Nostalgie vs Zeitgemäßheit

Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

  • Hallo Leute,
    wieder seit einer Pause mal ein Beitrag von mir, über ein Thema, das mich seit geraumer Zeit in meinem Umfeld beschäftigt. Die Frage über Nostalgie und Zeitgemäße Spiele. Denn das ist in unserer Zeit, in dem Gamingberreich ein Thema, das immer von einer gewissen Bedeutung rührt, da beide "Seiten" sich immer gerne in die Haare raufen. Die einen Menschen, denen nachgesagt wird, das sie nostalgisch nur die klassiker und Spiele die sich an solchen orientieren, und dann eben der moderne Gamer, der nur Zeitgemäßes respektiert und findet, das man solche Klassiker nicht mehr abliefern sollte. Ich persönlich habe die Erfahrung aber gemacht, das von beiden Seiten ein großes missverständniss herrscht, vorallem tendierend seitens der Modernen Gamer.

    Es ist nicht alles nur Nostalgie:

    Zu allererst möchte ich mal hier einen Aspekt aufwirbeln, der meiner Meinung nach ein klarer "Mythos" ist, und zwar das Leute, die Pixel-Orientierte Indie-Titel oder etwaiges Nostalgiker sind. Generell Spieler die sich "alte" "Schinken" zu gemüte führen, müssen nichts oder zumindestens kaum mit Nostalgie zu tun haben. Interessanterweise sind oftmals auch unter den modernen Spielern auch wesentlich stärker Nostalgiker zu finden, als Spiele klassischer Natur, weil diese oft argumentieren bei diversen Indie-Titel: "Ya, wenn ich sowas wie Mega-Man Spielen will, dann spiele ich nochmal Megaman, da brauche ich keine Indie-Alternative" usw. Das heißt diese Leute, auch wenn sie kein Interesse an diesen Spielen mehr wirklich haben, haben sie noch einen besondern Bezug zu Spiele ihrer Kindheit, auch bekannt als Nostalgie. Und das ist auch der Aspekt der dieses Nostalgie-Argument nichtig macht. Weil Nostalgie impliziert einen gewissen Draht zur Spielen vor längst vergassenen Tagen, welche einem bspw an die Kindheit erinnert haben oder gar geprägt haben. In meinen Fall wären es Spiele wie Diablo 1, Rayman etc wo ich eine gewisse Nostalgie verspühre.

    Und da liegt der große Irrtum und das wo Spieler missverstanden werden, welche sich über "traditonelle" bzw. "klassische" Spiele freuen. Diese haben nicht viel mit Nostalgie zu tun. Ausnahmen bestätigen zwar die Regel und es gibt sicher Hommages, welche so sehr auf die Nostalgie-Knöpfe drücken, das man ein Interesse für diese Spiele zeigt, doch meist sind diese Fälle dann eben nur ein Bonus und nicht das Hauptaugenmerk. Der Grund warum Leute spiele wie Shovel Knights, Pillars of Eternity und weiteres wollen/feiern ist ein ganz anderer!

    Spiele sind Kunst und versprühen einen ganz eigenen Charme:

    Zum einen weil Spiele kunst sind. Wenn ich bspw. eine Pixelgrafik sehe, dann denke ich nicht zwangsläufig an alte Spiele. Nein, in einigen Fällen ist es sogar, das die Pixelgrafik so psuedo-modern ist, das man keinen Bezug zu den alten Spielen aufbringen kann. Zuviel Detailreichtum oder der technische Stand war damals viel zu limitiert um sowas zu liefern. Andere wiederum wie Shovel Knights würde man zwar absolut abkaufen, das sie für NES existiert hätten, weil sich die Entwickler so treu an die Klassiker-Vorlage halten, das manch einer wirklich meinen Würde, das Spiel hätte es seinerzeit auf dem NES gegeben. Der Grund warum Leute diesen Grafikstil so mögen, hat daher nicht zwangsläufig mit Nostalgie zu tun, sondern weil diese Grafik für genannten Menschen einfach immer noch schön ist, wie Kunst. Kunst ist wie vieles auch so Geschmacksabhängig, das Leute mit wenig Empathie/Einfühlungsvermögen und denn Geschmack nicht teilen, nicht verstehen können wenn man ihnen versucht zu erklären, warum einen bspw ein Bild gefällt. Es kennt sicher jeder von uns, irgendwelche Gemälde, die hoch renomiert sind, aber man persönlich findet, das es scheußlich aussieht. Wenn man den Geschmack nicht teilt, ist es einfach schwer zu verstehen/nachvollziehen, warum etwas so gut ankommen kann. Zu Leidwesen dieser Menschen folgt dann eben ausflüchte und falsche Begründungen, warum es so populär ist, man aber nicht versteht warum, und spielt es dann rein auf Nostalgie runter.

    Die unterschiedlichen Gruppen von Spielern:
    Und da kommt auch schon der nächste Punkt, der in diesen Aspekt wichtig ist. Dieser Aspekt betrifft in diesem Fall nicht nur alte Spiele, oder Indie-Klassiker, sondern auch oft der Grund warum es zu solchen Streitthemen wie bspw Switch vs Moderne Technik kommt. Natürlich ist mir bewusst, das es nicht gut ankommt, wenn man pauschaliert und kategorisiert, vorallem wenn es in unserer Zeit wirklich so eine schlechte Angewohnheit ist, dies zu leichtfertig zu tun. Allerdings muss uns einfach bewusst werden/sein, das wir Menschen trotz unserer Unterschiede, auch immer einige Gemeinsamkeiten teilen. Wäre dem nicht so, wären wir hier nichtmal in diesem Forum. So habe ich einfach die Erfahrung gemacht, das es Grundlegend zwei Gruppen von Spielern gibt. Die eine Gruppe von Spielern setzt auf den Zahn der Zeit, ein Zeitgemäßes spielen und richtig sich an die Grenzen die mit dem Stand der derzeitigen Technologie miteingeht. Das mindestense was man erwartet, das ein Spiel wenigstens "Zeitgemäß" ist! Und die alten Spiele, die sie ihrerseits gespielt haben, wurden quasi "ertragen" weil es eben auf die Limitierungen des derzeitigen Standes zurückzuführen ist und man es nicht besser kannte. Das sind mitunter die Leute, die in die "Moderne-Gamer" Kategorie einfällt. Dann gibt es die andere Gruppe, Spieler die vielleicht auch stellenweise Dinge mit Nostalgie verbinden, aber eigentlichen Menschen die Spiele aufgrund ihres Konzept, des einzigartigen Charmes und Umsetzung feiern. Leute die vielleicht Wissen, das mit dem Wandeln zwar viel neues und einzigartiges hinzugekommen sein mag, aber vorallem die Aspekte merken, die mit der Zeit verloren gingen. Ein Pillars of Eternity hat nunmal ein ganz anderes Spielgefühl wie ein Witcher 3. Weder schlechter, noch besser, sondern schlichtweg anders.

    Zum Abschluss:

    Zum Abschluss möchte ich mich nochmal persönlicher auf diesen Aspekt einzugehen, aber vorab schonmal bedanken das ihr euch die Zeit genommen habt, das alles zu lesen. Mich "trifft" das Thema so, weil ich eben mit älteren Geschwister aufgewachsen bin, aber als Nachzügler recht "Jung" war zu diesem Zeitpunkt. Mit einem Altersunterschied von 18 Jahren zu meinen älteren Bruder, kann man sich vorstellen, was da für ein Unterschied herrscht vom Erfahrungsschatz. Das heißt durch diesen Aspekte konnte ich eben auch Spiele kennen lernen, für die ich eigentlich noch zu Jung waren oder vor meiner Zeit, gleichzeitig hatte ich aber auch das Privileg dadurch das ich eben auch ganz normal heranwachse, meine eigenen Sozialen Kontakte habe, mit Kinder/Jugendliche meines Alters usw. auch mit der Zeit aufgewachsen zu sein. Ich bin quasi jemand der zwischen den Welten aufgewachsen ist, wo sich manch einer schwer getan hätte mit den "alten" Sachen anfreunden zu können. Deshalb war es für mich nie schwer, auch in klassische Spiele reinzukommen - bspw vor ein paar Jahren Secret of Mana, was ich nicht aus meiner Kindheit kenne und trotzdem gefeiert habe.


    Für mich ist einfach das traurige an dieser ganzen Sache, und das betrifft nicht nur diesen Spezifischen Punkt, sondern Videospiele allgemein, wie sehr die Gamer vergessen, das das ganz besondere an Videospielen einfach wie Facettenreich es doch ist. Die Möglichkeiten die ein Videospiel genießt, genießt einfach kein anderes Medium. Es hat solche Wandlungen durchgemacht und trotzdem kann man festhalten, das mit diesen Wandlungen alte Konzepte nicht schlechter geworden sind. Nein, sogar vielmehr das solche Konzepte heute noch ihren Anklang finden und spass machen. Ich spielte letzte Jahr mal Doom an(den Klassiker), nie gespielt aber Mensch, das Spiel war einfach eine absolute Gaudi. So unkomplex und überhaupt nicht überladen, trotzdem mit einer gewissen Tiefe und Substanz, welche "manch" moderner Titel vermisst. Wenn man solche Erfahrungen macht, dann wirkt es einfach so Banal und unnötig, warum sich die Gamer untereinander immer so dermaßen anfangen müssen zu streiten, ihren Geschmack versuchen durchzusetzen und keine "diversity" oder "abwechslung" zuzulassen.


    Und wie bereits erwähnt, das trifft ja nicht nur auf Klassiker und klassische Spiele zu. Von der Plattformwahl, bishin zu wie Spiele entwickelt werden. Manch ein Spiel wird kritisiert, weil es zu cineastisch ist und daher als Film durchgehen möge, derweil hat ein Film nicht Ansatzweise die Interkationsmöglichkeit die ein Spiel genießt. Andere weil es auf Multiplayer fokusiert. Und und und. Anstatt einfach diese Spiele schätzen zu lernen, weil sie den Markt mit abwechslungs berreichern, wird rumgemosert, das sich nicht jedes Spiel den persönlichen Bedürfnissen anpasst. Einerseits der Aufschrei nach Innovation, andererseits sollte alles zum Einheitsbrei verkommen. Und sich auf Visionen der Videospiel-Entwickler einzulassen und neues zu entdecken, funktioniert so auch nicht mehr wirklich, weil keiner mehr für unbekanntes, neues Abenteuer bereit ist.

    606 mal gelesen

Kommentare 11

  • NewSaibot -

    Das große Problem liegt darin das die meisten nicht zwischen objektiver und subjektive Kritik unterscheiden können. Es steht jedem frei ein Spiel zu mögen oder nicht, aber es gibt nunmal Kriterien an denen man das Spiel bewerten, ob es einen stört oder nicht ist völlig egal.

    Das einige aggresiv auf Kretik reagieren könnte wohl daran liegen das man im Internet Anonym ist und das ein paar relativ unreif für ihr Alter sind.

    • TheLightningYu -

      Auch wenn ich deinem Beitrag nicht gänzlich widerspreche, so finde ich denoch das man bei so einer Argumentation seine Grenzen ziehen muss. Denn wer legt die Kriterien fest? Ganz bestimmt nicht die "Objektivität" die du ansprichst, denn die Wahrheit ist, die gibt es in Videospiele nunmal nicht. Objektivität würde implizieren, das man etwas greifbar mit Fakten und Analyse beschreiben können. Im Falle von Videospielberreich würde das aber Hauptsächlich auf das Technische Grundgerüst beziehen, welches aber nur ein kleiner Teil des ganzen ist.

      Die Objektivität, so wie sie angepranger und propagandiert wird, ist im Prinzip nicht's anderes als die kollektive Subjektivität einer großen Mehrheit. Heißt der Massenmarkt, mit seiner Erwartungshaltung, diktiert indirekt welche Standarts ein Spiel erfüllen muss und die Fachpresse richtig sich danach.

      Bsp. wer bestimmt eigentlich, das ein Videospiel eine Minimap mit Questmarker haben muss? Warum darf ein Spiel nicht mehr, mit einer großen Map - bei der man sich selber orientieren muss, bei dem man seinen Kopf, seine Auffassungsgabe nutzen muss, und wo man Quest-Standorte durch das eigene Erkunden plus Questbeschreibungen finden kann? Weil es "Standart" ist, das ein Spiel Questmarker und Minimap hat und das hat keine Analystische, Objektive Begründung, sondern die Mehrheit, die eben bequemlicher an der Hand geführt werden will und diese "Komfort-Feature" oder wie sich noch Liebevoll genannt werden "Quality of Life" Features begrüßen oder gar fordern.

      Wie gesagt, ich will dir auch nicht ganz wiedersprechen. Es gibt sicher immer wieder Elemente, Features und Spiele wo wir uns alle einig sein werden, wo man wirklich auch davon sprechen kann; das ist schlechtes Spieledesign, ganz unabhängig davon - was "Standart" ist und was nicht, aber diese Keule wird einfach viel zu häufig geschwungen und es gibt keine Grenzen. Wenn bspw. ein Mass Effect Andromeda bei den Animationen verwurstelt, dann ist das etwas gänzlich anderes, als wenn Thimbleweed Park diese Retro-Pixelgrafik nutzt. Das eine will sich natürlich an den modernen Standarts messen, das andere hat bewusst diese Stilrichtung gewählt, um einen einzigartigen Charme zu versprühen die die jeweilige Zielgruppe begeistert.

      Aber danke für deinen Beitrag, sowas freut mich =)

    • TheLightningYu -

      Anmerkung:
      Ich möchte hier natürlich nicht, die Mehrheit oder sonst etwas schlecht machen. Mich stört nur die Argumentation von "Objektivität", die eben auf den Standarts der Mehrheit basieren, und wo immer gehandhabt wird, diese Wertung sei richtiger, bedeutender, überlegener und gewichtiger. Und moderne Titel die auf diese Standarts setzen haben halt auch seinen Reiz, dem möchte ich sicher auch nicht wiedersprechen...

  • Frank Drebin -

    Du hast dir sehr viele Gedanken gemacht.
    Ich verstehe auch nicht, warum man sich wegen solcher Themen in die Haare kriegen muss.

    Ist wie überall alles Geschmacksache.
    Mir fällt in dem Zusammenhang gerade Devils Third ein. Das Spiel wurde ja allgemein als schlecht bewertet.
    Jemand in diesem Forum hat es gewagt das Spiel (vor allem im Multiplayer) gut zu finden. Und die ganze Meute ging auf ihn los. Hatte aber selbst das Spiel auch äußerst aggressiv verteidigt......

    Ich konnte wegen dem Umgangston nur den Kopf schütteln.
    Aber egal.


    Zum Thema:
    Ich fühle mich in dem Punkt "Es ist nicht alles nur Nostalgie" angesprochen.
    Ich habe nun 20 Jahre Sega Master System (8-Bit) und SNES (16-Bit) gespielt. Bis Ende 2008 die Wii zu mir nach Hause kam.
    Daher brauche ich keine altbackene Grafik mehr. Nicht falsch verstehen: Ich liebe die alten Spiele!!!
    Finde aber aktuelle Spiele sollten auch aktuelle Grafiken haben.
    Ich verfluche aber niemanden, weil er Shovel Knight spielt :)
    Ist für mich natürlich auch vollkommen i.O. Aber ich werde mir das Spiel sicher nicht holen.

    Wie du schreibst: Die neuen Indie-Spiele haben für mich nichts mit Nostalgie zu tun.


    Den Text hast du gut geschrieben. Aber diejenigen, die ihn sich zu herzen nehmen sollten werden es sowieso nicht lesen. Schade....

    • Masters1984 -

      Ja Devils Third wurde damals schlechter gemacht als es wirklich war. Es war im Prinzip ja auch ein neues Ninja Gaiden. Das Problem ist, dass viele meinen die Meinungspolizei spielen zu müssen und andere Meinungen werden gar nicht akzeptiert und das ist das traurige an der Sache. Nichts gegen Spiele wie Shovel Knight, hin und wieder spiele ich selber noch solche Spiele, aber da sollte nicht der Hauptaugenmerk bei einer neuen Konsole liegen, sondern hauptsächlich neue Spiele, denn für alles andere kann man ja die alten Klassiker hervorkramen. Shovel Knight erinnert mich total an Duck Tales für das gute alte NES. Ein schönes Spiel, aber auf einer neuen Konsole erwarte ich einfach etwas anderes, gönne aber natürlich jedem seinen Spaß.

    • Switch -

      Ich fand Devils Third eigentlich ganz lustig, es war halt echt trashig und das Gameplay war mittelmaß, aber es war nicht schlecht, keine Ahnung warum die Leute netsolche Spiele einfach kommentarlos hinnehmen können, nehmen ja niemanden den Platz weg.

      Bei Mario Tennis oder Animal Crossing Party für die Wii U kann mans ja noch verstehen, wegen der Enttäuschung, aber bei Devils Third glaub ich kaum das dort jemand Enttäuscht war.

      @Master Shovel Knight find ich auch net ao den Kracher wie viele es machen, aber der Coop ist echt genial, als dieser kam hatte ich endlich einen Grund Shovel Knight zu mögen.

    • TheLightningYu -

      @Master1984:
      Gegenfrage: Warum willst du ein neues The Legend of Zelda, oder Mario, oder Metroid, wenn du weiterhin die alten Spiele spielen könntest? Ganz einfach, weil du mehr willst! Und das ist eben der Punkt auf dem ich hinaus will. Bei Spiele wie Shovel Knights geht es mir und anderen sicher nicht darum, nostalgisch nochmal alte Spiele rauszukramen, sondern weil wir in diese Art von Spielen auch heute noch ihre daseinsberechtigung sehen, die ihren eigenen Charme versprühen und ihre eigenen spielerischen Anspruch haben.

      Das man sich eine Playstation 4 kauft, und dann überwiegend mit Indie-Spiele versorgt wird, ist sicher frustrierend. Zielt aber genau auf meine Aussage ab, das das wichtige an einem Spielangebot ist, das es Abwechslungsreich ist, und genau deshalb halte ich bei Plattformen wie eben der PS4 das bereits ohnehin mit vielen AAA Spielen versorgt wird, Indie-Spiele die Spielauswahl berreichert, ergänzt und mehr vielfalt bringt.

      Die Sache, wo sich das ganze eben beißt zwischen modernen Spielern wie dir, und Spieler die eben Spiele klassischer Natur genießen, ist eben die Art wie man moderne und klassische Spiele gewichtet. Moderne Spieler, wenn auch indirekt/unbewust - AAA Spiele oder moderne Titel als "überlegener" an - während die andere Seite eben die Klassiker für "besser" hält. Ich halte beide Seiten für, falsch denn ein Shovel Knight bspw ist in der Augenhöhe eines Uncharted, oder sonst eines AAA Titels das es Wert ist, genannt zu werden.

      Aber schön das du mich in meinem Argument bestärkst, das "moderne" Spieler, die Spiele wie SK nicht mehr brauchen, mehr Nostalgiker sind, als Leute, die wirklich alte Spiele genießen und mehr davon sehen.

      Danke auch dir für deinen Beitrag...

    • TheLightningYu -

      @Frank Drebin:
      Ganz ehrlich; ich bin Nintendo-Spieler. In mir lebt einfach die Einstellung, das ein Optischer Genuss nicht von der Technischen Seite abhängt. Das heißt für micht gibt es keine "aktuelle" "Grafik" für "aktuelle Geräte" und wenn ich anders denken würde, dürfte ich absolut keine Konsolen besitzen sondern schlichtweg nur noch den PC.

      Damit man mich nicht missversteht: Ich behaupte hier nicht, das die Visuelle Optik nicht auch wichtig ist. Ich halte es persönlich für schmarren, wenn man so argumentiert, auch wenn ich hier absolut nicht den Leuten absprechen möchte, denen die Visuelle Optik wirklich irrelevant ist. Ich halte aber die Leute, die wirklich so denken für verhältnissmässig "wenig" im vergleich zu den Leuten, die behaupten so zu denken, aber allgemein so argumentieren, das sie mit der Grafik leben zugunsten des Gameplays.

      Das hört sich immer so nach zwanghafter Kompromiss an, an der man eigentlich leiden sollte. Ich jedoch bin was das betrifft, dann keiner der Kompromisse eingeht, wenn ein Spiel mir optisch wirklich nicht zusagt, werde ich es auch nicht zugunsten des Gameplays genießen. Bspw mit Counter Strike 1.6 oder gar Source kannste mich mittlerweile jagen gehen, ich kann es einfach nicht mehr Spielen. - Das sagt aber viel über mich aus, denn bei Spielen wo allgemein nachgesagt wird, Gameplay > Grafik - ist für mich die Grafik immer noch Top/Schön. Es ist eben nur ein anderer Stil, sowie realistische, moderne "gute" Grafik für mich auch nicht eines Windwaker, Shovel Knight oder Thimbleweed Parks überlegen oder besser, sondern eben auch nur ein eigener, anderer Stil von dem das ein oder andere Spiel profitiert. Ich liebe 8bit/16bit usw - aber bei Uncharted 4 - auch wenn es kurzzeitig witzig war, konnte ich mir diesen Modus auf lange Zeit nicht antun. Andererseits kannste meinen Kumpel fragen, wie ich permanent bei Dead Cells über die Details in der Pixelgrafik abgefeiert habe, weil ich die Grafik einfach wirklich so gut und wunderschön finde. Daher, für mich ist das kein Kompromiss, sondern ich messe gute/schöne Grafik einfach nicht an Pixeldichte, Effekten etc sondern an der Umsetzung der Stilrichtung. Es gibt sicher Titel, wo mir die Grafik weniger wichtig ist, als das Gameplay - das heißt aber nicht das ich die Grafik jetzt schrecklich, grausig ooder notbedürftig finde, sondern das sie für mich nicht so fordergründig ist, wichtig ist sie mir aber dennoch.

      Aber freut mich für deinen Kommentar =)

    • Masters1984 -

      Nicht falsch verstehen, denn ich spiele ebenfalls sehr gerne auch mal klassische Spiele, da mir der Stil des Spiels in diesem Fall wichtiger ist als die Pixeldichte und Nostalgie einfach geil ist. Was die Switch anbelangt sage ich ja nicht, dass Spiele wie Shovel Knight schlecht wären, aber den Third Party Support nur auf diesen Spielen aufzubauen halte ich für falsch, da es ein Gleichgewicht zwischen modernen und klassischen Spielen geben sollte, das klassische aber niemals Überhand nehmen sollte. Auf einer neuen Konsole, sollten die Spiele einfach eine zeitgemäße Grafik haben, da sind die Entwickler meiner Meinung nach absolut in der Pflicht diese zu liefern, ansonsten braucht man gar nicht erst mit einer neuen Konsole um die Ecke kommen, wenn nur Spiele erscheinen, die es so aber auch auf dem NES hätte geben können, das hat nämlich dann nichts mehr mit Nostalgie zu tun. Nostalgie ist das Gefühl alte Spiele, die einen damals sehr berührt haben erneut zu spielen und sich an diese alten Zeiten zu erinnern. Ich habe damals sehr gerne Super Mario Bros gespielt, das heißt aber nicht, dass Nintendo ein neues Spiel mit demselben Look von damals herausbringen sollte. New Super Mario Bros ist aber gerne gesehen, da es das moderne und das klassische miteinander verbindet ohne Altbacken zu sein.

      Wir brauchen eben auch Spiele wie Assassin's Creed, Fifa. Skyrim und Co. Wenn ein Hersteller wie Nintendo eine neue Konsole releast, dann erwartet man einfach auch ein neues Super Mario und auch ein neues The Legend of Zelda, da das sehr wichtige Zugpferde sind. Die Switch würde ich mir persönlich aber noch nicht kaufen, da ich erstmal zufrieden bin mit dem was ich habe, ich muss also nicht ständig etwas neues haben, ich wundere mich aber, dass die Wii U noch nicht voll ausgereizt wurde und die Switch so früh kam, aber trotzdem einen ähnlichen technischen Stand hat wie die Wii U (Von der Mobilität einmal abgesehen). War die Switch wirklich notwendig? - Ich finde eher noch nicht.

      Ich spiele auch heute noch liebend gerne die klassischen Super Mario Spiele wie New Super Mario Bros Wii, aber auch die moderneren wie Super Mario Galaxy. Bei The Legend of Zelda ist das ähnlich. Auf der einen Seite steht bei mir Link's Awakening oder A Link to the Past und auf der anderen Seite Ocarina of Time oder Twilight Princess. Es kommt auf den Stil des Spiels an, ob die Grafik schön anzusehen ist oder nicht. Uncharted 4 zum Beispiel ist im Prinzip genau das selbe wie Uncharted 2 und 3 nur mit neuen Figuren und neuer Umgebung, aber graphisch tut sich da wirklich gar nichtmal so viel, aber Spaß hat es mir trotzdem gemacht, da ich die Mischung aus Klettern, Ballern und Rätsel angenehm fand.

      Sogar auf der Xbox 360 ertappe ich mich dabei nach ähnlichen Spielen wie The Legend of Zelda zu suchen und mir ist das Kunststück tatsächlich gelungen, denn Darksiders 2 und auch Kameo - Elements of Power bedienen sich großzügig dabei, haben aber auch genug Eigenständigkeit. Auch Spiele ich immer noch sehr gerne die ganz klassischen Lucas Arts Adventures, in diesem Fall konnte ich den neueren Adventures mit Tastatursteuerung gar nichts mehr abgewinnen. The Secret of Monkey Island wird ewig einen Platz in meinem Herzen haben.

      Die Grafik ist dann eben doch nicht alles und nicht allein bestimmend für den Spielspaß, das ist mir ganz besonders bei GTA 5 Online aufgefallen. Das wurde inzwischen auf PS4 und Xbox One so mit Contend kaputtgepatcht, dass man inzwischen richtig lange Ladezeiten hat und es oft zu Serverproblemen kommt. Zwischen den einzelnen Missionen vergehen schonmal bis zu 7 Minuten, bis man wieder auf die Map kommt, was bei Xbox 360 und PS3 nicht so ist, da macht der Onlinemodus aufgrund der deutlich geringeren Ladezeiten und flüssigeren Darstellung einen riesigen Spaß.

  • Switch -

    Schlussendlich sollte man jedes Spiel egal weshalb immer für sich selbst bewerten. Auch ein ausgelutschtes Spiel kann toll sein und auch was innovatives kann schlecht sein.

    • TheLightningYu -

      Absolut, auf das Gesamtpacket kommt es an, und da ein Großteil eines Videospieles vom Geschmack abhängt, kann nur jeder wirklich für sich entscheiden was ihm gefällt!
      Und jeder sollte das spielen und gut finden dürfen, was ihm gefällt/nicht gefällt! =) Danke für den Kommentar, freue mich darüber!