Arbeit kostet Geld, klingt komisch, ist aber so (Tipps für einen Job als Grafikdesigner)

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Mal an alle hier, die in irgend einer Art im IT- Grafik- und Designbereich arbeiten, wie habt ihr euren Job gefunden? Ich würde sehr gern als Grafikdesigner arbeiten, dazu ist eine gewisse berufliche Reife natürlich Voraussetzung. Ich hatte mich bereits zweimal für eine solche Ausbildung beworben, einmal zum Mediengestalter für Digital und Print, einmal an der Games Academy als Grafikdesigner. Das Problem: Das Geld.

    Beide Ausbildungen kosten sehr viel Geld und vom Jobcenter bekomme ich da keine Unterstützung, das kann ich knicken. Ich würde mein Abitur nachholen und dann studieren, wenn dafür nicht Mathematik nötig wäre, wo ich eine anerkannte Schwäche habe (da nützt mir auch mehr Zeit für Prüfungen nichts). Im Zeichnen bin ich, so denke ich, fortgeschrittener Anfänger, und durch tägliches Üben und eben eine solche Ausbildung geht da sicher noch viel mehr.

    Das Problem ist auch: Ich kann nebenbei nicht Arbeiten, weil das Geld ja angerechnet wird. Ich müsste also Berufs begleitend Grafik Design lernen, also schon einen Betrieb haben, der mich einstellt. Das ist, soweit ich das gesehen habe, in Deutschland so gut wie gar nicht möglich. Habt ihr da Erfahrungen gemacht oder Tipps, wie man das eventuell trotzdem hinbiegen kann? Würde wirklich sehr gern in diesem Beruf arbeiten, allerdings halt nur Berufs begleitend, weil ne vierte Ausbildung ist dann finanziell für mich nicht zu schultern.

    Danke schonmal für die Antworten. :mariov:

    618 mal gelesen

Kommentare 5

  • Albert -

    Ich habe für meinen Gesellenbrief 3,5Jahre wie ein Schwein schuften müssen. Für meinen Meisterbrief habe ich rund 13.000€ gezahlt und für meinen Bachelor rund 8.000€ gezahlt.
    Bei den kleineren Fortbildungen, die ich so mache im Jahr, lege ich locker 200-2000€ hin.
    Was ich damit sagen will, nichts ist um sonst. Und gerade in deiner Wunsch Branche kann ich folgendes raten: Ohne Fachhochschulreife hast du keinen Auftrag und man hört immer wieder, dass der Umgang mit dem Personal nicht wünschenswert ist.

    • Schnurres -

      Gerade in dieser Branche kommen Quereinsteiger sehr weit, wenn sie gut sind. Es ist sicher einfacher mit entsprechender Ausbildung und Studium, es gibt viele Konkurrenten aber am Ende zählt primär das Können.

      Daher auch in der Freizeit für sein Portfolio arbeiten. Am Ende muss man eben was vorweisen können.

      Hab ohne Ausbildung oder Studium ewig in der Branche gearbeitet. Nebenbei Sachen gemacht, mal Gewerbe angemeldet oder Freiberuf, Agenturen gegründet etc.. Mittlerweile habe ich Studiumabshluss und ich wurde nicht einmal danach gefragt. Wieso auch? Hab mittlerweile genug Referenzen und Projekterfahrung.

    • megasega1 -

      Man muss eben auch das Glück haben, irgendwo rein zu kommen. Du kannst dir Erfahrung erarbeiten, wie Du willst, wenn Du sie nicht anwenden kannst, ist das auch wieder nicht so prickelnd. Und ich habe ehrlcih gesagt, keine Lust, nur arbeiten zu gehen, um Geld zu verdienen. Klar ist das der primäre Grund für Arbeit, aber nur deshalb jeden tag was machen, das man schon körperlich nicht lange aushält? Die "leichten" Jobs sind halt die akademischen.

  • Schnurres -

    Ich hab einfach gearbeitet und fertig. Grafikdesigner, Webdesigner etc. sind Jobs, wo man nicht zwingend eine Ausbildung braucht, wenn man gut ist. Zwar gibt es mittlerweile für alles Ausbildungen oder ein Studium. In der Praxis nerven die Studierten, wenn sie vom Studium kommen dann mehr als sie nutzen und muss man oft erstmal zurück auf den Boden der Tatsache bringen.

    Eine Ausbildung macht grundsätzlich immer Sinn, oder ein Studium. Allerdings darf man nie denken, dass das was man da lernt ausreicht. Tut es nämlich nicht. Dann hat man nach der Ausbildung zwar ne Ausbildung, kriegt aber ggf. immer noch keine guten Jobs.

    Mein Lebenslauf ist da auch nicht als Rollenmodell geeignet. Redakteur -> Grafikdesigner -> Webmensch -> Studium -> nebenbei selbstständig -> Webentwickler

    Mein größter Tipp ist daher, nebenbei immer zu arbeiten (und wenn es nur für das eigene Portfolio ist). Selbst wenn man in einer anderer Branche arbeitet oder Umweg über andere Ausbildung/Studium macht. Wenn man eine gute Mappe mit guten Portfolio hat, ist im Zweifel egal... gerade in der kreativen Branche.

    Meine Kollegen sind Elektriker, Fotografen, Versicherungskaufleute und alle arbeiten sie jetzt als Designer/Entwickler und verdienen besser als in den eigentlich gelernten Berufen.

    • megasega1 -

      Mir ist klar, das es oft über Umwege geht, mein Problem ist halt auch, das ich auch gewissen Gründen nicht jeden Job machen kann und zwar gerade die nicht, wo man richtig gut verdienen könnte. Nebenbei heißt auch: Nur 150 € Selbstbehalt. Unter 800 € / Monat lohnt sich das ja dann nicht wegen der Miete etc. Will ja unabhängig vom Jobcenter werden.