Fire Emblem Reviews: Dark Dragon and the Sword of Light

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    Am 20. April 1990 hat Nintendo, dass von Intelligent Systems entwickelte, Videospiel Fire Emblem: Ankoku Ryū to Hikari no Tsurugi (Fire Emblem: Dark Dragon and the Sword of Light) für den NES herausgebracht. Dieses nur in Japan erschiene Spiel war zu seiner Zeit maßgeblich an der Entstehung des SRPG Genres beteiligt und legte den Grundstein für zahlreiche Nachfolger. Außerdem markiert dieses Spiel auch den Anfang der Karriere von Shouzou Kaga, dem Erfinder von Fire Emblem, welcher verantwortlich war für die ersten fünf Fire Emblem Titel.
    Nun da zum einen der neue 14. Teil kurz davor ist in Japan zu erscheinen und durch den großen Erfolg von Fire Emblem: Awakening viele Neulinge zum Fire Emblem Franchise gekommen sind, ist mir die Idee gekommen für die N-Tower Community alle FE Teile zu reviewen. Dadurch erhoffe ich mir zum einen etwas Diskussion über die viele verschiedenen Ableger dieses nun mitllerweile 25 jährigen Franchises, und ich würde mich auch freuen, wenn hierdurch bei einigen der neueren FE Fans das Interresse geweckt wird sich auch einmal die älteren FEs anzusehen.

    Bevor ich jetzt mit dem eigentlichen Review beginne, möchte ich darauf hinweisen das es sich hierbei auch um mein erstes Review handelt, ich bitte also um ordentlich Kritik, damit ich mích in Zukunft noch verbessern kann.

    Story

    In "Fire Emblem: Dark Dragon and the Sword of Light" geht es um Marth den Prinzen des kleinen Königreiches Altea, aus welchem er fliehen musste nachdem das Reich Doluna in diesem eingefallen ist und Marths Vater in der Schlacht fiel. Zwei Jahre nach diesem traumatischen Ereignis, beginnt Marth seine Reise, um seine Rache an Doluna zu vollziehen und das legendäre Schwert Falchion zu erlangen, um damit den titelgebenden dunklen Drachen Medeus, der auch der Herrscher von Doluna ist, zu töten.
    Die Story des ersten Fire Emblems mag zwar heute recht simpel wirken und ist überfüllt mit Plotpunkten, die in vielen späteren Fire Emblems wieder vorkommen. Allerdings sollte man nie vergessen, dass für ein Spiel von 1990 die Geschichte um Prinz Marth und seine Aufgabe den Kontinent Akaneia vor dem Drachen Medeus zu retten, durchaus beeindruckend war. Denn anders als viele andere Spiele seiner Zeit hatte FE bereits Antagonisten, die mehr Motivation für ihre Taten hatten als einfach nur die Welt beherrschen zu wollen.
    Außerdem hat die Story und seine Charaktere einen gewissen Charme, der es mir erlaubt hat darüber hinweg zu sehen, dass aufgrund der technischen Limitationen der Zeit das Spiel seine epische Story in Schnelldurchlauf erzählen muss und manche nur schlect etabliert (z.B. die Nation Gra, die vor Kapitel 14 nie erwähnt wird und nach diesem Kapitel einfach aus der Story verschwindet).
    Dieser Charme kommt einfach von dem Gefühl das erste FE zu spielen und zu sehen wie all die zahlreichen Archetypen, wie Jagen, Camus, Est etc., ihren Anfang gefunden haben, sowie natürlich auch zahlreiche FE typische Klischees. Die wenigsten Charaktere haben mehr als ein paar Sätze im Spiel und so ist definieren sich Charaktere mehr durch ihre Werte und ihre persöhnlichen Waffen als durch ihre Dialoge. Dies mag zwar für Spieler spätere FEs entäuschend sein, aber mich hat es beim spielen wenig gestört und es gab den Charakteren für mich einen gewissen Charme, gerade wegen ihrer Einfachheit.

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    Schon im ersten Teil, beginnt alles wie gewohnt mit einem Angriff durch Banditen/Piraten/Barbaren.

    Gameplay

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    Bereits im ersten Fire Emblem befehligt der Spieler eine vielzahl an vielseitigen Einheiten.

    In "Fire Emblem: Dark Dragon and the Sword of Light" kontrolliert der Spieler mehrere Einheiten, die er über eine in Quadrate unterteilte Karte bewegt mit dem Ziel einen vom Feind kontrollierten Basispunkt einzunehmen, um zur nächsten von insgesamt 25 Karten zu gelangen. Die Einheiten, die der Spieler kontrolliert, sind in verschiedene Klassen unterteilt, welche alle zugriff auf verschiedene Waffentypen, oder auf Magie haben. Anders als normale Strategiespiele, sind diese Einheiten allerdings nicht gesichtslos und austauschbar, sondern Charaktere mit eigenem Aussehen und Persöhnlichkeiten. Die Unersätzlichkeit dieser Einheiten wird noch dadurch verstärkt, dass in Fire Emblem der Tod einer Einheit entgültig ist, wodurch auch der Aspekt der Taktik gestärkt wird, da man mit stark limitiert ist in seiner Einheitenauswahl und somit vor einem Problem steht sollten alle Einheiten einer Klasse gestorben sein. Der Spieler wird auch beim Einsetzen seiner Waffen eingeschränkt, da diese sich abnutzen und irgendwann zerbrechen. Eine weitere Limitation liegt in der Linearität des Spiels und der begrenzten Anzahl an Gegnern, wodurch das in vielen RPGs der Zeit übliche Grinding verhindert wird und der Spieler gezwungen ist durch taktische Überlegungen zu gewinnen, anstatt einfach nur Level zu grinden, bis er den Feind einfach überrollen kann.
    Dies funktioniert wie in späteren FEs, allerdings fehlen viele der Annehmlichkeiten, die man heutzutage gewohnt ist, so gibt es zum Beispiel keine Möglichkeit, auf der Karte, zu sehen wie weit eine Einheit sich bewegen kann. Auch fehlen detailreiche Informationen zu den Waffen, die man benutzen kann. Alles was einem über diese mitgeteilt wird, ist der Name und wie oft die Waffe noch genutzt werden kann bevor sie zerbricht.
    Außerdem ist das Spieltempo sehr langsam, wodurch man mit vielen Kapiteln mehr Zeit verbringt als notwendig.
    Weiterhin ist das Design der Karten recht durchwachsen, es gibt einige wirklich gute, aber auch einige ziemlich schlechte Karten.
    Dieses Spiel hat auch nicht nur den Grundstein für das klassische Fire Emblem Gameplay gelegt, sondern leider auch für ein Problem, das sich durch das gesamte Franchise zieht: Das schlechte Balancing.
    Wobei selbst für Fire Emblem Verhältnisse hat der erste Teil ein grausiges Balancing. Äxte sind viel zu schwer als das man damit verlässlich Doppelangriffe vollziehen könnte und sind so ungenau das Axtnutzer meistens große Probleme haben zu treffen. Natürlich tut es den Äxten auch nicht helfen, dass Schwerter einfach eindeutig allen anderen physischen Waffen überlegen sind.
    Eines der größten Probleme ist Magie, denn Magie schafft es irgendwie zur selben Zeit verdammt schlecht zu sein und völlig übermächtig zu
    sein. Denn es gibt keinen Wert der die Stärke und die Genauigkeit von Zaubern beeinflusst, dies kommt allein vom Zauber selbst. Normalerweise würde dies Magie regelrecht unnütz machen, aber da Niemand in diesem Spiel Resistenz hat und Feinde auch kein Glück (das einzige was zum Ausweichen von Magie beiträgt) besitzen, ist jede Einheit im Spiel (selbst andere Magier) Magie schutzlos ausgeliefert.

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    Feindliche Einheiten können so hohe Werte haben wie sie wollen, aber gegen Magie sind sie schutzlos.

    Grafik und Musik

    Über die Musik gibt es nicht viel zu sagen. Das Spiel hat nur sehr wenige Tracks, die zwar alle nicht schlecht sind, aber weil es so wenig Abwechslung gibt hat man den Soundtrack des Spiels sehr schnell satt.
    Die Grafik ist passabel. Die Oberwelt ist ziemlich detailarm, und farbliche Abwechslung sucht man vergeblich, denn das meiste auf der Oberwelt ist entweder Grün oder Grau. Allerdings sehen die Sprites innerhalb von Kämpfen ganz gut aus, auch wenn manche Designs ziemlich seltsam sind. Die Porträts der Charaktere sehen sehne zwar teilweise schrecklich aus, aber dafür geht das hier schon in ein so schlecht das es schon wieder gut ist Teritorium.
    (Ich möchte an dieser Stelle jedem raten sich auf dem FEWiki mal die Porträts aus FE1 anzusehen: FE1 Portraits)

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    Mechas in Fire Emblem, warum auch nicht.

    Fazit

    Fire Emblem: Dark Dragon and the Sword of Light ist kein Spiel das gut gealtert ist, aufgrund seiner großen Balancingprobleme, langsamen Spieltempo und fragwürdigen Sprites. Trotzdem kann es aber dank seines Charmes, denn seiner historischen Bedeutsamkeit und Simpelheit zu verdanken hat. Spielbar ist es also durchaus und es macht auch spaß, vorrausgesetzt man bringt eine gut Portion Geduld und Interresse an sehr alten Retro-Games mit.

    Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass ich hoffe mein Review hat euch gefallen und als nächstes kommt Fire Emblem Gaiden, welches oft als das schwarze Schaf von Fire Emblem bezeichnet wird, an die Reihe.

    Nachfolgende Fire Emblem Reviews:
    Gaiden
    Mystery of the Emblem
    Genealogy of the Holy War
    Akaneia Saga
    Týr er einhendr áss
    ok ulfs leifar
    ok hofa hilmir

    463 mal gelesen

Kommentare 2

  • rakuen -

    @cedrickterrick
    Freut mich das es dir gefallen hat und danke für das Lob.
    Ein Run ohne Chars zu verlieren ist durchaus möglich, weil das Spiel tatsächlich gar nicht so schwer ist (viele Maps haben nur wenige Gegner und wenn man weis wo die geheimen Shops sind kann man sich so viele Stat Booster kaufen, dass man ein Endteam mit komplett gemaxten Stats hat). Ich würd ständiges Resetten allerdings nicht empfehlen, da das Spiel sehr langsam ist (mir sind bei einem Durchlauf auch 3 Einheiten weggestorben).

  • cedrickterrick -

    Danke für das Review!
    Hat sich trotz weniger Rechtschreibfehler hervorragend gelesen und hat mir einen guten Eindruck über das Spiel gegeben!
    Hat mich schon länger interessiert inwieweit simpel FE seinen Ursprung genommen hat.
    Hört sich ja echt krass an mit der Magie!
    Ist da ein sauberer Run, ohne dass man einen Chara verliert, überhaupt machbar? Das klingt nämlich sehr schwer.