Harzen zurecht, was sie benötigen aber genau wie bei Resin und vergleichbarem habt ihr hier das enorme Problem, ihr braucht ein Negativ und daher erstmal eine Form von irgendetwas... Bei manchen Dingen ist das extrem praktisch, zum Beispiel wenn ihr mehrere Figuren und mehrere Abdrücke einer Serie machen wollt... Im Endeffekt ist es aber für Amiibo einfach falsch und wirklich eine klebrige Angelegenheit. Lasst die Finger besser hiervon weg, ihr werdet unnötig enttäuscht und es macht unnötig Kosten und Ärger.


    Fazit:
    Für mich am effektivsten hat sich bisland wirklich eine Mischung aus beidem erwiesen. Für größere Teile wie Blumen, Verziehrungen, Ranken und Schwerter, andere Dinge wie ein neuer Bogen für Pit oder ähnliches sind mit Fimo super als Grundstock zu machen, härtet im Ofen aus (kleine Teile kann man sogar im Wasserbad härten, ohne Witz). Fimo-GS härtet sogar an der Luft und lässt sich einfacher verarbeiten, achtet aber wirklich darauf das mehr GS enthalten ist, als Fimo sonst muss es wieder in den Ofen und das bringt nicht viel...

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    Farben:
    Bunt solls werden, bestimmte Massen haben Farbe aber, die feinen Linien und Details sind wichtig und müssen ja auch nicht vergessen werden... Was also ist wichtig? Genau! Farbe. Acryllfarbe ist ein Must-Have, alles andere hält praktisch garnicht, verläuft oder trocknet nicht richtig... Ihr habt im Schnitt 15 Euro für euren Recken ausgegeben, warum also mehr Geld ausgeben um ihn zu zerstören? Acryllfarbe ist wasserlöslich und verdünnbar ohne chemische Mittel, aber dennoch wasserfest im Nachhinein wenn es getrocknet ist. An sich, perfekt für Amiibo.

    Citadel / Gamesworkshop:
    Pro kleines "Töpfchen" kostet es immerhin stolze 3 Euro, lässt sich aber mit Wasser wunderbar verdünnen und verarbeiten... Unterschiedliche Farben gibt es auch, dazu mehr im eigendlichen Maltutorial. Wichtig ist im Groben darauf zu achten, das es mehrere "Stufen" gibt. Basic oder Fondation-Farben sind im Grunde genommen nichts als Basisfarben, hoch pikmentiert und deckend leuchtet die Farbe gut und lässt sich auch gut mit Wasser verdünnen. Washes/Tusche eignet sich gut um natürlichen Schatten zu simmulieren, denn die Farbe fließt in kleine Ritzen und setzt sich dort ab, macht diese Ritzen automatisch dunkler und erzeugt so eine Art Schattierung. Layer und helle "Trockenbürstfarben" sind letztlich nurnoch dazu da, um einfach gewisse Highlights zu setzen und zu verbessern. Die Farbpalette ist auf Miniaturen ausgelegt und daher breit gefächert, Mischungen sind beinahe grenzenlos möglich und ihr braucht keinen teuren verdünner. Mit 3 Euro pro Farbe, aber dennoch echt teuer... Ergiebig ist die Farbe bei einem guten Wasser-Verhältnis zwar auch, dennoch vorallem am Anfang malt ihr einfach dicker und das kostet Farbe.

    Vallejo:
    Viel Gutes gehört, selbst ausprobiert und eigendlich echt zufrieden. Die Farben sind ein wenig billiger, das ist ein guter Vorteil nur leider, sind Vallejo weniger verbreitet... Abstufungen wie bei den Citadel zwar auch breit gefächert, mehr Farben erhältlich und mehr einfach um etwas zu machen und zu gestalten, aber man braucht stellenweise vorallem bei den Tuschen mehr erfahrung. Die Farbe ist einfach dünner, einfach fließender und ich war stellenweise echt überrascht, wie verflucht schnell sich Pfützen und co bilden können...Wer da irritiert ist und nicht weiß, wie er es ausbessert, gerät schnell in Panik. Die Serie bietet darrüber hinaus auch echt geile Tutorials an und gibt sich sehr, sehr viel Mühe um auch wirklich auf dem Markt zu bestehen... Große Farbauswahl, gutes Mischverhältnis und größere Pikmentierungen sind ihre großen Vorteile.

    Acryllfarben-Sets:
    So leid es mir gerade tut, das wirklich schreiben zu müssen aber... Pfoten weg! Ich bin damals in den Müller Markt gegangen und dachte bei mir, das das doch eine super Idee ist. Ein ganzes Farbenset mit Acryllfarben, dazu noch 2 Pinsel und das für alles nichtmal 6 Euro! Unschlagbar geil! Nein... Leider nein. Der Preis ist zwar echt gut, aber da sieht man wirklich, was man vorfindet: 2. Wahl Farbe. Die Farben lassen sich schwer bis kaum mit Wasser mischen, jedes Mischverhältnis ist anders, untereinander die Farben zu mischen hat mich fast zur Verzweiflung gebracht und zudem war die Trockenzeit extrem lange (2 Tage etwa, stand mein Amiibo auf der Fensterbank am trocknen...). Farbe verläuft echt schnell und die Pinsel in dem Set, könnt ihr fast vergessen... Die Noname Pinsel, haben mehr Qualität. So leid es mir tut aber, lasst lieber die Finger von solchen Sets, ich persönlich habe damit echt nur miese Erfahrungen gemacht.

    NoName:
    Noname Tuben und Farben auf Acryllbasis... Ich war begeistert. Tuschen kann man zwar hierbei echt vergessen, aber vorallem die normalen Basisfarben lassen sich gut mit Wasser mischen, sind sehr ergiebig und als Grundierung perfekt, dazu noch echt günstig auch wenn die Tube 7 Euro kostet, könnt ihr hier echt sparen.. Bedenkt, ihr kriegt gut das doppelte an Farbe raus und die Tube könnte man mit 2x Zahnpasta gut vergleichen (von der Menge her). Fragt dann aber am besten nach, inwieweit sich die Farbe wirklich verdünnen lässt, um sie nicht zu dickflüssig zu haben... Das zerstört auf Dauer die Details und das wollen wir ja nicht.




    Geheimtipp: Der Verdünner:
    Jetzt erwartet ihr sicherlich ganz groß angelegte Dinge, ganz breit gefächert und vorallem schön kompliziert? Nö. Mein geheimer Verdünnungstipp ist... *trommelwirbel* Spüli. So banal es klingt, aber ich habe immer einen Becher mit Wasser bereit, da kommt 1 Tropfen Spülmittel rein und wird vorsichtig (ohne Schaumbildung) verrührt. Das zerstört die Oberflächenspannung von Wasser und ist im Grunde echt perfekt, verbindet sich gut und später gibt es einen matten, leicht schimmernden Schein. Einfach, aber verdammt effektiv ;)

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    Werkzeuge:

    Oh nein, was kommt jetzt? Keine Panik, ein wenig Werkzeug braucht es leider zum Skulpen, Malen oder Formen schon und genau darauf gehe ich ein.

    Wichtig ist ein gutes, scharfes Messer (wenn ihr noch nicht 18 seid, fragt am besten eure Eltern, ob sie euch helfen...Damit kann man sich übel verletzen, also wirklich vorsicht!). Ein Bastelskallpell oder ein Teppichmesser mit abbrechbaren Klingen eignet sich gut, liegt bequem in der Hand und ist nützlich, nicht nur für Amiibo. Oft kommt es vor, das ihr etwas zurecht schnitzen oder schneiden müsst, eine Ecke ist zu lang oder auch einfach steht ein Stück ab... Schaden tut es nie und die meisten Haushalte haben sowas ohnehin daheim. Passt aber auch hier auf, meine Warnung... Abschneiden und wegschniten geht immer, dranformen ist da schon ein wenig schwerer. Immer kleine, hauchdünne Streifen und nicht gleich alles auf einmal.

    Malerkrepp und Frischhaltefolie ist euer Bester Freund! Warum? Ganz einfach, ich z.B. will keine Flecken von Farbe auf der Base, ich will sie gefahrlos anfassen, auch wenn ich Farbe an den Pfoten habe. Klasichtfolie drüber, Malerkrepp drum herrum und fertig... Base ist sicher, Chip auch und ihr könnt gefahrlos anfangen zu malen, ohne Angst vor Spritzern oder Farbe haben zu müssen. Glaubt mir, das kann euch vor manchem Fehler und manchem Aufwand bewahren, setzt aber sorgfältiges Arbeiten vorraus.

    Feilen sind leider auch manchmal Unabdingbar... Sei es, kleine Fabrikatsfehler auszubessern oder eine Kante zu glätten, hier solltet ihr aber wirklich dann darauf achten, das die Körnung so fein wie möglich ist. Ich habe mir mal für 2 Euro ein Feilenset zugelegt, das hält sich echt gut, Schleifpapier ist auch nicht sonderlich teuer und leicht zu handhaben. Passt bei dem Staub, welcher sich bildet ein bisschen auf, einatmen ist nicht allzu gesund (wer hätte es geahnt), aber aus Kleidung oder Tischdecken geht auch das nach dem Waschgang gut wieder raus.
    -> Geheimtipp am Rande: Meine beste Feile ist tatsächlich eine Nagelfeile. Die hatte schon ausgedient und lies sich kaum für die Nägel noch richtig verwenden, die Körnung für kleine Teile an den Amiibos ist allerdings noch gut und mit etwas Fingerspitzengefühl, werden dann auch Ecken wieder rund und Übergänge samtweich.

    und

    Skulping/Modelier-Formen, Nadeln und co gehören vorallem in manchen Situationen dazu. Hier muss ich aber sagen, geht die ganze Sache schon einen Schritt weiter... Einfache Stricknadeln oder Stopfnadeln kennt jeder, eignen sich gut für Löcher oder kleine Übergänge, für Feinarbeiten und Details die etwas mehr "Genauigkeit" erfordern. Eine Pinzette mit glatter Innenfläche schadet auch nicht, ist ganz nützlich und vorallem sinnvoll, wenn ihr Haare oder ähnliche Dinge machen wollt, gefahrlos etwas anfassen wollt ohne leidige Fingerabdrücke und ähnliche Geschichten. Ich persönlich habe mir mal ein glattes Stück Kunststoff in der Schule zu einem runden Stab geformt... Glatt wie möglich (kann man auch kaufen, aber die waren mir dann zu groß und zu teuer), damit man es als Nudelholzersatz benutzen kann und auch mal ein wenig der Modelliermasse ausrollen kann. Die roten "Hilfsmittel" waren mehr oder weniger nur Spielerei, man kann auch statt dem Stab einfach ein Glas benutzen und einfach kreativ sein. Ich benutze sogar manchmal Plastiklöffel wegen der glatten Kante oder andere Hilfsmittel...

    Letztendlich jetzt ein Geheimtipp: Seid einfach kreativ. Vom alten Lineal und Geodreieck, welche keine Beschriftung mehr haben und die Kanten abgenutz sind bis hin zur Coladose als Rolle, vom Eisstiel als Stütze bis hin zum Schnürsenkel als "Abdruck", erlaubt ist was nützlich ist und funktioniert. Reinigen lässt sich hinterher fast alles wieder.


    Letztlich habe ich noch eine kleine Anmerkung, was sich vielleicht auch als nützlich erweisen könnte, viele aber vergessen (ich auch...zum Leidwesen meiner Mutter q.q), denn eine Unterlage ist Pflicht. Eine vernünftige, gescheite und vorallem schnittfeste Unterlage. Das muss keine teure und hochmoderne sein, da reicht oft auch einfach ein dicker Pappkarton oder diese Unterlagen für Schüler, hauptsache sie ist relativ glatt und wenn ihr mit dem Messer mal etwas schneidet, leidet die Unterlage und nicht der schöne Holztisch xD



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    Soo, das wars mit dem ersten Kapitel... Hoffe es hat euch gefallen und weiter gehts mit Kapitel 2 ;) Viel Text, ich weiß aber trotzdem viel Spaß beim lesen ^^
    Der größte Feind des Menschen, ist der Mensch selbst. Welche Maus wäre schon so blöd, eine Mäusefalle zu erfinden? xD

    ~~~~~~~~~~~

    Schaut gern in meinem Blog vorbei, dort gibt es ein Custom Amiibo Tutorial kurz vor dem Abschluss und eine Nuzlocke Challenge in Pokémon Soul Silver ^,..,^

    1.175 mal gelesen

Kommentare 7

  • LadyBlackrose -

    cool, danke hihi, werde deine Tipps hinzufügen morgen hihi

  • Rutana -

    Kleine Tipps von mir:
    Fimo (oder zumindest Sculpey - das benutze ich ^^) kann man auch mit einem Fön aushärten und somit sogar am amiibo selbst aushärten, ohne Figur oder Chip zu beschädigen.
    Habs zwar selbst noch nicht ausprobiert, aber von einer Customerin in Erfahrung gebracht, die auch diverse Änderungen direkt an der Figur mit Sculpey vornimmt :)

    Zu den Farben:
    Ich benutze Acrylfarben von "El Greco", einer Unterkategorie von "C.Kreul". Die gibt's auch in Sets (12, 18, 24) und habe eine schöne, leuchtende Deckkraft und trocknen flott :)

  • Casualatical -

    Hört sich gut an, und zeigt mir, dass ich mir bereits einiges an Wissen angeeignet hab und meine ideen umsetzbar sind ;)

    Bin schon auf weiteres gespannt.

  • YearofLuigi -

    Da bekommt gleich doch jemand 5 Sterne von mir :D

  • LadyYvonne -

    Danke ^^

    Dachte mir, wer schonmal mit dem Gedanken gespielt hat, erlebt hautnah und sieht, was er so braucht und vielleicht wo er aufpassen muss.

    Tutorials in Deutsch gibt es fast garkeine wirklich und ich hab mich ewig damit beschäftigt, warum also nicht für den Tower speziell weitergeben? hihi

    Freut mich, das soviele das so gut finden *-*

  • Thomas Steidle -

    Ach du kacke. O.o Eigentlich will ich keine amiibo gestalten, aber das hört sich interessant an. :) Lese ich später weiter, sehr schöner Blog und eine gute Idee. ^^

  • LadyYvonne -

    Holy... Ja ist lang geworden ^^'' Wollte euch aber auch gleich mit Erfahrungen aushelfen. Bilder rein und dann kanns an Kapitel 2 gehen ^^ Lob, Kritik, Fragen und Wünsche gern gesehen, ob hier oder per PN entscheidet ihr ;)

    Lg,
    Yvi