Es muss sich was ändern!

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  • Ich habe extra diesen eher provokanten Titel gewählt, da das folgende Thema uns alle betrifft und die Gaming Industrie eine ganz schlechte Richtung einschlägt. Viele fragen sich jetzt sicherlich: Warum? Lasst es mich mal erklären:

    Gestern Abend wurde angekündigt, dass EA Visceral Games schließt. Aktuell befand sich ein Singleplayer Star Wars Spiel bei ihnen in Entwicklung mit Fokus auf Action und Story (Quasi ein Uncharted im Star Wars Universum). Seit der Ankündigung hatte ich mich schon sehr auf das Spiel gefreut, diese Freude ist nun komplett weg. Zwar wird das Spiel nun bei EA Vancouver weiterentwickelt, doch gibt es einen Haken bei der Sache. Hier ein Statement von EA:

    Die Spiele, die wir spielen und mit denen wir Zeit verbringen, und die Erfahrungen, die wir erleben wollen, verändern sich ständig. Ebenso die Art, wie wir diese Spiele entwickeln.
    (...)
    Unser Visceral Studio hat ein Action-Adventure im Star-Wars-Universum entwickelt. In seiner jetzigen Form war es ein Story-getriebenes, lineares Abenteuerspiel. Wir haben das Spielkonzept während seiner Entwicklung oft mit Spielern getestet und uns ihr Feedback angehört. Wir wollten wissen, was sie spielen wollen, wie sie spielen wollen. Dabei haben wir rausgefunden, dass es fundamentale Veränderungen im Markt gibt. Uns ist klar geworden, dass wir unser Design verändern müssen, wenn wir wollen, dass Spieler unser Abenteuer lange genießen können und immer wieder dazu zurückkehren.

    Es liest sich also so, dass EA mit dem Star Wars Spiel eine andere Richtung einschlagen will. Welche Richtung das sein wird lässt sich ganz klar raus finden, wenn man sich die aktuelle Entwicklung der Videospielindustrie anschaut: Online Multiplayer (Ist zumindest meine Vermutung). Spiele wie PLAYERUNKNOWN'S BATTLEGROUNDS (PUBG), Overwatch oder Destiny 2 erfahren einen riesengroßen Hype.
    Hier mal zwei interessante Tweets von einem bekannten Analysten zu PUBG:





    Man sieht ganz klar, wie extrem beliebt dieses Spiel ist und alles andere dieses Jahr in den Schatten stellt obwohl es es bisher nur für PC gibt. So weit so gut und ein Problem ist das jetzt auch nicht wirklich. Ich selbst habe auch nichts gegen die Spiele, doch bringen diese zwei Probleme mit sich, welche man bis vor einiger Zeit hauptsächlich vom Mobile Markt kannte (auch wenn PUBG davon (noch) nicht zu sehr betroffen ist):

    Lootboxen und Microtransactions

    Da manche vermutlich mit diesen beiden Begriffen nichts anfangen können, empfehle ich euch mal dieses Video:



    Das Video zeigt schon ganz gut das Problem auf das ich hinaus will. Immer mehr Publisher setzten auf diese beiden Modelle und die meisten Spieler machen das ganze auch noch mit und lassen sich abzocken. Und genau das will EA vermutlich auch mit dem Star Wars Spiel machen, denn damit macht man heutzutage viel mehr Geld als mit DLCs oder Singleplayer Spielen. Auch 2K ist diesen Weg mit NBA schon gegangen und bei FIFA findet man es auch bei Ultimate Team.
    Das ganze zeigt sich auch bei den Finanzberichten. EA hat alleine im letzten Quartal ganze 74% des Umsatzes nur durch digitale Inhalte und Mobile Spielen gemacht: pcgames.de/Electronic-Arts-Fir…z-verantwortlich-1234574/

    Im Internet liest man daher in den letzten Wochen sehr oft, dass Singleplayer Spielen vor dem aussterben sind. Ich würde das noch nicht behaupten, wenn man sich mal die Verkaufszahlen von Zelda, Uncharted, The Last of Us, Life is Strange oder Horizon anschaut. Auch Cuphead hat sich bisher über eine Millionen mal verkauft was ich niemals erwartet hätte und es herrscht ein großer Hype zu Mario und The Last of Us 2. Singleplayer Spiele haben also sehr wohl noch eine große Chance und gerade Nintendo und Sony fördern sie, nur muss man aufpassen, dass sich das nicht ändert, denn dann könnte das ganze wirklich zu einem Problem werden...

    Daher meine Bitte an euch: Ihr könnt so viel Multiplayer Spiele spielen wie ihr wollt und das ist auch gar nichts verwerfliches, doch lasst euch nicht abzocken! Denn genau das wollen die Firmen mit ihrer Multiplayer Ausrichtung erreichen. Außerdem betitelt nicht jeden Indie Titel direkt als Müll, denn genau die bringen noch Innovation in die Branche und machen mehr Spaß als die schnelle Geldmache von so manch großem Publisher...

    1.700 mal gelesen

Kommentare 37

  • justchriz -

    Visceral Studios entwickelt story-driven Singleplayer Games. Wenn man ein solches Team beauftragt ein genau solches Spiel zu entwickeln und dann zwei Jahre später feststellt: "Oh es ist ein story-driven Singleplayer Game, das haben wir so nicht erwartet und uns anders vorgestellt…" Setzen, 6 EA!! Genau das sollte das Spiel von vorneherein sein, jetzt zu kommen wir hätten gerne ein SW-Game wie Destiny, wo wir auch in Zukunft noch kräftig die Kasse klingeln hören, muss ich dann auch so in Auftrag geben. Auf sämtlichen Spieleseiten wird EA gerage dafür zerrissen, denn die Spieler wollten genau so ein SW-Singleplayer Spiel… Da kann man nur mit dem Kopf schütteln!!!

  • megasega1 -

    MP Spiele haben derzeit für mich ein ganz anderes Problem: Die meisten sind irgendwelche Schnetzel- oder Shooterspiele. Beides Genres, die ich nicht mag. Ein schönes 3D Jump and Run als Online-MP oder sowas wie Dedektiv-Spiele, wo man dann gemeinsam Fälle lösen kann, wäre mal was tolles. Stattdessen Ballerorgien und irgendwelche Serienkiller, die aussehen, wie frisch einer Serverfarm der frühen 2000er entsprungen.

    MP hat für mich einen Spaßfaktor, das zusammenarbeiten, um ein Ziel zu erreichen, das austauschen über geheime Orte, das gegenseitig Helfen. Da braucht es weder Lootboxen noch Mikrotransaktionen. Solange aber irgendwelche Hirn-aus Shooter, "Partyshooter" oder Schnetzelspiele als einzige echte Online-MP Alternative da stehen, wird sich an diversen Geschäftsmodellen auch nichts ändern.

    Ich gehe mal sehr davon aus, das viele dieser populären MP-Titel nicht so teuer in der Produktion sind, wie ein The Last of Us, Breath of the Wild oder Tomb Raider. Schaut euch mal Dead by Daylight an, das sieht scheiße aus, ist verbuggt bis obenhin und wird gefeiert wie nix. Let´Plays dazu guckt man vielleicht 1-2 Folgen, dann hat man alles gesehen.

    Auch Kandidaten wie Overwatch, PUBG, Final Fantasy 14 und Co. unterstelle ich zumindest nicht an oben genannte Serien heran zu kommen, was Produktionskosten angeht. Dann darf man sein Spiel eben nicht für 20 Eier verscherbeln, oder gar Free 2 P(l)ay machen, sondern sollte gleich alle Karten auf den Tisch legen und 40, 50 oder 60 Euro verlangen. Die gibt für solche Spiele aber kaum einer aus, daher MT und LB.

    Bin da vielleicht auch sehr altmodisch, aber ein gutes Actionadventure oder ein spaßiges Fun-Party Game machen mir mehr Spaß als immer die selbe Leier mit Abknallen und gegenseitig austricksen. Diese "normalen" MP-Spiele sind es, die langsam aussterben. Um den SP mache ich mir da weniger Gedanken, solange sich Spiel wie Uncharted, The Last of Us, Super Mario Odyssey und Co. gut verkaufen.

    Bin aber genrell kein Freund von DLC, auch nicht, wenn er groß ist. Den von BOTW werde ich genauso wenig kaufen, wie den von Rabbids Kingdom, weil ich für das Hauptspiel jeweils schon Vollpreis bezahlt habe und nicht nochmal 20 Euro für ein paar Level und einen anderen Storystrang ausgebe. Ging doch "früher" auch ohne, zuminest auf Konsolen.

  • Mamagotchi -

    Das Problem ist einfach, dass der Gamingmassenmarkt schon längst nicht mehr den "Gamern" gehört. Der 0815-Gamer, möchte anscheinend solche Spiele, sonst würden sie sich ja nicht so verkaufen. Und die Publisher mit ihren Entwicklern bedienen halt diese Nachfrage mit einem entsprechend angepasstem Angebot. Und diese 0815-Gamer, die meisten auch nur wenige Spielereihen spielen, sind bereit hierfür Geld on top auszugeben. Der Trend ist also nur aufzuhalten, wenn der 0815-Gamer anfängt umzudenken.

  • Rincewind -

    Mich persönlich nervt vor allem dieser Trend hin zu Multi-Player-Games. Ich habe nichts prinzipiell gegen MP und spiele eine MP Spiele sogar gerne mal, aber das Hauptaugenmerk liegt für mich auf den Single Player Bereich. Im Zuge des MP Trends kommt es dann auch noch zu einem Kopnzentration auf zwei Genres: Shooter und Action RPG. Meiner Meinung nach macht der MP Einheitsbrei unser Hobby kaputt.

    Gerade deshalb sind die Indies so wichtig geworden. sie fühlen die Lücke, die die großen Publisher hinterlassen, weil sie sich nur noch auf MP Shooter und Action RPGs konzentrieren.

  • Amaunir -

    Das liegt ja immer an den Leuten selbst. Meiner Meinung nach gibt es noch genug gute Spiele die solche Mechaniken nicht anwenden, besonders im Indi Bereich gibt es wirklich tolle Spielen. Nintendo macht das ja auch nicht, bis auf den Krempel den sie auf die amiibos auslagern was aber meistens nur kleine Gimmicks sind auf die man locker verzichten kann. Gut DLC haben sie mitlerweile auch endeckt, aber wenn der Gegenwert stimmt dann habe ich da ja nichts gegen.

    Es gibt viele Spiele die von den grossen Magazinen meist erst gar nicht besprochen werden, man muss sie nur finden und schauen was einem interessiert. Das sind dann auch meistens Entwickler denen ihre Spiele wichtg sind, mit den Spielern komunizieren und sich darum kümmern und sowas macht mir dann auch viel mehr Spaß. Ich bin aber auch in der entspannten Situation das ich mit diese Multiplayer Shootern noch nie etwas anfangen konnte und die ewig gleichen Spiele der grossen Publisher nach bewährten Strickmuster mich einfach nur noch langweilen.

  • otakon -

    oh achso und zu EA und den Visceral Studios: schade das EA die schliesst (leider aber auch typisch für die), mir hat Dead Space und das Star Wars Spiel wie es bisher aussah gut gefallen!
    Hoffe das Star Wars Spiel wird nicht zu nem Multiplayer Spiel... dann hol ich es nicht....
    Könnte mir vorstellen das sie daraus jetzt ein Open World Spiel machen, das kann gut gehen aber auch Mist werden - muss man das fertige Spiel abwarten was ja jetzt sicher noch mal einige Zeit länger dauern wird ^^;;

  • otakon -

    Ein interessantes Thema und sehr komplex, ich fürchte das Haupt-Problem sind aber die Spieler selbst! Es lassen leider halt viel zu viele alles durchgehen und da braucht man sich nicht wundern das einige Entwickler es dann immer mehr übertreiben... Ich hab manchmal das Gefühl das gerade beim Thema Videospiele viele echt alles mit sich machen lassen und nicht in der Lage sind auch mal NEIN zu sagen, denn das geht nur mit Verzicht oder sich-selbst-einschränken!
    Ich bin kein genereller Feind von DLC, MT, Season Pässen und ähnlichem (kann auch was Gutes sein) - hab auch schon das ein oder andere in der Richtung geholt, aber ich schau IMMER genau ob mich das anspricht, ob ich es als fair empfinde und ob ich es wirklich haben muss.
    Wenn ich das Gefühl habe etwas ist nicht in Ordnung dann lasse ich es.

  • schlabberhose -

    @Ninwed Vielen Dank das du dieses Thema ansprichst, da ich hier grade auch einen sehr gefährlichen Trend sehe.

  • Rincewind -

    Kann mir mal jemand sagen, bei welchem Spiel angeblich Inhalte aus dem Hauptspiel herausgeschnitten wurden, um sie als DLC zu verkaufen. Die DLCs, die ich gekauft habe wirkten tatsächlich wie zusätzlicher Inhalt. Sie wirkten nicht als seien sie Teil des Hauptspiels

    • Ninwed -

      Da gibt es genau Beispiele. Das neueste ist Capcom VS. Marvel. Man kann eigentlich davon sprechen, wenn gleiche zu Release Inhalte angeboten werden welche Missionen etc. beinhalten (so kleine Sachen wie bei Zelda oder Mario + Rabbids zählen da nicht). Gerade bei Activision, EA und Ubisoft Spielen war das lange Zeit ein Trend, was sich mittlerweile zum Glück aber langsam wieder ändert.

    • Splatterwolf -

      Es gab sogar bei Assassins Creed mal einen ziemlichen Aufschrei, weil mitten in der Story Teile fehlten, die als DLC nachgereicht wurden. Bei Final Fantasy XV gibt es auch Abschnitte im Spiel, in denen ein Charakter sich aus der Gruppe entfernt und ein eigenes Abenteuer erlebt, das kann man aber nur mit dem DLC spielen.

    • Rincewind -

      @Splatterwolf

      Na Ja. Man kann darüber streiten, ob die Abenteuer eines Charakters der sich von der Gruppe entfernt herausgeschnitten oder überhaupt nur für einen DLC geschaffen wurden. Dazu müsste man wissen, ob der Charakter sich auch von der Gruppe entfernt hätte, wenn es keine DLC Pläne gebe.

      Bei Assassins Creed magst du recht haben. Ich merke das bei PC Spielen oft nicht, weil ich sie mir nicht Day 1 kaufe, sondern warte bis es verbilligte Varianten inklusive aller DLCs gibt.

  • LadyBlackrose -

    Ich hab meine Meinung des öfteren schon diesbezüglich kund getan und wiederhole mich in diesem Fall sehr gerne:
    Jeder muss selbst wissen, was er für sinnvoll oder sinnbefreit hält. So einfach ist die ganze Geschichte.
    Ich finde ein DLC bei dem mir Spielinhalte vorenthalten werden, damit ich sie mir nachträglich kaufen können soll, fast genauso furchtbar wie Microtransaktions in Vollpreistiteln. Ich habe den vollen Preis für dieses Spiel gezahlt, also möchte ich bitte auch so behandelt werden. Punkt.
    Das ist aber meine Meinung und ich ziehe meine, ganz persönliche und schlüssige Konsequenz daraus: Ich meide solche Spiele. Motzen bringt gar nichts, nicht kaufen schon! auch ein schöner Spruch den ich gerne und oft passend zu einem Thema oder Spiel tippe.
    Weil es ist so, wenn ich mich nicht verarschen lassen will und viel wichtiger, weil ich so etwas nicht unterstützen möchte. Ja Overwatch ist ein unglaublich geiles Spiel und macht mit Sicherheit sehr viel Spaß, trotzdem wird mir dieses Spiel nicht ins Haus kommen, weil ich damit nicht einverstanden bin und eine Entwicklung in diese Richtung nicht unterstützen möchte.

    Dabei ist es mir völlig egal, ob ich diese Lootboxen auch anderweitig bekommen kann, denn einfach die Tatsache, dass es existiert und ich in einem Vollpreis-Spiel oder sogar, einem AAA-Spiel mit viel Hype so eine Dreistigkeit sehe, reicht mir völlig aus.
    Motzen bringt allerdings gar nichts, nicht kaufen schon. Und wer mir jetzt entgegen wirft und sagt "Tjaja, das bringt nur nichts. Du bist alleine. Was hilft schon ein einziger Tropfen in einem Ozean?"
    Dem komme ich sehr gerne, mit meinem Lieblingszitat: Was ist ein Ozean, wenn nicht eine Vielzahl von Tropfen? Wenn die ganze Welt solche Spiele spielt, aber gleichzeitig rumheult, mache ich einfach nicht mit und gebe mein Geld einem Entwickler, der mich vielleicht ernst nimmt oder einem Indie Entwickler auf Kickstarter, selbst wenn er floppt. Besser in meinen Augen, als soetwas zu unterstützen.

  • DarkStar6687 -

    Sehr guter Blog Beitrag. Danke dafür. ;)

  • Trinebot -

    Meiner Meinung nach sind MT und Lootboxen überhaupt nichts schlimmes, solange der Skill nicht davon betroffen wird.

    Als Beispiel:

    In Overwatch gibt es Lootboxen. Was ist alles drin enthalten? Skins, Coins, Emotes, Sprüche und Symbole.

    Lootboxen kriegt man mit drei verschiedenen Möglichkeiten:
    1. Level Up
    2. Arcade Wins
    3. Mit echtem Geld

    Man hat eine faire Chance die Lootboxen zu sammeln, jedoch kann man auch gemütlich mit echtem Geld Lootboxen kriegen.

    Was ist das gute daran? Die Lootboxen verbessern deinen Skill nicht.

    Solange Lootboxen oder MT deinen Skill nicht beeinträchtigen, finde ich es vollkommen in Ordnung.
    Ab dem Zeitpunkt wo MT deinen Skill verbessern, finde ich es eine absolute Frechheit.


    Es gibt ja auch unzählige Aufbauspiele, bei der man die Bauzeit mit MIT verringern kann.
    Das ist z.B für mich voll in Ordnung. Spieler die weniger Zeit haben und trotzdem weiterkommen wollen, geben Geld aus damit Sie weiterkommen.
    Spieler die viel Zeit investieren können, können problemlos weiterspielen und sich hochleveln.


    Ich hab früher mal ein Aufbauspiel auf meinem Handy gespielt. (Ich weiss leider den Namen nicht mehr)
    Da konnte man die Stärke aller Kreaturen um 50% verbessern indem man ca. 50€ ausgibt. (oder mehr?)

    Das geht meiner Meinung nach gar nicht. MT/Lootboxen dürfen niemals den Skill verbessern, sondern sollten lediglich nur eine Art 'Zusatz' sein.

    Ach ja, super Blog btw! =)

    • Ninwed -

      Danke!
      Meine Sorge ist halt, dass sich das ganze wie bei den DLCs entwickeln wird. Anfangs waren es wirklich noch zusätzliche Inhalte, später Inhalte die aus dem Hauptspiel raus geschnitten wurden. Das ganze muss man nun einfach mal beobachten und schauen in welche Richtung es sich entwickelt.

    • Trinebot -

      Das stimmt (leider) auch wieder..

      Wenn ich den Vollpreis bezahlen muss, erwarte ich auch ein vollwertiges Spiel. blogs-images.forbes.com/erikka…/04/Burgers.jpg?width=960 Das beschreibt ganz genau, wie es sich leider weiter entwickeln wird..


      Jedoch hoffe ich, dass es nicht so sein wird

  • Papermaker -

    Die Videospielindustrie entwickelt sich keineswegs in die falsche Richtung, sondern die Spielerschaft. Loot-Boxen würden grundsätzlich nicht existieren, sofern keine Nachfrage danach herrschen würde. Ich für meinen Teil meide allerlei Microtransactions, sowie Loot-Boxen.
    "Games as a service" hingegen, sehe ich derzeit aber als gewissen positiven Aspekt an, denn einmal bezahlt - immer versorgt.

  • David Pettau -

    Ich denke, dass du die aktuelle Situation ein wenig missinterpretierst bzw. den falschen Schluss aus der Aussage von Söderlund ziehst. Du legst seine Aussage voll und ganz auf Multiplayer-Spiele aus, doch so ist es in meinen Augen nicht gemeint. Vielmehr bezieht sich diese Aussage (speziell dieser Teil: “Uns ist klar geworden, dass wir unser Design verändern müssen, wenn wir wollen, dass Spieler unser Abenteuer lange genießen können und immer wieder dazu zurückkehren.“) auf das “boomende“ “Games as a Service“-Modell, das vor allem für EA eine sehr große Rolle spielt, wie beispielsweise Anthem zeigt. Natürlich können derartige Service-Spiele genau in die Beschreibung passen, die du als Multiplayer-Spiel à la Destiny 2 etc. wahrnehmen würdest, allerdings muss es das nicht sein. Das Problem an diesem Star Wars-Spiel ist, so wie ich es deute, nicht, dass es ein Singleplayer-Spiel ist, sondern, dass es ein in sich abgeschlossenes, lineares straight-forward Singleplayerspiel ist.

    Lootboxen sind dann wieder ein ganz, ganz, ganz, ganz anderes Thema und auch sehr komplex. Dass EA derart viel damit einnimmt überrascht wohl niemanden, mit FIFA haben sie auch fast schon ein Patent auf Lootboxen – für FIFA Coins bzw. Gold Packs wird wahrscheinlich mehr Geld ausgegeben, wie für alle anderen Lootboxen in allen anderen Spielen zusammen (ohne, dass ich das belegen könnte). Für uns Spieler können Lootboxen aber auch ein Segen sein – so wie früher, dass man in Multiplayerspielen alles normal freispielen kann (meist kosmetisches) und dass neue Inhalte einfach kostenlos kommen, wird es niemals wieder werden. Der Trend zu den Lootboxen geht aber Hand in Hand mit dem Trend, Content kostenlos zu veröffentlichen, was diverse Gründe hat. Man hält die Spieler am Ball, um sie als potenzielle Lootboxen-Kunden zu behalten, man spaltet die Spielerschaft nicht im Matchmaking und man hat einen verdammt guten Ruf, wenn alle Inhalte kostenlos sind. Dass man mit diesem Modell meist mehr Geld macht UND eine höhere/konstantere Spieleranzahl aufweisen kann als mit dem bis vor kurzer Zeit noch üblichen Season Pass/viele DLC-Modell, das wissen die wenigsten.

    Viele Spiele setzen dieses neue Modell noch nicht optimal um – beispielsweise dann, wenn sich bestimmte gameplayrelevante Inhalte in den Lootboxen tummeln. In Spielen wie Overwatch ist dieses System aber eine win/win-Situation. Der Publisher macht mehr Geld, wir bekommen alle gameplayrelevanten Inhalte gratis. Ob wir Geld für Lootboxen ausgeben ist letztlich unsere eigene Sache.

    • Ninwed -

      Jo, kann natürlich auch sein. Habe nun auch ergänzt, dass das ganze zumindest meine Vermutung ist. Bin vermutlich auch ein bisschen zu kritisch an das Thema gegangen, einfach weil ich kein Fan von dem ganzen bin und lieber alleine mein Abenteuer genieße.
      Stehe dem ganzen trotzdem weiterhin kritisch gegenüber, war aber trotzdem mal interessant deine Sichtweise zu lesen. Schade, dass man keine Kommentare anpinnen kann, ansonsten hätte ich das jetzt wohl gemacht :>

  • LegendHero -

    Erinnert mich etwas an dem hier, wegen EA:
    imgur.com/lYe8rBR

    • Solaris -

      @LegendHero
      An dieses Bild musste ich auch sofort denken. xD

  • Dirk Apitz -

    Wer Geld für MT und Lootboxen ausgibt ist selbst daran Schuld. Wer Spiele unterstützt die auf Pay2Win setzen, ist selbst daran Schuld.

    Ich sehe, besonders bei den Lootboxen, kein Problem damit solange nicht wichtige Inhalte etc. verändert werden.

    Zudem, was alle, besonders die Bildclerks, unterschlagen: Spielproduktionen werden immer teurer. Damit das ganze finanziert werden kann bringt man DLC, MT oder Lootboxen. Eigentlich auch ok für Leute die wirklich mehr davon haben wollen. Es darf nur kein Spiel richtig beschnitten werden (was man schwer einschätzen kann als jemand der nur konsumiert) oder in Abzocke driften bzw. dürfen die Vorteile bei MT nicht zu schwer wiegen. Ich habe für mich beschlossen immer zu achten ob es mich stört oder nicht. Wenn nicht, gebe ich auch keine Abwertung.

    • Ninwed -

      Wie unten schon geschrieben sind sie natürlich selbst Schuld, aber genau damit gibt man doch den Firmen das Geld und sie reiben sich die Hände weil sie genau wissen, dass sie mit wenig Aufwand viel verdienen.
      Das mit den Produktionskosten habe ich jetzt nicht bedacht, aber das ganze wird mit hoher Wahrscheinlichkeit so abdriften wie damals mit den DLCs. Anfangs waren es noch wirklich zusätzliche Inhalte, später dann Inhalte die aus dem Spiel geschnitten wurden. So wird es hier auch ablaufen. Momentan sind es noch Kostüme etc. in naher Zukunft werden es aber auch deutlich Spielrelevantere Themen, weil sie genau wissen, dass es genug gibt die dafür Geld ausgeben. Gerade eben wurde ein Patent von Activison veröffentlicht welches Spieler ermutigen soll Microtransactions zu kaufen:
      twitter.com/Kotaku/status/920568567313166336

    • Dirk Apitz -

      Aber auch dann ist die Frage, wer kann es den Firmen übel nehmen? Ist mir ein DLC zu wenig oder das Spiel zu beschnitten wirkt, dann kaufe ich es halt nicht. Nur weil die Spieler alles mit sich machen lassen, gibt es auch die unangenehmen Szenarien. Grundsätzlich sehe ich darin aber nichts schlimmes.

    • Ninwed -

      Übel nehmen kann man es ihnen nicht, natürlich machen sie das was am meisten Geld für wenig Aufwand gibt, weswegen ich mit dem Blog auch die Nutzer hier erreichen wollte, damit diese diese Praktiken nicht unterstützen sollten. Ich weiß, dass ich damit in einem Nintendo Forums nicht viel bewegen kann, da es uns aktuell eher weniger betrifft, nur sollte es doch so weit kommen, dann sollte man darüber Bescheid wissen.

    • Dirk Apitz -

      Ich bin einfach gegen Verallgemeinerungen. MT, DLC oder Lootboxen sind nicht immer gleich schlecht.

  • Frank Drebin -

    Sehr interessanter Blog. Habe ihn mir komplett durchgelesen und muss jetzt an mich vor einiger Zeit denken.

    Ich habe es von 2009 bis. ca. 2013 mit der Wii komplett übertrieben. Habe dort eine Spielesammlung angehäuft und noch immer über 40 Spiele noch nicht gespielt :(
    Aber auch damals wäre ich nie auf die Idee gekommen mir solche Zusatzinhalte zu kaufen...

    Wo ich das Problem sehe:
    Beim Gaming sitzt (meiner Meinung nach) das Geld bei den Leuten viel zu locker. Weiß ich wie gesagt aus eigener Erfahrung.....

    Ich überlege jetzt genau, wo ich mein Geld investiere und wo nicht. Habe mir die Switch geleistet, weil mich das Konzept überzeugt hat. Auch Zelda BotW habe ich mir gegönnt. Aber den Saison-Pass kann sich Nintendo gerne behalten. Den werde ich nicht kaufen. Bisher war nichts dabei, was in meinen Augen einen Kauf des Saison-Passes rechtfertigen würde.

    Ob man aber alles verteufeln kann bin ich mir jetzt auch nicht sicher. Die DLC bei Mario Kart 8 (WiiU) fand ich damals i.O.
    Da hatte ich das Gefühl Preis/Leistung stimmt.


    Aber wenn ich in dem Video höre, dass man echtes Geld ausgibt nur um Skills (= Outfits oder Designs, oder?) zu erhalten ist das für mich eine komplette Katastrophe. Da frage ich mich schon ob die Leute noch mit ihrem Geld wirtschaften können....

    Bin froh, dass in dem Video die Amiibos angesprochen wurden. Die sind für mich auch sowas von unnötig und reine Geldmacherei. Aber niemand scheint das zu sehen und zack: 500 Euro wieder aus der Tasche gezogen. Mit dem Geld weiß ich etwas besseren anzufangen :)
    Aber solange die nicht zwingend in Spielen benötigt werden kann es mir ja egal sein. Also auch hier bin ich der gleichen Meinung wie in dem Video und kann damit leben.


    Auf jeden Fall bin ich froh, dass du generell das Thema offen ansprichst! Zum Umdenken wird es wohl kaum jemanden verhelfen. Aber man soll es ja nicht unversucht lassen :)

    • Ninwed -

      Ja, genau mit Skins sind Kostüme für Charaktere gemeint.

      Denke auch nicht, dass man jemand so leicht zum Umdenken bewegt, mein Ziel war es einfach die Leute darüber zu informieren, was gerade so die Entwicklung der Industrie ist und das scheint ja bei dir schon funktioniert zu haben :D

    • Frank Drebin -

      Ja, bei der Wii habe ich Spiele gekauft, die ich nicht gebraucht habe! Das ist leider so. Habe ein paar ungespielt schon wieder verkauft. Aber so Zusatzinhalte hätte ich mir nie im Leben gekauft :)

  • frutch -

    Wer in Lootboxen und Mikrotransaktionen Geld investiert, ist doch selbst Schuld.

    • Ninwed -

      Klar, allerdings muss dann der Rest darunter leiden weil die Entwickler die Lootboxen immer aggressiver einsetzen werden...

    • Frank Drebin -

      Ich gebe euch beiden Recht :)

  • XenoDude -

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich habe vor genau zwei Tagen ein ziemlich langes Gespräch mit meiner Frau über dieses Thema geführt und wir sind auf einen sehr ähnlichen Schluss gekommen wie du, dass man Microtransactions nicht kaufen soll, wenn man Probleme mit dieser Entwicklung hat.

    2K hat mit NBA2K18 es total übertrieben und auf metacritic ist der Unmut der Spieler mehr als offensichtlich:
    metacritic.com/game/playstation-4/nba-2k18

    Während das Spiel in der Presse einen soliden Wert von 81 von 100 erzielt hat, strafen die Spieler mit einer Wertung von 1.7 von 10 das Spiel ab.

    Ich habe dieses Bild bereits vor einigen Wochen gepostet, da es so gut zum Thema passt, poste ich nochmals den Hyperlink dazu:
    nuskool.com/learn/wp-content/u…2015/03/MONA-LISA-DLC.jpg

  • Splatterwolf -

    110 % Zustimmung. Das Star Wars Spiel 1313 wurde ja auch irgendwann eingestampft (damals noch LucasArts). Ich glaube das ist einfach Worst-Case-Szenario, wenn EA die Lizenzen für Star Wars hat.

    Geht halt nur noch darum, noch den letzten Euro aus den Spielern rauszuholen.

    • XenoDude -

      EA verdient wahnsinnig viel Geld mit ihren gekauften Lizenzen. Ich wünschte, dass diese Lizenzen wie bei NBA von mehreren Publishern erwerbbar wären. Ich bin davon überzeugt, dass die Qualität der Lizenzspiele dadurch deutlich besser wären.

    • DekuDude -

      Hast recht, XenoDude! :')