Die kleinen Dinge zählen...

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  • Heyho liebe Leser & Leserinnen meines Blogs,

    ich dachte mir heute schreibe ich wieder mal einen Blog. Den Rund um Videospiele(als Gamer-Nerd) geht einem natürlich einiges durch den Kopf, und eines lässt mich in letzter Zeit nicht mehr los. Ich habe vor kurzem Duke Nukem Forever angefangen, und mir ist da eines aufgefallen. Ich behaupte nicht das dieses Spiel ein Meisterwerk ist, nein und es wird auch dem Hype nicht gerecht. Denoch hat das Spiel eine Qualität, die ich in modernen Ego-Shootern vermisse, und mir wurde auch noch folgendes Klar: Vorab, man darf mich nicht missverstehen, es gibt noch mehr als genügend Spiele die ich auch in der Moderne feiere, ansonstn wär man mich hier schon los und würde noch an meiner Nostalgie klammern. Aber viele Spiele, vorallem Großproduktionen, versuchen sich zu einheitlich entwickeln. Natürlich sollte das "obviously" also offensichtlich sein, aber es nur Wissen oder auch wirklich verstehen ist ein Unterschied. Worauf ich hierbei hinaus will: Sieht man sich bspw den Erfolg von Minecraft an, welches vielleicht "genau genommen" nicht das erste seiner Art ist, aber das erste das dieses Konzept erfolgreich und unique umgesetzt hat, so merkte man das danach die Kopien einfach nur so raussproßen. Hierbei darf man mich ebenfalls nicht missverstehen. Ich finde das konzept von Minecraft hat noch soviel mehr möglichkeiten zu bieten, als nur das was wir bei Minecraft gekriegt haben. Das sieht man alleine schon am Modsupport. Und diverse Titel wie Terraria, 7 Days to Die und Cube World beweisen auch, das man Potential aus diesen Spiel schöpfen können, die sich einzigartig entwickeln. Aus diesen Spielen wie Terraria und Cube Wrold, gibt es dann auch wieder weiterentwicklungen wie bspw Terraria zu Starbound - oder Cube World zu Trove oder Dragon Quest Builders. Allerdings versucht der großteil des Marktes nicht das Konzept einzufangen und was einzigartiges zu basteln, sondern wirklich simpel nur den Erfolg von Minecraft einzufangen. Und so haben wir simple Klone wie Maniac Digger oder etwaiges. Auch auf der WiiU gibt es alternative die Simple Minecraft abgekupfert haben.

    Um jetzt aber zurück auf das eigentliche Thema zu kommen, und das hat eben mit DNF zu tun, ist eben wie einheitlich viele moderne Shooter entwickelt werden. Alle springen auf diesen Zug von: "Übermässig Action" und den versuch eine "Emotionale, epische Story" abzuliefern. Und auch, wenn ich(wie man es in meiner Top 5 entnehmen kann) solche Spiele zu schätzen werde, finde ich es Schade das diese Stilrichtung an besonderheit verliert, weil viele Spiele versuchen es Einheitsbreitechnisch ebenfalls umzusetzen. Ich sage nichts gegen gute alternativen, zu The Legend of Zelda freue ich mich auch über jede alternative. Aber vorallem die großen Spiele werden mit solch einer Entwicklung übersättigt, und das finde ich schade. Viele versuchen einfach nur noch das große, bombastische einzufangen, anstatt auf die liebevollen, kleinen Details zu achten. Und da bin ich ehrlich, fange ich an jetzt lieber Spiele zu haben, die nicht Qualitativ so hochwertig sind wie Kassenschlager, sondern Spiele die klare schwächen haben, aber eben dafür auch auf kleine Dinge achten die sie irgendwie einzigartig machen oder den Spielern mehr freiheiten gibt. Ergo ein Duke Nukem Forever, so unperfekt wie es auch sein mag in den Augen der Masse, so ist mir dieses Spiel trotzdem lieber als es ein Battlefield oder Call of Duty je könnte!

    Und ja man merkt schon, das mein überdramatisierter Monologe enorm ausholt, und das ich jetzt immer noch nicht auf den Punkt gekommen bin, oder das ich am besten mal bildlich dastellen sollte, auf was ich denn nun eigentlich hinaus will. Moderne Ego-Shooter haben ja den ruf, enorm Linear zu sein, oder im Gegenpart einfach pseudo-tryhard Open World Spiele. Viele dieser Spiele gaukeln einem vor die Freiheit zu haben, und auch wenn ich bspw. Borderlands(okay gut, das geht sowieso in eine eigene Richtung) oder FarCry3/4 zu schätzen weiß, so bietet es trotz seiner großen Welt auch nicht die freiheiten von klassischen Ego-Shootern. Bei den Linearen Shootern wie Battlefield/Call of Duty brauchen wir erst gar nicht anzufangen. Die Maps (in BF) werden größer, die Grafik besser, doch die einzigen Freiheiten die der Spielerhat ist die Waffe in der Hand, durchlaufen und gegner abknallen. Ab und an Stealthpassagen und das war's dann. Dabei ist es aber nichtmal so, das DAS in klassikern anders war, nur hat man anstatt übermässig effekthascherei versucht das wieder mit kleinen Liebevollen Details wett zu machen. Und Duke NUkem Forever, so sehr es seiner 12 Jahren Entwicklung nicht gerecht wurde, so sehr es für viele unterirdisch oder maximal mediocre is, bietet aber abseits dieser "stumpfen" ballereien die kleinen Raffinessen eines Spiels. Es interessiert sie nicht, das es unnötig ist oder auch dem Spiefluss nicht beitragen, es geht einfach nur darum dem Spieler interaktionsmöglichkeiten zu bieten , die einem in das Spiel eintauchen zu lassen. Ob ich jetzt bspw zum Klo hinrenne und Kacke aufhebe und damit andere bewerfe, oder am Strategieboard damit verbringe rumzublöden und zu zeichnen. Das sind absolute Kleinigkeiten die keinen Sinn haben, aber die mir als Spieler einfach weit mehr interaktionsmöglichkeiten und zeitvertreib geben. Und ich denke dieses Essentielle Feature ging mit den Jahren "etwas" verloren. Nicht nur hier, sondern auch auf andere Genre ausgeweitet.

    Es gibt Spiele, die es noch versuchen, Ubisoft bspw - versucht es wie viele große Publisher bei Core-Features - diese kleinen Details viel zu groß aufzuziehen. Das ist zwar per se nicht schlecht, wenn man diese speziellen Features feiert, aber wenn man als Spieler diese nur als kleine Gimmicks feiern kann, dann verliert es einfach an besonderheit wenn es zu groß aufgezogen wrid. Bestes Beispiel das Hacking-System von Watch Dogs. Und vielen anderen Spielen ist es ein kleines Minispiel zur auflockerung des Spielflusses, hier tragt es den essentiellen Part des Spiels. Das es dann Leute gibt, die sich daran stören sollte nicht wundern. Aber, um zurück auf meinen Punkt zu kommen, auch wenn es noch genug Spiele gibt, die es versuchen, schaffen es die wenigsten. Ich denke aber auch, das hier das Problem nicht nur an den Spielen selber liegt, sondern auch an den Konsumenten aka Spielern ebenso. Denn man hat einfach mit der Zeit das GEfühl, das diverse Spieler einfach keine Freude und Wertschätzung für solche kleinigkeiten hat. Bestes Beispiel wären hier Xenoblade Chronicles X oder Edna bricht aus.

    Xenoblade Chronicles X das so eine unglaubliche Welt aufgebaut hat und diversen kleinen Details strotzt, so stören sich meisten daran einfach, das das Spiel mit nicht einen 08/15 vorgefertigten sprechenden Charakter bietet und man das ganze Spiel über mit Cutscenes etc zugeschissen wird, anstatt es wertzuschätzen, das man einfach tiefer eintauchen muss und sich mit der Story außeinandersetzen, um sie zu verstehen und die grandiosität darin zu erkennen. Hier ist der Spieler selbst der Schmied, auf welche weise das Spiel erzählt wird, und das Spiel als solches akzeptieren, so muss halt für solche Leute jedes Spiel auf stumpfe lineare Weise umgesetzt werden wie die anderen 100 Genrevertreter.

    Edne Bricht aus ist es das gleiche. Grafisch sicher im Browsergame berreich, für Leute die das Spiel aktuell gespielt haben, wissen die meisten das Spiel zu schätzen. Das Spiel bietet für ein Point & Click Adventure unglaublich viele möglichkeiten. Man kann mit seinen Charakteren aufjeden weise mit alles interagieren. Es gibt für quasi fast alles einen Kommentare. Willst du mit einer Waschmaschine reden? Sicher mach das. Oder, man kriegt auch im verlauf Items, die einem Interaktionmöglichkeiten bietet. Ketchup bspw - kann man fast den größteil der Umgebung beschmieren. Nur sieht man sich bspw dann das Let's Play von Gronkh an, der dieses Feature voll auskostet, stören sich viele Leute daran, das er an diesen Features seinen Spass findet. Anstatt weiterzuziehen oder wertzuschätzen, das der Entwickler(welches nachfolgeprodukte auch nicht mehr so intensiv hatte) dem Spieler so simple und kleine Freiheiten gab, die das Spiel aufwerten, muss man dafür Leute & Entwickler dafür anschnautzen, das es nicht stumpf linear durchgespielt wird.

    Ich bin niemand der Spiele - die enorm cineastisch sind - schlecht findet. Heavy Rain war großartig, und im Gegensatz zu den "kritikern" die das Spiel nicht mögen, behaupte ich nicht, das es ein interaktiver Film und kein Spiel mehr ist. Denn Heavy Rain ist weiterhin ein Spiel, daran wird sich nichts ändern, und ich finde es im Zusammenhang einfach Stumpf, das eines der größten Medien mit einer der größten Vielfältigkeit - aka Videospiele - auf Filme reduziert werden, nur weil sie sehr cineastisch sind und weniger spielbarkeit liefern als andere Spiele, aber wenn die Gegenseite es genauso sieht, das Spiele heutzutage nur noch so achterbahn linear-spiele brauchen, oder pseudo-open-world, dann stimmt das mich genaus traurig, weil man hier ebenfalls in diesen schwachen Einheitsbrei verschimmt.

    Das ist bspw meine größte Angst am Erfolg von The Witcher 3. Witcher 3 ist großartig für das was es ist, aber es ist sicher keine großartige Vorlage für andere Spiele. Wenn jedes Spiel zu einen Witcher 3 verkrümmt, dann kann man zukünftige RPGs in die Tonne kloppen, weil einfach jedes Spiel dann nur noch auf Emotionale Story fährt, aber nicht mehr auf Freiheit & Spielbarkeit. Denn genau in diesen Punkten ist The Witcher 3 schwächer, was aber nicht stört, da das Spiel einfach anders gewichtet. Es ist kein Elder Scrolls das auf vollkommene Freiheit setzt, oder Dark Souls das ein grandioses Combat bietet. Es ist die Emotionale Story, gepaart mit der Atmosphäre und die Charaktere, was das Spiel stark macht. Und ich finde man sollte einfach akzeptieren, das nicht jedes Spiel so umgesetzt sein sollte. Denn dann werden wir in Zukunft fast den selben Einheitsbrei haben, wie es derzeitig bei Ego-Shootern der Fall ist.

    Vielen dank fürs Lesen und ich würde gerne eure Meinung dazu lesen. Was ist euch wichtiger, die kleinen Details oder eine epische Story. Oder ist das euch Spielerelevant? Und wenn ja, wäre es für auch schön, wenn wieder vermehrt spiele auf alte Qualität setzen?

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Kommentare 6

  • Frank Drebin -

    Ich stimme dir zum Teil zu. Ich bin kein Hardcore-Gamer. Zu viel Freiheit ist nichts für mich. Grund: Ich komme oft eine Woche oder länger nicht zum Spielen und weis dann viele Sachen nicht mehr.
    ZB "gehe zum Ort "xy"". Und ich habe keine Ahnung wo der ist.......

    Aber auch ich liebe die kleinen Details und gebe dir da auch Recht. Denke da zB an Recoil: Wir haben Stunden damit verbracht Vögel aus der Ferne abzuschießen :)
    Das war echt lustig - Gehört aber nicht zur Story.
    Aber ich gebe nicht den heutigen Spielen die Schuld. Ich nehme mir für solche Dinge heutzutage auch einfach nicht mehr die Zeit..... Daher liegt es wohl in erster Linie an mir.

    Vielleicht, wenn mein kleiner Sohn in ein oder zwei Jahren auch mit der Konsole anfängt, werde ich mit ihm Spiele wieder intensiver spielen. Da ich ihm zu Beginn nur zwei oder drei zur Auswahl gebe.

    So: jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ich eigentlich wollte. Guter Blog, gutes Thema. Von mir fünf Sterne!!

  • megasega1 -

    Ich spiele 1000 Mal lieber ein Super Mario 64 oder DQ9 zum X. Mal durch, als mich durch Stunden zähe Story in einem Action RPG mit hektischen Kämpfen und hässlichen Charaktären zu quälen, bevor mal was losgeht. Es soll keine schnelle Kost sein, aber flüssig.

  • megasega1 -

    Ich stimme Dir 100% zu. Gerade die Point & Click Adventures von Heute und diverse kleine Spiele oder alte Adventures (Kings Quest, Maniac Mansion...) haben so viele Details und sind sehr liebevoll gestaltet.

    The Whispered World zum Beispiel sieht einfach nur wunderschön aus. Trotzdem verkaufen solche Spiele sich praktisch nicht. Der Vergleich mit Filmen hinkt nicht, denn auch dort sind die schnell zu konsumierenden Actionstreifen wesentlich erfolgreicher, als detaillierte Stories oder Umfangreich gezeichnete Charaktäre.
    Filme wie ziemlich beste Freunde, Honig im Kopf oder Unsere Erde sind Ausnahmen. Star Wars spielt Milliarden ein, obwohl seit Rückkehr der Jedi Ritter jeder der Filme an Qualität verloren hat. Sie leben vom Hype, das selbe gilt für CoD, die PS4 und Co.

  • Marco Kropp -

    Schöner Blog. Muss aber leider sagen, dass viele Details und viele Freiheiten nur in wenig Spielen wirklich auch so umgesetzt werden. Ein The Elder Scrolls schränkt den Spieler durch Hinwerfen von Aufgaben in seiner Freiheit zum Teil sogar ein. Und viele Interaktionsmöglichkeiten misse ich u.A. bei XCX oder Watch Dogs. Jedoch ist das große Problem, dass wenn man versucht, viele kleine Dinge als Interaktionsmgl.keiten einzubauen, dafür andere Sachen drunter zu leiden haben (z.Bsp. Weltgröße). Oft genug sieht man ein fehlendes Verständnis, denn viele wollen heute nur ein bombastisches Spiel in kurzer Zeit erleben. Und ich denke nur wenige gehen wirklich los und erkunden die Orte, nicht um der Belohnungswillen, sondern um des Erlebniswillens.
    Schönes Bsp. für ein Spiel mit vielen Details ist Shenmue. Man kann fast alles anfassen, untersuchen, öffnen, benutzen etc.

  • eatfrishkirby -

    Finde dieses ''übertrieben cool, emotionale Story''- Ding total dämlich. Auch bereitet es mir Sorgen, dass man oft cinematische Sequenzen zeigen muss. Ich will ein Spiel spielen und keinen Film gucken. Deswegen finde ich Metroid Prime oder Dark Souls so großartig. Durch Scans, Atmosphere und Beschreibungen erfährt man viel kleine Details zur Story. Bei Donkey Kong Country TP fand ich es gut gemacht. Eine schöne Sequenz am Anfang und Ende, völlig in Ordnung. Oder Codename Steam war so geil, weil sich die Story überhaupt nicht selbst ernst genommen hat (außer am Ende ein wenig)..

  • DatoGamer1234 -

    Puh,schwierig zu sagen...Klar,es bietet dem Spieler eine neue Möglichkeit z.B.: mit Ketchup Dinge zu beschmieren,aber anderseits finde ich es doch eher unnötig. Dennoch weiß ich Details zu schätzen. Meistens schaue ich aber eher weniger auf die Story,mehr auf das Gameplay,wenn es nicht gerade ein sehr,sehr storylastiges Spiel ist wie TLOU oder Until Dawn,welches ich aber wie du nicht wirklich als Spiel bezeichnen würde.
    Sehr guter Blog,bekommst von mir 5 Sterne ;)