Türsteherblog #43: Ghostbusters

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  • Ghostbusters (2016)

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    Was für eine starke Medienkampagne von den verantwortlichen Personen. So wurde schon im Vorfeld jede Kritik abgestraft, der diesen Film schlecht finden wird. Sexismus wurde schon Kritikern vorgeworfen, bevor überhaupt je eine Kritik die Welt erblickte. Und so kam es, dass jede vernünftig geschriebene Kritik (dass es gerade im Internet sexistische Äußerungen gab, will ich nicht abstreiten) als sexistisch abgestempelt wurde und dabei spielte es auch gar keine Rolle, dass die Kritik sich gar nicht die 4 Frauen bemängelte. Denn schauspielerisch, kann man diesem Film kaum was vorwerfen. So begann aber eine wirklich unnötige Sexismusdebatte, die sämtliche Feminismusbewegungen leider in ein schlechtes Licht rücken wird, gesteuert von der Filmproduktion. Was dabei aber leider untergeht, dass der Film selbst extrem sexistisch ist und gar rassistisch. Aber all das stürzt diesen Film nicht. Eher das schlechte Drehbuch und das nicht verstandene Original.

    Denn damit geht es schon los. Dieser Film fängt nicht einmal den Geist (Ha! Wortspiel!) des Originals ein und verpulvert schon hier sämtliche Munition. Das Original war keine alberne Komödie. Es nahm sich ernst und baute aus der ernsthaften Bedrohung einen unterschwelligen Humor. Ein Spagat, den heute kaum ein Film schafft. Dies gelang nicht nur durch das gute Schauspiel, sondern auch durch gelungene Dialoge. Genau hier scheitert schon der Film. Dumme Gags, viele Actionszenen und eine langweilige Geschichte. Mehr kann dieser Film einfach nicht bieten. Die Chemie der Charaktere will einfach nicht abfärben und so etwas wie Charme sucht man vergebens. Alles wirkt lieblos und ideenlos. Es werden einfach nur typische Storyelemente abgefahren und das war es. Hier frage ich mich, warum nicht gleich ein neues Franchise? Dieser Film ist für jeden Fan des Originals einfach nur ein Schlag in die Fresse. Auch das actiongeladene Finale will einfach keine Spannung aufkommen lassen. Die Bedrohung selbst, obwohl viel zerstörerischer, wirkt alles andere gefährlich. Über die Gags hätte ich gelacht, wenn ich noch 15 wäre.

    Da reicht es auch nicht die eine oder andere Szene zu kopieren, damit der Fan abgeholt wird. Dieses Konzept geht 0 auf. Auch die Gastauftritte hinterlassen ein dickes Fragezeichen. So spielt keiner des Originalcasts, seine Rolle. Das liegt daran, dass der sich nie so richtig entscheiden kann, ob Remake oder Fortsetzung. Zudem wirkt der Auftritt von Bill Murray so wie der ganze Film: Lustlos aber die Kohle stimmt. Aber der restliche Cast kann wenigstens überzeugen. Gerade die 4 neuen Ghostbuster hatten scheinbar viel Spaß an ihren Rollen und versuchen das beste draus zu machen. Denn leider verliert sich hier das Drehbuch in typische Frauenrollen und wird sogar rassistisch, wenn die einzig schwarze Geisterjägerin keine Wissenschaftlerin ist und sich richtig schön als Klischeeschwarze präsentieren darf. Da fragt Patty Talen ernsthaft im Interview, dass es doch kein Problem ist. Scheinbar hat sie sich mit der Diskriminierung nicht weit genug auseinander gesetzt. Wenn dann noch, nachdem wirklich jedes Frauenklischee erfüllt ist, die Männer als dumme Idioten gezeigt werden, dann erleben wir eben auch noch gleichzeitig den umgekehrten Sexismus und da werden natürlich auch sämtliche Klischees abgefeuert. Hier haben wirklich alle richtig in die Kloschüssel gegriffen und alles heraus geholt, was man als politisch nicht korrekt bezeichnen kann. Glückwunsch! Aber wie gesagt, am Schauspiel selbst kann man nichts bemängeln! Sogar Mc Carthy hält sich mit ihrer typischen Rolle stark zurück und kann überzeugen.

    Aber hey! Die Effekte sehen doch super aus! Ja das stimmt aber dennoch wäre weniger manchmal mehr. Schon immer waren die Effekte in diesem Franchise wichtig, allerdings verkommt es nie zur Actionschlacht. Genau das passiert aber hier und erst dadurch wirkt das Ganze ziemlich langweilig und nie wirklich bedrohlich. Auch der Soundtrack kann nicht völlig überzeugen. Zwar ist der Originalscore noch enthalten, aber oft gibt es auch einen Remix und zwar kein Guter!

    Fazit: Ich bin der vollen Überzeugung, dass ein Ghostbusters-Remake richtig gut funktionieren könnte. Dann müsste man aber etwas Einzigartiges versuchen, ohne dabei den Geist und den Charme des Originals zu verlieren. Dieser Film ist daran aber gescheitert. Dass es nur hier um Geld geht, wird einem sofort klar. So sehen wir eines der unnötigsten Filme im Jahr 2016 der jeden Fan beleidigt. Gerade mit diesem Cast, hätte man was richtig gutes aufbauen können. Schade!

    3/10

    778 mal gelesen

Kommentare 14

  • TheLightningYu -

    Das ist das Problem Dirk Apitz, und (sorry das ich damit wieder anfange) das zeigt eigentlich, wie falsch derzeit die Richtung des Feminismus in den Medien ist. Man kann dem Ghostbuster-Film einfach nicht abstreiten, das es Paul Feig nur darum ging, das man zwanghaft Frauen/Feminismus pushed, was aber im Endeffekt dazu führt, das man eigentlich selber sexistisch ist. Sowas sollte daher immer absolut Natürlich von statten gehen, und nicht zwanghaft sein. Und sollte es im Endeffekt auch bei Videospiel sein. Solche (politische) Themen sollten einfach nicht zwanghaft sein, sondern einfach nur ganz natürlich sofern es zur Thematik und Konzept passt. Und man sollte auch alte, klassische und ikonische Spielreihen zerstören, nur weil sich irgendwer auf den Schlips getreten fühlt.

    Aber gut, das der Film schlecht wird, habe ich ohnehin schon kommen sehen, weil Paul Feig einfach viel zu inkompetent ist, um die eigentliche Kritiken an seinen Film zu verstehen.

    Danke trotzdem für den Review, es bestätigt einfach mal wieder meinen Punkt bezüglich dieses Filmes und des Themas sexismus.

    • Dirk Apitz -

      Ne tut es nicht. Es bestätigt eher dass die Feministen Recht haben mit dem Thema Sexsismus in den Medien. Nur dass die meisten eben nicht damit umgehen können. Zudem im Videospielbereich sich das Ganze eben auch auf eine andere Ebene noch abspielt, weil Hollywood dann bei diesem Thema meistens doch eben weiter ist als die Gamingindustrie. Was auch daran liegt, dass dort immer mehr Frauen vor und hinter der Kamara arbeiten und auch den Mund aufmachen was in der Gamingszene gar nicht erst vorkommt. Zudem es Gehaltsrechnisch noch immer schief läuft. Gerade dieser Film zeigt wie stark Sexsismus in den Medien verbreitet ist.

    • TheLightningYu -

      Nein, eben doch. Zwanghaft Sachen zu implementieren nur um Politisch Korrekt zu sein, ist niemals gut und genau eben das: politisch unkorrekt. Bei Kingdoms'Come meinte letztens eine Feministin, Kritik zu äußern zu müssen, nur weil die Entwickler kein wählbares Geschlecht als Hauptcharakter erlauben, weil sie eben eine fertige feste Geschichte haben, wo es um Henry einen Schmied geht, man Historisch Korrekt sein will.Sie meinte scheisse auf die Historische Korrekheit und ich finde das absolut respektlos von den Feministen. Sie haben absolut kein Recht sich bei der Entwicklung eines Spieles einzumischen, nur weil sie persönlich ein Problem damit haben. Einfach nicht kaufen und fertig. Was würden denn die lieben Feministinnen sagen, wenn ich mich jetzt über Tomb Raider beschwerde, das ich kein Männlichen Part spielen darf. Dann könnte ich mir von den Feministinnen und geblendeten/gewippten SJWs anhören, was ich da rumjammere. Wo ist da die gleichberechtigung? Gibt es nicht, das ist, zumindestens in der Videospielbranche absolut heuchlerisch. Wenn der Entwickler in seiner Vision keine Frau oder Mann als Hauptcharakter will, dann sollte man das schlichtweg akzeptieren und wenn es einem nicht passt, das Spiel auslassen/ignorieren. Man muss auch Angst haben, wie man eine Frau designet, weil sowieso immer alles fälschlicherweise als übersexialisiert behauptet und dann den Männern, ohne überhaupt einen Bezug zu der Person an sich zu haben, das sie Männer zu Sexobjekt degradieren. Wegen einen Fiktiven Spiel. Aber ja, alle Ego-Shooter-Spieler sind Massenmörder und Amokläufer, alle Rennspieler können nicht ordentlich auf der Straße fahren. Alle JumpnRun blöd durch die Gegend springen. Nein, einfach nur Nein. Das muss aufhören oder zumindestens muss den Feministen diesbezogen einfach mal Grenzen gesetzt werden. Sie sollten aufhören Entwickler einzuschränken und Leute/Gamer fertig machen, nur weil sie nicht die gleichen Ansichten teilen. Aber nein Anstatt es RICHTIG zu machen, völlig neue Filme/Spiele zu machen, wo eine Frau ganz natürlich einzubinden, zerstören wir lieber einen absolut grandiosen klassiker, wegen des Genderwahns und des krankhaften/zwanghaften Feminismus Supports, und was dabei rauskommt seiht man ja. EIn Absolut schlechter Film, der im Endeffekt sexistischer ist, als wenn man gleich das zwanghafte "Uh ich muss unbediengt 4 Frauen als Ghostbuster machen" & "Uh einen vollidioten als Sekräter um die Überlegenheit der Frau zum Mann zu zeigen"... und wenn du mir in diesem Punkt nicht glaubst, Paul Feig ist allgemein als Männerhasser bekannt der die Frau für das überlegene Geschlecht hält, das ist jetzt kein offenes geheimniss. Aber ja, mir tun die Schauspieler auch leid, weil die für die fehlgeschlagene Feminismus Propaganda herhalten muss, und das obwohl ich Schauspielerinnen wie Melissa McCarthy sogar als wirklich talentiert halte. Aber ehrlich, ich schließe für mich das Thema ab, ich habe ehrlich gesagt kein Interesse das mit dir weiter auszudiskutieren, was einfach seine Gründe hat.(die ich jetzt nicht nenne, sonst müsste ich persönlich werden)

      /Edit: Aber gut: Übersexualisierung ist ohnehin eine Lüge der modernen Feminismus(zumindestens eine Teilabschnitt des Feminismus...nicht jeder Feminisit ist gegen die Sexaulisierung wie eben diese prüde Gruppe) und zeigt wie sich der Feminismus rückentwickelt/degeneriert. Es gab eine Zeit im Feminismus, wo eben die Frau für sexuelle Freiheit und Offenheit gekämpft, wo sie diese auch ausleben dürfen, ohne kritisiert oder verurteilt zu werden. Jetzt wird aber jede von der Männerwelt als "manipuliert" bezichtet, und jeder Mann der kreative gesehen seine Charakter offener gestaltet, als mysogyn beziechnet, der die Frau objektifiziert. Interessant das genau die Partei/Fraktion die absolut keine Ahnung hat von der Materie und sich prinzipiell auch nicht interessiert, schwerer tut zwischen Realität und realen Leben zu unterscheiden, als die Gamer selbst.
      Aber gut das war's jetzt wirklich.

    • Dirk Apitz -

      Du kannst einfach nicht zwischen Feministen und Feministen trennen und scherst weiterhin alle über einen Kamm. Zudem hat der Film definitiv keine zwanghafte politische korrektheit, dafür bedient er viel zu viele Klischees. Die Intention der Filmmacher war niemals was für die Frauenquote zu tun. Die Sexismusdebatte zu diesem Film wurde von der Produktionsfirma eingeleitet und war einfach nur kalkül. Das bringt uns Feministen natürlich wieder einen schlechten Ruf ein.

      Und informiere dich mal bitte ausführlicher und schau über den Tellerrand, eh du von Lüge sprichst.

      Und der Film wäre auch ohne diese Debatte ein beschissener Film gewesen, denn der Film krankt an massiv vielen stellen.

    • TheLightningYu -

      Du scheinst des Lesen's nicht mächtig, wenn du meinen Beitrag nicht richtig gelesen hast. "(zumindestens eine Teilabschnitt des Feminismus...nicht jeder Feminisit ist gegen die Sexaulisierung wie eben diese prüde Gruppe) " Das heißt, ich mache durchaus unterschiede zwischen Feministen und mir ist absolut bewusst, das es innerhalb des Feminismus unterschiedliche Gruppierungen gibt, die eigene Ziele und Ansätze verfolgen. Das jedoch ist vollkommen irrelevant, wenn genau der Teilaspekt des Feminismus schlechten Einfluss auf unsere Gesellschaft oder in meinen genannten Beispiel Videospiel hat, während die anderen nur dumm zusehen und nichts machen. Stelle dir vor, ich würde eine Gruppierung erschaffen, die für etwas gerechtes Einsteht, bspw dem Umweltschutz, und dann würde einer meiner Anhänger - Chefs von Konzernen die die Umwelt verschmutzen umbringen, ignorieren und zulassen. Ich müsste dann Gesetzlich und Gesellschaftlich auch dafür gerade stehen, weil ich dann nicht nur fahrlässig gehandhabt, sondern durch das einfach tun lasse quasi auch ein Mittäter bin. Und nicht anders verhält es sich beim Feminismus derzeit. Was macht denn der Feminismus, wenn man bereits sieht, das die Anitia Sarkessian schlecht für die Videospielindustrie ist, völlig unverfroren und unverdient Misogyn Vorwürfe an die Spieler/Entwickler raushauen. Was machen sie dagegen? Die Frau hat immer noch zuviel zu melden und die Feministen sehen fahrlässig zu.

      Doch, und das ist der Punkt, das kann man nicht mit dir diskutieren. Du behauptest ich kann nicht über den Tellerrand schauen? Pack dich selber an der Nase! Wie soll ich mit jemanden Neutral und Objektiv diskutieren können, wenn dieser jemand diese Thematik viel zu einseitig und engstirning sieht wie du! Du zwingst mich dazu, dagegen zu halten, wie bei einer Waage wenn bei einer Seite zuviel gewicht drauf ist, dann muss man zum Ausgleich auf der anderen Seite genügend Gegengewicht bringen. Und die diskussionen mit dir haben genau das erzeugt, das ich immer entgegenhalten muss, weil du wie ein Fanboy eines Videospiel's, der keinerlei Kritik zulassen kann, du auch keine Fehler des Feminismus akzeptierst. Nein du verteidigst es bis aufs Blut, und wenn du dich wirklich nicht mehr rausreden kannst, dann weißt du die Schuld von dir ab oder spielst die Argument und den Diskussionspartner runter. Wie soll ich mit jemanden Diskutieren können, der mich und meine Argumente nicht ernst nimmt, und nur weil er Kritik nicht ernstnehmen kann/will, weil er es nicht verkraftet das vielleicht das für was er einsteht, doch nicht immer so perfekt und heile Welt ist, dann sich auf einen fehlenden Informationsstand rausredet. Und wie soll jemand die Welt verbessern können, wenn er die Schwächen nicht zugibt, die er mit sich bringt. Kein Mensch ist Perfekt, auch der Feminismus nicht, das sollte man akzeptieren und wenn man darauf aufmerksam gemacht wird daran arbeiten. Dazu sind aber einige Feministin nicht bereit, weil sie glauben das sie immer im Recht sind, was schlichtweg nicht der Fall ist.

      Und auf andere mit den Finger zeigen, ist jetzt wo besser? Den schlechten Ruf habt ihr euch selber eingebrockt. Wenn ihr einfach einmal zulassen würde, das sich nicht jeder euerer Norm anpassen muss, und wenn ihr einfach auch mal den Leuten die toleranz/akzeptanz sowie Respekt entgegen bringen würdet, wie ihr es von allen erwartet, dann würde sowas in erster Linie nicht passieren. Aber du scheinst meine Argumente hier immer absolut gekonnt zu ignorieren, weil du darauf nicht eingehen willst, da du innerlich weißt das ein Funke wahrheit dabei ist. Wenn etwas zwanghaft implementiert wird, nur um Politisch Korrekt zu sein, dann kann sowas nicht funktionieren. Videospiele/Filme sollten kein Ausdruck dafür sein, das man politische Propaganda versucht, sondern das sie eine Vision entsprechen. NUR so funktionieren solche Sachen. Sieh dir mal Mass Effect, Life is Strange und Witcher 3 an. Wir haben eine Geschichte, wo man beide Geschlechter spielen darf, und zwei Geschichten die einen Fokus auf ein bestimmte Geschlecht haben. Mass Effect ist ein gutes Beispiel, wie man es schafft in einen Spiel zwei geschlechter einzubinden, nur wenn man hier absolut ehrlich ist, es macht die Charakter irgendwo austauschbar, und geht auch nicht tief in die Persönlichkeit rein. Vieles wird damit kompensiert, was sich der Spieler selbst dazu denkt und dazu entscheidet, aber faktisch sind eben auch zwischen Mann und Frau unterschiede, in ihrer Denkweise, ihr Verhalten, was sie durchleben müssen, und sowas kann man in Mass Effect nicht wahrnehmen, weil der Unterschied einfach nicht behandelt wird, sondern beide Varianten Austauschbar sind. Wenn du hier aber als Vergleich Life is Strange rannimmst. Glaubst du ernsthaft, das die Geschichte genauso mit Männern/Jungs funktioniert hätte. NEIN, weil eben ein Teenager Mädchen andere Probleme und Situationen zu kämpfen hat, und an diese anders herangeht, wie ein Junge. Und bspw die Geschichte um Geralt hätte ebenfalls nicht einfach so funktioniert, wie sie funktioniert hätte, wenn er ein wählbares Geschlecht hätte, weil er vordefiniert ist mit einer sehr maskulinen Geschichte. Und das sollten der Feminismus allgemein einfach mal akzeptieren. Das ein Spiel jetzt nicht spezifisch auf Frauen eingeht, heißt noch lange nicht das ein misogyner/sexistischer Gedanke dahinter ist. Wer so denkt, darf sich ab jetzt nämlich auch keine Spiele mehr mit Frauen als Leadcharakter kaufen, weil dann ist das eine heuchlerische Doppelmoral. Es gibt nunmal Spiele die haben einen Focus, und jeder hat frü sich zu entscheiden ob der das Spiel mag oder nicht. Aber dann sollte man nicht lügen, halbwahrheiten und vorwürfen kommen, vorallem gegen die Spieler und Entwickler, weil du einfach nicht wissen kannst, wie sich dieser Mensch im IRL gegenüber Frauen etc verhält.

      Und ja, das ist mir bewusst, das er an vielen Aspekten krankt. Was erwartest du von jemanden, der einen Film NUR macht um den Feminismus zu puschen, aber ohne Idee oder Vision dahinter. Das Paul Feig zu inkompetent ist, um einen ordentlichen Film zu machen und sich dann an Klischee/Stereotypen zu bemächtigen, ändert ja nichts an seiner Intention. Eine Person die wirklich einen guten Film daraus machen hätte können, wird sicher nicht mit der Idee vorangehen: "Oh weißt du was, wie wär ein Ghostbuster-Film mit Frauen", sondern "Ich hab einen Film vor mir, der ist wie Ghostbusters und der funktioniert mit Frauen". Das eine ist Zwanghafte Propaganda, hinter der anderen verbirgt sich eine Idee dahinter. Zudem die Frage trotzdem wäre, ob der Film gerechtfertigt ist, weil man trotzdem nicht absolut Gerecht mit so einem Ikonischen Film umgeht. Einen Tomb Raider Film mit Lucas Croft würde ich bspw auch als Schundluder einer tollen Franchise werten. Wobei ich zumindesten dahingegehend mittlerweile viel Spielraum habe, weil recreation im Reboot wo solche massiven Veränderungen wie es in Tomb Raider der Fall war, vielleicht auch nicht der Artgerechte Umgang mit klassischen Ikonen gewertet werden kann.

      Nicht's desto trotz ändert es nichts daran. Ein Spiel/Film sollte nicht deshalb gemacht werden, nur um ein Appealing für Frauen oder Männer zu haben, weil das ist dann seelenlos, zwanghaft und ohne Vision, sondern weil wirklich eine Idee dahinter steckt. Deshalb funktionieren solche Spiele wie Life of Strange, nicht weil die Entwickler sich dachte. Oh machen wir was für den Feminismus/Frauen. Sondern weil da ganz klar eine Idee dahinter hat. Wenn ein Spiel Männerzentriert ist, sollte man das aber auch mal akzeptieren können und nicht darüber ablästern/kritisieren. Der richtige Ansatz wäre hier nämlich neues erschaffen und nicht altes zu zerstören.

      Und das gilt auch für die viesuelle Gestaltung von Frauen. Es mag manche Fälle geben, wo es wirklich unangebrach ist. Man stelle sich ein realistisches Kriegszenario vor wo eine Frau mit Bikini rumläuft. Allgemein sollte jeder Designer, Künstler, etc das recht haben, seine Charaktere so gestaltenz u dürfen, wie sie wollen, ohne das ihnen irgendwelche Vorwürfe gemacht werden. Das heißt nicht, das er Frauen wie Sexobjekte behandelt, sie auf solche reduziert etc, sondern schlichtweg das er einfach gerne Charaktere visuell ansprechend darstellt. Und genau deshalb ist diese Kritik von Übersexualisierung eine Lüge in diesen bezug. Ob du das so akzeptierst oder nicht, ist dein Bier, da misch ich mich nicht ein. Ich habe das hier noch einmal geschrieben, weil ich ein paar aspekte nicht stehen lassen habe können, allerdings habe ich mit dir keine Absicht diese Diskussion noch weiter zuführen, da ich einfach nicht glaube das du ein gewisses Maß an einsicht besitzt. Dafür steckst du in diesem Feminismus-Aspekt einfach zu tief drinn und hast überhaupt keine Gefühl mehr für eine neutrale Sichtweise, oder faire kritik...

      mfg LightningYu

    • Dirk Apitz -

      Natürlich greifen Feministen auch andere Feministen an. Nur weil du es in deinem Kosmos nicht mitbekommst, bedeutet es nicht dass es auch da keine Diskussion gibt. Du redest über Dinge wo du nur ein gefährliches Halbwissen besitzt.

      Der zweite Absatz ist daher schon sehr fragwürdig. Ist ja nicht so, dass ich Menschen wie Alice Schwarzer hier sehr oft selbst kritisierte. Ich denke in Grautönen. Du lehnst aber sämtliche Aussagen von Femisten ab weil sie eben dein Lieblingsmedium angreifen udn du dich in eine Schublade gedrängt fühlst. Aber genau dieses Schubladendenken wollen "wir" aufbrechen. Und du verteidigst es doch auch bis aufs Blut, guck dir allein dir Länge von deinem Post an. Mir ist das Thema halt wichtig und auch du glänzt mit Unwissen. Man merkt dass du dich damit beschäftigst, aber eben nicht intensiv. Sobald aber was deinem Klischee oder deiner Meinung entspricht, dann greifst du es auf. Sieht man ja auch an der Kritik zur meiner Kritik. Da lobst du mich, blendest aber völlig aus dass ich da auch noch was ganz anderes gesagt habe und dir eben erst recht nicht zustimme. Und warum haben wir uns da zuzuschreiben, wenn Leute wie du uns alle in einen Topf werfen und Argumente, Inhalte gekonnt umgehen? Wie soll man da diskutieren?

      Warum gibt es ganz wenig Filme mit weiblicher Hauptrolle, die nicht nur sexy oder so aussehen sondern auch ohne Hilfe heldenhaft sind? Mad Max, SW 7 zeigen hier wie gut es gehen kann. Warum gibt es in Videospielen ganz wenig Frauen in der Hauptrolle ohne dabei übersexy auszusehen? Warum verdienen Frauen in Hollywood deutlich weniger als Männer? Warum werden Fraen und Männer immer übersexualisiert dagestellt? Das ist nur ein Bruchteil von Themen, die es zu diskutieren gilt. Und ich diskutiere darüber, auch wenn viele sich dabei angegriffen fühlen. ABer warum? Scheinbar fühlt man sich ja erwischt.

      Und noch einmal, man machte den Film nicht nur um den Feminisus zu pushen. Dann würde der Film ganz anders aussehen. Der Film ist selbst extrem Frauenfeindlich wie jetzt zu oft geschrieben (wieder etwas, was du ausblendest, weil es dein Bild zerstören würde).

      Und wenn deine Sichtweise neutral oder fair sein soll, dann beschäftige dich mehr mit dem Thema und kratz nicht nur an der Oberflächlich. Dann darfst du von mir aus auch mich kritisieren dass ich angeblich kein Gefühl oder sonst was habe. Unfassbar mit was ich mich hier beschuldigen lassen muss und selbst wirft man mit Steinen im Glashaus.

  • Pascal Hartmann -

    Ich wollte dem Film ja echt eine Chance geben. Aber während ich mich beim ersten Bay-Turtles noch dazu durchringen konnte, ins Kino zu gehen, bekomme ich das beim neuen Ghostbusters nicht auf die Reihe. Schon ein paar mal die letzten Tage die Spielzeiten angeguckt und gedacht: Heute Abend fährste ins Kino! Ich habs dann doch nicht gemacht. Dabei habe ich mir extra einen Kinogutschein aufgehoben, damit ich nichts bezahlen muss.

    Glaube zwar kaum, dass er mir gefallen würde, aber ne eigene Meinung würde ich mir doch gerne machen wollen. Wenns so weitergeht, dann wohl erst irgendwann, wenn ich ihn kostenlos auf Amazon Prime Video oder ähnliches gucken kann. Mehr scheint er eh nicht wert zu sein.

  • nuclear_nightmare -

    gut geschriebener text, jetzt bin ich noch weniger motiviert mir diesen film zu schauen. :)

  • Frank Drebin -

    Ich finde du hast es gut geschrieben. Klingt nachvollziehbar. Wobei ich noch immer hoffe das mir der Film doch gefällt :)

    • Dirk Apitz -

      Wie fandest du denn das Original?

    • Frank Drebin -

      Original Ghostbusters sind natürlich der Hammer. Habe beide Filme zu Hause!!

    • Dirk Apitz -

      Sehr gut^^

  • TheHunter -

    Ich gehe den Film mit sehr wenigen Erwartungen an, mal sehen ob er mich nächste Woche doch enttäuscht.

    Ich wollte Ihn mir am Anfang nicht mal anschauen, nicht weil die Ghostbusters durch irgendwelchen Frauen ersetzt wurden, sondern einzig und allein wegen melissa mccarthy, Ich hab das Gefühl das sie in jedem Komödien Film, der letzten Jahre auftaucht. Sie hat doch ständig die selbe Rolle, die Mollige tollpatschige. Sie könnte die neue Weibliche Version Adam Sandler sein

    • Dirk Apitz -

      Stimme ich dir zu. Allerdings hat sie in manchen rollen auch das Gegenteil bewiesen und hier ist es auch eher ne andere Rolle.