The Legend of Zelda - Just a Fairy's Tale | Part 5

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  • The Legend of Zelda
    Just a Fairy's Tale
    Part 5

    Montag - 1. Tag

    ~~~~~ Steppen Allee ~~~~~ Stadtteil: Neu Hylia ~~~~~

    Navi wollte diesmal alles richtig machen. Sie zeichnete den Mord mit der Videokamera-Funktion ihres Smartphones auf und machte sich danach auf den Weg zurück nach Hause.

    Dienstag - 2. Tag

    ~~~~~ Dach des alten Wohnhauses ~~~~~ Stadtteil: Kokiri ~~~~~

    Die Zeit während ihres Frühstücks hatte sie genutzt, um sich erneut Notizen in ihr Smartphone zu schreiben. Sie lag noch kurz auf dem Dach und las noch einmal alles leise für sich. („Ganondorf - aktuell sauber. Salia - fehlgeschlagener Selbstversuch des Serums. Mörderin des Dealers. Zerrissener Brief und nicht benutzte Kugel durch Salia - warum? Zelda - drängt auf Tötung und Auslieferung von noch unschuldigen Ganondorf. Hat das Serum in Auftrag gegeben. Grund dafür unbekannt. Model F - zerstören wenn alles vorbei ist. Funktionsweise unbekannt. Model K - nützlich für Kokiri. Integriert in Salias Brille. Funktionsweise unbekannt. Unbekannte Person - Zerstörung des Feenwohnhauses am Mittwoch um 17 Uhr. Perfekt! Gar nicht so einfach als Zeitreisende alles festzuhalten. Es wäre besser wenn mein Smartphone sich nicht ständig auf den alten Stand setzen würde.“) Danach rief Navi die Auskunft an. „Guten Tag, Navi die Fee hier! ... Ich bräuchte bitte die Nummer der Gerudo Female Force! ... Ja, ich warte! ... Vielen Dank!“ Navi tippte die Nummer schnell in ihre Kontaktliste, bevor sie diese vergaß.

    ~~~~~ Altes Wohnhaus ~~~~~ Stadtteil: Kokiri ~~~~~

    Das Paket lieferte sie auch diesmal nicht ab. Sie holte das Messer aber dieses Mal nicht heraus. Stattdessen nahm sie das Paket so mit und flog aus dem Haus raus. Sie hatte jetzt ein neues Ziel. Ganondorf oder einen hochrangingen Mitarbeiter der Gerudo Female Force davon zu überzeugen Salia ein Geständnis aus den Ärmeln zu leiern und sie erst einmal hinter Gitter zu bringen.

    Als sie draußen war wählte sie die Nummer der G.F.F.-Station an. „Ja, Navi die Fee hier! Hallo Frau Nabooru! ... Ich hab heute Nacht einen Mord beobachtet und auf Video festgehalten. ... Steppen Allee in Heu Hylia. Sie finden das Opfer, einen Drogendealer, in einer Seitengasse. ... Ja, natürlich! Ich komme sofort!“

    ~~~~~ Gerudo Female Forces - Alt Hylia Station ~~~~~ Stadtteil: Alt Hylia ~~~~~

    Um 9 war Navi dann in der Station und saß bei Nabooru und Ganondorf im Büro. Sie saß auf dem Schreibtisch von Nabooru. Ihr Verlobter sichtete gerade noch den Tatort. Nabooru sah sich gerade noch einmal das Video auf ihrem Computer an. „Nochmals vielen dank! Aber unsere Station ist 24 Stunden lang besetzt und wir arbeiten alle auf Abruf. Sie hätten diese Nacht jederzeit reinkommen können.“ „Oh, dass wusste ich nicht, danke!“ („Dann komme ich halt das nächste Mal direkt hier her, falls wieder irgendetwas schief geht. Aber ich will es mir mit Salia und ihrer Fee nicht verscherzen. Nur darum habe ich mich in ihrem Büro überhaupt umgebracht. Und so erfährt sie ja nicht, dass ich sie reingeritten habe. Nayru, ich bin schon irgendwo 'ne hinterhältige Bitch geworden.“) Navi überlegte kurz. Sie wollte doch noch irgendwas tun.

    Ein paar Sekunden später fiel es ihr zum Glück wieder ein. „Ich musste heute ein Paket ausliefern. Präsidentin Zelda hatte mich damit beauftragt und durch eine Zeitreise habe ich den Inhalt gesehen! Bitte machen sie es auf!“ Navi kramte in ihrer Tasche, legte das Paket auf den Tisch und vergrößerte es wieder. Das Festnetztelefon klingelte. „Warten sie bitte kurz draußen?“ „Natürlich!“ Navi stand auf und flog aus dem Raum.

    Erst als Navi weg war hob Nabooru ab. „Ja? ... Nein, mach du das! ... Warte kurz!“ Nabooru nahm den Brieföffner und sah sich den Inhalt des Pakets an. „Ich sagte - warte!“ Sie legte den Hörer beiseite und las sich den Brief gewissenhaft durch. Auch den Dolch nahm sie aus dem Paket. Sie machte Fotos von beidem und sandte die an ihren Liebsten. „Sag mal, hält Hylian Industries nicht über 40 % der Aktienanteile an den Kokiri Science Labs sowie Kokiri Health Labs, Schatz?“

    Es dauerte etwas bis eine Antwort von ihm kam. „Ja, aber ich kann ja schlecht bei Präsidentin Zelda einen Durchsuchungsbefehl für ihre eigene Firma beantragen! Wieso muss sie auch Regierungspräsidentin, Oberste Richterin und Geschäftsführerin des größten Unternehmenskonzerns Hyrules in einem sein? ... Ja, mach das und dann fahr von mir aus dahin! Bis später!“ Sie legte auf und ging vor die Tür zu Navi. „Sie können jetzt wieder gehen! Vielen Dank und bis irgendwann mal!“ „Gern geschehen! Bis dann!“ „Warten Sie!“ Navi stoppte kurz im Flug und schluckte. „Zeitreisen?“ Navi drehte sich um. „Sind nicht illegal wenn man nichts verändert! Ich habe nichts verändert! Und die Reise war nicht meine Schuld!“ („Göttinnen! Ich habe gefühlt mehr verändert als der Held der Zeit auf seinen Zeitreisen!“) „Das will ich Ihnen mal glauben! Bis irgendwann mal, Frau Fee!“ „Ja, bis irgendwann!“

    ~~~~~ Gerudo Female Forces - Alt Hylia Station ~~~~~ Stadtteil: Alt Hylia ~~~~~

    Eine halbe Stunde später saß Salia zusammen mit ihrer Fee in Untersuchungshaft. Ihre Belegschaft durfte weiter arbeiten. Stand jetzt aber unter strenger Beobachtung durch einige Gerudo-Frauen. Sie hatte bei ihrer Verhaftung keinen Widerstand geleistet. Sie war klug genug um zu wissen, wann man geschlagen war. Mag sein, dass ihre Firma sauber ist. Aber für den Mord würde sie definitiv sitzen.

    Aktuell verfasste sie ihr Geständnis im Verhörraum. Ganondorf saß ihr gegenüber und trank sich eine Tasse Gerudo-Wüstenrosen-Tee. Auch zwei Gerudo-Wachposten waren anwesend. „Ich bin jetzt fertig!“, sagte Salia und schob ihr Geständnis rüber zu Ganondorf. Der nahm es an sich und las es sich durch. „Vielen Dank für ihre Kooperation!“ Er sah hoch zu den beiden Damen und gab ihnen einen Wink. Die beiden Gerudo nahmen Salia mit und brachten sie zurück in ihre Zelle.

    Nach dem Lesen des Geständnisses kopierte er es vorsorglich in seinem Büro und nahm die Kopie mit. Auch eine Kopie von Zeldas Brief klemmte er sich unter den Arm. „Wohin fährst du wohl jetzt?“, fragte Nabooru scherzhaft. „Ich fühle mal unserer ach so geliebten Reinkarnation einer Prinzessin auf den Zahn!“ „Tu das! Soll ich mitkommen?“ „Na! Mit der komme ich notfalls alleine klar. Diese hohen Tiere sind alle so klein mit Hut außerhalb ihrer Business-Area.“ Er zeigte den kleinstmöglichen Hut mit Daumen und Zeigefinger. „Übrigens, unsere IT sichtet gerade Salias Computer!“ „Ja, toll! Viel Spaß damit, Nabooru! Ich fahre mal eben zum Tower - allein!“ „Ja, bis später!“ Sie rollte mit den Augen und winkte Ganondorf raus. Aber dann rief sie ihn zurück. „Warte kurz!“ Er lugte mit dem Kopf in den Raum. „Ja?“ „Diese Fee meinte, sie hätte eine Zeitreise gemacht.“ „Zeitreise?“ „Ja, dadurch wusste sie angeblich was im Paket ist.“ „Ich rede mal später mit der.“ „Tue das!“

    ~~~~~ Festungsstraße ~~~~ Stadtteil: Neu Hylia ~~~~~

    Navis Plan war aufgegangen. Ganondorf kam und setzte sich einen Streifenwagen. Sie hatte sich bereits nach dem Besuch bei Nabooru auf einen der Mauervorsprünge gesetzt und auf ihn gewartet. Eigentlich war es mehr eine spontane Idee gewesen. Sie wollte ihm nämlich heimlich folgen. Vielleicht bekam sie ja so noch ein paar Antworten. Andere Möglichkeiten um die vielen Fragen zu lüften schien es nicht mehr zu geben. Zelda war die letzte Person die jetzt für Klarheit sorgen konnte und genau zu der schien er jetzt zu fahren. Denn wenn Salias Aussage sich mit ihren Erklärungen Navi gegenüber deckte. Dann wäre das für einen Ordnungshüter der nächste logische Schritt gewesen. Navi sah sich noch kurz um. Sie wollte möglichst unentdeckt bleiben. Sie flog hinunter auf den Bürgersteig und tat erst einmal so als würde sie ganz normal auf dem Gehweg fliegen. Sie flog dann aber eine schnelle Kurve und flog direkt unter Ganondorfs Wagen her.

    ~~~~~ Hylian Industries Tower ~~~~~ Stadtteil: Neu Hylia ~~~~~

    Ganondorf stieg nach seiner Ankunft am Tower aus. Navi brauchte jetzt unbedingt eine weitere Mitfahrgelegenheit. Sie bemerkte Ganondorfs Magiepistolen-Holster. Da dieser unten geöffnet war, konnte sie mit Feenstaub die Waffe verkleinern und von unten hineinschlüpfen. Sie durfte sich dabei nur nicht zu sehr bewegen. Aber da Ganondorf selbst gerade noch lief, würde ihm dies wahrscheinlich selbst bei großer Unachtsamkeit Navis nicht auffallen.

    Navi lehnte sich im Holster leicht gegen die Innenwand, die seinem Bein zugewandt war. Seine Magiepistole hielt sie ehrfürchtig von sich weg.

    Ganondorf war irgendwann im Fahrstuhl, welcher an Zeldas Büro im obersten Stock hielt. Und nach ein paar Sekunden betrat er das Büro der Präsidentin. „Ah, Herr Dragmire!“ Sie stand auf und reichte ihm lächelnd die Hand. „Was verschafft mir die Ehre Ihres Besuches?“ „Ein Geständnis!“ „Danke, kein Interesse! Ich bin mit meiner Arbeit verheiratet!“ Sie kicherte kurz und setzte sich wieder. Sie wartete auf ein Lächeln von Ganondorf. Doch ihr Gesprächspartner war keiner von der lustigen Sorte. „Frau von Hyrule!“ „Zelda, bitte!“ „Also dann, Zelda!“ Er versuchte nicht zu Grinsen. Auch wenn er das Gefühl hatte hier einen dicken Fisch an der Angel zu haben. Er griff in seine Tasche und zog das zusammengefaltete Geständnis von Salia aus der Tasche und warf es auf ihren Tisch.

    Zelda zögerte kurz. Griff dann aber danach und las es. Ihre Augen weiteten sich kurz vor erstaunen. Nahmen dann aber rasch ihre normale Position wieder ein. „Und?“, fragte Zelda gefasst. „Sie veranlassen von ganz oben die Entwicklung eines Serums, dass Personen in Monster verwandeln kann. Und dann sterben dadurch, dass die Geschäftsführerin Salia an sich selbst Versuchskaninchen spielt, zwei Hylianer und ein Gorone! Ein göttinnenverdammter G-o-r-o-n-e!“ „Glauben sie ich habe Dreck am Deku-Stab?“ Er drehte sich um die eigene Achse und breitete seine Arme aus. „Ich kann den ganzen Laden hier stilllegen - wenn ihnen das lieber ist! Rede sie!“ Er hielt und sah sie an. „Das Mittel war nie für eine hohe Dosierung vorgesehen! Es soll nur die Ur-DNA der Bestien in uns allen versiegeln!“ „Wissen sie was! Das ist eine schöne Geschichte! Aber die glaube ich ihnen nicht!“ Er warf ihr ein weiteres Papier zu. Ihren eigenen Brief und ein Foto von dem Dolch.

    Zelda schluckte hörbar auf. „Anstiftung zum Mord mit Bruch eines unserer Grundgesetze! Ganz wunderbar! Mir egal was für Positionen Sie inne haben, Zelda! Und wenn Sie eine der Göttinnen selbst wären! Sie wandern in den Knast!“ Er deutete mit seinem Zeigefinger auf den Boden. „Und zwar heute noch! Aber vorher beantworten sie mir eine Frage!“ Zelda sah grübelten aus dem Fenster. Ganondorf kam an ihren Tisch und „In welchem Zusammenhang stehen das Serum und mein zum Glück nicht eingetroffener Tod? Wenn Sie dieses Serum doch haben, wieso haben sie es mir nicht einfach heimlich verabreicht? Ich wette das hätten Sie geschafft! So pfiffig wie Sie sind. Aber wenn Sie so pfiffig sind wie ich glaube, wieso hetzen Sie stattdessen Links Reinkarnation auf mich? Das ergibt in meinen Augen alles keinen Sinn!“ Zelda fing an laut loszulachen. Ganondorf wartete geduldig ab.

    Als Zelda fertig gelacht hatte stand sie auf und stellte sich an die große Glaswand, die gleichzeitig auch als Fenster diente. Navi nutzte die Gelegenheit und verschwand aus dem Holster und vergrößerte die Pistole wieder. Sie versteckte sich dann hinter Ganondorf. Und zwar so, dass Zelda sie in der Spiegelung der Wand nicht sehen konnte. „Alles für den Frieden!“ „Bla, bla! Ich war ein Freund von rätselhaftem Geblubber!“ „Kennen Sie die von Professor Doktor Sahasrahla aufgestellte Theorie über das Goldene Reich?“ „Demnach ein Teil von Zeldas letztem Wunsch dafür gesorgt hat, dass dort drinnen die Zeit eingefroren wurde? Meine Verlobte hat mir davon erzählt! Aber was hat das mit uns zu tun?“ „Aufgrund dieser Theorie hatte ein anderer namhafter Magiewissenschaftler, Dr. Rauru, eine weitere Theorie erstellt!“ Zelda ging zurück an ihren Tisch und setzte sich einfach so wieder hin und öffnete eine ihrer Schubladen. Ganondorf griff nach seiner Pistole und zielte auf sie. „Stopp!“ Zelda machte langsam weiter. Sie zog zwei goldene Handschuhe hervor und streifte sie über. „Sie haben nicht gefragt!“ „Oh, natürlich! Welche Theorie?“ Er zielte noch immer auf sie. „Die des pausierten beziehungsweise in der Zeit eingefrorenen Schicksals! Welches es mir ermöglicht...“ Sie hielt ihren Handrücken in seine Richtung und das Triforce-Fragment der Weisheit leuchtete darauf auf. „... alle drei Triforce-Fragmente an mich zu bringen! Da diese nun nicht länger an das in der Zeit eingefrorene Triforce gebunden sind!“ Sie stand auf und bereitete in ihrer ausgestreckten linke Hand eine Lichtmagiekugel vor. „Und sobald ich alle drei Fragmente habe, kann ich im Goldenen Reich ein- und ausgehen wann immer ich will! Ich erschaffe eine neue Ära mit nur einem Triforce-Träger! Nein! Einer Trägerin! Mir!“

    „Und das Serum? Was hat das mit ihrem Plan zu tun? Welche Funktion hat es wirklich?“ Zelda machte einen Schritt an ihrem Tisch entlang. „Ich warne Sie, Zelda! Ein Schritt und ich schieße!“ Sie stoppte, löste die Magiekugel auf und schüttelte ihren Kopf. „Schert mich nicht! Die Vize-Präsidentin hat über mein Smartphone mitgehört und weiß was sie jetzt zu tun hat! Ich hatte es eingeschaltet, als sie mir den zweiten Brief hinwarfen.“ „Und was?“ „Das Schicksal biegen!“ „Wie?“ „Wir gaben Link ebenfalls ein Paket mit einer Lebenszeit-Kugel die den Tod überwinden kann! Sobald der Träger der Kugel stirbt, wird er an einen gewissen Punkt in seinem Leben zurückgesetzt. Leider ist die Zeitreise nun mal eine Zeitreise und niemand außer dem Träger ist vor dessen Auswirkungen geschützt! Nicht einmal wir Träger des Triforce!“ „Und?“ „Na sobald es nicht so läuft wie es soll, lasse ich einfach alle potenziellen Träger der Kugel ermorden bis eine Rücksetzung stattfindet!“ „Wäre es nicht einfacher sich selbst in der Vergangenheit zu warnen?“ „Oh, das geht nicht mehr! Model F ist das einzige Model mit Zeitreisefunktion! Und für ein weiteres davon fehlen uns schlicht die Materialien. Wir haben alles für die ganze Versuchsreihe verbraucht.“ „Und? Jetzt töten sie mich weil sie vermuten, dass ich sie habe?“ „Nein! Zu aller erst mal Link, dann Navi, Salia, Salias Fee und Taya. Ich glaube einer von denen hat die Kugel zuerst berührt! Notfalls töte ich aber auch sie und ihre Verlobte! Jeden wenn es sein muss! So lange bis sich alles zurücksetzt!“ Ganondorf schaltete schnell und kam auf Navi. Da Nabooru erwähnt hatte, dass Navi durch die Zeit gereist sei. Allerdings rieb er das Zelda nicht unter die Nase. („Verstehe! Diese kleine, freche Fee!“)

    Zeldas Smartphone piepte. Es lag auf ihrem Schreibtisch. Ganondorf winkte sie mit der Pistole dahin zurück. „Dran gehen und auf Lautsprecher stellen!“ Zelda gehorchte. Es war Impa. „Zelda?“ „Ja, Impa?“ „Ich kann keines der Zielobjekte finden oder erreichen! Ich probiere es aber weiter sobald ich mehr Daten habe!“ Zelda schnaubte und Navi dachte nach. („Impa, die Vize-Präsidentin der Hylian Industries hat mich damals getötet? Aus diesem Grund? Na wartet! Dafür zahlt ihr beide! Ich muss nur am Leben bleiben!“) Ganondorf lauschte gespannt den beiden Frauen und nahm schon, seitdem er das Gebäude betreten hatte, alles Gesprochene auf. „Und das Serum?“ „Salia konnte uns noch die letzten Daten senden bevor sie verhaftet wurde! Aber mehr als „81 % im M-Faktor und 96 % im B-Faktor sind laut ihren Daten nicht drin! Wir entwickeln gerade eine neue Testreihe und versuchen es jetzt selbst zu verbessern.“ „Tut das! Unter 95 % im S-Faktor will ich nichts haben! Versucht auf 100 % zu kommen!“ „Ja, Zelda!“ „Ganondorf steht hier und will mich verhaften! Hat fast alles raus gefunden!“ Impa sagte dazu nichts aber Ganondorf. „Fast?“ Zelda legte beendete das Telefonat und setzte sich wieder. Sie tippte auf ihrem Laptop herum. „Und Enter!“ Ganondorf fiel wenig später nach vorne und war ohnmächtig.

    „Betäubungsprojektile in den Überwachungskameras! Ich liebe es wenn ein Plan aufgeht!“ Navi hatte schnell reagiert und sich ganz flach hinter seine Schuhsole gelegt. Zelda nahm ihr Smartphone und telefonierte weiter mit Impa. „So, der ist bedient! Die Gefahr ist gebannt! Ich hatte die Betäubungsprojektile in den Kameras vergessen. ... Ja, kannst du! Wie...“ Zelda bemerkte ein eigenartiges Leuchten in der Spiegelwand. „... schon gesagt, ab 95 %, besser 100 % im S-Faktor und bring mir ein Glas hoch!“ Zelda legte und stand auf. Sie ging einmal um den Tisch und sprach weiter. „Ich hab hier einen Leuchtkäfer!“ Navi hatte keine Möglichkeit sich rasch umzubringen und flog in Richtung Fahrstuhl. Doch dieser funktionierte nur mit einer Zugangs- oder Besucherkarte. „Du, kleines, dreckiges Insekt! Ich will nicht wissen wie oft du mir bereits in die Parade gefahren bist! Aber damit ist jetzt Schluss!“ Der Fahrstuhl fuhr jetzt wieder nach unten. Navi flog im Raum umher. Mehr konnte sie momentan nicht machen. Als Impa mit dem Glas kam und sich die Fahrstuhltüre öffnete, flog sie in Richtung Fahrstuhl und versuchte Impa auszuweichen. Aber Impa war sehr geschickt und hatte gute Augen. Impa sprang hoch und Navi wisch zur Seite aus. Doch Impa sprang zurück indem sie sich mit einer Hand von der oberen Türkante abdrückte und schnappte mit der anderen Hand nach Navi. Die Fee landete im Glas und der Deckel schnappte direkt im Anschluss daran zu. Impa landete zufrieden auf ihren Füßen. „Danke!“ „Hat Navi also die Kugel?“ Ja! Es scheint so! Warum sollte sie sonst hier sein?“ Der Deckel war ebenfalls aus Glas und hatte Löcher zum Atmen. Impa lief an Ganondorf vorbei und stellte das Glas auf Zeldas Tisch. Zelda zeigte kurz darauf auf Ganondorf. „Bereite ihn für die Übertragung vor! Ich rufe Link an!“ „Ganz wie du willst!“ Impa schrieb auf ihrem Smartphone ein paar Kollegen an. Ganondorf war einfach eine Nummer zu schwer für sie alleine. „Und arbeitet weiter am Serum!“ „Und Salia?“ „Lass sie! Wir brauchen sie nicht mehr!“ Zelda setzte sich wieder auf ihren Stuhl. „Ziehen wir den Zeitplan vor?“ „Nein! Donnerstagabend und nicht eher!“ Navi war neugierig. „Was ist Donnerstag? Irgendeine magische Sternenkonstellation oder so etwas?“ Zelda winkte kichernd ab. „Nein! Impa! Ich will das Serum so perfekt wie möglich haben, bevor die Zeit im Goldenen Reich wieder weiterläuft!“ „Sehr wohl!“ Impa verabschiedete sich und stieg in den Fahrstuhl.

    „Ach und woher, weißt du das mit der Zeit? Und wieso glaubst du überhaupt daran?“ „Weil Freitagmorgen die 1.000 Jahre Zeitenstille im Goldenen Reich um sind, welche meine Vorfahrin sich als letztes gewünscht hatte! Steht nicht in den Chroniken, ist mir aber trotzdem bekannt! Ich bin ihre Nachfahrin und habe diese Info in einer nächtlichen Vision von den Göttinnen selbst erhalten. Leider hatte Zelda dabei auch sich, Ganon und den toten Link ans Goldenen Reich gefesselt. Und das erzürnte die Göttinnen und als Strafe gab es einen kleinen Schub in unserer technologischen Entwicklung. Die Göttinnen wollten so verhindern, dass wir nochmal ins Goldene Reich gehen. Denn welche aufgeklärte, moderne Rasse glaubt den bitte noch an Götter und all diesen Kram?“ „Aber ihre Rechnung ging nicht auf! Wir glaubten weiter an sie!“ „Richtig und dann sprachen sie auch wieder zu uns!“ „Aber warte mal! Du bist doch ihre Reinkarnation! Es kann nicht zwei Reinkarnationen von euch geben! Oder?“ „Goldenes Reich, Navi! Alles ist dort möglich! Ich rechne damit um nicht überrascht zu werden! Und sollte ich mich geirrt haben, umso besser!“ Sie schnippte gegen das Glas. „Du kannst mich nicht aufhalten!“ Sie legte Navi kurz in eine Schublade und wählte die Nummer der Auskunft.

    Danach telefonierte sie mit Link und brachte ihn dazu herzukommen. Navi stellte sie danach wieder auf den Tisch. „Du Hexe!“ Zelda tippte auf ihrem Laptop und schickte eine eMail an Impa. „Ich hab Impa geschrieben sie soll dich erst einmal mitnehmen und auf dich aufpassen!“ „Damit kommst du nicht durch! Du! Du böse, alte Hexe!“ „Och!“ Zelda zog eine Schnute aber kurz darauf grinste sie. Dann widmete sie sich wieder ihrer Arbeit, bis Impa Navi abholte.

    Während Impa mit Navi zum Fahrstuhl ging, wollte Zelda ihr noch so richtig einen rein würgen. „Soll ich dir das ironische Geheimnis von Model F verraten?“ „Ironisch?“ „Ja! Ironisch! Ich finde es sehr ironisch wenn jemand sein eigenen Volkes tötet!“ „...“ „Model Fs Wiederbelebung wird dadurch erreicht, dass wir dafür die Lebenskraft von Feen nutzen, die in der Kugel gefangen sind!“ Zelda winkte Navi lächelnd zum Abschied, als diese sich die Hände vors Gesicht hielt und bitterlichst zu weinen anfing. Sie hatte ihre eigenen Feenfreunde bei jeder Benutzung getötet. Jedes verdammte Mal. Navi fing an zu schluchzen. „Bitte! Verzeiht mir!“ Navi kauerte sich auf den Glasboden und warf die Tragetasche von sich. „Es tut mir leid!“ Während Navi voller Verzweiflung und Trauer weinte, lachte Zelda sich siegessicher in ihrem Büro einen ab.
    "Strong Pokémon. Weak Pokémon. That is only the selfish perception of people. Truly skilled trainers should try to win with their favorites. [...]" - Karen, Elite Four Member of Johto

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